Alt 16.07.2004, 23:22   #1
Cunningham
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Standard Hinter den feindlichen Linien I.

Cunningham

Prolog



7. September 2632
Sendehaus von Terran News Network, London, Terra


„Hier ist Richard Montclair von TNN“, der junge Latino lächelte spitzbübig in die Kamera, „aus gegebenen Anlass haben wir heute das Programm umgestellt und senden hier und jetzt unsere Reportage von Bord des Flottenträgers der Pegasus-Klasse Melbourne, die aus dem Solsystem nach Mantikor verlegt wird.“
Die hübsche Blondine neben ihm unterbrach ihn: „Richard, ich bin sicher, unser Publikum möchte den grund für unsere Programmänderung erfahren.“
„Aber sicher Diane, dann wollen wir es nicht mehr verheimlichen, wir haben Krieg, ja Sie haben richtig gehört meine Damen und Herren, Krieg.“ Die beiden Fernsehmoderatoren lächelten.
„Genau“, fuhr Diane Holsted fort, „die Navy hat mal wieder den Kriegszustand ausgerufen. Das wievielte mal in den letzten 15 Jahren?“
„Nun, ich glaube des fünfte oder sechste mal, wenn ich mich recht erinnere“, antwortete Montclair, „was war es das letzte mal? Ich glaube ein alter, rostiger Akariifrachter, der sich verirrt hatte.“
„Ja, ich erinnere mich, die Lakota-Affäre, ein Riesenwirbel, damals, weil dieser Fregattenkommandant diesen Frachter die Nor Jalkat für ein feindliches Schlachtschiff hielt. Aber Richard, was wird es diesmal sein? Ein Schiff voller Akariimönche, die wissen wolle wie die menschliche Rasse wirklich ist?“
„Nun, ich weiß es nicht, aber wir werden jetzt einfach die Sendung von der Melbourne einspielen, Norman wird uns ja wohl aus erster Hand von diesem KRIEG berichten können.“
Holsted zwinkerte in die Kamera: „Ja, schalten wir nun zu unserem Reporter oder sollte ich Kriegsberichterstatter sagen, Norman Gates, von der Front.“


Die Moderatoren wurden ausgeblendet und als nächstes war ein Europäer mittleren Alters zu sehen, der auf dem Flugdeck eines Trägerschiffes stand, hektisches Treiben war zu sehen, Warnleuchten blinkten, Mannschaftsmitglieder hasteten durch die Gegend, Jäger landeten und starteten.
„Hier ist Norman Gates von Bord des Flottenträgers TRS Melbourne CV 27. Eigentlich sollte es nur ein routinemäßiger Austausch von Kapazitäten werden, doch sind wir mitten im Krieg gelandet.
Im Texassternensystem trafen wir auf das Schwesterschiff der Melbourne, die Gettysburg und erhielten von ihr die Mitteilung, das Mantikor von starken Verbänden der Akarii angegriffen wird.
Im Moment befindet sich die Melbourne zusammen mit den kläglichen Überresten der 2. Flotte, die einst unter dem Kommando von Admiral Mannheim stand im Mantikorsystem, aber leider auf den Rückzug nach Texas.“
Er unterbrach kurz.
„Soeben erhielten wir die Meldung, dass das neue Flaggschiff der 2. Flotte die Moskau schwer getroffen wurde und die Jäger der Moskau auf der Melbourne landen sollen.
Die Lage ist kritisch, die zweite Flotte ist so gut wie zerschlagen, nur noch drei der ehemals sieben am Kampf um Mantikor beteiligten Flottenträger fliegen noch und nur noch die Melbourne und die Gettyburg sind voll operationsfähig.“
Ein rotes Licht ging an und eine Sirene fing an zu heulen.
„Was sie jetzt hören, meine Damen und Herren ist der Kollisionsalarm, die Melbourne steht unter direktem Beschuss, wiederhole, wir haben reinkommende Antischiffraketen, wir brechen die Sendung jetzt ab.“


Schnee, dann kamen wieder die beiden Moderatoren ins Bild, sichtlich schockiert starrten sie sich an.
Montclair räusperte sich: „Meine Damen und Herren, wir haben es alle gesehen, es ist nicht wie angenommen ein falscher Alarm, die Republik befindet sich im Krieg mit dem Sternenimperium der Akarii.
Entsprechend der Krisengesetze bitten wir Sie Rundfunk und Fernsehen nicht auszuschalten, wir berichten weiter, sobald es neue Tatsachen gibt.
Das war Richard Montclair von TNN.“


Standbild.



Trautes Heim


5. August 2632
Perseus, Frontgebiet, Terranische Republick


Ein Lichtblitz ließt das Transportshuttle wieder zurück in den Normalraum eintauchen.
"Ladies and Gentlemen, wir befinden uns in Perseus, ich hoffe Sie hatten einen angenehmen Flug", plärrte der Deckenlautsprecher.
"Der versucht aber besonders witzig zu sein." Ertönte es von hinten.
Lucas ging weiterhin, die Füße bequem auf den Sitz gegenüber gelegt die Daten auf seinem Notepad durch.
127th Flight Wing, Angry Angels, reaktiviert, sechs Schwadronen.
Er blickte auf und betrachtete seine Stiefel, seine neuen Steifel wohl gemerkt, seien alten waren mit samt seiner anderen Habe auf der Enterprise verglüht.
Hinter nahm die Diskusion wieder ihren lauf und immer wieder kamen die diskutirenden auf einen Nennen, es war Blödsinn die 1. Flotte im Sol System zu behalten, mit den neuen Lexingtons würde man die Akarii wieder aus Mantikor vertreiben und die Trafalgarbasis wieder aufbauen.
Er lachte stöhnen auf, als einer sich ereiferte, wie er diesen Krieg gewinnen würde.
Dann kam die Redemption ins Blickfeld, das Shuttle flog über den alten Träger hinweg.
Hässlich, war das einzige Wort, mit dem er die Redemption beschreiben konnte.


Jason Matz brachte das Shuttle in Landepositon: "TRS Redemption, hier Shuttle 01, bei uns ist alles klar."
"01, hier Redemption, nähern Sie sich aus Vektor Blau, ATLS übernimmt in einer Minute."
Eine weiche Frauenstimme antwortete ihm, dann war auf einmal eine männliche Stimme zu hören: "Hey, Sam, was blinkt da rot?" - "Wo?" - "Da auf Deiner Konsole." - "Scheiße! 01, 01 bitte kommen, brechen Sie Landeanflug ab und gehen Sie auf Warteposition, das ATLS ist ausgefallen."
Matz stöhnte: "Verstanden Redemption, gehen in Warteposition." Dann schaltete er den Kabinenlautsprecher wieder ein: "Liebe Gäste, leider muss ich Ihnen mitteilen, das sich unsere Landung um einige Minuten verzögern wird."
"Dieser bekloppte alte Schmiermaxe hat mir gesagt, das System sei überprüft und für Einsatzbereit befunden worden." Kam es wieder von der Frau, jetzt ziehmlich energisch.
"Ich habe schon bescheid gegeben." Antwortete der Mann besämftigend.
Matz grinste seinen Copiloten schadenfroh an: "Ein Glück sind wir nur Kurriere, auf dem Rosteimer will ich nicht begraben sein."
"Jepp."
Die Kabinentür ging auf und jemand trat ein.
"Mann, was willst Du jetzt, verzisch Dich wieder in die Passagierkabine", raunzte Matz ohne sich umzublicken.
"Nun Lieutenant, ich möchte wissen, warum wir nicht landen können?"
Matz drehte sich um und wollte gerade zu einer patzigen Antwort ansetzen, doch die Rangabzeichen eines Commanders am Kragen des Neuankömmlings ließen ihn verstummen.
"Was habt Ihr Grünschnäbel denn für ein Problem?" Grollte jetzt eine dritte, ältliche Stimme aus dem Lautsprecher. "Dieses drecks ATLS ist im Eimer." Antwortete die Frau.
Werkeln wurde hörbar.
"Hör mal zu Kindchen, das ATLS ist in Ordnung und wenn Du eine einfache Diagnose durchführen könntes Mädel, hättest Du gewußt, dass die Konsole was falsches anzeigt." - "Verdammt, ich bin Pilotin, das Ding hier hat keinen Steuerknüppel." - "Ähm, Shuttle 01, Sie können landen, ATLS übernimmt, wenn Sie in Reichweite sind, over." Schaltete sich die erste, männliche Stimme wieder ein.



Flottenhauptquartier TSN,
New York, Terra


"Wie schlimm ist die Situation?"
Die Frage war kaum hörbar gestellt, Admiral Klaus von Richter musste sich stark anstrengen, um Presidentin Patricia Birmingham zu verstehen.
Er räuperte sich und wante sich vom Fenster ab: "Nun, es sieht nicht gut aus, gar nicht gut. Renault hat in Texas eine Verteidigungline aufgebaut, aber, ich glaube kaum, dass er sie aufhalten kann mit seinen jetztigen Kräften."
Die Presidentin massierte sich die Nase: "Wieviele haben wir verlohren?"
Von Richter blickte Admiral Nathan Frost den Chef des Planungsstabes an.
"Nun, die Deutschland, die Endevor, die Enterpriese und die Akagi sind totalverluste, die Moskau wird von zwei Schleppern hierher nach Sol geschleppt." Frost stockte kurz. "Vor Schott sieben soll es immer noch brennen.
Und laut letzten Meldungen leißtet die Marinebrigade under Major General Schwarz auf Mantikor immer noch Widerstand."
"Ma'am", unterbrach von Richter, "ich bitte Sie, geben Sie die Homefleet frei, um die 2. Flotte zu verstärken."
"Das wird nicht möglich sein, der Kongress und das Volk werden soetwas nicht zulassen, die Terranische Verteidigung muss stehen bleiben, reaktivieren Sie die Reserve, aber nicht die Homefleet."
Frost sah sie entgeistert an: "Die Reserve? Wir haben zwei alte Zeus in der Reserve, die wollen Sie an die Front schicken?"
"Es geht nicht anders Admiral, sehen Sie zu wie weit Sie damit kommen, die Homefleet wird bei Terra bleiben, sie können noch zusätlich Leichte träger abziehen, aber die Verteidung von Sol wird bestehen bleiben."
Die Presidentin stand auf und verließ von Richters Büro.
"Also Nat, wie gehen wir weiter vor?"
Frost schüttelte den Kopf: "Wir kriegen nicht die Ressourcen für eine starke Offiensive, aber wir kriegen Leichte Träger, wir könnten Plan Husar wieder reaktivieren. Wir müssen den Nachschub der Akarii für Mantikor unterbrechen, um jeden Fall und wir müssen Pläne für die Rückeroberung von Mantikor ausarbeiten, um diesen Krieg für uns zu entscheiden."
Von Richter goss neuen Kaffee ein: "Gib Renault die neuen Befehle durch, er muss Texas halten und mit den Leichten Trägern ins feindliche Hinterland, von mir aus auch mit den Zeus und die Reserven müssen an die Front, wir pfeifen in der Mitte auf den letzten Loch, die Flanken sehen noch gut aus, aber wir müssen unsere Mitte verstärken."
Frost nahm einen langen Schluck Kaffee: "Und wenn wir von der 3. und 4. Flotte Schiffe abziehen?"
"Damit die Echsen unsere Flanken durchbrechen? Die haben noch mehr als genung Träger im Hinterland, wir können es uns nicht leisten dort Schiffe abzuziehen."
__________________
Col. Lucas Cunningham
5th Syrtis Fusiliers

"You Gotta Be Shittin' Me"
Jack Donovan - USAF

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