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Alt 09.06.2005, 21:27   #1
Cunningham
CO 5th Syrtis Fusiliers
 
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Krieg bedeutet Entwicklung. Zu keiner Zeit der Geschichte der Menschheit entwickelt sich die Technik so schnell wie in Zeiten des Krieges. Wo die Dringlichkeit es einfach erfordert. Sei es Computertechnik, Fertigungsmethoden oder Medizin. Ethik und Moral müssen einen Schritt zurückweichen.
Krieg ist Wahnsinn. Menschlichkeit, Würde, Freiheit, all jene Dinge, die wir für Verteidigungswert erachten, für die wir bereit sind zu töten und zu sterben, treten in den Hintergrund, wenn die Waffen sprechen.
Es ist einfach unvorstellbar, so widersinnig, es gibt kein erhabenderen oder schöneren Anblick, als wenn zwei Raumflotten im Nahkampf aufeiander schießen, diese skurile Bild von Energiestrahlen, die durch das All rasen und Metall und Fleisch verdampfen.
Es ist abscheulich, wie einem so etwas Spass machen kann. Ich habe sehr viel getötet, als Jagdpilot und als ich über Karrashin abgeschossen wurde und mich durch den Dschungel von Karrashin schlug, habe ich auch zwei Akarii aus nächster Nähe erschossen, sah ihnen in die Augen, sah wie der Funke des Lebens aus ihren Augen wich.
Ich hätte mich beinahe zu den Marines versetzen lassen. Robert E. Lee sagte einst: "Es ist gut, dass der Krieg so schrecklich ist, sonst würden wir noch gefallen an ihm finden." Dies war mein einzigster wirklicher Krieg und so sehr es schockiert, ich habe ihn genossen.


Harvey "Skunk" Jones, Lt.-Cdr. a.D.
Aus Lords of Space, Kapitel 16 - 127th Fighter Wing "The Angry Angles"


27. November 2634: Die Schlacht von Corsfield endet.

Lucas Cunningham wird auf die TRS Dolphin versetzt.
Darkness wird zum Commander befördert und erhält das Komando über die Angry Angles. Lightning wird Geschwader-XO.
Monty und Skunk werden zu Lieutenant Commandern befördert

Kurz vor seinem Dienstantritt auf der Dolphin heiratet Lone Wolf Melissa Auson in einer kleinen Zeremonie.

Chris Mithel und Tripple E Gonzales werden mit dem Silverstar ausgezeichnet.


4. Dezember 2634:

Die Bodentruppen der Bundesrepublik Terra landen auf Wron. Einer der längsten Bodenkämpfe des ganzen terranisch-akariischen Krieg beginnt.


Januar 2635:
Lai Rian wird in den Ruhestand versetzt. So entledigt sich Jor seiner größten Kritikerin. Der Großadmiral beginnt mit großangelegten Umstrukturierungen in der Führungsebene der Flotte.


Melissa Alexander erklärt sich bei Ihrer Anhörung gem. § 31 MilitärStrafGesetz in allen Anklagepunkten für verantwortlich/schuldig.
Noch Ende Januar tritt ein Kriegsgericht zusammen.


Vijadh Singh wird als Lehrer auf die TRS Dolphin versetzt. Sein Hauptfach ist einfache Kommandoführung und Verbandsmanöver.
Sein ehemaliger erster Offizier Lieutenant Igor Maleetschev wird als Kursteilnehmer auf die Dolphin versetzt. Er landet in einer Kabine mit Cunningham


Februar 2635: Dr. Willhelm von Braun erstellt eine These, wie weit die Erdstreitkräfte in den Akarii-Raum vordringen können. Das führte zur fiktiven Ziehung der Von-Braun-Linie.


März 2635:
Melissa Auson-Cunningham wird zum Captain befördert und erhält das Kommando über den Zerstörer der Norfolk-Class Drake.


Die Forschungsabteilung der Navy stellt die Arbeiten am Trackball-Projetk ein, da die Software dieses Steuerungsinstrument immer schwerwiegendere Inkompatiblitäten mit der Software modernerer Jagdfliger wie der Nighthawk und Falcon aufweißt.


Die Relentless wie auch die Dauntless werden aus den Werften wieder zum Dienst freigegeben. Chris Mithel wird zum Commodore befördert und erhält den Befehl über das Kreuzergeschwader 2.3


Das Kriegsgericht befindet Viceadmiral Melissa Alexander in allen Anklagepunkten für schuldig, nachdem sie für das Manticore-Desaster die volle Verantwortung übernommen hat. Melissa Alexander wird unehrenhaft aus dem Dienst entlassen und verliehrt alle Pensions- und Leistungsansprüche gegenüber der Navy.


April 2635: Sämtliche Piloten, die gem. § 67a des Navy Kriegsrechts ihren Dienst versehen werden vollständig - auf Sondererlass Patricia Birminghams - rehabilitiert. Donovan Cartmell wird zum Lieutenant Second Class befördert.
Ebenso wird ihm nachträglich das Flying Cross in Bronce verliehen

Justin "Darkness" McQueen schießt auf einer Routinepatroulie seinen fünfzigsten und einundfünfzigsten Gegner ab. Er erhält das Flying Cross in Silber.



Mai 2635:
Lucas Cunningham schließt als Lehrgangsletzter den Perisher dennoch erfolgreich ab. Er wird zurück auf die Columbia kommandiert, wo er Justin McQueen als CO der Angry Angles ablößt. Lucas ist über seine neue Geschwader XO mehr als "erfreut".

Justin McQueen wird auf die TRS Dolphin zum Kommandantenlehrgang versetzt.


August 2635:
Clifford Davis besteht den körperlichen und psychologischen Fittnestest für den Flugdienst.
Er wird in den Aufbau- und Fortbildungskurs von Markham Fields gesteckt um wieder Fronttauglich gemacht zu werden.

September 2635:
Die Moskau wird wieder an die Front geschickt. Ein großteil der Impirial Starlancers wurden zum Bordgeschwader der Moskau versetzt.

Norr Wilko wird von der Nakobi abgezogen und erhällt den Posten des obersen Fluglehrers an der Imperialen Raumfahrtakademie auf Akarr. Sein Nachfolger als Geschwaderkommandant ist Duv Ren.

Justin McQueen erhält den Befehl auf Miramar ein neues Geschwader aufzubauen. Der 141. Fighter Wing unter dem Namen Thunderbirds soll auf der TRS Corsfield stationiert werden.
Die Impirial Starlancers werden aufgelöst und der Rest des Geschwaders wird zu den Thunderbirds versetzt.


Oktober 2635:
Die Erdflotten überschreitet die "Von-Braun-Linie" mit den Trägergruppen Columbia, Saratoga, Gettysburgh, Melbourne und Charles de Gaulle.
Dieser Verband stellt im Carbash-System einen Kampfverband der Akarii und vernichten einen Flottenträger. Ein weiterer wird schwer beschädigt.
Im Zuge der Kampfhandlungen werden noch acht schwere Kreuzer der Akarii vernichtet, sowie 13 weitere Dickschiffe.


November 2635:
Die TRS Corsfield ein Flottenträger der Pegasus-Class wird in Dienst gestellt.
Sein Bordgeschwader die Thunderbirds setzt sich zu einem Drittel aus Milizionären, zu einem Drittel aus überresten der Starlancers, zu einem Sechstel aus Akademieabgängern und zu einem Sechstel aus Piloten zusammen, die von Graxon befreit wurden.

Valina Shukowa wird auf die Corsfield versetzt um Justin McQueen als Geschwader-XO zu dienen.
Santiago De LaCruz wir dauf die Columbia versetzt und erhält das Kommando über die Griphen Staffel.


Dezember 2635:
Cliff Davis wird als Fronttauglich eingestuft und als Ersatzpilot auf die Columbia versetzt.

Admiral zweiten Ranges Kjani Rau erhält das Kommando über ein Geschwader bestehend aus zwei Träger/Kreuzer, fünf Kreuzer und acht Zerstörer.
Dieser Verband wird hinter die feindlichen Linien geschickt, um die Versorgungslinien der Erdtruppen in Unordnung zu bringen.


Januar 2636:
Die Columbia-Trägergruppe dringt ins Groshen-System ein und stellt einen riesigen aber kaum bewachten Nachschubkonvoi der Akarii.
Das Groshen-Tontaubenschießen beginnt.
Nur einigen Truppentransportern in Begleitung schwerer Kreuzer gelingt der Ausbruch, während die restlichen Akarii-Versorger kapitulieren müssen.
Einzig Lieutenant Martin Durfee gelingt es durch die schweren Kreuzer zu brechen und einen Akarii-Truppentransporter mit zwei Mavericks abzuschießen.
Er erhält als erster Pilot des Krieges das Flying Cross in Gold, für überragende pilotische Leistungen. Durfee hingegen stürzt darüber nochmal über 15.000 Akarii getötet zu haben in Depression und muss beurlaubt werden.
Der Leichenschauer von Gorshen. Die fünfzehntausend Akarii-Soldaten werden von der Anziehungskraft von Gorshen VII eingefangen und verglühen in der Atmosphäre. Der gesammte Leichenschauer wird von einer Bordkamera der Dauntless aufgezeichnet.
Zum ersten Mal in diesem Krieg wird auf Schiffen der Erdstreitkräfte eine Gedenktrauerfeier für gegnerische Truppen abgehalten.

Der eigentliche Begleitschutz für den Konvoi wird von den Trägergruppen Saratoga und Peking abgefangen. Zum ersten mal in der Geschichte hat ein Flottenträger der Lexington Class einen Gefechtseinsatz.
Den Erdstreitkräften gelingt es den Akarii-Flottenträger und einen großteil der Geleitschiffe zu vernichten, jedoch nicht ohne selbst Federn zu lassen.
Den Akarii gelingt es in einem strategischen Fächerangriff die Saratoga zu stellen und zu vernichten.
Viceadmiral Long wird zum Admiral und Kommdanten der 3. Flotte befördert.

Cliff Davis trifft auf der Columbia ein.
Ebenso wie 16 brandneue F-108 B Falcon, die an die grüne Schwadron gehen.

An dieser Stelle sei bemerkt, dass sich Lone Wolf und Lightning noch keinen Deut besser verstehen, obwohl sie Enger als zuvor zusammenarbeiten müssen.

Zwei Akarii-Kreuzer aus dem Geschwader von Admiral Kjani Rau's verstecken sich im Strahlungsbereich des Collis Wurmlochsprungpunktes und fangen die Clemenceau Trägergruppe beim Massentransit ab. Die beiden Kreuzer eröffnen aus dem Hinterhalt das Feuer auf die Clemenceau. Der Träger wird vernichtet, ohne das ein Schuss durch die Erdstreitkräfte fällt. Die beiden Akarii-Kreuzer können entkommen.
Der geplante Angriff auf das Sektorenhauptquartier der Akarii an der Conföderationsfront fällt wegen dem Mangel an Kampfkraft aus.


Februar 2636:
Die Navy beginnt im großen Stiel die alten Typhoone durch Falcons zu ersetzen.
Ebenso werden die letzten Phantome an der Front durch Nighthawks ersetzt.


Der letzte Pegasus-Class Träger wird fertig gestellt. Doch statt ihn in Dienst zu stellen wird er an die Colonial Conföderation gegeben. Da man sich dafür entschied den sich kurz vor der Fertigstellung befindlichen Lexington-Class auszurüsten.
Die Colonial Navy stellt ihren ersten Pegasus-Class Träger unter dem Namen CNS Judgement in Dienst.


März 2636:
Die Erdstreitkräfte schicken weitere 60.000 Mann nach Wron, wo der Bodenkampf noch immer kein Ende gefunden hat und die Akarii sich in ihrer Felsenfestung noch immer tapfer gegen die starke überzahl und die Luftüberlegenheit der Terraner wehren.

Lucas Cunningham schießt seinen fünfzigsten Gegner ab und erhält das Flying Cross in Silber.

Die herkömmliche Exocet wird durch die Exocet MK II. ersetzt. Sie besitzt einen um 5 Prozent effektiveren Sprengkopf und eine um 30 Prozent verbesserte Reichweite.

Die Navy beginnt damit die alten Harpoonwerfer gegen Exocetwerfer auszutauschen.

Desweiteren wird der Lexington-Class Träger TRS Alexander von Humbold in Dienst.
Der 142. Fighter Wing - Red Corsairs besteht aus vielen Piloten, die von Graxon befreit wurden, sowie angehörigen mehrer planetarer Raummilizen.
Die Alexander von Humbold wird der dritten Flotte zugeteilt, um den Verlust der Saratoga auszugleichen.

Mai 2636:
Die 2. Flotte derzeit Speerspitze der Offensivtruppen der Republik erobern in einem Großangriff der die Trägergruppen Columbia, Corsfield, Moskau und Melburne umfasst das strategisch wichtige Velorha-System.
Spezialeinheiten des Marine-Corps können die Selbstsprengung der Velorha-Raumwerft verhindern.
In der Werft liegen neben einem Trägerkreuzer der Golf-Class noch zwei leichte Kreuzer der Akarii neuester Generation und der von den Akarii bei Manticore erbeutete Pegasus-Class Träger Deutschland.


Zum ersten mal wird Prinz Jor von einem anderen Admiral der Akarii öffentlich der Unfähigkeit bezichtigt.
Im akariischen Oberkommando entbrennt ein Machtkampf, wie er seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen wurde.
Jor geht durch die Schützende Hand seines Vaters als Sieger hervor.
Viele Posten müssen neu besetzt werden. Die Moral der Akarii-Flotte sinkt ins Bodenlose.


Juni 2636:
Nahil Koo, ehemaliger Großadmiral und Oberkommandierender der Akarii-Flotte stirbt eines natürlichen Todes.


Die TSN stellt einen weiteren Flottenträger der Lexington-Class in Dienst, die TRS Yamato.
Um das Geschwader, den 143. Fighter Wing - Space Dragons, zu bilden werden drei Schwadronen von Frontträgern abgezogen, welche durch aufgelöste Schwadronen vom Hilfsträgern der 6. Flotte ersetzt werden.
Der 143. Fighter Wing wird ebenfalls mit Piloten aus aufgelösten Schwadronen der 6. Flotte und Milizpiloten aufgefüllt.
Die Yamato wird zur 4. Flotte verlegt, um den Verlust der Clemenceau auszugleichen.


August 2636:
Lt. Martin Durfee wird wieder in den Aktiven Dienst versetzt.
Die blaue Schwadron erhält nun auch endlich die neuen Falcon Jäger.

Die Akarii versuchen sich zum ersten Mal seit über einem Jahr mit einer Gegenoffensive. Ihr Ziel die Rückeroberung von Velorha.
Da von Velorha jedoch die nächste Offensive der TSN starten soll fliegen die Akarii direkt vor die Raktenwerfern und Geschützrohre der "Großen Armada" wie sie Renaults Flotte mitlerweile nennen.
Nur durch das beherzte Eingreifen Admiral zweiten Ranges Hahdas Gren wird ein Desaster auf Seiten der Akarii vermieden und statt aufgerieben zu werden können sich ein Großteil der Akarii-Flotte retten.
Dennoch erreicht der Kampfeswille der Akarii-Flotte ein nie geahntes Tief. Die Offiziere sehen sich auf einmal einem Problem gegenüber, welches den Streitkräften der Akarii bisher fremd waren. Es rumohrt auf vielen Schiffen, die Männer und Frauen sind unwillig und schlampig.

Bei den Kampfhandlungen fällt der "Professor". Durfee wird zum Lieutenant Commander befördert und erhält das Kommando über die slberne Schwadron.

Dahingegen kämpfen die Bodentruppen der Akarii verbissen um jeden Zentimeter Boden.
Auf Alis Minor, Groshen VII. und Kalanis IV. leisten die weit unterlegenen Akarii-Truppen der Terran Republik Army und dem Marine Corps verbitterten Widerstand und bringen den Erdtruppen empfindliche Verluste bei.


September 2636:
Der Akarii-Geheimdienst entschlüsselt das nächste Ziel der Großen Armada. Es ist das derzeitige Fronthauptquartier Beta Borialis.
Jor selbst leitet den Aufbau der Verteidigungsstellungen des eigentlich unwirtlichen Systems.
Er zieht eine mächtige Flotte zusammen, um die Raumstation und die umliegenden Verteidigungsforts.
Der Kern dieser Flotte besteht zum ersten Mal aus Trägern der Homefleet der Akarii.
Doch auch dieses vermag die Kampfmoral nicht zu heben. In vielen Köpfen hat sich festgesetzt dass, wenn die Große Armada den Sprungpunkt passiert Beta Borialis fallen wird, egal, was man ihnen in den Weg wirft.
Die Offiziere und Mannschaften die schon zuvor gegen die Menschen gekämpft haben, sind nicht willins als weiteres Kanonenfutter zu enden.


Der Bodenkrieg auf Wron hat sich schon seit langen in eine Mischung aus Verdun und dem Vietnam-Krieg verwandelt. Beide Seiten reiben sich in immer heftigeren Gefechten auf. Schon seit langen hat sich das Interesse der Militärführung von Wron wegverlagert. Nachschub und Verstärkungen bleiben aus, Reporter werden mit reißerischen Storries zu anderen Kriegsschauplätzen gelockt. Wron wird langsam unter den Tisch fallen gelassen, während der Planet in Blut ertrinkt.


Im Bantan System stellt ein Teil von Admiral Rau's Geschwader einen Militärkonvoi der Erdstreitkräfte. Nachdem die Escorte ausgeschaltet wurde begannen die Akarii die Frachter zu zerstören.
Der Captain der TRS Knoxville jedoch funkte die Akarii an und erklärte Admiral Rau, dass er ein Larzarett-Schiff befeligte und sich ergebe.
Admiral Rau hingegen ließ die Knoxville ziehen, mit ihr fast fünfhundert verwundete Soldaten und gab dem Schiff einen Zerstörer Begleitschutz zum nächsten Sprungpunkt.


Dezember 2636:
Die Staffel Gold der Angry Angles wird mit den neuen F/A 109 B Thunderbold Jagdbombern ausgerüstet.


Die TSN stellt einen weiteren Träger der Lexington-Class in Dienst. Die TRS Foch. Um den 84. Figther Wing - Marauders aufzubauen wird das Bordgeschwader des leichten Trägers Maryland aufgelöst.
Die Maryland wird an die Colonial Conföderation verkauft.


Januar 2637:
Die Zweite Flotte greift Beta Borialis an.
Es sind die Trägergruppen Moskau, Melburne, Gettysburgh, Columbia, Corsfiel und Deutschland, die in das Borialis System eindringen.
Die erste Verteidigungslinie bricht unter dem brutalen Frontalangriff der Erdflotte innerhalb weniger Stunden zusammen. Erste Einheiten Flüchten aus dem System.
Die innere Verteidigung ist weit aus beherzter.
Und doch trotz der heftigen Gegenwer der Homefleeteinheiten und der Vernichtung der Moskau und der Deutschland müssen die Akarii das System aufgeben. Die Akarii-Flotte wird zersprengt und muss durch verschiedene Sprungpunkte fliehen.
Die Hauptstation von Borealis sowie zwei Verteidigungsforts werden ohne Gegenwehr übergeben.
Die Erdflotte hatt einen breiten Keil des Krieges in das Sternenimperium der Akarii getrieben.
Das Fronthauptquartier Beta Borialis ist weiter als Akar selbst von der Grenze der Republik entfernt.


29. Februar 2637:
Hier geht es weiter mit uns.
__________________
Col. Lucas Cunningham
5th Syrtis Fusiliers

"You Gotta Be Shittin' Me"
Jack Donovan - USAF

Inoffizielles Motto der Wild Weasel Crews
Cunningham ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.05.2009, 09:27   #2
Tyr Svenson
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Das Chaos im Hangar der HONG KONG schien Kano diesmal noch hektischer, als bei seiner ersten Landung. Vielleicht lag es daran, dass nun auch das Bordgeschwader des Trägers im Dauereinsatz stand. Dennoch wirkte der Lärm gleichzeitig irgendwie…gedämpft. Was vermutlich daran lag, dass Kano erst gar nicht aus dem Cockpit heraus kam. Oder an der Tatsache, dass die Männer und Frauen an Bord der HONG KONG wussten, wie es um sie stand. ‚Oder vielleicht bin ich auch einfach nur müde…’
Lieutenant Commander Aznar sah offenbar keinen Grund, die wenigen Minuten, die die Betankung und Aufmunitionierung der Eagle Warriors kostete, mit Nichtstun zu vergeuden: „Wir müssen es noch einmal versuchen. Der Yankee muss da weg. Mit dem Rest können es unsere Flankenverbände aufnahmen.
Die Akarii machen an der gesamten Frontlinie Druck, besonders im Zentrum. Wenn sie uns jetzt auch noch überflügeln und vom Sprungpunkt abdrängen, während sie in der Mitte durchbrechen, dann haben sie die HONG KONG in der Zange. Und wir sitzen hier fest.
Also müssen wir den Yankee aus der Rechnung nehmen. Und zwar JETZT. Und wir haben nicht die Zeit, Schiffe vom Zentrum oder dem anderen Flügel abzuziehen. Der Commodore hat eine Flottenfregatte, die SECUTOR, als Verstärkung freigestellt. Außerdem erhalten wir Geleitschutz durch anderthalb Sektionen Jäger. Das ist alles.
Wir sind also nicht sehr stark, und wir haben nicht viel Zeit. Es kommt darauf an, schnell und präzise zuzuschlagen. Soviel wir wissen hat der Kreuzer immer noch Nahsicherung durch die Flakfregatte. Dazu kommen jetzt noch ein bis zwei Sektionen Raumjäger und ein Zerstörer der Echo-Klasse. Es wird nicht einfacher werden.
Um den Kreuzer zuverlässig auszuschalten, müssen wir nahe ran. Und das heißt, wir müssen zuerst die Flakfregatte ausschalten.
Knock Out, Flipper, Ohka – diese Aufgabe übernehmen Sie. Sie erhalten Deckung durch zwei Jäger. Sie werden wie folgt vorgehen…“
Mit kurzen, präzisen Worten umriss Aznar seinen Einsatzplan. In gewissem Sinne war es eine Variante des ersten Angriffs. Allerdings deutlich riskanter und komplexer. Abgesehen von Knock Outs launiger Frage, seit wann sich jeder verdammte Staffelführer als ein verfluchter Großadmiral gebärden müsse, gab es keine laut geäußerten Einwände.
Zumindest nicht von einem der Piloten.
Als Kano allerdings die Funkverbindung abbrach, meldete sich Ticano mit einem gedämpftem Fluch zu Wort: „Aznar spekuliert wohl auf den Silver Star. Das ist doch Wahnsinn! Wir sind nur eine verdammte Handvoll, und jetzt sollen uns auch noch aufteilen…“
Wütend fuhr sie sich durch die kurz geschnittenen, schweißgetränkten Haare. Den Helm hatte sie abgelegt, und wirkte durch den Kontrast zwischen der klobigen Einsatzmontur und dem schmalen Gesicht irritierend jung.
Kano zuckte unbehaglich mit den Schultern. Ihm gefiel der Plan auch nicht. Vor allem, weil auch von ihm ziemlich viel abhängen würde. Normalerweise sah er so etwas als Herausforderung und Bewährungsprobe an, aber auf einer unvertrauten Maschine...: „Ich kann mich nicht erinnern, dass du vorhin etwas gesagt hast. Ein bisschen spät, um Bedenken anzumelden.“
„Als ob dieser Macho auf mich hören würde! Oder überhaupt auf einen läppischen RIO. Wir sind doch keine echten Flieger…
Außerdem ist die TSN eine verdammte Flotte und keine Demokratie. Hat sich schon mal einer deiner Vorgesetzten von vernünftigen Argumenten umstimmen lassen?“
Kano überlegte kurz: „Das ist vorgekommen.“
„Muss eine Frau gewesen sein. Aber dir ist doch wohl klar, warum du zu der Abteilung gehörst, die die Fregatte angreift?! Glaub bloß nicht, dass mit uns der ganze Angriff steht und fällt. Ansonsten hätte er uns wohl ein paar Jäger mitgegeben und die WIRKLICHEN Asse ins Rennen geschickt. Knock Out kann gut fliegen, obwohl er ein Arschloch ist. Aber er ist nicht gerade unsere Nummer Eins, Gott sei dank. Flipper fliegt seinen Jabo wie einen Abfangjäger, hat aber eine unterdurchschnittliche Trefferbilanz mit den Mavericks. Und dann kommst auch noch du dazu. Vor zehn Minuten der erste scharfe Maverick-Abschuss. Tolle Einsatzerfahrung! Wir sind nur Köder. Wir sollen die Echsen ablenken. Wenn sie hinter uns herknüppeln, können sie nicht den Yankee schützen.“
Kano zuckte wieder mit den Schultern. Seinem ausdruckslosen Gesicht konnte man die Unsicherheit nicht ansehen: „Dann werden wir eben diese Aufgabe erfüllen. Ein Befehl muss mir nicht gefallen, damit ich ihn ausführe. Ich muss ihn nicht einmal verstehen. Ich habe der Republik einen Eid geschworen…“
„Scheiß auf den Eid! Und Scheiß auf die Republik! Soll ich dir sagen, warum ich diesen Schwachsinn mitmache?“ Ticano stieß ihre Hand wütend gegen die geschlossene Cockpithaube. Dann begriff Kano, sie zeigte in eine bestimmte Richtung: „Abia liegt da drüben im Lazarett.“
„Wer…“
„Scylla, du Idiot! Du hättest wenigstens mal fragen können, wessen Platz du einnimmst!
Sie ist nicht transportfähig. Das heißt, sie wird sterben, wenn die HONG KONG draufgeht. DESHALB bin ich noch dabei! Die Schlacht, Lone Wolfs beschissene Pläne, die verdammte Republik…ist mir scheißegal! Wann hätte die sich mal um mich gekümmert?! Warum sollte ich also für Terra sterben wollen?! Ich mache das nicht, damit Birmingham weiter in ihrem Stuhl kleben und ein Haufen Lamettahengste sich ein paar neue Schmuckstücke an die Brust kleben können!“
Kano warf einen kurzen Blick auf die Einstellung der Bordfunkanlage. Gut, sie waren momentan offline. Er beglückwünschte sich selber zu seiner Selbstbeherrschung. Unter anderen Umständen wäre er jetzt ebenfalls laut geworden. Aber vielleicht war er einfach zu müde. Außerdem gehörte Ticano nicht seiner Staffel an, und wahrscheinlich hatte sie Grund für ihre Verbitterung: „Fühlen Sie sich jetzt besser, Lieutenant Ticano?“
Die Bordschützin schnaubte abfällig. Aber es war kein Feuer mehr in ihrer Stimme: „Sie haben keine Ahnung, was ich meine.“
Kano schüttelte den Kopf: „Da irren Sie sich. Ich verstehe Sie. Besser, als Sie denken. Aber das spielt im Augenblick keine Rolle. Es ist nicht so wichtig, warum Sie kämpfen. Wichtig ist nur, DASS Sie es tun.“
Eine schrille Sirene heulte los. Der erste der Jagdbomber wurde von dem Katapult ins Weltall geschleudert. Kano schloss kurz die Augen, atmete aus. ‚Sollte es heute soweit sein, dann sehen wir uns in Yasukuni wieder…’
Der Katapulthaken rastete ein.

**************

Die SECUTOR gehörte zur Perry-Klasse, was sie zu einer der modernsten Fregatten der TSN machte. Dennoch musste den Männern und Frauen an Bord klar sein, dass sie in einem direkten Schlagabtausch mit einem imperialen Zerstörer keine sehr guten Chancen hatten – geschweige denn gegen einen feindlichen Kreuzer.
Die Fregatte flog deshalb keinen direkten Abfangkurs. Stattdessen verließ sie den Strahlungsgürtel in einer leicht gebogenen Kurve, die sie an den feindlichen Linien entlang führte. So blieb sie immer noch im Schutz des Strahlungsgürtels, konnte sich problemlos wieder zurückziehen, falls es für sie kritisch wurde.
Die schweren Exocet-Raketen hatten eine vorzügliche Aufschaltzeit, Reichweite und Durchschlagskraft. Aber leider verfügte die SECUTOR über gerade einmal vier Abschussrohre. Und das bedeutete, die feindlichen Schiffe hatten gute Chancen, die Raketen abzufangen, zu stören, oder ihnen auszuweichen. Zumindest, solange sie sich auf die SECUTOR konzentrieren konnten…

„Ticano, Frage Feindjäger?“
„Vier bis sechs bei dem Yankee. Vier weitere halten sich dicht bei der Fregatte.“
‚Damit werden wir fertig.’
Offenbar war Knock Out der gleichen Meinung: „Flipper, Newbie – ANGREIFEN!“
‚Und wer hat dem Affen das Kommando gegeben?!’ Aber dennoch gab Kano sofort Vollschub. Die fünf Maschinen – drei Mirages und zwei Falcons – lösten sich aus dem fragwürdigen Schutz des Strahlungsgürtels und stürzten sich auf die feindliche Fregatte, die eben im Begriff war, in die Sprungpunktzone vorstoßen. Die TSN-Flieger bildeten eine selbst für Jagdbomber ungewöhnlich enge Formation. In Kombination mit den unregelmäßigen Strahlungswerten in der Randzone würde das ihre Ortung erschweren.
Außerdem trug Flippers Maschine statt den Mavericks oder HARMS ein Paar Hydra-Werfer als Primärwaffen unter den Tragflächen. Diese Kampfkraftminderung war nötig gewesen, damit die Maschine noch zwei sperrige ECM-Pods tragen konnte.
‚Sie werden wissen, dass wir kommen, aber nicht, WAS sie angreift. Es kann klappen.’ Die Jagdbomber setzten bedenkenlos ihre Nachbrenner ein, um die Entfernung mit Höchstgeschwindigkeit zu überbrücken. Der Treibstoffverbrauch spielte jetzt keine Rolle. Ein Anflug, höchstens noch ein zweiter – mehr würden sie so oder so nicht haben.
„Feindjäger auf Abfangkurs. Bloodhawks.“
‚Na dann kommt.’
Kano aktivierte die Zielerfassungssysteme der Raumkampfraketen. Er würde mit den Sparrows den Kampf einleiten.

Beide Seiten eröffneten fast gleichzeitig das Feuer. Aber im Gegensatz zu den Bloodhawks, die weit entfernt von ihren Trägern operierten, waren die TSN-Maschinen voll bestückt. Ausnahmsweise erwies es sich als Vorteil, dass die Linien der TSN bis zur Position der HONG KONG zurückgeworfen worden waren. Während die Akarii gerade einmal vier Raketen losmachen konnten, antworteten ihre Gegner mit einer vollen Salve von zehn Flugkörpern.
Kano hörte auf Ticanos jetzt wieder monotone Stimme, die ihn über das Näher kommen der feindlichen Raketen informierte. Ein schnelles Korkenziehermanöver und ein paar Täuschkörper, dann war er wieder auf Zielkurs und drückte die Knöpfe der Bordwaffen.
Davon ließ sich der gegnerische Pilot allerdings nicht abschrecken. Auch er eröffnete das Feuer mit den Bordkanonen. Die Schilde der Mirage flackerten. Er durfte nicht vergessen, dass die Maschine bereits einige ernste Treffer abbekommen hatte. Kano ließ die Maschine nach unten wegsacken, rette sich so kurz aus der Zielerfassung der Bloodhawk, während Ticano die Heckkanonen ins Spiel brachte. Die Bloodhawk kurvte hinter Kano ein, kassierte einige weitere Treffer durch Ticano – und verlor den halben Backbordflügel, als eine der beiden Falcons aus ihrer Sechs das Feuer eröffnete.
Der Akarii rette sich mit einem radikalen Abschwung, den Kano einer derartig schwer beschädigten Maschine nicht zugetraut hätte. ‚Der hat was drauf.’

Aber im Augenblick waren die Menschen im Vorteil. Den beiden Falcons gelang das Kunststück, im Verbund mit dem wütenden Feuer der Mirages die vier Bloodhawks kurzzeitig abzudrängen. Und während die TSN-Jäger mit bitterem Fatalismus den überlegenen Gegner angingen, gaben die drei Jagdbomber noch einmal Vollschub und griffen die feindliche Fregatte an. Es sah so aus, als würde Aznars Rechnung aufgehen. Das feindliche Flugabwehrfeuer erschien ungenau und halbherzig. Offenbar hatte der Gegner in der Randzone des Strahlungsgürtels Schwierigkeiten, die ECM der Jagdbomber zu neutralisieren und die Maschinen anzupeilen. Außerdem hatten die Mirages sich noch nicht aufgeteilt, um das gegnerische Kriegschiff von mehreren Seiten anzugreifen. Dieses merkwürdige Verhalten musste die Akarii zusätzlich verwirren.
Jetzt endlich eröffnete die Flakfregatte aus allen Rohren das Feuer. Zu spät. „Mavericks – LOS, LOS!“
Die drei Jagdbomber spritzten auseinander, während in Kanos engen Cockpit die Zielerfassungs- und Raketenalarme losschrillten. Ein bewährtes Korkenziehermanöver, gefolgt von einem Abschwung, der in einen Halblooping überging und mit einem Nachbrennerschub beendet wurde, verschaffte ihm etwas Luft.
Dennoch musste er einige Treffer hinnehmen, und der Volltreffer einer feindlichen Rakete ließen die Steuerbordschilde kollabieren.
Aber die Flakfregatte wurde ungleich schwerer getroffen. Die Jagdbomber hatten diesmal ihre Mavericks auf kurze Entfernung und fast gleichzeitig abgefeuert. Die beiden Treffer waren zuviel für die geschwächten Schilde.
Massive Panzerplatten verdampften binnen Sekundenbruchteilen, während die Gewalt der Explosionen die Flanke der Fregatte aufriß. Wie ein harpunierter Wal drehte sich das Kriegsschiff auf den Rücken, und driftete schwerfällig aus seinem Flugvektor. Flipper hatte sich an das Heck der Fregatte gehängt und verwüstete mit seinen Bordkanonen und den Hydra-Kassettenwerfern die Antriebssektion. Während Rettungskapseln aus dem Rumpf des Kriegschiffs schossen, zerriss eine rotweiße Sekundärexplosion das Heck. Die Fregatte war dem Tod geweiht.
„Der geht mit dem Arsch auf Grundeis!“ Das war Flipper, der immer noch gefährlich nahe am brennenden Heck des Akarii klebte.
Kano hörte nur mit halbem Ohr zu, konzentrierte sich stattdessen auf die SECUTOR, die jetzt auf ihrem Passierflug gefährlich nahe an den Yankee herangekommen war. Während sie hastig eine Raketensalve auslöste, gab der Captain Gegenschub, um den Abstand zu dem übermächtigen Gegner wieder zu erhöhen.

Aber nicht nur die Exocets rasten auf den feindlichen Kreuzer zu.
Die sechs Jagdbomber unter Aznars Kommando hatten sich die ganze Zeit im Schatten der SECUTOR verborgen. Mit deaktivierten IFF-Sendern und auf passiv geschalteten Sensoren waren sie der feindlichen Ortung entgangen. Jetzt, da die feindliche Flakfregatte ausgefallen und der Gegner kurz verunsichert war, sahen sie ihre Chance gekommen.
Die Falcons, die sich im Gegensatz zu ihren schwerfälligeren Schützlingen schon vorher hatten frei bewegen können, waren bereits in einen wütenden Kurvenkampf mit den gegnerischen Jägern verwickelt. ‚Viel Glück und gute Jagd.’
Kano wandte sich kurz wieder seinem eigentlichen Ziel zu. Das Feuer, das das Heck der Fregatte erfasst hatte, schien sich nun langsam zum Bug vorzuarbeiten. Der Exodus der Rettungskapseln ebbte ab. ‚Entweder sie sind alle von Bord – oder alle tot.’
Knock Out lachte wiehernd: „…mit dem Arsch auf Grundeis, Flipper?! Der hat gar keinen Arsch mehr! Erinnere mich daran, niemals mit dir zusammen zu duschen!“
Kano verzog abfällig die Lippen. Das musste er sich nicht unbedingt anhören: „Ticano…“
„WEGBRECHEN!“ Der Warnruf der Bordschützin ging fast unter im Hämmern der Heckgeschütze. Dennoch reagierte Kano instinktiv, flog eine scharfe Linkskurve, die er sofort mit einem Von-Bein konterte. Ein, zwei Treffer schüttelten die Maschine durch, dann raste die Bloodhawk vorbei, während Ticano wieder und wieder die Laserkanonen abfeuerte.
Flipper hatte nicht so viel Glück. Von einem Gegner aus nächster Nähe aufs Korn genommen, der sich mit kalter Berechnung von unten genähert hatte, verwandelte sich die Mirage binnen Sekunden von einem Wunderwerk menschlicher Technik in einen Schrotthaufen. Ein einzelner Schleudersitz löste sich aus der todgeweihten Maschine. Dann war da nichts mehr. Nur ein kurz aufloderndes Feuer, das von dem flammenden Untergang der Fregatte überstrahlt wurde.
Die Bloodhawks hatten ihre Chancen kühl erwogen und dann gut genutzt. Während eine von ihnen die einzelne Falcon beschäftigt hielt, hatten sich die anderen beiden ihrerseits mit heruntergeschalteten Sensoren und Schleichflug an die Jagdbomber herangepirscht. Sie kamen zu spät, um die Fregatte zu retten. Aber immer noch rechtzeitig, um sie zu rächen.

Kano aktivierte die Manöverdüsen und ließ seinen Jagdbomber weiter um die eigene Achse rotieren, bis er den Gegner wieder in der Zielerfassung hatte. ‚Feuer! Feuer!’ Die Bloodhawks musste einige weitere Treffer kassieren, Laut Kanos Sensoren wurden die feindlichen Schilde mehrmals durchschlagen, verwüstete seine Salve die Flanke des agilen Akarii-Jägers. Aber seine Maschine war zu langsam, die Bordgeschütze zu schwach, um die Bloodhawk zu vernichten. Währenddessen warf sich Knock Out mit einem unartikulierten Wutschrei auf den Akarii, der Flipper vernichtet hatte.
Mit fast arroganter Leichtigkeit wich der feindliche Pilot aus, und kurvte auf den schwerfälligeren Jagdbomber ein.
‚So nicht.’ Auch wenn die knappe Stunde ihrer flüchtigen Bekanntschaft bereits ausgereicht hatte, um in Kano eine intensive Abneigung gegenüber Knock Out entstehen zu lassen, er reagierte sofort.
Während Kano Vollschub gab, schaltete er auch schon seine Sidewinders auf den Gegner auf. Die Gelegenheit war günstig, die Entfernung gering, und der Akarii wandte ihm seinen Rücken zu. ‚Das ist ein schwerer Fehler…’ „Ticano, Wo ist unser Freund?“
„Hat abgedreht.“
Kano eröffnete das Feuer und schickte gleichzeitig die Sidewinders auf den Weg. Aber noch einmal bewies die Bloodhawk ihre überlegene Wendigkeit. Dem eng geflogenen Korkenziehermanöver konnten die Raketen nicht folgen. Stattdessen ließen sie sich von der Garbe Täuschkörper verwirren, die der Akarii abfeuerte. Und Kanos Bordgeschützen fehlte die Durchschlagskraft, um den Gegner zu vernichten.
Dennoch, für den Augenblick hatten die beiden Jagdbomberpiloten sich etwas Luft verschafft. „Wir stoßen zu Spade!“ Spade war das Callsign des überlebenden Falcon-Piloten. Kano ließ seinen Worten sofort Taten folgen. Er wartete nicht darauf, dass Knock Out ihm folgte.
Was dieser schließlich auch tat. Wenn auch fluchend: „Wer hat dich hier zum Oberzampano gemacht, Newbie?!“
Kanos Stimme klang eisig: „Fünf Jahre Erfahrung und achtunddreißig Abschüsse, SECOND LIEUTENANT! Aber wenn Sie wollen, dann können Sie gerne alleine zurückfliegen!“
Er ignorierte das, was danach über die Funkverbindung kam.

Ihr Auftauchen vertrieb die Bloodhawk. Die überlebende Falcon schloss sich mit einem knappen Dankeschön den beiden Jagdbombern an. Das kurze Gefecht hatte sie eine Mirage und einen Abfangjäger gekostet, während der Gegner eine Bloodhawk verloren hatte. Und natürlich eine Fregatte. So gesehen war das Ergebnis ziemlich gut.
Die drei verbliebenen Akarii hatten sich ihrerseits zusammengetan. Aber auch sie waren beschädigt, eine der Bloodhawks hing deutlich zurück. Im Augenblick hielten sie Abstand. ‚Die haben wohl auch genug.’

Was aber wahrscheinlich am Wichtigsten war, Aznars Angriff hatte Erfolg gehabt. Zwar schwebte der Yankee immer noch in einem Stück im All. Aber das auch das Beste, was man über ihn sagen konnte. Die Schilde waren fast vollständig zusammengebrochen, die schwere Panzerung an mehreren Stellen durchschlagen worden. Ganze Partien der Oberfläche, Sensorphalangen und Geschützbatterien mussten von dem atomaren Feuer zusammengeschmolzen worden sein. Der Kreuzer hatte seine Fahrt gestoppt, aus Rissen im Rumpf drang Gas und Atemluft ins All. ‚Der kämpft heute nicht mehr mit.’
Kurz fragte sich Kano, warum Anzar nicht noch einen Angriff befahl. In seinem momentanen Zustand konnten selbst Bordkanonen und Raumkampfraketen dem Kreuzer schwere Schäden zufügen. Ihn vielleicht sogar vernichten, falls sie einen Glückstreffer im Maschinenraum landeten.
Dann aber beantwortete Ticano unaufgefordert seine lautlose Frage: „Anfliegende Feindjäger. Mindestens ein halbes Dutzend. Bloodhawks.“
Das änderte das bisher relativ ausgeglichene Kräfteverhältnis. Aznars Jabos und ihre Jägereskorte kurbelten immer noch mit den Akarii herum, die den Yankee beschützt hatten. Die Mirages und Falcons zogen sich langsam zurück, aber die schnelleren Bloodhawks verhinderten, dass die TSN-Flieger auf Höchstgeschwindigkeit gingen. ‚Das wird knapp.’ Offenbar versuchte Aznar, sich zu der SECUTOR zurückzuziehen. Auch wenn die Fregatte kein Flakschiff war, die Laserbatterien und Raketenwerfer stellten eine wertvolle Unterstützung gegen die Bloodhawks dar.
Kurz überlegte Kano, ob er zu seinen Kameraden stoßen sollte. Aber zwischen ihm und Aznars Verband hing immer noch der Yankee im Raum, während der feindliche Zerstörer ihn umkreiste und auf die ferne SECUTOR feuerte. Und da waren auch noch die drei Bloodhawks, mit denen sie sich herum geschossen hatten. ‚Die werden wohl kaum tatenlos zusehen, wie wir quer über das Schlachtfeld fliegen und dem Yankee vielleicht noch ein paar Passiertreffer verpassen.’
Das gab den Ausschlag: „Wir setzen uns ab. Rückflug zur HONG KONG.“
„Zum letzten Mal, Newbie…“
Kano unterbrach die Verbindung und gab Maximalschub. ‚Rutsch mir den Buckel runter.’

************

Weiter als ein zwei Flugminuten kamen sie allerdings nicht. Vielleicht hatten die feindlichen Piloten neue Befehle bekommen. Vielleicht wollten sie auch nicht, dass die Mirages in fünfzehn Minuten neu bestückt und aufgetankt das nächste imperiale Kriegsschiff angingen. Oder aber, sie witterten die Schwäche ihres Gegners wie Bluthunde. Wie Haifische.
Während sich die schwer beschädigte Feindmaschine im Hintergrund hielt, teilten sich die beiden anderen Bloodhawks für ein klassisches Zangenmanöver.
Knock Out fluchte wütend: „Tolle Idee, Hotshot! Jetzt geht die Scheiße von vorne los! Mitkommen, Newbie – wir knöpfen uns den auf neun Uhr vor! Spade, du schnappst dir den anderen!“
Kano folgte Knock Outs Befehl, weil es sinnvoll erschien. Unter diesen Umständen wäre ein defensiver Flugstil sinnlos gewesen. Sie mussten sich den Weg so schnell wie möglich freischießen, ehe weitere Akarii in das Spiel einstiegen.
Der feindliche Pilot, der sich nun zwei Gegnern gegenüber sah, reagierte schnell, aber nach dem Drehbuch. Er wich dem Bordwaffenfeuer aus, und kurvte hinter Knock Out ein. ‚Ist der denn blöd?’ Kano flog eine scharfe Kurve, um seinerseits den Akarii aufs Korn zu nehmen. Auf diese Entfernung konnte er sich mit dem Zielen Zeit nehmen…
„WEGBRECHEN. LINKS!“ Noch einmal rettete ihn Ticanos Wachsamkeit. Die dritte, beschädigte Bloodhawk hatte sich offenbar doch noch entschlossen, in den Kampf einzugreifen. ‚Oder das war von Anfang an geplant.’ Kano kurvte gegen, konnte allerdings nicht verhindern, dass seine Maschine erneut mehrere Treffer kassierte. Die Schilde kamen gar nicht mehr heraus aus dem roten Bereich.
„OHKA! Schieb deinen gelben Arsch hierher!“ Knock Out konnte offenbar nicht einmal dann aus seiner Haut, wenn er um Hilfe rief.
„ICH HABE ZU TUN!“ Kano versuchte mit einem Abschwung aus der gegnerischen Zielerfassung herauszukommen. Ticano schoss Dauerfeuer, ohne dass sich der Akarii allerdings durch die Treffer abschrecken ließ: „WIR KÖNNEN IHN NICHT ABSCHÜTTELN!“

‚Ich muss alles auf eine Karte setzen.’ Im selben Augenblick, als er zu dieser Erkenntnis kam, handelte Kano. Während er die Maschine mit einem Von-Bein-Manöver um die eigene Achse rotieren ließ, lenkte die verbliebene Energie in die Bugschilde.
Direkt vor dem Bug seiner Maschine tauchte die feindliche Maschine auf. Ein Kopf-an-Kopf-Duell mit einer beschädigten Maschine wurde im Allgemeinen als eine gute Möglichkeit zum Selbstmord angesehen.
Kano gab Vollschub, und die Mirage schoss auf den Gegner zu. Der Akarii musste wissen, wie es um die Schilde der Mirage stand. Er nahm die Herausforderung an.
Der Kollisionsalarm heulte los, und gesellte sich damit zu dem Dutzend anderer Warntöne, die durch das Cockpit schrillten. Treffer schüttelten die schwere Maschine durch, aber davon ließ sich Kano jetzt nicht mehr ablenken.
„BIST DU WAHNSINNIG?!“
Kanos Finger krampften sich um den Steuerknüppel. Noch ein wenig…
Dann löste er die beiden Amrams aus. Die Raketen schossen unter den Tragflächen hervor, überbrückten im Bruchteil von Sekunden die mit rasender Geschwindigkeit schwindende Entfernung zwischen den beiden Jägern. Bohrten sich in die geschwächten Schilde des Akarii.
Explodierten.

Kano riss den Steuerknüppel nach rechts, während der Kollisionsalarm immer schriller heulte. „TRÜMMERSCHLAG!“
Die zerfetzten Überreste der Bloodhawk trafen die Flanke der angeschlagenen Mirage mit mörderischer Geschwindigkeit. Die Maschine wurde aus ihrer Bahn geworfen, überschlug sich mehrmals. Auf Knock Outs wütend gebrüllte Anfrage antwortete niemand.
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