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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ein Drache im Herzen


Merten
25.03.2004, 13:08
So hier versuche ich mich mal an meiner ersten KG.
Die Story sollte eigentlich nur eien Kuzre Virgeschichte meines derzeitigen RPG Chars sein jedoch habe ich bei der Characktererschaffung so in die vollen gegriffen dass ich daraus auch eine KG machen kann und dies hiermit versuche. Die Geschichte wird noch fortgesetzt werden da ich flieissg dabei bin sie wieter zu spinnen.
Und nun viel Spass beim Lesen.
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Hope III
12. Mai 3035
Das erste woran sich Tyler erinnern konnte waren die Stimmen seiner Eltern wenn sie sich unterhielten. Tyler war zu diesem Zeitpunkt 4 Jahre alt und diese Erinnerung nur noch schemenhaft. Er erinnerte sich an die Stimme seiner Mutter mit dem Typischen Singsang der Japanischen Sprache und dem herben Ton der Stimme seines Vaters die eindeutig englisch Sprach. An die Gesichter seiner Eltern konnte Tyler sich nur schwer erinnern. Schemenhaft sah er das Gesicht seiner Mutter vor sich, ihre Langen schwarzen Haare und die Mandelförmigen Augen die ihn voller Liebe anblickten. Seinen Vater hatte Tyler als Großen Europäischen Typ in Erinnerung der seinen Sohn voller Stolz ansah. Leider hatte Tyler nie das Glück seine Eltern näher kennen zu lernen, denn am 24.06.3032 überfielen die Truppen der Vereinigten Sonnen Hope um sich zurückzuholen was einst Ihnen war. Im Verlauf der Kämpfe wurde sein Vater in seinem Mech getötet und Tyler´s Mutter als angehörige eines Feindes einfach erschossen.
All diese Gedanken gingen Tyler durch den Kopf während er auf der Straße kauerte und nach einem lohnenden Ziel Ausschau hielt. Seit dem Tod seiner Eltern lebte er nun auf den Straßen von Hope und ergaunerte sich seinen Lebensunterhalt.
Mit 4 war er mehr Maskottchen für die Bande die ihn in den Trümmern gefunden hatte.
Mit 6 brachten sie ihm bei wie man bettelte und stahl.
Tyler wartete an seiner ihm zugewiesenen Ecke und hielt weiter Ausschau aber heute war ein schlechter Tag für Ihn, es regnete in Strömen und kaum ein Bürger wagte sich freiwillig auf die Straße. Mann dass wird Ärger geben dachte Tyler bei sich, als er eine Bewegung bemerkte.
Ein dicker Mann trat auf die Straße und kam in Tylers Richtung gewankt. Der Mann war eindeutig betrunken. Leise schlich sich Tyler an den betrunkenen Mann heran und begutachtet die Kleidung des Mannes so wie es ihm beigebracht worden war. Schnell erspähte er eine Ausbuchtung in der Jacke des Mannes die eindeutig die Form einer Brieftasche hatte.
Tyler beschloss den Mann zu rempeln und seine „Betteln und Klammern“ Technik zu nutzen um an die Brieftasche zu gelangen. Er klammerte sich an den Mann und rief „Bitte Herr etwas zu Essen ich bin Heimatlos!“ Noch während er diese Worte Sprach klammerte er sich an die Jacke des Mannes und tastete nach der Brieftasche, schnell hatte er mit seinen kleinen Händen die Geldbörse erreicht und dem Man entwendet. Noch bevor dieser reagieren konnte lies Tyler ihn los und rannte weg, bedacht darauf einen weg zu nehmen den ein kleines Kind gehen kann aber einen Erwachsenen sehr behindert.
Solange er wenigsten eine Brieftasche in der Woche ablieferte wurde er geduldet.

Merten
26.03.2004, 16:58
Hope III
7. Oktober 3044

Tyler betrachtete sich im Spiegel, maß bereits 1,70 Meter mit seinen 15 Jahren und war der größte in seiner Gang, wenn auch nicht der älteste. Nach 11 Jahren auf der Straße vielen kleinen Diebstählen, Prügeleien mit anderen Gruppen um die besten Bezirke von New Hope, der Hauptstadt des Planeten, hatte sich Tyler einen guten Ruf in der Unterwelt aufgebaut und er war von der örtlichen Yakuza Enklave gefördert worden.
Diese Sachen stehen mir gut dachte Tyler und betrachtete sich weiter im Spiegel, gekleidet in eine weite schwarze Stoffhose und ein Kimono Jackett machte er eine gute Figur, auch verbargen sie alle Teile die Tyler bei sich trug. Heute war sein wichtigster Tag. Nachdem sich einige fanatische Davions Hope III 3032 zurückerobert hatten schmiedeten die Yakuza und andere Gruppen Pläne wie man die Besatzer wieder vertreiben könnte.
Eine der Ideen war es den Davion Militärbefehlshaber zu töten und die Verwirrung zu nutzen um weitere Offiziere zu eliminieren bis die Besatzer flohen.
Da Tyler von den Yakuza als Talent gefördert worden war seitdem er 10 Jahre alt war sollte er den Kommandeur töten, wenn er dies schaffen würde so wäre ihm die Aufnahme in die Yakuza gewiss selbst mit dem unreinen Blut eines Mischlings.
Tyler wollte seinen Mentor nicht enttäuschen. Opa Chen hatte schon genug Ärger mit seinem Sohn gehabt der unbedingt zur ISA wollte und letztes Jahr abgereist war um sich zu bewerben.
Schnell verdrängte Tyler diese Gedanken , er hatte einen Auftrag. Tyler prüfte alle Waffen die er benötigte, 2 Wurfmesser, 2 Dolche aus Keramik mit Gift bestrichener Klinge, 2 Schneidedrähte und ein Kontaktgift dass über die Haut übertragen wurde.
All dies verstaute er Schnell an seinem Körper als er hinter sich eine Stimme hörte: „Und mein Schüler bist du bereit?“ Tyler drehte sich um und verbeugte sich vor Opa Chen „Hai, Sensei. So wie es der Wille unseres Oyabun ist so werde ich ihn erfüllen oder sterben.“ Opa Chen musterte Tyler „Du bist ein Kind beider Nationen Tyler, keiner von uns nicht mal der Oyabun, würde dich zwingen dafür bist du zu sehr unser aller Kind seit über 10 Jahren. Aber du musst wissen falls du es schaffen solltest und überlebst dann bist du für immer der Yakuza angehörig.“ Opa Chen betonte sowohl das Wort überleben und immer.
„Sensei und genau deswegen muss ich es tun, weil ich meiner Familie einen großen Dienst erweisen will.“ Tyler verbeugte sich abermals.
„Nun denn dann gehe und erfülle uns diesen Gefallen.“ leise fügte Chen hinzu „und komm wieder denn noch einen Sohn will ich nicht verlieren.“ Dann wandte Chen sich ab und verlies Tylers Zimmer.

Es sollte das letzte mal sein dass Tyler Chen sah.

Tyler prüfte zum letzen mal sein Outfit und begab sich dann auf den weg zum Park wo der hiesige Militärkommandeur seine Ansprache zur Befreiung Hopes halten sollte.
Der Planet war eine in sich zerrissene Welt. Da er zu Beginn des Sternenbundes sowohl von Bürgern des Kombinats sowie Bürgern der Vereinigten Sonnen besiedelt worden war beanspruchten beide Häuser seinen Besitz was zu einer Reihe langer und sehr blutiger Gefechte geführt hatte.
Der Großteil der Bevölkerung war pro Davion eingestellt, daher hatten es gerade die asiatisch
Aussehenden Bewohner Hopes schwer ohne Anfeindungen ihr Leben zu führen.
So hatten sich zwei stark voneinander getrennte Stadtteile gebildet und der Park trennte beide Teile voneinander.
Der Militärkommandeur, James Brennegan, wollte bewusst in diesem Park gegen die Proteste seiner Berater sprechen um die Überlegenheit der derzeitigen Besatzer deutlich zu machen.
Tyler ging eine kleine Japanische Wiese pfeifend in Richtung Park und versuchte sich zu entspannen um durch nichts von seinem großen Auftrag abgelenkt zu werden.

Ohne Probleme passierte er die Wachposten, die auch der Yakuza angehörten, und schlenderte in Richtung der Tribüne auf der der Gouverneur seine Rede halten sollte.
Schnell hatte Tyler einen Platz ausgemacht der in seiner optimalen Wurfreichweite lag und so gelegen war, dass kein Beobachter die Klinge sehen konnte bevor jede Rettung zu spät kommen musste. Nun hieß es sich in Geduld üben und auf das Ziel warten.

Merten
29.03.2004, 13:12
Hope III
7. Oktober 3044
Sitz des Militär Gouverneurs

„Und ich sage ihnen dass es Selbstmord ist dort zu reden Mister Brennegan!“ wütend stapfte Meyers, durch das Büro. „Wie kann ich meine Aufgabe als ihr Sicherheitschef erfüllen wenn sie nicht auf mich hören?“
„Ach Meyers machen sie sich nicht lächerlich wir haben diesen Planeten vor mehr als 10 Jahren eingenommen und sie sollten den Berichten mal glauben die sie erhalten.“ Näselte Brennegan. „Sie sehen ja überall Geister und Yakuza. Ich denke wenn sie so weitermachen muss ich mir einen anderen Sicherheitsberater suchen. Am besten Mister O´Donnell der sieht die Lage deutlich klarer als sie.“
Diese im Satz ausgesprochene Drohung lies Meyers den Kragen platzen und er brüllte Brennegan an: „ Sie verstehen gar nichts HERR Gouverneur! Ich lebe seit über 30 Jahren auf diesem Planeten. Ich kenne das Volk hier du ich weiß dass diese Berichte absolut geschönt sind! Verdammt noch mal wenn sie meinen ich sei nicht mehr geeignet dann nehmen sie Ihren Fuzzi der frisch von der Akademie kommt. Ich bin ihr Herrengehabe sowieso satt!“ mit diesen Worten knallte Meyers seine Abzeichen auf den Tisch und verlies das Büro. Die Tür knallte dabei so heftig zu dass ein Teil des Putzes von der Wand abfiel.
„Nun er wollte es ja nicht anders.“ Murmelte Brennegan, dann drückte er einen Knopf auf seiner Visiphonanlage „Hier Brennegan schicken sie mir sofort Mister O´Donnell hierher.“ , wies er seine Sekretärin an.

Keine 15 Minuten später trat Patrick O´Donnell in der Ausgehuniform der Militärakademie New Avalon. „Sie haben gerufen Sir?“

„Ja O´Donnell ab sofort sind sie mein neuer Sicherheitschef sehen sie zu dass sie die Maßnahmen kontrollieren die Ihr Vorgänger getroffen hat. Und beeilen sie sich ich muss ich 2 Stunden meine Rede halten.“

O´Donnell salutierte zackig und verlies das Büro. Innerlich jedoch jubelte er. „Wurde auch zeit das jemand dieses Eingeborene Fossil ablöst.“, dachte er bei sich. Er würde dem Chef schon zeigen wie gut er war und dass kein anderer diesen Posten so gut innehaben sollte wie er. Er Patrick O´Donnell war für höheres bestimmt.



Tyler wartete im Park als er sah dass einige Sicherheitsleute Anstalten machten abzuziehen.
„Komisch was soll dass denn?“ fragte er sich leise, „die werden doch nicht etwa denken dass es hier ruhig bleibt wenn der Besatzer spricht.“
Aber tatsächlich es zogen ca. 10 Mann der Sicherheitstruppe ab, dabei ließen sie 20 mürrische Kollegen zurück die nun den Überblick über 300 Personen behalten sollten.


Nach einer weiteren Stunde war es dann endlich soweit der Gouverneur betrat die Bühne und lächelte perfekt in die Kameras.
Tyler machte sich bereit und schätzte die Entfernung zu seinem Opfer ab, knappe 18 Meter trennten ihn von seinem Ziel, ein Kinderspiel für jemanden der seit über 10 Jahren mit dem Messer umgehen konnte.
Vorsichtig griff Tyler in seine Jacke bis er den Griff des Wurfmessers spürte, seine Hand schloss sich fest um den Griff der Waffe und der fixierte den Mann den er für den Tod seiner Eltern verantwortlich machte.
Mit einigen schnellen Blicken vergewisserte Tyler sich dass keine der Wache in seine Richtung blickte, dann zog er in einer flüssigen Bewegung das Messer und warf es auf den Gouverneur.

„Kommen wir nun zu der derzeitigen Verbrechensstatistik meine Damen und Herren. Die Übergriffe der Kombinatsloyalisten haben in den letzten 2 Jahren stark abgenommen und ich kann den Planten heute stolz als…“, der Rest des Satzes des Gouverneurs ging in einem Gurgeln unter als das Wurfmesser zielgenau seine Kehle durchbohrte den Kehlkopf zerschnitt und die Spitze der Klinge an der Wirbelsäule anschlug.
Als Brennegan auf dem Boden aufschlug war er bereits tot, in der Menge machte sich Entsetzen breit die Reporter waren geschockt die Sicherheitsleute suchten verzweifelt in der Richtung aus der das Messer gekommen war, jedoch durch ihre geringe Zahl konnten sie nicht genau ausmachen von wo der Attentäter zugeschlagen hatte.

Tyler bewegte sich vorsichtig durch die aufgebrachte Menge, zu einer etwas ruhigeren Ecke weit ab des Geschehens und setzte sich dort auf eine Parkbank, dann öffnete er den versiegelten Brief den er vom Chen bekommen hatte. Ein Befehl des Oyabun hatte er gesagt.

„Tyler- san, wenn du dies liest hast du deinen Dienst an unserer Familie getan. Nun bist du Mitglied in unserem Clan den weißen Klauen. Und ich habe gleich eine weitere Aufgabe für dich. Du bist ein Kind beider Welten und verstehst beide Seiten, Deine Aufgabe ist es dass du bei den Besatzern aufgenommen wirst und zu einem Mechkrieger ausgebildet wirst, du bist für uns zu wertvoll um als Fußvolk zu dienen. In diesem Umschlag befinden sich alle Daten über deine Herkunft, deine Eltern und ein gefälschter Lebenslauf, damit solltest du in der Lage sein bei den Davions aufgenommen zu werden und die Tradition deiner Eltern fortzusetzen. Lerne die Davions gut kennen denn wenn man seinen Feind kennt kann man ihn besser bekämpfen. Als letztes wirst du im Umschlag ein Medallion finden dass Deine Zugehörigkeit zu uns zeigt, bewahre es gut auf, es ist das einzige seiner Art, und alle unsere Enklaven haben ein Bild davon bekommen, wenn du jemals Hilfe brauchst wirst du sie bekommen. Und nun erfülle dien Pflicht und führe unseren Willen aus.“
Das Siegel unter dem Brief sprach eine deutliche Sprache.

Tylers Hände zitterten als er den Brief ein zweites mal las um sicher zu sein dass er alles richtig verstanden hatte.
Nachdem er sicher war dass er alles verstanden hatte, nahm Tyler seine neuen Papiere, vernichtete den Brief des Oyabuns und machte sich auf den Weg zur örtlichen Milizkaserne um sich dort zu bewerben, und den Willen seines Oyabuns zu erfüllen.

Merten
05.04.2004, 20:00
Hope III
Milizkaserne 12.12.3044

Tyler ließ sich auf seine Pritsche fallen und entspannte sich, mehr konnte er nicht tun.
In den letzten zwei Monaten war er durch die Grundausbildung gegangen, hatte gelernt mit den Waffen und Sprengstoffen umzugehen und sein extremes Interesse an Mechs zu bekunden. Heute würde entschieden werden ob sein Antrag zur Aufnahme in das Mechkrieger – Förderprogramm angenommen oder abgelehnt würde. Tyler war sich fast sicher dass er genommen würde denn er war mit Abstand der beste seiner Gruppe und hatte bemerkt dass eine Angehörige der hiesigen Yakuza in der Verwaltung arbeitete, aber bis zur Entscheidung musste er warten.

Eine halbe Stunde später, Tyler empfand es eher wie einen Tag des Wartens öffnete ist die Tür seiner Stube und der Chef der Kaserne trat ein.
Tyler sprang auf und salutierte zackig, sein Gegenüber erwiderte den Gruß und sagte: „Stehen sie bequem Tyler, sie können sich denken warum ich hierher komme oder?“
„Ja Sir.“ erwiderte Tyler. „Gut, gut, nun ich kann ihnen mitteilen dass sie in das Programm aufgenommen wurden. Dies bedeutet dass sie ab Morgen lernen werden wozu ein Mech in der Lage ist, seine Steuerung erlernen und den korrekten Waffeneinsatz üben werden. Und wenn sie gut genug sein sollten werden sie vielleicht sogar auf die Akademie gehen können. Herzlichen Glückwunsch!“ mit diesen Worten strecke Tylers Vorgesetzter die Hand zu Gratulation aus. „Danke Sir,“ Tyler nahm die Gratulation an, innerlich jubelte er, der erste Schritt seines Auftrages war erfüllt und er konnte nun den Willen seine Oyabuns ausführen und alles lernen um seiner Familie noch besser dienen zu können.


Am nächsten Tag zog Tyler aus der Infantriebarracke aus und begab sich zu den Mechkriegerunterkünften, und bekam ein Zimmer zugewiesen dass es sich mit einem Kadetten mit dem Namen Tim Sandhurst teilen musste.
Tim war ein kleiner drahtiger Typ mit einer Brille und struppigen schwarzen Haaren, mit dem Tyler sich auf Anhieb gut verstand.
Während der nächsten Wochen lernte Tyler die gesamte Theorie über Mechs deren Einsatzzweck und Einsatzgebiete, die Theorien über die Mechsteuerung und die Technischen Hintergründe. Aber endlich war es dann soweit dass die Rekruten zum ersten mal in einen Simulator durften und die Grundlagen die sie gelernt hatten umsetzen.
Da erste Training dauerte nur 20 Minuten wovon 10 Minuten alleine die Justierung des Neurohelmes dauerte, als Tyler jedoch ausstieg wusste er dass er unbedingt Mechpilot werden wollte.
Die Wochen schleppten sich dahin mit Theorie Simulatorsitzungen bis die Ausbilder meinten es wäre nun an der Zeit mal zu sehen wie sich die Rekruten im Gefecht machen würden, die 3 Besten sollten die Gelegenheit haben bereits am nächsten Tag in einem echten Mech die ersten Schritte zu tun.

Tyler schnallte sich an und nahm den Neurohelm aus dem Staufach über der Pilotenliege.
Schnell kontrollierte er alle Anschlüsse der Kühlweste und des Helmes. Dann startete er den Virtuellen Mech und das Cockpit erwachte zum Leben.
Für dieses Trainigsgefecht wurde Tyler ein Wolfhound zugewiesen.
Die Sensoren zeigten an dass sein Gegner, Markus Walker der arroganteste Anwärter und Tylers besonderer Liebling, mehr Glück hatte und mit einem Wolverine das Feld betrat.
„Mist ich habe auch immer so ein Glück“ dachte Tyler als er sich die Daten des Wolverine ansah, fast genauso schnell wie sein Wolfhound, sprungfähig und 20 Tonnen schwerer.
Von der reinen Feuerkraft lagen die beiden Mechs nicht weit auseinander die Panzerung stand dagegen wieder auf einem anderen Blatt.

Das Gelände dass die Trainer auswählten war ausgeglichen eine leicht bewaldete Steppe die beiden Vor und Nachteile bot.
„Na dann werden wir mal sehen wie dass endet.“ murmelt Tyler und beschleunigte den Wolfhound.
Walker wollte gleich zeigen wie gut er ist und sprang mit seiner Wolverine auf Tyler zu und gab eine Salve aus seiner Autokannone ab, die jedoch weit ab vom Ziel einschlug und einen unschuldigen Baum traf, die Landung des Mechs fiel Walker nicht ganz so leicht wie der spektakuläre Auftakt des Gefechts, der Wolverine stolperte und krachte mit voller Wucht durch einen Baum und auf den Boden, mehrere Panzerplatten verlierend.
Tyler nutzte diesem Moment aus und sprintete auf den noch am Boden Liegenden Gegner zu, vorsichtig zog er das Fadenkreuz auf den Rücken des gefallenen Mechs, und als diese golden aufblinkte drückte er den Feuerknopf seiner primären Konfiguration. Der rote Strahl des schweren Laser bohrte sich in den Rücken des Wolverine und durchschlug die dünne Panzerung und ein heller Lichtblitz zeigte an das der Laser eine der Sprungdüsen zerstört hatte. Die Hitzewelle in der Simkapsel war unerträglich, schnell wendete Tyler seinen Mech und sprintete auf die Deckung zu, sein Gegner hatte es nun geschafft sich aufzurichten und schickte Tyler seine geballte Wut hinterher, Die Autokannonensalve riss Löcher in das rechte Bein des Wolfhound, der mittelschwere Laser, schmolz Panzerung vom Linken Arm und die Kurzstreckenraketen entblößten den Mechrücken seiner Panzerung.
„Noch so eine Salve im Rücken und ich bin Geschichte, aber er glüht.“ Denkt Tyler.
Er dreht den Wolfhound seinem Gegner zu und feuert seine 3 mittelschweren Laser ab. Der erste Laser zieht eine glasierte Spur Erde vor den Wolverine, jedoch der zweite trifft den hoch angebrachten Kopf des Mechs und hinterlässt eine Schmelzspur auf der Cockpitscheibe, der dritte Laser trifft die KSR Lafette auf der Schulter und schält die Panzerung herunter.
Die Antwort des Wolverine lässt nicht auf sich warten ist jedoch durch den Kopftreffer ungenau gezielt, nur die KSR treffen jedoch mit einem verheerenden Effekt zwei der Raketen treffen den Rechten Arm des Wolfhound und gelangen durch eine Panzerungslücke in die Interne Struktur, mit einem Lauten knall und einem blendenden Blitz vergeht der Schwere Laser am rechten Metzharm. „Verdammt“ brüllt Tyler als auf seiner Konsole rote Lichter aufflammen und den Ausfall des Laser melden „jetzt brauche ich eine rettende Idee sonst ist es in 30 Sekunden vorbei“ geht Tyler durch den Kopf als alle seine 3 Laser vorbeifeuern, er den Vetoschalter betätigt, und Walker alle seine Waffen gekonnt und den Torso des Wolfhound schlägt.
Verzweifelt reißt Tyler mit dem linken Arm einen Stahlträger aus dem Boden neben seinem Mech und beginnt auf den Wolverine zuzustürmen.
Weitere Treffer erschüttern den Wolfhound 2 Laser fallen aus, der Computer meldet einen kritischen Einschlag in das linke Bein, mit einem letzten verzweifelten Aufbäumen stößt Tyler mit dem Stahlträger zu und durchschlägt die Visierplatte des Wolverine, dann bricht dass Bein seines Mechs durch und der Wolfhound bricht zusammen.


Total verschwitzt und geschafft öffnet Tyler die Luke des Simulators und blinzet raus „Hey warum wurde dass Ding eben schwarz bin ich tot?“ witzelt er beim aussteigen.
„Du hast es geschafft Ty, du hast ihn zerlegt!“ sagt Tim aufgeregt. „Was dass kann nicht sein ich hatte keine Waffen mehr und bin umgekippt, der Träger war nicht stark genug den Mech zu zerstören, also hör auf mich zu verarschen Tim.“ Tyler schüttelte bei den Worten verärgert den Kopf, er hatte falsch reagiert und verloren, und nun musste Tim ihn noch damit aufziehen.
„Tim macht keineswegs Späße Tyler“, ertönte die Stimme von Oberleutnant Carter der den Raum betrat. „Sie haben es geschafft in letzter Sekunde diesen Stahlträger durch die Cockpitscheibe des Wolverine zu treiben, eine verzweifelte aber sehr spektakuläre Aktion muss ich sagen. Und Innovativ, Mr. Walker beschwert sich derzeit bei den anderen Ausbildern über unfaire Methoden und verlangt dass man ihnen den Sieg aberkennt. Wie ich es sehe sollte er lernen dass im Krieg alles erlaubt ist, duschen sie sich und finde sie sich zur Nachbesprechung in einer Stunde bei mir ein!“ Dann drehte sich der Oberleutnant um und verließ den Raum.

Merten
10.04.2004, 15:10
Hope III
04.02.3045
Mechtrainigsgelände

Heute war es soweit. Das erste Mal mit einem echten Mech arbeiten. Tyler stand im Hangar nur in Shorts und mit Kühlweste an und betrachtete den Mech der vor ihm aufragte. Dies war nicht der Wolfhound aus dem Simulator nein dies war ein Alter abgenutzter Mech den keine Einheit mehr haben wollte, ein Enforcer. Ein Mittelschwerer Mech „nur“ 9 Meter hoch jedoch kam Tyler sich wie ein Zwerg vor als er an dem Mech hochblickte.
Langsam kletterte er die Strickleiter zum Cockpit hinauf und stieg ein.
Nach den üblichen Vorbereitungen schaltete er den Funk ein und meldete sich „Tyler hier bereit zum Ausflug!“

„Sehr gut Bodenkontrolle hier, kommen sie erst mal aus dem Hangar raus und dann versuchen wir sie auf den Übungsplatz zu bekommen. Ach ja und achten sie bitte auf die Tore die sind gerade erst erneuert worden.“

Etwas eingeschnappt wie ein Kind behandelt zu werden begann Tyler den Mech aus dem Kokon zu bewegen.
Auch durch die weit geöffneten Hangartore kam Tyler recht gut, jedoch als er dass Trainigsgelände betrat passierte dann ein kleines Missgeschick, der Enforcer rutschte auf einer Öllache aus und Tyler schaffte es nicht auf dem Stahlbeton den Mech aufrecht zu halten und landete nicht besonders elegant mit dem Mech in einem Geräteschuppen.
„Na super Der Schuppen war auch neu!“ tönte es aus dem Funk.
Langsam rappelte Tyler sich auf und betrat den Trainigspacours, ein echter Mech war doch etwas anderes als ein Simulator, den Kommentar der Leitstelle versuchte er zu ignorieren.
Das Training verlief gut für Tyler, er traf fast alle Ziele, und es stellte sich eine Vorliebe für ballistische Waffen heraus. Am Ende der Übung bekam Tyler seine Zusammenfassung vom Leitstand „Also Mister Hatamoto kommen wir zu ihrer Bewertung. Trefferngenauigkeit 77.25% überraschend gut für einen grünen Jungen wie sie vor allem wenn man bedenkt dass sie mit der Autokannone 100% erreicht haben. Bewegung allgemein 40% daran müssen sie noch üben, abzüglich ihrer eleganten Leistung am Start ergibt sich eine Punktzahl von 660 von 1000 möglichen Punkten damit liegen sie nur 150 Punkte vom Basisrekord entfernt.
Steuern sie jetzt ihren Mech in den Hangar und fahren ihn runter, und achten sie auf Öl auf dem Boden!“





Hope III
08.06.3045

Tyler schrieb die letzten Zeilen seiner Bewebung für die Akademie und hoffte dass er genommen werden würde. Er hatte sich dank seiner Leistungen in der Ausbildung bereits ein Stipendium erkämpft, jedoch musste er nun sehen welche Akademie ihn nehmen würde.
Er hoffte auf eine der Elite Akademien, oder am besten das NAIS einer seiner Träume in der nähe der neuesten Mechs und Technologien zu sein würde damit in Erfüllung gehen.
Aber nun hieß es abwarten er konnte nicht viel mehr tun als hier zu warten ab und zu Kontakt mit der hiesigen Yakuza aufzunehmen und von seinen Fortschritten zu berichten.
Nebenbei hatte Tyler es geschafft sich einen lukrativen Nebenverdienst aufzubauen, dank seiner Verbindungen in die Unterwelt auf Hope konnte er die Kaserne mit allem versorgen was verboten war, fast jeder wusste davon, aber da sich auch fast jeder dass triste Leben in der Kaserne versüßen wollte wurde nichts gegen ihn unternommen, jedenfalls nicht mehr nachdem Tyler dem Kommandanten einen langen Wunsch erfüllt hatte und er nun im Besitzt eines sehr wertvollen Scotchs war den er sonst nie hätte bezahlen können. Vielleicht hatte auch ein Trainigsunfall in der Sporthalle damit zu tun bei der Tyler aus Versehen Walker bei einem Trainigskampf in der waffenlosen Selbstverteidigung mehrere Rippen und den Unterkiefer gebrochen hatte. Seitdem hatte niemand mehr versucht Tyler bei den Vorgesetzten wegen seiner Geschäfte zu melden.


Hope III
12.09.3045

Sehr geehrter Herr Hatamoto, wir freuen und ihnen mitteilen zu könne dass ihrem Antrag zur Aufnahme unserer Miltiärakademie stattgegeben wurde. Wir erwarten sie umgehend nach dem Ende ihrer Dienstzeit bei der Miliz von Hope III bei uns in der Akademie. Die Kosten der Reise werden gemäß ihres Stipendiums übernommen, anbei bereits die Verhaltensregeln und Bestimmungen unseres Institutes.

Büro für Neubewerbungen NAIS

Tyler hätte tanzen können als nach der für ihn langen Wartezeit endlich die Antwort vom NAIS kam. Er würde auf die von ihm am meisten gewünschte Akademie gehen dort lernen und endlich ein Leben führen können dass die Armut seiner Kindheit ausglich und dabei noch seine Pflicht gegenüber seinem Oyabun erfüllen. Seine Kameraden waren, mit Ausnahme von Markus Walker, stolz auf ihn Tyler war seit 5 Jahren der erste Milizkrieger der es geschafft hatte ein Stipendium zu erhalten und auf die Akademie zu gelangen. Die reichen, wie Walker dessen Eltern nach dem Umschwung 3032 ein Vermögen gemacht hatten, zählten für sie alle nicht.
„Nun denn Tyler“, ließ der Oberleutnant und Ausbilder vernehmen „ dann musst du nur noch dein restliches Jahr hier verbringen und dann befördern wir dich gerne mit einem Kameradschaftlichem Fußtritt in das Landungsschiff.“ Die anwesenden Rekruten und Krieger mussten grinsen als sie sich dies vorstellten.
„Danke Leute ohne eure Hilfe hätte ich es wohl nicht zu diesem Stipendium geschafft.“ Tylers Stimme war belegt denn er hatte die Davies die er noch vor 2 Jahren hasste wie die Hölle als Menschen und manche sogar als Freunde kennen gelernt.
Den nächsten Tag nahm Tyler sich frei und begab sich direkt in eine Asiatische Bar, die als Treffpunkt für die Angehörigen der weißen Klauen diente.
Dort angekommen begab er sich in eine dunklere Ecke der Bar und wartete auf seinen Kontaktmann Samuel, einen Neffen von Papa Chen und die Nummer 3 in der Organisation.

Dieser traf 5 Minuten nach Tyler ein, „Ahh Tyler-san wie geht es dir?“ eröffnete Samuel das Gespräch wobei er eine Verbeugung durch ein leichtes Kopfnicken andeutete.
Tyler der im Rang deutlich unter ihm stand erhob sich und verneigte sich tief, danach setze er sich neben Samuel. „Es geht mir gut, davon abgesehen dass ich anfange einige der Davies zu mögen. Aber damit muss ich alleine klarkommen denke ich, Fakt ist ich komme ans NAIS wenn mein Dienst bei der Miliz vorbei ist. Hab ihr besondere Aufgaben für mich dort? Und was macht Cheng, es hat Papa Chen fast das Herz gebrochen als er fortging wisst ihr was mit ihm ist?“ Tyler blickte Samuel an.
„Ich freue mich für dich Tyler, und nein einen speziellen Auftrag haben wir nicht für dich außer soviel zu lernen wie du nur kannst, wir werden dich informieren wenn wir dich brauchen. Und einige Davies sind auch nur Menschen Ty, dass solltest du nie vergessen.
Ja wir haben Informationen zu Cheng, es wird dir sicher nicht gefallen zu hören dass er bei der ISA sehr erfolgreich ist, und gedenkt zur DEST zu gehen, alle Versuche ihn umzustimmen sind bisher fehlgeschlagen. Wir wissen nur dass er unserer Gruppe gegenüber immer noch positiv gegenübersteht. Papa Chen bricht es zwar das Herz aber ich denke er wird es überleben, dass sein Sohn den Platz in der Yakuza nicht annimmt.“ Samuel zuckte mit den Schultern dann fuhr er fort „Der Ex Sicherheitschef des leider kürzlich verstorbenen Gouverneurs O´Donnell ist zum Ausbilder am NAIS ernannt worden, wahrscheinlich weil sie ihn aus der realen Welt haben wollen nachdem er ja sehr Erfolgreich dabei war neue Posten zu schaffen.“ Tyler musste schief grinsen als er Samuels Bemerkung hörte „Also einen überkompetenten Mann, na wie schön, bei meinem Glück bekomme ich den als Ausbilder zugewiesen.“
– Tyler sollte bald Erfahren dass seien Vermutungen bestätigt wurden-
Der bestellte Sake wurde gebracht und die beiden Männer genossen das warme Getränk in ihren Kehlen. „Wie weit sind wir mit den Bemühungen Kontakt zum Sohn des Koordinators aufzunehmen?“ fragte Tyler.

„Woher weißt du..“ fragt Samuel und blickt Tyler sehr erstaunt an, „ok vergiss es ich sehe dich immer noch als den kleinen Jungen von der Straße, sorry. Nun wir bemühen uns mit Theodore in Kontakt zu treten jedoch nicht zu viel über die Klauen Preiszugeben es reicht dass der Kerl auf Haichiman viel über uns weiß. Aber wir machen Fortschritte, ich werde dir bevor du zur Akademie aufbrichst einige Kontakte in den Sonnen geben die dir helfen werden.“

Den Rest des Abends unterhielten sich die beiden über alle möglichen Themen, unter anderem darüber dass eine Gruppierung erzkonservativer Kuritas genannt die „Schwarzen Drachen“ den Klauen Probleme bereiteten und die Kontakte zum Davion Geheimdienst immer besser wurden.
Am Ende des Abends als Tyler wieder in seine Zimmer war und auf dem Bett lag musste er sich eingestehen dass nicht alle Davies schlecht waren und sie doch zu Gattung Mensch gezählt werden konnten. Vielleicht war es besser seinen Hass mehr zu kontrollieren und die Menschen als diese zu sehen nicht immer nur als Feinde.
Mit einem Kopf voller Gedanken und Fragen über sich, die Davies, und wie alles weitergehen sollte schlief Tyler irgendwann ein.

Merten
20.04.2004, 20:35
Hope III
30.09.3046

„Hatamoto vortreten!“ Blökte der Spieß.
Tyler trat wie geheißen vor die gesamte Gruppe und Salutierte. Heute war es so weit sein Dienst bei der Miliz endete heute und Morgen würde er an Bord der Weltensegler auf den Weg zum NAIS sein.
„So Tyler sie haben es geschafft! Gratulation! Sie sind einer der Wenigen unseres Planeten der ein Stipendium erhalten hat, sie machen unsere Einheit stolz und wir hoffen dass sie uns alle Ehre machen werden und wenigstens einen Abschluss schaffen. Und nun: Kompanie AAAACHTUNG! Ich will ein dreifaches Hurra auf unseren ehemaligen Kameraden hören!“

Der Jubel war Ohrenbetäubend und hätte einem gesamten Battalion zur Ehre gereicht.

„Danke Sir ich werde keine Schande über unseren Planeten bringen, dies wird mir mein asiatisches Erbe schon zu verhindern wissen“ antwortete Tyler mit einem lächeln.

„Gut dann haben sie hier ihre Papiere, und nun verschwinden sie aus dem Sperrbereich Zivillist!“ dröhnte der Spieß mit einem Grinsen.


Tyler hatte nun seine Papiere und ging auf seine Stube um die wenigen Habseligkeiten zu holen die er besaß. Er hinterließ noch eine Nachricht für Tim in der er ihm einige Ansprechpartner nannte sollte er Interesse daran haben seinen Sold aufzubessern.

Nach dem Verlassen der Kaserne mietete Tyler ein kleines Zimmer im Raumhafenhotel und gab sein bereits ab, damit es an Bord des Landungsschiffes gebracht werden konnte.
Morgen würde er den Planeten verlassen und in 6 Wochen wäre er dann endlich am NAIS um ein noch besserer Mechkrieger zu werden.
Ein „Freund“ hatte ihm die Passagierliste gegeben und Tyler war gar nicht begeistert gewesen als er den Namen von Markus Walker gelesen hatte der erster Klasse von seinen Eltern gefördert auch zum NAIS gehen konnte. Den Namen O´Donnell merkte er sich auch vor, denn schließlich war der Typ dafür verantwortlich dass der Gouverneur umgekommen war, solchen Leuten konnte man nicht trauen. Tyler wollte auf der langen Reise zum NAUS etwas über den Kerl herausfinden, besser ihn jetzt kennen lernen als später unvorbereitet dem Mann zu begegnen.

An Bord des Landundgsschiffes war sehr wenig Platz so dass Tyler nicht lange warten musste bis er O´Donnell und Walker sah, beide standen in der Messe die den Passagieren zum Aufenthalt diente, und unterhielten sich anscheinend angeregt.
„Und ich sage ihnen Mister O´Donnell sie haben vollkommen richtig reagiert wer konnte denn ahnen dass es immer noch Unmut gegen die Davionsistische Regierung auf dem Planeten gibt. Sie haben keinen Fehler begangen.“, schleimte Walker gerade.
„Wie meinen sie dass Mister Walker?“ Tyler mischte sich ein ohne sein persönliche Einstellung preis zu geben.
„Nun Mister Hatamoto, warum sollte es denn 10 Jahre nach dem Geplänkel um den Planeten denn noch so starke Abneigungen gegen die Regierung geben. Die Davions haben dem Planeten einen Aufschwung beschert, veraltetes beseitigt und großartiges neues geschaffen ohne vielen Menschen zu schaden.“ Walker blickte Tyler herausfordernd an.
„Nun erstens sollten sie dass die ganzen Kinder fragen die Ihre Eltern bei dem „Geplänkel“ verloren haben woher denn der Unmut kommt und zweitens wurde ohne Rücksicht auf die Asiatische Bevölkerung reformiert, Besitz neu verteilt und Traditionen abgeschafft. Dies hat nicht jedem gefallen, aber ich denke ihrer Familie kam es nur gelegen denn sie profitierten ja von alledem nicht wahr?“ Tyler fixierte Walker mit einem Blick der ihn an gebrochene Rippen und schmerzende Unterkiefer erinnerte.
„So die Herren kennen sich?“, mischte sich O´Donnell ein „Aber lassen sie es mich so sagen die Reformen wurden natürlich mit Augenmerk auf die Davionitischeren Bürger des Planeten getroffen. Sollen doch die Leute die so sehr am Kombinat hängen dahin verschwinden, wir brauchen keine Dracs in den Sonnen.“ Mit einem lächeln zu Tyler fuhr er fort „Natürlich anwesende ausgenommen denn sie haben sich ja anscheinend für die richtige Seite entschieden. Darf ich nun fragen woher sie beide sich kennen?“

Tyler beherrschte sich und sprang dem arroganten Typen nicht an den Hals, jedoch merkte er sich vor dass Mister O´Donnell eines Tages einen tragischen Unfall haben würde, er versuchte sich jedoch nichts von seinen Emotionen anmerken zu lassen.
„Mister Hatamoto und ich kennen uns aus unserem Dienst bei der Miliz, wir sind beide derzeit auf dem Weg zum NAIS um dort unsere Ausbildung zu vervollständigen.“ Meldete sich Walker wieder zu Wort. „Wir hatten das Vergnügen unsere Grundausbildung an den Mechs gemeinsam zu absolvieren und uns Zugang zum NAIS zu erarbeiten.“, fuhr Walker fort.
„Zum NAIS? Dahin bin ich auch auf dem Weg welch ein Zufall.“ O´Donnell blickte die beiden potentiellen Rekruten an. „Nun Mister Hatamoto ich hoffe dass ihre Einstellung sich dann noch etwas weiter zu „UNS“ verschiebt, ansonsten wären sie ja eine potentielle Gefahr für das Commonwealth.“
Tyler war zum zweiten Mal nahe daran dem Herren dien Schädel einzuschlagen, beherrschte sich gerade noch und entschuldigte sich bei den beiden.

Die nächsten Wochen hielt Tyler sich fern von Walker und O´Donnell die sich immer besser verstanden und verbrachte seine Zeit damit sich mit den anderen Passagieren zu unterhalten und sich keine Gedanken über die beiden zu machen.

Merten
27.04.2004, 20:07
New Avalon
01.12. 3046

Tyler musterte den Raum der ihm zugewiesen worden war.
Klein aber fein traf es am ehesten, in einer Ecke das Bett und der Kleiderschrank, auf der anderen Seite des Raumes ein Schreibtisch mit Computer zum lernen, den Rest so sagte der Ausbilder müsste er sich selber einrichten.
Tyler hatte bereits mit einigen anderen Studenten hier lose Kontakte geknüpft und kam mit den meisten gut zurecht, auch hatte er schnell herausgefunden dass an gewissen Dingen immer ein großer Bedarf bestand, heute wollte er mit einem anderen Studenten mal sehe was er so erreichen konnte, eventuell konnte er sein Geschäft von Hope hier weiterführen.

Walker kam nicht wirklich so gut an bei den anderen und wurde bereits nach 2 Tagen an der Akademie geächtet, nicht nur weil er so hochnäsig auftrat sondern weil er der Meinung der beste aller Mechjockeys zu sein war.

Tyler und Sam waren derzeit bereits in den etwas dunkleren Gassen von Avalon City unterwegs und suchten nach einigen Personen die auf Tylers Liste der Kontakte standen.
Angekommen bei der Lotusblüte einem kleinen schummrigen Lokal das deutlich von asiatischen Personen besucht wurde traten die beiden ein. Da Sam zwar ein Hüne von Student mit 205 cm kein Japanisch konnte, musste Tyler das reden übernehmen.
Tyler ging zielstrebig zum Barkeeper „Guten Tag ich sollte wohl fragen wie es den Varanen hier geht.“ eröffnete er das Gespräch mit dem Codewort dass ihm genannt wurde.
Der Barkeeper blickte Tyler erst verblüfft an dann musterte er Tyler eingehend und verneigte sich leicht als er den Anhänger bemerkte „Womit kann ich dienen Junger Chen-san?“ fragte er auf Japanisch.
„Ich brauche Quellen für gewisse dinge, wie zum Beispiel bestimmte Alkoholika und Kräuter, und evtl. einen Rabatt bei den hiesigen Damen für gewisse Stunden Barkeeper-sama“ erwiderte Tyler höflich.
„Der Alkohol und die Kräuter sind kein Problem, aber warum die Damen? Wollt ihre uns so oft besuchen kommen?“ antwortete der Barkeeper mit einem Grinsen.
„Nein ich will mir meinen Sold aufbessern und diese Davion Spinner an der Akademie reden ur von Mechs Alkohol und Frauen, leider sind sie oft zu hässlich oder zu dumm eine ab zu bekommen.“ Tyler musste bösartig grinsen „Sagen wir 10% vom Verdienst an Studenten, was meint ihr?“
„Das klingt fair ihr habt das gleiche Handelstalent wie euer Ziehvater, gebt eure Bestellungen einfach immer hier ab und wir sorgen dafür dass alles klappt, werdet nur ihr hier die Waren holen?“ Während dieses Satzes schenkte der Barkeeper Tyler Sam und sich einen Pflaumenwein ein so dass es für alle anwesenden so aussehen musste als unterheilten sie sich über die Getränke.
„Nein ich werde auch ab und zu dieses Walross hier schicken er ist vertrauenswürdig. Und fürchtet euch nicht er versteht kein Japanisch:“ Tyler deutete auf Sam.
Der Barkeeper musste grinsen als er Sam ansah „Euer Vorschlag ist sehr gut dann machen wir es so, und ich wünsche euch viel Erfolg an der Akademie“

Nachdem Tyler und Sam ihren Wein getrunken hatten machten sich die beiden auf den Rückweg.
„Komm schon Ty erzähl wie ist es gelaufen? So wie ihr gegrinst habt muss es ja gut gelaufen sein und wir beiden können davon profitieren.“, begann Sam sofort.
Tyler musterte Sam und seufzte, Sam war zwar nett und genau der richtige für den Aufbau eines gewinnbringenden Geschäftes aber er war ungeduldig, „Sam, du wirst auch nie verstehen wie viel Ruhe wir Asiaten gewohnt sind oder?“, Tyler grinste Sam an als er dessen verdutzten Gesichtsaudruck sah und fuhr fort, „Ja wir werden wohl alles bekommen aber dass erkläre ich dir nach dem Essen, es wird schon klappen wenn wir uns ruhig verhalten.“


Während des Essens und danach weihte Tyler Sam in alles ein was er sich vorstellte und wie sie einen netten Nebenverdienst aufbauen würden um sich die Zeit an der Akademie zu versüßen. Sam der bereits kleine Gaunereien hinter sich hatte und über eine Resozialisierungsmaßnahme sein Talent für Mechs kennen gelernt hatte war begeistert und versprach Tyler in allen Punkten zu helfen, natürlich solange genug für ihn dabei heraussprang.

So verbrachten die beiden die ersten Wochen an der Akademie damit während der Vorlesungen verlauten zu lassen dass sie eventuell an gewisse Dinge herankamen und nach dem ersten Monat hatten sie einen guten und vor allem verschwiegenen Kundenstamm der immer größer wurde. Die Ausbilder wussten zwar dass da irgendetwas lief jedoch verliefen alle Nachforschungen im Sande, oder endeten mit einer Zimmerdurchsuchung bei Marcus Walker, auf den alle Indizien deuteten

Merten
06.05.2004, 19:04
New Avalon
14.01.3047

Tyler betrat den Sportkomplex des NAIS, heute stand waffenlose Selbstverteidigung auf dem Programm. Durch seine Grundausbildung bei der Yakuza war Tyler sich relativ sicher auch hier kaum jemanden zu finden der es mit ihm aufnehmen konnte von den Studenten, vor allem nicht nachdem er sich in der Stadt ein freies Dojo gesucht hatte wo er dreimal in der Woche trainierte.
Dann sah er den „Alten“ wie er nur genannt wurde, klein, drahtig, und in den Bewegungen wie eine gespannte Stahlfeder. Tyler revidierte seine Meinung das vor ihm war ein Killer, jemand der genau wusste wie gut er war und wie er Zuschlagen musste um zu gewinnen.

Langsam versammelten sich auch die anderen Studenten im Sportplex, und bildeten kleine Grüppchen bei den einzelnen Ausbildern. Als Tylers Gruppe komplett war begann das Training, aufwärmen und Grundübungen, für Tyler nichts wirklich anstrengendes.
Nach ca. einer Dreiviertelstunde bedeutete der „Alte“ der Gruppe sich zu sammeln
„So meine Herren, sie werden sich sicher fragen wozu man Waffenlosen Kampf benötigt wenn man zehn bis 12 Meter über dem Boden hängt umgeben von mehreren Tonnen Stahl.
Meine Herren es kann durchaus mal passieren dass sie keinen Mech haben um sich zu schützen, und dann sollten die Steuergelder die in Ihrer Ausbildung stecken nicht einfach abgeknallt werden können, und dazu bin ich da!“

„Wie freundlich.“, kommentierte Sam neben Tyler „Als wären wir kleine Kinder oder wie siehst du dass?“
„Nun ja er hat eine andere Weltsicht als wir beiden, denn ich denke nicht dass er ein Mechkrieger ist.“, antwortete Tyler.
„Gibt es ein Problem dahinten die Herren?“, fragte der „Alte“ in einem scharfen Ton dem der Wortwechsel zwischen Sam und Tyler aufgefallen war.
„Nein Sir!“ donnerten die beiden wie aus einem Mund im besten Kasernenton.
„Gut meine Herren dann beginnen wir mit den leichten Übungen heute, jeder schnappt sich einen Partner mit dem er üben wird. Sie warum üben wir nicht zusammen?“ Der „Alte“ zeigte auf Tyler und grinste boshaft. „Danke Sam“, flüsterte Tyler als er die Schultern zuckte und auf den Ausbilder zutrottete, schlimmer als Schmerzen konnte es nicht werden.

Nach der ersten halben Stunde hörten immer mehr Studenten auf zu mit ihrem Partner zu trainieren und gesellten sich um den Hauptring in dem Tyler und der „Alte“ trainierten.
Beide bekamen davon nicht wirklich viel mit denn sie gingen darin auf ihre Fähigkeiten miteinander zu messen. Dies war kein Training mehr sondere ein ausgewachsener Kampf um zu testen wie gut der Gegner war.
Tyler parierte einen schnellen Handkantenschlag zur Schläfe und Konterte aus der Bewegung heraus sofort mit einem Handgelenkhebel der seinen Gegner dazu zwang in eine Rolle überzugehen wenn er das Handgelenk behalten wollte.
Tyler der sofort seinem Gegner nachsetzte als dieser abrollte hatte jedoch keinen Grund zur Freude, denn noch aus der Rolle heraus wurde sein Gegner aktiv und fegte Tyler mit einer Beinsichel von den Füßen, der nachfolgenden Hacke die auf Tylers Solarplexus zielte konnte dieser nur knapp entgehen indem er sich zur Seite rollte.
Beide Kontrahenten wichen langsam zurück und rappelten sich vom Boden auf, der „Alte“ musste Grinsen als er Tylers angespannten Blick bemerkte. Wenige Herzschläge später sprang Tyler auf seinen Gegner zu und versuchte ihn mit einem gedrehten Tritt aus dem Sprung zu Boden zu strecken, jedoch neigte der „Alte“ seinen Körper ein Stückchen nach hinten und Tylers tritt verfehlte ihn nur um Millimeter. Nun jedoch war der „Alte“ in einer perfekten Position um einen Gegenangriff zu starten, und dies tat er auch. Schnell packte er den gerade landenden Tyler versetzte ihm einen Tritt in die Kniekehle und schlang seinen Rechten Arm in einem Hebelgriff um Tylers Hals.
Aus dieser Art von Genickhebel und Würgegriff war kein entkommen mehr möglich, vor allem nicht wenn man mit einem Knie bereits auf dem Boden war, so signalisierte Tyler durch abklopfen seine Niederlage.
Der Ausbilder ließ ihn los und nickte ihm zu, Tyler im Gegenzug verneigte sich tief vor dem Mann der ihn geschlagen hatte.
„Nicht schlecht Junge, gar nicht schlecht,“ fing der Ausbilder an und streckte Tyler die Hand hin „nennen sie mich Martin , ist es doch besser als der Alte oder?“
Tyler war mehr als nur perplex über diese Wendung und brauchte einen kurzen Moment um zu reagieren, dann ergriff er die dargebotene Hand. „Ähh danke Sir! Dies kommt gerade sehr überraschend ich weiss nicht was ich sagen soll.“
„Wie wäre es einfach mit Ok und sie kommen nach dem Unterricht in die Unikneipe?“ Nahm ihm Martin das weitere Gestammel ab und grinste entwaffnend.
„OK, ähh Sir“, jetzt musste auch Tyler grinsen als er merkte wie komisch die Situation war.

Damit endete die Trainingsstunde an diesem Tag, nach dem Duschen in den Unkleidekabinen kam Sam zu Tyler und sprudelte los: „Ty, weist du was das bedeutet? Ich meine dass dir der „Alte“ seinen Namen genannt hat, und vor allem die Einladung heute Abend?“
„Nein Sam ich habe keine Ahnung, weißt du mehr als ich?“ Tyler runzelte die Stirn, er hatte nicht so viel zu tun mit den höheren Semestern wie Sam.
„Ganz einfach Tyler, du wirst entweder gefragt werden wo du so kämpfen gelernt hast, und wenn du ihm gefällst wir er versuchen dich für die Füchse zu rekrutieren.“
„Die Füchse?“ Tyler verstand gar nichts mehr in diesem Moment „Wer oder was sind die Füchse Sam? Und spiel hier nicht den Geheimnistuer oder ich kürze dir deinen Anteil an den Einnahmen.“
Sam musterte Tyler eindringlich und wusste nicht was er davon halten sollte, als er wieder Sprach begann er leise und vorsichtig. „Also Tyler ich weiss ja dass Hope weitab vom Schuss liegt aber ich dachte nicht dass du so ein Landei bist. Moment bevor du mich killst warte einen Moment ich sage dir ja schon was du wissen willst. Mit den Füchsen meine ich die Einheit die tollwütigen Füchse auch al MI5 bekannt. Dies ist eine Abteilung des Geheimdienstes, eine der berühmteren möchte ich sagen. Alle Mitglieder, so erzählt man,
sind Spezialisten im Nahkampf, gelernte Bombenleger und oft auch Mechkrieger.
Laut einigen Leuten aus den höheren Semestern ist der ALTE einer der Ausbilder für die Abteilung der Füchse hier auf New Avalon. Viele Leute hier in der Akademie wollen in die Einheit rein und DU hast so gut wie eine Freikarte dahin bekommen.“ Sam sah Tyler eindringlich an um zu sehen o dieser alles gehört hatte und vor allem die Tragweite seiner Worte verstanden hatte.
Tyler sagte einige Minuten gar nichts, er dachte angestrengt nach, konnte er eventuell ein Angebot des MI5 annehmen ohne seinem Oyabun untreu zu werden? Sicher er würde mehr über die Davies lernen aber wenn es auch nur halb so war wie im Kombinat musste er einige Eide schwören, und an einen Eid musste man sich unbedingt halten.
„Nun mal sehn Sam was da auf mich zukommt, ich lasse mich besser einfach mal überraschen.“

Den folgenden Unterricht bekam Tyler nur am Rande mit in Gedanken war er bereits bei dem Treffen mit Martin am Abend, auch das was Sam erzählt hatte ging ihm durch den Kopf.
Die Stunden schleppten sich hin bis es endlich soweit war Tyler betrat die Kneipe der Akademie und sah sich nach Martin um. Als er ihn erblickte ging er direkt zu dessen Tisch.
Nun bemerkte auch Martin ihn, „Mister Hatamoto, setzen sie sich doch und bestellen sich einen Drink, auf meine Kosten versteht sich.“
„Danke Sir, sie haben sich meinen Namen aber schnell eingeprägt.“ , antwortete Tyler als er sich setzte.
„Natürlich merke ich mir Namen interessanter Leute sofort, also kommen wir gleich mal zu den wichtigen Themen, auch wenn ihr Asiaten gerne lange drum herum redet, das ist einfach nicht meine Art.
Erstens Mister Hatamoto woher kommen sie wirklich? Für jemanden mit ihrem Lebenslauf, der sicher sehr professionell erstellt wurde, können sie zu gut kämpfen, und ihr Verhalten passt nicht zu einer Waise aus einer mittelständischen Familie wie es dort steht.
Und zweites für wen arbeiten sie bzw. was sollte mich davon abhalten sie nicht sofort der Verwaltung zu melden?“ Martin blickte Tyler eindringlich an.
Dieser war mehr als nur perplex, sein Lebenslauf war zwar geschönt aber dies von echten Profis, wie konnte diese Mann so schnell alles analysieren sich den Lebenslauf beschaffen, der schließlich zu den vertraulichen Daten gehörte zu denen nicht jeder Ausbilder Zugang hatte, und dann auch noch so locker darüber reden als würde er etwas über das Wetter erzählen.
„Sir ich weiss nicht was sie meinen,“ begann Tyler „wenn sie jedoch davon ausgehen dass ich eine Gefahr für die Sicherheit der Akademie bin oder für einen Feind arbeite dann melden sie mich eben.“ Tyler blickte seinen Ausbilder direkt an und scheute den Augenkontakt auch nicht.
„Tyler bitte behandeln sie mich nicht wie einen Trottel denn ich behandele sie ja auch nicht so oder? Also kommen sie schon, wenn ich sie als Gefahr sehen würde dann säßen wir nicht zusammen hier.“ Martin erwiederte den Blick von Tyler und es war deutlich dass er auf eine Antwort wartete.
„Ok Sir, wenn sie darauf bestehen. Also als erstes dieser Lebenslauf ist nicht ganz erfunden sondern nur etwas geschönt. Mein Name die meiner Eltern und Großeltern stimmen, jedoch wuchs ich nicht bei ihnen in der Familie auf sondern, dank der Invasion Davions auf dem Planeten, als Vollwaise auf der Straße, da lernt man eben einige Leute kennen, lernt sich durchzusetzen und auch gewisse Tricks. Und nach dem Tode des Asiatenfeindlichen Gouverneurs trat ich der Miliz bei, den Rest können sie meiner Akte entnehmen.
Und wenn ich für jemanden arbeite dann höchstens für mich denn etwas anderes habe ich bisher nicht gelernt.“
Martin musterte Tyler mehrere Minuten lang nachdem dieser geendet hatte.
„Aha, das erklärt sicher die geschönten Passagen in ihren Lebenslauf. Ich denke ich kann mich mit dieser Antwort zufrieden geben. Aber kommen wir zum eigentlichen Grund dieses Treffens. Sie haben sicher gehört dass ich auch noch andere Leute hier an der Akademie ausbilde. Also Mister Hatamoto, würden sie gerne noch einen Schritt weiter gehen?“ Martin blickte Tyler an, der unruhig auf seinem Stuhl saß.
„Sir ich habe einige Gerüchte gehört aber ich habe keine definitiven Informationen was sie genau noch so alles machen, was müsste ich tun und ganz ehrlich welchen Vorteil hätte ich davon wenn ich neben meinem Mechkrieger etwas weiteres lerne?“ Tyler hatte beschlossen lieber den auf seinen Vorteil bedachten Jungen von der Straße zu spielen.
Martin seufzte „OK ein fairer Einwand nicht alle unsere Mitarbeiter sind so tiefgreifende Patrioten wie wir es gerne hätten. Also wir fragen sie ganz einfach ob sie ein Fuchs werden wollen. Einer von denen die sowohl eine Ausbildung zum Mechkrieger haben werden wie auch die Ausbildung zum Feldagenten. Die Vorteile in ihrer Person sind offensichtlich, erstens sie kommen von der Straße das bedeutet dass sie bereits wissen wie man sich durchschlägt, Kontakte herstellt und gegebenenfalls untertaucht.
Zweitens sie sehen asiatisch aus, beherrschen diese Sprache , kommen von einem Planeten mit Kombinatskultur und ich möchte wetten dass sie auch den Draconischen Slang verstehen.
Dies sind Punkte die sie als Kandidaten für einen Einsatz im draconischen Raum geradezu ideal machen.
Und nun zu dem was für sie herausspringt Mister Hatamoto, erstens ein deutlich höherer Sold als bei den normalen Truppen, zweitens bekommen sie nach 3 Einsätzen einen persönlichen Mech, den sie auch behalten können egal ob sie bei uns blieben oder aus dem Dienst austreten und wieder nur normalen Dienst schieben. Vielleicht sollte ich anmerken, dass die Leute vom NAIS oft Mechs erhalten die das neuste vom neuesten auf dem Markt sind und auch Aufgaben von Testpiloten übernehmen können. Ich brauche keine sofortige Entscheidung von ihnen denken sie darüber nach und geben mir einfach noch irgendwann diesen Monat bescheid.“
Den Rest des Abends redeten Tyler und Martin über nebensächliche Dinge, wie die allgemeine Ausbildung, Familien und das Leben allgemein.
Als die Mensa zumachte ging Tyler auf sein Zimmer und legte sich auf das Bett.
Wie sollte er ein so verlockendes Angebot ausschlagen und gleichzeitig seinem Oyabun treu bleiben? Er wollte zu den Füchsen denn so konnte er am meisten lernen, einen eigenen Mech erbeuten und doch in seiner Heimat arbeiten.
Tyler beschloss am nächsten Tag zu den hiesigen Yaks zu gehen und den dortigen alten Mann zu befragen was er tun sollte.

Merten
10.05.2004, 21:18
New Avalon
15.01.3047

Mühsam quälte Tyler sich aus den Federn, er hatte deutlich zu viel heute Nacht nachgedacht und dabei zu wenig geschlafen. Ein Blick auf die Uhr sagte ihm dass er noch ganze 7 Minuten hatte bi seine Vorlesung in angewandter Mechtaktik losging. Schnell streifte Tyler sich seine Kleidung über schnappte sich einen der Koffeinriegel, die er immer zum lernen nahm, vom Tisch und beeilte sich zum Vorlesungssaal zu kommen.
Vor der Tür prallte er auch noch mit dem Uni Streber zusammen, Joshua Balboa.
„Mann pass doch auf“, entfuhr es Joshua. „Ach unser Streber wieder mal. Pass doch selber auf. Sag mal warum steckst du noch nicht drin du bist doch sonst auch immer der erste im Raum?“, Tyler war definitiv nicht in der Stimmung mit Mister allwissend zu reden aber er konnte sich ein paar spitze Kommentare nicht verkneifen.
Joshua blickte Tyler an, der deutlich den Eindruck machte dass er definitiv nicht in der Laune war über Schuld oder Unschuld zu reden., dann zuckte er die Schultern und erwiederte „Ich hatte was vergessen, nebenbei Mechtrainig heute 15 Uhr, ich brauche noch einen Partner.“
Tyler stutzte kurz, „Hmm, ok gegeneinander oder wir zwei gegen jemand anderen?“ „Wir beide gegen Walker und Jones“, kam die prompte Antwort von Joshua. „Geritzt!“, Tyler musste grinsen und stahl sich schnell in den Saal.

Nach einem leichten Mittagsimbiss trottete Tyler zu den Simulator- Kapseln, gespannt darauf was Walker und Jones ins Feld führen würden.
Kaum in die Kapsel eingestiegen und alle Routineaufgaben ausgeführt kam dm die erste positive Überraschung für Tyler, er hatte von den Übungsleitern einen Enforcer zugewiesen bekommen, einen Mech den er seitdem er ihn das erstem steuern durfte sehr lieb gewonnen hatte. Der Mech bestach durch eine hohe Beweglichkeit, gute Panzerung und eine geradezu beängstigende Schlagkraft. Joshua hatte einen Warhammer zugewiesen bekommen, einen Mech den Tyler gar nicht mochte.
Tylers Freude wurde etwas gedämpft als er die Daten seiner Gegner sah, ein Thunderbolt und ein Stalker traten ihnen entgegen, harte und sehr schlagkräftige Maschinen.
„Ich liebe unsere Ausbilder Josh!“ gab Tyler mit einem ironischen Gesichtsaudruck per Funk durch. „Ich kann dich verstehen, alleine das was die beiden da an Langstreckenraketen haben kann uns den Tag vermiesen“, kam Joshua´s Stimme über den Kommkanal.
Das bewaldete Gebeit in dem der Kamps stattfinden sollte sorgte dafür dass Tylers Mech eindeutig den gegnerischen Maschinen ebenbürtig wurde, denn dank seiner Sprungdüsen konnte er sich freier und schneller bewegen.
„Na dann wollen wir mal oder?“ Tyler gab sich über Funk optimistischer als er es in Wahrheit war. Der Stalker alleine konnte mit beiden Mechs den Boden aufwischen.
Beide Teams waren noch ausserhalb der effektiven Reichweite ihrer Waffen.
„Josh ich versuche mich in den Rücken der beiden zu bewegen und da etwas auszurichten, bewege deinen Hammer doch mal in den Wald und bleib unter den Bäumen dann kann der Stalker nicht alle LRM auf und werfen bis wir zurückfeuern können.“ Gab Tyler schnell durch als er seinen Mech in Bewegung setzte und unter das Dichte Blätterdach des Simulatorgeländes verschwand. „OK“ kam die lakonische Antwort Joshuas über den Kanal.
Tyler studierte die taktische Karte, wie er es vermutet hatte bewegten sich die beiden Feindmechs Seite an Seite auf eine Hügelige Lichtung zu von der aus sie ihre Überlegenheit auf der Langstrecke voll ausnutzen konnten. Der Enforcer rannte mit maximaler Geschwindigkeit durch den Wald und Tyler hatte seine Mühe damit den Mech stabil zu halten und nicht mit Bäumen zu kollidieren jedoch verkürzte er die Entfernung zu seinen Gegnern drastisch.
Joshua dagegen rückte langsam vor mit dem Hammer und versuchte die Gegner so abzulenken dass sie den Enforcer nicht wirklich beachteten.

Wie gehofft beschleunigten die beiden Gegner ihre Mechs um den Hügel so schnell wie möglich zu erreichen, um ein perfektes Schussfeld auf den Warhammer zu haben.
Tyler war derweil bereits neben den Feindmaschinen und hatte sein Radar auf Passiv geschaltet um nicht entdeckt zu werden. 200 Meter weiter brachte Tyler den Mech zu stehen und schaltete Sein Radar wieder auf aktive Ortung um endlich in das Kamfgeschehen einzugreifen.
Joshua stand am Fuße des Hügels und lieferte sich mit dem Stalker einen tödlichen Schlagabtausch, der Stalker feuerte seine LSR und Laser und der Warhammer erwiederte mit allen Waffen die bereits in Reichweite waren. Der erste Feuerwechsel ging an den Hammer denn beide PPK´s schlugen in den Torso des Stalker ein und kochten Panzerung von der Hervorstehenden Nase des Mechs, die beiden Laser zogen eine Schmelzspur über das rechte Bein und die KSR schlugen im Linken ein. Nur 10 Raketen Trafen den Warhammer verteil af den Torso und die Arme, ein deutlicher Sieg nach Punkten für den Hammer. Das Duell wurde jedoch jäh durch den nun eingreifenden Thuhnderbolt unterbrochen der einen deutlich besseren Start erwischte. Der Schwere Sunglow Laser bohrte sich tief in die Panzerung am rechten bein des Hammer, die 15 Nachfolgenden Langstreckenraketen detonierten verteilt auf dem Torso des Mechs und ein Heller Lichtblitz zeugte vom Ende eines der Mittelschweren Laser des Warhammer.

„Uhh Oh Ziet mal einzugreifen“, dachte Tyler bei sich une betätigte die Sprungdüsen seines Mechs um in den Rücken des Thunderbolt zu gelangen. Noch im Flug feuerte er seinen Schweren Laser auf den Rücken des Mechs ab, der sein Ziel jedoch verfehlte. Kaum auf den Boden aufgekommen zog Tyler das Fadenkreuz über den Rücken des Gegners und betätigte den Auslöser der Autokannone in dem Moment als das Fadenkreuz golden aufblinkte.
Ein Strom von Urangranaten löste sich aus dem Lauf der Waffe und fand sein Ziel direkt im Rücken des Thunderbolt, fraß siich durch die dünne Panzerschicht und verwüstete die intere Struktur des Mechs. „Mist nichts kritisch getroffen!“, murmelt Tyler zu sich als er das Scadensdiagramm des Thunderbolt sieht.
Sein Gegner jedoch der nun bemerkt hatte dass er jemanden im Rücken hat dreht seinen Mech herum und richtet alle Waffen auf den Enforcer aus, in Tylers Ohren dröhnt die Warnung des Computers der eine feindliche Zielerfassung seines Mechs meldet.
Noch bevo der Enforcer sich in Sicherheit bringen kann feuert der Thunderbolt seine drei mittelschweren Laser ab gefolgt vomm schweren Laser und der KSR Lafette.
Alle drei mittleren Laser schlagen direkt auf der Brust des Enforcer ein und zerkochen einen Großteil der vorhandenen Panzerung. Der schwere Laser verwüstet den linken Mecharm, die KSR verfehlen ihr Ziel.

Derweil hat es Joshua geschafft eine der LSR Lafetten des Stalker zu vernichten jedoch hat der Warhammer mittlerweile beide mittleren Laser und seine KSR Lafette eingebüßt. „Ty, sieh zu dass du wegkommst mein Hammer geht gleich hoch so heiss ist er und ich weiss nicht ob ich die nächste Salve überstehe, ich habe nur noch Spucke als Panzerung!“, kommt Joshuas Stimme keuchend über die Funkverbindung.
„Leichter gesagt als getan.“, erwiedert Tyler, „Einen sollten wir mitnehmen von den beiden!“ Mit diesen Worten erhebt sich der Enforcer auf seinen Sprungdüsen und versucht wieder in den Rücken des Thunderbolt zu kommen, jedoch hat diesmal sein Gegner aufgepasst und dreht den Mech schnell genug herum um wieder Front zu fron zu stehen. „Verdammt! Diesmal gehe ich drauf“, Tyler überlegt fieerhaft was er noch tun kann um wenigstens noch so viel schaden wie Möglich anzurichten bevor sein Mech Geschichte ist. Ruhig zielt er mit beiden Waffen auf den Kopf des Thunderbolt, als sein Fadenkreuz golden Aufblinkt drückt er alle Feuerknöpfe nieder, aus dem Augenwinkel sieht er wie Joshuas Warhammer in einer gigantischen Explosion vergeht als der Stalker die eingelagerte KSR Munition des Warhammer trifft und diesen dadurch vernichtet.
Tyler sieht nicht mehr ob seine Salven den Kopf seines Gegners treffen und ob er diesen zerstört mit einem Schlag aus allen Waffen stürzt sich der Thunderbolt auf den 15 Tonnen leichteren Mech, Tylers Bildschirme werden Schwarz und der Computer meldet die vollkommene Vernichtung des Mechs durch einen Reaktortreffer der die eingelagerte Munition zur Explosion gebracht hat.
„Verdammt noch mal!“ Brüllt Tyler in der Simulatorkapsel und tritt wütend eine der Konsolen.
Nach dreissig Sekunden öffnet sich die Kapsel und kühle frische Luft dring in die Kapsel, draussen stehen bereits Joshua und die beiden zufrieden Grinsenden Gegner, neben ihnen der Ausbilder.
„Nun meine Herren, eine interessante Sache dieses Gefecht die leider zeigt dass Intelligenz und mut leider nicht immer den Gewichtsvorteil eines Gegners ausgleichen können.“ Eröffnet Ausbilder Smith die kleine Nachbesprechung. „Wie soll ich das auffassen Sir?“, näselt Walker „wollen sie damit behaupten wir hätten unseren Job falsch gemacht?“
„Walker gerade von ihnen habe ich es erwartet das sie dies Fragen. Mann sie haben zwar den Enforcer abgeschossen jedoch hatte nach der Simulation ihr Thunderbolt nur noch Schrottwert! Nicht nur dass er sich nach der letzten Salve stillgelegt hat nein sie haben einen Kopftreffer von einer Autokannone abbekommen, den sie wohl auf dem echten Schlachtfeld nicht überlebt hätten, der Schwere Laser des Enforcer hat ihnen auch noch die KSR Lafette Ausgebrannt, von dem offenen Rücken mal ganz zu schweigen! Es ist schon peinlich wie sie einen der schlagkräftigsten Mechs verheizt haben!“ Smith´s Laune war in diesem Bezug nur mit extrem gereitzt zu beschreiben. „Und nun zu ihnen Jones, sie haben sich zwar deutlich besser gehalten als ihr Teamkamerad aber sie sollten mal überlegen wozu ihr Mech gebaut wurde. Ein Stalker steht weiter hinten für den Nahkampf haben wir ihnen den Thunderbolt mitgegeben! Hätten sie nach hinten gedeckt und nur die LSR benutzt anstelle ihres Übereifers einen Abschuss haben zu wollen wäre der Enforcer nie in der Rücken des Thunderbolt gelangt und sie hätten den Hammer ohne Gegenwehr vernichten können und dann den schnellen Mech jagen gehen. Sie hatten mehr Feuerkraft, die bessere Position und haben durch Glück gewonnen! Nichtsdestotroz sie haben gewonnen Gratuliere.“


Dann drehte Smith sich zu Tyler und Joshua um „So und nun zu ihnen beiden meine Herren. Punkt eins: Was in aller Welt soll ein Sturmangriff auf zwei Mechs Mister Balboa? Ja ein Warhammer ist stabil, ja er hat auch Feuerkraft und NEIN sie sind nicht Justin Allard! Wenn ich dass noch mal sehe von ihnen schicke ich sie direkt zurück in die Grundvorlesungen über Gefechtstaktik, egal ob sie nun Klassenbester sind oder nicht. Haben wir uns verstanden?“
„JA SIR,“ erwiederte Joshua mit zerknirschter Miene, Tyler konnte jedoch hören wie Joshua ganz leise murmelte „und trotzdem hätte es fast geklappt“
„So nun zu ihnen Mister Hatamoto, innovativ jedoch nutzlos. Wenn sie nicht ihre persönliche Rivalität gegen Mister Walker hätten wären sie wohl nicht auch den Thunderbolt losgegangen sondern auf den schon angeschlagenen Stalker, sie haben es deutlich versaut! Sie alleine hätten das Blatt wenden können aber es gehörig vermasselt. Und wir haben hier an der Akademie keinen Platz für Einzelgänger, also entweder lernen sie sich zu ändern oder sie fliegen wohl hier raus. Aber ich muss sagen sie haben anscheinend ein Talent für Autokanonen das werde ich beobachten! Ansonsten frage ich auch sie haben sie mich verstanden?“
„Ja Sir ich werde daran arbeiten,“ erwiederte Tyler mehr als nur beschämt, dies traf ihn deutlich, er hatte Giri über Ninjo vergessen, er hatte seine Pflicht aufgrund seiner Persönlichen Gefühle vergessen dies würde ihm nie mehr passieren schwor er sich!.
„Gut. Weggetreten!“ Smith erwiederte den Salut der vier Rekruten und blickte ihnen nach als sie den Simraum verliessen.

Später an diesem Tag prüfte Tyler den Sitz seine Kimonos, er hatte einen Termin beim Weisen der hiesigen Yakuza, die Kleidung saß korrekt, Tyler griff sich schnell die Tasche in der er das Geschenk für den weisen hatte und machte sich auf den Weg.
Angekommen bei der Behausung des Weisen stellte Tyler sich vor und folgte dem Yakuzu zum Raum des alten Mannes.
Tyler trat ein und verbeugte sich tief vor dem alten Japaner der in der Mitte des Rasumes kniete. Seine Verbeugung wurde mit einem Kopfnicken ewiedert und der Alte Mann deutete auf einen kleinen Platz vor ihm.
Tyler kniete sich vor den Weisen verbeugte sich en weiteres mal und übergab ihm das Geschenk.
„Tyler-san ihr habt gute Manieren, dies ist selten für einen Mischling. Was ist euer Anligen dass es eine Besprechung mit mir erfordert mein junger Freund?“ Der Alte blickte Tyler an und wartete auf die Antwort.
„Oyabun-sama ich habe ein Problem. Mir wurde angeboten dem MI6 beizutreten und ich weiss nicht was ich tun soll, denn durch meine Eide bin ich an die Klauen gebunden, jedoch muss ich auch im Dienste der Füchse Eide der Treue schwören. Ich bin in einem inneren Konflikt und erbitte euren Rat was ich tun soll.“ Tyler verbeugte sich erneut.

„Tyler-san, ihr ehrt euren Oyabun mehr als ihr euch denken könnt. Er ist sicher sehr stolz dass Ihr es schafft in den inneren Kreis der Füchse zu gelangen, ihr habt Eide der Treue eurer neuen Familie geschworen das stimmt, jedoch ist es auch sein wille gewesen dass du hier lerst und wenn dies bedeutet dass du dich mit weiteren Eiden binden musst so musst du dies tun. Du darfst nur nie vergessen wer du bist und wenn die Familieruft musst du folgen ohne zu zögern auch wenn dies bedeutet einige Eide zu brechen, deine persönliche Ehre ist geringer als die deines Clans. Und nun gehe zu den Füchsen und lerne von ihnen, denn auch wenn du es nicht wahrhaben willst du bist ein halber Fuchs und wirst es immer sein.“ Der Alte machte eine Handbewegung und signalisierte damit Tyler dass er entlassen war und die Audienz als beendet betrachtet werden konnte. Tyler verbeugte sich ein letztes mal und trottete zurück in die Kaserne, gerade die letzten Sätze des Alten hatten etwas in ihm zum klingen gebracht, nur ein Mischling mit Manieren, ein halber Fuchs, er wollte kein Fuchs sein er gehörte zu den Klauen des Drachen und zu nichts anderem.
In seinem Zimmer angekommen warf sich Tyler auf sein Bett und fing an nachzudenken. Kurz bevor der Wecker klingelte hatte Tyler sich entschieden dass er nach der Vorlesung und dem Trainig ein Gespräch mit Martin haben sollte, er würde dem Rat des alten folgen und wenn es ihn seine Ehre kosten würde eines Tages.

Die Vorlesung war mehr als nur langweilig Tyler schlief trotzt mehrerer Koffeinriegel mehrmals ein und musste von seinen Kommilitonen geweckt werden.
Dann kam das Nahkampftraining dran eigentlich eine von Tylers Paradedisziplinen jedoch war er heute nicht wirklich in der Lage sich überzeugend zu halten und so kam es dass er die meisten Trainigskämpfe verlor.

Nach dem Duschen machte Tyler sich auf die Suche nach Martin, diesen fand er inderMensa der Akademie am Tisch mit Joshua was Tyler nicht schlecht verwunderte.

„Ah Tyler,“ begann Martin der Tyler als erster erblickte „ich freue mich sie zu sehen. Sie kennen sicher Joshua oder?“
„Ja den kenne ich durchaus, aber Hallo erst einmal.“ Tyler setzte sich ungefragt auf einen der freien Stühle.
„Tyler bist du etwa auch hier wegen eines weiteren lukrativeren Jobs?“ Joshua war in Tylers Augen immer etwas offenherzig und naiv gewesen.
„Ja, Josh aber du solltest lernen dass man nicht jedem von so einem Job erzählt. Das ist nicht so als ob man 100 Punkte in einem Test erreicht!“ Tyler wandte sich an Martin „Ich denke ich werde mitmachen .“

Dann sagte Martin „Tyler ich denke ich kann bei Mister Campell ein gutes Wort für sie einlegen und damit sicherstellen dass sie zu mir kommen.“ Dann blickte er Joshua an, „ Mister Balnboa melden sie sic morgen bei Col. Campell er wird sie betreeuen ich habe bereits zu viele Schüler. Viel Efolg!“
Joshua nickte Martin und Tyler zu stand auf und marschierte davon.
„So nun zu ihnen Tyler, sie werden direkt mir unterstellt sein, und oft werden sie sich wünschen dass sie nie zu uns gekommen wären oder so verrückt waren unser Angebot anzunehmen! Also fangen wir langsam an, sofort nach dem Unterricht kommen sie morgen in die Halle 2 dort werden sie mit meinen anderen Rekruten erst einmal lernen wie man ohne Mech kämpft, tötet und sich dann aus dem Staub macht. Verstanden?“
„Ja Sir! Ich werde da sein.“
Tyler stand auf und ging auf seinQuartier, „Komisch Joshuai st auch bei den verrückten die sich für Geld zum Killer machen lassen.“ Dachte Tyler nach „Vielleicht habe ich den kleinen Streber doch unterschätzt, ich dachte er hängt immer nur über den Büchern und würde seine Gegner mit seinem Geschwafel umbringen oder vertreiben.“
Tyler dachte noch etwas über den Tag nach und fiel dann in einen traumlosen Schlaf.

Merten
12.05.2004, 15:40
New Avalon
16.01.3047
An diesem tag konnte Tyler es kaum erwarten dass der Unterricht zu Ende ging, ungeduldig wartete er darauf dass er endlich in die Sporthalle konnte um an seinem neuen Training teilnehmen zu können. Als es endlich 16 Uhr war schnappte Tyler sich seine Sachen und machte sich auf zur Halle 2 in froher Erwartung.
Den ersten Schock bekam Tyler gleich beim eintreten, mindestens50 Rekruten standen hier versammelt und warteten auf den Ausbilder, „Verdammt wie konnte ich auch nur denken dass es nur eine Handvoll wäre.“ Murmelte Tyler leise.
Beim genaueren umsehen entdeckte Tyler zu seinem Unmut auch noch Walker unter den anderen Rekruten die sich für den MI6 qualifiziert hatten, „Na das wird ja immer besser:“

Als die Menge ruhiger wurde wusste Tyler dass der oder die Ausbilder eintrafen und er konzentrierte sich darauf zu sehen wer denn die Ausbilder sein würden.
Tyler sah Martin und zu seiner weiteren Überraschung O´Donnel sowie einen weiteren Ausbilder den er bisher nicht kannte.
„Guten Tag meine Herren,“ eröffnete Martin das Gespräch „die meisten werden mich ja bereits kennen, zu meiner linken ist Mister O`Donnel er wird sie in Handfeuerwaffen und Gewehren ausbilden und zu meiner rechten hier haben wir Mister Johnson, er ist für die Bereiche der normalen Geheimdienstarbeit wie Tarnidentitäten und ähnliches verantwortlich.“
Martin musterte die Rekruten eingehend „Sie sollten sic im klaren sein dass von den hier anwesenden 45 Leuten nur ein drittel aufgenommen werden wird, also meine Herren strengen sie sich an, und lassen sie uns keine Zeit mit reden verschwenden sondern beginnen!“

Schnell teilten die drei Ausbilder die vor ihnen stehenden Rekruten in drei Gruppen auf und wiesen sie an wohin sie gehen sollten. Tyler hatte das Glück bei Martin zu bleiben, somit stand heute Waffenloser Kampf auf dem Programm, etwas dass Tyler sehr viel Spaß bereitete denn dies war auch eines seiner Hobbys.
Als Tyler am ende des Tages in seinem Zimmer lag spürte er jeden Muskel und Knochen in seinem Körper, auch die von denen er nicht ahnte dass er sie überhaupt besaß. Jedoch war er zufrieden, er hatte sich gut gehalten und hatte ein gutes Gefühl dass er später zu den wenigen gehören würde die es schaffen würden.



Die nächsten Wochen vergingen für Tyler wie im Fluge, lange saß er Abends in seinem Zimmer und studierte neben den normalen Bereichen des Mechkriegers, Chiffrieren, Infiltration, übte mit Kollegen wie Joshua und neuen Freunden Waffenlosen Kampf, lernte rudimentär andere Sprachen und lies sich in Schusswaffen ausbilden.

Nach zwei Monaten kristallisierte sich bei Tyler ein Talent für den Waffenlosen Nahkampf und eine wahre Begabung für Gewehre heraus, die nun von den Ausbildern verstärkt trainiert wurde.
Tyler wunderte sich nicht, dass Walker mehr den Stabsoffizier im Geheimdienst lernte denn seine Ergebnisse für einen Feldagenten waren nicht wirklich gut, eher miserabel wenn man ehrlich war.






New Avalon
12.09.3048


Heute war es soweit! Tyler würde mit den anderen wie Sam, Joshua, Walker und vielen mehr sein Patent als Mechkrieger und seinen Abschluss überreicht bekommen.
Die nun folgende Feier würde sicher etwas Besonderes werden, jedoch nicht zu vergleichen mit der Feier vor einer Woche als Tyler und einige wenige ihr bestehen der Prüfung bei den Füchsen feierten.
In Tylers Zimmer saßen Joshua, mit dem sich Tyler während der Geheimdienstausbildung angefreundet hatte, und Sam und amüsierten sich darüber wie Tyler versuchte seine Ausgehuniform auf Vordermann zu bringen.
„Ty wenn du nicht irgendwann das Bügeleisen bewegst wirst du sicher der einzige von uns mit einem großen Loch im Jackett sein!“, feixte Sam. „Ach was Sam er macht schon mal Platz für die ganzen Orden die er erwartet“, Joshua musste grinsen als er Tylers grantigen Blick auffing.
„Pah und so was nennt sich Freunde, “ Tyler musste auch schmunzeln „erst darf ich euch durch Fremdsprachen durchboxen und euch noch beibringen wie ihr euch nicht selbst K.O. schlagt und dann bekommt man solche Tipps.“

„Na komm wer hat dir denn erst richtig englisch beigebracht mein Freund von der fernen Welt, man könnte fast sagen du seist ein Hinterwälder“, Sam blickte vollkommen unschuldig in die Runde.
Dieses kleine Geplänkel diente nur dazu um die etwas gedrückte Stimmung zu heben, denn sie alle hatten bereits ihre Marschbefehle erhalten und wussten dass dies der letzte gemeinsame Abend werden würde, Sam hatte es geschafft zu den Davion Heavy Guards zu kommen, Joshua sagte nur dass er einen Job hätte und Tyler ging es genauso, er sollte eine kleine Aufgabe in der Mark Draconis erledigen.
„Und Jungs wann werden wir uns wieder sehen ?“, Tyler musterte seine beiden Freunde und dachte daran dass es durchaus sein konnte dass einer bei ihrem nächsten Treffen tot sein könnte.
„Na alle 2 Jahre auf dem Nachtreffen, oder eben auf dem Friedhof“, Sam zuckte mit denn Schultern als er lapidar sagte was alle befürchteten.
„Ich für meinen Teil bevorzuge das Nachtreffen“, meldete sich nun Joshua zu Wort „da kann man wenigsten Farbenfroh angezogen sein.“ Dieser letzte Satz lockerte die Stimmung der drei Freunde wieder etwas auf. Tyler beendete seine letzten Vorbereitungen und war nun wie die anderen in der Ausgehuniform, gemeinsam verließen sie das Zimmer um an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Nach der Übergabe der Abschlusszeugnisse begann das Fest und die bisher sehr förmliche Stimmung wandelte sich zu einer sehr ausgelassenen. Tyler saß auf einer kleinen Steinbrüstung am Rande des Geschehens und trank langsam ein Timbiqui Dunkel als Joshua zu ihm kam. „Hey so alleine hier? Warum feierst du nicht mit?“ Joshua setzte sich neben Tyler und blickte diesen an. „Weißt du Josh, ich glaube ich werde den Haufen hier vermissen, und irgendwo befürchte ich dass ich kaum noch einen lebend wieder sehen werde.“

„Whoa mach mal halblang, an so einem Tag solche Gedanken mein Freund? Komm schnapp dir deine Frau und lass uns Feiern, wo ist Sandy eigentlich? Ihr wat doch das letzte Jahr unzertrennlich.“ Joshua hatte bereits eine Befürchtung hoffte jedoch dass sie sich als falsch herausstellen würde. Langsam wandte Tyler seinen Kopf zu Joshua, „Ich habe gestern Schluss gemacht mit ihr. Es hat keinen Sinn. Da wo ich hingehen muss kann sie nicht mitkommen und ich könnte ihr nie alles erzählen. Auch wenn ich tiefe Gefühle für sie habe ich kann es nicht verantworten dass sie entweder nur eine Leichentuch bekommt oder ich sie immer anlügen muss. Es ist besser so denke ich, sie wird damit zurechtkommen, aber wo ist denn deine kleine Freundin ich habe Maria heute gar nicht gesehen.“ Tyler ließ den Kopf sinken damit Joshua nicht die Tränen in seinen Augen sehen konnte, denn Sandy hatte Tyler fast alles bedeutet, sie hatte immer dafür gesorgt dass er weitermachte wenn er keine Lust mehr hatte und alles schmeißen wollte.
Joshua seufzte tief, „ Sie ist heute Morgen gestartet, das Landungsschiff konnte nicht bis heute Abend warten, du weißt ja dass sie eine Stelle bei den Lyranern bekommen hat und weit zu fliegen hat. Ich hoffe ich höre etwas von ihr wenn ich von meinem Auftrag zurückkomme.“ Joshua zuckte mit den Schultern „Hey dafür habe wir es besser als Sam der hat seine Frau auch noch in der selben Lanze, kannst du dir dass vorstellen? SAM räum dein Cockpit auf, Sam putz deinen Mech und so weiter.“
Bei Joshuas Witz mussten beide laut loslachen als sie sich vorstellten wie Sam mit einem überdimensionierten Staubwedel seinen alten und verbeulten Thunderbolt putzte.
Dann erhob sich Tyler und streckte Joshua die Hand hin „So ich muss auch los mein Lander startet heute Nacht noch! Mach es gut und pass auf dich auf ich habe nicht wirklich viele Leute die ich Freund nenne.“ Joshua ergriff Tylers Hand und nickte nur.

Merten
12.05.2004, 22:25
Planet Unbekannt
Mark Draconis
02.12.3048

Schwer atmend robbte Tyler durch den Kanal das Sturmgewehr vor sich.
Was als einfacher Austausch von Daten ablaufen sollte hatte sich zu einem Debakel aller erster Güte entwickelt, der befehlende Offizier hatte befohlen den Draconischen Agenten nach der Übergabe zu eliminieren, leider hatte er die Rechnung ohne die weiteren beobachtenden Feldagenten gemacht die sofort nach der Eliminierung das Feuer auf Tylers Gruppe eröffnet hatte.
Tyler war einer der wenigen die es noch rechtzeitig in Deckung geschafft hatte, leider so sah Tyler es, auch der Typ der die Exekution des Dracs befohlen hatte.
Plötzlich hörte Tyler Geräusche im Kanal vor sich und wurde damit jäh aus seinen Gedanken gerissen.
Schnell presste er sich an die Wand und zielte in Richtung der sich nun nährenden Geräusche.
Auch wenn es Tyler widerstrebte Draconier zu töten tat er dass was er gelernt hatte als der erste in den Bereich seines Fadenkreuzes lief, langsam zog er den Abzug durch und ein er spürte den Rückstoß der Waffe.
Der erste Posten hörte nur ein Ploppen als das Schallgedämpfte Sturmgewehr seien Kugel ausstieß, er kam nicht mehr dazu sich zu wundern denn nicht mal eine Sekunde später schlug die Kugel in seinen Brustkorb ein durchdrang die Kleidung und zerfetzte seine Lungen und das Herz, ein Schwall voll Blut schoss aus seinem Mund als er nach hinten kippte und reglos auf dem Boden liegen blieb.
Seine Kameraden waren nicht vorbereitet gewesen und so reagierten sie etwas langsamer als es gut für sie war, denn so traf die zweite Kugel aus Tylers Waffe einen weiteren Posten und tötete diesen.
Die beiden andern Posten hatten sich nun endlich gefangen und ihre Halbautomatischen Schrotflinten spieen Feuer und Tod durch den Abwasserkanal.
Tyler hatte nicht abgewartet bis die beiden verbleibenden Gegner das Feuer eröffneten, noch als die zweite Kugel den Lauf verließ warf er sich nach vorne in das stinkende Abwasser und tauchte so tief er konnte ab, gedämpft nahm er die Salven der Schrotflinten wahr.
Beide Gegner feuerten das Komplette 8 Schuss Magazin Ihrer Waffen leer, gerade als sie Nachluden tauchte Tyler schnell auf und gab einen langen Feuerstoß aus seinem Gewehr ab in die Richtung in der er seine Gegner vermutete. Seine Aktion wurde mit zwei Schreine belohnt die anzeigten dass er seine Gegner getroffen hatte, jedoch wollte er sich nicht darauf verlassen dass er sie getötet hatte und tauchte wieder nach vorne ab wobei er versuchte sich weiter unter Wasser voranzubewegen um näher an sine Ziele zu kommen.
Es folgten keine weiteren Salven über ihm aber Tyler tauchte nur kurz auf um Luft zu holen bis er zwei am Boden liegende Körper wahrnehmen konnte die in ca. fünf Metern Entfernung lagen.
Lautlos nährte Tyler sich den Körpern und stellte fest dass sie beide tot waren, eil Klicken warnte ihn noch bevor er den Mündungsblitz einer Autopistole sah.
Instinktiv hatte Tyler sich nach hinten geworfen als er das Klicken vernahm, jedoch war dies bereits zu spät, er spürte einen stechenden Schmerz an seiner linken Seite als die Kugel in seinen Körper eindrang.
Tyler konnte nichts tun als daliegen und nach Atmen ringen er spürte die feuchte Wärme sich ausbreitenden Blutes und dachte dass des das Ende sein würde.
Dumpf vernahm er näher kommende Schritte und dann sah er seinen Gegner, der mit vorgehaltener Waffe auf ihn zukam.
Es war niemand anderes als der Befehlshaber seiner Truppe!
„Weißt du ich habe O´Donnell versprochen dass du nicht von diesem Einsatz zurückkehrst, und wenn die schlampigen Dracs dass schon nicht schaffen dann muss ich eben selber Hand anlegen damit es so ist.“ Langsam hob der Truppführer seine Waffe.
„Warum?“ war alles was Tyler flüstern konnte.
„Warum?“ Tylers Gegenüber lachte und schüttelte den Kopf „glaubst du etwa die Füchse wüssten nicht das dein Lebenslauf frisiert ist? O´ Donnell will nicht dass du ihm in die Quere kommst bei seinen Wünschen. Vielleicht irrt er sich, aber das ist ihm das Risiko wert, und wir können es als Verlust im Feld deklarieren, eine bessere Gelegenheit werden wir kaum haben als hier und jetzt.“ Wieder richtete sich die Waffe auf Tylers Kopf.
Tyler der wusste dass ihm der Tod bevorstand dachte fieberhaft nach, er hatte keine Chance an seine Waffe zu kommen und er lag auf dem Kalten Stein neben dem Abwasser, in einer letzten Verzweiflungstat warf er sich nach rechts in das stinkende Abwasser.
Der brennende Schmerz als der Schmutz mit seiner Wunde in Berührung kam aktivierte Tylers letzte Kraftreserven, die für seinen Kopf bestimmte Kugel verfehlte ihn nur um Millimeter.
Verzweifelt schwamm Tyler weg von der Stelle der geplanten Hinrichtung, gefolgt von den Salven des Truppführers.
Als Tyler das Gefühl hatte seine Lungen würden bersten tauchte er auf, und blickte sich um, nirgends war eine Spur seines Gegners zu sehen. Erschöpft kroch Tyler aus dem Wasser und betrachtete in dem Dämmerlicht des Kanals seine Wunden.
Er hatte an der Linken Seite eine Kugel abbekommen, Tyler vermutete dass sie noch in einer seiner Rippen steckte, zu seiner Überraschung stellte er fest dass er auch am rechten Oberschenkel getroffen worden war, wahrscheinlich bei seiner Flucht.
Schnell machte Tyler sich daran die Wunden notdürftig zu verbinden um die Blutungen zu stillen und begann sich langsam auf einen der Kanaldeckel zu zubewegen er musste so schnell wie möglich ein Krankenhaus finden um seine Wunden fachmännisch versorgen zu lassen.

Nach Stunden wie es Tyler vorkam krabbelte er an die Oberfläche auf eine Straße, zu seinem Glück konnte der ihm entgegenkommende Schweber gerade noch Bremsen bevor Tyler überrollt worden wäre.


Drei Stunden später saß Tyler in einem Taxi vor dem Hospital seine Wunden waren Fachmännisch versorgt worden und er war auf dem Weg zu seiner Wohnung auf dem Planeten. Angekommen am Hotel stieg Tyler aus und ging zu einer Visiphonzelle und wählte die Nummer des Raumhafens, „Guten Tag hier Mister Müller, ich wollte fragen ob mein Kollege Mister Swanson bereits eingecheckt hat, ja auf der Springender Löwe.“
Tyler wartete die Antwort ab dann legte er auf und betrat sein Hotelzimmer.
Er ging zielstrebig auf den Schrank zu und öffnete ein kleines Fach im Boden davor, dort hatte Tyler seine Notfallausrüstung verstaut. Schnell holte er einen Nadler, einen Pass und eine schwere Sternennacht Pistole hervor. Auch die Garotte und ein Tanto wanderten in den Trenchcoat den Tyler aus dem Schrank geholt hatte.
So ausgestattet begab er sich zum Hotel „Eiserne Faust“ und stellte sich in eine dunkle Nische und wartete.
Kaum eine Stunde später sah Tyler den Truppführer aus dem Hotel kommen der wie aus dem Lehrbuch erst in Richtung einer dunklen Nebenstrasse losging um in dieser zu verschwinden, wahrscheinlich hatte er dort bereits alles wichtige bereitgelegt.

Leise um keinen Laut zu erzeugen bewegte sich Tyler auf die Gasse zu und spähte um die Ecke, er sah sein Ziel mit dem Rücken zum Ausgang der Gasse über einen Seesack und einen Koffer gebeugt stehen. Vorsichtig zielte Tyler mit dem Nadler auf sein Opfer und zog den Abzug durch. Der Nadler verwandelte einen teil des als Munition dienenden Hartplastiks zu rasiermesserscharfen Nadeln die mit annährend Schallgeschwindigkeit auf das Ziel zuflogen.
Der Truppführer schrie auf als der Nadelschwarm seine Wade zerfetzte und der zu Boden kippte. Tyler betrat nun die Gasse und ging mit vorgehaltenem Nadler zu seinem Gegner.
„So und nun kannst du entscheiden ob du schnell und schmerzfrei sterben willst oder langsam und qualvoll. Du musst mir nur sagen wie viel ich wert bin und wo ich O´Donnell finden kann.“ Tyler blickte sein Opfer mit kalten Augen an. „Ich werde dir nichts sagen!“ spie ihm sein Gegenüber entgegen. Ohne ein weiteres Wort zog Tyler das Tanto und durchtrennte beide Bizepssehnen mit einem schnellen Schnitt dabei presste er sein Knie auf den Hals des anderen so dass dieser nicht laut schreien konnte. „Noch mal gebe ich dir keine Chance dein Leiden abzukürzen.“, knurrte Tyler Mit schmerzverzerrtem Gesicht blickte der Truppführer Tyler an „ich weiß wirklich nicht wo O´Donnell ist, er hat mir 15000 C Noten geboten wenn du sterben solltest. Ich schwöre Ich weiß wirklich nicht wo er ist.“ Tyler sah die Verzweiflung im Gesicht des anderen, „Ok ich glaube dir“; mit diesen Worten zog er seine Sternennacht und schoss dem Verräter zweimal in den Kopf, drehte sich um und verließ die Gasse.

Merten
16.05.2004, 23:47
New Avalon
03.03.3049

Tyler saß in dem kleinen Büro und Tippte seinen bericht über die Ereignisse auf dem Planeten.
Er hatte sich entschlossen den Vorfall mit der gesamten Truppe sowie den Tod des Truppführers den Dracs anzuhängen, es brauchte niemand wissen das O´Donnell seine Hände im Spiel hatte. Vor allem nicht seitdem O´Donnell befördert worden war, er leitete nun die Davionistisch-Lyranische Abteilung in der Loki und Der MI sehr eng zusammenarbeiteten und Aufgaben koordinierten.

Tyler schrieb die letzten Sätze und legte den Bericht zur Seite, dann stand er auf und verließ das Büro auf der Suche nach einer Bar wo er sich betrinken konnte.
Er hatte früher schon getötet, ja er war ja dazu ausgebildet worden nicht nur im Mech zu töten sondern auch Mann gegen Mann, jedoch quälten ihn Gewissensbisse seit dieser Mission. Hatte er richtig reagiert als er den Truppführer exekutierte Gab es keinen anderen Weg? War er schuld am Tode seiner Kameraden weil O´Donnell ihn tot sehen wollte?

Angekommen in der Kneipe bestellte sich Tyler eine Flasche Schnaps und setzte sich damit in eine dunkle Ecke der Bar, zog eine Schachtel Zigaretten heraus und zündete sich eine an.
Tyler bemerkte nicht dass Martin die Bar betrat und zu ihm kam.
„Darf ich mich setzen Tyler?“ fragte Martin als er am Tic angekommen war.
„Sicher alleine trinken macht keinen Spaßwollen sie auch einen Schnaps?“
Martin schüttelte den Kopf, „Nein danke ich bleibe bei meinem grünen Tee. Aber kommen wir zur Sache du weißt dass ich kein Mensch langer Worte bin. Was ist mit dir los? Seit du von der Mission gekommen bist kann man dich als fast depressiv ansehen, wo ist der Alte Tyler hin?“
Tyler sagte lange nichts zu Martin dann begann er zu sprechen „Die Mission hat mich verändert, und wenn ich alles so in meinen Bericht schreiben würde wie es wirklich war dann weiß ich nicht ob ich nicht vor ein Kriegsgericht kommen würde, denn wer glaubt schon einem kleinen Feldagenten? Es gab Komplikationen die von ganz oben befohlen waren. Dadurch entstand dieses Debakel und irgendwo fühle ich mich verantwortlich dafür.
Und das schlimmste ist dass ich keine Handhabe gegen den habe der dies zu verantworten hat, er ist nicht mal annährend in meiner Schlagweite dass ich ihm eine Lektion erteilen könnte.“ Tyler seufzte und nahm einen tiefen Zug aus der Flasche vor ihm.
„So schlimm Tyler? Was hast du angestellt? Und wen meins du der hier etwas verbockt hat? Campbell? Der ist zwar nicht innovativ aber ein guter Kommandeur seiner Leute. Was du mir hier erzählst bleibt unter uns beiden und wird diesen Raum nie verlassen darauf gebe ich Dir mein Wort bei meiner toten Frau!“ Martin streckte die Hand aus um einen Deal zu signalisieren.
Wieder vergingen Minuten bevor Tyler zögerlich die Hand Martins ergriff und anfing alles zu erzählen was Schiefgelaufen war, Martins Miene wurde immer ernster jedoch hörte er sich alles an ohne es zu werten oder gar Tyler Vorwürfe zu machen. Als Tyler fertig war sagte Martin lange nichts als er jedoch zu sprechen anfing war seine Stimme weich. „Tyler du hast in meinen Augen nichts falsche getan,,es war eine Krisensituation und du hast entsprechend reagiert, und du hast dir nichts vorzuwerfen was deinen Trupp betrifft, das haben andere entschieden. Und hör auf frustriert zu sein du hast immer noch die Chance eines Tages an den Kerl ranzukommen und ihm die Grüße deiner toten Kameraden zu überbringen. Ich kann nicht viel tun außer dir zu versichern dass du hier jemanden hast der dich versteht und dir so weit wie möglich helfen wird. Und nun solltest d dich ausschlafen morgen ist normaler Dienst angesagt und ich habe Läuten gehört dass du nen neuen Auftrag bekommen wirst.“
Tyler nickte und stand auf und machte sich auf den Rückweg zu seinem Zimmer.

Am nächsten Morgen trat er in das Büro von Colonel Campell.
„Ah Mister Hatamoto, schön sie zu sehen und Gratulation dass sie es geschafft haben zu überleben. Ich hätte einen Auftrag für sie auf teilweise Freiwilliger Basis. Sie können eine Langzeitmission annehmen die von der Dauer her zwei normalen Missionen wenn nicht mehr entspricht, Besoldung und Interne Bewertung A++ das bedeutet dass sie nach dieser Mission mit einem eigenen Mech und einem netten Taschengeld den Dienst in einer ruhigeren Abteilung beginnen können wenn sie wollen.“ Campell blickte Tyler an und fuhr fort, „Ich sollte ihnen jedoch nicht verschweigen dass es eine verdammt schwere Mission werden wird und einige unserer besten Feldagenten sind nicht zurückgekehrt von diesem Auftrag. Insofern stelle ich es ihnen frei die Mission anzunehmen oder abzulehnen.“
„Sir um was genau handelt es sich wenn ich fragen darf? Generell bin ich Mech als nur bereit eine Mission anzunehmen, “ Tyler lächelte sardonisch „es ist immer noch besser als im Simulator zu sitzen und nichts wirkliches zu tun.“
„Ok, es ist eigentlich ganz einfach. Sie sollen im Kombinat die Ohren spitzen und die Augen offen halten. Und nun zum schwierigen Teil der Mission, sie sollen versuchen als Informant für die ISA zu arbeiten besser noch wenn sie es schaffen in die ISA aufgenommen zu werden.
Wie gesagt ich sollte nicht verheimlichen, dass bereits einige Agenten aus der Mark Draconis nicht zurückkehrten von dieser Mission. Wie stehen sie zu der Situation? Die komplette Planung und Organisation überlasse ich ihnen wir mischen uns da nicht ein sondern wollen sehen was sie vorschlagen denn jedes Mal wenn es einen Plan von uns gab endete es n einem Desaster.“ Campell schlug mit der Hand auf den Tisch, „Verdammt! Wir müssen wissen was der Drache plant und wir haben zu wenige Informationen zurzeit, seit 3040 machen uns die Drachen zu schaffen.“
Tylers Gedanken überschlugen sich, er könnte in seine Heimat gehen, dort arbeiten und die Davies würden froh über jeden Brocken sein den er ihnen zuwarf. Aber wie sollte er in die ISA gelangen gerade als Yakuza?
Tyler entschloss sich erst einen Plan zu Recht zu legen wie er die Dracs infiltrieren konnte und dann den Auftrag anzunehmen. „Sir, ich würde mir gerne erst mal ein zwei Tage Gedanken machen ob ich einen Weg finde wie ich das anstellen könnte und dann weiß ich ob ich der Aufgabe gewachsen wäre. Ist das für sie vertretbar?“
Campell schaute Tyler verblüfft an „Aber sicher, ich werde auf ihre Entscheidung warten. Weggetreten.“
Tyler salutierte und ging in sein Zimmer um sich Gedanken zu machen wie er wohl den Auftrag bewerkstelligen konnte.


New Avalon
16.09.3048

„Bitte was wollen sie tun??“ Campell´s Ausruf hallte durch den Besprechungsraum.
Tyler blickte seinen Vorgesetzten gelassen an, „Sir ich sagte ich werde versuchen mich in die Yakuza des Planeten Hope einzuschleusen und on dort aus weiter in das DC vordringen. Als Flüchtling vor dem Feinde hat man bessere Chancen sich bestimmten Personen zu nähren, außerdem kann ich bereits auf Hope für bestimmte Papiere und einen anderen Lebenslauf sorgen der es mir erleichtern wird an die ISA heranzukommen.“
„Vorausgesetzt es gibt noch eine Zelle der Yakuza auf dem Planeten Tyler.“, warf Martin von seinem Stuhl aus ein.
„Glauben sie mir als ich wegging gab es die Yakuza dort noch, ich wüsste nicht warum sie nicht mehr dort sein sollten.“ Tyler musste innerlich grinsen, denn er hatte immer noch Kontakt mit seinen Freunden aus der Kindheit und der Yakuza ging es blendend auf Hope.
Martin blickte Campell an und meinte „Sie es so Roy auf diesen Weg ist bisher keiner gekommen, es könnte klappen. Und Tyler ist einer der echtesten Dracs die bei uns waren und gelernt haben.“
Campell sagte lange Zeit nichts und Tyler begann bereits zu befürchten dass er zu hoch gepokert hatte als dieser das Wort ergriff. „Sie sind sich im klaren dass es verdammt Risikoreich ist oder? Auf der anderen Seite gefällt mir die Idee dass sie sich komplett von unseren Leuten isolieren wollen und nur über HPG und ein Nummernkonto mit uns in Verbindung gebracht werden können, und keiner unserer Leute kann ihnen die Tour vermasseln denn sie werden niemanden sehen der die ISA misstrauisch machen kann.
Einen Versuch ist es wert, da gebe ich Martin mal Recht. Versuchen sie es, in zwei Wochen fliegen sie ab nach Hope!“


HopeIII
30.05.3049

Tyler schlenderte durch die Straßen Hopes und steuerte ein kleines Asiatisches Lokal an, in dem der Informant der Yakuza auf ihn warten sollte.
Drinnen sah Tyler gleich seinen Kontakt und setzte sich zu ihm an den Tisch.
Tylers Gegenüber ein junger Yakuza in einem schwarzen Anzug eröffnete das Gespräch sofort. „Tyler-san es ist mir eine Ehre sie kennen zu lernen. Was kann ich für sie tun? Ich habe noch nie einer lebenden Legende geholfen.“
Bei den letzten Worten hob Tyler eine Augenbraue. „Legende? Seit wann denn dies? Wo ist mein alter Freund den ich sonst treffe, ich bin es nicht gewohnt mit anderen zu reden.“
„Er hatte keine Zeit Tyler-san daher schickte er mich, seinen Sohn, Ich bin Shinjiro, und sie sind eine Legende denn sie sind der einzige der Klauen der es geschafft hat auf einer Akademie einen Abschluss zu erzielen.“
„So der einzige? Was ist denn mit Cheng ich dachte e wäre auch auf die Akademie gegangen.
Aber kommen wir zum Grund meines Anliegens Shinjiro. Ich brauche neue Papiere und eine etwas veränderte Identität, ich muss direkt in das Herz des Drachen am besten zur ISA, insofern benötige ich etwas absolut wasserdichtes! Bekommen unsere Leute das hin und wie viel soll es kosten.“ Tyler musterte sein Gegenüber genau.
Shinjiro war mehr als nur verblüfft und dies war ihm deutlich anzusehen. „Hm dies ist schwierig, aber zu schaffen, sagen wir drei Wochen und 50.000 C-Noten dann haben wir etwas dass passen sollte und die ISA sich nach ihnen die Finger leckt. Überweisen sie das Geld an dieses Konto und wir treffen uns in drei Wochen wieder hier.“ Shinjiro erhob sich verneigte sich leicht und verließ das Lokal, Tyler hingegen blieb noch eine Weile sitzen um jeden Verdacht zu zerstreunen.

Am nächsten morgen betrat Tyler die örtliche Comstar Station und schickte zwei Nachrichten ab. Als dies erledigt war besuchte Tyler das Grab von Opa Chen der leider während seiner Abwesenheit verstorben war, danach machte er sich auf die Suche nach einem passenden Raumschiff was ihn in Richtung Luthien bringen sollte.

Merten
17.05.2004, 22:53
Hope III
24.06.3049

„Hier ihre Unterlagen Tyler-san“ Shinjiro reichte Tyler einen Umschlag mit Dokumenten.
Tyler riss die Hülle auf und studierte die Unterlagen genau, als er fertig damit war blickte er Shinjiro an und meinte „Ich kann mich darauf verlassen dass de Unterlagen so in die Datenbanken des Drachen eingegeben wurden?“
Shinjiro nickte und erwiderte: „ja Tyler san, einige unserer Brüder im Kombinat haben dies erledigt das verspreche ich ihnen, ich selbst habe Kontakt mit den dortigen Klauen aufgenommen um mich zu vergewissern.“
„Gut,“ Tyler nickte „Ich würde es hassen auf einmal in der Falle zu sitzen. Ich danke ihnen Shinjiro und bestellen sie ihrem Vater einen Gruß von mir, leben sie wohl.“ Dann erhob Tyler sich um seine Sachen aus dem Hotel zu holen, und sich auf den Weg zum Raumhafen zu machen.




Luthien
18.10.3049

Tyler ging gerade die Rampe des Landers herunter als er eine Stimme hörte: „Hatamoto herkommen!“
Langsam drehte Tyler sich um und blickte in das Visier eines DEST Agenten begleitet von 15 Sicherheitsbeamten des Kombinates. Rund um den DEST Mann hatte sich ein Kreis mit mindestens zwanzig Metern Durchmesser gebildet in dem sich niemand befinden wollte.
Ohne viele weitere Worte wurde Tyler von den Sicherheitsleuten abgeführt und in einen Transporter gebracht, der DEST Agent setzte sich zu Tyler nach hinten und entließ die Sicherheitsbeamten. Dann gab er ein Signal um dem Fahrer zu zeigen dass er losfahren konnte.
Nach ca. fünf Minuten Fahrt nahm der Agent sein Visier ab und ein jungenhaft grinsender Cheng saß Tyler gegenüber. „Na alter Junge das hättest du nicht gedacht oder?“
„Cheng du alte Ratte dafür wirst du mir eines Tages büßen“; auch Tyler musste nun grinsen „ich dachte schon meine Nachricht hätte dich nicht erreicht und nun sitze ich hier in der Klemme. Komm schon erzähl mir Stiefbruder wie ist es dir ergangen? Was machst du derzeit?“
Cheng musste wieder lachen. „Als ob du jemals so stark wärst wie ich, kleiner Bruder. Es ist lange her dass wir uns das letzte Mal gesehen haben. Was ich mache? Schau mich an, die Klamotten hier bekommt man nicht einfach so, ich bin bei der DEST und dies aus freien Stücken, auch wenn es unserem Vater das Herz gebrochen hat ich will dem Drachen dienen so gut ich es kann. Aber sage mir was du hier willst das letzte was ich über einen Kontaktmann der Klauen erfahren habe ist dass du nach New Avalon gingst um dort Mechkrieger zu werden, ist da was Schiefgelaufen oder hast du dich nur verirrt? Touristen aus dem Davionraum sind sehr selten weißt du.“
Tyler holte tief Luft entweder war hier sofort das Ende seines Abenteuers erreicht oder er konnte mit Cheng reden. „Ok keine Geheimnisse, so wie früher. Cheng ich bin bei den Tollwütigen Füchsen!“ Tyler sah wie Cheng sich versteifte und fuhr fort „Bevor du fragst, nein ich habe meine Eide den Klauen gegenüber nicht gebrochen und werde es auch nicht tun! Ich soll hier einfach meine Augen und Ohren offen halten und die Davies darüber informieren was passiert. Ich brauche deine Hilfe, ich muss irgendwie in die ISA gelangen um meine Aufgabe zu erfüllen, und ich will den Davies keine besonderen Dinge berichten, nur allgemeines!“
„Du verlangst viel mein Bruder. Ich weiß nicht ob ich dir helfen soll oder nicht. Wie kannst du denn sicher sein dass du unseren Feinden keine Informationen gibst die sie Nutzen werden den Drachen zu vernichten?“ Cheng sah Tyler an und wartete auf dessen Erwiderung.
„Ich kann dir nur sagen dass ich ihnen keine weltbewegenden Daten liefern will, eher innenpolitische Sachen die sie jedoch nicht verwerten können denn was können sie machen wenn sie erfahren dass ein Planet mitten im Herzen des Drachen einen kleinen Aufstand probt? Nichts sie wissen es und fühlen sich toll aber einen besonderen Nutzen haben sie nicht davon oder? Du kennst mich seitdem dein Vater mich von der Straße geholt hat und müsstest wissen dass ich nicht besonders viel für die Davies übrig habe, auch wenn ich einige mittlerweile Freund nennen kann.“ Tyler streckte Cheng die Arme entgegen „Wenn du meinst ich bringe Schande über die Klauen oder über unsere Familie dann nimm dir so viele Finger wie du es für richtig hälst.“

„Ach lass dass Ty, “ Cheng winkte ab „ich wollte nur wissen wie du es dir vorstellst, und ich war eben geschockt dass du so voll aus der Reihe schlägst.“ Dann musste Cheng grinsen „Na ja ich ja auch nur eben in die andere Richtung eben. Ok ich werde dir helfen reinzukommen aber da wo ich dich im Auge behalten kann. Ich denke ich werde dich bei meinem Chef früh die DEST vorschlagen.“
Tyler traute seinen Ohren nicht wirklich. „DEST bist du irre? Ich kann doch nicht zur Elite kommen ohne erst lange dafür gedient zu haben, und ihr geltet als die härtesten.“
„Tyler werde erwachsen du glaubst doch nicht wirklich als würde dir jemand die Geschichte in deinen Papieren Glauben, Flüchtling Pah! Ich habe hier ein neues Dossier für dich, arbeite dich gut en bis morgen musst du wissen was du bisher geleistet hast und alles weitere. Wir treffen uns um 12 Uhr in der an dein Hotel grenzenden Bar. Ah der Wagen hält dies bedeutet dass wir bei deinem Hotel sind, also raus mit dir und bis morgen!“
Tyler stieg aus dem Wagen aus nahm seinen Seesack entgegen und ging auf sein Zimmer, sein Kopf fühlte sich an wie in Watte gepackt.
Nach einem schnellen Essen fing Tyler an die Unterlagen von Cheng zu studieren und alles in sich aufzusaugen was seine neue Identität betraf.

Merten
18.05.2004, 09:57
New Avalon
18.10.3049
„Meinen sie er hat gemerkt dass wir über ihn Bescheid wissen?“ Campell saß mit Martin in seinem Büro und besprachen die allmorgendlichen Aufgaben.
„Tyler?“ Martin zuckte mit den Schultern „Ich weiß es nicht, er hat immer noch ein sehr naives Bild von uns. Jedoch kann ich mir vorstellen dass er etwas ahnt. Aber sie wissen dass ich es nicht gut heiße ihn als Ablenkung einzusetzen, sie wissen was die ISA mit Leuten macht die sie für verdächtig hält.“
Campell verzog das Gesicht „Ja ich weiß, mir behagt es auch nicht, aber der Befehl kam von oben, O´Donnell will besonders schlau sein. Er schickt Tyler in die Höhle des Löwen um seinen Agenten zu schützen der als einfacher Arbeiter forschen soll. Wir können nur hoffen dass Tyler genug Kontakte bei der Yakuza hat, nach der langen Abwesenheit, die ihn schützen.“
Martins Kopf ruckte hoch aller O´Donnell´s Namen hörte und hoffte inständig dass Tyler es irgendwie schaffen würde lebend da raus zu kommen. Martin wog ab ob er Campell trauen konnte, beschloss dann jedoch das Wissen das er von Tyler erhalten hatte nicht weiterzugeben, dies war deutlich dünnes Eis auf dem er sich hier befand.
Martin verschob das Thema etwas um sich nicht zu verraten. „Haben sie etwas mehr herausgefunden über Tylers angeblichen Bruder? Oder ist der Überläufer an den Drogen gestorben?“ Martins Stimme war deutlich missbilligend, er hielt nicht viel davon Leuten die überlaufen wollten ein Psychoverhör angedeihen zu lassen.
„Nein er lebt noch, und befindet sich derzeit als Gast bei uns. Er wartet auf seine neuen Papiere. Und ja er hat uns noch einiges mitgeteilt was durchaus interessant war. Zum einen muss ich sagen dass wir zwar wussten das Tyler auf Hope II Teil der Yakuza war jedoch wussten wir nicht dass er der Adoptivsohn der rechten Hand des Oyabun war. Also hat er hohen Einfluss bei seiner Zelle. Und der Gag an der Geschichte ist, der leibliche Sohn des Herren ist zur ISA gegangen. Jetzt wissen wir auch wie Tyler sich da einschleusen will, er wird versuchen über seinen Bruder dort hinein zu gelangen, denn das Blut bei den Yakuza ist sehr stark.“ Dann blickte Campell Martin ernst an. „Sie wissen dass er eine Gefahr für uns ist oder? Er ist nicht nur ein kleiner Yak, sondern einer der „Adligen“. Wir können uns seiner Treue nicht sicher sein. Ich muss ihn meinen Vorgesetzten melden.“
Martin wusste genau was dies bedeutete, sobald O´Donnell dies herausfand würde er die Liquidation von Tyler befehlen. „Wie wäre es wenn wir erst einmal abwarten? Ich traue O´Donnell nicht, und auch die Informationen des Informanten könnten falsch sein. Und sie wissen das wir dann Steuergelder verschwenden wenn wir Tyler beseitigen lassen ohne uns sicher zu sein.“ Martin versuchte neutral zu reden, ohne sich anmerken zu lassen dass er Tyler mochte und deswegen ein gutes Wort für ihn einlegte.
„Martin ich mag ihn auch.“ Campell musste lächeln „Ok ich werde diese Details erst mal vergessen, zum einen weil ich nicht sicher bin ob ich es glauben soll und zum anderen aufgrund unserer Freundschaft.“
Die beiden besprachen noch das weitere Vorgehen für die Rekruten und den allgemeinen Tagesablauf der nächsten Wochen.

Merten
24.05.2004, 01:09
Luthien
19.10.3049

Tyler traf wie vereinbart in der Bar ein und erblickte sofort Cheng und einen kalt blickenden Asiaten neben ihm. Beide waren in schwarze Kleidung gehüllt die eine Mischung aus westlichem und asiatischen Schnitt war. Tyler ging zu den beiden und verbeugte sich tief vor ihnen.
„Ah Hatamoto ließ Cheng sich vernehmen, wie ich es ihnen Angeboten habe ich meinen Vorgesetzten Takakawe-san von ihnen erzählt, er will sich selbst ein Bild von ihnen machen und sie testen. Dann werden wir weiter sehen.“ Cheng trat in den Hintergrund denn nun begann sein Chef zu sprechen. „Hatamoto, sie haben Cheng öfters als freier Informant gedient, wem noch?“ In der Frage schwang eine deutliche Drohung mit, die Tyler auch nicht entging. „Nur den Dienern des Drachen Takakawe-sama. Ich würde mich nie dafür hergeben dem Drachen zu schaden, wenn sie dies denken exekutieren sie mich hier auf der Stelle!“ Stolz reckte Tyler dass Kinn nach vorne.
Der grimmige DESTler schien beeindruckt zu sein. „Gesprochen wie ein wahres Kind des Drachen, auch wenn sie auf einem anderen Planeten aufgewachsen sind, ihr Lebenslauf ist lückenlos also habe ich von dieser Seite nichts zu bemängeln, kommen sie morgen an diese Adresse und dann werden wir sehen ob sie sich für unsere Truppe eignen!“ Tyler dachte sich dass dem normalen Test sicher eine gewisse Überwachung folgen könnte.
Ohne ein weiteres Wort verließ der Alte Asiate das Lokal und verschwand in der Menge, Tyler richtete sich ebenso wie Cheng gerade wieder auf, als Cheng bereits anfing zu sprechen. „Tyler mir ist fast das Herz stehen geblieben, als d sagtest er solle dich auf der Stelle töten. Du weißt nicht wie er reagierte. Der Mann hat mehr Menschen getötet als du zählen kannst, das war mehr als nur Haarscharf.“
„Bleib locker Cheng, meiner Meinung nach hätte alles andere meinen Tod gebracht. Was steht mir morgen bevor?“ Tyler setzte sich bei den Worten an einen freien Tisch und bestellte einen grünen Tee.
„Das übliche, Dauerlauf, Waffentest, und ein kleines Simgefecht, da du ja als Mechkrieger ausgebildet worden bist laut deinem Lebenslauf. Aber halte dich zurück du darfst nicht so gut sein wie du es von der Akademie gewohnt bist denn das erregt Aufmerksamkeit und so wasserdicht ist deinen Identität noch nicht, wir haben noch nicht alle Daten frisieren können dazu benötigen wir noch mindestens vier Wochen, also halte dich zurück.“ Cheng blickte Tyler tief in die Augen und fuhr fort „Und bitte halte dich dran nach Vaters Tod bist du der einzige meiner Familie der mir noch bleibt und dies will ich nicht so schnell verlieren. Aber komm bloß nicht auf die Idee dass ich sentimental werden könnte.“
Tyler fühlte sich geehrt von Cheng´s Worten noch nie hatte sein Stiefbruder so offen mit ihm geredet. „Ich verspreche dir dass ich aufpassen werde, meinst du eine Leistung von 70% beim üben ist realistisch? Ach ja was ich beinahe vergessen habe, du weißt dass dich die Klauen als den Nachfolger des Oyabun sehen oder?“
Cheng wirkte geschockt „Was? Ich dachte sei hätten den Gedanken endlich aufgegeben seitdem ich bei der DEST bin. Ich will nicht der Oyabun werden vor allem nicht so wie sie es sich vorstellen.“
„Was du willst und was die Treue zum Clan angeht sind zwei Dinge oder? Ich wollte auch nicht bei den Davies lernen und habe es getan.“ Tyler blickte Cheng düster an.
„Klar die bekehrten sind immer die fanatischen“ sagte Cheng nur.
Danach redeten die beiden über ihre Zeit auf den Akademien die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Reiche, auch über die Heimat auf Hope wurde geredet.
Als Tyler abends in sein Zimmer kam legte er sich sofort hin, der nächste Tag würde über Erfolg oder Misserfolg seiner ganzen Mission entscheiden.

Am nächsten Morgen stand Tyler früh auf und meditierte noch eine Stunde bevor er sich auf den Weg zur angegebenen Adresse machte, dort angekommen wurde er eingelassen und fand ich zu seinem Erstaunen in einer großen Halle wieder in der ca. ein Dutzend Personen standen.
Tyler gesellte sich zu einer kleinen Gruppe und hörte erst einmal zu.
Lange konnte die Gruppe nicht reden denn Takakawe betrat den Raum, gekleidet in einen DEST Kampfanzug und mit einemmal herrschte Totenstille. „So alle hier versammelten Personen wollen beweisen dass sie würdig sind dem Drachen zu dienen. Die meisten von ihnen sind von anderen Mitgliedern der DEST empfohlen worden und sie alle haben eine lückenlose und makellose Vergangenheit. Nun wollen wir sehen ob sie auch die Körperlichen und geistigen Attribute besitzen zur Elite des Drachen zu gehören. Sie haben 10Minuten Zeit sich aufzuwärmen dann Beginnen wir mit den ersten Tests.“

Zehn Minuten Später stand Tyler in einen GI gekleidet in der Mitte eines Improvisierten Dojos. Ihm gegenüber stand eine 175cm große Asiatin die sich kurz als Kiara vorgestellt hatte. Am Rand des Ringes bemerkte Tyler die beiden anderen Frauen mit denen Kiara gekommen war, er hatte mitbekommen dass eine von ihnen Kyori und die andere Saori hieß jedoch hatte er bisher keine Gelegenheit gehabt sie näher kennen zu lernen.
Kiara jedoch bemerkte Tyler war bezaubernd schön in seinen Augen, kein Gramm Fett, wohlproportioniert und sie hatte Smaragdgrüne Augen die Tylers Blicke fesselten. Ihr Hüftlanges schwarzes Haar hatte sie mit mehreren Lederbändern zusammengebunden so dass es ihr nicht in die Augen hing.
Ein in weiß gekleideter Mann betrat den Ring und begann die Regeln zu erklären. „ Dies ist ein Test also sind Tödliche Schläge zu vermeiden, keine Schläge auf den Hals und keine Stöße auf die Kehle, ansonsten dürfen sie dies als reales Gefecht betrachten. Es geht los wenn ich wieder aus dem Ring bin und wenn ich Stopp sage haben sie Aufzuhören.“
Tyler und Kiara nickten und nahmen Kampfaltung an. Schnell musste Tyler sein Urteil über seine Gegnerin revidieren als er sah wie elegant sie in eine typische Kung Fu Haltung fiel und darauf lauerte dass es beginnen konnte.
Kaum hatte der Richter den Ring verlassen stürzte sich Kiara auf Tyler und versuchte diesen zu überrumpeln. Tyler wich dem Schlag aus und wollte gerade mit einem Schlag in den Magen kontern als er ihre Finte bemerkte, zu spät jedoch denn ihre Hacke traf seinen Oberschenkel mit voller Wucht. Tyler spürte den Schmerz und sackte zu Boden, er merkte bereits wie sich der Muskel verkrampfte und ihn so behinderte. Geistesgegenwärtig rollte er nach vorne ab in seinem Nacken spürte er den Luftzug eines vorbeisausenden Trittes, der den Kampf wohl sofort beendet hätte. Kaum war er wieder auf den Beinen als er Kiara bereits heranstürmen sah. „Na warte jetzt bin ich dran.“ Murmelte Tyler. Er tat einen schritt nach vorne und sein angeschlagenes Bein gab nach, Triumphierend lächelte Kiara, zu spät bemerkte sie dass dies nun Tylers Finte war. Schnell packte er den heransausenden Arm und mit einer eleganten Bewegung warf er Kiara über sich, jedoch anstelle loszulassen hielt Tyler den Arm weiter fest und zog seine Gegnerin in einem sehr engen Radius auf den Boden. Kiara schlug hart auf dem Boden auf und ein Knacken und ein kurzer Schrei zeigte an dass Tylers Aktion deutlichen Schaden angerichtet hatte.
Schnell trat Tyler zurück und wartete ab was seine Gegnerin nun vorhatte. Kiara rappelte sich vom Boden auf, ihr rechter Arm hing schlaff herab und der Winkel in dem der Arm stand deutete darauf hin dass Tyler ihr die Schulter ausgekugelt hatte.
Nun fingen beide an sich zu umkreisen, zum einen um zu neuen Kräften zu kommen und den Schmerz zu vergessen zum anderen war beiden klar dass es kein leichter Sieg werden würde.
Schlussendlich ergriff Tyler die Initiative und startete den Angriff, mit einer schnellen Folge von Hieben zwang er Kiara dazu ihre angeschlagene rechte Seite zu decken. Im richtigen Momentan tauchte Tyler unter einem Abwehrtritt hindurch und brachte Kiara zu fall. Womit er nicht gerechnet hatte war dass Kiara auch im fallen noch versuchte zu gewinnen, so kam es dass beide einander in einem Tödlichen Griff hatten. Tyler hatte seinen Arm um ihren Hals geschlungen in einem Tödlichen Genickhebel und Kiaras linke Hand befand sich mit steifen fingern direkt an seiner Halsschlagader. „STOP!“ Donnerte der Richter und betrat den Ring „Ich sagte doch dass sie sich nicht töten sollen also auseinander. Ihr beiden habt euch schon genug zugerichtet ab zum den Sanitätern die helfen euch, und nun mach Platz hier wollen sich noch andere beweisen.“

Am Rande des Rings humpelte Tyler zu einem der Sanitäter der ihm ein Mittel zu Muskelentspannung gab und einen Beutel Eis um den Oberschenkel zu kühlen. Aus dem Augenwinkel sah er wie Kiaras Schulter fachmännisch eingerenkt wurde und auch sie ein Medikament bekam, Tyler entschloss sich diese Frau anzusprechen die ihn so faszinierte.
Vorsichtig humpelte er zu ihr herüber, auf dem weg nahm er zwei Becher Tee mit die am Rande standen. „Ich muss mich entschuldigen wegen Ihrer Schulter. Ich wollte sie nicht so schwer verletzen, es hätte auch schlimmer kommen können.“ Begann Tyler.
„Ach was es war eine gute Finte und meine Schuld darauf hereinzufallen, ich wollte gewinnen und habe nicht aufgepasst.“ Sie lächelte verschmitzt „Aber beim nächsten mal werde ich es wissen dass sie ein Hinterlistiger Kerl sind. Ich heiße Kiara und sie?“
Tyler musste grinsen, nun das erste Eis war gebrochen. „Tyler, Tyler Hatamoto zu ihren Diensten, von Beruf hinterlistiger Kerl und Anwärter auf den Verein hier.“
Nun lachte Kiara, und es klang in Tylers Ohren wundervoll. „Touché, Tyler.“ Sie blickte zu ihren beiden Freundinnen die gerade herbeikamen. „Darf ich ihnen meine beiden besten Freundinnen vorstellen, Kyori und Saori Katsuo. Mädels das ist Tyler, von beruf hinterlistiger Anwärter auf unseren Posten.“ Die vier redeten zusammen bis es weiterging, nach dem Nahkampftest, wurden nun Dinge wie Umgang mit Schusswaffen und Gewehren getestet.
Hier stellte Tyler fest wie ähnlich er und Kiara waren, beide lagen nur wenige Punkte auseinander und hatten schon einen Guten Vorsprung auf die anderen Teilnehmer.
Als letztes kam eine Gefechtssimulation im Mech dran. Tyler erinnerte sich an die Worte von Cheng und ließ seinen Gegner gewinnen, jedoch machte er diesem die Hölle heiß so dass Tyler sicher war genug Punkte zu sammeln.
Am Ende des Tages betrat Takakawe wieder den Raum und stellet fest. „Sie alle haben bewiesen dass sie würdige Anwärter sind, wir werden nun auswerten welche 3 Personen wir haben wollen. Bitte gehen sie nun die drei richtigen werden wir kontaktieren.“

Tyler trottete zum Ausgang als er Kiara sah, sofort kam ihm eine Idee diese Frau näher kennen zu lernen. „Hey, ich habe immer noch Schuldgefühle wegen der Schulter. Was kann ich tun damit ich sie loswerde?“
Kiara musste lächeln. „Mal eine innovative Anmache, selten bei Männern. Sagen wir eine Einladung zum Essen Morgen 20:00 Uhr? Hier meine Adresse und wehe du kommst zu spät dann nehme ich mir nicht nur dein Bein vor!“ Kiara steckte Tyler einen Zettel in die Jackentasche und war mit ihren Freundinnen verschwunden bevor er antworten konnte.

In seinem Zimmer angekommen legte Tyler sich auf sein Bett und starrte bis tief in die Nacht die Decke an, jedes Mal wenn er die Augen schloss sah er Kiaras grüne Augen vor sich.

Um Punkt 20:00 Uhr am nächsten Abend stand Tyler vor der Wohnung von Kiara.
Nach dem klingeln öffnete Sie die Tür und Tyler stockte der Atem. Kiara war in ein dunkles Abendkleid gehüllt dass ihren Körper nur um so mehr betonte, ihre langen Harre trug sie nun offen und rahmten ihr Gesicht perfekt ein und fielen über den Rücken bis zu ihren Hüften.
Tyler war sprachlos.
Kiaras grüne Augen blitzen auf und sie lächelte „Na hat es da jemandem die Sprache verschlagen? Ich hoffe dir gefällt was du siehst.“
„Ähhm, öhh“ stotterte Tyler bevor er sich endlich gefangen hatte „entschuldige aber du siehst einfach nur umwerfend aus. In welches Restaurant darf ich dich ausführen, auch wenn keins gut genug für dich sein kann.“
„Oh wie charmant, lass uns doch in das Drachenherz in Imperial City gehen, das ist neu und soll nicht zu teuer sein, Jedenfalls wird man nicht mehr als ein Monatsgehalt da los.“ Kiara trat in den Flur und zog die Tür zu.

Schnell hatten die beiden sich ein Taxi gerufen und waren auf dem Weg ins Restaurant, schon auf dem Weg verstanden sich die beide blendend und Tyler merkte immer mehr wie er sich zu Kiara hingezogen fühlte.
Im Restaurant angekommen setzten sich die beiden an einen Tisch in einer kleinen dunklen Nische, und redeten bereits miteinander als würden sie sich ein leben lang kennen. Tyler erfuhr viel über Kiara. Sie stammte aus einer gutbürgerlichen Familie direkt von Luthien, ihr Vater war bis zu seinem Tode vor 2 Jahren bei der ISA in einer mittleren Entscheidungsebene gewesen. Kiaras Mutter war bei ihrer Geburt gestorben. Kiara war wie Tyler 20 Jahre alt und derzeit noch Single (Tyler entschied sich das zu ändern). Sie war seit 3 Jahren bei der ISA und hatte sich den harten Weg bis zur DEST Prüfung erarbeitet. Kiara war als Infanteristin ausgebildet und hatte sich dann langsam hochgearbeitet und als Mechkriegerin qualifiziert.
Tyler erzählte von sich und es tat ihm irgendwie weh dass r ihr nicht alles erzählen konnte so beließ er es dabei dass er als Waise von Freuden seiner Eltern aufgewachsen war, und sich über sie den Luxus der Mechausbildung leisten konnte. Wo er kämpfen gelernt hatte erklärte er damit dass sein Zeihvater Trainer in einem Dojo gewesen war.
Nach dem Essen, das Tylerbezahlte, standen beide auf. „Wollen wir noch im Imperial Park spazieren gehen Tyler?“ Kiara blickte Tyler kokett an, sie war eine junge Frau die genau wusste wie sie ihre Reize einsetzen konnte.
Tyler dem schon wieder heiß und kalt gleichzeitig wurde konnte nur nicken, in seinem inneren befürchtete er dass sie nur mit ihm spielen würde und alles wovon er träumte nur eine Seifenblase sein könnte.
Als beide langsam durch den Park schritten begann Kiara auf einmal „Weißt du dass ich mich in einer ziemlichen Zwickmühle befinde Ty?“ dabei blickte sie ihn mit leicht gesenkten Kopf an. „Warum in einer Zwickmühle? Habe ich etwas falsch gemacht der hast du ein dunkles Geheimnis das dir zu schaffen macht?“ Tyler war sich nicht sicher was Kiara ihm mitteilen wollte, gerade eben hatten sie über den Sternenhimmel gesprochen und dass Kiara noch nie im Weltraum gewesen war und nun dies.
„Weißt du Tyler ich wollte nicht mit dir ausgehen.“ Tylers Magen verkrampfte sich bei diesen Worten von Kiara „Ich habe es trotzdem getan, eigentlich nur meiner besten Freundin zuliebe, Kyori. Du hast gar nicht bemerkt wie sehr sie dich angehimmelt hat oder?“ Kiara schüttelte den Kopf. „Weißt du ich denke ich hatte Angst davor mich mit dir zu treffen, denn ich habe bei unserem Kampf bemerkt wie sehr wir uns ähneln. Vielleicht hatte ich Angst davor dass ich dich mögen könnte.“ Tyler wusste nicht mehr was er sagen sollte er fühlte sich als hätte er gerade von einem Mech einen Schlag in die Magengrube bekommen. „Kiara, ich. Was soll ich jetzt sagen? Du sieht mir genau an was ich denke, und du kannst aus mir lesen wie aus einem offenen Buch.“
„Ja Ty ich denke ich weiß was du denkst, und ich habe auch bemerkt dass du mich begehrst. Aber ich weiß nicht was ich machen soll. Ich bin mir nicht im klaren was mit mir passiert, auf der einen Seite habe ich dich kennen gelernt und dass was ich sehe und kenne zieht mich an, und doch denke ich an mein Versprechen zu Kyori ihr alles über dich zu sagen, und auszuloten was und wer du bist.“ Kiara seufzte tief, „bring mich heim, bitte.“
Schweigend fuhren beide mit dem Taxi zu Kiaras Adresse, als Kiara schon fast ausgestiegen war drehte sie sich um und drückte Tyler einen kurzen Kuss, auch wenn es ihm wie eine Ewigkeit vorkam, auf die Lippen, dann verschwand sie im Gebäude.
Die Nacht konnte Tyler nicht schlafen egal was er auch versuchte ihm gingen Kiaras Worte nicht aus dem Kopf und der Geschmack des Kusses auf seinen Lippen ließ ihm keine Ruhe.
Er begehrte diese Frau und wollte mit ihr zusammen sein wann immer er konnte.
Früh am Morgen ging Tyler joggen um seinen Kopf frei zu bekommen, auf halber Strecke hielt er kurz an einer Visiphonzelle an um Cheng anzurufen. „Tyler hier hast du heute was vor oder können wir uns treffen?“ fragte Tyler sofort. „Klar könne wir uns treffen Ty komm vorbei.“
Zwei Stunden später betrat Tyler Chengs Wohnung, eine kleine aber stilvoll eingerichtete Wohnung war es.
Tyler begrüßte Cheng und setzte sich hin.
„Was kann ich für dich tun Tyler, oder ist dass einfach ein Besuch um die Familienbande aufzufrischen?“
„Beides denke ich Cheng“, Tyler lächelte schief „zum einen wüsste ich gerne allgemein mehr über Luthien den Kontakt der Klauen zur Regierung. Und zum anderen muss ich dir gestehen dass ich es geschafft habe mich innerhalb von drei Tagen auf Luthien voll in Probleme zu bringen.“
Cheng musste grinsen, „Wie immer direkt ohne Ende. Wann wirst du dies denn endlich mal ablegen kleiner Bruder? Aber ok bevor du mich mit deinen Problemen überhäufst beantworte ich dir besser deine Frage. Die klauen haben sich weiter im Vertrauen den Gunji no Kanrei hochgearbeitet, er weiß das es uns gibt und er sich unserer Treue bewusst sein kann. Er hat soweit ich es weiß ist sogar einer unserer Leute in den engeren Kreis gewisser Berater aufgestiegen, deren Existenz der Kanrei natürlich nie zugeben würde. Ansonsten habe ich gestern eine Nachricht erhalten die besagt dass ich nun wohl oder übel demnächst die Aufgabe des REISENDEN übernehmen muss egal was ich will, na vielleicht gehe ich ja vorher noch drauf.“
Tyler nickte erst einmal „Freut mich dass du die Aufgabe so positiv siehst, verdammt Cheng du weißt genau dass dies eine Aufgabe ist nach der sich jeder in den Klauen die Finger lecken würde oder? Und du tust es wie eine Strafe ab.“
Cheng schüttelte den Kopf „Ty, ich weiß wie wichtig der Reisende ist, und ja auch ich habe jahrelang davon geträumt dass ich es eines Tages sein könnte. Doch das war bevor ich in den Dienst des Drachen getreten bin, ich will meine Erfüllung hier in vorderster Front erleben und nicht im Hintergrund indem ich Treffen arrangiere, und ab und zu jemanden aus dem Weg räume der den Klauen missfällt.“
„Ok ich kann dich verstehen jedoch beneide ich dich durchaus um deinen Posten, ich wünsche ich hätte ein so klares Leben wie du.“ Tyler senkte resignierend den Kopf und seine Stimme wurde leiser „Weißt du ich weiß ja nicht mal wem ich denn nun diene, den Klauen, den Davions, mir oder sonst wem. Das Schicksal schickt mich irgendwie immer in komische Situationen. Und nun kommt noch diese Frau dazu. Ich kann nicht schlafen denn jedes mal wenn ich die Augen zumache sehe ich ihr Gesicht, ihre Augen und habe das Gefühl dass ich sogar ihre Nähe rieche. Verdammt“ Tyler schlug frustriert mit der Faust auf den Boden „Warum muss denn alles immer so verdammt kompliziert sein? Nie geht etwas in meinem Leben mal glatt!“
Cheng beobachtete seinen Stiefbruder Mitfühlend. Langsam trat er zu Tyler und legte ihm den Arm um die Schultern um ihn zu trösten. Manchmal hatte Cheng das Gefühl dass Tyler einfach nur glücklich sein wollte und das gesamte Universum sich gegen ihn wandte um es ihm zu vermiesen.
Cheng und Tyler saßen an diesem Tag lange zusammen und redeten. Cheng gab sich viel Mühe damit Tyler aufzumuntern und ihm zu helfen.
Es war spät abends als Tyler wieder in sein Hotelzimmer kam, und auf sein Bett fiel, zwei weitere Stunden später schlief er mit Kiaras Gesicht vor dem inneren Auge endlich ein.

Merten
09.09.2004, 00:07
Luthien
25.10.3049

Tyler spazierte durch den Imperial Park, wie er es jeden Tag tat seitdem er Kiara das letzte Mal gesehen hatte. Lange verharrte er an der Stelle an der er das verhängnisvolle Gespräch mit ihr gehabt hatte.
Auch nach mehreren Tagen ging sie ihm nicht aus dem Kopf, dann meldete sich die DEST nicht bei ihm und er wurde langsam unruhig auch wenn er wusste dass es einige Zeit dauern konnte bis er Bescheid bekam. Tyler sinnierte über sein Leben seine Zukunft so dass er nicht bemerkte wie sich ihm jemand nährte erst als eine leise Frauenstimme neben ihm erklang bemerkte er wieder seine Umwelt. „ Darf ich mich setzen Tyler-san?“ Tyler blickte auf und erblickte Kyori neben sich. „Ja natürlich entschuldige dass ich dich nicht gesehen und bemerkt habe ich bin in Gedanken gewesen.“ Tyler vermied es Kiaras Namen zu nennen.
„Ich wollte mit dir reden. Über Kiara.“ Kyori hatte Mühe diese Worte zu sprechen und nestelte nervös an ihrer Jacke herum. „Ich weiß was sie dir gesagt hat also brauche ich mich nicht mehr verstecken. Aber ich weiß nicht was sie dir über ihre Gefühle gesagt hat, “ ein leisen schniefen deutete an wie schwer es Kyori wirklich fiel. „sie hat mit mir gesprochen jedenfalls vor 2 Tagen. Tyler auch wenn es mir schwer fällt sollte ich dir sagen dass du sie besser mal anrufen solltest.“ Ohne eine weitere Reaktion von Ihm abzuwarten stand Kyori schnell auf und rannte in den Park davon.
Schon wieder in wenigen Tagen hatte Tyler das Gefühl ins Bodenlose zu fallen und die Welt drehte sich um ihn herum.
Nachdem Tyler noch eine Weile auf der Bank gesessen hatte stand er langsam auf und ging zu einer Visiphonzelle, langsam tippe er Kiaras Nummer.
„Hallo?“ meldete sich Kiaras Stimme. „Hi Tyler hier, hast du Zeit ich würde gerne mit dir reden.“ Tyler versuchte seine Stimme gleichmütig zu halten.
„Tyler.“ Eine kurze Pause ließ Tyler schon wieder zweifeln ob es eine gute Idee gewesen war. „Ja ich habe zeit, heute Abend um 22 Uhr im Park?“
Tylers Herz machte einen Luftsprung „Ja ich werde da sein ich freue mich, bis dann.“

Tyler war bereits eine halbe Stunde früher im Park und überlegte sich was er zu Kiara sagen sollte. Er wusste immer noch nicht genau was und wie er das Gespräch beginnen sollte als er Kiara sah wie sie, gekleidet in Jeans und eine einfache Jacke, auf den Treffpunkt zuging.

Tyler ging ihr entgegen und versuchte das Gespräch neutral zu beginnen. „Hallo, ich hoffe es geht dir gut. Hast du bereits etwas über unseren Job gehört?“ Kiara lächelte Tyler warm an „Nein habe ich noch nicht wirklich, leider. Es tut gut dich zu sehen „ Mehr sagte sie nicht und presste Tyler ihre Lippen auf seinen Mund. Der Kuss dauerte zwar nur wenige Sekunden jedoch dachte Tyler dass er nie enden wollte. Auch nachdem Kiara wieder vor ihm stand und ihn anblickte fühlte Tyler sich noch so elektrisiert wie beim Kontakt ihrer Lippen. „Und bevor du jetzt etwas sagst Ty lass uns spazieren gehen ok? Lass uns diesen Moment genießen und sehen was passiert, ich will nicht reden.“ Tyler nickte nur legte seinen Arm um ihre Hüfte und beide gingen los in den Park spazieren.
Zwei Stunden später trennten sich die beiden wieder am Eingang des Parks, sie verabschiedeten sich mit einem langen Kuss voneinander. Auch wenn sie beide nicht gesprochen hatten als sie durch den Park gingen hatten beide dass Gefühl den anderen ewig zu kennen und beide wussten dass es noch nicht an der Zeit war zum anderen zu gehen.
So trennten sich ihre Wege am Eingang des Parks und beide gingen zu ihren Zimmern um alleine die Nacht zu verbringen.

In den nächsten Tagen trafen sich Tyler und Kiara immer öfters und länger, verbrachten fast den gesamten Tag miteinander, gingen aus und vergaßen die gesamte Welt um sich herum.
Cheng der dies beobachtete freute sich insgeheim für Tyler der anscheinend endlich das Gefunden hatte was er suchte.

An einem Abend saßen Tyler und Kiara in der Nähe eines Tempels etwas außerhalb von Imperial City und redeten.
Weißt du Kiara ich denke ich sollte doch endlich bei dir schlafen.“ Begann Tyler gerade. „Du meinst eher mit mir als bei mir.“ Unterbrach Kiara ihn mit einem grinsen und imitierte danach eine ihrer Meinung nach typische Lyranerin „aber ich bitte sich Schatz flötete sie „das gibt es erst nach der Hochzeit!“. Tyler blickte Kiara verdutzt an und dann brachen beide in schallendes Gelächter aus. „Weißt du Kiara“ sagte Tyler immer noch lachend „ich liebe dich!“ und dann Küsste er sie lange und ausgiebig.
Beide waren sehr vertieft in ihrer Verliebtheit so dass sie die 5 Gestalten die sich ihnen nährten fast zu spät bemerkten, ein leise Knacken ließ beide aufschrecken als eine der Gestalten auf einen verdorrten Ast trat.
Sofort sprangen Kiara und Tyler auf und blickten sich um sie waren umzingelt von 5 Männern alle zwischen 30 und 45. Die Kleidung der Typen deutet darauf hin dass sie Landstreicher und Obdachlose waren. „Na was haben wir denn hier;“ begann der größte von ihnen „ein nettes Pärchen dass uns sicher ihr Geld schenken will. Oder will die kleine uns anders bezahlen?“ Alle fünf lachten dreckig und grinsten Kiara anzüglich an.
„Schau mal Tyler Ratten die sprechen können.“ Spottete Kiara und ging in eine eindeutige Kampfstellung „komm hol dir doch was du willst du Schwein, vielleicht endest du als Frau.“
Tyler der vermutet hatte das Kiara so reagieren würde war bereits wie eine Stahlfeder gespannt.
„Du miese kleine Nutte wenn wir mit euch fertig sind wird man nicht mal etwas finden was man noch identifizieren kann!“ Brüllte der Anführer der fünf und stürzte sich mit seinen Freuden auf die beiden.
Tyler wich dem ersten seiner Gegner, einem kleinen drahtigem Kerl, aus und packte im ausweichen dessen handgelenk, ein schneller Hebelgriff und sein Gegner verlor das Gleichgewicht ohne nachzudenken brach Tyler ihm die Hand und trat im schnell zweimal auf den Kehlkopf. Ein Gurgeln und dass trommeln von Füßen auf dem Boden zeugte davon dass sein Gegner wohl nicht mehr in den Kampf eingreifen würde.
Kiara hatte dem ersten Kerl der auf sie zustürmte den Fuß in den Solarplexus getrieben und dann schnell mit der Handkante seine Schläfe getroffen, aus dem Augenwinkel sah Tyler wie der Typ gerade vor ihr zusammenbrach.
Lange konnte er dies jedoch nicht beobachten denn er musste einem Ast ausweichen den der verbleibende ihn angreifende Landstreicher schwang.
Dieser Gegner war deutlich agiler und wendiger als sein bedauernswerter Freund, Tyler hatte Mühe im Auszuweichen, und musste einige Treffer einstecken.
Als sein Gegenüber jedoch dachte das Tyler genug hatte und er triumphierend zu einem letzten Fatalen schlag ausholte begann Tyler zu handeln. Wie ein Pfeil schoss Tyler auf seinen Gegner zu, versetzt ihm einen schnellen Handkantenschlag auf das Ellenbogengelenk und trat als er neben ihm war mit voller wucht seitlich in das Knie seines Gegners. Ein lautes Knacken und ein Markerschütternder Schrei zeigten an dass Tyler auch diesen Gegner wohl ausgeschaltet hatte.
Schnell drehte Tyler ich um nur um zu sehen wie Kiara dem vierten der fünf zeigte dass man besser die Augen schützen sollte, ihr Gegner brach ebenso vor Schmerz heulend zusammen. Dann erblickte Tyler den Anführer der Gruppe wie er gerade bewaffnet mit einem Tanto auf Kiaras ungeschützten Rücken zupreschte. Ohne lange zu überlegen zog Tyler sein Messer dass er immer bei sich trug und warf es auf den Mann.
Das ausbalancierte Messer traf den Mann direkt in die Achselhöhle de bereits zum tödlichen Hieb erhobenen Armes, er schrie auf und ließ dass Tanto fallen. Kiara die bemerkt hatte dass sich ihr jemand nährte vollendete ihre Drehung und Schlug mit aller Gewalt ihre Fingerspitzen direkt in die Kehle des Angreifers. Dieser brach gurgelnd vor ihr zusammen um dort sein sterben zu beginnen.
„Tyler hinter dir Vorsicht!!“ Schrie Kiara.
Tyler schnellte herum sein zweites Messer in der Hand und rammte es dem Kerl mit dem gebrochenen Bein direkt in den Brustkorb, den heißen sich an seinem Oberschenkel bemerkte er kaum al dass versteckte Messer seines Gegners Tyler traf, erst die feuchte Wärme an seinem Bein ließ ihn herabblicken und die Wunde betrachten. „Mist der Kerl hat den Muskel erwischt.“ Tyler griff in seine Jackentasche und Holte ein Taschentuch heraus, verband seine Wunde mit dem Taschentuch und seinem Gürtel. Dann blickte er Kiara an die ihn mit geweiteten Augen ansah. „Tyler, was haben wir getan? Siehst du das hier sind drei Leichen und zwei Schwerverletzte.“ Kiara sackte zusammen und begann leise zu schluchzen.
Tyler blickte sie mitfühlend an er wusste dass sie noch keinen echten Einsatz erlebt hatte und auch noch nicht gezwungen gewesen war zu töten. „Ich weiß es Kiara, aber wenn wir nicht so reagiert hätten lägen nun wir hier!“ Tylers Stimme hatte einen harten Unterton der Kiara. den Kopf hochreißen ließ. „Geh bitte schon mal vor ich muss noch meine Messer holen, ich komme gleich nach!“ Tyler Stimme war nun kalt wie Eis, schnell rappelte sich Kiara auf und ging den kleinen Weg in Richtung des gemieteten Schwebers vor.
Als Tyler sich sicher war dass sie außer sichtweite war ging er schnell zu den Leichen und holte seine beiden Messer als er diese an sich genommen hatte schnitt er den beiden überlebenden die Kehlen durch. Tyler wusste genau wenn auch nur einer der beiden Überlebenden bei den freundlichen Beratern, einem Synonym für die Polizei, reden würde und auf offene Ohren stieß gefährdete es seine ganze Mission, dies konnte er nicht zulassen.

Zwanzig Meter entfernt auf einem alten Ast etwa fünf Meter über dem Boden spiegelte sich kurz der Mondschein auf dem rötlichen Visier das das Gesicht der Schwarzgekleideten Gestalt verbarg. Diese erhob sich und verschwand lautlos in der Nacht.

Tyler kam zum Schweber wo Kiara bereits auf ihn wartete „Du hast lange gebraucht.“ Anscheinend hatte sie sich gefangen ihre Stimmer zitterte zwar noch aber sie wirkte ruhiger „Kann noch einer von ihnen reden?“
Tyler schüttelte wortlos den Kopf und stieg ein.
Schweigend fuhren die beiden zu Kiaras Wohnung, dort angekommen öffnet Tyler Kiara die Tür und begleitete sie bis nach oben vor ihre Wohnungstür. Gerade als Tyler sich umdrehte um Kiara alleine zu lassen hörte er ihre Stimme ganz leise sagen. „Tyler… bitte bleib bei mir heute Nacht. Ich will nicht alleine sein.“

Am nächsten Morgen stand Tyler früh auf, Kiara lag noch neben ihm im Bett, ihr Körper zeichnete sich durch das dünne Bettlaken perfekt ab, und Tyler musste an die Nacht denken, er glaubte nicht dass er diese jemals vergessen würde.
Vorsichtig um sie nicht zu wecken stand er auf und Humpelte ins Bad um sich seinen Oberschenkel genauer anzusehen, zwar hatten er und Kiara ihn gestern mit mitteln der Hausapotheke versorgt jedoch war es ein tiefer Stich gewesen. Die Wunde schien jedoch gut zu verheilen, Tyler ging langsam wieder in das Wohnzimmer schnappte sich einen Stift und einen Zettel und schrieb Kiara eine kleine Notiz dass er etwas erledigen musste und mittags wieder da sei. Dann zog er sich schnell an und verlies lautlos die Wohnung. Er musste unbedingt Bericht erstatten und sehen ob es neue Anweisungen für ihn gab.

Tyler benutzte mehrere Verkehrsmittel um zu einem Bahnhof am Rande von Imperial City zu kommen. Schnell ging er zu einem Schließfach und gab den Sicherheitscode ein den nur er und sein Kontaktmann auf Luthien kannten. Tyler hatte sich für diese Methode entschieden da er über die Allgegenwart der ISA Bescheid wusste und kein Risiko eingehen wollte.
Tyler nahm den kleinen Zettel heraus und lass die wenigen Zeilen die auf ihm standen.
Es war nichts wichtiges ausser dass er sich melden sollte wie weit seine Aktion fortgeschritten war, und das er ab jetzt alle 2 Wochen ein Lebenszeichen von sich geben sollte.
Tyler kritzelte seine Fortschritte kurz auf den Zettel notierte sich wann er sich wieder melden sollte und verschwand wieder aus dem Bahnhof und kehrte zu Kiaras Wohnung zurück.
Kaum öffnete er die Tür hörte er Kiaras Stimme, „Na musstest du noch bei deiner Ehefrau vorbei?“ Tyler zog grinsend die Tür zu und sah Kiara in der Küche sitzen nur mit einem dünnen Seidenkimono bedeckt. Er trat zu ihr und küsste sie. „Nein es gibt nur eine Frau die ich heiraten würde und die sitzt vor mir.“ Erwiderte Tyler.
Kiara stockte der Atem mit so einer Antwort hatte sei nicht gerechnet.
Nachdem sie beide gemeinsam geduscht hatten zogen sie sich an und entschieden eines der Museen in Imperial City zu besuchen, denn beide interessierten sich für die Militärgeschichte des Kombinats.
Als die beiden später am Abend heimkamen kochte Kiara für sie und die beiden verbrachten einen wundervollen Abend zu zweit.

Da Kiara noch Urlaub hatte verbrachten die beiden die Tage und Nächte zusammen und bald entschied Kiara dass es wohl besser wäre wenn Tyler seine Sachen zu ihr brachte und nicht mehr immer ins Hotel fahren musste um sich umzuziehen.

So vergingen Tage und Wochen.

Merten
04.11.2004, 12:34
Luthien
18.12.3049
Kiara und Tyler saßen gerade am Tisch und frühstückten als Kiaras Visiphon klingelte.
„Hallo“ meldete sie sich und schaltete das Gerät so dass auch Tyler hören konnte was gesprochen wurde.
„Hier Takakawe, melden sie sich heute um 16:00 In unserem Büro, sie wissen ja wo es ist!
Ach ja sagen sie es auch Hatamoto, er müsste ja in ihrer Nähe sein.“
Bevor Kiara noch etwas sagen konnte legte der andere auf und Tyler lief es kalt den Rücken herab. Man hatte sie also beobachtet, er konnte nur hoffen daß es niemandem aufgefallen war wie oft er einen bestimmten Bahnhof ansteuerte.
„Knapp wie immer.“ Kommentierte Kiara gerade den Anruf. „Es schein so als hätten wir den Job mein Schatz!“
„Ja es sieht so aus,“ sagte Tyler „dann sollten wir besser noch unsere Freizeit genießen bevor wir zu arbeiten anfangen.“, nun grinste Tyler eindeutig anzüglich und nahm Kiara in den Arm .

Punkt 16:00 Uhr standen die beiden vor Takakawe und Cheng, neben Tyler stand ein weiterer Mann, ein Asiate von mittlerer Statur, gekleidet in einen schwarzen Anzug, Tyler konnte sich nur erinnern dass er sich als Takasuke vorgestellt hatte am Tage der Prüfung.

Takakawe blickte die drei jungen Leute vor sich an und begann zu sprechen. „Sie haben es geschafft. Aus allen Bewerbern erachten wir sie als die drei besten und würdigsten dem Drachen zu dienen. Ab hier verschreiben sie ihr leben und sich selbst für immer dem Dienste am Drachen. Der einzige Ausweg ist der Tod. Sie haben keine persönliche Ehre mehr nur die Ehre des Drachen ist entscheidend und nichts weiter.“ Takakawe betrachtete die drei um zu sehen ob sich eine Reaktion deuten ließ. Als die nicht der Fall war fuhr er fort „Gut dann kammen wir zu den wichtigen Dingen. Takasuke und Hatamoto kommen zuz Chengs Truppe und unterstehen seinem Befehl. Sie junge Frau kommen in meine Gruppe, ich werde nicht zulassen dass persönliche gefühle einen Einfluss auf Ihre Leistungen bei der DEST haben, besser trennt man sie von ihrem Partner so können sie keine Dummheiten machen.“
Cheng trat vor, „Hatamoto Takasuke kommen sie mit!“ Ohne eine Antwort abzuwarten schritt Cheng voran und verlies sich darauf dass die beiden Männer ihm folgten.


In Chengs Büro angekommen begann dieser zu reden „ Also meine Herren, erst die schlechte Nachricht, sie kommen alle nicht zur DEST!
Sie werden zwar in den nächsten 2 Jahren eine fast vollwertige DEST Ausbildung erhalten jedoch danach einer Spezialkompanie der Geisterregimenter angehören. Wir wollen eine engere Verbindugn zwischen den Geistern und uns herstellen.
Sie werden also mit uns trainieren, kämpfen und evtl. sterben aber sie werden nicht bei der DEST geführt sein und werden auch keinen Einblick in alle unsere Geheimnisse bekommen. Wem das nicht passt der kann sich hier und jetzt gerne entleiben.
Wegetreten, Hatamoto sie bleiben!"

AYls alle raus waren begann TCheng zu sprechen:
„Gratuliere Tyler du hast es sogar ohne mein gutes Wort geschafft. Anscheinend hat jemand deine Aktion am Tempel beeindruckt.“ Cheng lächelte Tyler an „Du hast nicht mal bemerkt das ihr beiden die ganze zeit beschattet wurdet oder? Du darfst nie vergessen dass dies nicht die VS sind, hier ist man immer unter Beobachtung lerne diese Lektion schnell sonst ist es zu spät.“
Tyler nickte ernst „Ja ich habe es gemerkt, heute. Kannst du mir einen Gefallen tun Cheng? Kannst du auf Kiara aufpassen wenn ich draufgehe, sie ist mir verdammt viel wert.“
Cheng musste lachen „Tyler bevor du draufgehst friert die Hölle zu. Aber ich verspreche dir dass ich auf sie aufpassen werde, aber nun hau ab aus dem Büro sonst denken die Leute wieder du bist mein Liebling.“
Tyler grinste salutierte Ironisch und trat in den Gang hinaus.

Am Abend saßen Tyler und Kiara am Esstisch. „Kiara, ich weiss das wir noch nicht lange zusammen sind, und wenn es das Schicksal will, auch nicht mehr lange sein werden aber ich kann nicht anders.“ Tyler sank auf ein Knie herab und blicket Kiara an „willst du meine Frau werden? Ich kann dir nicht viel bieten als mich und eventuell das Einkommen eines Destlers aber die kommt dann von ganzem Herzen.“
Kiara blicket Tyler mit feucht glänzenden Augen an „Tyler ich weiss nicht was ich sagen soll.“ Kiara schlang ihre Arme um Tyler „Ja denn ich will dich nicht wieder gehen lassen!“

Zwei Tage später heirateten Tyler und Kiara im kleinen Kreis, sogar Kyori war anwesend und gratulierte den beiden, wenn auch mit Tränen in den Augen.

Merten
31.12.2004, 21:43
Luthien
06.01.3050

Tyler überprüfte den Sitz seines DEST Anzuges, einem schwarzen Anzug aus Ballistischem Tuch der seinem Träger trotzdem ein Maximum an Bewegungsfreheit bieten sollte.
Danach wurde die Ausrüstung geprüft, eine Schallgedämpfte MP eine Autopistole und mehrere Messer. Tyler sparte es sich das Katana auf seinem Rücken zu prüfen er wusste ganz genau dass die Klinge scharf genug war selbst durch die verstärkten Helme der Infanterie zu schneiden.
Das Team bestand aus sechs DEST Agenten inklusive Tyler, der Auftrag an sich war simpel.
Das Team angeführt von Cheng und Takasuke, der sich schnell hervortat und Karriere amchen wollte, sollte eien ine einem Lagerhaus stattfindende Versammlung terroristischer Kräfte (nach DC Maßstäben) stellen und ein Exempel statuieren.

Tyler nickte Cheng zu um anzuzeigen dass er bereit war, die anderen Teammitglieder taten es ihm gleich.
Cheng blickte in die Runde und ergriff das Wort „Also Leute es ist einfach, wir sollen diese Enklave der Extremisten auslöschen, jedoch werde ich es nicht dulden dass, falls sie anwesend sein sollten Kinder getötet werden! Ansonsten ist alles außer uns was sich bewegt ein Ziel. Takasuke führt Gruppe 2 an ich nehme Gruppe 1 beeilen wir uns ich will vor Mitternacht daheim sein.“

Das Team wurde mit Militärschwebern zum Zielort gebracht wo die Truppe sofort ausschwärmte. Vorhanden Wachposten wurden schnell und effizient neutralisiert.
Chengs Gruppe nahm auf dem Dach Aufstellung, sobald Team 2 die Tür sprengte sollte Team 1 von oben her eingreifen.
Tyler kontriollierte ein letztes mal ob sein Visier richtig saß und wartete auf das Zeichen.
Keine zwei Minuten später kam das Signal in form einer Explosion am Haupteingang, Tyler Schwang sich behände surch eines der Dachfenster und registrierte die Ziele.
Kaum auf der andeen Seite angekommen hatte Tyler die MP im Anschlag und schaltete schnell drei Posten im Oberen Stockwerk mit gezielten Salven seiner MP aus.
Er vernahm das schreien der Flüchtenden Extremisten.
Schnell leiß Tyler ein neues Magazin in die MP rutschen und machte sich daran alles auf seinem Weg auszulöschen.
Hinter der dritten Tür schlug ihm heftiges Abwehrfeuer entgegen. Tyler wurde von der Wucht mehrer Einschläge zurückgewofen und die Luft wurde ihm aus den Lungen gepresst.
Tyler rappelte sich auf und zog die schwere Autopistole, die MP hatte er beim Stur fallen gelassen. Elegant rollte er sich über den Boden und spähte um die Ecke. Dort standen zwei Gegner, der eine bewaffnet mit einer automatischen Schrotflinte der andere mit einer MP.
Tyler beglückwünschte sich dass er bei der Munitionswahl auf eine Spezialmunition der DEST gesetzt hatte, so konnte er ohne weiteres durch die dünnen Riehgips wände der Halle feuern ohne sich aus der Deckung bewegen zu müssen. Vier Schüsse später lagen Tylers Gegner tot am Boden und das Schreien im Untergeschoss legte sich auch langsam.
Eine Viertelstunde später war die Aktion abgeschlossen. Das DEST Team hatte insgesamt 66 Personen exekutiert und einen Mann verloren. Laut Takasuke war dieser genau in den Hieb seines Katanas hineingelaufen. Leider konnte man dien nicht mehr nachprüfen da die Recorder n Takasukes Helm durch einen Streifschuss zerstört worden war und der Recorder des toten durch das Katana vollkommen zerfetzt worden war.
Tyler hatte so seine Zweifel äußerte sich jedoch nicht zu der Sache.
Nachdem eine weitere halbe stunde später eien kleien Gruppe ISA Agenten den Ort sicherten konnte die DEST abrücken und verschwand ungesehen in einem unscheinbaren Transporter.
Luthien
08.01.3050
Tyler saß in der gemeinsamen Küche von Kiara und ihm und studierte einen Bericht über diesen neuen Angreifer der sich selbst die Clans nannte als Kiara eintrat.
„Hallo Schtaz wie war dein Auftrag“ fragte Tyler.
„Frag besser nicht Ty es war die Hölle wir sind nur zu sechst da angerückt und heimgekommen sind drei. Das war eine astreine Falle die man da für uns gebaut hatte. Egal wohin wir wollte unsere Gegner waren schon da, und sie hatten DEST Munition!“
Kiara ließ sich auf einen freien Stuhl fallen, er’s jetzt bemerklte Tyler den Verband den sie um die Rippen hatte und sofort lief es ihm eiskalt den Rücken herab. „Dir geht es doch gut oder?“ fragte er mehr als nur besorgt.
„Ja Ty es geht schon die Kugel hat die Rippen nur gestreift das heilt schon wieder, ich hab erst mal zwei Wochen frei bis ich vollkommen genesen bin. Was liest du da?“
Wortlos reichte Tyler ihr den Teil des Berichts den er schon kannte.
„Ouch, das ist übel wer oder was immer die auch sind sie sind gefährlicher als es der Fuchs ist.“ Kiaras Hände Zitterten etwas als sie das Blatt zurücklegte. „Jep“ Tyler nickte „ wenn ihre Waffen wirklich mehr Reichweite haben und die mechs dabei noch Klat laufen dann gute Nacht uns allen.“
Kiara nickte ernst. Diese Clans waren eine ernste Bedrohung für den Drachen.

Die nächsten Tage vergingen ruhig und die beiden hatten Zeit sich privat zu vergnügen und die Ruhe vor dem Sturm zu genießen.

Tyler und Kiara absolvierten einige Aufträge meisten auf Luthien und versuchten die nahende Bedrohung durch die Clans zu verdrängen wenn sie in ihrer Freizeit unterwegs waren.

Luthien
30.09.3050
Tyler stand am Schließfach und las den Codierten Text ein zweites Mal.
Nein es bestand kein Zweifel irgendein Vollidiot hatte ihm Walker als neuen Kontaktmann zugewiesen nachdem sein erster Kontaktmann von den Clans gekillt worden war. Tyler schauderte mit Walker zusammenarbeiten, hoffentlich überwog Walkers Patriotismus die Abneigung gegen Tyler.
Tyler blickte auf seine Uhr, egal wie sehr er sich ärgerte er musste los, er hatte in einer Stunde Einsatzbesprechung da durfte er nicht fehlen. Schnell stieg er in ein Taxi und lies sich zur Wohnung fahren, dort angekommen holte er seien Sachen, schrieb Kiara einen Zettel und machte sich auf den Weg zur Besprechung.

Tyler kam als letzter in den Besprechungsraum und setzte sich schnell auf einen der freien Plätze.
Cheng betrat den Raum und trat vor seine Truppe. „So wir haben einen wichtigen Auftrag erhalten. Wir sollen auf einem Planeten hier im Nachbarsystem für Ordnung sorgen. Der dortige Vertreter des Drachen überlegt nach angaben der ISA ob er den Clans entgegenkommen soll. Leider hat er relativ viele ihm ergebene Einheiten dort angesammelt so dass ein militärischer Zugriff in der derzeitigen Situation nicht möglich ist.
Unsere Aufgabe ist simpel, rein das Anwesen vernichten, den Verräter wenn möglich lebend nach Luthien bringen und so schnell es geht verschwinden.“ Cheng blickte in die Runde „Fragen?“ als niemand antwortete fuhr er fort „So nun zu etwas anderem. Ich werde zwar an dieser Mission teilnehmen jedoch darf ich ihnen meinen Nachfolger vorstellen der in dieser Mission bereits das Kommando übernehmen wird. Takasuke aufstehen.“
Tyler war baff, er wusste zwar dass Hohiro Takasuke ein Sohn eines Adligen des Kombinats war jedoch hatte er nicht gedacht dass die Vetternwirtschaftt so weit im Kombinat reichen könnte. Takasuke war sicher ein fähiger Agent, aber Tyler missfiel sein Hang zum Sadismus und seine Karrieregeilheit. Takasuke wollte weiter nach oben und dafür ging er über Leichen wenn es sein musste.
Die Besprechung dauerte noch etwa eine halbe Stunde danach konnte die Truppe gehen, in zwei Tagen sollte es losgehen.

Abends berichtete Tyler Kiara von dem bevorstehenden Auftrag.
„Ty pass auf dich auf, ich habe Gerüchte über Takasuke gehört, er ließe seine Kameraden im Stich.“
„Keine Sorge Kiara ich passe auf, und Cheng ist ja auch noch da.“
Tyler gab sich lockerer als er war, er traute Takasuke einfach nicht, auch wenn die beiden immer gut miteinander ausgekommen waren.

Den Rest des Abends und den nächsten Tag verbrachten die beiden zusammen um soviel des anderen in sich aufnehmen zu können wie es nur möglich war.

Merten
25.01.2005, 08:02
Planet Classified
25.10.3050
Tyler kroch neben Cheng durch das kniehohe Gras auf das Anwesen zu.
Beide gekleidet in den DEST Körperpanzer die Katanas auf dem Rücken und schallgedämpfte MP´s in den Händen. Tyler und Cheng verzichteten auf das bei der DEST üblichen Rundumvisier und verließen sich auf ihr Gehör. Ein leises Knacken in den Kopfhörern die beide im linken Ohr trugen Kündigte eine Sendung an. „Takasuke hier, Status!“
Die Meldungen der einzelnen Teams gingen schnell ein auch Tyler und Cheng meldeten volle Bereitschaft.
Auf das vereinbarte Signal hin traten die Teams in Aktion.
Die beiden Wachen in Tylers und Cheng´s Nähe würden von zwei präzise gezieleten Feuerstößen ausgeschaltet, beide stürmten auf das Anwesen ihrer Zielperson zu.
Aus dem Augenwinkel sah Tyler eine Bewegung, reflexartig warf er sich zu Boden und robbte weiter. Der Feuerstoß aus einem Schweren Sturmgewehr fegte durch die Stelle an der er eben noch gelaufen war.
Cheng der ca. sechs Meter versetzt von Tyler lief rollte sich ab sobald er Tyler fallen sah, kaum hatte die Gewehrsalve aufgehört schnellte er hoch und gab eine Salve aus der MP ab.

Ohne den Erfolg ihrer Aktion abzuwarten robbten Tyler und Cheng weiter auf das Anwesen zu dabei darauf achtend keine weiteren Wachen auf sich aufmerksam zu machen. Das beide nur langsam vorankamen rettete Tyler und Cheng das Leben, gerade an der Hauswand angekommen sahen beide eine Schemenhafte Gestalt, gekleidet in einen DEST Körperpanzer, die einen KSR Werfer auf der Schulter trug auf das Gebäude zukommen.
Bevor die beiden realisieren konnten was vorging zuckten zwei KSR aus dem Werfer und durchschlugen das Panzerglas des Anwesens an der Stirnseite des Gebäudes im ersten Stock. Aus dem Innern hörte man eine kurze Explosion, danach folgte eine Flammenwelle die aus allen Fenstern des ersten Stocks schlug. Das kurze aber schmerzerfüllte Geschrei ihrer Kameraden brach abrupt ab und es war nur noch Stille auf dem Funkkanal der DEST zu vernehmen. „Verdammt wir wären auch da oben gewesen Ty“ brach es aus Cheng heraus. Tyler nickte nur er grübelte bereits wer denn genau wissen konnte dass alle Trupps zu dem Zeitpunkt genau dort im Gebäude sein sollten. „Takasuke“ meinte Tyler „er muss der Schütze gewesen sein. Cheng nur er kann wissen wo alle Teams sich befinden sollten!“ Cheng blickte Tyler nachdenklich an „Du kannst Recht haben da er das Oberkommando hatte konnte nur er die Pläne aller drei Gruppen haben. Verdammt! Wir haben keinen Beweis der uns Recht gibt.“
Tyler bekam eine harte Miene „Ich brauche keinen Beweis! Wir legen den Kerl einfach um und gut ist es. Er hat eben zwölf unserer Kameraden getötet das reicht mir als Beweis.“
„Langsam Ty das können wir so nicht machen du weißt wie gut er ist. Wenn wir beide auf ihn losgehen kann es sein dass er alleine zurückkehrt und dann kann niemand die Wahrheit herausfinden.“ Cheng schüttelte leicht den Kopf „Komm schon mir gefällt es auch nicht aber
wir haben keine andere Wahl. Lass uns hier verschwinden wir stehen hier perfekt auf dem Präsentierteller.“
Tyler nickte verdrossen und die beiden verschwanden aus der Nähe des brennenden Anwesens in einen nahe gelegenen Wald.

Am nächsten Morgen traten Tyler und Cheng den Weg zu ihrem Schweber an den sie fünf Kilometer weiter im Wald versteckt hatten.
Dort angekommen suchten beide erst nach versteckten Bomben und anderen bösen Überraschungen. Als sie keine fanden wechselten sie ihre DEST Anzüge gegen die im Kofferraum gelagerte Straßenkleidung aus und fuhren in die Stadt zum vorgegebenen Treffpunkt.

Cheng betrat das Lokal das als Sammelpunkt dienen sollte als erster, wie nicht anders zu erwarten saß Takasuke vollkommen unbeteiligt und wie geplant im Raum und wartete auf die Teams die nie kommen sollten. Ein leichtes Aufreißen der Augen zeigte an dass er nicht damit gerechnet hatte jemanden aus dem alten Trupp wieder zu sehen.
Nachdem auch Tyler das Lokal betreten hatte, und bei den beiden anderen saß eröffnete Takasuke das Gespräch. „Ich bin froh dass ich nicht der einzige bin der es geschafft hat dieses Debakel zu überleben. Konntet ihr etwas sehen? Ich war leider mit einem Wachposten auf meiner Route beschäftigt.“ Diese vollkommen harmlos klingende Frage würde über das weiterleben Tylers und Cheng´s entscheiden, dies war den beiden von Anfang an Klar gewesen und sie hatten sich darauf vorbereitet. „Nein“, begann Cheng „wir hatten ein Problem mit drei Wachen die uns in Schach hielten, als ich aufblickte explodierten gerade die Fenster von innen heraus.“ Tyler nickte und fuhr fort „Auch eine At Seppukku zu begehen. Der Kerl wusste sicher wer da kam um ihn zu holen.“ Tyler fielen diese Worte mehr als nur schwer und er hoffte dass Takasuke dies nicht bemerkte.
Takasuke entspannte sich unmerklich „Schade ich hätte gerne gewusst was genau vorgefallen ist. Nun nicht zu ändern, ich habe bei der hiesigen ISA angefragt unter den Leichen war auch unser Zielobjekt, seine DNA konnte bereits identifiziert werden. Nun zum wichtigsten, unser Flug geht in 4 Tagen also haltet euch so lange bedeckt wir sehen uns an Bord der „Flügeldrache“.“ Mit diesen Worten erhob sich Takasuke und verließ das Lokal.

Tyler und Cheng bleiben noch eine kleine Weile Sitzen und verließen dann das Lokal um sich zum gemeinsam genutzten Hotel zu begeben.

Am Abend vor dem Abflug waren Tyler und Cheng gerade unterwegs von einem Restaurantbesuch nach Hause als sie Schritte hinter sich vernahmen. Da die beiden eine Abkürzung nehmen wollten befanden sie sich gerade in einer dunklen und leblosen Nebenstraße in einem alten Industriegebiet.

„Mist das hätten wir uns denken können oder Cheng?“, flüsterte Tyler seinem Bruder zu.
Cheng nickte nur. Wie hatten sie denken können Takasuke würde nicht auf Nummer sicher gehen und sie trotzdem beseitigen lassen.

Tyler blickte Cheng an nickte ihm zu und sprintete los auf ein verlassen wirkenden Fabrikgebäude zu. Tyler musste sich nicht umsehen um zu wissen dass Cheng auf eine der Hallen auf der anderen Seite zu rannte.
Hinter sich vernahm Tyler schnelle Schritte, sein durch die DEST und die Füchse geschärftes Gehör vernahm die Schritte von mindestens 5 Personen die ihm folgten. „Na der Typ will auf Nummer sicher gehen“ sagte Tyler leise zu sich selbst.
Tyler rannte schnell durch eine Tür bleib stehen und Zog seinen Gürtel aus, diesen spannte er in Köchelhöhe im Durchgang der Tür auf, dank des schlechten Lichts war der Gürtel fast nicht zu sehen.
Danach bewegte Tyler sich vorsichtig von der Tür weg griff in seine Jackentasche und holte eine schallgedämpfte Autopistole hervor, die er immer bei sich trug und entsicherte sie.
Auf den Eingang zielend bewegte sich Tyler weg von der Tür und fand hinter einer alten Maschine Deckung.
Kaum war er hinter der Maschine als er den dumpfen Aufschlag eines Körpers am Eingang registrierte, anscheinend war jemand über den Gürtel gestolpert. Reflexartig kam Tyler aus der Deckung hervor feuerte zwei Schüsse ab und verschwand wieder hinter der Maschine.
Tyler brauchte sich nicht zu vergewissern ob sein Ziel tot war oder nicht, er hatte vor seiner Abreise eine neue Munition erhalten. Die normalen Bleikugeln waren im innern mit einer speziellen Legierung angereichert die ohne weiteres auch den DEST Körperpanzer durchschlugen, was auch immer da gestolpert war es hatte zwei Einschusslöcher.
Nach dreißig Sekunden ohne weitere Geräusche am Eingang verließ Tyler seine Deckung und bewegte sich auf eine Stahltreppe zu die in den ersten Stock des Gebäudes führte.
Tyler befand sich gerade auf der Mitte der Treppe als er den Schemen unter sich sah, sofort hechtete er den Rest der Treppe mit einem gewaltigen Sprung nach oben, hinter sich vernahm er die Einschläge der Kugeln aus einer MP.
Die Landung presste Tyler die Luft aus den Lungen, doch er durfte nicht liegen bleiben. Vorsichtig rappelte Tyler sich auf und suchte sich eine Deckung im ersten Stock, aber das einzige was er fand war ein massiver Holztisch in einem der leeren Büros.
„Na jetzt sitze ich in der Falle“ dachte Tyler zu sich, denn leider hatte der Raum nur einen Eingang und ein Fenster.
Zu Tylers Glück waren seine Gegner keine Ausgebildeten Agenten und nicht besonders raffiniert, zu dritt stürmten sie in den Raum hinein die Waffen im Anschlag. Alle drei waren etwas heruntergekommen wirkende Typen. Tyler vermutete das Takasuke in irgendeiner Bar diese Schläger angeheuert hatte. Als sie nichts sahen senkten zwei der drei die Waffen etwas ab. Dies genügte Tyler er rollte sich ein Stück aus der Deckung des Tischs und feuerte seine Autopistole auf den Mittleren der drei ab der seine Waffe immer noch im Anschlag trug. Alle der von Tyler abgefeuerten Kugeln trafen seinen Gegner.
Die beiden andern bemerkten ihren Fehler und rissen die Waffen nach oben, jedoch zu spät.
Eine weiter Kugel Traf den rechten der beiden direkt zwischen die Augen und verteilte Knochensplitter und Gehirn an die gegenüberliegende Wand. Der linke feuerte seine MP auf den Tisch und Tyler der sich in Deckung rollte ab.
Tyler spürte den Einschlag im linken Arm und bemühte sich nicht bewusstlos durch den Einschlagsschock zu werden. Sein Gegner hatte das gesamte Magazin in den Tisch gepumpt und Tyler war klar dass der Tisch keine weitere Salve mehr abhalten würde. Tyler hörte wie sein Gegner umständlich versuchte das Magazin der MP zu wechseln. „Jetzt oder nie“ murmelte er und schnellte aus der Deckung. Sein Gegner stand offen im Raum ohne Deckung, da Tyler nicht richtig zielen Konnte feuerte er sein gesamtes Magazin in Richtung seines Gegners. Die erste Kugel zerschmetterte die Rechte Schulter seines Gegners, die Zweite Kugel Traf den Magen und die dritte Kugel durchschlug die Lunge. Röchelnd brach Tylers Gegner zusammen.
Tyler sackte auf ein Knie der Schmerz im Arm und riss sich mühsam ein Stück Stoff aus dem Hemd seines Gegners. Provisorisch verband er damit seine Wunde, jedoch war nicht daran zu denken dass er den Arm ohne Ärztliche Versorgung und Heilung nutzen konnte.
Benebelt durch den Schmerz bemerkte Tyler die Gestalt im Türrahmen erst sehr spät.
Vor ihm Stand ein ca. dreißig Jahre Alter Asiate, in einem weit geschnittenen Anzug und grinste ihn an. In seiner rechten Hand hielt er ein Katana. „Dachte ich mir doch dass die Idioten es nicht schaffen.“ Abfällig spuckte er auf eine der Leichen. „Na dann bleibt mehr für mich übrig.“
Tyler wich zurück bis er mit dem Rücken am Fenster stand, sein Verstand arbeitete fieberhaft wie er diesen Typen besiegen könnte.
Mit einem bösartigen Grinsen stürmte der Asiate auf Tyler zu und hob das Katana um Tyler zu enthaupten.
Im letzen Moment versuchte Tyler auszuweichen, sein Gegner bemerkte es und änderte die Schlagrichtung ab und traf Tyler am unteren Rippenbogen. Als jedoch das Katana am Scheitelpunkt angelangt war so dass sein Gegner die Waffe nicht mehr schnell nutzen konnte handelte Tyler. Er stürzte sich auf seinen Widersacher trat ihm in den Magen, und als dieser zusammensackte schlug Tyler ihn mit Voller Wucht in de Fensterscheibe.
Das Glas Gab nach und Tyler schlug seinen Gegner So oft er konnte mit dem Kopf auf den Fensterrahmen auf der anderen Seite der Scheibe.
Tyler wusste nicht wie lange er dies getan hatte, als er eine Hand auf der Schulter spürte. „Ty es ist gut, er ist tot.“ Cheng redete leise aber bestimmt.
Tyler blickte auf, Cheng hatte recht die Splitter des Fensters hatten seinem Gegner den Hals zerfetzt und das wiederholte Kopfaufschlagen hatte das Gesicht seines Gegners in eine rote Masse verwandelt.
Cheng begutachtete Tylers Wunden verband den Schnitt an den Rippen.
Zusammen machten sie sich vorsichtig auf den Weg in Hotel, wo sie dank ihrer Dienstnummern einen Arzt der ISA direkt ins Hotel kommen ließen.
Am nächsten Morgen traten sie gemeinsam auf den Raumhafen und sahen wie Takasuke überrascht die Augenbauen hob als er die beiden lebend und bei guter Gesundheit sah. Takasuke kratzte sich am Kopf setzte ein lächeln auf und begrüßte die beiden.
„Ahh sie kommen gerade rechtzeitig das Landungsschiff startet in einer Stunde.“
„Das reicht vollkommen, wir wollten nicht lange warten, ist schlecht für die Gesundheit:“ Tyler konnte sich eine kleine Andeutung nicht verkneifen.

Der Heimflug verlief ohne weitere Probleme.

Merten
14.03.2005, 22:48
Luthien
14.12.3050

Tyler und Cheng hatten ihre Berichte eingereicht und darin ihre Vermutung geäußert dass Takasuke das DEST Team ausgelöscht hatte. Da die beiden jedoch ohne ihre Vorgeschriebenen Helme unterwegs gewesen waren sahen ihre Vorgesetzten keine Beweise die dazu ausgereicht hätten Takasuke fest zu setzen.
Tyler und Cheng sollten ein neues Team aufbauen und wurden auf unbestimmte Zeit beurlaubt.
Tyler hatte sich schnell einige der aktuellen Berichte über die Invasoren gekrallt und war schnell nach hause gefahren um dort auf Kiara zu warten.
Zwei Stunden nach Tyler betrat Kiara die gemeinsame Wohnung. Sie in einen schwarzen Sportanzug gekleidet hatte tiefe Augenringe und wirkte vollkommen erschöpft. Kraftlos lies sie sich auf die Couch im Wohnzimmer der Wohnung fallen.
„Ahh ich sehe dein Auftrag war kein Urlaub.“ Witzelte Tyler der gerade aus der Küche mit einer Tasse heißen Tee kam. Ohne ihre Antwort abzuwarten stellte er Kiara den Tee hin drückte ihr einen Kuss auf die Lippen und ging wieder in die Küche um sich eine weitere Tasse zu machen.
Kiara nahm den Tee und genoss die Wärme in ihrem Hals. „Nein Tyler es war kein Urlaub.“ Begann sie nachdem sie die Tasse abgesetzt hatte. „Vor allem erzählte der Davion Spitzel den wir hochgenommen haben einige interessante Dinge. Er behauptete sogar noch unter Drogen dass sie einen Spitzel in der DEST haben.“
Tylers Körper wurde taub, beinahe hätte er seine Tasse fallen gelassen. Er versuchte besonders gleichmütig zu klingen als er fragte. „Und habt ihr einen Namen? Solche Verräter können wir nicht in unseren Reihen dulden.“
„Nein mein Schatz er hatte keinen Namen den er uns hätte nenne können, leider.“ Kiara verzog das Gesicht nestelte an ihrem Kampfanzug herum und zog ihn aus, Tyler bewunderte einmal mehr ihren wunderbaren Körper als sie in Richtung Bad schritt, „Er sagte nur etwas davon dass es ein Asiate sein muss und wir kennen den Codenamen von ihm. Und er sein kein richtiger Fuchs, nur ein angehöriger einer neuartigen Mechkriegertruppe der Davies.“ Kiaras Stimme wurde jetzt vom Rauschen der Dusche verschluckt, Tylers Magen krampfte sich zusammen, wen auch immer die DEST erwischt hatte sie kannten seinen Codenamen und wussten das es ein Mechjockey wie er sein musste, es war nur noch eine Frage der Zeit bis sie ihm auf die Schliche kommen mussten.
Als Kiara gekleidet in einen Kurzen Kimono, wie sie derzeit in Mode waren bei den Frauen des Draconis Kombinats, aus der Dusche zurück kam setzte Tyler eine heitere Miene auf, die nächsten Stunden hatte er keine Zeit weiter über diese Probleme nachzudenken als Kiara und er ihre Wiedervereinigung feierten.


Luthien 23.03.3051

In den vergangenen Monaten hatten Cheng und Tyler erfolgreich eine neues Team trainiert und in den neuen Taktiken gegen die Clans ausgebildet, dabei profitierten die beiden davon dass sie auf Luthien direkt an der Quelle der Informationen über neue Taktiken und Waffen saßen so war ihre Truppe stets perfekt vorbereitet.
Nebenbei hatte Tyler erfahren können dass der Gefangene Davion Agent einer seiner Kontaktmänner gewesen war, woraufhin Tyler abgetaucht war.
„Hey nicht schlafen Tyler sonst kannst du das Ziel nicht treffen“ Tyler schreckte Hoch als er Chengs Stimme in seinem Kopfhörer vernahm, er war in Gedanken gewesen und hatte dabei beinahe vergessen was er tun sollte.
Schnell justierte er das Zielfernrohr neu und sah die Zielperson in der Mitte des Fadenkreuzes auftauchen. Das Ziel heute war ein Geschäftsmann der eindeutig Kontakte zu den schwarzen Drachen unterhielt, leider hatte er den Fehler begangen in einer der Zellen auf Luthien den Vorschlag zu machen sich mit einem der Clans zu verbünden um so mit den Clans die Innere Sphäre zu erobern. Noch unglücklicher für den Mann war dass eine Metsuke in der Organisation der Drachen war die diese Information direkt an den Lächler getragen hatte und so kam es das Tylers Team den Auftrag hatte den Mann zu beseitigen.
Tyler mochte es nicht jemanden aus dem Hinterhalt zu töten, er bevorzugte den Nahkampf um seinem Opfer wenigstens eine geringe Chance zu bieten, aber heute war nichts zu machen gewesen. Umhüllt vom Kampfanzug der DEST lag Tyler etwa einen Kilometer entfernt, verschmolzen mit der Nacht, vom Anwesen des Opfers am Rande von Luthien und wartete auf den Feuerbefehl. „Cheng ich hab ihn gerade im Visier ein Wort von Dir und ich schicke ihn in eine bessere Welt.“ Tylers Flüstern wurde von dem im Helm integrierten Kehlkopfmikrofon verstärkt und an Cheng gesendet. „Einen Moment noch Tyler derzeit befindet sich noch ein Gast bei dem Verräter und wir wollen keine Zeugen haben die sehen wie der Kerl draufgeht, einen Märtyrer Brauchen wir nicht auch noch!“

Die Minuten zogen sich wie Stunden und als Tyler wieder dabei war mit den Gedanken abzudriften erklang Chengs Stimme erneut, „ Ok kleiner der Gast fährt gerade weg, erlöse den Mann von seinem Leben!“

Tyler konzentrierte sich sein Opfer stand hinter der Kugelsicheren Scheibe seines Arbeitszimmers und blickte anscheinend dem Gast nach der gerade das Anwesen verlassen hatte. Ein letztes Mal justierte Tyler den Winkel dann berührte er leicht den Abzug des Gewehrs.
Das schwere Gewehr bockte zweimal kurz auf auf als 2 Kugeln in kurzer Folge den Lauf verließen. Die erste Kugel war eine spezielle Panzerbrechende Patrone aus mehreren Legierungen die dazu konzipiert war Panzerglas, Stahl und Elementarrüstungen zu knacken, die zweite Kugel war eine fast normale Teilmantel Präzisionskugel, aber eben nur fast, die DEST verwendete eine Patrone mit einer kleinen Luftblase in der Spitze um auf Nummer Sicher zu gehen. Sobald diese Kugel auf Widerstand stieß verdichtete sich das Material die in der Patrone enthaltene Luft wurde zusammengedrückt und zerriss das Projektil von innen, was gerade bei menschlichem Gewebe einen fürchterlichen Effekt hatte.

Die erste der beiden Kugeln traf die Panzerglasscheibe und brachte sie mit einem Ohrenbetäubenden knallen zum zerbersten, noch bevor die Scherben zu Boden fielen war die zweite Kugel durch das nun kein Hindernis mehr bietende Fenster geflogen und traf den Verräter direkt in den Brustkorb, die Kugel „explodierte“ als die Luft komprimiert wurde als die Patrone sich in das Brustbein bohrte. Der Mann wurde förmlich zerrissen, Blut und Innereien spritzen in das Arbeitszimmer.

Tyler legte das Gewehr beiseite und verdrängte ein Schaudern „kein Mensch sollte so sterben“ dachte er, dann packte er schnell seine Sachen und machte sich auf den Weg zu seinem Schweber der etwa 500 Meter entfernt geparkt war, auf dem Weg dorthin gab er eine kurze Erfolgsmeldung durch. Am Wagen angekommen räumt Tyler langsam das Gewehr in den Schweber, zieht seinen schwarzen Kampfanzug aus und schlüpft schnell in seine Straßenkleidung, in der Ferne hört man bereits die Alarmsirenen des Anwesens, als letztes zündet sich Tyler eine Zigarette an und steigt in den Schweber startet den Motor und verlässt das Gebiet in Richtung Treffpunkt.

Am Treffpunkt wartet Cheng bereits auf Tyler. Als dieser ankommt und ausgestiegen ist beginnt Cheng das Gespräch „Sauberer Schuss kleiner, das Ziel hatte keine Chance. Auch wenn ich weiß dass Du solche Aufträge nicht magst muss ich sagen es war perfekt ausgeführt. Aber kommen wir zu was anderem, ich muss dich warnen Bruder. Irgendwas geht vor und ich befürchte die Jungs von der Recherche haben was herausgefunden bezüglich des Davie Spitzels in unseren Reihen.“ Cheng unterbrach sich und schluckte schwer „Ich weiß nicht wann sie auf dich kommen werden aber lange haben wir nicht mehr Zeit, du solltest zusehen dass du verschwindest. Kiara, Kyori und ich können dich irgendwie decken denke ich, jedenfalls bis du aus dem System bist.“
“Was?“ Tyler fuhr hoch und blickte Cheng mit wildem Blick an dabei ballte er die Hände zu Fäusten „Hast du etwa mit den beiden geredet? Ich sagte dir doch dass ich es Kiara selber sagen will wenn die Zeit reif ist! Und was hat Kyori damit zu tun?“
Cheng hob Abwehrend die Hände um Tyler zu beruhigen, „Langsam, ich habe nicht mit Kiara geredet also habe ich mein Versprechen nicht gebrochen Tyler. Und bei Kyori denk doch einfach mal nach wo die sitzt, sie ist da sie nicht zur DEST gekommen ist wieder in ihrer alten Position als Analytikerin, auch wenn sie sich derzeit für die Mechtruppen bewirbt. Aber wer denkst du hat Dir bisher den Rücken freigehalten? Dein Glück? Die fadenscheinige Geschichte von dir? Mann Tyler sei nicht immer so naiv, das war Sie, zum einen weil sie dich immer noch liebt und zum anderen aus Loyalität Kiara gegenüber.“ Cheng schüttelte den Kopf und setze sich auf einen Stein um sich etwas zu beruhigen „Sie kam gestern zu mir und gestand mir dass sie Informationen unterschlagen hatte und teilweise falsch abgelegt hatte die mit dir zu tun hatten, sie sagte mir aber auch dass mittlerweile zu viele Leute an der Sache mit dem Davie in unseren Reihen arbeiten um Dich zu schützen. Also sieh es als einen Freundschaftsdienst an und bereite dich mal darauf vor so schnell wie nur möglich zu verschwinden. Mehr können wir alle derzeit nicht tun, vor allem nicht weil mein neues Team verlegt wird.“
Tyler schwieg eine Minute lang, er hatte Mühe die Informationen zu verarbeiten, unruhig stiefelte er auf und ab. „Cheng“, er stockte „ Es tut mir leid, das wusste ich alles nicht, ich denke ich muss wohl wirklich verschwinden, ich werde heute noch mit Kiara reden. Wohin wird dein Team verlegt?“

Cheng zucke mit den Schultern und versuchte seine Stimme gleichmütig klingen zu lassen „Näher an die Marschroute der Clans heran, die Analytiker habe erfahren dass die Typen nicht mit Kommandooperationen klar kommen. Also unser Job oder?“

Tyler zuckte zusammen, die Berichte die er kannte ließen darauf schließen dass es ein Himmelfahrtskommando werden würde. „Cheng das ist übel, wann startest du?“
Cheng lachte verbittert auf und stand von dem Stein auf „Ha, du weißt doch wie es läuft, ich habe heute den Befehl bekommen und morgen starten wir mit einem Landungsschiff, mein Team hat kaum genug Zeit zu packen.“ Eine etwas längere Pause entstand als Tyler und Cheng sich ansahen. „Hör zu Tyler ich weiß wie meine Chancen stehen, also lass es was Aufmunterndes zu sagen.“ Fuhr Cheng schließlich fort „Aber tu mir einen Gefallen ja? Verschwinde von hier und richte meinem Vater aus dass ich im Dienste des Drachen fallen werde.“
Tyler merkte das Brennen in seinen Augen und den Klos im Hals, stumm nickte er nur und umarmte seinen Stiefbruder zum Abschied.

Als beide daran waren in Ihre Schweber steigen wollten begann Tyler mit dem Abschiedsgruß der Yakuza seines Planeten „Auf dass die Andere Seite des Lebens lange auf dich warten muss… „
„und sie nur gutes für dich bereithält, wenn du doch kommst.“ Beendete Cheng den Satz. Dann steigen beide in ihre Schweber und ihre Wege trennten sich.

Tyler war nicht in der Lage sofort zu Kiara zu fahren sondern fuhr einfach willkürlich in der Gegend herum um all die Sachen zu verarbeiten die er heute erfahren hatte. Tyler wollte sich nicht eingestehen dass er eben sowohl Cheng wie wahrscheinlich auch sein bisheriges Leben verloren hatte.

Merten
17.03.2005, 22:21
Luthien 24.03.3051

Tyler hatte den ganzen Tag damit verbracht sich zu überlegen wie er von Luthien verschwinden konnte, ohne sofort die halbe DEST hinter sich zu haben. Vor allem wollte er sich nicht von Kiara trennen. Die einzige Option die er sah war dass er wohl eine Leiche sein musste. Tyler schalt sich zum wiederholten Male dass er nicht daran gedacht hatte wie er mal verschwinden könnte sollte es notwendig sein, soweit hatte er nicht gedacht und jetzt wo er es benötigte saß er da und wusste weder ein noch aus.

Als Kiara am Abend immer noch nicht da war wurde Tyler unruhig und beschloss sicherheitshalber einige Sachen zu packen falls er schnell verschwinden musste.
Er packte schnell einige Sachen ein, darunter auch der DEST Anzug, und genug Geld um auch ohne Pass mindestens bis nach HOPE zu kommen. Als er gerade daran war einige Waffen einzustecken hörte er das Türschloss. Tyler griff in die Tasche die er gerade packte und zog eine Schallgedämpfte Autopistole hervor lud sie durch und steckte sie in den Gürtel hinter seinem Rücken.
Als die Tür aufging und der Dimmer den Flur der gemeinsamen Wohnung erhellte sah Tyler Kiara eintreten. „Schatz, du kommst spät nach Hause“, begann er, verstummte jedoch sofort als er ihre düstere Miene sah. „Verdammt entweder hat Kyori mit ihr geredet oder irgendjemand hat sie informiert“ schoss es Tyler durch den Kopf.

Kiara blickte Tyler lange mit finsterer Miene an, beiläufig schob sie die Tür zu und verschränkte die Arme vor der Brust. „Wer bist du Ty?“ alleine der Vorwurf in ihrer Stimme versetzte Tyler einen Stich. „Bin ich nur eine Nebensache auf deiner Mission? Oder hast du auch bei den Davies gelernt Liebe zu heucheln? Verdammt noch mal rede mit mir!“ Kiara wurde bei jedem Satz lauter, am Ende war sie am schreien, die Hände zu Fäusten geballt stand sie am ganzen Leib zitternd da, Tyler fiel auf dass sie unter ihrer Jacke den DEST Anzug trug. „Na Toll ich rede mit meiner Frau die auch noch voll bewaffnet und wütend vor mir steht, keine gute Basis.“ Tyler verdrängte die Gedanken und setzte sich auf das Bett neben dem Kleiderschrank und begann zu reden, „ Kiara, was genau meinst du? Ich war in fast allen Punkten ehrlich zu dir, ich leibe dich und kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen.“ Weiter kam Tyler nicht „FAST TY genau da liegt der Punkt! Stimmt es etwa nicht dass du von den Davies bezahlt wirst?? Dass du bereits vor deiner Ankunft auf Luthien ein verdammter Mechjockey warst, und ein gar nicht so schlechter denke ich. Warst du nicht bereits vorher zum töten ausgebildet? Und dann willst du mir sagen dass du ehrlich warst? Was wolltest du tun wenn ich es erfahre komm erzähl mir deinen Plan, sollte ich einen Unfall haben oder willst du mich schnell umbringen so nach dem Motto eine Kugel in den Kopf im Schlaf?“ Kiara spie Tyler die Worte entgegen und jedes traf ihn wie ein Messerstich. „Verdammt Kiara, ja ich habe dich belogen. Und ja ich bin Mechkrieger gewesen als ich hierher kam, ich hatte auch eine bessere Ausbildung als ein normaler Mechkrieger, und nein ich bin nicht beim MI6! Ich diene in einem Speziellen Mechbattalion der Füchse, ich bin kein richtiger Agent nur ein Krieger. Ich wurde hierher geschickt weil ich auch wenn ich nicht ein Agent bin den Anforderungen genau entspreche, ich bin Asiate, ich bin eine Waise, ich kann durch meine Herkunft aus einer Yak Familie einiges erklären und durch Cheng bekam ich Rückendeckung da es der Wille seines Vaters war dass ich zu den Davies gehe. Nein ich wollte nicht zu DEST eher zu den freundlichen Beratern oder einer kleine Abteilung der ISA wo nicht alles doppelt dreifach und andauernd geprüft wird. Mein Job hier ist es die Augen offen zu halten und ab und zu das zu bestätigen was die Davies eh schon wissen, ich aber den Drachen nie verraten und werde ihn nicht verraten ich habe dir oft genug von meinen Eltern erzählt oder?“ Kiara wurde bei der Erklärung etwas ruhiger bleib jedoch immer noch auf Distanz, ruhiger fuhr Tyler fort „Und ich habe nie bei meinen Gefühlen zu dir gelogen. Ich habe gestern noch mit Cheng geredet und weiß dass ich einen Fehler begangen habe als ich dich nicht eingeweiht habe. Ich wollte dich fragen ob du mit mir von hier fortgehen willst, an einen Ort wo wir beide glücklich werden können und neu anfangen.“
Kiara schüttelte den Kopf „Ty selbst wenn ich dir das alles glauben sollte, dann weißt du genau dass ich dem Drachen gegenüber zu loyal bin um mit dir zu den Davies zu gehen. Und du weißt das sie uns überall finden würden oder nicht?“ Kiaras Worte trafen Tyler wie Schläge „Also was soll ich machen Tyler, sie sind dicht an dir dran wenn man weiß wonach man sehen muss fügt sich das Puzzle schnell zusammen, und Takasuke hat den Fall übernommen, er ist zwar ein Sadist aber nicht dumm. Und egal wie ich mich entscheide meine Karriere bei der DEST ist zu ende denn man wird mich als deine Komplizin abstempeln, vielleicht habe ich eine Chance wenn ich dich ausliefere.“
Tyler wollte nicht glauben was er da hörte. Sollte er sich so in Kiara getäuscht haben? Nur am Rande bemerkte er wie sie die Jacke abstreifte, als sie an ihre Hüfte griff, wo sie wie er wusste einen Nadler versteckte, erwachten seine Reflexe ohne nachzudenken Griff er hinter seinen Rücken und zog seine Autopistole zielte und zog den Abzug dreimal durch. Die DEST Munition war dazu gedacht jede Art von Panzerung zu durchdringen selbst die Körperpanzer der Kommandos, alle drei Kugeln trafen Kiara in die Brust. „Tyler was ..“ entfuhr es ihr als sie von den Einschlägen der Kugeln zurücktaumelte gegen die Wand fiel und, eine blutige Spur ziehend, an ihr herabrutschte. Mit aufgerissenen Augen sah Tyler was Kiara aus der Tasche an ihrer Hüfe hatte ziehen wollen, einen Zettel und eine kleine Blume, genau so eine Blume mit der sie ihre Hochzeit besiegelt hatten.

Tyler ließ die Waffe fallen und war mit wenigen Sätzen neben Kiara, er griff den Zettel und las den Kurzen Text „Ich werde immer zu dir halten auch wenn du ein Verräter sein solltest“
„Tyler ich …“ ein Husten durchbrach das flüstern Kiaras und das Geräusch von Blut in ihrer Lunge war zu hören „liebe dich und …“ der Rest vom dem Satz ging in einem weiteren husten unter. Tyler hielt seine Frau in den Armen und wiederholte immer wieder „Ich wollte das nicht, geh nicht, ich brauche dich!“


Tyler wusste nicht wie lange er Kiaras toten Körper er in den Armen hielt und auf sie einredete als die Tür aufgetreten wurde und ein DEST Kommando den Raum stürmte und ihn abführte. Es war ihm aber auch egal, er hatte sein ganzes Leben zerstört, den einzigen Menschen den er außer seinem Bruder liebte getötet.

Merten
19.04.2005, 00:34
Luthien irgendwann 3051

Tyler saß in seiner Zelle ohne Licht und bekleidet nur mit einer Shorts und betastete die Schwellungen an seinem Körper, er fühlte sich schwach und schwindlig. Sicher eine der Nebenwirkungen des Drogenverhörs. Die Prellungen kamen sicher von der freundlichen Behandlung durch die Wächter aber sicher war er da nicht. Er saß in der klemme, er wusste dass er den ISA Leuten alles erzählt hatte, für wen er arbeitete, warum er hier war, auch über Cheng hatte er geredet, und dass seine Frau mit alledem nichts zu tun hat und man sie in Ruhe lassen sollte. Tyler wusste nur nicht genau was er Wächter gemeint hatte als er ihm sagte dafür habe Tyler schon gesorgt. „Na egal, ich werde bald Geschichte sein und brauche mir dann keine Gedanken mehr zu machen“ murmelte Tyler leise. Tyler überlegte angestrengt wie viel Zeit mittlerweile vergangen sein musste seitdem er festgenommen worden war. Er schätze die Dauer auf 3-4 Wochen. Eigentlich lange wenn man bedachte das Verräter normalerweise schneller hingerichtet wurden. Grübelnd über den Umstand dass er noch am leben war schlief er wieder ein.

Luthien ca. 30.04.3051

Tyler beendete seine Übungen schweißgebadet. Nachdem es ihm jetzt wieder besser ging begann er wieder zu trainieren und seinen Körper zu regenerieren. Die immer noch erfolgenden Verhöre waren anstrengend und auch schmerzhaft jedoch verzichtete man auf den Gebrauch von Drogen um ihn zum reden zu bringen. Tyler wunderte sich nur dass die Leute ihn so oft nach Kiara fragten und jedes Mal in der Vergangenheitsform von ihr sprachen.

Luthien ca. 01.06.3051

Tyler hatte gerade seine Meditation beendet als er ei Kratzen an der Zellentür vernahm.
Dir Tür wurde aufgestoßen und das Grelle Licht dass die Zelle flutete schmerzte in den Augen.
Als Tylers Augen sich an das Licht gewöhnt hatten erkannte er die Person die eintrat.
Kyori, gekleidet in die Uniform eines Wachmanns der ISA trat ein in der linken Hand hielt sie eine Autopistole aus deren Lauf noch Rauch aufstieg. „Kyori! Was machst du hier? Ist Kiara auch da? Wollt ihr mich herausholen?“
Kyori stockte kurz „ Kiara ist.. du hast… ähh nein Kiara ist unterwegs um keinen Verdacht zu erwecken Tyler.“ Sie warf Tyler ein Bündel zu „Zieh dass an großer wir haben nicht viel Zeit, wir müssen hier weg!“
Aus dem Gang waren schleifende Geräusche zu hören und Cheng kam in die Zelle, er zog zwei tote wachen hinter sich her, eine war entkleidet. „Starr mich nicht an Ty beeil dich lieber! Wir haben ein Zeitfenster von gerade mal 5 Minuten!“

Tyler begriff zwar nichts aber er zog sich schnell an und trat mit Kyori auf den Gang hinaus.
Cheng nah die Pistole von Kyori und drückte sie der Wache in die Hand, dann drückte er den Zünder einer Handgranate mit Infernoladung, eine Handgranate wie sie gerne in Draconischen Gefängnissen zur Unruhebekämpfung genutzt wurde, ein und sprang in den Gang.
Kyori und Cheng schoben Tyler vor sich her und entfernten sich schnell von der Zelle, zehn Sekunden später hörten sie einen leisen Knall und der Geruch von verbranntem Fleisch erfüllte den Gang.
Kyori und Cheng brachten Tyler zu einem Aufzug und schafften ihn so in eine Tiefgarage wo ein kleiner Laster wartete.

Tyler und Cheng nahmen im Laderaum platz und Kyori startete den Motor, sie fuhr zügig los und der Laster passierte ohne große Probleme den Ausgang der Anstalt und verschwand in der Nacht.

Merten
21.04.2005, 09:25
Luthien 02.08.3051

Cheng bereitete gerade Tee zu als die Tür aufschwang und Kyori en Raum betrat.
Kyori streifte ihren Mantel ab und machte es sich auf einem der Sessel im Raum bequem. „Und wie geht es Ty?“ begann sie das Gespräch.
Cheng schütte Tee in zwei Tassen und machte es sich in einem zweiten Sessel bequem. „Ich weiß nicht so recht. Irgendwie ist er anders als vorher. Kälter härter, fast schon ein ganz anderer. Meinst du die ISA hat ihn umgepolt?“ Cheng nippte an seinem Tee.

„Nein den Unterlagen nach die ich gesehen habe sollte er bald exekutiert werden, sie hatten alle Informationen die sie brauchten und kamen nicht weiter bei ihm. Ich weiß nur dass er bei allen Verhören der Meinung war dass Kiara noch lebt. Auch verstehe ich was du meinst Tyler redet kaum noch und na ja man könnte sich vor ihm fürchten wenn er einen so anstarrt as sei man ein potentielles Ziel. Hast du ihm gesagt was mit Kiara passiert ist?“ Kyori blicke Cheng an und wusste noch bevor er den Mund aufmachte die Antwort. „Nein Kyori ich habe es ihm noch nicht gesagt. Komischerweise hat er nicht einmal mehr danach gefragt seitdem wir ihn aus dem Zellenblock geholt haben. Ich habe da eine Vermutung aber ich bin kein Arzt dies muss warten bis ich mit Tyler von Luthien verschwunden bin, hier ist es definitiv zu heiß für zwei „Tote“ gesehen zu werden.“

Kyori nickte, sie selber hatte die Unterlagen gesehen in denen ein ISA Psychologe vermutete dass Tyler eine Amnesie durch den Schock erlitten haben könnte als er seine Frau tötete. Der Psychologe ging sogar soweit zu vermuten dass Tyler einen Teil seiner Persönlichkeit abgespalten haben könnte um sich selbst zu schützen.
Sie fröstelte als sie an den ehemals so lebensfrohen Mann dachte in den sie verliebt war, der ihre beste Freundin glücklich gemacht hatte, und dann dien derzeitigen Tyler zu sehen der viel trank und kaum noch ein Wort sprach.
„Lass uns über etwas anderes reden Cheng das Gespräch hatten wir zu oft.“ Kyori griff in ihre Manteltasche und holte einen Umschlag hervor „ Hier die Unterlagen die du wolltest. Zum einen wer die Infos geliefert hat die ich nicht abfangen konnte, und zum anderen eure neuen Papiere mit Pässen. Und bevor du noch mal fragst, nein ich werde euch nicht begleiten ich habe hier noch etwas zu erledigen. Etwas sehr persönliches. Wenn ich entschließen sollte hier zu gehen weiß ich wo ich dich finden kann, und deine Freunde, unsere Freunde, werde mir helfen.“
Cheng nickte, er wusste ganz genau was sie zu erledigen hatte. Einer der ihr unterstellten Mitarbeiter war mit der Information die auf Tyler hindeutete direkt zu ihrem Chef gegangen und hatte gehofft dadurch seiner Karriere zu helfen. So wie Cheng Kyori kannte würde der Typ einen langsamen schmerzhaften Tod sterben um seinen Fehler zu erkennen, der Kyori einen Freund und ihre beste Freundin gekostet hatte.
„Ok dann danke ich dir nochmals und bete dass wir uns wieder sehen werden Kyori, wir werden morgen abfliegen ich habe hier einen Luft Raum Kapitän gefunden der uns Transportieren will.“
Kyori nickte und stand auf, nachdem sie mit dem Mantel über dem Arm an der Tür war drehte sie sich um und meinte, „Weißt du Cheng man tut meistens zu wenig für Freunde, also ist es nichts. Und wenn Tyler normal werden sollte.. sag ihm, ach vergiss es einfach ok.“

Chen nickte nur. Als die Tür sich hinter Kyori geschlossen hatte murmelte er leise „Kyori, wie sehr musst du Tyler lieben um ihm zu helfen nachdem er eine andere geheiratet hat und auch noch deine beste Freundin umgebracht hat?“ Cheng verdrängte den Gedanken und schritt zum Visiphon gab eine Nummer ein ließ den Bildschirm jedoch aus.
„Hallo, Miss Waites? Ja Cheng hier, sie haben zwei neue Passagiere auf ihrer Reise nach Solaris. Ja genau keine Fragen und der doppelte Preis. Gut bis morgen.“








Luthien 03.08.3051

Tyler und Cheng befanden sich an Bord des Landungsschiffes und warteten nur noch auf den Start. Seit mehreren Tagen hatte Tyler sich gefragt wie Cheng es geschafft hatte ihn aus dem Gefängnis herauszuholen.
„Sag mal Cheng wie hast du das eigentlich hinbekommen? Mich da rausholen und den Rest, wir haben jetzt ja Zeit erzähl mal.“
Cheng musste grinsen und nickte „Ok kleiner, dann nimm dir mal nen Stuhl. Also ich hatte so eine Ahnung dass etwas schief laufen könnte mit deinem abhauen von Luthien. Da mich einige Dinge wie zum Beispiel Takasuke angenervt haben hatte ich bereits überlegt ob ich nicht einfach verschwinde, Du kennst ja die Freiheitsliebe der Yakuza.“ Chen grinste etwas schief, Tyler konnte nur schmunzeln. „Ok also sprach ich mit einigen Leuten und baute mir noch vor dem Abflug zu meiner Mission einige mögliche Fluchtrouten. Als ich dann im Missionsgebiet erfuhr dass ich aufgrund des Verdachtes auf Terrorismus und Spionage festgenommen werden sollte habe ich dafür gesorgt dass ich auf der Mission sterbe. Ich bin genau wie du offiziell tot.
Als nächstes habe ich mich nach Luthien aufgemacht und Kyori kontaktiert, die hatte schon krampfhaft Informationen gesammelt und konnte schon einiges vorweisen um uns die Arbeit zu erleichtern. Wir wussten wo du warst wer Zugang hatte und vor allem wie wir da reinkommen würden. Der Rest ist simpel wir sind 10 Minuten vor Wachwechsel rein haben die beiden Wachen umgelegt, dich rausgeholt und durch die heiße Infernogranate bist du seitdem tot. Kyori macht ihren Mechpiloten in den nächsten Tagen und wir beide verschwinden erst mal aus dem Kombinat.“
Tyler zuckte zusammen als er mitbekam das sie aus dem Kombinat flohen, „Bitte? Wir verlassen das Kombinat? Ich hab hier noch was zu erledigen nachdem du mich gewarnt hattest ging alles zu schnell, da hat mich jemand verraten. Und den will ich haben.“ Tylers Stimme war wie Eis.
Cheng blickte seinem Stiefbruder lange in die Augen, dann nickte er resigniert und griff hinter sich in seine Koje. „Hier lies das mein Freund, auch von Kyori zusammengetragen. Den obersten Namen kannst du als erledigt betrachten.“ Dann warf er Tyler einen kleinen Aktenordner zu.

Tyler fing den Ordner auf und blätterte ihn schnell durch, bei einem Namen stockte er, „Dieses Schwein! Ich hätte ihn damals schon töten sollen. Brennegan!“
Cheng war interessiert „Du kennst den Typen? Den Informationen nach ist er mittlerweile ein hohes Tier in der Koordinationsgruppe des VerCom Geheimdienstes.“
„Ja ich kenne ihn, ich war mit ihm am NAIS, ein Schleimeer wie er im Buche steht, man kann ihn mit Takasuke vergleichen. Mich wundert es das er nicht auf der Liste steht.“ Tyler schüttelte den Kopf.

„Der hat diesmal nur seinen Job gemacht als er dich aufgegriffen hat. Deswegen sollten wir ihn nicht gleich auf deine Hassliste setzen. Aber das kann noch kommen.“
“Du hast Recht Cheng, aber gerade Takasuke hätte ich es zugetraut. Na was soll’s, wann kommen wir nach Solaris? Ich habe gute Lust mich mit Mister Franklin reden, komisch dass er meinen Verbindungsmann genau in eine Kontrolle bestellt hat.“ Tyler ließ die Knöchel knacken und sein Gesichtsausdruck sprach Bände was diesem Menschen bevorstand

Merten
02.05.2005, 14:03
Solaris VII 14.09.3051

Tyler begutachtete das kleine Arsenal vor sich auf dem Bett. Mehrere Messer eine Schallgedämpfte Autopistole, 2 Handgranaten, etwas Schneidedraht, Kabelbinder und Handschuhe.
Zu Tylers Vorteil waren derzeit auf Solaris lange Mäntel im Trend so konnte Tyler das ganze Arsenal unter seinem Mantel verstecken.
Gekleidet in eine weite schwarze Stoffhose und ein schwarzes Hemd fiel er nicht weiter auf, keiner hätte vermutet dass die Hose und das Hemd aus ballistischem Tuch bestanden und somit Nadlerbeschuss und leichten Kugeln standhielten.

Tyler streifte sich den Langen schwarzen Ledermantel über und verstaute die Waffen an seinem Körper, prüfte ein letztes Mal den Sitz der Ausrüstung und verließ sein Zimmer in die laue Nacht auf Solaris.

Im Gedränge an der Steiner Arena fiel Tyler nicht auf als er auf einen seiner Informanten wartete.
Nach fünf Minuten kam ein kleiner unscheinbarer Mann gekleidet in einen langen grauen Trenchcoat und einen kleinen Modischen Hut auf Tyler zu, als er nahe genug war streckte er eine kleine und verrunzelte hand aus um Tyler zu begrüßen. Mit einer heiseren Stimme begann er zu sprechen „Guten Abend Mr. Smith. Ich habe alles worum sie ich gebeten haben, ich habe es freundlicherweise in Schließfach 1136 abgelegt. Wenn sie meine Dienste nochmals benötigen sollten rufen sie mich einfach an.“
Tyler nickte und schüttelte die Hand des alten Mannes zum Abschied, dabei wechselte ein Kreditchip über mehrere tausend C-Noten den Besitzer.
Tyler zündete sich eine neue Zigarette an und wartete noch fünf Minuten nachdem der Alte im Gedränge verschwunden war und machte sich dann auf den Weg zu den Schließfächern.

Als Tyler das Schließfach öffnete sah er einen Umschlag und einen kleinen Koffer, zügig nahm er beides an sich und verließ die halle nach draußen in einen Park der in der Nähe der Steiner Arena angelegt war. Dort setze er sich auf eine kleine Parkbank du öffnete den Umschlag und entnahm ihm einen kleinen Zettel, mit einem breiten grinsen las Tyler die wenigen Zeilen die darauf geschrieben waren, heute Nacht würde jemand sterben.
Schnell prüfte Tyler den Inhalt des Koffers nickte kurz und rief sich ein Taxi.

Tyler blickte zur Villa und den beiden Wachposten die davor standen. Dort drinnen lag sein Ziel aber die beiden Typen davor störten ihn gewaltig. Was sollte er tun? Einfach hingehen und sagen das er einen Termin mit Sam Fisher hatte?
Tyler grübelte noch ein paar Sekunden dann ging er los wie ein Spaziergänger und direkt auf die beiden Wachen zu.
Diese registrierten ihn erst als er bereits auf zwei Armeslängen heran war. Beide Hatten dicke Schwarze Jacken an und wirkten sehr bullig. Der links von Tyler hatte ein grobschlächtiges Gesicht und eine kleines Funkgerät in der Hand. Der rechte Typ war hinter einem Vollbart versteckt und überragte Tyler mindestens um fünfzehn Zentimeter, er hatte nur eine Taschenlampe in der hand.
Der Vollbärtige sah Tyler und begann ihn anzusprechen, „Können wir ihnen helfen? Hier ist nämlich kein Zutritt.“
Tyler machte noch zwei Schritte auf die beiden zu die immer noch dicht beieinander standen und tat so als sei er in Gedanken gewesen. „Oh, bitte was haben sie gesagt ich war etwas am nachdenken.“
Mit einer Situation die nicht dem Lehrbuch entsprach kamen die beiden Rauschmeisser nicht zurecht und stutzten erst einige Sekunden. „Ich sagte hier ist kein Zutritt, mein Herr. Haben sie dies jetzt verstanden?“ Vollbart hatte nun seine gängige Argumentationsschiene gefunden und les die Höflichkeiten weg. Er baute sich vor Tyler auf und blickte auf ihn herab. Hinter ihm begann sein Kollege zu kichern und meinte „Hey Tim lass den kleinen Schlitzi heil, der kann noch nichts dafür dass er doof ist.“
Tyler grinste Vollbart an und meinte leise „Keine Sorge euer Chef wird sich nicht über euch beschweren können wenn ich drin war.“ Dann holte Tyler die Autopistole aus der Jackentasche und Schoss Vollbart zweimal mitten in die Stirn, da Der Typ sich so gestellt hatte dass er seinem Kollegen die Sicht verdeckte schreckte dieser erst aus seinem Kichern auf als er das Ploppen hörte und das Hirn seines Kollegen auf seine Jacke spritzte. Da war es aber schon zu spät denn Tyler hatte nicht gezögert, noch während Vollbart umfiel war er zur Seite getreten und feuerte zwei weitere Schüsse auf den dahinter postierten Mann ab. Die Kugeln Trafen Stirn und Unterkiefer des Mannes und er fiel neben Vollbart. „Naja euch wird auch keiner mehr engagieren denke ich“ sagte Tyler kalt und begann damit die beiden Leichen in die Hofeinfahrt zu ziehen, in seinen Augen brannte ein kaltes Feuer.

Nachdem er sich vergewissert hatte dass die Leichen nicht von der Straße aus zu sehen waren ging Tyler auf die Villa zu, den Unterlagen zu folge waren nur die beiden Wachen da um Mister Fisher zu bewachen. „Typisch für einen knauserigen Kerl wie Fisher hatte er echt Amateure angestellt“ Tyler schüttelte den Kopf und begann damit das Schloss der Eingangstür zu knacken als er sie erreicht hatte. Durch die offene Tür schlüpfte Tyler leise in das Haus und lauschte in der Halle nach Geräuschen die Aufschluss darüber geben könnten wo Fisher war. Aus dem oberen Stock vernahm Tyler das Lachen eines Mannes. Vorsichtig schlich er die Treppe hoch die Autopistole im Anschlag.
Im oberen Stock angekommen blickte Tyler sich um und identifizierte einen der Räume als Bad und einen als Fernsehraum, die Geräusche die er gehört hatte kamen aus dem Dritten Raum in diesem Stockwerk, Tyler vermutete dass es sich um ein Schlafzimmer handelte. „Tja heute scheint das Schicksal einige Lebensfäden zu trennen.“ Tyler zuckte mit den Schultern, emotionslos Prüfte er den Ladezustand seiner Waffe und öffnete vorsichtig die Tür des Schlafzimmers.
Im inneren war Fisher, ein Mann mittleren Alters und einer durchtrainierten Statur gerade dabei eine deutlich Jüngere Frau, Tyler schätzte sie auf 18 Jahre, zu entkleiden. Die beiden standen so dass die Tyler nicht sofort sahen, so hatte er Zeit den Raum zu betreten und die Tür ins Schloss fallen zu lassen.
Aufgeschreckt durch das Klacken blickte das Mädchen zu Tyler, ohne zu zögern schoss Tyler ihr zweimal in die Brust.
Fisher der sich gerade umgedreht hatte erbleichte als er Tyler sah und bemerkte kaum wie seine Gespielin tot auf dem Boden aufschlug. „Sie… aber sie sind doch tot… hieß es“ stammelte er und begann vor Tyler zurück zu weichen.

Tyler lachte hämisch und blickte den Halbnackten Mann kalt an „Tja wie sagt man im MUGO? Sei erst sicher wenn du die Leiche vor dir hast oder? Machen wir es kurz sie Ratte, ich will wissen wer den Befehl gab mich zu verraten, sie sind nicht der Kerl der so was alleine abzieht.“ Tyler deutete mit der Waffe auf das Bett und machte damit klar dass sich Fisher darauf setzen sollte. Dieser tat wie ihm geheißen und antwortete. „Und wenn ich es nicht tue oder nicht weiß?“
Tylers Blick wurde zu Eis „Wissen sie Fisher, sie werden so oder so sterben, die Frage ist nur wann und in wie vielen Teilen.“ Tyler trat an das Bett und versetzte Fisher einen Tritt in die Magengrube s dass dieser sich nicht wehren konnte, dann Griff Tyler in die Jackentasche und entnahm ihr einen Elektrotacker der dazu gedacht war Holzlatten in Mauern zu Tackern. Er riss an Fishers Arm bis dessen Hand an der Wand lag und drückte ab.
Nach fünf Minuten konnte Fisher wieder halbwegs reden.
„Sehen sie Fisher, ich habe Zeit, und glauben sie mir ich habe im Kombinat noch nettere Sachen kennen gelernt als spielen mit dem Tacker also will ich Namen und wo ich die Leute finde.“
Leider war Fisher nicht einsichtig, am frühen Morgen verstummten seine Schreie die in dem Leeren Haus verhallten, Tyler trat ins freie blickte noch mal zurück und warf ein Streichholz, mit dem er sich gerade eine Zigarette angezündet hatte, in das Haus. Als Tyler die auf die Straße trat begann man die Flammen in den Fenstern zu sehen.
Als Tyler in seinem Taxi saß fuhren mehrere Feuerwehrfahrzeuge an ihm vorbei um die wild brennende Villa zu löschen.

Merten
02.05.2005, 20:08
Solaris VII 15.09.3051

Tyler saß beim Frühstück als Cheng hereinstürmte. „Sag mal bist du irre oder was? Ich hätte dich in dem Loch lassen sollen!“ Mit diesen Worten knallte Cheng Tyler eine Sonderausgabe der Solaris News auf den Tisch. Tyler warf nur einen kurzen Blick auf die Schlagzeile „Massaker in Villa, War es ein Bandenkrieg?“
„Cheng was ist, warum denkst du ich war es? Tyler war heute sehr guter Laune er wollte etwas mit seinem Bruder spielen.
Etwas mit seinem Bruder spielen „Sag mal drehst du jetzt ganz durchgedreht? WOHER ich es weiß? Verdammt noch mal Tyler wer hat dir denn die Namensliste gegeben? Wer hat dir denn geholfen hier auf Solaris die richtigen Kontakte zu bekommen?“ Cheng schüttelte den Kopf und ließ sich schwer auf den Stuhl gegenüber Tyler fallen.
„Na komm Bruder, dann weißt du dass er es verdient hatte oder etwa nicht?“ Tyler blickte Cheng fragend an.
„Tyler es geht mir nicht um Fisher, auch wenn ich mich frage warum du ihn im Raum vereilen musstest, es geht mir um die beiden Türsteher und um das 16 Jahre alte Kind was du umgelegt hast. Das waren unschuldige, so handeln wir nicht. Nicht als wir bei der ISA waren und schon gar nicht jetzt wo wir wieder den Klauen angehören.“

Tylers Kopf ruckte hoch und sein Blick war kalt und leer, unwillkürlich wich Cheng etwas zurück und fröstelte „Unschuldig? Das war Kiara auch! Also was soll´s? Soll ich erst fragen ob die Nutte was damit zu tun hat? Sie hat eben Pech gehabt.“

Cheng war von der Kälte in Tylers Worten geschockt, das war nicht sein Bruder den er einst kannte, das war ein anderer Mensch.
„Tyler ich.. ich weiß dass es dir schwer fällt das mit Kiara zu akzeptieren, aber solch blinde Wut mach nur dich kaputt. Du wirst zu dem was du nie sein wolltest.“
Tyler schüttelte den Kopf und schenkte sich eine weitere Schale Sake ein, seine fünfte an dem Morgen, „Du verstehst nichts Cheng, diese Schweine haben nicht nur mich verraten, nein sie haben mein Leben zerstört und dafür gesorgt dass Kiara von der ISA umgebracht wurde. Ich habe nichts mehr und bin nichts mehr. Das einzige was mich davon abhält mir eine Kugel durch den Kopf zu jagen ist der Hass und der Wunsch sie alle umzubringen. Und das werde ich auch!
Stell dich mir nicht in den Weg Bruder, das endet sonst sehr traurig!“

Jetzt fühlte sich Cheng als hätte man ihm den Boden unter den Füßen weggerissen, Tyler glaubte wirklich die ISA hätte Kiara umgebracht, er erinnerte sich wirklich nicht daran was er getan hatte.
„Tyler ich stelle mich dir nicht in den Weg das weißt du. Aber ich kann dich nur bitten darauf zu achten zu was du wirst. Ich hatte mal einen Bruder, der auch wusste dass es nicht nur den Hass gibt.“

Tyler nickte und stand auf „Ja Cheng den hattest du. Behalte ihn gut in Erinnerung.“ Leise wie zu sich selbst fügte er hinzu „der ist mit Kiara gestorben“ Tyler drehte sich um und zog seinen schweren Ledermantel an über die Schulter sagte er „Ich muss fort von Solaris, ich habe einiges zu erledigen, warte nicht auf mich und zünde mir eine Kerze an. Ich wünsche dir Glück in deinem Leben, genieß es.“
Dann Schritt Tyler aus dem Raum, Cheng blieb nicht mal Zeit zu antworten, lange saß Cheng noch da und überlegte was er tun konnte um Tyler zu helfen, oder ihn wieder halbwegs in die Richtung zu bekommen dass er sich seelisch stabilisierte.
Nach einer kleinen Ewigkeit stand Cheng auf und begab sich zur Com Star Zentrale auf Solaris und verschickte eine lange Nachricht. Er hoffte nur dass sie ankommen würde.

Merten
03.05.2005, 10:41
Tharkard 22.08.3053


Brennegan schlug mit der Faust auf den Tisch. „Verdammt ich will wissen wer dahinter steckt. Es kann nicht sein dass niemand weiß wer da von Planet zu Planet reist und unsere Leute verstümmelt und umbringt. Vier Agenten in noch nicht mal einem Jahr das kann doch nicht sein!“
„Sir,“ meldete sich Mark Jefferson, ein junger Mann und Adjutant von Brennegan, zu Wort „Wir wissen derzeit weder wer dahinter steckt noch warum es diese Agenten trifft. Wir wissen nur das es auf Solaris begonnen hat. Wir haben keine Hinweise darauf dass einer der anderen Staaten dahinter steckt. Einige Analytiker gehen davon aus dass alle Morde von ein und derselben Person begangen wurden. Aber wir haben mit den Clans so viel zu tun dass wir keine zusätzlichen Leute abstellen können.“
Brennegan lief rot an „Was soll das heißen? Die Saftnasen gehen davon aus das es ein Mann ist? Warum verdammt noch mal haben wir ihn dann noch nicht gefasst? Ich will wissen wer dahinter steckt, ich will ihn hier haben und verhören und dass innerhalb der nächsten zwei Monate! UND ich dulde KEINEN Wiederspruch du jetzt raus hier!“

Ausserhalb des Büros lehnte Jefferson sich an die Wand „Verdammt soll der Kerl sein“ murmelte er. Brennegan wollte das unmögliche, man hatte Anhaltspunkte das der Killer einer von ihnen war aber noch keine Idee warum der Mann tötete. Jefferson ging den langen Gang hinab zu den Analytikern, auch wenn es wohl mehr als zwei Monate Dauern würde, finden mussten sie den Verräter.



Tharkard 30.09.3053

Tyler bewegte sich mit dem Menschenstrom der sich durch die Straßen der Metropole zwängte. Gekleidet wie ein Einheimischer in einen langen und warmen weißen Mantel mit festen Stiefeln und weiten weißen Hosen fiel er nicht weiter auf.
Er war kurz vor seinem Ziel. Auf seiner letzten Station seiner Reise hatte er endlich erfahren wo sich der Mann aufhielt der seinen Tod befohlen hatte. „Eigentlich hätte ich es wissen müssen dass er es war.“ Murmelte Tyler bei sich.
In den zwei Wochen die Tyler sich auf Tharkard aufhielt hatte er herausgefunden wo Brennegan wohnte und wie sein Tagesablauf in etwa aussah, nun war Tyler dabei sich eine Abreisegelegenheit aus zu suchen um so schnell wie nur irgendmöglich nach ne Avalon zu gelangen um sich dort als überlebender zu melden, gerade geflohen und heimgekehrt in die eigenen Reihen zu seiner Einheit.

Zwei Tage später hatte Tyler alles geregelt und er wartete im Treppenhaus zu Brennegans Wohnung. Er hörte die Schritte von drei Personen im Aufgang.
Tyler prüfte schnell seine Autopistole und den Schalldämpfer, da sah er auch schon Brennegan und seine beiden Leibwächter am Ende des Flurs auftauchen.
Brennegan gekleidet in eine weiße Ausgehuniform stolzierte vor seinen Sicherheitsleuten, die in Ihren Kugelsicheren Anzügen bulliger wirkten als sie es durch ihre enormen Muskeln bereits waren.
Tyler machte sich keine Hoffnungen die beiden schnell überrumpeln zu können, das waren Profis.
Einer der beiden Leibwächter öffnete die Tür zu Brennegans Wohnung und trat schnell ein als er das Licht anschaltete schnappte Tylers Falle zu. In dem Moment als sich der Stromkreislauf schloss entzündeten die Glühdrähte in den Lampen kleine Mengen von Benzin, das Tyler in die Birnen gefüllt hatte. Mit einem Knall explodierten alle Glühbirnen in der Wohnung und verteilten Splitter im Raum. Dies alleine hätte nicht ausgereicht um den Posten zu verletzen jedoch hatte Tyler in einige der Birnen noch kleine Phosphor Kugeln gelegt die sich an der Luft nun entzündeten und in den Körperpanzer brannten.

Tyler der auf das Geschehen gefasst gewesen war hatte bereits auf den zweiten Leibwächter gezielt als der erste die Tür öffnete. In der Sekunde der Explosion feuerte Tyler mehrere Schüsse auf ihn ab.
Drei Kugeln trafen den Leibwächter zwei in die Brust, wo sie von der Weste abgefangen wurden, die letzte traf den Hals durchschlug den Kehlkopf und trat neben der Wirbelsäule wieder aus. Der Mann fiel wie eine Puppe deren Fäden man durchgeschnitten hatte zu Boden.

Brennegan warf sich mit einer überraschenden Eleganz zu Boden und rollte sich hinter den Toten Wachposten.
„Mist der Typ ist bessert als ich mich erinnere“ fluchte Tyler als er bemerkte das Brennegan bereits im fallen eine kleine Waffe gezogen hatte und auf die Position des Killers feuerte.
Neben Tyler schlugen Kugeln ein und er hechtete schnell in Deckung.
Fieberhaft dachte Tyler nach, er hatte maximal noch 3 Minuten bis die ersten Feuerwehrleute hier eintrafen, dich gefolgt von der Polizei und evtl. auch dem LNC.
Schulterzuckens nahm Tyler eine Mikrogranate aus der Jacke, dann noch eine Blendgranate und aktivierte beide.
Aus seiner Deckung heraus schleuderte er beide in Brennegans Richtung, er hörte das Plopp der Blendladung und sah durch die fest zusammengepressten Augen den hellen Lichtblitz, nur Sekundenbruchteile danach dröhnte die Explosion er Grante durch den Flur, ein Schmerzerfüllter Aufschrei signalisierte ihm dass er Brennegan getroffen hatte.
Schnell rollte Tyler sich aus der Deckung, befriedigt sah er Brennegan etwa 3 Meter von der Toten Wache entfernt liegen. „Also hatte ich mich in dir nicht getäuscht, du rennst weg wann du nur kannst.“ Tyler ging langsam auf Brennegan zu.
Brennegan hustete und drehte sich um. Sein Bein war blutig und die Waffenhand hing kraftlos an seinem Arm „Wer bist du?“ fragte er unter Schmerzen.
Tyler zog die Skimaske ab die sein Gesicht bisher verborgen hatte. „Dein schlimmster Albtraum du Verräter!“
Brennegan wurde kreidebleich bevor er noch etwas sagen konnte drückte Tyler ihm die Pistole auf die Stirn und drückte dreimal ab.
Dann warf er die Waffe weg und zog die Handschuhe aus. Schnell warf er sie in die Brennende Wohnung und sprintete zum Treppenhaus.
Auf der Straße angekommen mischte er sich in die Masse der Schaulustigen und beobachtete die anrückende Feuerwehr und Polizei.

Am nächsten morgen startete er mit einem Landungsschiff auf dem Weg nach New Avalon.

Merten
03.05.2005, 18:59
New Avalon 14.02.3054

Tyler saß in einem kleinen japanischen Restaurant in Avalon City und trank einen Sake als Martin gekleidet in einen blauen Overall eintrat.
Tyler winkte seinem alten Mentor zu als dieser sich umblickte.
Martin trat zu Tyler an den Tisch und setzte sich. „Hallo Ty, ich freue mich zu sehen das die Gerüchte über ihr ableben etwas überzogen waren. Wie geht es ihnen?“ Begann Martin die Unterhaltung.
Tyler lächelte schwach und nahm noch einen Schluck Sake „Nun es geht mir ganz gut wenn man die Situation bedenkt aus der ich komme. Und um ehrlich zu sein ich habe es nicht unseren Nachrichtendiensten zu verdanken das ich noch lebe.“ Tylers Blick war hart und kalt.
Martin fröstelte und fragte sich was Tyler erlebt haben musste um sich von dem netten lebensfrohen Menschen in diesen kalten ja fast emotionslosen Mann zu verwandeln.
Mit einem lächeln versuchte Martin seinen kleinen Schock zu überspielen „Kopf hoch nun bist du ja in der Heimat. Was hast du nun vor? Willst du wieder zu den Spezialtruppen oder hast du genug vom Leben ohne Mech?“ Tyler blickte Martin an, dann meinte er leise „Ich denke ich brauche jetzt den Metallpanzer um mich zu schützen.“ Danach blickte Tyler stumm in sein Glas mit einem ausdruckslosen Gesicht,
Martin fragte sich was Tyler erlebt hatte, keinerlei Spur mehr von Humor oder guter Laune, wie eine leere Hülle.
„Ok Ty ich werde sehen was wir machen können. Aber ich denke du weißt dass du erst mal wieder ein paar Stunden im Simulator benötigen wirst, alleine die ganzen neuen Waffen und Taktiken durch die Clans haben verdammt viel verändert. Aber lassen wir das geschäftliche mal beiseite.“ Martin setzte sein wärmstes Lächeln auf und versuchte Tylers Panzer damit zu knacken „Jetzt erzähl doch erst mal einem Alten Mann von deinen Abenteuern, ich war bald 10 Jahre nicht mehr auf einem anderen Planeten als New Avalon.“
Tyler seufzte und hob den Kopf „Martin, selbst wenn ich könnte denke ich nicht dass ich dir alles erzählen wollte. Ich weiß dass uns früher einiges verbunden hat, aber ich habe gemerkt dass ich benutzt wurde.“ Tyler stockte, für einen kurzen Moment huschte Schmerz über sein Gesicht, danach verengten sich seine Mandelaugen wieder und er fuhr fort „Ich denk ich habe genug gelitten, genug verloren und will nicht darüber reden um daran erinnert zu werden.
Was das Training angeht, kein Problem Hauptsache ich bekomme einen Platz weit vorne wo ich irgendjemanden in den Arsch treten kann.“
Martin blickte Tyler schweigend an aber dieser sah sich nicht genötigt weiteres zu sagen. Nach 10 Minuten belanglosem Gerede verließ Martin sehr nachdenklich das Lokal.

New Avalon 15.02.3054

Martin saß in einem bequemen Ledersessel in Campell´s Büro. Gekleidet in einen schwarzen Anzug hatte er kaum eine Ähnlichkeit mehr mit dem Mann der gestern in einem Lokal mit Tyler gesessen hatte. Gelangweilt Kratzte Martin sich imaginären Schmutz unter den sauberen Fingernägeln hervor.
Die Tür Schwang auf und Roy Campbell betrat gekleidet in eine Feldmontur mit seinen Colonelsabzeichen, den Raum.
„Entschuldige dass ich dich warten ließ Martin, ich hatte mal wieder Probleme mit den Bürokraten“ Dann setzte sich Campbell schnell hin und entspannte sich etwas in seinem Sessel. „Also alter Freund was kann ich für dich tun, immer wenn du in deinem Geschäftsmäßigen Aufzug hier auftauchst willst du doch etwas haben.“
Martin musste lächeln aber es lag kein Humor darin „Immer noch ärgerlich dass das MUGO über deinen Kompetenzen steht? Und dass ich als Nahkampfausbilder als Ranghöchster MUGO Offizier eigentlich die Weisungsbefugnis hier habe?“
Campbell schnaubte, „Würde es dich freuen? Verdammt es ist nichts gegen dich aber seit der Claninvasion geht alles drunter und drüber, der Geheimdienst hat einfach mittlerweile zu viel zu sagen, aber die Diskussion haben wir jetzt oft genug gehabt, also kommen wir zum Punkt, was willst du?“ Campbell blickte Martin aus seinen grauen Augen und wartete.
„Also gut machen wir es kurz und schmerzhaft. Tyler Hatamoto.“ Martin beobachtete Campbell genau als er nur diese Worte aussprach, die Reaktion ließ etwas auf sich warten aber dann kam sie umso deutlicher.
„Bitte? Du meist doch nicht etwa den Tyler oder? Mr. Lebenslustig, der es nur dank deiner Fürsprache geschafft hat auf der Akademie zu bleiben weil er so viele krumme Dinger hier am laufen hatte. Den Typen der dachte uns seine Yak Zugehörigkeit zu verschweigen.
Ich dachte Brennegan hat seine Enttarnung in die Wege geleitet und ihn als tot gemeldet.“ Campbell schüttelte den Kopf, das konnte nicht wahr sein.
Martin nickte und überkreuzte die Beine „Doch, ich habe ihn gestern in einem Lokal hier getroffen. Obwohl du das lebenslustig aus dem Vokabular strechen kannst. Egal was er bei den Drachen erlebt hat es hat ihn meiner Meinung nach verändert. Aber egal, das werden uns die Psychologen sagen wenn er durchgecheckt wird. Mein Anliegen ist folgendes. Er hat seinen Auftrag erfüllt, auch wenn er mittlerweile durch die Annährung an die Drachen fast schon sinnlos war, und er will wieder zu einer Einheit. Da er in unseren Sondereinsatzkommandos ausgebildet wurde können wir ihn nicht einfach in eine reguläre Truppe versetzten. Also müssen wir einen Platz für ihn finden, da die SEK´s sowohl mit normalen Truppen wie Mechpiloten Top besetzt sind wohin mit ihm?“ mit einem vollkommen unschuldigen Gesicht blickte Martin Campbell an.
Dieser lief rot an und erhob seine Stimme „Wenn du jetzt meinst ich nehme einen der von dir ausgebildeten Killer auf in unser neues Forschungsprogramm dann has du dich geschnitten. Er hat keine Erfahrung mit der neuen Tech, er saß Ewigkeiten nicht mehr in einem Mech, und du sagst die Weißkittel müssen seinen Geisteszustand durchchecken. Wie kann man dann denken dass er in die neusten Mechs der Inneren Sphäre kommen könnte?“
Martins Blick wurde hart, „Soll ich jetzt sagen weil ich es im Auftrag des MUGO sage?“ erwiderte er mit leiser Stimme, „Tyler reicht heute einen vollständigen Bericht ein, und wird bei den Psychologen seine Untersuchungen absolvieren. Wenn die grünes Licht geben muss er hier auf der Akademie einen Platz bekommen, erst in einem Auffrischungsprogramm und dann im Projekt „Revival“. Wir haben schon zu viel Geld in diesen Mann gesteckt als dass wir ihn einfach woanders einsetzen könnten. Verstehst du dass nicht Roy?“ Martin versuchte Campbell mit der Anrede des Vornamens zu beruhigen aber seine Worte ließen keinen Zweifel daran dass es sich um einen Befehl handelte.
Roy Campbell atmete tief ein um sich unter Kontrolle zu bekommnen. Seit das MUGO in der Invasion angefangen hatte das NAIW immer mehr als Ausbildungsstätte für ihre persönlichen Truppen zu Nutzen waren die Spannungen zwischen ihm und Martin gewachsen, jetzt schien es endgültig zur Machtprobe zu kommen. „Ich werde deinen Wünschen nachkommen, ich hab ja keine andere Wahl. Aber solle er versagen werfe ich Tyler sofort aus dem Programm. Ist noch etwas anderes zu besprechen oder kann ich mich jetzt um meine Angelegenheiten kümmern?“
Martin blickte betrübt zu Campbell und schüttelte den Kopf. Wortlos stand er auf und verließ das Büro, heute war einiges zerstört worden, ein weiterer Verlust dieser turbulenten Zeiten.

Merten
14.05.2005, 17:55
New Avalon 16.02.3054

Tyler betrat verschwitzt und außer Atem sein Zimmer, schnell entledigte er sich des verschwitzten Jogginganzuges und ging unter die Dusche. Nach fünf Minuten kam er wieder hervor, zog sich schnell eine einfache Montur an und schnappte sich seine Sporttasche und begab sich auf den Weg zur Turnhalle.
Nachdem er gestern seinen Bericht geschrieben hatte, und bei den Psychologen einige Tests hatte machen müssen stand heute fast ganz normales Programm auf dem Plan. Als erstes Selbstverteidigungstraining danach Taktik und Waffenkunde, Tyler rollte innerlich mit den Augen wenn er an das trockene Fach dachte und zu guter letzt hatte er am frühen Abend einen Termin bei Campbell. Als Tyler die Halle erreichte suchte er sich in den Umkleidekabinen einen freien Spind und tauschte seine Montur gegen einen Kampfsport Gi aus. Nach dem Umziehen betrat er die Halle und blickte sich um. Er war einer fortgeschrittenen Gruppe zugewiesen worden. Die jungen Männer musterten ihn eingehend, einige freundlich, manche eher abschätzig und andere wieder neugierig.
Martin betrat den Trainingsbereich und musterte seine Schüler. Martin sah sehr unscheinbar aus in seinem Gi, es zeichneten sich nicht wie bei einigen seiner Schüler die Muskeln unter dem Baumwollstoff ab und mit seinen 179cm war Martin nicht besonders groß, jedoch hatte jeder seiner Schüler schon die Erfahrung machen müssen das dieser Schein trügerisch war.
„Guten Morgen Leute. Ich hoffe ihr habt gut geschlafen, als erstes haben ich euch mitzuteilen dass wir einen Quereinsteiger bei uns aufnehmen.“ Martin deutete auf Tyler „Also Jungs seid nett zu Tyler er hat auch schon mit den Füchsen trainiert und war im Gegensatz zu euch schon a draußen unterwegs.“
Aus einer der hinteren Reihen der Gruppe hörten alle Teilnehmer eine leicht näselnde und sehr arrogant klingende Stimme „Der sieht eher wie eine Blindschleiche aus nicht wie ein Fuchs.“ Auf diesen Kommentar folgte leichtes Gelächter unter der Gruppe.
Tyler drehte sich langsam um und Blickte in die Richtung des Kommentars, die Studenten wichen zur Seite um seinem kalten Blick zu entgehen und machten so den Weg zum Sprecher frei.
Tyler musterte den Kerl, groß mindestens 195 cm und sehr muskulös. Leise sagte Tyler zu ihm „Und du hältst dich für gut oder warum reißt du dein dummes Maul auf? Sei froh das ich euren Trainer mag ansonsten hätte er einen Schüler weniger in der Gruppe.“ Ohne eine Erwiderung abzuwarten drehte Tyler sich wieder in Richtung Martin um der die Szene beobachtete.
„Ok Jungs erst mal die normalen Übungen und dann vielleicht Zweikämpfe aber wir wollen ja lernen also sehen die anderen zu.“

Nach anderthalb Stunden Training klatschte Martin in die Hände. Tyler wusste was nun kam, die Studenten bildeten einen Ring von ca. 5 Metern Durchmesser in diesem würden nun 2Studenten gegeneinander antreten und nach dem Kampf würden alle die Fehler und guten Aktionen kommentieren und analysieren. Tyler war eigentlich klar dass er heute in den Ring musste, nach dem Eklat außerhalb der Matte würden sicher einige Studenten ihn herausfordern.
Wie nicht anders zu erwarten stolzierte auch gleich der große Kerl von heute Morgen in die Ringmitte und meinte in seiner arroganten Art zu Martin „Sir ich würde gerne sehen wie unser Schlangenfuchs sich hält.“
Martin Schüttelte den Kopf „Alexander sie sollten nicht immer so dick auftragen aber vielleicht kann Tyler ihnen einiges beibringen.“ Martin nickte Tyler zu.
Tyler erhob sich und schlurfte in die Ringmitte, er bot das perfekte Bild eines Jungen der gleich Prügel beziehen würde und dies auch wusste. Alexander grinste überheblich.
Nach der Verbeugung stürmte Alexander direkt auf Tyler zu und versuchte diesen mit einem Schnapptritt außer Gefecht zu setzen.
Schneller als die Studenten erwartet hatten reagierte Tyler, Blitzschnell wich er nach hinten aus und der Tritt der zu seinem Kinn geführt hatte verpuffte nutzlos in der Luft vor ihm.
Jetzt reagierte Tyler, noch während Alexander das Bein senkte griff Tyler an. Mit einem schnellen seitlichen Tritt in die Kniekehle, der Alexander aufschreien ließ, nahm Tyler ihm sein Angriffsbein. Alexander musste somit sein gewicht auf sein Standbein verlagern um nicht ach vorne zu fallen.
Tyler nutzte dies weiter aus indem er auf seinen Gegner zu sprang, einen schnellen Schlag in dessen Gesicht landete, der Alexander das Nasenbein brach, und direkt neben dem nun leicht desorientierten Alexander aufkam. In einer flüssigen Bewegung zog Tyler seinem Gegner das Standbein weg, als dieser auf dem Boden Aufschlug trat Tyler zweimal schnell mit der Hacke auf Alexanders Brustkorb. „STOPP DAS REICHT JETZT!“ Hallte Martins Stimme durch den Ring und er bewegte sich schnell auf Tyler zu der die Hand zu einem Finalen Schlag erhoben hatte der wohl Alexander den Kehlkopf zertrümmert hätte. Mit einem schnellen Griff packte Martin Tylers sich immer noch in Bewegung befindlichen arm und fixierte ihn mit einem Aikidogriff so dass Tyler den Schlag nicht mehr ausführen konnte. „Verdammt Tyler er soll aus seinen Fehlern lernen können!“ Martin Zog Tyler langsam von seinem Opfer weg. Zwei Sanitäter kamen herbei und trugen den bewusstlosen Alexander auf die Krankenstation.
Tyler beruhigte sich etwas und blickte dann Martin an, leise so dass nur sein Mentor ihn hören konnte sagte er „Wozu die nutzlosen weiter fördern? Einer weniger hätte dafür gesorgt as ein besserer ihm nachfolgen hätte können oder nicht Sir?“
Martin war geschockt mit welcher Härte Tyler sprach, das war eine weitere Veränderung die er jetzt bemerkte. Tyler schien überhaupt keinen Respekt mehr vor dem Menschlichen leben zu haben. „Lass uns ein andermal darüber reden Tyler.“ Dann erhob Martin sine Stimme „Also Jungs besprechen wir diesen doch sehr einseitigen Kampf, was hat Alexander falsch gemacht?
Nach dem Unterricht in Mechtaktik zog Tyler sich um und machte sich auf den Weg zu Campbells Büro, nachdem er angeklopft hatte betrat er das Büro salutierte und stand dann vor seinem Vorgesetzten.
Campbell blickte Tyler lange schweigend an, dann seufzte er und meinte „Stehen sie bequem, wir haben einiges zu bereden.“
Tyler wartete und musterte Campbell, der heute noch älter aussah als sonst.
Campbell begann langsam zu sprechen, „Nachdem ich gehört habe dass sie physisch in bester Verfassung sind und die Psychologen keine Einschränkung sehen sie für den aktiven Dienst einzuteilen bin ich gezwungen sie irgendwo unterzubringen. Da sie zu den Spezialtruppen gehören die den Füchsen direkt unterstehen denke ich sind sie im Programm Revival bestens aufgehoben. Sie wissen wobei es sich in diesem Projekt handelt?“
Tyler versuchte sich zu erinnern, er hatte früher mal davon gehört aber ihm kam es einfach nicht mehr in den Sinn worum es dabei ging. „Leider nicht Sir.“ Antwortete er um zu erfahren wo er hin versetzt werden würde.
„Ok dann will ich es ihnen kurz erklären Tyler. Seitdem die Gray Death Legion diesen Sternebund Kernspeicher gefunden hat sind wir hier am NAIS damit beschäftigt die Daten auszuwerten und nutzbar zu machen. Man kann fast sagen die Claninvasion hat uns geholfen einige Lücken zu schließen bevor wir soweit gewesen wären sie selber zu entschlüsseln. Das Programm befasst sich in erster Linie mit dem Test neuer Waffensysteme und deren Waffenträgern. Und bei den Waffenträgern kommen sie ins Spiel Tyler, sie werden die Ehre haben die neuen Mechs zu steuern die durch das Programm entwickelt werden. Sie werden vorerst ein Testpilot für die neuen Mechs sein, diese Mechs auf Herz und Nieren Testen und sie an Ihre Grenzen treiben, wenn es geht sogar drüber hinaus. Und wenn sie Glück haben halten sie sich so gut dabei dass wir sie mit diesen Mechs dann zu den Feldkommandeuren schicken um die neuen Piloten einzuweisen.“
Campbell machte eine lange Pause, und Tyler wusste nun würde ein Rüffel kommen, gerade nach dem was er Alexander angetan hatte.
„Und Tyler wenn sie nochmals einen Kameraden bei einem ÜBUNGSKAMPF Krankenhausreif schlagen verspreche ich ihnen dass sie die längste Zeit in der Armee des Vereinigten Commonwealth gedient haben. Habe ich mich klar ausgedrückt?“
„Jawoll Sir!“ Tyler salutierte zackig.
Campbell blickte Tyler noch einmal kalt an dann erwiderte er den Gruß „Weggetreten! Melden sie sich Morgen früh bei Commander Farrell.“
Nachdem Tyler den Raum verlassen hatte schüttelte Campbell den Kopf, was war nur aus dem Jungen geworden.




Tyler meldete sich wie befohlen zum Dienst und verbrachte die nächsten Monate neue Mechs zu testen. Dabei kristallisierte sich ein deutliches Talent für ballistische Waffen heraus.
Die Schlacht von Thukayid wurde geschlagen und die Innere Sphäre konnte langsam etwas aufatmen.
Mittlerweile hatte Tyler sich den Ruf als sehr guter Testpilot gemacht und er wurde auf ein neues Projekt eingestimmt. Einen neuen überschweren Mech, von dem der erste Vorserienmech in 2 Monaten ankommen sollte.


New Avalon 22.10.3055

Tyler war aufgeregt, er hatte gestern gesagt bekommen dass das Landungsschiff mit dem Vorserien Mech endlich eingetroffen war. Heute sollte er mit Commander Farrell den Mech zum ersten Mal sehen. Tyler fragte sich was für ein Mech es sein würde. Er wusste zwar das es sich um einen Überschweren Sturmmech handelte jedoch nicht wie schwer er genau war und welche aufgaben der Mech erfüllen sollte. Tyler erinnerte sich daran wie er vor 3 Monaten den Berserker zum ersten Mal gesehen hatte. Ein Hundert Tonnen schweres Versprechen auf Tod und Vernichtung. Tyler erinnerte sich auch noch gut daran wie es war diesen Mech mit fast 90 Stundenkilometern über das Gelände jagen zu lassen. Er hatte sich fast in den Mech verliebt, nur er konnte es sich nicht leisten lange an einem Mech zu hängen dafür wechselten sie zu schnell.
Farrell neben ihm räusperte sich, „Sehen sie Tyler da kommt der Schweber der sie wieder ein Stück näher an diesen Metallpanzer bringen wird den sie bevorzugen.“ Farrell deutete in Richtung einer kleinen Staubwolke die näher kam.
Tyler blickte zu seinem Chef hinüber, Farrell war weder beeindruckend noch zeichnete ihn etwas besonders aus. Er war nur 173cm groß etwas übergewichtig hatte Braunes haar und dunkle Augen. Aber Tyler vermutete das genau diese Mittelmäßigkeit Farrells ihn so gut in seinem Job machte die ganzen hitzköpfigen Piloten im Zaum zu halten. Farrell hatte einfach kein Interesse daran jemanden zu fördern oder gar eigene Ziele zu verfolgen. Und damit war er ideal dafür ständig wechselnde Mechs zu haben und eine Truppe sie von den meisten Leuten noch wohlwollend als „schwierig“ zu bezeichnen gewesen wäre.
Tyler nickte „Ja Sir, und auch muss ich ihnen recht geben ich zeihe Mechs eben den Menschen vor.“
Farrell schmunzelte „Sie wissen was man sagt oder Tyler? Das sie die Mechs so mögen weil sie genauso kalt und unmenschlich sind wie die 12 Meter Monster.“
Tyler kannte seinen Ruf in der Truppe und er wusste dass oft über ihn und Mechs gesagt wurde Machine to Machine. „Sir, ich muss widersprechen man vergisst im Allgemeinen dass ein Mech nur äußerlich kalt ist und innen Sonneheiß. Also kann man mit einem alten Sprichwort sagen Harte Schale weicher Kern, wobei ich sagen muss eher feurig oder leidenschaftlich.“
Farrell musste lachen „Tyler sie sind einer der spitzfindigsten Irren unter meinem Kommando. Leidenschaftlich. Sie werden a zu einem richtigen Poeten hier bei uns.“
Tyler musste leicht lächeln, nein er würde kein Poet werden, er sagte Farrell ja auch nicht seine vollen Gedanken. Das Feuer in ihm das loderte war der Wunsch endlich wieder an die Front zu kommen und sich zu beweisen, tief im inneren wusste Tyler dass er einfach Schaden anrichten und Angst verursachen wollte.
Der Schweber kam vor den beiden zum Stehen ein Unteroffizier begrüßte die beiden und bat sie einzusteigen. „Meine Herren wir bringen sie jetzt zu Mechhangar 16 dort haben wir den Mech abgeladen.“ Der Fahrer reichte zwei Mappen nach hinten „Anbei die Papiere über die üblichen Klauseln über Verschwiegenheit usw. sie kennen die Formulare sicher.“
Tyler wie auch Farrell nickten. In den Unterlagen waren wie immer mehrere Erklärungen zu unterzeichnen in denen man angab dass man keinem Menschen außerhalb der zuständigen Abteilung am NAIW von den Mechs erzählen durfte, keine technischen Geheimnisse weitergeben durfte und noch viel Sachen die man nicht durfte. Ein Nachteil bestimmte Mechs exklusiv testen zu dürfen, aber besser als sich auf Präsentationen zu verlassen.
Nachdem Tyler und Farrell alles unterschrieben hatten kam der Schweber auch schon bei Hangar 16 an.
„Meine Herren ich wünsche ihnen einen schönen tag. Im inneren erwartet sie Mister Miller der ihnen alles weitere zu dem neuen Mech erklären kann.“ Der Fahrer verabschiedete sich und verschwand mit dem Schweber in Richtung der Kasernen.
„Na dann auf, jetzt bin ich auch mal gespannt was man uns diesmal geliefert hat.“ Farrel öffnete die Tür zum Hangar und trat ein, Tyler folgte ihm wie es sich gehörte in einem Abstand der die Rangverhältnisse deutlich machte.
Im Innern angekommen wartete bereist ein Mann auf die beiden. Gekleidet in einen Weißen Tech Overall mit grauen Haaren und einem etwas abwesenden Blick kam der Man auf Farrell und Tyler zu. „Hallo, mein Name ist Carl Miller, Leiter des Projektes. Sie müssen die beiden Herren von NAIW sein.“ Miller bot Farrell die Hand zum Gruß an.
Farrell erwiderte den Händedruck und erklärte „Ja wir sind von NAIW, ich bin Commander Farrell, Leiter der Abteilung Revival am NAIW und dies ist der Mechpilot der den Mech Steuern wird. Leutnant Tyler Hatamoto.“ Bei den letzen Worten zeigte Farrell auf Tyler.
Tyler verbeugte sich leicht um den Wissenschaftler zu begrüßen.
Miller grinste „Nun denn meine Herren dann folgen sie mir mal. Ich will sie ja nicht länger warten lassen.“ Durch eine weißePlane gelangten die drei Männer in einen abgeteilten bereich des Hangars. Was Tyler dort sah ließ seinen Atem stocken. Die Maschine die dort vor ihm aufragte war mehr als nur beeindruckend. Sie besaß wie viele Clanmechs einen gedrungenen Torso und die nach hinten Abknickenden Beine, aber Tyler fühlte sich sofort an einen weiteren Mech mit dieser tödlichen Ausstrahlung erinnert, den Marodeur. Dann betrachtet Tyler den Mech genauer, die Arme endeten in zwei langen Läufen Tyler vermutete zwei der neuen Gaußgeschütze Flankiert wurden die langen Geschütze von zwei mittelschweren Lasern. Im rechten Torso saß eine weitere Waffe die Tyler jedoch nicht identifizerien konnte.
„Wow, bei der Bestückung muss der Mech mindestens 85 Tonne wiegen“ murmelte er.
Miller der dies gehört hatte trat heran „Meine Herren darf ich ihnen die Nightstar präsentieren. Ein Design das bereist zu Zeiten des Sternebundes entworfen wurde. Es ist der letzte Mech der Marodeur Serie. Die Nightstar wiegt 95 Tonnen und ist bewaffnet mit zwei Gaußgeschützen, 2 Mittelschweren Lasern einer ERPPC und einem leichten Laser im Kopf.
Si erreicht zwar nur 55 Km/h Spitze aber alles in ihrem weg dürfte niedergemacht werden wenn ein guter Pilot am Steuer Sitzt.
Farrell nickte anerkennend „Ein interessanter Mech durchaus. Tyler willst du die Wanne nicht mal testen.“
Tyler lächelte als er sah wie Miller zusammenzuckte als dieser Mech als Wanne bezeichnet wurde. „Aber sicher Chef, ich zeihe mich nur schnell um.“

Merten
06.06.2005, 01:11
New Avalon 22.10.3055


Tyler stieg die letzen Sprossen der Leiter zum Cockpit der Nightstar hinauf. Innerlich zitterte er vor Erregung. Diese Mech war etwas Besonderes. Hatte ihn schon der Berserker beeindruckt so verströmte die Nightstar eine tödliche Eleganz. Dieser Mech war der personifizierte Tod.
Tyler nahm auf der Pilotenliege platz und stöpselte die Kühlweste und den Neurohelm ein.
Als er den Reaktor hochfuhr spürte er förmlich die Energie in die künstlichen Muskel strömen und die ungebändigte Kraft des Mechs.
„Alle Systeme Online“ begrüßte ihn die bekannte Stimme des Diagnoseprogramms „Waffenlsiting beginnt jetzt!
Gauß Linker arm auf dem linken Daumenauslöser, ER PPC auf dem Mittleren Daumenauslöser Gaussrechter arm auf dem rechten Daumenauslöser. Mittelschwere Impulslaser auf dem Zeigefingerauslöser, leichter Laser auf dem Mittelfingerauslöser primärer Feuerleitkreis (FLK) linker Steuerknüppel Zeigefingerauslöser, derzeitige Belegung Gauß Gauß ER PPC, Ende des Listings. Viel Spaß beim Testen Mechkrieger!!“

Tyler pegelte den Bordfunk auf die Technische Leitung ein. „Hier Hatamoto ich bin bereit für einen Spaziergang auf dem Testgelände. Erwarte Freigabe.“

Der Tech im Tower meldete sich prompt „Freigabe erteilt, erstes Programm Zielschiessen auf unbewegliche Ziele. Ach ja Hatamoto warten sie bis der Chef aus der Gefahrenzone ihrer Latschen ist.“
„Roger“ bestätigte Tyler leicht lächelnd bei dem Gedanken die beiden Bürokraten vor sich zu schocken wenn er mit dem Mech vorwärtssprang.
Leise Murmelte Tyler zu sich „Aber ich hänge an dem Job also sollte ich den Boss nicht ärgern.“
Langsam bewegte Tyler den Mächtigen Mech aus dem Hangar und bewegte sich mit 30 km/h auf das Trainigsgelände zu, dort angekommen steuerte er zielsicher auf den Mechschießstand.
Bei der vom Tower angegebenen Position bleibt er stehen und drehte den Mech in Richtung der Ziele.
Vorsorglich arretierte Tyler die Beine des Mechs so dass der Mech selbst bei einem Extremen Rückstoß nicht umkippen konnte, Tyler erinnerte sich nur zu gut daran was ihm passiert war als eine der neuen Ultra Autokannonen eine Fehlfunktion gezeigt hatte und die Granate beim verlassen des Laufs explodiert war. Die Explosion hatte nicht nur das Geschütz zerstört sondern den nicht arretierten Mech umgeworfen. Ein Erfahrung die Tyler so schnell nicht wieder erleben wollte.

Im Lautsprecher des Neurohelms knackte es „Tower hier, Übungseginn in T – 15 Sekunden“
Tyler bestätigte kurz und lies das Zielerfassungssystem warmlaufen,
Auf der Holographischen 360° Anzeige tauchten sechs kleine Fadenkreuze auf, für jedes Geschütz eins. „Eindeutig zu viele“ brummte Tyler und tippte schnell einen kurzen ´Befehl in die Steuerkonsole ein. Der Computer gehorchte auf den Befehl und legte alle Waffen auf ein Primäres Fadenkreuz und richtet automatisch alle Waffen so aus das sie in der Mitte des Fadenkreuzes zusammenfanden.
Dann begann auch schon die Übung, in 450 Metern Distanz zeigte der Computer das erste Ziel an, einen leichten Schweber.
Ohne darüber nachzudenken zog Tyler das Fadenkreuz auf das Ziel und betätigte den
Auslöser des primären FLK. 2 Gausgeschosse und der Blaue Blitz der PPK zogen ihre Bahn auf das Ziel und durch es hindurch. Der Gefechtscomputer verzeichnete eine vollkommene Zerstörung des Ziels.
„Na Super Hatamoto einen 5 Tonnen Schweber mit einer vollen Breitseite zu erlegen ist wirklich ne intelligente Aktion“ Kam es aus dem Lautsprecher.
„Verdammt „schalt sich Tyler er war noch nicht auf die Waffengewalt dieses Mechs eingestellt gewesen, schnell änderte er sein Feuerverhalten ab, nur bei als Mechs gekennzeichneten Zielen gab er Breitseiten ab.

Nach 30 Minuten war der Spuk vorbei und der Tower meldete eine Pause von 10 Minuten zur Auswertung der Ergebnisse.

Die Ergebnisse liefen über den Schirm und Tyler nickte. Er hatte wie immer mit der PPC am schlechtesten Geschossen und seine Begabung für ballistische Waffen bewiesen 93% Trefferquote mit den Gaußgeschützen war eindeutig, die 74% mit den Energiewaffen dagegen ärgerten ihn.

Nach der kurzen Pause, die die Techs dazu nutzen die Waffen der Nightstar zu drosseln und die Gaußmunition durch Farbpatronen zu ersetzen sollte Tyler ein Gefecht gegen 2 Gegner führen.
Keine Simulation sonder richtige Mechs.

Tyler lockerte nochmals seine Schultern und beobachtete Die Monitore, Sam Fisher sein derzeitiger Gegner war irgendwo da draußen und lauerte auf die Nightstar.

Bisher war das Gefecht gut verlaufen, Tyler hatte seinen ersten Gegner in seinem Centurion schnell ausschalten können. Danach hatte er Gegner Nummer 2 gestellt und sich einen etwas längeren Kampf mit dem Warhammer geleistet. Dabei hatte Tyler einiges an Panzerung eingebüßt, was ihm Gar nicht gefallen hatte.
Als dann Sam Fisher in dem neuen Devatator Prototyp aufgetaucht war ging alles bergab, zwei Gaußtreffer am Bein und Tyler´s Mech hatte ein steifes Knie, die PPK´s des Gegners hatten seinen Linken Arm entblößt und es war nur eine Frage der Zeit bis die Nightstar den Arm verlieren würde.
Tyler hatte einen schnellen Rückzug angetreten und sich vorerst aus der Schusslinie seines Gegners gebracht. Nun hatte er die Nightstar versteckt und lauerte auf seinen Gegner, der sich leider nicht so leicht anlocken ließ wie Tyler es gehofft hatte.

Tyler ging gerade in Gedanken seine Optionen durch als er eine Ortung bekam. Fisher war anscheinend der Meinung dass er genug Panzerung und Waffen hatte nicht länger warten zu müssen und befand sich auf dem direkten Weg zur Nightstar.

„Verdammt“ flüsterte Tyler und überlegte fieberhaft wie er den Devatator ausschalten könnte.

Tyler fiel nichts Besseres ein als genau das zu tun was Fisher tat, er griff an!

Sam Fisher war mehr als nur überrascht als die Nightstar sich hinter ihrer Deckung aufrichtete und angriff „er kann doch nicht ernsthaft denken eine Chance zu haben“ sagte Fisher zu sich selbst als die Nightstar das Feuer eröffnete.
Zwei Gaustreffer im mittleren Torso bestätigten jedoch Tylers Absicht.
Fisher blieb der Nightstar nichts schuldig und gab eine volle Breitseite auf seinen Gegner ab.
Die beiden Gaußkugeln verwandelten den Arm der Nightstar zu Schrott und die beiden PPC schmolzen Panzerung vom Rumpf des Mechs.
Verzweifelt feuerte Tyler alle Waffen nochmals ab, die PPC traf den Devatator nochmals in die Brust und legte das Filigrane Innenleben des Mechs frei, das Gaußgeschütz schlug in die Rechte Schulter ein und drehte den Devastator etwas zur Seite, der verbliebene Mittelschwere Laser schlug in die Torsomitte ein, Tyler hatte jedoch keine Gelegenheit mehr zu sehen welchen Schaden er angerichtet hatte, da eine vernichtende Breitseite seine Nightstar traf, der Computer meldete einen Reaktor und einen Cockpittreffer und schaltete den Mech ab. Tyler war tot.

Frustriert schlug Tyler auf die Konsole „Mist fast hätte ich ihn gehabt!“
Danach erbat er auf der offenen Frequenz den Tower den Mechs zu entsperren so dass er in den Hangar zurückkehren könnte.

Tyler nippte gerade an seinem Iso Drink als Sam Fisher den Besprechungsraum betrat und ihm zunickte und sich auf den weg machte eines der bereitgestellten Getränke zu greifen.
„weißt du Tyler, wenn du nachher das Gefechtsrom siehst wirst du dich nicht mehr ärgern dass mein Gaußgeschütz deinen Kopf erwischt hat“ begann Sam das Gespräch.
Tyler blickte auf und musterte Sam misstrauisch. Sam war nur 165cm groß und wirkte oft naiv und kindlich aber er war einer der besten Mechkrieger die Tyler je getroffen hatte.
„Ich weiß nicht Sam, ich bin offiziell tot, das ist kein großer Trost für mich ist eine Leiche eine Leiche.“
Sam lachte auf, „ich denke nicht das du wirklich im Realen leben alleine drei Mech gegenüberstehen wirst und dann nicht so agierst wie du es heute getan hast, bei unseren Gefechten wollen wir alle den ewigen Krieger spielen und vergessen oft genug das Mechs auch kaputtgehen können.“ Sam grinste Tyler entwaffnend an.
„Touché“ Tyler lächelte leicht und musste zugeben das Sam es wirklich schaffte ihn ab und zu aufzuheitern.
Die beiden Unterhielten sich über belangloses Ding bis die Herren der Auswertungsgruppe eintrafen und mit der Nachbesprechung begannen.

Merten
17.06.2005, 22:22
Direon 25.10.3055

Kyori hörte Schritte hinter sich die sich schnell nährten ohne lange zu zögern bog sie in eine Seitenstraße ab, und verschmolz dank ihres langen schwarzen Mantels mit Kapuze mit den dortigen Schatten. Ohne darüber nachzudenken zog sie die geschwärzte Klinge auf ihrem Unterarmhalfter und ging in Angriffsposition.

Keine zehn Sekunden später sah sie eine Gestalt am Eingang der Straße auftauchen, es war ein Mann gekleidet in eine Uniform der freundlichen Berater. Sein Gang und die Körperhaltung jedoch zeigte an das er etwas anderes, etwas Gefährlicheres war, er bewegte sich mit der elganz einer Katze.

Kyori fluchte innerlich sie wusste zwar das sie verfolgt wurde seit sie Luthien verlassen und den Verräter getötet hatte, aber sie hatte gehofft das man ihr nicht die besten der ISA hinterher schicken würde, wie sie nun sah hatte sie sich geirrt.

Die Gestalt verharrte am Eingang und blickte sich um, dann begann sie zu sprechen „Kommen sie Kyori, ich weiß dass sie da drin sind und ich habe keine Lust besonders viel Gewalt aufzuwenden um sie zu holen. Sie sollen doch noch in der Lage sein einige dinge zu erklären.“ während dieser Worte zog die Gestalt eine Autopistole und schraubte einen Schalldämpfer auf.

Kyori sah genau was die Person tat und musste lächeln, klar das würde auch jeder glauben wenn man gleichzeitig eine Waffe zog. Sie schüttelte noch mal s den kopf über diesen plumpen Versuch des Agenten und schlich auf ihn zu.

Der Agent bemerkte dass seine Taktik nicht aufging und wollte sich gerade bereitmachen die Suche nach der flüchtigen Verräterin in den Schatten zu beginnen als ein Schatten neben ihn glitt. Verwundert stellte der Agent fest dass er auf einmal blutete und kein Wort mehr sagen konnte, dann brach er tot zusammen.

Kyori zog das Messer aus der Seite des Agenten wischte es vorsichtig an seiner Leiche ab und steckte es wieder in die Scheide, welche die Klinge wieder mit dem schnell wirkenden Nervengift bestreichen würde das den Agenten so schnell getötet hatte.
Kyori dankte in Gedanken noch als ihrem Großvater der ihr das Geheimnis der Giftzubreitung beigebracht hatte. Kyori hegte immer noch den Verdacht dass er zu den legendären Negekami gehört hatte, leider konnte sie ihn nie fragen und als sie alt genug gewesen war starb er unvermittelt an einem Herzinfarkt.
Nach einigen Sekunden des Nachdenkens machte sie sich wieder auf den Weg zum Raumhafen, es war noch ein weiter Weg bis nach Solaris.



New Avalon 28.11.3055


Martin saß in seinem kleinen und unscheinbaren Büro auf der Verwaltungsebene der Akademie uns las besorgt einen Bericht der psychologischen Abteilung.
„…wird dringend geraten Mister T. Hatamoto aufgrund einer nicht zu gewährleistenden geistigen Stabilität aus dem aktiven Dienst zu entfernen…“
Martin las den Bricht bereits zum dritten Mal und konnte es nicht glauben was Tyler betraf. „Bin ich so blind gewesen, oder wollte ich nicht sehen das Tyler durchdreht?“ fragte Martin sich im Stillen.
Anlass zu der erneuten Untersuchung war ein Vorfall in einem der Hangars gewesen in dem Tyler einen Tech nach einem kleinen Streit zusammengeschlagen hatte und den Tech dabei lebensgefährlich verletzt hatte. Martin griff sich den Bericht von der Krankenstation „..schwere Fraktur des Schädels, gebrochene Rippen sowie einen Leberriss und eine halb zerschmetterte Schulter…“ die weiteren Details beliefen sich auf mögliche Behandlungsvorschläge und wie lange der Tech wohl in der Station bleiben müsse. Martin war sich im Klaren darüber das der Tech tot wäre hätte er nicht den dick gepolsterten Anzug getragen den er tragen musste wenn er in der nähe des Mechreaktors arbeitete.
Martin saß noch weitere zwanzig Minuten in seinem Zimmer dann drückte er einen Knopf an seinem Visiphon, als er das Signal bekam das die Verbindung hergestellt war begann er zu sprechen „Roy? Martin hier, ich würde dich bitten in mein Büro zu kommen.“ Ohne eine Erwiderung abzuwarten legte Martin auf.
Keine fünf Minuten später war Roy Campell da, gekleidet in einen funktionalen Coverall der nur an den Schultern ein Rangabzeichen enthielt. Auf eine Geste Martins hin setzte er sich in einen der bequemen Ledersessel. Martin stand auf und ging zu einem Schrank an einer der Wände, und begann zwei Gläser mit einem bernsteinfarbenen Getränk zu füllen, eines davon gab er Campbell, danach setzte er sich auch in einend er Sessel.
Nach dem ersten Schluck begann er zu sprechen. „ Ich bin sicher das du den Bericht auch schon gelesne hat oder?“
Campbell nippte an seinem Drink und blickte Martin an „Sicher, wenn einer meiner Techs beinahe draufgeht dann will ich wissen warum.“ Roy schüttelte den Kopf „versteh mich nicht falsch aber ich denke bei Tyler ist die Freund Feind Erkennung endgültig durchgebrannt. Ich denke wenn wir nicht bald handeln wird er jemanden umbringen.“
Martin nickte „Ich sehe es ähnlich wie du. Du weißt das ich ihn bisher immer in Schutz genommen habe aber es geht nun mal leider nicht anders wir müssen eine Lösung finden, die Frage ist nur welche.“ Martin rieb sich die Augen und fühlte sich müde und ausgelaugt.
Campbell zuckte die Schultern „Welche Optionen haben wir denn? Wir können ihn verschwinden lassen, und diesmal von einem Profi sonst enden wir wie die Jungs die ihn das letzte mal verraten haben, oder wir sorgend dafür das er aus der Truppe fliegt und riskieren das er mit den hier gehörten Geheimnissen hausieren geht. Ehrlich gesagt behagen mir beide Ideen nicht wirklich, hast du eine andere Idee?“
Martin lächelte „eventuell habe ich wirklich noch eine Idee, im Herzen ist Tyler und ich denke er bleibt auch so, ein Yakuza Straßenkind. Mit genug Geld kaufen wir sein schweigen und lassen ihn gehen. Des weiteren sollten wir ihm einfach anbieten das wir ihn ggf mit Infos versorgen wenn er freiberuflich tätig ist er aber bei Aufträge gegen Agenten von uns nachfragt. Wenn er sich auf den Deal einlässt entlassen wir ihn mit einer enormen Abfindung unter aussage das Stressyndroms und dann kann er so viel Schaden anrichten wie er will.“
Campbell verschluckte sich beinahe an seinem Drink „Das ist nicht dein Ernst? Du willst ihn gehen lassen und noch dafür bezahlen? Das ist fast so verrückt dass es klappen könnte. Hast du die Hirnverdreher schon gefragt was sie davon halten?“

Martin schmunzelte und erwiderte schuldbewusst wirkend „Nun um ehrlich zu sein ist es ihre Idee gewesen. Sie gehen davon aus das Tyler durch seine Schizophrenie und seine Felderfahrung Gefahren spürt und dann wie ein wildes Tier reagiert. Also klar ausgedrückt wenn er den Eindruck hat das wir ihn umlegen lassen wollen reagiert er wie ein Killer und würde hier kaum einen Stein auf dem anderen lassen. Wir wissen das er nicht dumm ist, ich denke er würde warten bis er einen Mech testet und uns dann auslöschen. Mir gefällt der Gedanke überhaupt nicht. Also nehmen wir Methode zwei, wir schmieren ihm Honig ums Maul und lassen ihn auf unsere Feinde los, vielleicht macht er ihnen noch mehr Probleme als uns.“
„Ok reden wir mit unserem Irren, nur wenn er zustimmt denke ich dass wir erfolg haben könnten.“ Campbell blickte Martin an und beide wussten das es eine mehr als zweifelhafte Entscheidung war die sei eben getroffen hatten.

Merten
05.07.2005, 22:30
New Avalon 29.11.3055


Tyler gekleidet in einen schwarzen Kampfanzug betrat Martins Büro und war nicht überrascht auch Campbell darin sitzen zu sehen.

„Sie wollten mich sprechen Sir“ begann er und salutierte Vorschriftsmäßig.

„Steh bequem Tyler“ begann Martin „Du weißt warum wir dich herbestellt haben oder?“

Tyler entspannte sich etwas „Ja Sir ich denke es geht um die Auseinandersetzung mit dem Tech letzte Woche“

„Genau, und um ehrlich zu sein ist diese Situation nicht haltbar. Wir haben also zwei Optionen Tyler. Entweder wir stellen dich vor Gericht oder du verlässt die Truppe. Da wir davon ausgehen das du die erste Option nicht magst kommen wir mal zu Option zwei. Da du einige wichtige Geheimnisse kennst bieten wir dir folgendes an: Ehrenhafte Entlassung aus dem Dienst mit einer Abfindung die 2 Jahresgehältern und einem Battlemech entspricht. Dafür verlangen wir lebenslanges Schweigen über die hier entdeckten Dinge, und solltest du einen Auftrag annehmen der gegen unser Haus gerichtet ist eine Anfrage an uns. Du kannst ich auch jederzeit erreichen wenn du fragen hast. Das ist unser Angebot, Nachverhandlungen sind nicht möglich. Wie lautet deine Antwort?“ Martin beobachtet Tyler genau bei seinen Ausführungen.

Tyler dachte kurz nach dann musste er lächeln und antwortete „Sir an welchen Mech hatten sie gedacht? Nicht das es mir zustehen würde bei diesem großzügigen Angebot nein zu sagen aber ich würde wirklich gerne wissen was sie mir anbieten würden.“
Tyler bemerkte wie Campbell sich entspannte und seine Hand aus der Jackentasche nahm, wo Tyler eine Waffe vermutete die das Gespräch schnell und effektiv beendet hätte wenn er nicht zugestimmt hätte.

Martin grinste „Ok wie gesagt 2 Gehälter und was halten sie von einem guten gebrauchten Marodeur?“

Tyler nickte, und verstand. „Sir ich fühle mich geehrt dass sie mir diese Maschine überlassen wollen. Und ich versichere ihnen dass ich bei jedem Auftrag der dem Hause Davon schaden könnte vorher um Rückendeckung bei ihnen anfragen werde.

Martin nickte und signalisierte Tyler das er entlassen war. Tyler stand auf und begab sich zu seinen Quartieren.


Als Martin sicher war das Tyler weg war blickte er Campbell an. „Meinst du wir können ihm vertrauen?“
Campbell seufzte tief und kratzte sich am Kopf. „Ja ich denke schon. Aber evtl. sollten wir ihm jemanden zur Seite stellen der sicher und loyal uns gegenüber ist. Ich glaube ich habe da jemanden an der Hand.“ Campbell grinste leicht „Und ich denke der wird auch mit Tyler klar kommen wie ich ihn kenne, leider will er die Innere Sphäre auf eigenen Faust zu einem besseren Ort machen.“
Martin blickte Campbell erstaunt an „Wen meinst du denn jetzt, ich kann mir kaum jemanden vorstellen den mit Tyler klar kommt, geschweige denn den man unter Kontrolle bringen kann.“
Jetzt war es an Campbell wölfisch zu grinsen. „Oh du kennst ihn auch. Balboa, Joshua Balboa. Er ist vor kurzem von einem Auftrag zurückgekehrt und hat einen Antrag auf Entlassung aus dem Mechkriegerdienst gebeten. Ich habe ihm zwar Angeboten bei den Füchsen einzusteigen aber er hat abgelehnt.“

Martin lehnte sich nachdenklich zurück „Das ist eine gute Idee, beordern wir Joshua 5 Monate nach Tyler nach Outreach, von dort aus solle er sehen ob sich Tyler als Söldner angemeldet hat, und wenn ja soll er Kontakt zu ihm aufnehmen, alles Weitere würde Tyler sicher aufmerksam machen auf unseren Einfluss. Sir dürfen nie vergessen das Tyler vielleicht ein Sadistischer Psychopath geworden ist jedoch ist er dadurch nicht dumm.“

Campbell blickte Martin an und nickte „Ok ich werde mit Joshua reden, und mit einer finanziellen Dreingabe dieses Verhalten versüßen.“





Solaris VII 12.02.3056


Tyler stand in der langen Reihe der Zollabfertigung und wartete darauf endlich dranzukommen um den Papierkram zu erledigen und nach Solaris City zu kommen.
Nach weiteren 15 Minuten war Tyler an der Reihe der Zollbeamte, ein Mittdreißiger kleiner Mann mit einer dicken Brille, blickte zu Tyler auf und näselte „Papiere? Haben sie sonst noch Sachen zu verzollen?“

Tyler blickte den Mann an und überreichte ihm seine Papiere „Nicht viel mein Handgepäck und den Mech in Hangar 3“
Der Kopf des Zollbeamten ruckte hoch. „Ein Mech? Soso.“ Der Beamte musterte die Papiere lange und blickte Tyler dann lange an. „Ok ist alles in Ordnung viel Spaß auf Solaris Mister Hatamoto.“ Mit diesem Worten überreichte er Tyler die Papiere und winkte ihn durch.
Kaum war Tyler außer Sichtweite ging der Zollbeamte zu einem Visiphon und wählte eine Nummer „Hallo, Svenson hier. Sehen sie sich einen Mister Hatamoto an ein interessanter Man und evtl. ein potentieller Kunde.“


Tyler hatte das Zollgebäude verlassen und winkte sich ein schwebertaxi heran. Als er eins bekommen hatte steig er ein und sagte „Bitte ein billiges Hotel in Kobe .“

Der Taxifahrer nickte und beschleunigte das Taxi. Nach einer Stunde Fahrt hatte Tyler das Draconische Viertel von Solaris erreicht und Tyler Stig vor dem Hotel aus dem „Rising Sun“ Tyler bezahlte den Fahrer und betrat das Hotel.
Das Hotel war recht dunkel beleuchtet.
Tyler trat an den alten glatzköpfigen Asiaten heran der hinter der Rezeption saß.
Der Alte Asiate blickte auf „Was kann ich für sie tun?“
Tyler lächelte den alten Mann an und holte eine Flasche Sake heraus die er auf den Tisch stellte bevor er antwortete „Ich suche ein Zimmer für ein paar Tage.“
Die Augen des alten Mannes leuchteten auf. „Aber sicher ich werde ihnen ein gutes Zimmer zuweisen Sama.“ Ohne mit der Wimper zu zucken nach er die Flasche von der Theke und gab Tyler einen Zimmerschlüssel „Wenn sie sonst noch etwas wünschen sagen sie mir Bescheid ich werde sehen was ich machen kann.“

Tyler nickte „Ich werde vielleicht darauf zurückkommen, danke.“ Tyler packte seine beiden Taschen die er bei sich trug und ging in den zweiten stock und schloss sein Zimmer auf.
Schnell packte er seine Sachen aus und räumte sie in den Schrank. Dann nahm er aus der zweiten Tasche ein Bündel Geldscheine und verließ sein Zimmer.
An der Rezeption ging er auf den alten Mann zu „Sagen sie wo kann ich mir hier einen äh sagen wir tragbaren Anwalt besorgen?“
Der Alte Mann musste grinsen und sagte dann „Dritte Straße rechts bei de kleinen Krämerladen bekommet man fast alles was man will.“

Tyler besorgte sich in dem angegeben Laden eine Autopistole mit Schalldämpfer und ein paar unauffällige aber perfekt ausbalancierte Messer. Danach rief er sich ein Taxi und fuhr zum Raumhafen wo er in die Händlerhallen ging.

Dort durchforstet Tyler die Unterlagen nach einer Mrs Waites. Nach vier Stunden hatte er die Informationen die er gesucht hatte miss Sarah Waites wohnte mittlerweile auf Solaris und ihre Adresse lag in Kobe „Chen du wirst schlampig“ murmelte Tyler leise, da bemerkte er eine Bewegung am Rande seines Sichtfeldes. Ein kleiner Mann in einem Geschäftsanzug trat an Tyler heran er hatte zurückgegeelte haare. „Mister Hatamoto wenn ich nicht irre?“ begann der kleine Mann das Gespräch. Tyler war sofort misstrauisch und drehte sich so dass der andere Mann nicht auf den Bildschirm blicken konnte. „Und sie sind?“ erwiderte Tyler?

Der kleinen Mann lächelte „Oh verzeihen sie, mein Name ist Eduard von Bussow. Ich bin aber nur ein Sekretär von einem Mann der sie gerne kennen lernen würde.“

Tyler gefiel der Mann nicht und auch nicht seine Art geheimnisvoll zu tun, „Und wer ist der ach so ominöse Mann im Hintergrund? Oder erwarten sie echt das ich mitkomme weil sie sich geheimnisvoll geben und ich jetzt neugierig werden soll?“
Der kleine Mann wurde erst etwas weiß dann lief er rot an, wie konnte dieser dreckige Asiate so respektlos mit ihm reden. Mit einem Wink signalisierte er zwei seiner Leibwächter näher zu kommen.
Die beiden Leibwächter waren Groß breit und blickten grimmig. Eindeutig die Sorte Beschützer die aufgrund ihres äußeren und nicht aufgrund ihrer geistigen Fähigkeiten angeheuert werden.
Tyler blickte die beiden Typen an dann sagte er zu dem kleinen Mann „wenn sie hier keine Sauerei haben wollen dann pfeifen sie ihre Bulldoggen zurück.“ Um seine Worte zu unterstreichen streckte Tyler dem kleinen Mann die auf den ersten Blick leeren Handflächen entgegen, er war sich jedoch sicher das der „Sekretär“ das Blitzen er beiden Messerspitzen gesehen hatte.

Der Mann zuckte zurück „DAS werden sie bereuen“ zischte er, dann drehte er sich um und verließ mit stürmischen Schritten das Gebäude, seine beiden Schläger folgten ihm.

„Super keine 24 Stunden hier und schon mindestens einen Stallbesitzer zum Feind.“ Tyler seufzte, irgendwie war es nicht sein Tag.

Tyler drehte sich wieder zu dem Terminal um und schrieb sich schnell die Adresse ab. Danach verließ er das Zentrum und rief sich ein Taxi, wobei er bei der Fahrt zu einem kleinen Restaurant darauf achtete ob er verfolgt wurde, Tyler bemerkte jedoch nichts dergleichen.
Tyler speiste einen kleinen Imbiss aus gebratenen Nudeln mit Hünchen, nach dem zahlen verließ er das Restaurant und begann zu Fuß in Richtung der aufgeschriebenen Adresse zu gehen.
Tyler erreichte das Haus ohne verfolgt zu werden. Tyler nahm seinen Mut zusammen und Klingelte an der Gegensprechanlage. Nach dreißig Sekunde erhellte sich der Bildschirm und das Gesicht der Frau die Tyler und Chen aus dem Kurita Raum herausgebracht hatte erschein.
„Sie wollen?“ fragte ihre rauchige aber doch angenehme Stimme.
Tyler räusperte sich „Eine Passage vom Planeten weg und keine Fragen, wenn sie wissen was ich meine.“
Die Junge Frau sagte erst nichts dann meinte sie „Ok kommen sie herein.“
Das Tor wurde entriegelt und Tyler konnte eintreten. An der Haustür angekommen schwang diese wie von Geisterhand auf. Tyler trat ein. „Stopp!“ Der Befehl war leise aber unmissverständlich, es lag ein Unterton darin der andeutete das jede Zuwiderhandlung mit dem schnellen beenden des Lebens geahndet werden würde. „Haben sie Waffen dabei? Wenn ja greifen sie langsam hin und holen sie heraus!“ Die Stimme war eindeutig Männlich erkannte Tyler.
„Ja ich habe Waffen dabei, ich werde nun in meine Jackentasche greifen und die Pistole herausholen.“ Tyler tat das was er sagte und holte die Pistole heraus, sowie den Schalldämpfer und legte sie vorsichtig auf den Boden. Nun wiederholte er die Prozedur mit den Messern. „So mehr habe ich nicht an Waffen dabei.“
Aus den Schatten trat ein Mann mittleren Alters, er war kleiner als Tyler jedoch besaß er die Statur eine Kampfsportlers, seien grauen Augen musterten Tyler genau. Dann musste er grinsen „Willkommen in der Villa Waites, mein Name ist Marcus Petersen, Butler und Sicherheitschef. Wenn sie mir folgen würden.“

Tyler nickte und folgte Petersen in einen großen hellen Raum mit mehreren bequemen Sesseln und einem Kamin in dem bereist ein Feuer brannte. „Wenn sie sich setzen wollen ich hole gleich Mrs. Waites.“ Petersen machte eine Vage Bewegung in Richtung der Sessel und verschwand wieder aus dem Raum.

Tyler wartete fünf Minuten wobei er sich die luxuriöse Innenausstattung ansah. Als die Tür sich öffnet und Mrs. Waites eintrat war Tyler nicht schlecht überrascht. Mrs. Waites War groß, etwa 180cm schlank und hatte die Figur eines Models. Was Tyler jedoch überraschte war die Kühlweste die sie Trug und die Enge Jeans. Er hatte gedacht sie sei Skipper, er war nie auf den Gedanken gekommen sie könnte eine Mechkriegerin sein.
Schnell versuchte er seine Überraschung zu überspielen und verbeugte sich, „Entschuldigen sie meine Störung.“
Mrs. Waites nickte leicht dann begann sie zu lachen „Bitte nenne sie mich Sarah, und setzen sie sich Mister Hatamoto.“
Tyler ließ sich in einen der Sessel fallen „Danke Sarah aber nur wenn sie mich Tyler nennen.“
Sarah lächelte leicht faltete die Hände im Schoß uns musterte Tyler eingehend „Was kann ich für dich tun Tyler, ich denke nicht das du hier bist um mir zu beweisen das du genauso Charmant bist wie dein Bruder.“
Tyler zuckte zusammen „Oh, genau das ist der Punkt ich bin auf der Suche nach meinem Bruder. Chen ist zu schlau sich unter seinem Namen hier auf Solaris zu melden, das habe ich überprüft, und da ich damals mitbekommen habe das ihr zusammen hierher geflogen seid dachte ich das sie mir helfen könnten.“ Tyler war etwas unruhig und wusste nicht genau ob er nicht gerade einen Riesen Fehler beging.

Sarah sagte mehrere Sekunden nichts dann seufzte sie. „Tja, ich würde gerne helfen aber ich stehe auch in einem Dilemma, was ist wenn ich versprochen habe niemandem zu sagen wo er ist? Tyler ich weiß das klingt jetzt hart aber das einzige was ich anbieten kann ist ihm zu sagen das sie nach ihm suchen, wenn ich ihn sehen sollte.“

Tyler zuckte zusammen damit hatte er nicht gerechnet „Aber, ich „ begann Tyler „bin doch sein Bruder. Ich würde ihn nie verraten“ Tyler war entsetzt über die Entwicklung.

Sarah stand auf „Ja das weiß ich aber ich bin an meine Worte gebunden wie auch sie. Komm in 3 Tagen wieder ich werde seihen was ich tun kann.“ Dann begann sie den Raum u verlassen kurz vor der Tür drehte sie sich noch einmal um „Ach ja Tyler nehmen sie sich vor Bussow und seinem Boss in acht der Mann ist zu allem fähig.“ Dann verließ sie den Raum ohne eine Erwiderung abzuwarten.

Tyler wurde von Petersen nach draußen begleitetet dort bekam er seine Waffen wieder und einen Zettel mit er Rufnummer von Sarah.

Auf dem Weg ins Hotel sann Tyler lange über die Worte nach gerade der Punkt über Bussow machte Tyler zu schaffen.

Merten
06.07.2005, 09:13
Solaris VII 16.02.3056

Tyler war auf einer seiner Erkundungstouren durch Solaris City als er feststellte das ihm im Abstand von 30 Metern zwei gestalten folgten. Die „Schatten“ waren gut denn Tyler konnte sich nicht erinnern wann sie hinter ihm aufgetaucht waren. Tyler vergewissere sich durch den besuch mehrerer Geschäfte davon das sie ihm folgten dann bewegte er sich schnell in eine der zahlreichen dunklen Seitenstraßen die in Solaris einen schlechten Ruf hatten, da dort immer wieder die Opfer von Bandenkriegen und Intrigen gefunden wurden.

Tyler streifte seine Graue Sportjacke ab die er getragen hatte um nur noch in einem Schwarzen T-Shirt und einer schwarzen weiten Hose bekleidet zu sein.
Aus der Jacke griff er seine Autopistole mit Schalldämpfer und zwei Messer, dann verschwand er in den Schatten.
Einer seiner Verfolger tauchte am Eingang der Straße auf und musterte sie eingehend jedoch betrat er die Strasse nicht. Erst als sein Kollege auftauchte betraten sie gemeinsam die dunkle Gasse.
Es waren die beiden Schläger vom Terminal erkannte Tyler, anscheinend waren sie besser als gedacht. Tyler revidierte seine Meinung als sie begannen sich zu unterhalten „Mist der Boss hat doch gesagt er ist gut, aber wie gut muss er sein uns beide zu entdecken.“ Der andere etwas kleinere Schläger zuckte die Schultern „Frank du hast die Akte gelesen, der Typ ist aus den Streitkräften die haben eben en gute Ausbildung da.“

Tyler schüttelte den Kopf über die Ansicht der beiden über die Fähigkeiten und die Ausbildung von Soldaten, er kannte seine Akte und wusste das dort Lücken waren die jemand geschultem auffallen würden. Tyler war dennoch überrascht mitzubekommen das seine Freunde Zugriff auf Vertrauliche Daten hatten. Tyler überlegte Fieberhaft was er tun sollte, die beiden einfach umlegen oder sich Informationen von ihnen beschaffen, er traf eine Entscheidung und handelte ohne zu Zögern.
Tyler hob die Autopistole zielte aus dem Schatten herauf und man hörte zweimal ein Ploppen.
Frank und sein Partner reagierten schnell beim ersten Plopp warf Frank sich auf en Boden und rollte unter einen Müllcontainer, sein Partner hatte sicher dasselbe vorgehabt. Tyler war jedoch ausgebildet worden effektiv zu töten und seine ziele zu treffen. Anstelle wie ein Amateur auf den kopf zu feuern hatte er beide Schüsse auf Brust und Bauch gefeuert, die erste Kugel traf den Partner von Frank in den Solarplexus die zweite, bedingt durch das zusammenklappen und den Reflex des Schlägers, mitten ins Gesicht. Blut und Gehirnmasse spritzten an den Container unter dem Frank lag.
Der dumpfe Aufprall des Körpers klang laut in der stillen Seitenstraße.

Tyler entschied sich dafür Frank eine Chance zu geben „Hör zu Frank wirf deine Knarre in den Lichtkegel neben dem Container und komm mit erhobenen Händen heraus, dann lasse ich dich vielleicht am Leben.“ Tylers stimme war leise und kalt jedoch sicher von Frank zu hören.

„Welche Garantie habe ich“ Fragte ein deutlich verängstigter Frank.
„Keine! Aber wenn es dir lieber ist das ich den Container anzünde und du dich entscheiden kannst ob ich dich abknalle oder du gebraten wirst kein Problem“ Tyler musste in der Dunkelheit grinsen, Frank wusste ja nicht das Tyler nichts hatte um den Container anzuzünden.

„Okay okay ich komme heraus“ Tyler sah wie eine Nambu Nissan Autopistole in den Lichtkreis geworfen wurde und Frank hinter der Leiche seines Partners aufstand die Hände hoch erhoben.

„So ist es gut Frank, und nun was will Bussow und euer Big Boss von mir?“ Tyler bleib weiter in den Schatten so das Frank mit der Dunkelheit sprechen musste.

Frank schüttelte den Kopf „Ich weiß es nicht, wir sollten dich zu Bussow bringen. Er hat nicht viel gesagt. Ich habe nur mitbekommen wie der Kerl von der Zollbehörde angerufen hat und sagte da wäre jemand mit einem Mech der interessant sein könnte.“

Tyler knirschte mit den Zähnen, diese Ratte am Zoll war also für das ganze verantwortlich.
„Aha, und nun sei ein braver Junge und sage mir für wen Bussow arbeitet, und wenn d noch netter sein willst sag mir noch den Namen oder die Nummer von dem Typen am Zoll.“
Frank beeilte sich Tyler den Namen des Zollbeamten zu geben dann zögerte er „Ich weiß nicht von wem Bussow die Befehle bekommt, nur das der Typ ein Stallbesitzer ist. Ich glaube bei Steiner aber ich kann es nicht wirklich sagen, selbst Bussow hat angst vor dem Kerl.“

Tyler nickte das hatte er sich gedacht Bussow war der Kerl der im Vordergrund agierte und der Boss wurde nie gesehen.
Tyler fragte Frank noch eine weile aus, Namen Adressen Telefonnummern.
Als Tyler fertig war zögerte er kurz, auch wenn Frank sehr hilfsbereit war konnte er sicher sein das er prompt zu Bussow rennen würde. Tyler zuckte die Schultern und drückte zweimal ab „Karma“ sagte er leise während Franks lebloser Körper am Container herabsank.

Tyler griff sich etwas Folie die in der Gasse herumlag nahm die Pässe der beiden Leichen an sich und vergewisserte sich das die beiden tot waren, dann zog er seine Jacke wieder an kontrollierte sich noch mal selbst ob ihn etwas verraten könnte und verließ die Seitenstraße.
Gemütlich ging Tyler weiter durch die Metropole aß etwas und fuhr dann zu seinem Hotel zurück.

Lange blieb Tyler nicht in seinem Zimmer er wechselte die Kleidung zu einem Komplett schwarzen Anzug und verließ das Hotel, als erstes kaufte er alles was man zum Bau einer Stümperhaften Bombe brauchte, diese gab er einem Kurier der die Bombe noch am selben Tag bei Bussow abgeben sollte.
Tyler bestellte sich ein Taxi und ließ sich zu einer der Nebenstraßen von Bussows Wohnsitz bringen.
Gemütlich schlenderte Tyler die Straße entlang bis er einen Platz gefunden hatte von dem aus er den Eingang zu Bussow´s Haus sehen konnte. Zwei stunde Später brachte der Bote das Paket. „Gutes Timing, flüsterte Tyler“ Tyler sah wie der Wachmann am Empfang unterschrieb und das Paket zu einer Überprüfung in sein kleines Häuschen am Empfang bringen wollte. Leider war der Wachmann etwas zu voreilig und schnitt eines Bänder der Verpackung durch bevor alles unertsucht hatte. Eine Explosion und Feuerball waren das Resultat als der Stromkreis des Timers Unterbrochen wurde und die 5 Kilo Sprengstoff detonierten. Der Sprengstoff war selbst hergestellt worden aus Benzin Petroleum und anderen Komponenten, daher war die Sprengkraft für 5 Kilo nicht besonders hoch jedoch zerriss es den Wachmann und eine enorme Feuersäule stieg in den Himmel.

Tyler nickte befriedigt und tat als wäre er ein gaffender Fußgänger, von denen sich immer mehr versammelten.
Tyler ließ sich wie der Rest der Menge ohne Widerstand zu leisten von den Behörden auseinander treiben um den Rettungskräften Zugang zum Gebäude zu gewähren.
Tyler rief sich ein Taxi und lies sich in eine Wohnblocksiedlung am Rande von Solaris City bringen.
Tyler ging zielstrebig auf einen der Wohnblocks zu verschaffet sich schnell zutritt zu einem der Gebäude und fuhr in den 20ten Stock. Dort suchte er Zimmer 2045 auf und knackte vorsichtig das Schloss.
Tyler zog die Tür schnell hinter sich zu nachdem er in das Zimmer geschlüpft war und sah sich um. Wie erwartet war der Zollbeamte nicht da. Tyler durchsuchte die Wohnung fand jedoch nichts interessantes das ihm weitergeholfen hätte.
Tyler bereitete die Wohnung vor auf das was er vorhatte, schnell nahm er das putzmittel aus einem der Küchenschränke öffnete das Fenster und stellte Eimer und Putzlappen daneben, dann drehte er die Glühbirnen des Wohnzimmers aus den Fassungen so das es auch beim Betätigen des Lichtschalters dunkel bleiben würde.
Tyler setzte sich in die Dunkelheit und wartete.
Nach vier Stunden hörte er wie ein Schlüssel in das Türschloss glitt.
Tyler war schnell auf den Beinen und glitt hinter die Eingangstür.
Svenson betrat seine Wohnung und blickte auf als das Licht im Wohnzimmer nicht anging, bevor er alles realisieren konnte schob Tyler die Tür zu und trat Svenson in die Kniekehle. Mit einem Aufschrei sackte der Beamte auf seine Knie. Tyler schlang einen Arm um den Hals des Mannes und erstickte damit weitere Schreie und Laute die einen Kampf hätten vermuten lassen. „Eine falsche Bewegung du Ratte und ich breche dein Genick wie einen Hühnerknochen!“ Tyler flüsterte die Worte in Svensons Ohr. Die Gegenwehr erstarb sofort.
Tyler dirigierte Svenson in das Wohnzimmer und an das offene Fenster. „Nur damit du weißt warum ich das tue“ begann Tyler „niemand verrät mich oder das was ich tue einfach mal so wegen ein paar Credits“ Dann riss Tyler Svenson die Brille herunter und war sie aus dem Fenster. Tyler erhöhte den Druck leicht so das Svenson benommen war drückte ihm einen der Putzlappen in die hand und trat den Eimer mit Putzwasser um, dann gab er Svenson einen kräftigen Stoß so dass dieser über den Sims des Fensters stolperte und seinen schnellen Weg 20 Stockwerke herunter antrat.
Tyler wartete nicht bis er den Aufschlag hörte sonder drehte sich schnell um schraubte die Glühbirnen wieder in die Fassungen und verließ die Wohnung. Tyler ging auf das Treppenhaus zu und ging die 20 Stockwerke zu Fuß herunter.

Der Vorteil bei solchen Wohnblocks war die Anonymität selten kannten sich die Bewohner eines Stockwerkes vom ganzen Gebäude ganz zu schweigen. Tyler fiel nicht weiter auf als er zu einer der Magnetbahnhaltestellen ging und dort auf eine der Bahnen zu warten. Er schüttelte leicht den Kopf als er die Sirenen des Krankenwagens hörte, bei 20 Stockwerken Sturz kam jede Rettung zu spät.

Tyler stieg an einer der Haltestellen in Solaris City nahe dem Zentrum aus und ging zu einem Visiphon, hängte seine Jacke über den Monitor und wählte Bussows Nummer.

„Ja“ ertönte die arrogant klingende Stimme von Bussow „wer ist da? Zeigen sie sich!“
Tyler lächelte kalt zog jedoch nicht die Jacke von der Kamera und dem Monitor.
„Wenn sie weiter hinter mir herspionieren werde ich nicht mehr so nachsichtig sein“
Bussow stockte am anderen ende Tyler hörte wie er den Atem scharf einzog „SIE, damit kommen sie nicht durch!“
Tyler lächelte kalt „Wenn sie meinen, aber seine sie sich klar dass ich dann mit jemanden rede den es nicht mehr gibt.“
Bussow stammelte etwas das Tyler nicht verstand dann sprach er etwas ruhiger weiter „Ich werde es mir merken, seien sie scher ich habe kein weiteres Interesse an ihnen.“
Tyler beendete die Verbindung ohne noch etwas zu sagen.
Dann rief Tyler sich ein Taxi und fuhr in sein Hotel wo er die nächsten zwei Tage verbrachte.






Solaris VII 18.02.3056

Tyler betrat gerade das Haus von Mrs Waites und nickte Peterson zu. „Heute habe ich nichts mitgebracht keine Sorge.“
Peterson nickte kurz und brachte Tyler in das schon bekannte Wohnzimmer wo Sarah Waites bereits saß. „Ah Tyler kommen sie, setzen sie sich und machen es sich bequem.“
Tyler nickte dankend „Gerne, und vielen Dank.“

Sarah Waites blickte Tyler kurz an dann lächelte sie und schüttelte ihr Schulterlanges blondes Haar mit einer schnellen Bewegung nach hinten. „Sagen sie haben sie vielleicht etwas mit dem verschwinden zweier von Bussows Mitarbeitern zu tun?“
Tyler verengte die Augen misstrauisch, „und wenn dem so wäre?“

„Dann hast du immer noch nichts dazugelernt Ty!“ meldete sich eine dritte Stimme zu dem Thema.
Tyler drehte den Kopf schnell herum „Chen! Du bist hier?“
Chen nickte leicht, er war gekleidet in einen schwarzen Anzug und um seine Augen lagen Falten die Tyler damals noch nicht gesehen hatte „Ja Ty ich bin hier auf Solaris und bei meiner Frau,“ dabei nickte Chen in Richtung von Sarah.
Dann wurde Chens Miene düster „Und auch du bist hier, wie man eindeutig merken konnte, du hast eine Riesen Sauerei veranstaltet und einige Leute nervös gemacht!“

Sarah stand auf und schritt zu Chen herüber „Aber Schatz, sei nicht so hart, auch du hast dich erst hier einleben müssen.“ Dann kuschelte sich Sarah an Chens Seite.

Tyler war perplex und bekam erst keine Worte heraus, „Du, ich meine Ihr, na ja egal.“ Dann riss Tyler sich zusammen „Chen ich hatte nicht vor hier Unruhe zu stiften, und woher sollte ich Ahnen was ich hier anrichte?“

Chen blickte Sarah an und erinnerte sich dran wie er am Anfang auf Solaris agiert hatte, „Ty was richtet man mit einem neuen Mech an der mit das neuste des neuen drin hat? Die eine Hälfte von Solaris will dich umlegen um den Mech zu bekommen die andere Hälfte will dich unter Vertrag nehmen.“
Chen atmete tief aus „Ich musste mich um etwas abderes kümmern sonst hätte ich gleich mit dir Kontakt aufgenommen aber es ging nicht.“

Tyler nickte nun verstand er, er hatte gar nicht daran gedacht das die Nightstar so viel Aufsehen erregen könnte aber Solaris war die Spielwelt der Mechs da war ein Mech das Zehnfache seines Gewichts in Gold wert wenn der Mech neu war.
„Sorry Chen daran hatte ich nicht gedacht.“

„Ich weiß Ty also was kann ich für dich tun?“ Chen war nun interessiert „Soweit ich weiß hast du doch nen Job bei den Davies.“

Tyler setzte sich wieder und begann zu erzählen was seit seinem letzten Abflug von Solaris VII passiert war.



Als Tyler geendet hatte lag mehrer Minuten ein drückendes Schweigen über den drei Anwesenden.
Dann räusperte Chen sich „Also Ty du weißt das du etwas gegen deine Aggressionen tun solltest oder? Aber lass mich weiter reden, du hast hier auf Solaris so viel Staub aufgewirbelt das du die nächste Zeit besser nicht hier bist. Und wie du selbst sagtest wäre ein Job als Söldner vielleicht besser.“


Tyler blickte Chen an „Na ja die Sache im DC hat mich geprägt aber egal wenn ich Hilfe brauche suche ich welche auf. Ja Söldner das habe ich mir auch überlegt aber ich wollte dich fragen ob du mitmischst. Alleine ist es immer schlecht, mindestens eine Lanze sollten wir haben oder nicht?“

Chen schüttelte den Kopf „Sorry Tyler ich baue mir hier gerade etwas auf, vor 5 Jahren vielleicht aber derzeit nicht. Ich kann dir aber gerne ein paar Adressen auf Outreach geben die dir weiterhelfen werden und du kannst jederzeit zu mir kommen wenn es Probleme gibt.“

Tyler gefiel die Entwicklung zwar nicht aber was sollte er machen „Ok Chen danke. Dann werde ich mich mal um eine Passage nach Outreach kümmern.“

Die nächsten drei Wochen verbrachte Tyler mit Chen und Sarah auf Solaris während er auf sein Landungsschiff wartete. Dabei war er jedoch nicht untätig geblieben. Tyler hatte mit Chens Hilfe inen großen Betrag an Geld gemacht, soviel das er sich einen neune Battlemech hätte kaufen können. Seine anfrage an GM wurde derzeit bearbeitet. Er wollte wieder eine Nightstar haben und nichts würde ihn aufhalten diesen Mech zu bekommen. Es war nur eine Frage der Zeit.



Outreach 04.03.3057

Tyler saß in seinem Hotelzimmer und starrte auf die Blätter vor sich. Er hatte zwar den langen Flug bis nach Harlech damit zugebracht ein Konzept zu erstellen und Alles fertig zu machen aber der ganze Papierkram hatte ihn eine menge Zeit gekostet. Ohne Chens Hilfe hätte er keine Chance gehabt eine Truppe zu gründen, die Kontakte auf Outreach hatten es ihm ermöglicht seinen Mech kostenlos unterzubringen und das Zimmer kostete nur einen symbolischen Credit pro tag.
Tyler hatte begonnen sich durch die Formular zu wühlen um eine von den Dragonern geprüfte Einheit zu sein, damit war es so gut wie fertig, nur fehlte ihm das wichtigste, mindestens drei weitere Krieger. Unter einer Lanze brauchte man nicht beginnen mit einer Söldnereinheit.

„Ach verdammt!“ Tyler warf seinen Stift auf einen Stapel der Unterlagen und zog seine Jacke an.
Dann verlies er mit schnellen Schritten das Zimmer und machte sich auf den Weg zur Anwerberhalle um zu sehen ob dort Krieger Waren ei verzweifelt genug waren um sich einer vollkommen neun gegründeten Truppe anzuschließen mit wenig Aussicht auf Erfolg.

Tyler betrat die halle und bemerkte einen Mann der ihm bekannt vorkam, schnell ging er auf diesen zu.
„Joshua? Bist du es wirklich?“
Der angesprochene drehte sich um und grinste Tyler an „Tyler Mann wie geht es dir?“ Die beiden tauschten einen festen Händedruck aus, Joshua war deutlich drahtiger als früher und in seinem Gesicht war mehr Ernst als früher. Aber auch Tyler hatte sich stark verändert registrierte Joshua, er wirkte kälter und auf eine gewisse Art und Weise hart. Auch wenn Campbell und Martin ihn darauf vorbereitet hatten erschreckte dies Joshua doch stark.

Tyler grinste freudlos „Nun es geht so, es ist viel vorgefallen in den Jahren seit der Akademie.“ Dann wurde sein Lächeln warm und erreichte seine dunklen Augen „Aber sag mir was machst du auf diesem Drecksball bei Söldnern? Haben dich etwa die beiden alten Herren geschickt um mich zu überwachen?
Joshua wurde leicht blas und hoffte das Tyler es nicht bemerkte „Hey ich bin frei mittlerweile ich hatte nach der ganzen Clanscheiße keine Lust mehr bei dem Verein.“
Tyler sah das leichte blass werden durchaus „Hmm das ist die offizielle Version oder? Und die Wahrheit?“ fragte er wesentlich bedrückter.
Joshua wirkte niedergeschlagen „Ach verdammt Tyler du weißt das ich nicht ein halb so guter Feldagent war oder bin wie du, “ mit einem Grinsen fügte er hinzu „auch wenn ich die besseren Noten hatte.“ Dann straffte er sich „lass uns bei einem Bier oder so was drüber reden und nicht hier unter 1000 Leuten die immer neugierig sind.“

Tyler nickte etwas düster blickend. Die beiden verließen die Halle und suchten sich ein kleines Restaurant in der Nähe der Kontrakthalle. Sie nahmen an einem freien Tisch platz und begannen zu reden.
„Also raus mit der echten Begebenheit dich hier zu treffen Josh.“ Tyler blickte Joshua in die Augen und suchte nach der Wahrheit.
Joshua zuckte die Schultern „Okay, ich wollte nach den Gefechten mit den Clans ais dem Verein raus, eines Tages bekomme ich ne Nachricht vom Campbell, und ja ich weiß das ich sein Liebling bin, in der steht sie hätten eine Angebot für mich. Nachdem ich wieder am NAIS war haben sie mir gesagt das du leicht am durchdrehen bist und aus dem Verein raus bist. Soweit so gut. Und dann haben sie mir gesagt das ich wenn ich aussteigen würde ein Geschenk bekommen könnte, wenn ich verspreche ein Auge auf dich zu werfen.“
Tyler hatte bis dahin ruhig zugehört „Und du verkaufst dich dann an die Jungs oder wie soll ich das sehen?“ sein sarkastischer unterton war nicht zu überhören.
„Nein ich habe mich nicht verkauft, ich habe gesagt dass ich mitmache wenn du nach Outreach kommen solltest. Auf gut deutsch solltest du mir begegnen wollte ich sehen wie du mittlerweile bist. Und wenn wir immer noch miteinander auskommen sollten wäre ich bereit mit dir in einer Einheit zu dienen.“ Joshuas Miene war nun sehr ernst.

Tyler blickte weg und versuchte den Aufruhr in sich zu beruhigen. Auf der einen Seite sagte sein Instinkt ihm dass er Joshua verschwinden lassen sollte, er brauchte keinen Wachhund, auf der anderen Seite erinnerte er sich daran das er mit Joshua gelernt hatte und ihm an der Akademie vertraut hatte.
„Ok nehmen wir mal an ich vertraue dir soweit das ich deine Geschichte glaube. Womit haben sie dich beschenkt? Und denkst du das ich wahnsinnig bin?“ Tyler sagte Joshua nicht das er mittlerweile von einigen Leuten zu hören bekommen hatte das er krank sei und besser in Therapie gehen sollte.

Joshua seufzte laut „Also ich habe einen Warhammer bekommen neu und nach meinen Wünschen modifiziert. Und wenn ich es richtig anstelle bekomme ich noch auf Outreach einen Marodeur II auch wenn ich leiber einen dieser ganz neuen Devastator haben würde, der Mech ist ein Favorit von mir.“ Dann blickte er Tyler in die Augen „Du hast dich verändert das kann ich sagen. Du bist extrem vorsichtig, und das was ich gehört habe hast du keine Probleme extreme Gewalt anzuwenden.“ Joshua grinste schief „Aber ob du verrückt bist oder nicht kann ich nicht sagen. Wenn du selber vermutest das etwas mit dir nicht stimmt würde ich zu nem Klempner gehen aber mehr kann ich nach 15 Minuten Gespräch nicht sagen.“
Tyler lehnte sich zurück und dachte über Joshuas Worte nach etwas nachdenklich zündete er sich eine Zigarette an. Joshuas Geschichte passte in das Muster der vom NAIS bevorzugten Methoden.
„Okay Joshua lass uns einfach erst mal reden, und dann sehen wir weiter, was hast du so erlebt?“ Tyler beugte sich vor keines der Erlebnisse von Joshua zu verpassen.
Die beiden redeten bis lange in die Nacht hinein und am ende war beiden klar dass sie sich nicht soweit entfremdet hatten wie sie gedacht hatten, gemeinsam machten sie sich daran in den nächsten Tagen eine Söldnertruppe zu gründen, mit zwei fast neuen Überschweren Mechs würde es ihnen sicher leichter fallen etwas Aufzubauen.
Nur der Name Stand schon fest. Die Truppe würde Blood Panthers heissen.
To be continued….