isatlas
16.10.2006, 23:08
01.01.3067 Galatea – Irgendwo in einem Industriegebiet. Eine Ansammlung von Wohncontainern.
9:00
„Tack, Brian.“ Major Björn-Erik Kalmarsson nahm dem jungen Soldaten, den er für die administrativen Aufgaben eingeteilt hatte den Stapel Rechnungen und Briefe ab. Achtlos warf er sie auf seinen Schreibtisch und ging dann zu dem Fenster des Wohncontainers hinüber. Draussen sah er das Leben in der kleinen Stadt, die sie hier in einem Industriegebiet mitten auf Galatea gegründet hatten. Björn seufzte. Die Einheit war innerhalb der neun Monate, die sie seit der Gründung schon gemeinsam verbracht hatten so zusammengewachsen, das man sie eigentlich schon als Familie bezeichnen konnte. Nur leider würde das alles ganz schnell vorbei sein, wenn er nicht bald einen Auftrag an Land ziehen würde. Allerdings würde das nicht geschehen, wenn er sich nicht bald an die Arbeit machte. Er drehte sich um, setzte sich in seinen Bürostuhl und begann die einzelnen Nachrichten durchzugehen. Zwischenzeitlich schaltete er noch kurz seine Wiedergabeeinheit an und schon bald schallten leise Blues-Töne durch das Büro.
Jede der Rechnungen wollte genauestens gelesen und dann in die Kalkulation eingegeben werden. Die Zahlen des Kühlmittellieferanten überstieg mal wieder alles jenseits von gut und böse, aber Erik konnte nichts machen, weil es der Einzige auf dem Planeten war, der das Kühlmittel für die Mechs, die er hatte, liefern konnte. Zum Glück musste er diesen Monat nicht auch noch Ersatzteile bezahlen. Im letzten Monat war es Mening Larsson doch tatsächlich gelungen seinen Mercury in einer simulierten Übung so schwer zu beschädigen, das ein Knieaktivator ausgetauscht werden musste. Nur wo bekam man heutzutage noch Teile für diesen Mech her? Sie hatten lange gebraucht, bis sie schließlich eine kleine Firma im Kurita-Raum entdeckt hatten, die eben jenes beschädigte Teil herstellte und auch für einen Spottpreis verkaufte. Das teure an der ganze Affäre war nur die Verschiffung gewesen.
Oder der Tag, als seine Schwester den Autounfall gehabt hatte. Zum Glück war ihr nichts passiert, aber die Schadensersatzforderung des Bauern, dessen Kuhtransporter sie gestreift hatte war auch nicht grade klein gewesen. Noch dazu war Svenja offiziell als Offizier der Krigare unterwegs gewesen, so das das Geld aus der Einheitskasse bzahlt werden musste. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das das Auto seiner Schwester maximal noch als stationäres Ziel für Schießübungen zu gebrauchen war.
Da stieß Björn in seinem Stapel auf einen Umschlag, der vielversprechend aussah. Zum einen kam er aus dem Büro der MRBC und zum Anderen standen schon auf der ersten Seite die Worte, nach denen er solange ausschau gehalten hatte: Mission. Schnell überflog er die Spezifikationen, die ihm allerdings nicht vielmehr verrieten, als das es sich um eine planetare Invasion in der Chaos-Mark handeln würde, das seine Einheit fast die Voraussetzungen erfüllte (bis auf den Punkt „Infanterie“, aber Björn war sich sicher, das er auch für diesen Punkt jemanden finden konnte) und das sie Bezahlung das war, was er gerade brauchte. Er griff zu dem Telefon, was auf seinem Schreibtisch stand und rief seine Offiziere an. Sie sollten so schnell wie möglich kommen. Danach rief er seine Schwester an, um sie zum MRBC-Büro zu schicken und weitere Informationen einzuholen. Ganz ohne Hintergründe wollte er dann doch nicht in die Marken aufbrechen, wo man nie genau wusste, was hinter der nächsten Ecke wartete.
Es dauerte noch eine gute Stunde, bis schließlich alle Offiziere und seine Schwester in seinem Büro eingetrudelt waren. In dieser Zeit bearbeitet er fröhlich vor sich hinpfeifend die letzten Rechnungen. So, wie es aussah, würde er sich erstmal auf längere Zeit nicht mit finanziellen Problemen herumschlagen müssen.
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„Tack, Brian.“ Major Björn-Erik Kalmarsson nahm dem jungen Soldaten, den er für die administrativen Aufgaben eingeteilt hatte den Stapel Rechnungen und Briefe ab. Achtlos warf er sie auf seinen Schreibtisch und ging dann zu dem Fenster des Wohncontainers hinüber. Draussen sah er das Leben in der kleinen Stadt, die sie hier in einem Industriegebiet mitten auf Galatea gegründet hatten. Björn seufzte. Die Einheit war innerhalb der neun Monate, die sie seit der Gründung schon gemeinsam verbracht hatten so zusammengewachsen, das man sie eigentlich schon als Familie bezeichnen konnte. Nur leider würde das alles ganz schnell vorbei sein, wenn er nicht bald einen Auftrag an Land ziehen würde. Allerdings würde das nicht geschehen, wenn er sich nicht bald an die Arbeit machte. Er drehte sich um, setzte sich in seinen Bürostuhl und begann die einzelnen Nachrichten durchzugehen. Zwischenzeitlich schaltete er noch kurz seine Wiedergabeeinheit an und schon bald schallten leise Blues-Töne durch das Büro.
Jede der Rechnungen wollte genauestens gelesen und dann in die Kalkulation eingegeben werden. Die Zahlen des Kühlmittellieferanten überstieg mal wieder alles jenseits von gut und böse, aber Erik konnte nichts machen, weil es der Einzige auf dem Planeten war, der das Kühlmittel für die Mechs, die er hatte, liefern konnte. Zum Glück musste er diesen Monat nicht auch noch Ersatzteile bezahlen. Im letzten Monat war es Mening Larsson doch tatsächlich gelungen seinen Mercury in einer simulierten Übung so schwer zu beschädigen, das ein Knieaktivator ausgetauscht werden musste. Nur wo bekam man heutzutage noch Teile für diesen Mech her? Sie hatten lange gebraucht, bis sie schließlich eine kleine Firma im Kurita-Raum entdeckt hatten, die eben jenes beschädigte Teil herstellte und auch für einen Spottpreis verkaufte. Das teure an der ganze Affäre war nur die Verschiffung gewesen.
Oder der Tag, als seine Schwester den Autounfall gehabt hatte. Zum Glück war ihr nichts passiert, aber die Schadensersatzforderung des Bauern, dessen Kuhtransporter sie gestreift hatte war auch nicht grade klein gewesen. Noch dazu war Svenja offiziell als Offizier der Krigare unterwegs gewesen, so das das Geld aus der Einheitskasse bzahlt werden musste. Ganz zu schweigen von der Tatsache, das das Auto seiner Schwester maximal noch als stationäres Ziel für Schießübungen zu gebrauchen war.
Da stieß Björn in seinem Stapel auf einen Umschlag, der vielversprechend aussah. Zum einen kam er aus dem Büro der MRBC und zum Anderen standen schon auf der ersten Seite die Worte, nach denen er solange ausschau gehalten hatte: Mission. Schnell überflog er die Spezifikationen, die ihm allerdings nicht vielmehr verrieten, als das es sich um eine planetare Invasion in der Chaos-Mark handeln würde, das seine Einheit fast die Voraussetzungen erfüllte (bis auf den Punkt „Infanterie“, aber Björn war sich sicher, das er auch für diesen Punkt jemanden finden konnte) und das sie Bezahlung das war, was er gerade brauchte. Er griff zu dem Telefon, was auf seinem Schreibtisch stand und rief seine Offiziere an. Sie sollten so schnell wie möglich kommen. Danach rief er seine Schwester an, um sie zum MRBC-Büro zu schicken und weitere Informationen einzuholen. Ganz ohne Hintergründe wollte er dann doch nicht in die Marken aufbrechen, wo man nie genau wusste, was hinter der nächsten Ecke wartete.
Es dauerte noch eine gute Stunde, bis schließlich alle Offiziere und seine Schwester in seinem Büro eingetrudelt waren. In dieser Zeit bearbeitet er fröhlich vor sich hinpfeifend die letzten Rechnungen. So, wie es aussah, würde er sich erstmal auf längere Zeit nicht mit finanziellen Problemen herumschlagen müssen.