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Marlin
22.04.2004, 19:28
Hier kommen alle Geschichten rein, die auf Outreach spielen.
Bitte etwas Geduld.

Für alle RS- Fehler übernehme ich die Verantwortung. Der Inhalt geht zu Lasten der jeweiligen Verfasser. 8)

*********************



Nachdem Iroquois seine Nachricht an die „Lords of Thunder" abgeschickt hatte, nahm er ein Taxi zurück zum Hangar.
Er wollte ein wenig an seinem Mech arbeiten.
Er hatte einen Platz auf dem Trainingsgelände ergattert und den wollte er nun ausgiebig nutzen.


Nach einigen Simstunden und einer erfrischenden Dusche suchte Cartwright nochmals die HPG-Station auf... Ist eine Antwort für mich eingetroffen, für Cartwright, Drustran??", fragte er. Nach einem kurzen Blick verneinte der Techniker, hakte aber nach: "Was ist denn an dieser Einheit...Sie sind der dritte Bewerber in den letzten 24 Stunden.." "Interessant, wer hat sich denn noch beworben?", fragte Drustran. "Naja..., Sie, dann ein ehemaliger Marik- Milizionär und eine weiterer Ex-Davion-Soldat... ich glaube auch einer von den Guards..." "Wissen sie wo eine der Personen sich befindet??" „Der letzte ist vorhin raus... hat etwas von Hangar und Training geredet..." „Vielen Dank." Cartwright schob dem Tech eine 20 C-Note zu...
"..schönen Tag noch..."
Drustran machte sich auf den Weg zum Mechhangar, begierig einen vielleicht zukünftigen und ehemaligen Kameraden zu treffen....
Als er am Hangar ankam, schaute er sich um, vielleicht entdeckte er die gesuchte Person ja ohne Hilfe, aber die Menge an Techs und Mechkrieger machte seine Hoffnung schnell zunichte und er wandte sich zu einem Tech, der gerade wütend einem Mechjockey die Meinung sagte. Nachdem der Tech gerade die letzten nicht jungendfreien Bemerkungen ausgestoßen hatte, drehte er sich um und bellte: "Was wollen Sie denn??" Drustran blieb gelassen. "Ich suche einen Mechkrieger aus dem Davionraum, wahrscheinlich ehemals Davion Guard, haben sie jemanden passendes gesehen?"Dabei drückte er dem Tech eine 50 C-Note in die Hand. "Als Erinnerungshilfe.." Der Schein verschwand ziemlich schnell in einer der tausend Taschen des Overalls und die Hand zeigte tiefer in den Hangar. „Entweder Bucht 23b oder 25a in beiden steht ein Davi, aber ich glaube der in 25a war bei den Guards." „Vielen Dank." verabschiedet sich Drustran von dem älteren Tech und ging in den Hangar..
Drustran liebte diesen Anblick... die Reihen der aufragenden Mechs raubte ihm seit seiner Ausbildung den Atem, und er wusste, das er nicht der einzige war, dem es so erging, wenn man die Reihe dieser Titanen des Schlachtfeldes entlangschritt. beinahe wäre er an der besagten Bucht vorbeigegangen, doch ein Fluch von oben holte ihn zurück in die Wirklichkeit... er schaute sich kurz um, um sich zu orientieren und schaute dann nach oben zu der Quelle des Fluches... Neben der Cockpitluke eines Warhammer-9D stand ein Tech und schien gerade eine heftige Auseinandersetzung mit dem Mechkrieger zu haben....


"ES IST MIR SCHEISSEGAL OB DAS FÜR SIE ÜBERSTUNDEN BEDEUTET, MR. IST DER VON MIR GEFORDERTE UMBAU MÖGLICH ODER NICHT"?

„ÄHH; JA SIR, ER IST MÖGLICH. Obwohl ich verdammt nochmal nicht weiß wieso sie das wollen. Einen Feuerleitcomputer auszubauen, sowas würde mir nicht mal im Traum einfallen."

"HÖREN SIE. DER FEUERLEITCOMPUTER MAG JA EIN SCHÖNES SPIELZEUG SEIN, ABER ER VERHINDERT DAS DER HAMMER SEINE ALTE FEUERKRAFT ENTFALTEN KANN. WENN ES EINE FRAGE DES GELDES IST, JEDER VON IHNEN ERHÄLTt TAUSEND C-BILLS ZUSATZ, WENN DIE VERÄNDERUNGEN SO SCHNELL WIE MÖGLICH VONSTATTEN GEHEN."

"Warum sagen sie das nicht gleich Sir, OKAY LEUTE, WIR HABEN EINEN WARHAMMER UMZUBAUEN".

‘Na also’, dachte sich Iroquois. Das wäre erledigt. ‘Aber solange der Umbau läuft, werde ich nur im Simulator trainieren können.’

Dann fiel ihm ein Mann auf, der vor seinem Hammer stand. Er trug die Uniform eines Mechkriegers und Iroquois konnte die Abzeichen der Assault Guards sehen.

"Na da hol mich doch..."

Er schwang sich vom Gerüst runter.

"Guten Tag Kamerad, kann ich dir irgendwie helfen"?

Nach einer schnellen Musterung seines Gegenübers streckte Drustran die Hand aus und beim Händschütteln begann er: "Hallo," nach einer kurzen Vorstellung kam er direkt zur Sache: "Ich hab gehört, du hast dich auch bei den Thunders beworben, stimmt das??" nach dem bestätigenden Nicken fuhr Drus fort: "Ich hab davon gehört, als ich nach ´ner Antwort der Jungs gefragt hab.... wir sollten uns besser kennenlernen, denn wenn es klappt mit der Anstellung, werden wir zusammenarbeiten müssen..." mit dem Blick zu dem Hammer "wahrscheinlich sogar in einer Lanze, da wir das schwerste Mechkontigent stellen, abgesehen vom Crusader des Captains... willst du bei dem Umbau dabei bleiben?? Ansonsten lade ich dich zu einem Drink ein... ich hab gehört, die Techs hier sollen nicht schlecht sein.... da würdest du nur im Weg stehen.
Ich hab in zwei Stunden eine Simsitzung, willst du mitmachen.... ich muss gegen einen Orion und einen Awesome antreten und mein Simpartner hat vorhin einen Kontrakt bei den China Banditen bekommen... also, Interesse??"

"So, ein Mitbewerber?
Freut mich. Ein Drink hört sich sehr gut an.
Ich kenne eine kleine Bar hier in der Nähe, gehen wir?
Eine Simsitzung ist zwar kein Ersatz für das Trainingsgelände der Dragoner, aber besser als nichts, bin dabei.
Was für einen Mech führen sie denn?"

Sie kamen zur Bar und traten ein.

Dann gingen sie direkt zur Theke:

"Tag, ich hätte gern einen Scotch, Single Malt, einen doppelten wenn's geht und für meinen Freund hier..."

"Das gleiche bitte."
Nachdem der Tender die zwei Gläser auf die Theke stellte, nahmen die beiden ihre Drinks und gingen zu einem nahen Tisch...
Man prostete sich zu und trank. Drustran genoss den Geschmack des Scotches.... ‘Könnte glatt von Northwind sein’, dachte er sich, bevor er sich seinem Tischpartner zuwandte: "Bitte nennen sie mich Drustran...ich hasse es wenn man mich siezt... ich führe einen Gunslinger und ich liebe ihn. Hat mir auf McAlister bei Bulldog die Haut gerettet..der Mech war eigentlich nach dem Schlagwechsel mit dem Masakari und dem Ryoken Schrott, doch ich hab ihn abgekauft und wieder zusammenflicken lassen. Ein Glück, ansonsten wäre ich ein Entrechteter." Beiden ging ein eiskalter Schauer über den Rücken und sie tranken noch einen Schluck... "und du?"

„Wenn das so ist, Drustran.
Auch ich kann das nicht leiden. Pliskin oder besser noch Snake reicht vollkommen. Das ist mein Callsign, Snake.
Einen Gunslinger?
Hat eine gute Schlagkraft das Gerät, aber ist er nicht ein bisschen schwerfällig?
Ich führe jetzt seit einem Jahr diesen Warhammer, bin aber ein wenig unzufrieden mit dem Muster. Sicher der Targeting Computer ist ein schönes Spielzeug und die Geschwindigkeit stimmt auch, aber nur mit je zwei PPC und ER MEDs bewaffnet reicht er nicht mal mehr entfernt an den alten Hammer ran.
Deshalb dieser Umbau. Auch ich habe schon gegen die Clans gekämpft. Während Bulldog gegen die Parder. Damals führte ich noch Thunderbolt. Aber die Parder haben ihn mir gründlich zerschossen, jedoch nicht bevor ich nicht noch drei von ihnen mitnahm.
Dank diesen Leistungen hat man mir einen der neuen Warhammer 9D gegeben.
Nun, nach einem kleinen Problem mit einigen Offizieren verließ ich die Guards und bin nun hier gelandet.
Wie war das bei dir, Drustran?"


Er trank sein Glas aus.

"Jaja, Bulldog war ´ne üble Sache... hab ein paar gute Freunde verloren....aber das war mal...mein Callsign ist Drus.... hab ich noch aus meiner Kadettenzeit...
Ich hab meinen Abschied aus freien Stücken eingereicht, ich konnte nicht mehr die Befehle dieser falschen muttermordenden Schlage befolgen, die Viktors Thron gestohlen hat, und zwar beide, wenn du mich fragst..., aber ich weigere mich in einen Bürgerkrieg reingezogen zu werden... das ist kein Krieg, das ist die Hölle... " Drustran starrte auf das leere Glas... "Ich will nicht gegen meine alten Kameraden kämpfen müssen... etlichen bin ich viel schuldig... nicht zuletzt mein Leben, da kann ich nicht gegen sie kämpfen. Naja, ich hab meine Entscheidung getroffen, mein Vater hat zwar getobt und gedroht, mich zu enterben, wenn ich Haus Davion in dieser Stunde der Not verrate... aber ich glaube, ich hab das richtige gemacht.."

Marlin
22.04.2004, 19:29
Ein Blick auf seinen Armbandcomp und er seufzte...
"Naja, muss noch nach meinen Mech sehen..., denk an das Simgefecht, sei pünktlich..." er nannte Snake die Hallennummer, legte ausreichend Geld auf den Tisch und stand auf. "Oder willst du mitkommen... ? Müsste noch die eine Laserkuppel neu kalibireren, und dafür sind mir die Techkosten hier zu hoch.", endete er mit einen kurzen Lachen. „Sag mal, woher kommst du eigentlich?"

„Woher ich komme? Alcyone. Ein recht nettes Fleckchen.
Ja ich komme mit. Dürfte eh noch dauern, bis die Umbauten abgeschlossen sind. Voraussichtlich kann ich erst in ein paar Tagen damit rechnen."

Er bezahlte seinen Drink und ging dann mit Drustran zusammen zur Halle.

„Übrigens, was für eine Waffe verwendest du, wenn du außerhalb deines Mechs bist?"

„ Ich komme von New Avalon. Ja ich denke damit sind die Techs mehrer Tage beschäftigt... und was die Waffe angeht..." bei diesen Worten greift er an sein Holster und zieht eine nicht dem üblichen Standard entsprechende Laserpistole. "..die gehörte dem Ryoken Parder, nachdem mein Mech vom Masakari zerlegt wurde bin ich ausgestiegen und in der Nähe des Ryoken gelandet... ich wollte mich dort verstecken, bis sich das Mechgefecht verlagert hat, als dieser Mistkerl das Feuer eröffnet...er hat meine Schulter erwischt, so das ich meine Sunbeam fallen lies, und er kletterte aus dem Cockpit... ich sag dir, Claner sind zähe Schweine.. seine linke seite war verbrannt, aber ihm hat es nichts ausgemacht... er wollte gerade abdrücken, als eine LSR in der Nähe einschlug... er wurde von der Druckwelle von der Kanzel geschleudert und ich hab ihn dann mit meinem Messer erwischt.... ist ein schönes Erinnerungsstück, die ER-Laserpistole.. hat ne Reichweite von 300 Metern... und du, auf was verlässt du dich?"

Snake grinste.
„Ich verlasse mich auf die hier:"
Mit diesen Worten zog er eine recht große Pistole aus seinem Holster. Sie glich keinem Modell das Drustran kannte.
"Wundert mich nicht, das du so was nicht kennst. So was siehst du normalerweise nur in einem Museum.
Das hier ist ein Nachbau einer alten SOCOM.
Es ist eine Special OPs Kommandopistole im Kaliber 45.
Sie ist standardmäßig mit Laservisierung ausgestattet und man kann einen Schalldämppfer anbringen. Das Magazin verfügt über zwölf Schuss.
Sie ist vielleicht ein bisschen groß, aber man kann ihr vertrauen.
Ich habe sie von einem alten Freund aus den Guards, der die Dinger sammelt. Die Munition stelle ich selbst her. Nettes kleines Biest, nicht wahr?"

"Sieht gut aus und hört sich auch gut an, aber nicht mein Fall... in dem Bereich verlasse ich mich auf Laser.. Ok.... wir sind da... das ist mein guter Joseph Cartwright....aber ich nenne ihn kurz Joe...." dabei tätschelte er den Fuß seines 85 Tonnen schweren Mechs.... „Benannt nach dem zweiten Premierminister New Avalons.. dessen einzige Handlung darin bestand, einen DuVall als Stellvertreter zu benennen..." Er deutete auf den Wagen in der Ecke... da ist das Werkzeug, ich gehe schon mal ins Cockpit.".... damit begann er den Aufstieg.....

Eine Stunde später waren die beiden fertig, die Laser neu kalibriert.... "Passend.." meinte Drustran "wir haben noch ne viertel Stunde zum Duschen und zum eintreffen.... machen wir uns auf die Socken..." dabei schlug er Snake freundschaftlich auf die Schulter..er mochte Snake irgendwie....

Nach einer ausgiebigen Dusche gingen sie in die Halle.

Sie machten sich für die Sim - Kämpfe fertig, als ihre Gegner eintrafen.

Beide waren Mitglieder der Dragoner.

‘Na das kann ja heiter werden’, dachte sich Snake.
"Hey Drustran..., was hältst du davon wenn wir unser Feuer zunächst auf den Awesome konzentrieren.
Von den beiden ist das der gefährlichere, dann kümmern wir uns um den Orion, ich denke das wird die beste Taktik sein, oder?"

"Ich denke du hast recht.... ich wusste nicht, daß ich gegen Dragoner antreten sollte... ich dachte die wären aus der Liga... sind doch typische Ligistenmechs..." Drustran rechnete sich die Chancen neu aus... auf einmal neigte sich die geistige Waage in Richtung Gegner, als er die neuen Fakten einbezog... "Sieht nicht gut aus, Snake.... auch wenn wir das Feuer konzentrieren, der Orion wird uns in der Zwischenzeit mit LSR und Gauss zusetzten.... ich hoffe, daß uns das Gelände wenigstens etwas gewogen ist. Hast du ihre Abzeichen gesehen, Zeta... die verstehen was von ihrem Fach..." Sie gingen beide mit einem unguten Gefühl im Magen zu den Simulatoren... „O.K.", meinte Drustran "wir sollten uns erst mal das Gelände anschauen.... in meinem Gunslinger ist ein Wächter drin, das dürfte uns etwas Zeit geben, sofern es kein offenes Gelände ist."

Als sie im Simulator waren und das Programm startete, erschien vor den beiden ein dichter Wald...Drustran rief die Karte des Gebiets auf und öffnete einen Komkanal..."Sieht nicht gut aus... der Wald ist nicht sehr tief und dann kommt eine freie Fläche bis zu dem Dorf.... ich schätze da sind die Dragoner!"

"Denke ich auch. Aber Moment:

Da ist ein kleiner Hügel, nicht weit entfernt. Mein Hammer ist schnell genug um die Deckung zu nutzen. Ich werde versuchen, das Feuer zunächst auf mich zu ziehen. Mein Hammer durfte schnell genug sein um ihnen die Ortung zu erschweren. Während sie auf mich feuern brichst du aus dem Wald und eröffnest das Feuer auf den Awesome. Ich werde auch auf ihn feuern, mit meinen PPC.
Snake aus. "

"Ok... beeil dich.... ich fahre den Mech auf Minimalleistung..... vielleicht können wir sie so überraschen... ich meine, wenn wir sie noch nicht orten, dann können sie uns auch noch nicht orten...
Drus aus."
Zumindestens hoffte das Drustran und fuhr den Mech auf Minimalleistung....just in time, wie es sich herausstellte, da die Simleitung den Kampf startete...
Snake beschleunigte seinen Hammer und rannte in voller Fahrt zum Hügel. Er konnte dabei das gesamte Gelände überblicken.

"Drustran, ich hab hier was. Nicht weit von diesem Hügel entfernt liegt eine kleine Ansammlung von Häusern. Noch keine Spur von unseren Gegnern. Ich denke du kannst raus.. Snake aus."


Kaum hatte der Feuerwechsel begonnen, stürzten sich die Dragoner in Richtung Warhammer, Drustran wusste, Snake verließ sich auf ihn... aber wenn er noch einen kleinen Moment warten würde, käme er dem Awesome in den Rücken.... er hoffte, Snake sähe es ebenfalls und lenkte sie weiter ab und hält durch.... und in der Tat bewegt sich der Hammer weiter auf den Hügel zu und zwingt die Dragoner, Drustran immer mehr von der Rückenpanzerung zu zeigen... der Orion schoß gerade eine LSR Salve und schickte eine Gausskugel in Richtung Hammer.... allerdings verfehlten die Hälfte der Raketen und die Kugel den Mech... der Rest war Panzerungsschaden. doch dann drehte der Orion sich wieder dem Wald zu... "Verdammt ein ON2-M" dachte Drustran und sah nur eine Chance.
Er fuhr den Reaktor hoch und beschleunigte den Mech durch den Wald. Er sah wie der Awesome stockte, als er nach einem erneuten Treffer der PPC des Hammers das Gleichgewicht zu halten versuchte...Drustran richtete die beiden Gausswerfer aus... er hatte nur diesen Schuß; die Medium Laser wollte er sich für den Orion aufheben... das goldene Fadenkreuz zeigte eine Erfassung und in dem selben Augenblick löste er die Gaussgeschütze aus.... Die eine Kugel schlug in den rechten Arm und raubte fast zwei drittel des Schutzes an der Stelle, doch die andere schlug in der Rückenpanzerung des rechten Torsos ein... und verschwand im Inneren... sofort stieg die Wärmeortung des Mechs an...Drustran hatte anscheinend die Abschirmung erwischt....

Er jubelte innerlich, wurde jedoch schnell in die Realität zurückgeholt, als Raketen auf dem oberen Rumpf und Cockpit einschlugen... die Impulslaser des Orion fraßen sich in den Torso und den linken Arm seiner Maschine und das Gaussprojektil zertrümmertet die Beinpanzerung. Das war zuviel des Guten. Er versuchte krampfhaft den Mech auf den Beinen zu halten, aber der Spurt und der Schaden, unter anderem die Treffer am Cockpit, machten es unmöglich, den Mech auf den Beinen zu halten. Er stürzte nach hinten in den Wald....

Snake bekam mit, wie der Gunslinger fiel.

Zum Glück war der Awesome heiß und konnte nun kaum noch eingreifen. Das gab Snake die Gelegenheit, die er brauchte.. er ließ den Awesome links liegen und bewegte sich mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Orion. Der Awesome feuerte dennoch und Pliskin betete, daß die Panzerung hielt. Eine der PPC traf das rechte Bein, die andere ging vorbei. Glück gehabt. Snakes Rechnung ging auf. Er war im Rücken des Orion und ließ eine tödliche Breitseite aller verfügbaren Waffen los...

Die erste PPC ging vorbei, aber die zweite verflüssigte die Panzerung über dem rechten Torso der Maschine. Einer der Laser schlug ebenfalls hier ein, die anderen drei verteilten sich über den Center Torso und den linken Arm. Dann kamen die Raketen, Wie blutgierige Muränen schossen sie aus den Rohren und schlugen im Gegner ein. Eine flog direkt durch das Loch im rechten Torso und detonierte im Innern. Eine Reihe von Sekundärexplosionen folgten. Offenbar hatte die Rakete die Kondensatoren des Gausgeschützes gesprengt und damit auch die Komponenten des Reaktors in diesem Torso. Der Orion stockte kurz, dann fiel er um.

Iroquois konnte die Reaktorstillegung jedoch nicht mehr abwenden. sein Mech war zu heiß. Mit einem brennen in den Augen erzeugt durch den Schweiß verfolgte er den Awesome, wie er in Position ging.

Er hoffte, daß Drustran in der Zwischenzeit aufstehen konnte...

Der Awesome, gerade noch zu seinem Peiniger drehend, hielt inne und wendete sich der neuen Bedrohung zu, den Gunslinger wegen fehlender Aufstehversuche als Ausfall abschreibend. doch das war ein großer Fehler.... Drustran versuche gar nicht erst wieder auf die Beine zu kommen... er hatte sogar das Gefühl, daß der Sturz in den Wald das Gyro in Mitleidenschaft gezogen hatte. Langsam richtete er die Waffen aus, ohne die Sensoren, damit der Feind nicht auf sein Tun aufmerksam wurde.... der Awesome war heißgelaufen, so das er nur zwei PPCs feuerte...
Bevor Drustran reagieren konnte, spürte Pliskin wie der Bote näher kam. Sein Mech hatte sich nicht wieder eingeschaltet. Er konnte sehen wie sich die PPCs auf ihn ausrichteten. Zwei feuerten kurz darauf...

Die erste verfehlte ihn, die zweite schlug dafür im Kopf ein. Snake zuckte zusammen.
Der Simulator meldete seinen Tod.

Doch die Zeit hatte Drustran gereicht, er feuerte die beiden Gaussgeschütze und die vier M-Laser auf einmal.... zwei der Laser gingen vorbei, die anderen beiden trafen auf das rechte Bein und verkochten dort Panzerung.... die erste Gausskugel, eigentlich auf das Loch der Rückenpanzerung gerichtet, schlug in den beschädigten rechten Arm und riss ihn ab... die letzte Kugel fand jedoch die Bresche im Rücken des Todesboten... und zertrümmerte dort Wärmetauscher und die Rest de XL Engine in dem Bereich.... auf den Sensoren leuchtete der Todesbote einmal hell auf und erlosch dann, eine Reaktorexplosion durch Überwärme und ein zusammenbrechendes Eindämmungsfeldes simulierend! Drustran atmete erleichtert aus... er hatte nicht gemerkt, daß er die Luft angehalten hatte.

Marlin
22.04.2004, 19:30
Als Snake und Drustran aus dem Simulator ausstiegen, erwarteten sie schon zwei Techs mit den Aufzeichnungen des Gefechtes und einem Gesamtbericht. Darauf stand:
Snake Pliskin (Warhammer-9D) Mech bergbar, jedoch ausgedehnte Reparaturen nötig... Pilot: tot.

Drustran Cartwright (Gunslinger 1ERD) Mech bergbar, leichte bis mittlere Reparaturen von Nöten... Pilot; zu 95% von der Hüfte an abwärts gelähmt.

Bei den Dragonern: Orion: schwere interne Schäden, Awesome nicht wieder verwertbar und ein Pilot tot.

"Tja, ich denke wir sollten an der Teamarbeit noch arbeiten", war Snakes einziger Kommentar zu den Ergebnissen.
Drustran nickte nur.
"Ich bezweifle das wir so ein Manöver jemals in einem realen Gefecht hinbekommen würden...
Sei's drum. Ich brauche jetzt ne Dusche."

"Da hast du recht.... naja... wir haben ja zeit bis wir ne Antwort bekommen... wir sollten weiter trainieren, es waren doch ein paar gute Basen da, da wir bei ähnlichen Einheiten waren.... oh ja, ne Dusche...." er bekam einen verträumten Blick....dann wieder normal, mit einem breiten Grinsen.... "ok, auf dich wartet die Urne und auf mich der Rollstuhl, auf gehts!" er nahm seine Sachen und ging Richtung Duschräume....

Nach der Dusche entschied Pliskin daß er Hunger hatte.

"Ich denke es ist Zeit für's Mittagessen, oder was meinst du Drustran?"
"Gute Idee, Snake.... ich hab Kohldampf...." Er trocknete seine Haare und fing an sich anzuziehen...
"Ich kenne da ein gutes Restaurant... und dann können wir ja noch mal bei der HPG Station nach einer Antwort fragen, ich brauche ´ne Anstellung! "

„Nichts was ich lieber täte.."

Nachdem die beiden fertig waren, machten sie sich auf den Weg zu dem besagten Restaurant... dort angekommen, bestellte sich Drustran ohne auf die Karte zu schauen die Spezialität des Hauses und einen Scotch, Single Malt. dann schauet er sich fragend zu seinem Begleiter um...

„Hört sich gut an, ich nehme dasselbe."

Nachdem der Kellner das Essen gebracht hatte konnte Snake nur noch ein Wort herausbringen:

"Mahlzeit".

"Mahlzeit", erwiderte Drustran und er begann zu Essen.

Nach dem Essen griff Snake in eine seiner Taschen und holte eine Packung Zigaretten hervor.

„Stört dich das? Schlechte Angewohnheit von mir, aber ich habe sie als Glücksbringer immer dabei, mal ganz davon abgesehen daß sie auch nützlich sein können."

Er zündete sich eine an und nahm einen tiefen Zug.

„Nein, stört mich nicht..." er bestellte sich noch einen Scotch, griff in die Brusttasche und holte eine Packung Kaugummi hervor. Nahm einen Streifen raus und versenkte die Packung wieder in der Brusttasche. Dann wartete er kauend auf seinen Scotch!

Snake schaute auf seinen Armbandcomp.

"Ich glaube wir sollten noch mal zur Comstar Anlage, vielleicht haben wir ja nun ´ne Antwort."

"Ok, Snake... gehen wir.... aber wenn das bald nichts wird, müssen wir uns nach was Neuem umschauen.... mein Geld reicht nicht ewig und die Kosten, einen Mech hier zu parken sind ja astronomisch..."

Die beiden standen auf und machten sich auf den Weg.
Snake rief ein Taxi und zusammen fuhren sie zur HPG Station.
Als sie ankamen herrschte dort ein reges Treiben. Offensichtlich waren in der Zwischenzeit auch andere Söldner hier, die Bewerbungen an andere Einheiten schickten und auf Antwort warteten. Sie reihten sich in die Schlange ein.

"Na, das könnte etwas dauern."
Als Drustran die Schlange sah, stöhnte er auf und verabschiedete sich innerlich von den restlichen Plänen für diesen Tag. Er reihte sich mit einem Nicken ein und antwortete mit einem einfachem "Leider."

Es dämmerte schon als Snake und Drustran endlich dran waren...
Nur um zu erfahren, das es noch keine Antwort gab.
Ein wenig verärgert verließen sie die HPG Station.

"Was machst du noch heute?
Ich werde nochmal kurz nach meinem Hammer sehen und dann gehts ins Hotel. Hoffe mal der Umbau verläuft gut."

"Hab nichts vor... wenn du nichts dagegen hast komme ich mit zum Hammer!"

„Nein, warum sollte ich was dagegen haben."
So fuhren sie zurück zu den Wartungshangars.

Als sie bei der Bucht des Hammers ankamen, waren die Techs noch bei der Arbeit.
"Ah, Mr Pliskin. Sie sehen nach ihrem Mech, ja? Keine Sorge, in spätestens 1 1/2 Tagen ist er fertig."
Snake schaute zu seinem Hammer.
Die Panzerung des Torsos war entfernt und er konnte sehen, daß zwei weitere mittlere Laser bereits installiert waren.
"Gut, fehlen nur noch die Raketen, oder?"
"Ja, und die CASE Lager. Nebenbei: ´ne schöne Maschine. Schnell und wendig. Und nach ihren Umbauten hat er noch ´nen schönen Punch."
"Na das will ich hoffen. Man sieht sich."
So verließen sie den Hangar wieder.
"Ich gehe jetzt ins Hotel. Wir sehen uns morgen wieder, nehme ich an. Nacht."
"Ja....denke schon... gute Nacht...." und Drustran fuhr in sein Hotel...

Am nächsten morgen stand Snake zeitig auf, eine Angewohnheit, die er noch von den Guards hatte.

Nach dem Frühstück begann er mit den morgendlichen Übungen.

Dann, nach einer halben Stunde nahm er dann ein Taxi zum Hangar um nach seinem Hammer zu sehen.
Die Techs waren wieder bei der Arbeit.

Der Umbau machte Fortschritte.

Dann fuhr er zum anderen Hangar, wo Drustrans Gunslinger stand, in der Hoffnung ihn hier zu treffen...

Als Snake zu dem Gunslinger kam, sah er Drustran in die Wartungsklappe auf der rechten Seite reingebeugt stehen....

"Heda," rief Snake.
"Wie war die Nacht?"
Ein hallendes "Gut." ertönte aus der Luke und Drustran drehte sich um. "und selbst?"
„GUT, kann man dir helfen?"
„Nicht wirklich.... hab gerade einen Check gefahren....
Alles im grünen Bereich... und wie sieht es mit deinem Hammer aus?
Wird schon. Voraussichtlich morgen wird er fertig sein.
Hoffe, wir kriegen bis dahin ´ne Antwort."

"Ja, hoffe ich auch.... wird mal Zeit das die Jungs was hören lassen...." er schloss die Wartungsluke und machte sich auf den Weg nach unten.

Snake wartete geduldig, bis Drustran unten war.


Drustran kam unten an, zog das Päckchen Kaugummi und nahm sich eins, dann bot er eins Snake an... "Naranjigeschmack"
"Danke, warum nicht.
Hör mal, wir haben noch Zeit, oder?
Was hältst du davon, wenn wir heute den Schießstand unsicher machen
Ich muss mit der hier mal wieder ein wenig üben."

Bei diesen Worten streichelte er die Socom in seinem Holster.
"Wieso nicht.... hab eh nichts besseres vor! Ich sollte
meine Treffsicherheit auch mal etwas verbessern." er stecke die Kaugummies weg, packte seine Sachen und die beiden machten sich auf den Weg.

Marlin
22.04.2004, 19:32
Als Snake und Drustran am Schießstand ankamen, war kein reger Betrieb.
Fast alle Felder waren frei.

"Also, was wollen wir, der normale Schießstand oder wollen wir den "Spießrutenlauf" machen?
Ich bin erst mal für normales Training."

Und so ging er Richtung Schießstand 1.

Drustran grinste nur, dann sagte er: " Zum Aufwärmen reicht es... aber nachher müssen wir noch über die Strecke! Ich brauche die Übung!" Dann folgte er Snake zum Schießstand 1
Sie kamen zum Schießstand, wo sich Snake als erstes einen der Ohrenschützer griff und ihn Drustran zuwarf, dann nahm er einen zweiten für sich.
So ausgerüstet ging Snake zur ersten Bucht. Und schoss auf 30 Meter.

Snake zog seine Socom aus dem Holster, zielte und schoss fünfmal.
Dann ließ er die Zielscheibe zurück kommen, um sein Ergebnis zu begutachten. Eine 10 im Kopf, drei weitere Zehnen in der HErzgegend, sowie eine 9 im Kopf.

"Hm, nicht übel, oder was meinst du, Drustran. Du bist dran".

Snake hing eine neue Zielscheibe auf und ließ sie ebenfalls auf dreißig Meter fahren.

"Nicht schlecht, Snake. Mal sehen wie ich heute drauf bin."
Drustran zog seine Laserpistole, spottete noch: "Ich hoffe die Pistole ist mit 30m nicht unterfordert" und zielte. Fünfmal ertönte ein lautes Sirren als der Kondensator der Batterie die nötige Energie freigab und fünfmal erzeugten die Lichtemissionen den Eindruck eines sichtbaren roten Laserstrahls. Dann holte sich Drustran die Scheibe zurück: 5 Löcher waren eingebrannt, eines knapp über dem Kopf, eines in der Stirn, eines auf Mundhöhe, eines im Kehlkopfbereich und eines knapp unter dem Brustbein. "Verdammt" fluchte Drustran, die sollten alle in den Kopf." er fuhr sich frustriert durch die Haare. "Heute ist nicht mein Tag." und hing eine neue Scheibe auf...

Snake übernahm wieder.
"Probieren wir jetzt mal 50 Meter."

Er stellte die Entfernung ein.
Dann legte er wieder an:
Diesmal sieben Schüsse, was das Magazin seiner Waffe leerte.
Dann zog er die Scheibe wieder ein.

Das Ergebnis war:

1mal zehn Kopf
1mal 9 Kopf
2mal 8 Kopf
1mal Zehn Körper
1mal 9 Körper
1mal 8 Körper

Alle 7 Treffer würden sofort zum Tode führen.

"Du bist wieder", und er hängte eine neue Scheibe auf, wieder auf 50 Meter.

Drustran zielte wieder, gab wieder fünf Schüsse ab, was die energiezelle entleerte und holte die Scheibe ran... alle Löcher waren nun im Kopf, zwar etwas verstreut, doch jeder hätte zum Tod geführt, wenn der Kopf nicht zu stark geschützt wäre.... " wird langsam besser, vielleicht sollte ich mal einen Check meiner Sensoren Typ 1.0 vornehmen lassen." scherzte Drustran, merke es sich aber mal vor, sicher ist sicher. Dann tauschte er die Scheibe und ging auf 100m. "Bitte."

"100 Meter????
Na schön Drustran."
Snake wechselte das Magazin und trat an den Schiesstand.
Er legte an, zielte und schoss, wieder 5mal.
Dann holte er die Scheibe zurück.
Wie erwartet:

je 1mal 9 und 8 Körper, zwei mal 6 Körper und 1mal 5 Körper.

"Tja, auf 100 Meter mit einer Projektilwaffe, da verzieht man sehr leicht. Auf diese Entfernung ist ein Laser natürlich von Vorteil."

Er wechselte die Scheibe und liess sie auch auf 100 Meter einrasten.

"Du wieder, und dann sollten wir uns an den Spießrutenlauf wagen."

Drustran wechselte die Energiezelle, steckte die alte in ein dafür vorgesehenes Ladeterminal. "Der Pilot hatte nur ein Ersatzmagazin dabei, und die sind nicht grade kompatibel mit den Powerpacks aus unseren Werken...", erläuterte er.

Diesmal schoß er alle zehn Schuß auf einmal.... holte die Scheibe heran... "Verdammt" fluchte er, "ich hatte das Ding doch im Visier." es waren drei Körperteffer im Bereich der linken Schulter und zwei Nieten... am Kopf war es schlimmer: ein Treffer, ein mit Wohlwollen ausgelegter Streifschuß und drei Nieten.
"Ich sollte wirklich einen Arzt aufsuchen... Das war beim letzten Schießen nicht so übel..."

Na, komm, Drustran. Das wird schon. Auf dem Parcours schießen wir auf maximal 40 Meter.

"Na gut, aber wir müssen warten bis die Batterien aufgeladen sind... Sorry!"
"Okay Drustran. Gehen wir."

Sie machten sich auf den Weg zum Parcours.

Hier war schon etwas mehr los.
"Mann. Wir sind erst als siebte und achte dran, was hältst du von einem Kaffee?"
"Ich hasse warten, aber hat ja keinen Zweck, gehen wir einen Kaffee trinken."

Snake und Drustran besorgten sich einen Kaffee, und schauten derweil den anderen zu.

Da waren einige Infanteristen aus verschiedenen Einheiten. Dragoner, Storms Metal Thunder, sogar einer der Black Aces.

Am besten schnitt der Dragoner ab, was Snake nicht sonderlich verwunderte.
Er trank seinen Becher aus.
"So, ich glaube wir sind gleich dran. Wir sollten 20 Ziele einstellen. Du kannst mit den beiden Zellen ja maximal 20 Schuss abgeben, nicht wahr?"
Ja, leider... die Pistole braucht etwas mehr Energie
als IS Gegenstücke.

"Drustran, willst du zuerst?

Der Parcours dürfte dir eigentlich keine allzu großen Probleme bereiten. Pass nur auf die schwarzen Ziele auf, auf die darfst du nicht schießen."
Drustran machte sich bereit.... nachdem grünes Licht kam, spurtete er los, die Augen immer in Bewegung, die Pistole fest in der Hand... dann links eine Bewegung...rot.... Schuss.... gerade so getroffen. Dann rechts..... schwarz .... zuspät ..... abgedrückt.... weiter.... schwarz... rechts rot Schuss.... vorbei, nochmal... Treffer...
So ging das ein paar Minuten, an einer Hausecke schnell Batterien getauscht und weiter.... zum Schluß, nachdem er durch war, die Bilanz: 12 rote Ziele getroffen, 2 schwarze Ziele getroffen.... Zeit 18,42 Minuten von 20 erlaubten Minuten.

"Nicht mein Tag heute!" Drustran steckte die Batterien in das Ladegerät und war gespannt, wie Snake sich schlagen würde.

Bevor es jedoch losging, griff Snake in eine Tasche und versah die SOCOM mit dem LTM. Dann machte er sich bereit.
Grünes Licht.

Er ging los:

Snakes Augen spähten links und rechts, dann plötzlich ein Ziel, rot: Snake schoss, und Treffer.
Er ging weiter: Dann zwei Ziele, eins rot, das andere schwarz, Snake legte an und schoss. Rot getroffen, das LTM half. Snake bewegte sich vor: Wieder tauchten zwei Zielscheiben auf, beide rot: Snake schoss dreimal. Zwei Treffer erste Scheibe, einer die Zweite: Ein neues Ziel, schwarz... An einem Fenster tauchte wieder ein rotes Ziel auf, Snake schoss zweimal, der erste ging vorbei, der zweite traf.
Nach der Hälfte blieb Snake an einer Hauswand stehen, und wechselte das Magazin, dann ging er weiter:

Am Ende war Snakes Ergebnis 16 von 20 möglichen roten zielen, und keine Schwarzen. Munitionsverbrauch: 24 Schuss, Zeit: 17min 20 Sekunden. Er schaute auf die Tafel, der Rekord lag bei 15min 20s.

"Damn, ich war auch schon mal schneller. Bin wohl etwas eingerostet. Was meinst du Drustran, sollten wir mal zur Comstar Anlage fahren?"

"Ja.... vielleicht sind die mal aus ihrem Winterschlaf erwacht.... der Ort, wo sie sein sollen, soll ja ein wahres Schlaraffenland sein... schönes Wetter, alte Rentner mit ihren jungen Gespielinnen.... die werden wohl im Dauereinsatz sein." Drustran grinste.

So verließen Snake und Drustran die Anlage und nahmen ein Taxi zur Comstar Anlage. Glücklicherweise war diesmal weit weniger los als das letzte Mal und so kamen sie recht schnell dran. Es war tatsächlich eine Antwort eingetroffen, jedoch besagte diese, noch etwa bis Dezember zu warten.

"Na toll. Also noch einen Monat. Na dann.

Kommst du mit zu mir, Drustran? Ich habe einen Freund, den ich besuchen muss."
Wieso nicht. hab ja nichts besseres zu tun den nächsten Monat.... momentan ist aber auch ´ne Flaute bei der Einstellung von Mechkriegern....
Snake rief ein Taxi und so fuhren sie zu seinem Hotel. Als sie ankamen, bezahlte Snake den Fahrer und sie betraten das Hotel. Snake ließ sich den Schlüssel zu seinem Zimmer aushändigen und ging dann mit Drustran zum Aufzug.
Vor Snakes Apartment blieben sie kurz stehen.

"Ich hoffe du magst Tiere, Drustran."

Dann öffnete er die Tür. Kaum waren die beiden eingetreten, als mit tösendem Gebell ein recht großer Hund auf sie zuschoss und Snake fast umwarf.
Es war ein schneeweisser Husky.

"Drustran, darf ich dir meinen "Freund" vorstellen?
Das ist Snowcone."
„Toller Hund. Allerdings hätte ich bei deinem Namen eine Schlange vermutet. Beißt er?"
„Nur wenn er gereizt wird, oder ich es ihm sage.
Wir sind schon seit meiner Zeit bei den Guards zusammen. Ich bekam ihn, als seine alte Besitzerin starb. Seitdem ist er mir richtig ans Herz gewachsen."

Drustran kniete sich und begann den Hund zu streicheln. "Ein schöner Hund... ich hatte nie Haustiere, der einzige Hund, der für mich in Frage käme ist ein irischer Wolfshund."

„Möchtest du was trinken. Drustran?

Ich könnte dir einen Scotch anbieten."

„Ja , ein Scotch käme mir jetzt sehr gelegen.... oh man, einen Monat warten...."

Snake goss zwei Gläser voll Scotch, und reichte eines Drustran. „Tja, was machen wir nun? Ich habe eigentlich keine Lust, hier einen Monat festzusitzen und nichts zu tun."

Drustran trank einen Schluck: "Ich auch nicht.... aber die Lage ist momentan schlecht....hmmm"

Snake hatte zuerst eine Idee:
„Wir sollten uns vielleicht solange nach einer Nebenbeschäftigung umsehen, was weiß ich:
Grüne Jungs trainieren oder so was."
„Und wie? Willst du eine Trainingsanlage aufmachen??"
„Nicht doch, aber man kann hier auf Outreach doch sehr leicht so ´nen Job bekommen. War nur so ´ne Idee..."
„Hört sich gut an. Hast du schon eine genaue Vorstellung?"
"Na ja, es gibt hier einige Trainingszentren, vielleicht sollte man einfach mal nachfragen."
Snake nahm einen Schluck Scotch.

"Was hättest du denn für Vorschläge, Drustran?"
Drustran leerte sein Glas und zuckte die Schultern. "Hört sich gut an, mir fällt im Moment nichts ein."

Marlin
22.04.2004, 19:33
**
Bad Freienwalde

Nach der Schlacht wurden alle Maßnahmen für Frederics Abreise getroffen. Er selbst hatte zwei Tage vorher eine HPG- Botschaft abgeschickt, die für potentielle Bewerber eine Terminvereinbarung sein sollte.
Er hatte auch intensiv mit Taras gesprochen, und die potentiellen Asse herausgesucht.
Privat hatte er ebenfalls eine Botschaft an seine Familie geschickt. Aber das war unwichtig, es sei denn, jemand würde ihn sehen wollen. Er würde auf Outreach weitersehen.
Sein Schweber blieb auf Bad F. genauso wie seine Ausrüstung, bis auf sein Gewehr und andere kleinere Sachen, die für die anderen uninteressant waren.
Der Zeitpunkt des Abschieds war gekommen und er ging zu jedem Gründungsmitglied und verabschiedete sich.
„Bis bald, Jungs." Dann hob das Landungsschiff ab, um sich mit dem Sprungschiff auf dem Weg in die Chaos- Marken zu treffen. Es traf in 24 h ein.
**

Inzwischen vertrieben sich die verschiedenen Berwerber auf unterschiedliche Weise die Zeit bis zur Ankunft Frederic Waldens.

Mehrere Wochen und Sprünge später, am Mittag des 28. Dezember, traf er endlich auf Outreach ein. Er hatte zwar nach seinen Möglichkeiten trainiert, aber er wollte auch wieder festen Boden unter den Füßen haben. Mit etwas Glück blieb er hier einen Monat und brachte den ‘Lords’ gute Verstärkung...
Beim Eintreffen funkte das Landungsschiff nach Outreach. Auf großen Informationstafeln in der Anwerbehalle waren der Ankunftstermin des Landungsschiffs verzeichnet und verschiedene andere Informationen, unter anderem auch der Termin für die Bewerber der Lords.
Frederic war sehr ungeduldig.
Mit 1,5 g ging es Outreach und dem Remus entgegen.

Am achtundzwanzigsten Dezember klopfte Drustran an Snakes Tür: "He, Snake mach auf... es gibt wichtige Nachrichten!"

Snake öffnete.
"Hallo", begrüsste er Drustran. Was hast du denn für Neuigkeiten?"
„Ich komme gerade aus der Halle, übermorgen gehen die Vorstellungsgespräche los und so weiter....wollen wir heute nochmal üben gehen und nach unseren Mechs schauen? Dein Hammer müsste fertig sein, oder?

„Und ob mein Hammer fertig ist, und ich liebe ihn.
Ein Training? Warum nicht. Hey, Snowcone, wir gehen raus."
Der Husky schaute auf. "Gehen wir?"

Nach einem harten Trainingsmatch gingen die beiden zu Snakes Hammer. Drustran lachte: "Ich dachte nicht dass ich es gegen dich schaffe, nicht wo ich mich noch an mein neues Auge gewöhnen muss.... War echt knapp...Als du mir den Arm weggeschossen hast, dachte ich das war es... doch dann kam der vernichtende Reaktorteffer.... der Spruch : "es ist erst vorbei, wenn die grossen Mechs mit spielen fertig sind" hat doch einen Funken Wahrheit in sich....eine halbe Stunde Kampf, ich bin froh, wenn wir auf einer Seite stehen...."

"Ach was. Den Ausgang hab ich erwartet. Dein Gunslinger hat einfach 15 Tonnen mehr und ist schwerer gepanzert und bewaffnet. Ich konnte lediglich meine Geschwindigkeit nutzen, um Zeit zu schinden und dir soviel Schaden wie möglich zuzufügen. Daß ich dir mit meinen PPCs den Arm abgeschossen hatte war auch nur Glück. "

Dann standen sie vor Snakes Warhammer. Aus dem Torso ragten nun zwei weitere Laserläufe und auf der rechten Schulter thronte auch wieder eine SRM Lafette.

"Leider hatte ich nicht mehr die Möglichkeit mehr Sprungdüsen zu installieren, aber das kann man vielleicht noch irgendwann nachholen, oder?"

Na klar, das bekommen wir schon irgendwie hin. ich hab schon einen Satz bestellt... HildCo Modell 12er, schwer zu bekommen, nachdem die Capellaner da unten Stunk machen

"Na das hört sich doch gut an."
Snake schaute auf seinen Armbandcomp:
"Ich glaube es ist Zeit für uns, oder?"

"Oh ja. Laß´ uns losgehen."

Marlin
22.04.2004, 19:34
Scherzend und guter Laune gingen Frederic und eine jüngere Frau, die eine recht massive, an eine Techbrille erinnernde Sehilfe trug, zum angemieteten Büro der ‘Lords’.
Dort warteten mehrere Personen, offenbar auf ihn.
„Guten Tag. Mein Name ist Frederic Walden von den Lords of Thunder." Er sprach Englisch, um mit allen kommunizieren zu können. „Ich glaube, Sie wissen alle, warum Sie hier sind." Er hielt die Karte an das Schloß, die Tür ging leise auf.
Die Leute, mehrere in der Uniform ihres letzten Engagements, kamen hinterher. Die junge Frau von seiner Seite wartete, bis alle hineingegangen waren und ging dann auch mit. Sie lächelte unverbindlich, wenn jemand sie ansah. Frederic, in einen modischen Anzug gewandet und im Bürostuhl sitzend, sah etwas müde, aber auch gelöst aus. Er sah kurz die Anwesenden an und lächelte freundlich. Dann sah er sich sein Noteputer an, der mit allen Daten der Bewerber gefüttert war.
„Kaporal Bessari?" „Hier, Mann" Der Angesprochene trat einen Schritt nach vorn. Er kaute auf einem kalten Zigarrenstummel, war allerdings höchstens 23. Tat aber wie ein Alter. Eine Reihe bunter Abzeichen zierte seine Uniform. Er sah aus 2,03 Metern auf Frederic herunter.
„Sie waren bei der planetaren Miliz Fuentes, für 3 Jahre?" „Jupp, so." Frederic nickte, während er die Akte durchsah. „Danke Ihnen für den Moment."
„Leftenant Pliskin, Irokois?", „Leftenant Cartwright, Drustran?", „Helena Jane Berger?", „Hauptwachtmeister Svensson?", „Captain Bricks?", „Techs Geena Fört und Himiko Takayama?"
Alle Aufgezählten, bis auf Helena Berger meldeten sich und beantworteten kurze Fragen Frederics. So wie der Kaporal vor ihnen.
Nach ca. 20 Minuten stand Frederic auf und entschuldigte sich: "Tut mir leid, daß sie solange stehen mußten. Sie alle haben sicher Gründe, bei einer kleinen Söldnereinheit anfangen zu wollen und wenn es nach mir ginge," hierbei lächelte er, „würde ich sie alle sofort verpflichten. Aber ich muß mich an gewisse Vorgehensweisen halten, ebenso wie alle Personalchefs, oder solche, die diese Art Entscheidungen zu treffen haben. Ich gebe Ihnen jetzt Termine für die nächsten Tage, es sind Einzelgespräche vorgesehen, die Ihre Eignung für die Einheit einschätzen sollen."
Er verteilte Terminkarten mit Ortsangabe an die Leute.
„Ich danke Ihnen schon im Voraus für Ihre Geduld und Ihre Bereitschaft, sich bei uns zu bewerben."
Damit verabschiedete er sich vorläufig von den Leuten. Einige gingen sofort, andere eher zögerlich und ließen die beiden allein im Büro zurück.
Als die Tür zuging, sah er die Frau fragend an. Sie nickte ihm freundlich zu. Er hatte seine Sache gut gemacht.

Der nächste Tag verging mit den Gesprächen mit Svensson und Bessari. Es wurde mit ihnen ein Schießplatztermin vereinbart.
Am nächsten Tag ging es um Cartwright und eigentlich Miss Berger. Da sie aber nicht da war, konnte er sich allein um Cartwright kümmern. Der übernächste sollte ihn näher mit den beiden Techs bekanntmachen und der letzte der vorläufigen Vorstellungsgespräche ging um Pliskin und Bricks.
Mit allen wurden Begutachtungstermine vereinbart, mit den Techs auch, aber das Ergebnis dabei war nicht so wichtig wie für die anderen.
Frederics Schwester Liza würde mit den Techs einige Gespräche führen und dann eine Beurteilung abgeben. Ein Glück, daß sie die Zeit gefunden hatte, nach Outreach zu kommen.
An jedem Abend würde er die Notizen aus den Gesprächen systematisieren, und auswerten. So auch heute, am Abend nach den ersten Gesprächen.
Svensson war ein Rasalhaager, der aus dem Polizeidienst ausgeschieden war. Er kam von Al Hillah. 31 Jahre. Grundwehrdienst. Polizeidienst für mehrere Jahre. Er hatte keine Zukunft mehr dort gesehen. Wenn sie noch einige jüngere Leute kriegen könnten, könnte er sie als Wachpersonal ausbilden, vielleicht konnte er sogar Infanterieeinsätze mit Panzerung übernehmen.
Bessari wollte er eigentlich sofort herausnehmen, er zeigte Anzeichen von Querulantentum. Er könnte die Einheit spalten. Außerdem zeigte die Akte Unregelmäßigkeiten. Aber er wollte ihm noch eine Chance geben.
Am Schießplatz würde er sehen, was mit ihm los war.
Liza war mit ihren Berechnungen beschäftigt. Sie arbeitete immer an ihren Projekten.
Leider war sie in der Firma ihres Vaters angestellt und er konnte sie nicht mitnehmen. Sie würde als ChefTech unschätzbare Dienste leisten. Als er sah, wie sie sich unter seinem Blick unwohl fühlte, sah er wieder auf den Bildschirm. Es war schon spät. Morgen würde es nicht einfacher. Für heute war Schluß.


Ismail Beg wachte in einer Krankenstation auf und hatte üble Schmerzen. Seine linke Kopfhälfte fühlte sich an, wie nach einem Infernotreffer. Aber Verdammt, die Leute hatten den Drachen beleidigt und damit auch ihn. Allerdings waren es gute Schläger. ‘Baka!’ schalt er sich in Gedanken. Seit er von Arkab fort war, hatte er bis auf wenige Ausnahmen etwas ordentlich auf die Beine gestellt. Sein Mech war so gut wie Schrott und ihm fehlte das Geld, um ihn wieder aufzubauen. Die bisherigen Söldnereinheiten waren nicht gewillt, diese Kosten zu tragen. Es blieb ihm nur der Verkauf. Er suchte kurz nach einem Fluch auf Englisch, da die meisten Söldner so sprachen, aber er fand ihn nicht. Das lag wahrscheinlich daran, daß sich gerade jemand an seinem Arm zu schaffen machte. Der Schmerz schoß in sein Gehirn und er versuchte den Verursacher zu packen. Aber er war fixiert! Ein Knurren drang aus seiner Kehle, als er sich vergeblich abmühte. Der Schmerz ließ langsam nach. Das war immerhin ein Gutes. Jetzt meldete sich eine Stimme von Außerhalb seines Gesichtfeldes. „Guten Morgen Mister Beg. Ich bin Doktor Freemahn. Sie befinden sich in der Krankenstation 12b. Sie wurden gestern hierhergebracht." Jetzt trat jemand in seinen Gesichtskreis, den er als Sprecher ausmachen konnte. Es war eine Frau. Recht klein und zierlich. Sie sah ihn an. „Sie sollten ab jetzt aufpassen, was Sie tun. Es kann sein, daß Sie nicht immer so viel Glück haben. Wenn Sie mir versprechen, sich ruhig zu verhalten, können Sie entlassen werden." „Ee. Ja, ich verspreche." Die Frau nickte kurz. „Gut. Wollen Sie gleich hier bezahlen, oder soll das per Rechnung geschehen? Sie haben Ihr gesamtes Geld behalten." Er blickte sie fragend an. „Gibt es bei Barzahlung Nachlaß?" Sie schien amüsiert, schüttelte aber den Kopf. „Sie werden einen sehr fairen Preis bezahlen, und dann gehen, ist das klar? Passen Sie auf Ihren Kopf auf. Er ist noch sehr anfällig für Erschütterungen." Er wurde jetzt losgemacht und wurde von einem Sicherheitsbeamten mit dem Dragonerabzeichen nach unten geführt. Er bezahlte und bekam sein Krankenblatt, sowie seine persönlichen Sachen, dann ging er, ohne sich zu bedanken.
In der Anwerbehalle sah er die Liste der offenen Angebote geschrumpft. Mißmutig wollte er gehen, als er eine Information von einer noch nie gehörten Einheit sah...

30. Dezember 3063, Outreach, Harlech, Büro Lords of Thunder.
„Wie geht es Ihnen, Leftenant?" „Danke der Nachfrage, Sir."
Frederic wußte zwar vom künstlichen Auge, aber er gab sich keine Mühe, seine Überraschung zu verbergen, daß er nicht sicher wußte, welches es war.
„Sie kommen also aus der Cartwright- Sippe?" „Das ist korrekt, aber ich würde es vorziehen, wenn Sie das nicht so beachten würden." „Natürlich. Ihr Dienst in den Guards ist beeindruckend. Sie haben noch einen Mitbewerber, aber ich denke, das wissen Sie schon." „Auch das stimmt, und ich gebe zu, daß ich gerne mit ihm weiterarbeiten würde. In der Wartezeit sind wir miteinander bekannt geworden."
„Aha," Frederic hob interessiert eine Braue. „Sie haben dann auch miteinander trainiert, oder?"
„Ja, aber mehr Zeit würde uns natürlich guttun." „Verstehe." Frederic notierte sich kurz etwas.
Neben dem Schießtraining würde ich für sie beide dann noch zusätzliche Simzeit veranschlagen, um mir Ihre Fortschritte ansehen zu können. Dabei," Er lächelte, „können Sie mich leicht beeindrucken, da ich einen Schweber führe." Auch Drustran lächelte.

*

„Ihre Pilotenwerte sind akzeptabel, Ihre Allergie dürfte zu vernachlässigen sein.
Was mir Sorgen bereitet, ist Ihr TDS. Ist es stark?" „Es ist zumindest sehr hinderlich." „Das ist klar. Aber auch das sollte nicht so schlimm sein, es sei denn, wir müssen im Weltraum kämpfen. Gut." Drustran sah erwartungsvoll. Frederic sah ihn prüfend an. „Wie steht es mit Ihren Loyalitäten, abseits von Ihrer Familie?"
Drustran sah etwas verunsichert. Es stand doch in der Akte. „Nun, ich habe, wie Sie wohl wissen, leichte Probleme, das zu verleugnen. Ich stehe zur rechtmäßigen Herrscherfamilie der Vereinigten Sonnen, und des Vereinigten Commonwealth. Zur Familie der Davions. Und ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie das nicht als Kriterium für meine Bewerbung sehen würden." Frederic lächelte leicht. Dann nickte er. „Können Sie mit gemäßigten Vertretern, sagen wir der Gegenseite, zusammenarbeiten, ohne diesen Konflikt weiter anzuheizen?" „Ich würde behaupten, ja, sofern keine unserer Aktionen zur Bedrohung für die Vereinigten Sonnen und oder das Vereinigte Commonwealth darstellt." Frederic versuchte, unbeteiligt zu wirken:„Das wäre vorteilhaft für alle." Innerlich jubelte er. „Zum Abschluß erlauben Sie mir eine Frage: Warum haben Sie sich bei einer so kleinen Söldnereinheit beworben?" "Was erwarten Sie jetzt von mir, Sir? Sie wissen, wem meine Loyalität gilt, den Davions, so war es schon immer in der Familie, aber ich habe genug Freunde, die nicht so denken, und ich will nicht gegen sie kämpfen müssen... deshalb bin ich aus dem Dienst ausgeschieden. Die größeren und bekannteren waren mir zu unsicher in Bezug auf den Bürgerkrieg, oder sie wollten mich nicht. Dann habe ich von ihrer Einheit gelesen, und daß jeder ein Mitspracherecht hat. Das würde mir die Möglichkeit geben, gegen einen Kontrakt für den Bürgerkrieg zu sprechen...."
Frederic lächelte jetzt breit. „Gut, denn ich werde in diesem Fall genauso handeln. Mister Cartwright, ich denke, wir machen noch einen Trainingstermin aus, begutachten Ihren Mech, und wenn nichts schief geht, haben Sie eine neue Einheit."
Sie verabschiedeten sich, nachdem sie für die nächsten Tage einen Termin ausgemacht hatten.


Es war der 31. Dezember auf Outreach. Ismail war wie so oft in letzter Zeit schlechter Laune.
Der Ankäufer von BattleMagic hatte ihm zuerst 2,5 Millionen C- Noten geboten, aber das war natürlich ein Witz. Er hatte ihn auf 7 hochdrücken können. Der Steiner- Händler wollte sogar 9 bezahlen. Das war natürlich ein tolles Angebot. Er hatte gesagt, daß er es sich überlegen wollte. Aber jetzt war es wichtig, den Kerl von den „Lords of Tander" zu sprechen, um eventuell Hilfe bei einem Mechkauf zu erlangen und natürlich angenommen zu werden. Dann würde er zufriedener sein. Ja, der Steiner würde den Großdracon kaufen.
Er war nach einer Verwechslung der Gebäude endlich vor dem Mietbüro angekommen. Er schlug dreimal gegen die Tür. Die Tür ging auf und er sah sich einem ernst blickenden Mann gegenüber. Er war älter und sehr viel kleiner als er selbst, aber auch erfahrener. Ismail nahm sich vor, aufzupassen. Er räusperte sich und trug dann sein Anliegen vor....

*

Frederic war überrascht, als der große, verletzte Mechkrieger aus dem Kombinat so spät noch „anklopfte".
Aber er hörte ihn sich an. Er war bereit ihm zu glauben, blieb nur das Problem des fehlenden Mechs. Die Finanzen der „Lords" würden zwar erlauben, einen billigen Mech zu kaufen, aber das konnte er nicht allein entscheiden. Taras und er hatten darüber nicht gesprochen. Außerdem würde es nicht für einen schwereren Mech reichen. Aber dieser Draconier hatte angedeutet, das Problem lösen zu können. Er wollte dafür Frederics Beratung. Die konnte er haben. Es gab einige Sprachschwierigkeiten, weil Ismail nicht sehr gutes Englisch sprach, und Frederics Japanisch für diese Art zu Verhandeln viel zu eingeschränkt war. Aber er war für heute zufrieden. Zur Not konnte er, nein er würde die beiden Techs mitnehmen und sie das meiste sprechen lassen
Ja, in zwei Tagen war es soweit, dann würde er mit „seinen" 3 Frauen und Ismail zu einem Händler gehen und einen Mech kaufen.
Er war zufrieden. 2 Techs, einen Mechkrieger, alle mit sehr gutem Material, und jetzt ein Draconier.
Jetzt war noch der morgige Tag abzuwarten, dann würde er weitersehen. Er war ein guter Personalchef!
Zufrieden ging er in das Apartment, wo auch seine Schwester wartete, und zusammen würden sie das neue Jahr feiern.

Marlin
23.04.2004, 20:56
1. Januar 3065

„Leftenant Pliskin. Kommen Sie rein. Bitte setzen Sie sich."
„Danke, Sir."
„Ich habe mir Ihre Daten angesehen. Ich bin beeindruckt." Frederic tat beschäftigt, als er die Daten prüfte.
Pliskin saß ruhig da, aber er griff zu seinen Zigaretten. „Erlauben Sie, daß ich rauche?"
Jetzt sah Frederic wieder auf. „Nun ja, im Grunde habe ich nichts dagegen, aber die Klimakontrolle hier ist nicht die beste, und ich würde das gerne vermeiden. Überdies sollten Sie das ohnehin abstellen, aber das ist nur ein Rat." „Es sind raucharme Zigaretten." „Mhm. Was sollen die ihnen nützen? Bei Ihrer Spezialausbildung sollten die Nachteile des Rauchens zur Sprache gekommen sein." „Das stimmt schon, aber sie können auch nützlich sein." „Wobei denn?" „Man weiß nie.." er steckte sie wieder ein.

*

„Ja, also Ihre Qualifikationen sind sehr gut. Mir kommen fast Zweifel, daß Sie wirklich zu den „Lords" wollen." „Oh, das ist eine einfache Geschichte, durch den unglückseligen Krieg habe ich die Befürchtung, daß viele größere Söldnereinheiten da auf der einen oder andere Seite mitkämpfen werden. Ich will da nicht mitmachen." Frederic nickte wissend. Doch Pliskin sprach weiter: „Da Ihre und hoffentlich bald meine Einheit aber jedem Mitspracherecht einräumt, habe ich Hoffnung, außen vor bleiben zu können." Frederic erwiderte: „Ich denke, alle wären froher, wenn dieser Krieg gar nicht erst stattfände, aber das ist im Moment egal. Ihr ‘Partner’ aus den Guards ist derselben Ansicht wie ich. Aber was tun Sie, wenn in der Einheit ein Kämpfer steckt, der eher der Seite Kathys zuneigt?" Pliskin dachte kurz darüber nach. „Wenn es kein Fanatiker ist, kann ich mit ihm zusammenarbeiten. Und ich glaube, daß Sie keine Fanatiker beherbergen." Frederic runzelte die Stirn: „Das hoffe ich auch, Leftenant, das hoffe ich auch." Er dachte dabei vor allem an Rudolf, der so wichtig für den Erfolg der „Lords" gewesen war; noch wußte er nicht genau, woran er bei ihm war. Aber gegen 2 nagelneue Battlemechs konnte selbst er nichts haben.
Er wandte sich wieder Pliskin zu: „Ich habe vor, Cartwright und sie auch gemeinsam zu testen. Ist das in Ordnung? Ich weiß, daß sie begrenzte Zeit miteinander trainiert haben, deshalb würde ich mir das gern ansehen." Pliskin verzog keine Miene, als er nickte: „Ich freue mich darauf, Sir."
„Gut. Eine letzte Bemerkung noch: ich habe leider festgestellt, daß Sie keine technischen Fähigkeiten besitzen. Aber ich habe zum Glück zwei gute Techs angeworben, so daß unsere Probleme dahingehend etwas abgemildert werden. Auch Sie werden etwas lernen, wenn Sie zu uns gehören." Frederic grinste. Ebenso Pliskin.
„Ich danke Ihnen für die Mühe, Mister Pliskin. Wir sehen uns zum vereinbarten Termin an den Simulatoren."
Beide erhoben sich und schüttelten sich die Hand. Als er ihn zur Tür geleitete und Pliskin hinausging, sprach Frederic noch: „Ach ja, frohes neues Jahr."

Snake erwiderte auf Waldens Frohes neues Jahr nur:
"Gleichfalls, Semper Fi..."

Dann ging er.

Als Snake draussen war, dachte er kurz über das Gespräch nach.
Dieser Walden schien einen kompetenten Eindruck zu machen. Er hatte die richtige Entscheidung getroffen. Und darüber hinaus würde er das Training zusammen mit Cartwright machen, das war gut.
Es begann zu regnen. Pliskin schloss seinen Mantel und schlug die Kapuze über, dann zündete er sich eine Zigarette an und machte sich auf den Weg ins Hotel.

Als Pliskin gegangen war, überdachte Frederic seinen bisherigen Erfolg.
Bis auf Bricks, der kein Verlust war, Bessari und leider die Berger, waren alle sehr geeignet.
Die drei letzten waren ungeeignet, bzw. nicht hier und würden der Einheit eher schaden als nützen, auch wenn es um den Axeman schade war.
Morgen gab es vielleicht noch einen Erfolg.



4. Januar 3064 Outreach, Harlech.

Svensson war froh, endlich eine Einheit zu haben. Er und Beg, der Draconier, waren heute auf dem Schießparcours, und er hatte sich gut geschlagen. Der Draconier hatte Schwierigkeiten mit seinem linken Auge, aber Svensson hatte ihm geholfen, das Ganze noch einigermaßen über die Bühne zu bringen.
Das hatte ihm Lob von Walden eingebracht. Der hatte ihn in eine Kneipe eingeladen. In 3 Tagen. Wahrscheinlich brachte er noch andere mit. Jedenfalls hatte er noch versucht, mit Beg zu sprechen, aber das war nicht einfach. Er war recht verschlossen, nur mit Walden hatte er etwas gesprochen.
Fröhlich ging er in sein „Kabuff" zurück, um einen Wodka auf sein Wohl zu trinken. Vielleicht holte er sich noch eine Frau, das konnte er noch nicht wissen.

*

Ismail Beg war unzufrieden mit seinen Leistungen auf dem Schießparcours. Mit Glück und der unwillkommenen Hilfe des Rasalhaagers hatte er noch knapp 60 Prozent geschafft. Mit seinem anderen Auge.
Jetzt war er in 2 Tagen mit dem Mechsimulator dran. Aber gestern waren sie, der kleine Mann, 3 Frauen und er selbst, bei dem Vertreter von Hollings DuPre Ltd. , um seinen Mech zu überprüfen. Die Frauen, 2 davon aus dem Kombinat, waren sofort über den Mech gekrabbelt, der wirklich gut aussah. Sie hatten alles überprüft, während Walden, vor allem Walden, um den Preis gefeilscht hatte. Letztendlich waren sie bei 6 Mill. Verblieben, aber nur, weil der Händler noch 5 Tonnen Blitz-KSR Munition draufgelegt hatte, und weil sofort bezahlt wurde.
Das war ein stolzer Preis, aber er hatte dann immer noch 3 Mill. übrig, nachdem er seine nicht unbeträchtlichen Schulden abgezahlt hatte. Er würde seinen Drachen vermissen. Aber der leichtere Cronus war auch nicht übel.

Marlin
23.04.2004, 20:57
*

Frederic ging froh zu Liza. Heute hatte er einen guten Tag gehabt. Svensson war ein guter Fang, auch wenn er als Infanterist nicht so kampfkräftig war; vielleicht konnte er wirklich Frederics Panzerung übernehmen.
Er sprach mit Liza, um sie auf morgen vorzubereiten. Sie hatte wieder an Ihren Projekten gearbeitet und blieb bei Nachfragen wie so oft sehr schwammig. Irgendetwas mit Zielsystemen und ECM. Er fragte nicht weiter.
Morgen waren die Tech- Frauen zum Schießen vorgesehen. Den ersten Test am Cronos hatten sie ja schon bestanden. Sie erzählte, daß die ältere sogar schon Erfahrung in Clan- Technik hatte. Sie war sehr gut. Die andere etwas weniger. Liza äußerte sich mit Achtung über die beiden. Das bestätigte ihren Bruder in seinen bisherigen Entscheidungen.
Vorgestern war der Test für Bessari, Bricks und Berger gewesen, aber vor allem daß die Berger nicht mehr kam, war schade. Wehmütig dachte er über die jetzt hinfällige Tri- Vid Werbung eines Axtschwingenden Battlemechs, der einem anderen den Kopf spaltete. Das hätten einige Tausen C- Noten mehr bedeuten können.
Über die beiden anderen konnte er nur den Kopf schütteln. Die waren wirklich nicht zu gebrauchen. Beide konnten zwar gut schießen, aber vor allem Bessari wäre besser gewesen, hätte er davor keinen Alkohol genommen. Er zuckte unwillkürlich die Schultern, als er diese Erinnerung abschüttelte.
Morgen war ein neuer Tag. Die Tests für Cartwright und Pliskin standen am 6. an.


Der 5. Januar war angebrochen. Frederic lag noch bis um halb 10 im Bett und überdachte die Situation der Söldnereinheit. Mit ein wenig Training wären sie in der Lage, eine mittelschwere Kompanie in einer ausgedehnteren Kampagne zu besiegen. Das Problem dabei wäre die Tech- Ausrüstung. Die beiden Frauen brachten zwar mehrere Sätze an Reparatursets mit, aber nur mit den beiden und den Techfähigkeiten der anderen Jungs, die gar nicht so übel waren, wäre das vermutlich sehr riskant. Er sollte mindestens noch 2 Techs rekrutieren, bevor sie hier abflogen. Heute würde er vorerst zum Dragonerbüro gehen und den Status der Lords angeben. Danach wäre es sinnvoll, einige Kontraktangebote durchzugehen und die Nieten herauszufiltern. Svensson könnte ihm dabei helfen. Er hatte jetzt ja Zeit. Und war ein „Lord". Er mußte lächeln, als er an dessen Reaktion dachte. Kurz gingen seine Gedanken auch nach Bad F. Wie würde es da jetzt wohl aussehen? Hoffentlich konnten sie friedlich trainieren und aufbauen.
Jetzt wurde es aber Zeit! Er stand schnell auf, ging duschen und zog sich an. Es war mittlerweile schon 10 nach 10. Er war fertig und ging zum Dragonerbüro.

*

Er hatte es schon so erwartet. Sie hatten die D- Wertung bekommen. Mehr konnte nicht erwartet werden, aber sie waren immerhin schon als Regulär eingestuft. Das lag vermutlich am Alter der beiden Ältesten. Er grinste bei dem Gedanken. Rudolf war auf jeden Fall die Härte. Der hatte mehr auf dem Kerbholz, als er in seiner Bewerbung zugegeben hatte. Er würde jeden, mit Ausnahme vielleicht von Taras in die Tasche stecken.
Frederic nahm sich vor, ihn ein wenig auszufragen, wenn er wieder da war.
Jetzt ging er an eines der vielen Datenterminals, um nach Aufträgen für eine Einheit unter Kompaniestärke zu suchen.

*

Natürlich war die neue Einheitsgröße noch nicht berücksichtigt worden. Es waren bis jetzt nur „Kindergarten"- Aufträge zu finden. Aus der Chaos - Mark kamen mehrere Angebote, die konnten nicht genug kriegen. Außerdem noch beide Bürgerkriegsseiten. Das war alles noch nichts. Vielleicht kam in ein paar Tagen etwas besseres.
Er ging wieder, nachdem er sich vergewissert hatte, daß alle Daten der „Lords" aktualisiert waren.


Als Snake am Schießstand ankam, war noch keiner da.
So wartete er, jedoch nicht ohne sich eine Zigarette anzuzünden. Dann kamen sie. Zuerst Walden, dann ein paar Minuten später Drustran. Nach kurzer Begrüßung ging es auch gleich los. Snake war zuerst dran.

Test Stufe 1:

Schiessen mit Handwaffen:

Es war soweit. Der Test begann.. Snake überprüfte ein letztes Mal seine SOCOM. Sie war in Top Zustand. Er versah sie mit dem LTM. Gleich ging es los.
Der erste Test ging drei Runden: Schießen auf unbewegliche Ziele auf verschiedene Entfernungen.

Runde 1: Schiessen auf 25 Meter:

Snake zog die SOCOM legte an und schoss:
Snake gab sechs Schuss auf die Scheibe ab. Dann ließ er sie zurück kommen. Das Ergebnis war: 10 Kopf, 9 Kopf, 9 Kopf, 10 Körper, 10 Körper, 9 Körper. DAS war gut.

Runde 2: Schiessen auf 50 Meter

Wieder legte Snake an und gab wieder 6 Schuss ab, was das Magazin lehrte.

Langsamer noch als in der ersten Runde, doch immer noch recht schnell.

Diesmal war das Ergebnis: 9 Kopf, 7 Kopf, 7Kopf, 10 Körper, 8 Körper, 8 Körper.
Immer noch gut.

Snake wechselte das Magazin, dann hing er die nächste Scheibe auf. Diesmal schießen auf 100 Meter:

Runde 3

Diesmal ließ sich Snake etwas mehr Zeit beim Zielen. Er gab sorgfältig einen Schuss nach dem anderen ab. Nach sechs Schuss liess er die Scheibe wieder zurück kommen.

Ergebnis: Kopf 7, Kopf 6, Kopf 5, Körper 8, Körper 7, Körper 6. Auf die Entfernung war das akzeptabel. Er verliess den Schiessstand um Drustran das Feld zu überlassen. Er selbst stellte sich rechts von Walden auf.

Dieser nickte nur und sagte: "Beeindruckend. Ich hoffe sie schießen nie auf einen von uns."

Drustran Nahm Snakes Platz ein. Er konzentrierte sich.... das erste Schießtraining mit dem Neuen Auge, er hätte nochmal proben sollen.

Runde 1: Schießen auf 25 Meter:

Drustran zog den ER Laser, legte an, fokussierte das Ziel mit dem küstlichen Auge und schoß sechs mal:
Ergebnis: 10, 9, 9 Körper und 9,9,8 Kopf.

Naja, die Fokusierung war etwas ungewohnt, aber sie half ungemein!

Runde 2: Schiessen auf 50 Meter

Drustran wechselte die Batterien.... er musste sehen, ob er bei den Dragonern nicht noch ein Paar bekommen konnte....

Er schoß wieder sechs mal:
Ergebnis: 9, 9, 9 Kopf, 9,9,9, Körper

Das Auge bewärte sich langsam..... es war so als ob das Ziel fast direkt vor dem Lauf wäre....

Runde 3: Schiessen auf 100 Metern

Drustran wartete bis die Batterie wieder aufgeladen war. Dann wechselte er sie aus und ging wieder in Schussposition

Sechs Schuß:
Ergebnis: 9,9,8 Kopf und 9,9,8 Körper

Er war begeistert von dem Auge.... es war zwar gewöhnungsbedürftig, aber noch ein Fadenkreuz einblenden lassen, und er könnte Scharfschütze werden!

Er räumte sein Zeug zusammen und trat zurück neben Snake. "Das Auge ist wunderbar..... wenn die nicht so teuer wären, würde ich es zur Standardausrüstung für Infanterie machen....Du müsstest nur noch den Arm irgendwie fixieren, daß die Mündung auf das fixierte Ziel zielt!"


Anerkennend nickte auch hier Frederic. "Das war beeindruckend. Aber können Sie auch durch ein Fernrohr so gut schießen? Pistolen sind nicht mein Favorit." Jetzt wurde die Strecke für die beiden aufgebaut. "Bleiben Sie ruhig, das Beste kommt ja noch." lächelte Frederic. Dann schwieg er, während die beiden ihre Taktik besprachen.


"Das war verdammt gut. Dein bionisches Auge hat Vorteile, genauso wie der Laser auf grosse Entfernung.
Aber du verstehst, daß ich bei der hier bleibe. Hat die größere Durchschlagskraft."

Bei diesen Worten tätschelte er seine SOCOM.
„Jaja, aber gib mir ß ne Armprothese und ich treffe nur noch ins Schwarze!", scherzte Drustran.

Marlin
23.04.2004, 20:59
Es ging weiter.
Der zweite Test war ein Spießrutenlauf.
Er würde mit Drus zusammen im Paar antreten.


„Drus, du nimmst die linke Seite, ich werde mich um die rechte kümmern, Geht das klar?"
Er stimmte zu.
Snake wählte diesmal eine Automatic Rifle.
Es waren insgesamt 40 Ziele eingegeben.
Sie gingen los.
Rechte Seite, grünes Ziel. Snake schoss eine kurze Salve, und traf mit allen Schüssen.
Noch ein Ziel, weiter links. Wieder ein Feuerstoss und auch das Ziel war Geschichte.
Dann ging es weiter. Weisses Ziel, gerade rechtzeitig nahm Snake den Finger vom Abzug.
Plötzlich jedoch tauchte hinter dem weissen ein grünes auf. Snake schaltete blitzschnell auf Einzelfeuer und schoss... Treffer grünes Ziel im Kopf.
Es ging weiter. An einer Hauswand wechselte er das Magazin aus, und rannte weiter.
Wieder ein grünes Ziel, Snake schoss wieder eine Salve. Verdammt nur ein Streifschuss.
Trotzdem rannte er weiter. Wieder ein weisses Ziel, das von einem grünen gehalten wurde. Wieder schoss er im Einzelmodus. Und traf das grüne.
Am Ende belief sich Snakes Ergebnis auf 13 getötete Feinde, von 15. Keine zivilen Treffer.

Drustran nahm sich wie abgesprochen die linke Seite vor. er benutze ein Federated Long Rifle für den Test.
Zuerst kamen nur Zivilisten , Drustran dachte schon, Snake hätte alle Ziele auf seiner Seite, als ein grünes Ziel auftauchte. Ein kurzer Feuerstoß, und das Ziel war einmal,.
So ging es fast den ganzen Parcours. Er hatte fast nur Zivilisten, unterbrochen von einzelnen grünen Zielen, die er fast alle schnell erledigte. Nur zweimal bekam er ein Ziel mit Geisel. beim ersten Mal erledigte er das grüne Ziel, beim zweiten mal ging es knapp daneben in den Zivilisten.
Am Ende belief sich Drustrans Bilanz auf 18 von 25 Zielen, und einem Zivilisten

Frederic beobachtete alles über Bildschirm. Das einzige mal, wo er eine Reaktion zeigte, war, als Cartwright eine Geisel erschoss. Er wusste, daß das ein sehr schwerer Kurs war, aber das sollte nicht passieren. Es gab allerdings wenige, die besser waren, als die beiden. Wahrscheinlich lag das auch daran, daß nicht so viele diesen Kurs je gewählt hatten.
Als die beiden zurückkamen und ihre Waffen wieder abgaben, ging Frederic zu ihnen um seine Bewunderung auszudrücken. "Ich muß sagen, sie sind sehr gut. Ich werde sie gleich für Infanterie eintragen," scherzte er.
Dann wurde er wieder ernst. "Laut Zeitplan haben Sie beide 20 Minuten um sich auszuruhen, dann geht es an die Sims. Gute Arbeit, aber bleiben Sie auf der Hut. Die Programme werden es in sich haben."

Snake nutze die Pause, um sich eine Zigarette und ein Glas Wasser zu gönnen.
"Wie findest du den Test bisher, Drus? Bisher gíng es doch, oder?"
"Ja, aber ich wollte eigentlich nicht zur Infanterie..."
Drustran gönnte sich ebenfalls ein Glas Wasser.
" Aber jetzt kommt das härteste.... das LaMancha. ich war so froh, das wir das auf Albion nicht hatten, und jetzt muss ich doch durch."

„Nur keine Panik. Mehr als dein Bestes geben kannst du nicht. Versuch´ einfach, dich nicht treffen zu lassen. Nutze deine Sprungdüsen klug."

Dann war es so weit.
La Mancha.

Snake stieg als erster in den Simulator. Er stellte den Zufallsgenerator für die Gegner auf vier Gegner schweren Kalibers. Auch die Geländeauswahl ließ er von einem Zufallsgenerator bestimmen.

Dann ging es los.
Snake war nicht überrascht, als er ziemlich hügeliges Gelände zu Gesicht bekam.
Gut, das hatte er gehofft. Er hatte alle vier Mechs auf seinem Scanner, das hieß, keiner der Gegner hatte ein ECM. Er schaltete die einzelnen Gegner durch. Die leichtesten Kaliber waren ein Rifleman und ein Quickdraw. Dann kam ein Cestus. Der letzte Gegner war das schwerste Kaliber. Ein Bandersnatch. Snake überlegte kurz, wie er vorgehen sollte. Er wählte den Cestus als erstes Ziel aus. Durch sein Gaussgeschütz war dies einer der gefährlichsten Mechs der gegnerischen Formation. Snake lief los.

Der Entfernungsmesser zeigte dann 600 Meter an. Snake löste die Sprungdüsen aus.
Am Scheitelpunkt der Flugbahn visierte er den Cestus an und löste die PPCs aus. Beide saßen. Jedoch konnte er nicht genau sehen, wo sie trafen. Die höhere Geschwindigkeit seines Warhammer ausnutzend rannte Snake weiter, immer in Deckung bleibend. Dann zeigte der Messer nur noch 340 Meter an, das war in Laser Reichweite. Wieder sprang Snake und löste diesmal nur eine PPC, aber dafür alle 4 Laser aus. Er wurde mit 4 Treffern belohnt. Aber das Gegenfeuer folgte. Der Cestus wehrte sich mit Gauss und schweren Lasern, der Rifleman stimmte ebenfalls mit seinen Aks und schweren Lasern ein. Wie durch ein Wunder erhielt er nur zwei Treffer. Die Gausskugel schlug mit brachialer Gewalt in das linke Bein seines Hammer ein. Einer der r des Rifleman schnitt Panzerung vom rechten Arm.
Plötzlich jedoch erlosch das Licht für den Cestus. Die PPC musste das Cockpit durchschlagen haben.
Snake entschied sich für den Rifleman als nächstes Ziel. Durch seine schwache Panzerung würde der Mech schnell fallen. Nur, da wo der Rifleman war, war keine Deckung mehr, aber das musste Snake riskieren. Er beschleunigte den Hammer auf volle Geschwindigkeit und rannte auf den Rifleman zu. Die Entfernungsanzeige veringerte sich schnell. 400 Meter, 350, 300 Meter, 260 Meter, in SRM Reichweite, dann brach er durch den Wald, da war der Rifleman. Snake feuerte bis auf eine PPC alle Waffen seines Hammer ab, der Rifleman antwortete mit Ultra Aks und schweren Lasern. Ak Granaten schlugen in den Torso des Hammer ein. Einer der Laser vergrösserte den Schaden am Bein des Hammer, der andere schlug im Arm ein. Dem Rifleman erging es jedoch schlechter. Die PPC und einer der Laser maltärtierten den rechten Torso und verdampften die gesamte Panzerung. Die anderen Laser verteilten sich. Dann kamen die KSR. Eine durchschlug den rechten Torso und brachten die AK Granaten zur Detonation. Der Rifleman war aus dem Spiel. Plötzlich schlugen Laser und Raketen in seinen Hammer ein. Verflucht, der Quickdraw hatte ihn umgangen und ging nun auf Tuchfühlung. Das war gefährlich. Der Quickdraw war ein Nahkämpfer. Die Raketen schienen von der Bandersnatch zu stammen. Snake konnte die PPCs nicht einsetzen, also feuerte er auf den Quickdraw mit Lasern und KSRs. Der Quickdraw erwiderte das Feuer mit Lasern. Verdammt die Kurita Version. Panzerung verkochte. Das beschädigte Bein wurde entblösst. Snake setze alles auf eine Karte und löste einen Alpha Strike aus. Die PPCs verkochten die Panzerung über dem Torso, Laser und KSRs setzen das Werk fort. Die Bewegungen des Hammer wurden schwerfälliger, Snake schlug auf den Vetoschalter. Der Quickdraw konnte das Feuer erwidern, aber er stürzte schwer. Offensichtlich war sein Gyro beschädigt. Snake bewegt sich an den Quickdraw heran und trat zu. Das rechte Bein des Quickdraw gab nach und brach weg. Snake wollte zu einem zweiten Tritt ausholen, als Ak Granaten in seine Maschine einschlugen. Verflucht, der Bandersnatch. Snake drehte seinen Torso und wollte das Feuer erwidern, als der Bandersnatch eine zweite Salve abfeuerte. Das beschädigte Bein brach weg und seinen Hammer ereilte das gleiche Schicksal wie der Paladin. Durch den Sturz schossen die meisten Waffen vorbei. Lediglich die SRMs konnten Treffer verbuchen, aber das war kaum der Rede wert. Die Bandersnatch rückte vor und gab nun eine Cluster Salve ab, gefolgt von Lasersalven. Sein Rücken wurde aufgerissen. Clustergranaten zerfetzen Gyro und Reaktor. Es war vorbei. Der Simulator wurde schwarz.

Eine sanfte Computerstimme meldete, das Snake tot war.

„Ach was, erzähl mir was neues."

Die Auswertung besagte:

Cestus 100%ig zerstört
Rifleman 100%ig zerstört
Quickdraw 72%ig beschädigt
Bandersnatch 2%ig beschädigt

Trotz allem fand Snake, das er sich respektabel geschlagen hatte. Verdammt, er hätte besser auf den Bandersnatch achten sollen, aber es half nichts. Er stieg aus dem Simulator. Alles was er jetzt wollte, war ein Glas Wasser. Draussen wurde er von Frederic Walden empfangen.

Frederic reichte Snake ein Handtuch und wies auf eine Flasche mit Vit- Orange. "Ich muß sagen, Sie sind ein guter Pilot. Ihre Punktzahl liegt im guten, sehr guten Durchschnitt. Aber ich muß mich fragen, ob Sie mit einem so schnellen Mech auf die 4 Gegner zustürmen mußten?" Er musterte den verschwitzten Mechpiloten. Er war durchaus ein guter Fang und er konnte ihn gar nicht ablehnen.
Im Hintergrund hatten sich einige Menschen angesammelt, um etwas vom berühmten LaMancha- Szenario mitzubekommen.

Snake nahm die Flasche dankbar an und trank einige Schlucke. Dann antwortete er auf Waldens Frage.

"Stimmt schon, mein Hammer ist schnell. Meine Taktik war zu versuchen, den Cestus auf Entfernung auszuschalten, was mir ja auch gelungen ist. Der Rifleman hat eine schwache Panzerung, was ihn einem Nahkampf nicht gewachsen macht.
Der Quickdraw war das Problem. Der Mech ist genauso schnell wie mein Hammer und hat mehr Sprungkapazität. Aber durch die reine Bewaffnung mit mittelschweren Lasern muss er sehr nah ran. Leider habe ich nicht erwartet, daß es diese Variante sein würde. Ich rechnete mit der mit Langstreckenraketen. Die hätte nur je zwei Medium Laser vorne und hinten gehabt. Durch den Nahkampf konnte ich mich nicht auf die Bandersnatch konzentrieren und die hat mich dann eiskalt erwischt. Zu Schade."

Frederic gab sich nachdenklich: "Sie sollten aber ihr Glück bedenken. Den Cestus haben Sie recht früh ausgeschaltet. Es hatte ihm den Kopf abgerissen. Auch der Kampfschütze hatte Pech. Aber selbst so war das eine gute Leistung, denke ich. Nur an der Taktik werden Sie feilen müssen. Aber das wird der Chef mit Ihnen machen.", zwinkerte er.
"Es gibt ja den Spruch: 'Mit Glück kommt man weiter, als mit Können. Wenn Sie weiter Glück haben, kann uns nichts mehr passieren."
Dann wandte er sich zu Drustran:"Sie sind dran, Cartwright. Passen Sie auf, Sie werden schwerere, aber vermutlich langsamere Gegner bekommen. Viel Glück und Geschick."

Marlin
23.04.2004, 21:02
Drustran stieg etwas nervös in die Kanzel. Er bereitetet sich auf einen harten Kampf vor, doch wie hart er werden sollte, hätte er sich in seinen wildesten Alpträumen nicht ausgemalt. Langsam startete die Simulation:

Er stand auf einer Ebene, ein schlechter Start, dachte er sich. Er überprüfte die Scanner. Von Osten kam die Lanze, laut Sensoren eine Banshee, ein Blitzkrieg, ein Salamander und ein Tomahawk. „Das ist Übel" sagte er zu sich. Im Süden war eine Stadt. Wenn er überhaupt eine Chance haben wollte, mußte er dort kämpfen, auch wenn er Stadtkämpfe haßte. Und selbst da waren die Gegner in Vorteil: der Blitzkrieg und Tomahawk waren gefährliche Nahkämpfer. Es mußte sein, er rannte in die Stadt. Als er sie erreichte, schlug hinter ihm eine Salve LSR ein. Er verzog sich tiefer in die Stadt und rief die Sensordaten noch mal auf. Die Banshee ist eine 6S, d. h. ein schweres Gauss und ne LB–10X AC. Super, sollte er nicht lieber aufgeben? Nein, Drustran hatte eine Idee, wie er wenigstens ein paar von ihnen mitnehmen konnte. Also noch tiefer in die Stadt und dann warten!
Nach zwanzig Minuten hatte er einen Radarkontakt. Drustran hatte seine Maschine runter gefahren und auf Passivsensoren geschaltet. Er konnte nicht genau sagen, was da war, aber es schien der Tomahawk zu sein. Er wartete, bis die Maschine näher heran gekommen war. Als der Mech neben dem Hochhaus war, fuhr er den Reaktor hoch und brach jetzt durch die Wand. Es war der Tomahawk, der nun sich in seine Richtung drehte und das Beil hob. Hinter Drustran stürzte das Hochhaus zusammen, nachdem zwei Seiten fehlten. Drustran blockte das Beil mit der linken Armmanschette ab und hob die rechte auf Cockpithöhe. Ein Druck auf den Auslöser und der Mech war ausgeschaltet, dank des Überraschungsmomentes. Doch es war Drustran klar, daß der Pilot um Hilfe gerufen hatte. Er zog sich gerade um die Ecke zurück, als eine Salve AK Granaten in seinen Rücken und in das Haus dahinter einschlugen. „Verdammt, der Blitzkrieg" Er drehte sich um, den Blitzkrieg mit zwei Gausskugeln erwartend. Dieser huschte verdammt schnell durch sein Schussfeld, und beide Kugeln verfehlten. Da fiel Drustran auf, das die Salve des Blitzkriegs den Lademechanismus des Linken Gaussgeschützes zerstört hat. „Prima, 50% Waffenverlust meiner Primärbewaffnung" dachte sich Drustran und verschwand in den Tiefen der Stadt, weiter auf den Blitzkrieg achtend. Plötzlich viel ihm auf, das dies alles Mechs aus dem Lyranischen Raum waren. Er mußte lachen. Dann ertönte die Zielerfassungswarnung im Cockpit. Er trat sofort auf die Pedale und löste somit die Sprungdüsen aus. Unter ihm donnerte eine Ultra-Salve der AK des Blitzkriegs die Straße entlang. Er landete, die nächste Salve mußte ihn einfach treffen. Er wendete den Gunslinger und erwartete den Einschlag. Dieser blieb aus und er sah den Blitzkrieg die Straße hinauf laufen. Die AK mußte eine Ladehemmung haben, das war die einzige Möglichkeit, um dies zu erklären. Er atmete erleichtert auf, damit war dieser Mech effektiv aus dem Spiel, da er nur dieses eine Waffensystem hatte. Plötzlich Schlugen ca. 60 Raketen auf und um den Mech ein. Er verlor eine große Menge Panzerung und Drustran wurde heftig in der Pilotenliege durchgeschüttelt. „Verflucht, der Blitzkrieg hat meine Koordinaten an den Salamander weitergegeben" murmelte Drustran. „Die Banshee ist bestimmt auch schon auf dem Weg!" Da tauchte die Banshee auch schon im Ortungsbereich der Sensoren auf. Drustran zog sich langsam zurück. Doch die Banshee war schneller und holte auf. Drustran blieb in Deckung eines Hauses und brachte das verbliebene Gaussgeschütz in Schußposition. Als das Fadenkreuz golden aufleuchtete, schoß er. Die Kugel bohrte sich in das linke Bein, konnte die Panzerung jedoch nicht durchschlagen. Die Banshee kam einfach näher. Er schoß wieder, diesmal traf er den Torso. Aber nun war die Banshee nah genug dran und erwiderte das Feuer mit dem Gauss und der LBX. Die Autokanone traf das rechte Bein und richtete nur Panzerungsschaden an, die Gauss jedoch schlug auf nahe Distanz in den rechten Torso, Beschädigte dabei den Reaktor und die Trümmer im Torso anscheinend auch das Gyroskop. Der Gunslinger krachte durch den Wucht der Treffer und dem beschädigten Gyro in die Häuserfront im seinem Rücken. Drustran brachte den Mech wieder auf die Beine. Er hatte verloren, die rechte Seite war hinüber und der Reaktor und Gyro beschädigt, die Gaussgeschütze zerstört oder unbrauchbar, er hatte noch drei Frontlaser und die Beiden Impulser im Heck. Und seine Panzerung war auch nur noch Legende. Er konnte nur noch eins machen....
Er stürmte auf dir Banshee zu, feuerte alle Waffen einfach ab, öffnete das Kühlmittelaustauschventil des Mechs
und schaltetet die automatische Abschaltung des Reaktors aus. Dann traf die Banshee wieder, zerstörte die restliche Abschirmung des Gunslingerreaktors und beide Mechs vergingen in der Explosion des Reaktors.

Die Kapselschleuse öffnet sich und Drustran stieg total verschwitzt heraus. „Wie soll man eine so kampfstarke Lanze im Alleingang besiegen können? Der, der das schafft, bekommt meinen Mech geschenkt!" Dann nahm er erstmals einen tiefen Schluck von dem isotonischen Getränk, das Snake ihm reichte.

Ein verschmitzt grinsender Frederic Walden kam auf Drustran zu. „Ich sage es ihnen offen: man hat mir gesagt, daß Sie keine Chance haben würden, mit einem überschweren Mech. Aber ich fand die Taktik gelungen. Dummerweise mußten Sie in die Stadt. Das wäre ein Problem, wenn Sie in der Realität in so eine Situation kommen würden. Zu zweit hätten Sie beide natürlich mehr Schaden gemacht, aber ich bin schon fast überzeugt.
Ruhen Sie sich bitte eine Weile aus. Wenn Sie bereit sind für das schlimmste, sagen Sie es bitte.
Das wird sicher nicht leichter."
Er drehte sich zu einer größer werdenden Menschentraube: „Ich muß Sie bitten, weiterzugehen. Ansonsten muß ich Eintritt verlangen. 100 C- Noten pro Kopf." Er grinste. Zu seiner Überraschung machten einige Anstalten, das Geld herauszurücken. Er winkte diese zu sich. Während er kassierte, es waren 5 Personen, machten die anderen Anstalten, weiterzugehen. Einige Ordnungshüter, er erkannte Svensson darunter, ordneten die Massen, die effektiv den Weg blockierten. Zu den 5 gewandt, sprach ein belustigter Frederic: „Sie können an den Betrachter gehen, wenn es los geht. Aber bitte belästigen Sie niemanden aus meiner Mannschaft. Ich danke Ihnen."

Drustran nahm noch einen Schluck, dann antwortete er Walden: "Mir hat es auch nicht gefallen. Meine Chancen waren unter aller Sau, zwei überschwere Mechs.... unterstützt von zwar mittelschweren, dennoch sehr gefährlichen Mechs. Da ich im Norden und im Westen nichts deckungsmässiges gesehen habe, und ich kein Kamikazeangriff starten wollte, blieb mir nur die Stadt. Aber vielleicht hat das Wissen, das es nur eine Simulation war, die Entscheidung erleichtert. Im realen Leben hätte ich mich wahrscheinlich ergeben, da selbst die Stadt nur ein Aufschub war."

Jetzt ernst sagte Frederic: "Ich hoffe, daß Sie in Wirklichkeit nie in solch eine Situation kommen, beziehungsweise immer mehrere "Lords" als Rückendeckung haben werden." Nun lächelte er schwach. "Ich und mein "Sir" könnten einige Gegner vielleicht ablenken. Aber Sie werden hoffentlich mehr Glück haben.... Was mich zu Ihrem nächsten Test bringt.
Sie werden sehr gut zusammenarbeiten müssen, weil Sie wieder einer vierfachen Übermacht gegenüberstehen werden. Viel Spaß. Es beginnt, wenn Sie beide bereit sind."

Als Drustran sich mit Snake abgesprochen hatte, und noch währenddessen, machte er sich schon locker.
Als Frederic das sah, ging er zu den beiden.
"Ich sage Ihnen beiden jetzt, worauf es ankommt: Flexibilität, Zusammenarbeit und Zusammenhalt. Das wird jetzt nicht leicht. Ich habe mir die Freiheit genommen und die Feindaufstellung schon festgelegt." Er trug sein bestes Pokerface zur Schau. Einige würden ein kleines, diabolisches Funkeln seiner Augen entdecken. Aber das würde auf diesem Planeten wohl nur seine Schwester sehen. Seine Gesicht verzog sich zu einem bösen Grinsen, als sich die beiden zu den Simkapseln begaben.
Er rief einen Tech, einen weiteren Holobetrachter zu besorgen. 'Viel Spaß, Ihr zwei.' dachte er sich. Und lächelte wieder.

Marlin
24.04.2004, 22:10
Nun war es soweit.
La Mancha zweiter Teil.

Diesmal würden Drustran und Snake zusammen kämpfen.
Sie fragten sich, welche Aufstellung Walden einstellen würde.

Die Simulation begann.

Snake und Drustran starteten am Fuße eines Berges.
Hinter ihnen war ein See,
Von den Gegnern war noch nichts auszumachen.
Er öffnete einen Kanal zu Drustran.

„Dieser See erscheint mir recht einladend. Was hältst du von der Idee da einen kleinen Hinterhalt zu legen?"

Drustran bestätigte. Also stapften sie beide in den See bis ihre Maschinen komplett verdeckt wahren. Dann schalteten sie Passiv Sensoren und auch seismische Sensoren ein. Die Reaktoren waren auf Minimalleistung.

So warteten sie.

Eine geschlagene halbe Stunde verging, als endlich die seismischen Sensoren des Hammer anschlugen. Offensichtlich waren einige Assaults dabei. Snake gab Drustran mit kurzen Klicks ein Zeichen. Die Laute wurden stärker. Dann konnte Snake durch das Wasser die Silouette von fünf Mechs ausmachen. Selbst auf diese Entfernung konnte er zwei der Mechs sofort identifizieren. Ein Gladiator und eine Mad Cat.

CLANER????

Na wunderbar. Wahrscheinlich noch Elementarunterstützung. Innerlich verfluchte er Walden, aber es half nichts. Da mussten sie nun durch.
Er gab Drustran wieder ein Zeichen, es bedeutete zu warten, bis die Formation vorbei war, um in ihren Rücken zu kommen.

Drus bestätigte.

Die Clan Mechs zogen vorbei. Dann gab Snake das Zeichen zum Angriff.
Beide Reaktoren fuhren hoch. Bei voller Leistung brach zuerst Snakes Warhammer durch die Wasseroberfläche, gefolgt von Drustrans Gunslinger. Snake wählte den nächststehenden Mech zum Ziel. Es war ein Loki. Snake visierte den Gegner mit PPCs und den Lasern an, dann feuerte er beide PPCs und 2 Laser ab. Die erste PPC schlug im Rücken des Loki an, und tötete den Elementar, der am rechten Torso hing. Die zweite schlug an fast dersselben Stelle ein, und öffnete den Rücken. Die beiden Laser trafen zwei weitere Elementare, die am Loki hingen und brachten sie zu Fall. Drustran schoss auf einen Gargoyle. Eins der Gaussgeschütze pulverisierte einen der Elementare. Wo das andere einschlug konnte Snake nicht genau sehen.

Dann brach die Hölle los. Der Gladiator und eine Nova erhoben sich auf Sprungdüsen. Ihre Elementarladung ging ebenfalls in Position.

Endlich waren Snakes eigene PPCs wieder geladen. Er feuerte erneut auf den Loki, gerade als dieser sich drehen wollte. Zudem löste Snake die Streak Lafette aus. Alle Raketen saßen perfekt. Die erste PPC schälte die Panzerung im rückwertigen Center ab. Die andere traf erneut den rechten Torso. Plötzlich wurde der Torso des Loki durch eine Welle von Sekundärdetonationen erschüttert. Dann schlugen noch die Raketen ein. Zwei explodiertten auf dem Arm des Mechs, eine andere im Bein. Die letzte flog durch das Loch im Center Torso und beschädigte interne Struktur. Dann explodierten die SRMs im Torso des Loki. Dieser Mech war ausgeschaltet. Plötzlich schlugen mehrere mittelschwere Laser in seinen Hammer ein. Der Black Hawk. Verdammt. Panzerung verflüssigte sich. Snake hatte Mühe den Hammer aufrecht zu halten, aber er schaffte es. Dann visierte er den Black Hawk an.Die PPCs waren noch nicht wieder geladen also feuerte Snake nur die Laser ab. Sie schlugen im rechten Arm und Bein des Black Hawk ein. Plötzlich gab es einen dumpfen Schlag. Scheisse, Elementare. Warnlampen sprangen an. Na wartet ihr Mistkäfer. Snake löste die Jumpjets seines Hammer aus. Seine Taktik klappte. Die Elementare liessen los. Einer fiel ihm direkt vor die Füsse. Er fand sein Ende unter dem rechten Fuss des Hammer. Dann schlugen wieder Laser in ihn ein. Die Kontrollleuchte für die PPC im rechten Arm erlosch. Verdammt. Er drehte sich wieder dem Hawk zu. Wo war Drustran? Da. Links neben ihm konnte er das qualmende Wrack des Man O’ War ausmachen. Aber er befand sich im Zweikampf mit dem Gladiator. Sein rechter Arm hing nutzlos herab.
Er konnte jedoch nicht helfen. Snake visierte den Blackhawk an und feuerte jede noch verfügbare Waffe ab. Durch den Wegfall der PPC konnte er sich das erlauben.
Trotzdem nahm ihm die aufsteigende Wärme kurz die Luft. Dann schaute er auf den Blackhawk.. Der rechte Arm war abgerissen, und er hinkte. Verdammt, die Salve hatte nicht ganz die Wirkung gehabt die Snake erhofft hatte.

KLONG:

Wieder dieses widerwärtige Geräusch. Warnsirenen heulten auf. Der Reaktor. Diese kleinen Mistkerle hatten sich durch die Rückenpanzerung gefressen. Gerade wollte Snake wieder die Sprungdüsen auslösen, als mit brachialer Gewalt zwei PPCs in ihn einschlugen, gefolgt von Laserimpulsen. Die Mad Cat. Aber wieso, hatte Drustran auf sie geschossen?

Der Black Hawk stimmte mit seinen verblieben Lasern ebenfalls mit ein.

Seine Konsole leuchtete wie ein Weihnachtsbaum. Gelbe und rote Warnleuchten. Sein Hammer war am Ende.

So nicht, Freunde. Snake wollte zu einem extremen Mittel greifen, als er nur noch blau sah. Die PPC der Mad Cat schlug im Cockpit ein. Snake fluchte aber er konnte es nicht ändern.
Sein Kampf war vorüber.

Schweissgebadet stieg Snake aus dem Simulator.
Er atmete tief durch und ergriff dann die Flasche Vita Orange, die Walden ihm reichte.

**

„Was ist das? Das sind ja Clanner...." Fluchte Drustran als er den Man O War erkannte.

„Naja, dann halt gegen Clanner, Walden wird schon wissen was er tut, zumindest hoffe ich das, dieser Mistkerl."

Dann kam das verabredete Zeichen; Drustran fuhr den Reaktor auf Maximum und brach durch die Oberfläche des Sees. Er sah Snake gegen den Loki vorrücken und auch das der Stern Elementarunterstützung hatte. Nach einigen Worten, die sich nicht für den Sproß eines Adelshauses gehörten, erfaßte er den Man O War mit den Gauss. Die eine Kugel machte einem absteigenden Elementar den Garaus und die andere grub sich in den linken Arm. Der Man O War drehte sich um, als Drustran die vier Laser nachsetzte, zwei gingen vorbei, der dritte traf einen anderen absteigenden Elementar und schickte ihn mit fast zerschmolzener Brustplatte zu Boden. Der Vierte traf den angeschlagen Arm und verkochte dort die Panzerungsreste. Der Arm war fast blank, doch er antwortete mit einer vollen Salve LRM und SRM. Die LRM kosteten den Slinger Bein- und Torsopanzerung, während drei SRM den Kopf des Slingers malträtierten. Drustran wurde schwer in die Gurte geschleudert, so das er nicht mitbekam, das die Gausskugel dort, wo er eben noch stand, sich in den Boden bohrte. Drustran faßte sich wieder, die LRM hatten nur Panzerung angekratzt, doch die SRM hatten ihn fast die gesamte Kopfpanzerung gekostet. Er erfaßte den Man O War wieder und schickte erneut zwei Kugeln und zwei Laser auf die Reise. Die eine Kugel verfehlte, die andere schlug in den linken Torso ein und zertrümmerten dort ganze Panzerplatten, konnte aber nicht den Schutz durchdringen. Der Laser bohrte sich jedoch in den linken Arm, und traf das SRM-Munitionslager, welches in einer spekakulären Explosion den Arm verschwinden ließ. Dafür traf jedoch die Gauss des Man O War die rechte Schulter des Gunslingers und zerstörte mit einem einzigen Treffer die Laserkuppel der Seite. Erst jetzt bemerkte er die Elementare, die seinen Mech angriffen, sie sprangen an dem Mech hoch und wollten seine Gelenke beschädigen, oder durch den Rücken das empfindliche Innenleben des Mechs zum Ziel machen. Der eine Elementar, es war der, den Drustran mit dem Medium- Laser schon einmal getroffen hatte, flog durch die Schußbahn des Pulsers, der an den Beinen des Gunslingers zur Abwehr eben solcher Attacken angebracht wurden, als Drustran die Pulser auslöste. Diesmal stand der Elementar nicht mehr auf. Drustran sprang auf den Man O War zu, schüttelte dabei zwei von drei Elementaren ab und landete noch hundert Meter vor dem Man O War. Auf dem Schirm sah er, das Snake den Loki den Todesstoß versetzte, aber auch schon die nächsten Mechs gegen ihn nachsetzen. Der verbliebene Elementar machte sich an der rechten Schulter zu schaffen, da wo natürlich die Medium Laser ausgefallen waren. So begann der Elementar fröhlich den Schulteraktivator zu zerlegen, während Drustran sich auf den Man O War konzentrieren mußte, da dieser mit einer Gausskugel klargemacht hatte, daß er noch da war. Die Kugel durchschlug die Panzerung , welche von den LRM geschwächt worden war, und richtete zum Glück keine internen Schäden an. Drustran kämpfte darum, den Mech auf den Beinen zu halten, während er auf den Man O War schoß, die eine Kugel verfehlte, traf jedoch den Katamaran am Bein. Die andere brach durch die angeschlagene Torsopanzerung und brachte den Omni zu Fall, die Laser bohrten sich in die rechte Beinpanzerung, respektive in den offenen Torso und verursachten weiteren Schaden vor dem Sturz. Der Man O War erhob sich nicht mehr.
Allerdings ging nun ein Lämpchen für den Schulteraktivator an, der Elementar hatte sich durchgearbeitet. Und die anderen kamen wieder....

Er sprang wieder, wurde diesmal alle Elementare los, doch landete direkt vor den Läufen des Gladiators. Dessen Gaussgeschütz pumpte eine Kugel in den nutzlosen rechten Arm, und die Laser zerkochten einen Großteil der Torsopanzerung. Diesmal verlor Drustran den Kampf gegen die Schwerkraft. Er stürzte und begrub zwei Elemenare unter seinem Mech. Der Aufschlag ließ ihn mit dem Kopf gegen die Konsole krachen, und es wurde schwarz vor seinen Augen. Als er wieder zu sich kam, sah er den Gladiator über sich stehen, das Gauss auf seinen Kopf gerichtet. Drustran rollte den Mech auf die Seite, als der Gladiator schoß. Die Kugel bohrte sich Millimeter neben dem Cockpit in den Boden. Die Laser dagegen in den Torso und zerstörten das Innenleben des Mechs. Das Gyro war beschädigt, der Reaktor ebenso. Die Gauss und die vier Medium- Laser zerstört. Drustran wollte diesen Clan- Bastard mitnehmen, irgendwie mußte es möglich sein.. Er trat so gut es ging gegen das Bein des Omnis, das linke gegen das rechte und das Rechte gegen das Linke. Von dem Manöver überrascht stürzte der Gladiator nach hinten weg. Doch dann waren die Elementare über ihm, kämpften sich durch die verbliebene Kopfpanzerung und machten dem Piloten klar, das er ein Gefangener des Clans war!

Dann wurde es Schwarz!

Drustran kämpfte sich aus dem Simulator, rieb sich den linken Arm, der durch die Schleuderei im Simulator öfters anstieß und nun taub war. Er schwankte etwas und kippte dann um.

Nach einigen Minuten kam er wieder zu sich, umringt von sorgenvollen Gesichtern und einigen Medtechs. Der eine sprach ihn an: „Wissen sie wo sie sind?" Outreach, Trainingsanlage" „Welchen Tag ..... " Kurz darauf wurde er ins Harlech City Hospital zur Beobachtung eingeliefert, die Diagnose: Gehirnerschütterung.

Ein schief grinsender Frederic ging zu Snake, als er ausstieg. „Gut gemacht." sagte er, als er ihm eine Flasche reichte. Dann sahen sie alle, die 3 Techs waren in der Zwischenzeit eingetroffen, zu Drustran, der länger für den Ausstieg aus seiner Kapsel brauchte. Frederic kam hinzu, gerade als er umfiel. Das war aber etwas überraschend. „Einen Sanitäter, schnell!" rief er, bevor er sich zu ihm kniete. Das war unerwartet.
Er hatte zwar mehrere Kopftreffer abbekommen, aber so ein Feedback sollte im Sim nicht stattfinden.
Endlich kamen doch ein Tech der Dragoner und 2 Med-Techs an. Er wurde auf eine Trage gepackt. Als er wieder aufwachte, befragte ihn ein Med- Tech. Offenbar war es nicht ganz so schlimm.
Er schüttelte den Kopf, als er Snake ansah.
"Ich denke, eine Gehirnerschütterung. Das heißt, wir haben genug Zeit, uns ihren Mech anzusehen. Aber vorher werde ich mich für Regress stark machen.
Das darf nicht passieren!"

Auch Snake war besorgt.

Aber konnte sich noch gut daran erinnern, wie es war, als damals sein Thunderbolt abgeschossen wurde. Und Drustran sah noch erheblich besser aus, als er selbst damals. Zumindest hatten ihm seine damaligen Kameraden das erzählt.
Drustran schien noch klar denken zu können. Auch seine Wahrnehmung schien halbwegs in Ordnung zu sein.

Als die Med Techs Drustran wegtrugen war Snake schon etwas besser zumute.

Marlin
24.04.2004, 22:12
******

Eine fröhliche Meute aus Frauen und Männern verschiedenster Nationalitäten kamen in den "Howling Wolf". Das Lokal war vorgewarnt worden und da es zwar nicht zu den besten, aber auch nicht zu den schlechtesten Lokalen am Platz gehörte, waren mehrere Tische zusammengestellt worden. Die Gruppe, von Frederic geführt, begab sich genau dahin und bestellte sich Getränke, je nach Laune.
Frederic sah zufrieden aus. Er war in einem Gespräch mit der älteren Draconierin vertieft, und versuchte sein Japanisch zu verbessern. Ihr die Situation auf Bad F. zu erklären war aber etwas zu schwer. Sie half zum Glück mit ihren Englischkenntnissen aus.

Nach einiger Zeit schwang die Tür der Kneipe erneut auf und eine zierliche Mechpilotin betrat den Raum. Daß sie Mechpilotin war, erkannte man an den ausrasierten Schläfen. Die junge Frau trug einen langen Mantel, draunter bequeme Jeans und einen Pullover. Ihr langes blondes Haar hatte sie zu zwei Zöpfen geflochten, die mit je einer Haarschleife verziert waren.
Sie blickte sich um und ging dann zur Theke. Anscheinend kannte sie niemanden in der Kneipe und für eine Person einen Tisch zu belegen, wäre unangebracht gewesen. Sie streifte ihren Mantel ab und legte ihn neben sich auf einen freie Barhocker.
An ihrer Hüfte war nun ein Holster zu erkennen, eine Warnung für jeden, der feindselige Gedanken hegte.
Die Frau setzte sich neben ihre Jacke und drehte sich, nachdem sie einen Orangensaft geordert hatte, zum Schankraum um. Ihre hellblauen Augen hielten alles im Blick.

Frederic sah den Neuankömmling kurz, dann wandte er sich wieder seiner Gesprächspartnerin zu.
Allerdings war er fasziniert von dieser jungen Frau. Immer wieder etappte er sich dabei, wie er sich nach ihr umsah. Vom Gespräch mit seiner zukünftigen MasterTech bekam er so gut wie nichts mehr mit.
Also entschuldigte er sich in seinem gebrochenen Japanisch und sah sich die junge Mechpilotin genauer an.
Sie war äußerst hübsch, aber strahlte gleichzeitig Souveränität und Selbstvertrauen aus, die ihrer Intelligenz zuzuschreiben war.

Frederic war gebannt. Er kam sich zwar recht albern vor, so zu starren, jedoch konnte er nicht anders. Die junge Frau hatte ihn jetzt ebenfalls gesehen und beobachtete ihn ihrerseits. Das faßte Frederic als Einladung auf, sie anzusprechen. Er ging zu ihr hinüber. Er wußte jetzt, was zu tun war.
„Entschuldigen sie bitte meine Dreistigkeit", sagte er in höflichstem Englisch, „Ich bin sicher, daß wir uns noch nicht kennen. Um dem abzuhelfen, bin ich hier. Ich störe doch nicht?"
Die junge Frau schaute etwas perplex, aber fing sich schnell wieder. Ihre Augen blieben wachsam. „Sie stören mich nicht. Aber was haben sie vor?" Frederic war überrascht. Sie war direkt, das mußte man ihr lassen. Aber um so besser für ihn. ‘Verdammt, früher war ich besser darin.’ Am besten war es wohl, die Wahrheit zu sagen. „Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige hier, der ihre Schönheit bemerkt hat. Ich wollte sie im Grunde nur kennenlernen." Jetzt war es ausgesprochen und sie war am Zug. Das hatte sie wohl nicht erwartet, denn sie blieb ruhig. Man konnte vielleicht etwas Interesse in ihrem Gesichtsausdruck lesen. „So, schön bin ich also.. ein Punkt für sie. Aber sie haben noch nicht ihren Namen genannt.." „Walden, Frederic Walden.", kam es wie aus der Pistole geschossen. Er lächelte jetzt gewinnend. Vielleicht half ja Direktheit bei ihr. Sie war schließlich aus dem selben Holz geschnitzt. „Darf ich sie zu einem Drink einladen, Miss..?" Ihr Gesicht war freundlich, als sie akzeptierte und sich mit „Jara Fokker" vorstellte. „Aber versuchen sie keine Tricks." Irgendwie kam der name Frederic bekannt vor. Er lächelte, als er sie in eine etwas ruhigere Ecke einlud und sie annahm. Sie verbrachten noch den ganzen Abend mit Gesprächen und wurden nur kurz gestört, als es einen Tumult im Lokal gab. Danach blieb es ruhig. Bis spät in die Nacht.


Snake hatte sich etwas zurückgezogen.

Ohne Drustran war ihm etwas langweilig. Ihm fiel jedoch Waldens Reaktion auf diese Dame auf.
Zugegeben, sie war attraktiv, aber nicht Snakes Typ. Kein Vergleich zu Meryl.

Plötzlich jedoch ging die Tür des Lokals wieder auf, und eine blonde Frau trat ein. Sie trug eine zerschlissene Marik Uniform. An ihrer Seite hatte sie ein recht großes Holster. Snake erkannte die Waffe sofort. Interessant, dachte er sich.

Sie setzte sich an die Theke und bestellte etwas. Dann beobachtete sie die Umgebung. Anscheinend wartete sie auf jemanden...

Kurze Zeit nach Ankunft der Frau öffnete sich die Tür erneut und eine Gruppe aus drei Leuten kam herein. Auch sie in Marik Uniform. Sie fielen Snake sofort auf, da zwei asiatische Züge trugen. Besonders jedoch fiel ihm der dritte im Bunde auf. Der Mann war ein Hüne. ‘2 meter 15 groß.’, schätzte Snake, mindestens. Die Gruppe, zwei Mann und eine Frau,, begrüßten die blonde und gemeinsam setzten sich die vier an einen Tisch.

Snake bemerkte plötzlich eine Unruhe im Raum. Er schaute sich um. Einige Söldner schien die Ankunft dieser Neuankömmlinge in Unruhe zu versetzen. Wieso?

Nach kurzer Zeit hatte er die Antwort. Einige kamen anscheinend aus dem Steiner Raum, und die asiatischen Züge schienen sie aufzuregen. Das könnte doch noch ein interessanter Abend werden. Es hätte ihm schon früher auffallen sollen. Seltsam. Wieso blieben die aber bei den draconischen Techs ruhig?

Einige Zeit später standen diese Steiner Söldner auf und gingen auf die Grupe am Tisch zu. Einer sprach die Asiatin an, worauf die ihm eine Ohrfeige verpasste, Darauf schienen die anderen nur gewartet zu haben. Sie griffen an. Doch zu deren Überraschung , oder hatten sie einfach zu viel gesoffen?, konnte sich die kleinere Frau erstaunlich gut verteidigen. Die anderen der Liga- Gruppe griffen nun auch ein. Die blonde konterte gerade einen Schlag, und fixierte dann den Arm. "Crack", das tat weh, der Arm war gebrochen. Die Mariks verteidigten sich nur, griffen aber selbst nicht an. Einer versuchte den Hünen anzugreifen, der aber bewegte sich für die Masse erstaunlich schnell blockte den Schlag ab und rammte ihm dann nach einer schnellen Drehung den Ellenbogen ins Gesicht.

Plötzlich wurde es ernster. Einer der Lyraner zog ein Messer und wollte den jungen Asiaten von hinten angreifen.
Nun griff aber die jüngere draconische Tech ein und blockierte den Mann. Dieser griff nun sie an.

‘Na wunderbar’, dachte Snake. Damit waren sie nun auch Ziel der Attacken.

Drei der Rowdys bewegten sich nun auf den Tisch der Lords zu.
Einer wollte Snake angreifen, der aber ließ sich vom Stuhl fallen und fegte dabei dem Gegner die Beine weg. Dann stand er wieder auf. Die anderen Lords standen nun ebenfalls auf, worauf sich die Lyraner zurückzogen. Auch die, die die Marik Truppe angegriffen hatten. Sie verließen das Lokal.

Einer jedoch, der, dem die blonde Frau den Arm gebrochen hatte, drehte sich um, und zog dabei eine Waffe. Er wollte sich offensichtlich rächen. Snake reagierte, zog, zielte und schoss. Die Kugel traf den Lyraner am Arm, worauf dieser die Waffe fallen ließ.

Die Gäste drehten sich zu Snake um und alle anderen Lyraner sahen ihn hasserfüllt an.
Snake jedoch ließ das kalt.
"Hebt euren Kumpel auf, und verschwindet, oder die nächste Kugel trifft besser", sagte er auf deutsch.

Das wirkte. Die Lyraner verließen das Feld.
Snake jedoch steckte seine Pistole weg, und ging zur Theke. Dem Barkeeper legte er einen 100 C-Noten Schein hin.
"Tut mir leid, die Störung. Ich würde empfehlen, das sie demnächst die Waffen ihrer Kunden einsammeln, dann kommt sowas nicht mehr vor."

Er drehte sich wieder um und setzte sich an den Tisch. Die anderen Lords und einige Gäste sahen ihn nur an. Dann herrschte wieder Normalität.

Kurze Zeit später kam die blonde Frau an ihren Tisch.
"Danke, aber das hätten sie nicht tun brauchen. Die werden sich nun auch an ihnen rächen wollen."
"Das nehme ich in Kauf. Nichts zu danken. Der Abend war sowieso etwas langweilig, Miss..."
"Knute, Deunan Knute. Können wir uns an ihren Tisch setzen?"
Er schaute zu den anderen Lords, die nickten, oder zuckten einfach nur mit den Schultern.
"Warum nicht."

Darufhin setzte sich die kleine Gruppe an den Tisch der Lords.
Sie stellten sich vor.
Der Hüne hieß Briareos Hecatonicles, das hörte sich griechisch oder so an, dachte Snake. Die beiden Asiaten hießen Hitomi Tanaka und Toshi Edogawa.

Dann kamen sie ins Gespräch. Es stellte sich heraus, das die vier Infanteristen aus dem Marik Raum waren. Sie waren Snake auf Anhieb sympathisch. Er stellte ein paar Fragen, wobei sich herausstellte, das die vier noch ohne Anstellung waren.

"Um was ging es eigentlich eben bei dem Streit?"
"Ach, einer dieser Idioten hat einige rassistische Bemerkungen losgelassen, und das können wir gar nicht leiden".
"Hmm, verstehe. Sie sagten, sie sind noch ohne Anstellung? Nun was halten sie davon, wenn sie den ‘Lords of Thunder’ beitreten würden? Ich muss gleich dazu sagen, daß ich für nichts garantieren kann. Ich bin selbst neu. Aber wenn sie morgen vielleicht bei Frederic Walden vorsprechen würden, könnte das vielleicht was werden."
"Hmm, danke, wir werden es uns überlegen."

Der Rest des Abends verlief weitgehend ruhig. Am Ende zahlten alle ihre Zeche, bis auf Walden, der mit
der jungen Frau noch länger blieb, und Snake nahm ein Taxi zum Hotel. In seinem Zimmer versorgte er noch schnell Snowcone, dann ging er ins Bett.

Der Abend, oder vielmehr der Morgen endete für Frederic mit einer Verabredung. Was die anderen betraf, war es Frederic entfallen und irgendwie auch gleichgültig. Er hatte nur Augen für Jara gehabt.
Jetzt konnte er nicht mehr aufhören zu grinsen. Auf jeden Fall mußte er Drustran besuchen und mit ihm zur Sim- Verwaltung. Da bestand ein, wenn auch geringer, Anspruch auf Kompensation. Sie würden Druck machen. Vielleicht mit Snake.
Zufrieden ging er ins Bett und schlief wie ein Stein.

Marlin
24.04.2004, 22:17
6. Januar
Der Tag war hart gewesen. Zuerst hatte Frederic den Tech vom Sim geholt, der für die Kapsel verantwortlich war. Dann hatte er einen Termin mit dem Simulatorverwalter gemacht. Es war besser gelaufen, als er erwartet hatte. Die Kompensation wurde nach seinem Hinweis auf Berichterstattung und gewissen Vertrauensverlust, sowie einer überzeugenden Vorstellung Cartwrights, auf 80000 C-Noten und Behandlungskostenübernahme festgesetzt. Er hatte eigentlich 100000 gewollt, aber beschweren konnte er sich auch nicht. Der arme Tech bekam einen Verweis und die Simulatoren wurden geprüft. Drustran bekam von Frederic die Hälfte, es stand ihm frei, die Summe den „Lords" zu übergeben.

Gegen halb neun war er mit Jara verabredet. Er war immer noch erstaunt und verwundert. Sie schienen sich schon zu kennen, oder eine Art von geistesverwandt zu sein, aber gleichzeitig war es unfaßbar, wie schnell es ging. Jedenfalls wartete er schon 20 Minuten vor dem Termin.
Die Blumen, die er mitgebracht hatte, eine Abart von hellen Rosen, waren schon am verblühen. Er machte sich kaum Illusionen bezüglich Jara. Er war wahrscheinlich zu alt für sie. Kopfschüttelnd sah er hoch, als sie neben ihm stand.

Unter Jaras Mantel sah man den dunkelroten Saum eines Kleides. Sie hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt und lächelte Frederic an.
"Mhh...Hallo." Sie hatte ihrem Haar mal wieder eine neue Frisur verpasst. Besser gesagt, sie hatte ihm keine Frisur verpasst, denn es floss wie ein blonder Wasserfall über ihre Schultern. Die Söldnerin streifte den Mantel ab. Darunter kam das Kleid zum Vorschein, das zu dem Saum gehörte. Es war komplett dunkelrot und lag eng am Oberkörper an, war ab der Hüfte abwärts allerdings beweglich. Sehr figurbetonend und Jara wusste das.

"Hallo.." Er überreichte die Blumen, um das Starren zu übertünchen. Sie sah unglaublich schön aus und wußte das auch. "Was wollen wir heute tun? In eine Bar oder ein Restaurant gehen und erzählen, oder weißt Du was besseres?"

"Für mich?" Jara starrte auf die Blumen und senkte den Kopf. "Danke...das wäre nicht nötig gewesen. Im Kino kommt ein Film, den ich gerne sehen würde...ist das eine Idee?"
Sie musterte den älteren Söldner und schnupperte an den Blumen...

"Ein Film? Ja, gerne." Er lächelte über ihre Reaktion.
"Ich war lange nicht mehr in einem Film. Wie heißt er?" Sie gingen jetzt in die Richtung, die Jara vorgab.

Jara grinste. "Ist heute angelaufen. Er heißt 'Death Of A Warrior'. Die Vorschau verspricht einen Haufen Spezialeffekte."
Sie lächelte ihn an.

"Aha, ein Kriegsfilm. Naja, wenn Du magst. Ich war solange nicht mehr im Kino, da ist mir alles recht. Außerdem bist Du dabei." Jetzt grinste er spitzbübisch. "Vielleicht können wir danach noch ein wenig reden."

"Jetzt schmeichelst du mir aber." Sie zog ihren Mantel wieder an, er war doch zu unbequem, um ihn auf dem Arm zu tragen und Frederic hatte über ihr Kleid sowieso nichts gesagt, aber sein Blick hatte ihn doch verraten.

Sie waren nach einiger Zeit vor dem Kino angekommen. 'Holodisplay mit 30000 Watt- Super Sound', wie die Werbung pries.
Frederic bezahlte selbstverständlich. Die Blumen würden wirklich verwelken. Naja, egal. Sie gingen hinein und setzten sich.

Jara machte es sich im Sessel bequem. Mit einem Kleid war das nicht einfach, aber nach ein paar Minuten schaffte sie es - gerade als die Werbung anfing. Der Film war stinklangweilig und die so gepriesenen Effekte nur spärlich gesät. Irgendwann, etwa 60 Minuten nach Beginn der Vorführung, schüttelte Jara den Kopf. "Hmm...war wohl ne Schnapsidee. Ich langweile mich zu Tode."

"Hmm? Ah, so. Wollen wir lieber gehen? War doch amüsant." Jetzt drehten sich 2 junge Burschen um und schauten böse.
Frederic ließ sich nicht stören und hörte lieber auf Jara.

Jara senkte ihre Stimme auf ein Flüstern aus Rücksicht zu den anderen Leuten. "Wenn es dir gefällt, seh ich mir die anderen sechzig Minuten auch noch an." Sie rollte mit den Augen. "Oder ich schlafe vorher ein..."

Er flüsterte jetzt auch: "Laß´ uns das nicht riskieren. Wir gehen besser." Auf Jaras Zustimmung hin, gingen die beiden hinaus. Ein kräftiger Wind wehte.
Sie suchten sich einen Ort, wo sie reden konnten.

Jara zog ihren Mantel wieder an, passte auf, dass ihr langes Haar unter den Kragen war und dass ihr Kleid nicht zu weit nach oben geweht wurde. Endlich schaffte sie es, den Mantel zuzuknöpfen und schlug den Mantel hoch.
"Gehen wir wieder ins "Howling Wolf"?", fragte Jara und sah Frederic fragend an. "Mir fällt nichts besseres ein..."

"Na gut. Los geht´s" Als sie eintrafen, verlangte der Wirt ihre Waffen. Frederic gab seinen Vibrodolch ab, der hinten am Rücken hing.
Es mußte mit dem gestrigen Abend zu tun haben, wenn das so war. Snake hatte so etwas angedeutet, als er ihn gegen Mittag getroffen hatte...

Jara zog aus der Innentasche ihres Mantels eine Sternsnacht-Pistole, gab sie ab und grinste Frederic unschuldig an, als sie aus einer anderen Tasche eine M&G Service hervorholte und ebenfalls abgab.
Anschließend setzten sie sich in eine Ecke und verbrachten einen schönen Abend zusammen.

**
Als Drustran am nächsten Tag entlassen wurde, ging er mit Frederic zu dem Trainingscenter. Nachdem das erledigt war, ging er zu seinem Mech, und dann in sein Hotel, er wollte sich etwas ausruhen. Die Gurte mussten falsch eingestellt gewesen sein, dass er so durch den Sim geschleudert werden konnte, und die Rückkopplungsschaltkreise waren auch falsch eingestellt. Ihm brummte immer noch der Schädel, er hatte das Gefühl, daß Elementare in Kampfrüstung darin Gleichschritt übten. Er legte sich hin und schlief schnell ein.

Als er später aufwachte, fühlte er sich besser. Er bestellte sich was zu essen und nach dem Essen tätigte er ein paar Anrufe. Wieso war ihm die Idee nicht schon früher gekommen..... ?

Nach den Anrufen schaute er nochmal in die momentane Wirtschaftslage. "Naja, nicht gerade die beste Zeit zum investieren.", dachte sich Drustran, als er die Kurse sah. Er würde 30000 C-Noten in die Einheit investieren, sprich, sich genug Munition und Ersatzteile besorgen und mit dem Rest..... naja, eine Reserve war nie verkehrt. Er müsste mal mit dem Zahlmeister der Lords reden, Walden könnte ihm bestimmt sagen, wer das wäre.
"Verdammt" rief er plötzlich und griff nach dem Vidphon. er drückte die Taste, in der er Snakes Nummer gespeichert hatte und wartete, bis er ranging: „Hallo Snake..... ja mir geht es wieder gut........ jetzt halt mal kurz die Luft an, ich rufe an, um dir zu sagen, daß deine HildCo- Sprungdüsen da sind....... Lagerhalle 52a, gib einfach meinen Namen an...... kein Problem..... ja....... ja.........klar, aber hör mal, ich muss noch jemanden anrufen, also bis später...bye!"
Er trennte die Verbindung, um danach eine neue mit Frederic Walden aufzubauen: "Hallo, Cartwright hier, wegen der Vertragsunterzeichnung.....ich hätte da gerne ein paar Sachen geklärt...... Ach ja, bevor ich es Vergesse, wer ist euer Zahlmeister?..."

Walden saß im Büro, als Drustran anrief. Er wollte bald los. "Ja, Walden? Gut. Was, Zahlmeister? Ah, das bin wohl erstmal ich. Ich bin am besten über das Ganze informiert, jedenfalls im Moment. um was geht es denn?"


Sie unterhielten sich über alles mögliche und verstanden sich sehr gut. Aber Fredric fragte sich unwillkürlich, ob das gut gehen könnte, wenn es denn schon angefangen hatte. Er ertappte sich mehrmals dabei, daß er Jara einfach nur ansah, wenn er neben ihr saß. Wenn sie dann nachfragte, wußte er meist nicht, was sie gesagt hatte. Das war ihm schon ein bißchen peinlich. Er wollte sich nicht dagegen wehren, nur hatte er Sorge, was passierte, wenn sie wieder getrennte Wege gehen mußten.
Sie jetzt danach zu fragen, erschien ihm schon sehr unhöflich und taktlos. Außerdem war er sich nicht sicher, was in ihr vorging.
Jara erzählte vieles, hielt aber plötzlich inne. Frederic war in Gedanken woanders. Das sah man deutlich. Was ging in ihm vor?
"Frederic...ich...ich..." Sie unterbrach sich, suchte nach den richtigen Worten und fing neu an. "Ich wollte dich fragen, ob du manchmal über die Zukunft nachdenkst." Sie sah in seine Augen. "Ich mein...ich habe immer geträumt, dass..." Sie stolperte wieder über ihre Worte und senkte verlegen den Kopf...
Jetzt war es an Frederic, verlegen zu werden.
"Nun ja... soweit ich mich erinnern kann, waren es bisher schöne Momente mit Dir." Er schluckte schwer.
"Ich habe momentan das Gefühl, daß wir uns in dieselbe Richtung bewegen. Aber.. wenn Du das als schön empfindest, kann ich Dir sagen, daß ich das genauso sehe." Er schüttelte den Kopf. "Ich kann verstehen, wenn Du damit Probleme hast. Mir fiele zuallererst mein Alter ein. Dann liegen noch Probleme vor uns, wenn wir wieder getrennte Wege einschlagen müssen. Aber ich weiß gar nicht, ob Du darauf hinaus wolltest." Er verstummte plötzlich, als ob er Angst hätte, zuviel gesagt zu haben.
"Du solltest wissen, dass das Alter keine Rolle spielt. Ich nehme an, du hast ähnliche Vorstellungen wie ich. Und..."
Sie blinzelte. "...ich würde gerne hier anfangen, was ich mir bis jetzt nur vorgestellt habe. Nur...ich habe ebenso Zweifel wie du. Wenn auch anderer Natur. Was ist, wenn einer von uns..." Sie schüttelte den Kopf. "...trotzdem...ich...ich..." Jara war total durcheinander, konnte kaum einen klaren Gedanken fassen... Verlegen und hoffnungsvoll starrte sie auf ihr zur Hälfte geleertes Glas Saft...

Jetzt hellte Frederics Gesicht sich auf.
"Du meinst wir könnten...? Aber Du bemerktest Bedenken anderer Art. Was heißt das?"
Er nahm ihre Hände in die seinen um ihr Mut zu machen. Dann sah er sie an.
Jara erwiderte den Blick des Söldners. "Ich habe Angst...nicht mehr, nicht weniger. Wahrscheinlich nur das, was alle denken." Sie zögerte, dann wurde ihr Gesichtsausdruck entschlossener.
"Dir kann ich es wohl sagen...hoffe ich. Ich habe Angst, dass dir etwas passiert. Und ich habe Angst, damit nicht fertig werden zu können. Das ist wohl...kindlich oder?"
Frederic schüttelte den Kopf.
"Oh, das ist sehr berechtigt. Aber unser selbst gewählter Beruf bringt dieses Problem nun einmal mit sich. Ich kann Dir diese Angst nicht wirklich nehmen.
Ich habe schon einiges gesehen und ich kann Dir sagen, daß der Tod allgegenwärtig ist. Selbst wenn wir zusammen leben würden, könnte ich auch vom Dach stürzen oder ähnliches. Das ist für Dich vielleicht weniger nah als für mich, aber Du bist ja auch jung und denkst verständlicherweise weniger darüber nach.
Ich kann Dir versprechen, auf mich aufzupassen.
Aber nur, wenn Du dasselbe tust." Er lächelte. "Wir haben einige Tage, die wir weise nutzen sollten. Wenn Du das denn willst."

Jara sah Frederic wieder in die Augen. "Ja, gerne...aber es geht nur abends, ich hab durchgehend Dienst." Sie sah ihn entschuldigend an. Dann beugte sie sich vor und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. "Danke.", flüsterte sie.

Frederics Kopf schien zu leuchten, so rot wurde er.
Nachdem er sich gefaßt hatte, bestätigte er: "Ich habe tagsüber auch viel zu tun. Ich freue mich sehr darüber." Er grinste breit. "Laß uns das Feiern, solange wir nur können. Wirt, etwas Gutes zu trinken bitte schön." Er sah sie eingehend an. Dann küßte er ihre Hände.

Auch Jara errötete und sah verlegen nach unten. "Also von nun an jeden Abend?", fragte sie.
Plötzlich verstummte sie und ihr Gesicht wurde sorgenvoll. "Nein, jeden Abend geht nicht." Sie schüttelte bedauernd den Kopf. "Ich muss mir ein paar Abende freihalten. Ist...ist das schlimm?"

„Aha." frederic schien enttäuscht zu sein. „Was ist denn so wichtig? Wenn ich fragen darf? Natürlich hätte ich gern mehr von Dir. Nein, es ist nicht schlimm." Sein Herz machte einen Freudenhüpfer.
"Liebes."

"Eine Freundin bei meiner Einheit...ich hab ihr versprochen, wenigstens ein paar Mal etwas zu unternehmen, wo wir noch auf Outreach sind."
Sie grinste wegen Frederics letzter Bemerkung und schenkte ihm ihr liebstes Lächeln. "Hätte mir vor zwei Tagen jemand gesagt, dass ich hier jemanden finde, hätte ich ihn ausgelacht...wer hätte das gedacht?"

"Nun, ich weiß nicht, ob es geht, aber könnten wir nicht zu dritt etwas unternehmen? Ich werde bestimmt nicht stören, wenn ihr was zu bereden habt, aber ich würde auch gern bei Dir sein, so oft es geht." Er sah hoffnungsvoll Jara an. "Wenn Deine Freundin das möchte, kann ich auch einen Begleiter für sie mitbringen.. oder eine Begleiterin."

Jara sah Frederic mit einem Blick zwischen Trauer und Hoffnung an. "Ich kann sie ja fragen, aber... ich glaube nicht, dass das geht... es ist... kompliziert." Sie seufzte. "Ich... ich würde dich ja auch gerne jeden Tag sehen, aber ich... ich... ich glaube nicht, dass das geht."

Jetzt sah er entschlossen Jara an. "Dann mußt Du sie fragen. Wenn sie dnn immer noch nein sagt, werde ich das mit Bedauern akzeptieren." Ein Seufzer. "Sage ihr, daß das eine schwere Strafe ist. Und ich haben ihr doch nichts getan, oder?"
Ein weiterer Kuß auf ihre Hand.

"Es liegt nicht an dir. Die... Gesamtsituation ist kompliziert. Sie ist extrem introvertiert und ich kann es ihr nicht verübeln." Jara strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. "Aber lass uns dieses Thema beenden."

"Zuerst mußt Du sie fragen. Aber ich werde nicht weiter nerven."
Er nahm einen Schluck seines Drinks. "Du mußt mir erzählen, was für Träume Du hast und was Du später machen willst."

Jara nickte. "Ja, ich frage." Die junge Kriegerin nahm einen Schluck des gelieferten Weines, '52er Tukayiid Prezno-Wein. Er war eigentlich nur so beliebt, weil die Clans in diesem Jahr geschlagen worden waren. "Ich soll über meine Träume erzählen? Hmm...das ist einfach. Manchmal träume ich von meiner Familie, als noch alle da waren. Und von etwas Ruhe. Ein grüner Planet. Wie Terra. Da würde ich einmal gern hin."
Sie zuckte mit den Schultern. "Mehr gibt es da nicht zu erzählen. Und später...mal schauen. Ich denke mal, ich möchte irgendwann mal in der Befehlskette klettern. Mit jemandem zusammenleben, den ich mag und eine Familie gründen...aber so ganz konkrete Vorstellungen habe ich nicht..."

Er dachte jetzt nach. "Du willst also noch länger dabei bleiben. Ja, das gibt es auch. Aber ich mache wohl nicht so lange bei den Lords mit... zumal ich Dich jetzt kennengelernt habe. Da kommen mir schon Zweifel, ob ich dabei bleiben will. Aber ich habe Verantwortung für meine Einheit und will, daß sie überlebt." Er schwieg und dachte nach. Jetzt wurde sein Leben komplizierter. Aber es war schön, daß er Jara gefunden hatte.

"Was würdest du tun, wenn du deine Einheit verlässt? Womit würdest du dein Leben finanzieren?", fragte Jara. Sie musterte den Panzerfahrer und lächelte. "Ich mein, du bist doch kein Millionär...oder?"

Er grinste kurz. "Das nicht, aber die Firma meines Vaters," hierbei zog kurz ein Schatten über sein Gesicht, "läuft wohl ganz gut. Auch sonst sind sie sehr reich. Aber was ich tun werde, weiß ich nicht. Vielleicht suche ich Dich und bleibe bei Dir. Wenn Du das willst."

"Das würdest du wirklich tun?", fragte Jara und schüttelte überrascht den Kopf. "Du würdest dein jetziges Leben aufgeben, um bei mir zu sein? Ich würde mich tot langweilen." Sie schüttelte immer noch den Kopf...

"Ich würde es vielleicht tun, aber noch hat mein Leben bei den "Lords" einen Sinn. Aber ich weiß, daß es ein Leben nach dem Kampf gibt. Und Kampf habe ich schon genug gesehen. Es gibt soviel, das ich machen könnte..."
Er lächelte sie an. Und seufzte leise.

Jara nickte und schien zumindest in etwa zu verstehen, wovon Frederic sprach. "Ich hatte nie die Wahl. In meiner Familie war jeder ein Mechkrieger. Es war nur logisch, dass ich die Tradition fortsetzte. Ich bin nicht überdurchschnittlich gut, aber ich bin auch keine schlechte Pilotin. Und irgendwie macht mir mein Beruf Spaß. Wenn ich nicht regelmäßig in den Simulator könnte, würde ich eingehen."
Sie lächelte ein wenig traurig und schloss die Augen. "Und wenn du jemals die Entscheidung triffst, ob du die Lords verlässt - mach sie bitte nicht von mir abhängig. Mir zuliebe."

"Wir werden sehen. Noch ist die Zeit nicht gekommmen. Wahrscheinlich , wenn ich glaube, nein, weiß, daß die "Lords" überleben werden, dann werde ich aufhören. Bis dahin kann aber noch so viel passieren, daß es alles rein spekulativ ist."
Bei dem Begriff "Spaß" runzelte er kaum merklich die Stirn. Natürlich machte es ihm Spaß, mit Vollschub eine Ebene entlangzupreschen. Er hoffte, daß es bei Jara ähnlich war, denn als er an die MG- Stellung dachte... Er schüttelte die Gedanken ab. Dann lächelte er sie wieder an.

Jara sagte einen Moment lang nichts, sondern sah nur in Frederics Augen. "Was hast du? Du hast gerade so... abwesend geguckt."

"Es ist nur eine schlechte Erinnerung. Keine Sorge. Ich habe manchmal solche Phasen."
Er drückte ihre Hände und lächelte sie an.
"Was trinken wir jetzt? Wenn Du noch etwas möchtest."

"Die Wahl liegt bei dir.", entgegnete Jara. "Ich kenne mich mit Getränken nicht so aus...such etwas aus ... oder lass es bleiben, ganz wie es dir beliebt. Ich bin nicht wählerisch..."

"Dann nehme ich etwas Naranjisaft mit Zitrone. Willst Du auch so etwas? Lecker schmeckt es, wenn etwas süße Sahne hineingemixt wird."
Ja das schmeckte sehr gut. Er sah sie weiterhin liebevoll an und hoffte, daß der Abend noch lange dauern würde.

Jara warf einen raschen Blick auf ihre Uhr, runzelte die Stirn und nickte dann. "Ja, ich nehme auch ein Glas." Sie erwiderter Frederics Blick und entspannte sich...sie wirkte jetzt ruhig, glücklich.

Frederic bestellte für beide den Naranji spezial.
Den hatte er zwar jahrelang nicht mehr getrunken, aber seine Erinnerung daran war noch ausgeprägt.
Mit Jara zusammen würde es etwas besonderes werden, so hoffte er.
Nachdem er den Blick von ihr bemerkt hatte, glaubte er der glücklichste Mensch auf dem Planeten zu sein.
Der Abend dauerte noch lange an, bis sie sich trennen mußten..

Marlin
24.04.2004, 22:20
Als das Interkom heulend Frederic aufweckte, Snake war dran, erwachte er mit einem breiten Grinsen. Auch beim Gespräch mit Snake ging es nicht weg.
Der gestrige Abend war so schön gewesen, daß er mehr davon wollte.
Er bekam halbwegs den Inhalt von Snakes wohltuender Stimme mit. Es ging um einige Leute, die Anstellung suchten. Sie waren im "Howling Wolf gewesen, nachdem Fredric und Jara sich getroffen hatten. Offenbar waren sie gut mit den Fäusten.
"Alles klar, mein Guter." Das waren Frederics Worte, als er die Verbindung unterbrach.
Er mußte, es war erst halb acht, heute ins Büro. Hoffentlich nicht für lange.
Er ging duschen und dann los. Im Büro sah er sich die Aufstellung an. Nicht schlecht soweit, doch die Gefahr bestand, daß sie zu schnell zu groß wurden.
Er würde sehen, was passierte. Bis dahin dachte er an Jara..

Plötzlich klopfte es an die Tür des Büros und Snake betrat das Büro. "Guten Morgen, haben sie gut geschlafen?"

Das Grinsen auf Waldens Gesicht interpretierte Snake als Ja, aber da war wohl noch was anderes. Hatte wohl mit dem Mädchen zu tun, das er im Howling Wolf kennengelernt hatte.

"Ich möchte ihnen jemanden vorstellen."

Bei diesen Worten betrat eine blonde Frau das Büro. Sie war recht gross und athletisch, aber immer noch etwas kleiner als Snake. Und ziemlich attraktiv, auch wenn sie wohl nicht ganz Waldens Geschmack sein dürfte.

"Das ist Deunan Knute, ehemals Liga freier Welten."
"Guten Tag, Sir", begrüsste Deunan Walden.

"Ich lasse euch jetzt allein. Ich denke, das geschäftliche solltet ihr allein besprechen. Ich warte dann draussen."

Mit diesen Worten verliess Snake das Feld.
Deunan betrachtete unterdessen Walden. Der Mann schien kompetent zu sein. Mal sehen was dieses Gespräch bringen würde.

Frederic stand auf. Er sah einen Ring an ihrem Finger, sodaß er das Miss in Mrs. umwandelte. "Mrs. Knute, guten Tag. Ihr Kommen ist mir angekündigt worden." Sie schüttelten sich kurz die Hände. Dann deutete er auf einen freien Platz und setzte sich wieder. "Sie wollen also bei einer Söldnereinheit anheuern, die noch völlig unbekannt ist und erst einen Einsatz, der noch nicht abgeschlossen ist, aufzuweisen hat. Ich gehe davon aus, daß Sie schon Informationen durch Mr. Pliskin über uns erhalten haben. Hier ist aber trotzdem ein Infoblatt über die "Lords". Es ist von mir erstellt worden." Er war zwar ernst gewesen, aber jetzt lächelte er wieder kurz.

Deunan studierte kurz das Infoblatt, dann sprach sie Walden an.
"Richtig. Mr. Pliskin hat mir schon einen groben Einblick gegeben. Er sagte auch, das sie noch ein paar Infanteristen benötigen. Nun, ich und meine Leute würden gerne anheuern."

"Nun, momentan bauen wir die Einheit aus. Bisher haben wir erfolgreich Mechkrieger und einen Infanteristen eingestellt. Kann ich erst einmal ihre Daten bekommen?" Sie übergab ein Datenpad an Frederic. Der studierte das eine Weile, aber seine Stirn zeigte Sorgenfalten. Als er fertig war, sagte er: "Longinus Kampfpanzerungen also. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Fluch oder ein Segen für uns sein würde. Sie haben zwar einen Tech bei sich, aber ob er für alle Arbeiten aufkommen kann? Und ich müßte wissen, ob sie die Rüstungen noch reparieren können, bis zum Abflug."

"Das sollte kein grosses Problem darstellen. Ein gewisses teschnisches Grundwissen haben wir alle, aber Toshi ist auf diesem Gebiet erstklassig. Die Reparatur stellt kein Problem dar. Das einzige ist, wenn wir bei ihnen anheuern, müsste die Einheit dann, oder sie, falls sie das hier auf Outreach erledigen können, nur für ein paar KSRs sorgen. Denn für die ist unser Budget momentan leider nicht ausreichend.
Die Daten über unsere Fähigkeiten haben sie, wenn sie wollen können sie uns gerne auf die Probe stellen."

Ihr Blick hatte etwas Herausforderndes.

Frederic sah beschwichtigend drein. "Ich denke, daß ich einen Test arrangieren werde. wenn dieser so ausfällt, wie ich ihn erhoffe, wären KSRs kein Problem mehr." Jetzt grinste er wieder. "Wir werden einen Termin ausmachen, wo auch einer meiner Infanteristen zusehen wird. Ob Mr. Pliskin auch dabei sein will, kann ich nicht sagen, aber ich schätze doch.
Die beiden würden mir bei der Beurteilung helfen, denn ich bin kein echter Experte auf dem Gebiet.
Wenn Sie möchten, könnte ich Sie auch mit meinen Techs bekanntmachen, die sich dann die Panzerungen ansehen würden. Vielleicht lernen sie sogar dabei etwas."
Er legte einen Termin fest, dann rief er Snake wieder herein.

Snake lief im Gang herum und rauchte eine Zigarette.
Dann rief ihn Walden plötzlich herein.
"Das ging schnell", dachte sich Snake.
Als er eintrat warf er Walden einen fragenden Blick zu, der jedoch grinste nur.
‘Das heißt wohl, das sie die erste Hürde gemeistert hatte.’, sagte er sich, dann fragte er:
"Wie kann ich helfen?"

"Ich würde es gerne sehen, wenn Sie bei mir bei dem Test helfend zur Seite stehen könnten. Außerdem könnten Sie sich nach KSRs für die Kampfpanzerungen umsehen, möglichst günstig wenn es geht. Aber das könnten wir glatt auch in der Peripherie. Würden Sie das tun? Cartwright würde wohl mitmachen, der sucht noch Ersatzteile für seinen Gunslinger. Ach ja, Doppelwärmetauscher wären auch von Vorteil. Die gehen ja schnell kaputt. nehmen Sie ruhig noch eine der Techs mit.. oder alle beide."
An Deunan gewandt: "Ich denke, wir sehen uns zum vereinbarten Termin. Ich freue mich schon auf Ihr Team."

Snake wiederholte im Kopf die Liste. KSRs, Doppeltauscher. Das müsste sich einrichten lassen. Er hatte ja selbst schon einige Ersatzteile für seinen Hammer erstanden. Darunter ebenfalls ein paar Tauscher.

"Sicher helfe ich gerne bei dem Test. Und ich werde mich mit Drus auf die Suche machen. KSRs müssten leicht zu kriegen sein. Sonst noch was?"

"Das war es bis jetzt. Aber lassen sie die KSRs. Die holen wir uns auf Bad F. Ich sage dann noch den Techs Bescheid. Danke." Er wandte sich wieder Deunan zu. "Wenn Sie an Ihren BAs arbeiten, schicke ich ihnen die Techs. Das könnte wichtig werden. Wir sehen uns dann zum Test." Er stand auf und reichte ihr die Hand, sein bestes Lächeln zeigend.

"Danke. Die Rüstungen sollten bis morgen Abend fertig sein. Den Test könnten wir dann vielleicht übermorgen machen, oder? Wie auch immer, ich werde dann zu meinen Leuten zurückkehren und sie vom Verlauf des Gespräches zu unterrichten."

"Ich mach mich dann auch auf den Weg. Ich werde Drustran aufsuchen, und dann kümmern wir uns um die Ersatzteile. Semper Fi".

Snake und Deunan verliessen das Büro.
"Ich habe einen Wagen gemietet. Wenn sie wollen fahre ich sie."
"Danke, diese Möglichkeit nehme ich gerne wahr."
Snake fuhr Deunan zu ihrem Hotel, dann machte er sich auf den Weg zu Drustran.

Als Snake bei Drustran ankam, stand dort schon eine asiatisch aussehende, ältere Frau. Es war Takayama Himiko, die 46 jährige Tech aus dem Draconis- Kombinat. Frederic hatte sie hergeschickt, um sich ihre späteren "Sorgenkinder" anzusehen. Sie war immerhin die erfahrenste Tech der "Lords" und würde viel mit ihren Mechs zu tun haben. Sie grüßte Snake freundlich, aber zurückhaltend, dann gingen sie zu Drustran.

Snake grüsste die Asiatin ebenfalls. Er verbeugte sich leicht vor ihr, soviel wusste er noch über draconische Ettikette, dann gingen sie zu Drustran hoch. An seiner Hoteltür betätigten sie den Knopf, dann warteten sie.

Drustran öffnete die Tür, er sah aus, als ob er die Letzte Nacht nicht geschlafen hatte. Er sah die 2 Personen vor der Tür und lächelte: "Bitte tretet ein in meine bescheidene Unterkunft. Kann ich was zu Trinken anbieten?" Als sie eintraten, sahen Drustrans Besucher jede Menge Wirtschaftsnachrichten rumliegen. "Entschuldigt die Unordnung, aber ich hatte nicht mit Besuch gerechnet."

Nach der Vorstellung wurde der Zweck des Besuches geklärt und eine "Einkaufsliste" erstellt. Drustran überflog die einzelnen Posten und setzte hinter einigen ein Häckchen. Am Schluss blieb nicht sehr viel über und Drustran meinte: "Den Kram müssen wir suchen..... da wüsste ich nicht wo wir es herbekommen sollten.... zumindest auf legalem Wege..."

Nachdem sich Himiko dem Herrn vorgestellt hatte, sah sie sich unauffällig in der Unterkunft um. Der Gute schien sich Mühe zu geben. Sie würden heute einige Geschäfte 'anleihern', so hatte es Walden genannt. Es wurde noch einiges Material gebraucht, und sie würde es checken, bevor es an Land gezogen wurde.
Selbst der größte Teil Clantech war ihr nicht fremd.
Nach einer Weile gingen sie zusammen los, während ihre Partnerin im Moment bei den neuen die Panzerungen ansehen würde.
Longinus waren hervorragende Gefechtspanzer. Sie wären eine interessante Neuerwerbung.
Es wurde ein langer Tag mit den beiden Davionisten.

Marlin
25.04.2004, 19:09
Ein paar Tage später fand der Test von Deunan und ihren Leuten statt. Die erste Stufe des Tests war Schiesstraining. Auch Snake machte noch mal mit. Um in Übung zu bleiben, wie er sagte.
Die Reihenfolge war: Briareos, Deunan, Toshi und Hitomi. Snake würde als letzter schießen.
Der erste Test war Pistolenschießen: Snake wählte hierfür natürlich seine SOCOM. Briareos benutzte eine schwere Sternsnacht, ein modifiziertes Modell. Deunan’s Waffe war eine CZ 75, Hitomi schoss mit einer Nakajima Laserpistole und Toshi benutzte eine Mydron Automatic Pistole.

Die zweite Stufe war Gewehrschiessen. Hierfür benutzte Snake ein G11 Gewehr. Bri und Deunan benutzten beide eine Steyr AUG. Hitomi benutzte ein Impuls Laser Gewehr und Toshi nutzte eine Federated Long Rifle.

Am Schluss des zweistufigen Tests beliefen sich die Ergebnisse wie folgt:

Bei 100 möglichen Punkten erreichten die Schützen:

Briareos Hecatonicles: 85Punkte
Deunan Knute: 80 Punkte
Iroquois Pliskin: 75 Punkte
Hitomi Tanaka: 65 Punkte
Toshi Tono: 62 Punkte

Den nächsten Test hatte Snake mit Svensson entwickelt. Ein Spießrutenlauf der besonderen Art. Er beinhaltete Prüfungen jeglicher Art, einschließlich zweier Sprengfallen und ein elektronisches Sicherheitsschloss. Er orientierte sich bei den Testparametern anhand der Informationen, die er über die Gruppe besaß.
Der Test verlief reibungslos. Von den 30 roten und 10 weißen Zielen die er auf dem Parcours eingestellt hatte wurden alle roten „getötet". Zwei weiße wären leicht verletzt gewesen, aber nicht tot. Toshi knackte dabei das Sicherheitsschloss, ein 5 stelliger Code, innerhalb von 1:30 Minuten. Hitomi schaffte es, die Sprengladungen schnell und sicher zu entschärfen. In beiden Fällen benötigte sie etwas über eine Minute. Ausserdem erwies sich Hitomi als äußerst bewandert in Fragen der ersten Hilfe und der Verwundetenversorgung. Alles in allem erledigte das Viererteam ihre Aufgabe mit Bravour.

Mit breitestem Grinsen sprach er mit Walden. Die Testergebnisse waren weitaus besser als sich beide vorgestellt hatten.

„Nicht schlecht, das Team, oder Sir?"

Frederic versuchte sich nicht sehr beeindruckt zu zeigen, obwohl er ein Lächeln zeigte. Die Leistung war wirklich sehr gut. Die Integration sollte kein Problem darstellen und gebrauchen konnten sie sie auch. Aber was der Test nicht gezeigt hatte, war die Überlebensfähigkeit des Teams in einer Schlacht. Das würde er gerne noch sehen. Nachdenklich und ernst nickte er jetzt dem Team und Snake zu. Er würde noch einen Termin ausmachen müssen.

**

Drustran Schickte eine Nachricht an Walden:
Die Ersatzteile sind besorgt, ich hab uns ein kleines Polster ohne große Übersteigung der Mittel zugelegt. Das Geld habe ich erstmal vorgelegt und die Container werden in einem Monat hier sein, ich schlage vor, sie direkt auf unser Landungsschiff zu verladen und uns dann auf dem Weg zu machen!


Nach dem Empfang der Nachricht schrieb Frederic zurück:

Lieber Mister Cartwright,

Ich hoffe, es ist kein allzu großer Schock für Sie, daß wir gegenwärtig über kein Landungsschiff verfügen.
Ich hätte Sie darüber in Kenntnis setzen sollen, allerdings haben Sie auch nicht danach gefragt.
Ich bedanke mich für Ihr Engagement, und bitte um eine Liste mit den besagten Materialien.

mit f. G.
Walden

Dann widmete er sich wieder den Angeboten im Wolfnetz.

9. Januar 3065

Frederic ging in sein Büro. Er schaltete den Monitor ein und sah in den Kontraktdatenbanken nach neuen Aufträgen.
Immerhin hatten 2 Werber ihre Kontraktangebote aktualisiert, nachdem sie von der Erweiterung um mehr als 60 Prozent gelesen hatten.
Das eine war Blakes Wort, die in den Chaos- Marken einen kleinen Überfall „streng geheim!" durchführen wollten. Das war nichts.
Dann gab es einen Agenten Schulz, der im Namen der Lyranischen Allianz ein Treffen bezüglich eines Garnisonsauftrags verhandeln wollte. Es war ausschließlich nur von Garnison die Rede.
Frederic war enttäuscht. Die Lords waren im Moment in Garnison/Kader und nur Garnison ging nicht gut, weil die Kompensation zu gering war.
Er verzog das Gesicht und schaltete ab.
Ihm kam jetzt sein Hauptproblem in den Sinn. Es war zu teuer eine Botschaft nach Bad F. zu schicken, da jetzt die Zeit knapp wurde. Sollte er das allein entscheiden?
Taras hatte ihm zwar die Verantwortung übertragen "nach bestem Wissen und Gewissen..", aber ob das gut gehen konnte? Bisher war noch kein Auftrag vielversprechend, und die Zeit wurde auch immer knapper.
Was sollte er jetzt tun? Morgen würde er weitersehen. Unter den schlechtesten Umständen würde er einen Profi- Verhandler bezahlen müssen, wobei er das gerne vermeiden würde.
Glück gehörte den Tüchtigen. Und er war tüchtig, wie sich schon gezeigt hatte. Jetzt ging er wieder los. Vielleicht hatte Liza ja Zeit. Vielleicht auch Jara. Er wollte sie einmal vorstellen.
Er fuhr den Comp herunter und schloß ab.

10. Januar
Etwas müde schleppte sich Frederic aus dem Bett. Es war ein schöner Abend mit seinen beiden Frauen gewesen. Sie hatten sich wohl verstanden, schien es. Soweit es die Arbeit betraf, war er zufrieden. 2 Techs waren waren ihm zwar zu wenig, aber da konnte er nichts machen. Vielleicht aktualisierte er noch das Angebot. Mit etwas Glück kämen noch ein oder zwei dazu. Er würde das gleich erledigen. Vorher aber duschen.

Als er in seinem Büro ankam, war alles wie sonst. Die Klimaanlage schien endlich in Ordnung gebracht worden zu sein, aber er würde Snake hier trotzdem nicht rauchen lassen. Naja, jeder hatte seine Sucht. Vielleicht war das vergleichbar mit Jara und ihm? Er schüttelte unwirsch den Kopf. Immerzu dachte er an sie, dabei war beiden klar, daß so eine Entfernungsbeziehung nicht einfach würde. Der Computer fuhr hoch und zeigte 2 neue Angebote für die „Lords". Blakes Wort hielt das Angebot unbeirrt, allerdings hatten schon mehrere Einheiten zugesagt. Hm. Er gab kurz ein grobes Angebot ein. Über dem Üblichen. Vielleicht ließen sie dann ab. In den Chaos - Marken schien immer noch die Hölle los zu sein. Er wollte die „Lords" nur ungern in ein solches Gebiet schicken, obwohl es ihn schon interessierte, wie es auf Caph aussah. Kurz gab er etwas in die Suchmaske ein. Die Daten waren doch überraschend. Sehr viele Söldner gingen in die Chaos- Marken.
Da kam ihm eine Idee. Er ließ nach Auftraggebern für die Peripherie suchen, allerdings sollten geringwertige Aufträge außen vor bleiben. Es gab 5 verschiedene Anfragen. Bingo!
„Einer von der Hegemonie, Taurus, mhm..." Da schien ein lohnender Kontrakt für das Magistrat Canopus zu sein. Die neuen Kolonien verlangten nach Schutz. Er vereinbarte einen Termin. Auch für die anderen 4.

Dann las er einen Infobrief der Canopischen VS., den er vom Büro des Chefunterhändlers abgeholt hatte:

Jeremys Jury (Jeremys Geschworene)

Nach dem Tod von Richard „Big Daddy" Whitman, vor mehr als 25 Jahren, verließen viele Kompanien die Söldnereinheit, was die Brigade bedenklich schrumpfen ließ. Unter ihnen war ein Captain Jeremy LaPlace. Er und seine mittelschwere Kompanie brachen mit „Sugar Baby" Whitman und versuchten ihr Glück auf eigene Faust. Sie dienten mit Erfolgen im 4. Krieg auf Seiten der VS. Im Gegensatz zum Rest der Brigade, die fest auf Seiten Liaos standen. Über die Jahre vermochte das charismatische Wesen LaPlace´s verschiedene andere Soldaten unter sein Kommando zu ziehen, so daß die „Jury" fast auf Battaillonsgröße samt Unterstützungseinheiten anschwoll. Der Angriff der Clans stoppte die Erfolge der Einheit, denn LaPlace war nicht willens, seine Söldner gegen einen übermächtigen Gegner zu verheizen. Er brach den jahrelangen Kontrakt mit Davion und zog mit seiner Einheit in den Marikraum. Nach einigen Jahren wachsender Unzufriedenheit, durch die Weigerung der Verantwortlichen, seine Einheit aufzurüsten, brach die „Jury" auch diesen Kontrakt, kaperte ein zusätzliches, gänzlich unbeteiligtes Landungsschiff, voll mit neuen Battlemechs, und verließ die Innere Sphäre endgültig mit Kurs auf die Peripherie.
Dort war man froh, eine kampfstarke Vebundwaffeneinheit unter Vertrag nehmen zu können, ungeachtet der Vorgeschichte. Für einige Zeit ging auch das gut, bis es wiederum zu Unstimmigkeiten, ob eingebildet oder real, über die Kontraktkompensation kam. Nach einiger Zeit des Pendelns zwischen den Welten des Magistrats, fand die „Jury" Ihr Ziel in den neuen Kolonien, von wo aus sie verschiedene Welten, vor allem die Capellanischen Planeten Renown und Ward, neben den neuen Kolonien heimsuchten. Ihre Basis wird auf Herotitus vermutet. Eine Einsatzgruppe ist auf dem Weg, um sie endgültig zu vernichten.
Nach letzten Berichten bestand die „Jury" aus: 1 Overlord, 2 Union, 3 Kompanien Mechs und 2 Kompanien Fahrzeuge, eine Luft/Raumjägerstaffel und 2 bis 4 Zügen Infanterie, ohne Kampfpanzerungen. Ein Sprungschiff der Invasorklasse. Gute Techunterstützung.
Alle Informationen diesbezüglich werden sofort weitergeleitet.

Profil von Jeremy LaPlace. Er ist jetzt 67 Jahre alt.
Seine Truppen sind ihm völlig ergeben und halten ihn für den besten Anführer den es geben kann. Herausforderer seiner Position wurden regelmäßig zur Räson gebracht. Bisher hat das aber nicht geholfen, die „Jury" zu gefährden. Seine taktischen und strategischen Fähigkeiten sind durchaus vergleichbar mit seinen politischen, die er bei seinen vielen unbestraften Vertragsbrüchen unter Beweis gestellt hat. Er hat ein angenehmes Äußeres, graue Haare, graue Augen. Kleidet sich gut, seltener in Uniformen. Nur im Äußersten Notfall geht er rücksichtslos gegenüber seinen Leuten vor. Gleiches gilt für Gefangene. Dabei sind seine Gefechtstaktiken, meistens gegen gefährlichere Gegner, durchaus unorthodox. Er vermeidet gerne Kämpfe, wenn er auch durch Einschüchterung zum Ziel kommt. Bisher hat es auf den Koloniewelten geholfen.
Ein starker Rückhalt ist für ihn seine Transportgruppe, bestehend aus 3 Landungsschiffen und einem Sprungschiff. Die Crews sind ihm ergeben bis in den Tod.
Die Kampfeinheiten sind trotz der Vermeidung von Kämpfen keineswegs als unerprobt zu bezeichnen, was bei mehreren Überfällen auf Liao- Welten unter Beweis gestellt wurde.

Marlin
25.04.2004, 19:13
10. Januar

Frederic kam enttäuscht, aber froh über die Ablenkung zum „Howling Wolf". Vielleicht konnte er bei Jara den Frust der letzten 2 Kontraktgespräche vergessen. Den Marianern hatte es gefallen, ihm den ganzen Mist vorzukauen und ihn 2 Stunden Fragen stellen zu lassen, nur um ihm mitzuteilen, daß sie schon eine Einheit gefunden hatten! Er war ohne ein weiteres Wort zu sagen, hinausgestürmt. Beim Gespräch mit den Tauriern hatte er sich vorgenommen, gleich nach den Gegebenheiten zu fragen. Das Angebot stand noch. Allerdings hatte er wohl nicht den besten Eindruck hinterlassen, nachdem ihm klargemacht wurde, daß keine Techniker für die Lords zur Verfügung stehen würden. Der Hinweis auf ihren Wunsch nach einer „richtigen" Einheit kam ihm dabei auch nicht zu Hilfe. Es war zum Kotzen. Hoffentlich wurden die nächsten Termine besser! Wenigstens war Jara hier. Das hoffte er doch.

11. Januar, Büro der „Lords"

Frederic saß an seinen Akten und überflog die vielen Daten. Das Klopfen überhörte er. Erst als es lauter wurde, ließ er die Tür öffnen. Eine junge Frau, die aussah, als wäre sie 23 Jahre, oder jünger, recht zierlich, mit asiatischen Zügen trat ein und stellte sich als „Nomura Yuko" vor. Frederic versuchte krampfhaft, etwas japanisches zusammenzukratzen, aber sie konnte auch Englisch. Mit dem Hinweis auf verschiedene Namen, von denen er 2 kannte, kam er langsam auf den Gedanken, daß sie zu den anderen beiden Tech- Frauen gehören könnte. Er rief sie an. Geena Förth antwortete. Sie kannten sich von ihren früheren Einheiten. Nomura war ihnen nachgereist, weil sie bisher bei ihren Anstellungen kein Glück hatte. Immerhin hatte sie eine Bewerbung dabei. Sie war 26 Jahre alt. Tech. Arbeitete oft mit den beiden anderen in derselben Einheit. Gute Ausbildung. Die „Lords" brauchten mehr Techs. Also war sie wohl dabei. Er gab ihr einen Termin zu einem treffen mit Liza. Sie würde sie testen. Wenn nichts dazwischen kam, hatten die „Lords" fast eine adäquate Techausstattung. Allerdings nur fast. 2 mehr wäre wohl realistischer, um über die Runden zu kommen.
Aber es ging voran. Das war gut. Fehlte nur noch ein Kontrakt. Als Nomura ging, war Frederic schon wieder beim Lesen. Heute war ein Termin mit der Aldis Holdings Corp. vereinbart. Bis dahin war noch Zeit.
Er sah sich währenddessen seine Post an:


Mr. Walden,
anbei eine Liste der besorgten Ausrüstung. Des weiteren habe ich mit dem Captain der "Kanton" gesprochen, er wäre bereit, uns zu unserem Ziel zu bringen, wo auch immer das sein mag, wenn wir am 1. Februar zum Einschiffen bereit wären. Erbitte eine Antwort für den Capitan der "Kanton" .

gez. D. Cartwright

Anlage:
Materialliste
Wärmetauscher (Doppel) 10Stk
Panzerung (Ferro) 50t
Panzerung (Normal) 50t
Ammo
LSR20 10t
LSR15 10t
LSR10 10t
KSR4 (Blitz) 10t
KSR6 10t
KSR2 10t
LBX 20 7t Standard 3t Schrot
Gauss 10t
1 Med. Laser
1 ER- PPK
2 ER-Medium

+++++


Er antwortete sofort:

Geehrter Mr. Cartwright,

ich habe mit Wohlwollen ihre Bemühungen zur Kenntnis genommen.
Ja, der 1. Februar wäre der letzte Tag für uns hier.
Früher wäre mir allerdings lieber, da ich keine Angaben über die weiteren Ergebnisse der Einheit habe.

Wir nehmen das Angebot des Captains an.
Die finanziellen Bedingungen sind geklärt?

Ich würde gern über ihre weitere Verwendung als Quartiermeister mit ihnen persönlich sprechen.
haben sie in den nächsten Tagen Zeit?
Informieren sie mich bitte über weitere Fortschritte.

Danke
F. W.


Kurz darauf kam die Antwort:

Mr. Walden,

Die Kanton wird leider nicht früher eintreffen können, die Naturgesetze sind ziemlich starr, und in dem Bereich der Sprungtechnik wurden leider keine Fortschritte erzielt.
Die Bezahlung ist bereits geregelt. Sie tritt mit unserer Annahme in Kraft. Was das Gespräch betrifft, ich stehe ihnen zur Verfügung, nennen sie einen Termin.

gezeichnet D. Cartwright



12. Januar

Heute gab es keinen Termin für die „Lords". Der Konzern hatte sich als zu schlechtes Angebot erwiesen. Sie wollten nicht einmal die Hälfte zahlen, die angemessen wäre. Auch der Auftrag selbst war nicht den Fähigkeiten der Lords entsprechend.
Wenn der morgige Termin für die Canopier nichts wurde, wüde es eng für die „Lords". Dann blieb nur noch die Hoffnung auf eine Kontraktverlängerung für Bad F. Allerdings war das zweifelhaft. Eine offizielle Verstärkungsgruppe war bestimmt schon auf dem Weg, oder dort. Mit den Säuberungen der Miliz gäbe es auch keinen weiteren Grund mehr, Söldner zu bezahlen. Frederic war wirklich besorgt. Würde er es schaffen? Oder jämmerlich versagen? Dann war die Einheit praktisch erledigt, bevor ein Jahr herum war.
‘Das wäre immerhin noch innerhalb der Statistik,’ dachte er bitter. Aber es war keine Zeit für Bedenken. Der morgige Tag würde die Zukunft der Einheit sichern.
Jetzt nickte er, wie um sich selbst zu bestätigen.
Das Wolfnetz wies einiges über die Sozialstruktur des Magistrats auf, ebenso Geschichte und eine grobe Einschätzung über das Militär.
Aber noch mehr interessierte ihn seine Verhandlungspartnerin. Er erwartete eine Frau zu treffen, aber die Daten sagten etwas anderes. Die vorige Chefunterhändlerin war von der Dragonersicherheit ausgewiesen worden. Wegen Spionage und Informationshandels mit Blakes Wort. Frederic schürzte die Lippen. Übel. Der jetzige Unterhändler war ein recht junger Mann. Vielleicht ließ er mit sich reden.
Das war die Chance für die Einheit, einen guten Kontrakt hinzubekommen.
Der „Junge" hatte den morgigen Termin gerade bestätigt.
Frederic grinste böse. Es war Zeit, die Gans zu schlachten.

13. Januar abends

Ungeduldig ging Frederic in seinem Büro auf und ab. Es gab für morgen noch einen Termin mit einem Vertreter der Sarna- Supremität. Aber das Gespräch heute war so erfolgreich gewesen.. Hoffentlich war es kein Fehler, die Vertragsunterzeichnung bis morgen zu verschieben. Widerstreitende Gefühle zwischen Triumph über diesen Erfolg und Zweifel, ob es richtig war, die „Lords" in die Peripherie zu schicken, kämpften um die Vorherrschaft. Die Kompensation konnte alle Zweifel zum Verstummen bringen und auch die Unterstützung vor Ort war es wert. Aber der Peripherie haftete immer noch ein Stigma an. Obwohl es sich schon längere Zeit im Wandel befand, galt das Klischee vom tumben Hinterwäldler aus der Peripherie noch. Die Techs, die ihnen zur Verfügung gestellt würden, hätten sicher viel zu lernen, aber sie würden ihnen auch sehr helfen. So galt das für beide Seiten.
Frederic riß sich zusammen, er würde den Vertrag jetzt unterschreiben gehen. Der junge Mann hatte gesagt, daß er jederzeit wiederkommen könne, und das würde er jetzt auch tun.
Aber vorher mußte jemand den Vertrag gegenlesen. So begabt war er in juristischen Angelegenheiten nun auch wieder nicht. Er suchte Liza auf...

14. Januar, Harlech, Outreach

Drustran Cartwright klopfte an die Bürotür von Frederic Walden. Nach einem Augenblick bekam er die Aufforderung einzutreten. Nachdem er sich gemeldet hatte, wurde er von Walden gespannt angeschaut: "Was gibt es, Mr. Cartwright?" "Sir, wir hatten einen Termin, etwa vergessen?" "Oh ja, stimmt. Entschuldigen Sie, aber ich bin noch auf der Suche nach einem endgültigen Kontrakt für die Lords. Hatte die letzten Tage viel damit zu tun, aber es sieht ganz gut aus.." "Ich verstehe Sir, wie läuft es denn?" Drustran setzte sich nach einer entsprechenden Geste von Walden. "Naja, es sieht fast so aus, als würden wir als nächstes im Magistrat arbeiten. Ich lasse den Vertrag noch juristisch überprüfen. Kostet etwas Geld, aber zurück zu ihrem Besuch....."


Nach einigen Stunden Verhandlungen reichten sich die beiden die Hände. "Also dann, Gratulation zum vorläufigen Quartiermeister Mr. Cartwright." "Danke Sir!" "Und sie sind sicher das sie kein Lyraner sind, so wie sie verhandeln?" scherzte Walden. Cartwright ging darauf ein: "Wenn, dann über ein anderes Familienmitglied, mein Onkel vielleicht, der war immer gut in sowas. Ach ja, noch was, ich hab da einen jungen Burschen kennengelernt, jung aber tüchtig, Mechpilot bei den St. Ives Janissaries. Also geübt in gemischten Einheiten. So wie die LER oder unsere Ceti-Husaren.
Was rede ich... sie kennen die Einheiten sicher selbst. Er ist abgehauen weil er sich nicht Sun Tzu Liao beugen wollte. Er nahm seinen erbeuteten Jinggau gerade mit und schloß sich einer kleinen Einheit aus den Chaosmarken an. Ging dann mit ihnen beinahe unter. Nachdem seine letzen Geldmittel für den Transport nach Outreach draufgegangen sind, sucht er jetzt verzweifelt nach einer Einheit, um seinen Mech zu reparieren. wie sieht es aus Sir?" Waldens Miene wurde ernst. Die Einheit wurde für seinen Geschmack fast zu schnell vergrößert. "Na gut, schicken sie ihn vorbei." "Ja, Sir" Drustran stand auf und verließ das Büro.
Zurück blieb Frederic, der intensiv nachdachte. Noch einer mit Mech. Die Techs im Magistrat waren bitter nötig.
Aber hier hatte er schon drei, die fähig genug waren den Jinggau zu reparieren. Wahnsinn.


Nachdem Drustran gegangen war, machte sich Frederic auf, um mit dem Sarna- Vertreter zu sprechen.
Danach würde er zum Juristen gehen, der auf Anraten Lizas hinzugezogen worden war. Der Computer hatte nichts Nachteiliges über ihn in Erfahrung bringen können, also war er erfolgreich. Auch gab es keine Verbindungen seinerseits in das Magistrat oder zu deren Unterhändler. Jetzt wurde es Zeit. Frederic glaubte nicht, daß es jetzt noch etwas gab, was zwischen ihm und dem Kontrakt stand.
Bald hatte er es geschafft. Dann konnten die „Lords" einen neuen, nicht so gefährlichen Auftrag antreten.

Marlin
27.04.2004, 20:25
...

Frederic war wirklich guter Laune. Sie hatten einen neuen Kontrakt! Und er hatte es geschafft. Sogar eine Zusatzklausel für höherdotierte Jagdaufgaben hatte er "einschmuggeln" können.
Die Sarna- Vertretung war wie erwartet unspektakulär ausgefallen.
Jetzt galt es noch, etwas über die Einheit des Neubewerbers zu erfahren. Peinlicherweise wußte Frederic nichts von den Janissaries. Aber Drustrans Vertrauen war Auszeichnung genug...

Anschließend würde er Jara kontaktieren und mit ihr feiern. Hoffentlich hatte sie Zeit.

**


Am 21. Januar saß Frederic wieder vor seinem Computer und war am kalkulieren; daß heißt er versuchte es... Wie viel lieber er doch mit Liza irgendetwas unternehmen würde, oder besser noch mit Jara. Aber sie hatte ihm klar gemacht, daß sie niemanden sehen wollte. Und er selbst konnte das verstehen. Sie hatte irgend etwas von Dawn geschnieft, und dann unterbrochen. Dawn war labil, aber er hatte sie für stabiler gehalten, noch dazu, weil sie von den Chevaliers angenommen wurde. Er versuchte, den Kopf frei zu bekommen, aber es klappte nicht ganz. In wenigen Tagen würde Liza auch wieder nach Addicks fliegen. Aber sie hatte auch keine Zeit.

Dann klopfte jemand recht resolut. „Herein!" Die Tür öffnete sich und insgeheim wünschte sich Frederic, das hübsche Gesicht und die blauen Augen Jaras zu sehen, statt dessen trat ein Mann südeuropäisch- terranischer Erscheinung ein. Er trug eine Uniform, die ihn als Captain oder Capitan kennzeichnete. Frederic schaute fragend und nicht sehr freundlich. Dann, der Mann schwieg, aus welchem Grund auch immer, fuhr er ihn fast an: „Was gibt es? Was wollen sie?" Jetzt tat der Fremde seinen Mund auf und sprach: „Signore, wir, das heißt, ich, bin Chefe der „Thunder- Frogs." Frederic hatte über sie gelesen. Eine leichte Kompanie. Nur für Unterstützungsaufgaben.
„Ich habe die Hoffnung, wenigstens einige meiner Krieger unterzubringen.." Er sah mit einem Mal sehr frustriert aus. Irgendwie tat er Frederic jetzt leid. Aber es ging nun mal nicht. „Es tut mir leid, aber ich kann ihnen nicht helfen, sehen sie, ich habe meine, unsere Einheit schon extrem vergrößert. Die finanziellen Möglichkeiten sind erschöpft. Für ein oder 2 Techs hätte ich durchaus noch Verwendung, weil die uns fehlen, aber... „ Er schüttelte den Kopf. Der Capitane schien jetzt kleiner geworden zu sein. Aber er hatte seine Leute bisher noch zusammenhalten können, das sprach für ihn. Da kam Frederic etwas in den Sinn. „Sagen sie mir doch, welche Art von Einsätzen sie schon ausgeführt haben, vielleicht kann ich ja doch etwas tun." Der Capitane funkelte ihn stolz an, als er von mehreren Einsätzen erzählte. Die meisten Mechs der „Knallfrösche" waren zu schlecht bewaffnet und gepanzert, um im direkten Kampf zu stehen, aber dafür waren sie trainiert im Unterstützungsfeuer mit LSR. Fast jeder ihrer Mechs besaß eins oder zwei dieser Waffensysteme. Wenn man im Kampf einen schnellen Beobachter hatte, der ihnen die Daten schickte, konnte man einzelne Einheiten relativ schnell und einfach zu Boden bringen. Die besser bewaffneten Mechs übernahmen auch den dringend nötigen Schutz der leichten Mechs. Der Capitane selbst war in seinem neueren Centurion dafür selbst am besten geeignet. Alles in allem wären sie eine überraschend gute Verstärkung für die Verstärkte Lanze der „Lords", aber es ging eben nicht. Aber da er vor kurzem wieder mit dem canopischen Unterhändler gesprochen hatte und sich gut mit ihm verstand, gäbe es vielleicht die Chance, ein Wort für die „Frogs" einzulegen. Wenn es am besten lief, würden die beiden Einheiten mit genügend Training sogar in der Lage sein, eine Kompanie gemeinsam zu vernichten. Er vertröstete den Capitane und dieser ging wieder.



25. Januar, Outreach

Der Himmel über dem Raumhafen von Harlech war trübe an diesem Morgen. ‘Irgendwie passend zum Abschied.’ dachte Frederic. Heute würde Liza wieder nach Addicks fliegen. Zu ihrer Familie.
Frederic hätte sehr gern vor allem seine Mutter und seine ältere Schwester besucht, aber die Pflichten hier waren nun mal wichtiger. Er würde noch eine Niedrigprioritäts HPG auf Kosten der Firma seines Vaters schicken. Liza hatte zwar schon eine Grußbotschaft mitnehmen müssen, aber es lief gut für Walden Battleresearch und sie konnten es sich leisten. Außerdem würde das seinen Vater zur Reflexion über ihn zwingen. Sein selbstzufriedenes Grinsen vereiste, als er über den Bürgerkrieg nachdachte. Ob sein Vater immer noch so zu Katherine stand? Er mußte blind sein, wenn es so war. Addicks selbst war schon in Mitleidenschaft
gezogen worden. Er schüttelte den Kopf und sah traurig zum Union, das in wenigen Sekunden abheben würde.
Im Hintergrund landete ein Overlord, er konnte nicht erkennen, von welcher Einheit, oder Zugehörigkeit.
Das Union ließ jetzt seine gewaltigen Triebwerke an und nach wenigen Sekunden hob es langsam ab. Eine gewaltige Feuerzunge trug es zu dem Sprungschiff in einigen Millionen Kilometern Entfernung. Er wandte die Augen ab. Etwas war hineingeflogen.
Als das Schiff schon einige hundert Kilometer fort war, ging er fort. Der Staub war hartnäckig.
Als er vom Raumhafen wieder in seinem Büro angekommen war, dachte er an Jara, deren Freundin Dawn einen Suizidversuch hinter sich hatte. Sie hatte nur dank Jaras schnellem Eingreifen überlebt. Die letzten Tage war auch sie nicht ansprechbar gewesen und Frederic hatte dafür Verständnis.
Wenn ihre Freundin bis heute durchgehalten hatte, sollte es auch Jara wieder besser gehen. Er brauchte sie doch auch. Deshalb würde er sie heute besuchen. Sei es in ihrer Kaserne, oder davor. Hauptsache war, daß er sie wiedersehen konnte.

Im Büro

Frederic überlegte seine letzten Aktionen auf Outreach.
Er würde sich noch einmal mit dem Canopus- Vertreter treffen und einen guten Eindruck hinterlassen.
Es konnte ja nicht schaden.
Dann müßte er sich um eine Alternative kümmern, die sie hier planmäßig wegbringen konnte. Schließlich konnte Cartwright auch Pech haben und sein Schiff sich verspäten.
Die letzten Administrativen Details waren auch wichtig, sowie ein Briefing für alle Neu- Lords.
Und das wichtigste war: Ein Treffen mit Jara. Noch heute.



+++++ Outreachnet-OCQ-Message +++++
++++ Empfänger : Frederic Walden ++++
++++++ Absender : Jara Fokker ++++++

Hey Frederic!
Ich weiß, dass du in einigen Stunden weg bist und ich ... dich erstmal nicht wieder sehe. Tut mir leid, dass wir uns so selten gesehen haben, die letzte Woche. Ich war wirklich ziemlich im Stress. Sorry, aber .... hey, mir fällt was ein. Ich geh jetzt los, bin in ein paar Minuten bei dir, hab eh gerade frei, ok? Wenn nicht ... tja, dann hast du Pech gehabt.
Bis gleich ....

++++++++++++ Ende +++++++++++++

Als Frederic die Nachricht von Jara schloß, war etwas neues in der Box.


. +++++ Com-Star Holo Botschaft ++++++
++++ Priorität: Delta +++++
++++ Absender: Helena Jane Berger ++++
++++ Ziel: Lords Of Thunder - Frederic ++++
+ Inhalt:

Hallo Frederic!
Ich werde mit gigantischer Verzögerung am Abend des 25 Januar Outreach erreichen und würde mich dann gerne sofort mit Ihnen treffen...
Ich hoffe ich bin nicht zu spät...

Helena

+ Ende der Nachricht
+++ Datenanhänge: Mech-Roster: KGB-1N Kriegsbeil
++++++ Ende der Übertragung +++++


Helena Berger? Die war doch vor ca. einem Monat nicht erschienen?
Und sie wollte noch?
Er würde ihr die Chance geben. Wieder stampfte ihr Axman durch sein imaginäres Promovid und spaltete einem Feindmech den Schädel..
Die Antwort, etwas enthusiastischer als geplant, war schnell geschrieben. Sie würde ihr beim Anflug per Funk mitgeteilt werden.
Er würde noch mit Drus über das Landungsschiff reden müssen.

Marlin
27.04.2004, 20:28
Helena trottete die Rampe des Union hinab und blickte in den dunklen Himmel.
'Nicht gerade ein gutes Vorzeichen für den heutigen Tag' dachte sie bei sich, als ein einzelner Regentropfen sie genau zwischen die Augen traf.
Durch die Laderampe kam gerade ihr geliebter dunkelblauer Axeman herabgestampft - er wurde von einem Tech zu dem für teures Geld gemieteten Hangarplatz gebracht...
'Einen ganzen Monat zu spät zu dem Vorstellungsgespräch kommen... was muss sich der wohl von mir denken...'
Den Rucksack etwas fester packend ging sie in die Check-out- Halle um die Formalitäten zu erledigen und die Zölle zu zahlen.

Endlich auf den Straßen Outreachs angekommen suchte sie sich die nächste Vidfonzelle um Frederic Walden anzurufen und sich einen Termin für ihr Treffen auszumachen.

Nachmittag 25. Januar

Er schickte noch eine Grußbotschaft mit morgigem Terminwunsch an den Canopus- Vertreter, als jemand eintrat, den er schon fast vergessen hatte.
„Comm... Capitane DaSilva. Bitte treten sie ein." „Scusi Signore Walden. Ich möchte nur noch einmal nachfragen, wieso sie Ihre Einheit so vergrößern konnten, ohne einige meiner Leute mitzunehmen?"
Der Söldnerchef sah frustriert aus. Er hatte vermutlich immer noch keinen Erfolg gehabt. Seine Kompanie war aber auch ein Nischenprodukt, das nicht so herausstach, wie etwa eine Sturmkompanie. Sie konnten auch nicht allein operieren, was wohl ihr größter Nachteil war. Dabei hatte die Schlacht um Coventry gezeigt, daß eine leichte Kompanie durchaus Erfolg haben konnte.
Er verstand die Frustration des Söldnerchefs. Und er zollte ihm Respekt, daß er sein Team so lange zusammengehalten hatte.
Sie redeten noch eine Weile über die derzeitige Situation, als Frederic etwas einfiel. Vielleicht konnte ja Canopus eine leichte Unterstützungskompanie gebrauchen? Er stellte dem Vertreter die Frage, höflich gekleidet in vollendete Floskeln, von denen er wußte, daß sie ihm gefallen würden. Dann schickte er die Botschaft ab.
Er machte DaSilva etwas Hoffnung, daß es vielleicht doch noch klappen würde, aber er war realistisch. Kaum jemand würde diese Kompanie anwerben. Sie hatten keine Lobby. DaSilva ging mit hängenden Schultern.
Als Frederic den Computer nach 20 Minuten ausschaltete, weil Jara eingetroffen war und mit ihm loszog, sie sah wieder wunderschön aus, hatte er die Söldner schon vergessen.


26. Januar 3065 Outreach

Helena stand zum Vereinbarten Termin - 9.00 Ortszeit vor dem Büro von Frederic Walden und atmete noch einmal gründlich ein.
In Gedanken ging sie Ihre schlagkräftigsten Argumente noch einmal durch:

‘x Schwerer, sprungfähiger Mech - fabrikneu
x eine Auszeichnung für besondere Leistungen in Rückzugsgefechten
x 15 belegte Abschüsse in 4 Feldzügen mit der 10 Lyranischen Garde’

Sie strich noch ein letztes mal die Uniform der 10 Garde RKG, von der sämtliche Insignien bis auf Rang und Symbol der Einheit entfernt wurden, glatt und klopfte an die Tür.
'Ein Neuanfang? - Hoffentlich' waren ihre letzten Gedanken bevor sie hereingebeten wurde.


Frederic war schon lange auf. Er hatte diese Nacht nicht geschlafen, weil er mit Jara sehr lange unterwegs gewesen und durch ihre ermutigende Haltung auch viel zu aufgedreht war.
Gegen 09.00 klopfte es und auf seine Aufforderung trat eine Mechkriegerin in der Uniform der 10. Lyanischen ein.
Sie war nicht unattraktiv und hatte etwas forsches an sich.
Was es war, wußte Frederic noch nicht.
„Miss Berger, setzen sie sich doch." sagte er, nachdem sie sich kurz die Hände geschüttelt hatten.
„Sir, ich hoffe, daß Sie mir trotzdem eine Chance geben, obwohl ich sehr in Verzug geraten bin."
Er nickte kurz: „Ich gebe ihnen eine Chance, obwohl ich schon enttäuscht war, daß Sie nicht einmal eine Begründung und Benachrichtigung ihres Fehlens übermitteln konnten."
„Ich weiß, daß das ein Versäumnis war, aber ich hatte Gründe, die es mir unmöglich machten."
Dann begründete sie den Verzug, ohne weiter um Nachsicht zu bitten und legte alle ihre Vorzüge dar.

„Ich war auf direktem Weg nach Outreach als mich eine Prioritätsbotschaft von einem alten Freund erreichte. Er meinte er hätte Informationen und Einzelteile mein 'Bastelprojekt' betreffend. Ich beschloß kurzerhand meinen zeitlichen Spielraum zu nutzen und meine Route abzuändern um mich mit ihm zu treffen. Trotzdem wäre ich pünktlich eingetroffen. Unglücklicherweise wurde das Solarsegel des Sprungschiffes mit dem ich unterwegs war in einem wenig frequentierten System bei der Entfaltung erheblich beschädigt...
So hingen wir dort fest, bar jeder Möglichkeiten der Kommunikation, da der einzige besiedelte Planet keine HPG-Station besaß.
Aber nun zu meiner Qualifikation:
Ich verfüge über mein 110% einsatzfähiges Kriegsbeil mit ein paar zusätzlichen Ressourcen.
Ich wurde einmal für besonderen Mut in Rückzugsgefechten ausgezeichnet und verfüge über weitreichende Kenntnisse im Kampf auf beschränkten Raum wie Städte oder Schluchten.
Und ich kann 15 bestätigte Mech-Abschüsse vorweisen."


Frederic war hellwach und kam, nach Durchsicht der Dokumente langsam zu den entscheidenden Fragen.
„Was veranlaßt Sie, ausgerechnet zu uns zu kommen, und warum haben Sie die hervorragende Garde verlassen? Noch dazu mit dieser Dienstakte?" Frederic fand das durchaus bemerkenswert. Niemand würde sie in besseren und bekannteren Einheiten abweisen, zumal ein neuer Mech immer willkommen war. Danton zum Beispiel würde sie sicher nehmen, also warum ausgerechnet die „Lords"

Sie ließ sich lange für die Antwort Zeit und begann nur sehr langsam zu sprechen.
„Warum die Lords... nun ja, wie Sie schon sagten würde ich wahrscheinlich auch bei größeren und bekannteren Einheiten eine Stelle bekommen aber genau das ist der Knackpunkt:
Sie sind GRÖßER und BEKANNTER und genau das will ich eben nicht. Was ich über die Lords gelesen habe, hat mir mehr als gut gefallen und vor allem die hohe Beweglichkeit und die relative Überschaubarkeit der Einheit machen sie für mich sehr interessant.
Und außerdem: wenn ich bei so einer A oder AA Einheit eingegliedert werden würde, wäre es sehr schwer etwas zu bewegen... Wenn Regimenter oder RKG's auf Regimenter oder RKG's prallen kann man zwar sein Bestes geben, aber Gefechte auf Lanzen- und Kompanieebene sind schneller, interessanter und vor allem kann ein jeder mehr ausrichten und darum geht es mir eigentlich immer: die vielen einzelnen Piloten die sich kennen, zusammenarbeiten und dann als ganzes eine erhebliche Schlagkraft ergeben.
Deswegen will ich zu den Lords - weil ich denke, da kann ich etwas ausrichten und nicht nur eine Nummer in der Kommandokette sein.
Und: weil ich ein paar Freiheiten brauche - besonders wenn ich dieses Projekt," Sie schob ihm eine Aktenmappe über den Tisch,"fortsetzen will."

„Ich verstehe." Er verstand sehr gut, was los war. Das Projekt war auch sehr interessant. Aber noch war sie nicht dabei. „Wie ist ihre politische Ausrichtung und können sie damit umgehen? Ich muß ihnen nicht sagen, was zur Zeit los ist, aber schon, daß die „Lords" überwiegend aus Vertretern der VS bestehen. Dazu haben wir ein nicht unbeträchtliches Kontingent an Draconiern und bekommen vielleicht noch einen St. Ivesler hinzu." Mit gehobenen Augenbrauen sah er, wie es in ihr arbeitete.

„Und nun erreichen wir den Grund warum ich, obwohl ich sicherlich gute Chancen in der 10. gehabt hätte, ging: Ich will nicht gegen meinen Bruder oder gegen eine Schwestereinheit kämpfen. Nicht in den Rängen solch einer Einheit. Ich bevorzugte schon immer die Steiner-Seite der Familie, jedoch kann ich beiden, Victor und Katrina, da sie diesen unsinnigen Krieg begonnen haben, nicht mehr folgen. Wenn wir diesen Militärapparat nutzen würden, um die Jadefalken von unserer Grenze zu wischen, würden wir vielleicht schon den Wölfen ins Auge sehen.
So lange ich nicht als Steiner angefeindet werde, habe ich kein Problem, mit einem Sprößling New Avalons ein Bier zu trinken. Draconier sind, denke ich auch kein Problem, da sie die Höflichkeit und Ehre hoch halten und ich es genauso sehe - und St. Ivesler: ich hoffe er bringt einen Pillager mit."
Mit diesen Worten und einem herzhaften Lachen schloß sie ihre Ausführungen und erwartete Frederics Antwort.

Frederic stimmte in ihr ansteckendes Lachen ein. Sie war dabei. „Ich bin beruhigt, Miss Berger. Und wenn ich mich nicht sehr irre, werden sie in den morgigen harten Sim- Übungen zeigen, was in Ihnen steckt. Es geht leider nicht anders, da wir schon bald abfliegen.
Aber zusätzlich muß ich darauf bestehen, daß Sie einen provisorischen Ein- Jahres- Vertrag akzeptieren.
Eine Prüfung auf Herz und Nieren kann nur längerfristig erfolgen. Ich denke Sie verstehen das.
Wenn das Jahr vorbei ist, Sie immer noch bei uns bleiben wollen, und es keine Probleme gab, sind sie mit allen Rechten und Pflichten ein „Lord".
Da sie nickte und den morgigen Termin bestätigte, erhob er sich und streckte ihr wieder die Hand hin.
„Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit."
„Ich mich auch Herr Walden. Danke und ich werde sie nicht enttäuschen."
„Bis morgen um halb zehn."
Sie verließ das Büro. Frederic sah sich anschließend noch den Vertragsentwurf an, den sie morgen unterschreiben würde, und schrieb einen offiziellen Einstellungsstopp in die Dateien. Wenn heute wirklich noch die beiden anderen aufgenommen werden sollten, der St. Ivesler und ein junger Crucis- Marodeur Pilot, hatten sie das veranschlagte Budget weit überzogen. Bis zum nächsten Kontrakt, der dann aufgebesserte Konditionen hatte, würde es knapp werden...


Frederic schloß die Augen nachdem Helena gegangen war. Er wollte erstens schlafen und zweitens über Jara und sich nachdenken. Doch nach einigen Minuten klopfte es und er mußte wieder an die Arbeit. Kurz darauf trat ein junger Mann mit langem Ledermantel ein. Er sah etwas mürrisch drein, aber setzte sich nach Aufforderung. Frederic rief die Datei über ihn auf. Jack „Raiden" Meier. Hauptproblem: desertiert. Und das noch dazu aus den Crucis- Lanciers. Dann war er auch noch auf Solaris gewesen und hatte kurz als Gladiator gekämpft. Also ein Einzelkämpfer. Alles andere war normal bis sehr gut. Er besaß einen leicht modifizierten Marodeur, war von Tharkad nach New Avalon gezogen und hatte eine Offiziersausbildung. Technische Fähigkeiten waren auch vorhanden. Soweit so gut.
Er hatte sich schon bei vielen Einheiten auf Outreach beworben, aber niemand der ernst zu nehmenden Söldnergruppen wollte ihn. Ihm haftete das Stigma des Deserteurs an.
Frederic würde ihm eine Chance geben. Maximal für ein Jahr. Ob er sie nutzte, lag an ihm.
„Mr. Meier, willkommen. Ich werde es kurz machen. Haben sie irgend etwas, was mich überzeugen könnte, sie in die stark expandierten „Lords" aufzunehmen?"
„Sir, ich glaube, daß sie meine Flucht aus diesem Krieg überbewerten. Ich bin eben kein Feigling, wenn ich etwas vertreten kann. Dieser Krieg aber ist falsch. Und ich konnte ihn auch nicht mittragen. Ich glaube, daß sie das verstehen." Er sah jetzt allein aus. Keiner der anderen Söldner hatte ihm geglaubt, als er seine Erklärung vorgebracht hatte. Alle hatten ihn fortgeschickt. Doch sein Potential war zu groß, um ihn auf Solaris zu lassen.
Frederic nickte verstehend. Er war aus seinem Wehrdienst ausgeschieden, aber nur, weil die Familie Einfluß hatte. Unter Umständen hätte er auch so gehandelt.
Sie einigten sich letztlich auf einen einjährigen Probevertrag, in dem ausdrücklich stand, daß Jack besonders in Hinsicht auf Desertion und Einzelgängertum unter Beobachtung stand. Wenn es gut ging, war er längerfristig dabei.

Nach „Raiden" folgte noch ein Gespräch mit einem gewissen Kai Do Lao. Das war der St. Ivesler, der von Cartwright empfohlen worden war.
Und er besaß einen fast perfekten Jinggau. Innerlich rieb sich Frederic die Hände. Er wußte nicht sehr viel über Battlemechs, aber Drustran hatte ihm ein Leistungsprofil des Jinggau gezeigt. Trotzdem er 5 Tonnen leichter war, als z. B. der Kriegshammer von Snake, war er diesem ebenbürtig. Sowohl in Bezug auf Geschwindigkeit als auch Feuerkraft. Die Techs würden wahrscheinlich nicht sehr begeistert sein, wenn sie die vielen verschiedenen Mechtypen betreuen mußten, aber jeder Pilot mußte mithelfen. Letztlich war der Mech das ausschlaggebende Argument für den Mechkrieger. Auch er war für mindestens ein Jahr ein „Lord".
‘Hoffentlich geht das gut.’ dachte sich Frederic, als er an die morgigen Sim- Übungen und das kommende Jahr dachte.
Dann schaltete er die Klimaanlage aus, die sowieso nicht zu wirken schien, und schleppte sich zum canopischen Vertreter.

Marlin
27.04.2004, 20:32
Snake hatte seit einigen Tagen kaum noch Zeit.
Vor allem war er damit beschäftigt Deunans Team bei den Tests zu beobachten.
Die vier waren gut.

Besonders gegen mittlere und schwere Mechs zeigten sie beeindruckende Leistungen. Bei leichten und überschweren jedoch...

Snake schob das aber auf die Tatsache, daß ihr Team gegen solche Maschinen noch nicht oft gekämpft hatte, und daher keine Erfahrung mit ihnen hatte.
Dann hörte Snake von Walden, daß eine grössere Sim- Sitzung geplant war, und er ein forderndes Szenario mit Svensson ausarbeiten sollte.
Er begann darauf mit den Planungen.


Helena klopfte an die Tür von Kai Do Lao...
Ein Jinggau - Panzerung, Bewaffnung, Beweglichkeit; alles spricht gegen mich... Warum tu´ ich mir das an??
Die Tür ging auf und Kai stand in der Tür - er war nicht unattraktiv und einen Moment wusste sie nicht was sie sagen sollte...
„Ja?" waren seine einzigen Worte - begleitet von einem etwas ratlosen Gesichtsausdruck.
Helena riss sich zusammen, streckte ihm die Hand hin und meinte: „ Helena Jane Berger - auch seit kurzem ein Lord."
Seine Miene erhellte sich als er diese Worte hörte und antwortete: „Kai Do Lao - es ist mir eine Freude; doch warum suchen Sie mich um diese Zeit auf?"
„Ganz einfach," jetzt war sie in ihrem Element - in der Offensive - „wir sind hier beide neu und unsere Maschinen haben zwar das selbe Gewicht jedoch komplett verschiedene Schwerpunkte in Bewaffnung und Beweglichkeit... Kurzum: ich fordere dich zu Simulatorgefechten... ich möcht drei Durchläufe machen: Einen im offenen Gelände, einen in leicht bewaldeten hügligen Gelände und einen Stadtkampf..."'
Kai war etwas überfahren von der Geradlinigkeit der Steinerpilotin, jedoch war die Herausforderung interessant und er war siegessicher - schließlich hatte er alle Vorteile auf seiner Seite.....
„Gemacht - wann fangen wir an?"
„In 3 Stunden" sie grinste „wir haben kein Zeitlimit."

Nach drei Stunden trafen sich die Beiden an den Simulatoren. "Und Sie wollen das wirklich machen, Miss Berger?", fragte Kai nochmal...Er wollte seine Lanzenkameradin, die er äusserst hübsch fand, nicht gerade am ersten Tag gegen sich aufbringen. Frederic Walden und Drustran Cartwright nutzten die Gelegenheit, um sich ein Bild vom Können der Neuen zu machen. "Na klar," erwiederte Helena, "ansonsten hätte ich nicht gefragt." Kai grinste, die Frau war nach seinem Geschmack. "Ok, Let´s get it on." Und ließ sich in die Simkapsel sinken, Helena tat es ihm gleich.


Helena war sich im klaren dass sie auf offenem Feld wirklich alt aussehen würde gegen die um einiges modernere Maschine aber sie hoffte auf die 1-2 Überraschungen, die sie für ihn bereit haben würde.
Das Kampfgelände wurde hochgeladen - eine weite Ebene mit vereinzelten Bäumen und einem kleinen Fluss, der durch das Gebiet floss.
Sie grinste. ‘Jetzt heißt´s Zähne zusammenbeißen und drauf.’ dachte sie bei sich.
Die Sensoren hatten den Jinggau schnell ausgemacht, als er sich auf erhöhter Position schußbereit machte.
Helena rammte den Steuerknüppel nach vor und begann ihren Zick-Zack- Kurs auf ihn zu...

Kai beobachte wie Sie lospreschte um zu seinem Jinggau aufzuschliessen... er beobachte ihre Zickzack-Manöver genau.. in dem Moment, wo er solange nichts gemacht hatte bis Helena in einen Rhythmus verfiel, schlug er zu. Er feuerte sein Gaussgeschütz auf den Axman und registrierte erfreut, das die Kugel in den linken Torso einschlug. der Bordcomputer zeigte ihm, das die Stelle nur noch schwach gepanzert war. Er aktivierte seine Sprungdüsen und sprang hinter den Hügel.

Er hatte jedoch nicht so viel Zeit wie er dachte, denn sie sprang auch und bekam ihn so mitten im Flug ins Fadenkreuz.
Sie feuerte in dem Moment als er hinter dem Hügel zu verschwinden begann und Kai war leicht überrascht was ihm da entgegenschlug...
Einer der Medium Laser die offensichtlich auf Er-Technologie aufgerüstet waren traf ihn am rechten Torso, der andere ging weit daneben, jedoch der schwere Laser, scheinbar auch ER, traf den rechten Arm und nahm ihm einiges an Panzerung ab als er seine Schmelzspur quer über das Gauss zog.
Dann waren sie an verschiedenen Seiten des Hügels und hatten sich gegenseitig aus der Sicht verloren...

Verdammt, die Laser hatten Kai überrascht. aber jetzt wusste er Bescheid. er lief vom Hügel zu den nächsten Hügeln... Dort kauerte er sich nieder und fuhr die Systeme runter. "Wenn sie über den Hügel kommt hole ich sie mir", dachte sich Kai.

Helena saß in einer Zwickmühle... Über den Hügel und Feuer kassieren oder einen anderen Weg suchen und riskieren dass er eine noch bessere Position findet?
Auf den Sensoren war er nicht mehr zu finden... das hieß, dass er entweder zu weit weg war, was sie nicht glaubte, oder dass er seine Systeme herutergefahren hatte.
Sie entschied sich - Vollgas - Angriff vielleicht würde sie auf Ak-Distanz kommen...
Sie rannte über den Hügel - alle Laser auf dem primären Feuerkreislauf gelegt.
Als sie über den Hügel kam, sah sie den Mech in einem kleinen Wäldchen auf dem nächsten Hügel sich auf sie ausrichten. Maximum Distanz für die Gauss.
Sie verzichtete auf Ausweichmanöver und lief schnurstracks auf ihn zu.
Die erste Gausssalve traf sie im rechten Arm und brachte sie ein wenig aus der Bahn.
Die zweite Gauss dellte die Torsomitte Panzerung ein und brachte sie ziemlich aus dem Gleichgewicht - was sie vor den Lasern rettete, die Kai nachsetzte.
In dem Moment feuerte sie ihrerseits die Laser ab.
Zu hoch gezielt.
Sie rang mit den Kontrollen als sie die Sprugdüsen aktivierte um endgültig in AK Distanz zu kommen.
Ein Blick auf die Hitzeanzeige verriet ihr das was sie sowiso schon wusste: sie lief heiß!

Kai fluchte über sich... er hatte die Ruhe verloren und damit eine erstklassige Gelegenheit verpatzt. Nicht noch einmal... Helena sprang heran. Sie wollte die AK einsetzten.. Er legte alle Waffen auf den primären Feuerleitkreis und zielte sorgfältig... kurz vor ihrer Landung löste Kai den entscheidenden Schuß. Trifft er, hat er gewonnen, verfehlt er, war sie nah genug herangekommen um ihn zu Altmetall zu verarbeiten.
Die Er-Laser verfehlten den Axman, doch das gauss bohrte sich in den linken Torso, zertrümmerte die verbliebene Panzerung und zertrümmerte das Skelett des Mechs. Der Pulser schlug ebenfalls in die Bresche. zerstörte die AK und brachte das eingeführte Magazin zur Explosion. Die Kettenreaktion ging in die Munitionskammer und zerstörte diese. Der Mech landete und brach zusammen. Kai führte den Jinggau heran, trat auf den linken Arm um sich vor Überraschungen zu schützen und beugte sich über das Cockpit des Axman. Der Gaussarm zielte darauf.. Helena konnte trotz ihres Zustandes noch die kleine Schrift am Cockpit des Jinggau lesen: Deathmatch! Dann sah sie nur noch ein Aufblitzen des Gausswerfers und der Monitor wurde schwarz.

Helenas Atem ging schwer als sich die Simulatorkapsel abschaltete... sie hatte verloren jedoch nur um Haaresbreite...
Sie nahm den Helm ab, sprang aus der Kapsel und baute sich vor Kai auf, streckte ihm die Hand entgegen.
Sie grinste „Ein sehr guter Kampf - leider hast du mit sämtlichen entscheidenden Schüssen getroffen, aber jetzt gibts Runde 2! Mach dich bereit!"
Mit diesen Worten nahm sie einen Schluck ihres Energy-drinks und stieg wieder in die Kapsel ein...

Sie starteten die Simulation und Kai war überrascht:
Stadt, jedoch nicht irgendeine Stadt sondern eine ganz besondere... alles folgte geometrischen Formen, die ganze Umgebung sah geplant und nicht gewachsen aus... Sie hatte tatsächlich die Hauptstadt der LFW, Atreus City, als Szenariogebiet gewählt.
Hektisch rief Kai alles auf was er über diese Stadt wusste, nur um zu merken dass es zu wenig war.

Die Hitzesensoren waren aufgrund der vielen Leitungen und anderer Störungen unbrauchbar, genauso wie die Metallsensoren...
Sicht, es hieß auf Sicht kämpfen.
Schön langsam wusste er, wie sie sich vorher in der Ebene gefühlt haben musste - das war NICHT sein Kampfgebiet - ganz und gar nicht...

Er zog los. Er wollte einen großen Platz finden. Er suchte sich in der Skyline den Palast raus und legte einen entsprechenden Kurs an.

Kaum war Helenas Mech fertig hochgefahren, begann sie mit einem Suchmuster, um den feindlichen Mech aufzuspüren - was ihr auch nach einigen langen Minuten gelang - er bewegte sich auf den Palast zu.
Sie rief die Karte auf und suchte sich einen geeigneten Ort für einen Hinterhalt aus - und fand ihn auch sofort. Noch ein kurzer Blick auf die Sensoren ob sie weit genug entfernt war und begann ihren Mech zu verstecken...

Kai wusste, das sich Helena irgendwo verstecken würde, er würde es mit ihrem Mech auch machen. Doch er hatte keine Wahl und maschierte weiter auf den Palast zu..

Sein Weg führte ihn an einem Parkhaus vorbei und danach musste er rechts abbiegen. Er tastete die Gegend vorsichtig ab, konnte jedoch nichts besonderes entdecken.
In dem Moment als er begann, sich weiter in Richtung Palast zu bewegen, brach rechts neben ihm eine Hauswand nieder und das Kriegsbeil stand plötzlich auf der Straße und eröffnete das Feuer...
Kai versuchte sofort seine Maschine herum zu reissen, wurde jedoch von der ersten AK-Salve die ihn im rechten Arm traf nach vorne gerissen. Die zweite AK-Salve der Ultra-Autokanone fraß sich in das rechte Bein, genauso wie der schwere Laser. Die Medium Laser kosteten ihn noch reichlich Rückenpanzerung, was ihm in diesem Moment jedoch herzlich egal war.

Schadensdiagnosen begannen aufzuleuchten als sich die AK Granaten weiter in das Innere des Armes fraßen, den Laser zerstörten und schließlich die Ladespulen des Gaussgeschützes trafen und zur Explosion brachten...
Kai der in diesem Moment verzweifelt um das Gleichgewicht seiner Maschine kämpfte, wurde von dem Neurofeedback endgültig aus der Konzentration gerissen. Verschwommen registrierte er, wie er zu Boden sank. Er blickte auf, nur um gerade noch das Axtblatt auf ihn zukommen zu sehen und dann wurde es schwarz um ihn als sich der Simulator deaktivierte.

Helena stieg aus und nahm einen weiteren Schluck ihres Getränkes während sie auf Kai wartete...
Als er heran kam meinte sie: "Es war mir eine echte Freude Kai - es wird sicher eine gute Zeit."
Sie fixierte ihn "Wenn es aufs offene Feld geht, geben sie mir Deckungsfeuer und in der Stadt halte ich ihnen den Rücken frei!"
Sie grinste und hielt ihm die Hand hin
"Abgemacht?"
"Abgemacht!", antwortete Kai
"Dann kann uns so schnell nichts aufhalten."

Marlin
27.04.2004, 20:35
Die dritte Partie begann.... diesmal war es ein Mischmasch aus den ersten zwo... die Reichweiten waren durch die Hügel eingeschränkt, aber man konnte doch etwas weiter planen als in der Stadt.
Kai hielt inne.. sein Mech war beschädigt... der ließ einen Sensorentest fahren, aber es änderte sich nichts... er hatte nur noch drei Schuss für das Gauß,
die Torsi hatten unterschiedlich schwere Treffer kassiert und das linke Bein war fast blank. Cartwright oder Walden hatte das Programm modifizieren lassen, dass es schon Gefechtsschäden simulieren soll... er konnte nur hoffen, dass Helenas Maschine auch so stark mitgenommen wart... vor allem hoffte er, dass sie kaum oder keine Muni für die AK hatte...

Helena stapfte durch einen kleinen Tümpel und war sauer... Irgendwer musste die Missionsparameter geändert haben...
Ihr Mech war stark beschädigt - zwar war keine Trefferzone wirklich entblößt - sie würden noch einen Treffer der Gauß von Kai aushalten, jedoch war die Kopfpanzerung kaum noch vorhanden und von der Rückenpanzerung war gar nichts mehr übrig - genauso wie die AK-Munitionslager leer waren und die M-Laser im Arm funktionsunfähig waren >>check Lenses<<
Sie fluchte... Eine Doppelsalve AK-Muni war ihr geblieben und der S-Laser und ihr geliebtes Beil.
Doch damit war die Sache noch nicht erledigt: Ihre Sensoren hatten schon eine Lanze leichter Panzer und Infanterie ausgemacht. Und zu allem Überfluss noch einen Spuk und eine Tarantel...

Sie fluchte noch einmal lautstark und öffnete den offenen Kanal: 'Kai Unitcom Zwo, ich wiederhole Unitcom Zwo.'

"Unitcom eins, hier Unitcom zwo", die Verbindung wurde von statischen Einbrüchen überlagert, "habe....... schwere Geg....hr......ein Mech....Klassi.....olt......brauche sofort unt...ung."
Kai fluchte als der alte Mantikor ihn andauernd mit der PPK beharkte...sein Funk hatte schon einen Treffer einstecken müssen.

Helena zwang ihren Mech zu Höchstgeschwindigkeit, direkt auf das angepeilte Funksignal zu. Kai schien in Schwierigkeiten zu stecken. Das Funksignal das sie als Antwort erhielt war mehrmals unterbrochen worden... entweder seine Funkanlage war beschädigt oder er stand unter heftigem Beschuss
Sie versuchte es noch einmal: Unitcom Zwo hier Unitcom Eins komme zur Verstärkung ich wiederhole: zur Verstärkung nicht feuern ich wiederhole: NICHT feuern.' mehr konnte sie nicht tun - sie hoffte es würde reichen...
Hinter sich konnte sie schon die Tarantel sehen die stark beim Aufholen war - sie hatte jedoch keine Zeit für sie - noch nicht.
Auf lodernden Sprungdüsen sprang sie über ein Haus direkt auf den Kampfplatz zu wo der offensichtlich stark gebeutelte Jinggau permanent von einem Mantikor beharkt wurde. Sie änderte die Flugbahn ein wenig und ließ bei ihrer Landung mit vollem Schwung das Beil in den Turm des Panzers krachen - was diesen auseinanderbrechen ließ.

Raiden vernahm den Verstärkungsruf von Kai und stürmte sofort auf seine Position zu. Als er um das Haus ging sah er, wie Helenas Mech mit ihrer Axt den Panzer spaltete. Unbemerkt schlich sich eine Tarantel an ihn heran. Sie feuerte ihre gesamte Bewaffnung auf Raidens Marodeur ab. Er zündete seine Sprungdüsen und sprang hinter ihn. Raiden landete hart und feuerte mit dem Impulslaser auf die Tarantel, jedoch alle Schüsse gingen daneben.

Kai war froh, das er soviel Verstärkung bekam. Trotzdem blieb noch der Wraith, der Thunderbolt, die Tarantula und einen vierter Mech, der nur kurz auf seiner Ortung aufgetaucht war. Über die Hügel kamen jetzt auch Infanterie und die Lanze Scorpion Panzer, die mit ihren Autokanonen das Feuer auf den Marodeur eröffneten. Kai zog das Fadenkreuz über den ersten der vier Panzer und eröffnete mit den Lasern das Feuer. Die ER-Laser schmolzen die Panzerung und der Impulslaser drang bis ins Munitionslager des Panzers vor, welcher in einem gleißenden Feuerball verging.
Die Tarantel versuchte zu wenden. Raiden feuerte ohne bedenken über die Hitze die beiden PPKs ab. der erste Schuss flog über den Gegner. Der zweite traf ihn ins Bein. Die Panzerung schmolz vom Bein und legte die Muskeln frei. Die Hitze stieg immer mehr im Cockpit und ihm begannen die Schweißperlen über die Stirn zu kullern. Die Tarantel hinkte nach vorne und versuchte eine Schleife zu machen.
Helena sprang auf die Tarantula zu, schoss mit dem S-Laser in das linke Vorderbein, nur um es sofort danach mit der Axt abzuschlagen.
Sie keuchte: 'Ich liebe diesen Mech - niemand setzt ihn gegen mich ein... Kai, Raiden konzentriertes Feuer auf den Thunderbolt - wir müssen ihn ausschalten. Munition sparen für erfolgversprechende Schüsse. Los, Los.'
Mit diesen Worten warf sie sich ohne Rücksicht auf Verluste dem Feindmech entgegen...

Kai jagte seine letzte Gaußkugel in den linken Arm des Thunderbolts. „Helena, Raiden, holt euch den großen, ich hab keine Gaussmuni mehr... ich übernehme die Panzer, die Tarantel und mit Glück den Spuk. Aber Vorsicht... ich hatte vorhin kurz einen Sturmklassemech auf den Schirm!" Er setzte den Fuß seines Jinggau auf einen der Panzer und drückte dem 25tonner den Turm ein.

Raiden rannte auf den Thunderbolt zu und versuchte das Feuer auf sich zulenken. Um Kai zu entlasten. Mit kontrollierten Feuerstößen aus den Medium Pulsern schmolz er die Panzerung von Thunderbolt. Ein Blick auf die Hitzeanzeige verriet ihm das sich der Mech langsam wieder auf normal Niveau abkühlte. Der Thunderbolt wendete sich Raiden zu und feuerte alles was er hatte auf ihn ab. Unbeeindruckt von Waffeneinschlägen blieb er stehen und versuchte mit einer PPK den angeschlagen Arm zutreffen.

Auf dem Weg in den Nahkampf feuerte Helena den schweren Laser im Dauermodus ab, während Raidens PPK-Feuerunterstützung ihr einen gewissen Schutz vor Gegenschlägen des Thunderbolts bot.
'Näher ran ich muss näher ran! '
Sie aktivierte die Sprungdüsen um sich möglichst schnell zu nähern...
Eine Salve LSR's senkte sich auf sie herab und traf sie an Torso und Armen. Eine Rakete traf sie am Cockpit - sofort fielen ihre digitalen Schadens und Panzerungsanzeigen aus - der Treffer musste ihre Elektronik schwer beschädigt haben...
Sie warf einen Blick auf die ihr verbleibenden Anzeigen: Radar und Funk...
Diesen Blick hätte sie nicht tun sollen: Ihr Radar entdeckte und identifizierte den Sturmklassemech: Ihr wurde plötzlich kalt...
'BANSHEEEEEE' ihre Stimme überschlug sich während sie ihren Mech wieder nach vorne warf 'ich habe eine Banshee auf maximaler Sensorenreichweite...'

Kai hörte den Ruf gerade, als er den dritten Panzer mit Beinarbeit ausschaltete und seine Laser in die beschädigte Tarantula abfeuerte. „Raiden, Vorsicht! Infanterie Mit Infernos auf sechs Uhr." Dann schlugen die Laser und die KSR der Tarantula und des ankommenden Spuks in seine Maschine ein.

Es war an der Zeit etwas zu unternehmen! Helena wusste, dass sie jetzt eine Entscheidung oder wenigstens einen Hoffnungsschimmer brauchten.
Sie sah wie eine von Raidens PPKs und ein Laserschuss aus ihrem verbliebenen Laser die Torsomitte des Thunderbolt trafen. In diesem Moment traf sie eine Entscheidung.
Sie blieb abrupt stehen, was den Piloten der Feindmaschine offensichtlich verwunderte sodass er auch in seiner Bewegung innehielt und sich direkt auf sie zu drehte.
Als er das tat war die Sache schon entschieden... Helena feuerte ihre vorletzte AK - Granate mitten in die hässliche Brust der Maschine, durchschlug die Panzerung, vernichtete die Reaktorabschirmung und brachte den Mech so zur Explosion.
Trümmer hagelten auf sie ein und sie wusste dass sie sicherlich Panzerungsschäden einstecken hat müssen...
'Kann mir einer schnell meine Panzerungsdaten durchsagen Leute?? meine Monitore sind schwarz!'
Verzweiflung machte sich in ihre Magengrube breit als sie die am Radar Banshee näherkommen sah.

Raiden peilte die Infanterie mit seiner Heck-KSR an und feuerte sie ab. In der Hecksicht konnte er sehen wie sich die Infanterie in Deckung begab. Ich wendete sofort den Mech und setzte mit den Impulser auf die Infanterie nach.

Kai scannte schnell Helenas Maschine. „Deine Torsi haben nur noch minimalen bis keinen Schutz. Die Arme sind noch bei 50 %, die Beine bei 25 bis 40 und Kopf ist 0%. Raiden... fang die Banshee ab und gib dein bestes... Helena, kümmere dich schnell um die Infanterie und helf mir dann bei den beiden Mechs." Der verbliebene Scorpio schoss seinem Mech ins offene Bein, beschädigte nur das Skelett. Dafür bekam er die fünf Laser ab, die ihn ein schnelles Ende bereiteten. „Die Panzer sind ausgeschaltet!"

Raiden stürmte auf die Peilung der Banshee zu. Als die Banshee in Reichweite seiner Sprungdüsen war, versuchte er einen Todessprung.

Helena grunzte - Katastrophale Panzerungsdaten hatte sie erwartet aber nackte Torsozonen konnte sie nicht brauchen...
Die Infanterie auszuschalten sollte kein Problem sein...
Sie scheuchte sie mit dem Laser in einem Gebäude in Deckung und schlug dann mit der Axt darauf ein und bereitete dem Zug ein steiniges Ende...
Nach dem Schwenk sah sie wie Raiden sich auf die Banshee zugbewegte und sie erkannte dass er zwar hart kämpfen konnte aber den direkten Vergleich doch mit der Zeit verlieren würde...
Sie selbst sprang auf den, mit Kai ringenden Spuk zu.

Die Banshee wich Raidens Versuch eines Todessprungs aus und beharkte den gestürzten Mech mit seinem schweren Gaußgeschütz. Die Kugel trennte ihm einen seiner Arme ab.

Kai sah, wie Helena sich auf den Spuk zu bewegte und nahm sich nun der Tarantel an. Er brannte den Impulslaser in das beschädigte Bein.

Der Spuk richtete alle Waffen auf den Axman aus und feuerte. Der schwere Laser verdampfte die Restpanzerung am der linken Schulter und den Aktivator ebenso... der Arm fiel mit Beil zu Boden. Die mittleren Pulslaser trafen den stürmenden Mech nicht.

Marlin
28.04.2004, 20:32
'So nicht mein Freund.', dachte sie bei sich, hielt an, feuerte den Laser nach dem Spuk der gerade zum Sprung ansetzte um etwas Distanz zu gewinnen.
Sie traf das rechte Bein, welches offensichtlich schon beschädigt gewesen war, und brachte die Sprungdüsen zum stottern und schließlich zum ausfallen.
Solchermaßen unkontrolliert taumelte der Spuk in ein nahes Parkhaus, welches ihn unter sich begrub.
Helena ging in die Knie und schnappte sich mit der rechten Hand das Beil... 'Wofür hat man denn 2 Hände und so lang ist das auch noch nicht her, dass ich die Axt noch in der rechten hielt.'
Danach spurtete sie los um den Spuk zu erreichen, der sich langsam wieder regte...

Raiden schrie über Funk "Scheiße! Jungs haltet euch von der Banshee fern, die hat HGauss! Wenn ich untergehe, werde ich sie mit reißen!"
Raiden hämmerte ununterbrochen mit seinen Waffen auf die Banshee ein. Die Banshee antwortete mit einem Schuss aus seiner LB-X. Die Munition verteilte sich über den ganzen Mech und sprengte Teile der Panzerung ab.

Dann schoss wieder das Gauss. Die Kugel zertrümmerte auf kurze Distanz die Panzerung der linken Seite. Aus dem Parkhaus schossen Impulslaser. Der schwere Laser verfehlte, der eine mittelschwere traf das Bein des Kriegsbeiles. Und der dritte ging in das Cockpit. Der Axmen erstarrte, und kippte weg. Die Tarantel schoss mit ihren Lasern vorbei, eine der KSR explodierte an der Torsopanzerung und schwächte sie weiter. Die andere jedoch brach durch und zerstörte mit ihrer Explosion das Gyroskop. Dessen Trümmer durchschlugen die Reaktorabschirmung und seine Kontrollschaltkreise. Der Jinggau verging in einer schillernden Fusionsexplosion.

Raiden richtete seinen Mech auf und schoss mit allem auf die Banshee. Selbst mit dem Armstummel hieb er auf die Maschine ein. Doch der Schaden reichte nicht aus. Die AK der Banshee scheuerte die Panzerung vom Torso des Mechs und das Gauss durchschlug den mittleren Torso und zerfetzte das Gyroskop. Der Marodeur ging zu Boden und der Bansheepilot trat mit dem Fuß seines 95 Tonnen Monsters in das Cockpit des 75 tonners.

Der Monitor wurde schwarz und Helena atmete schwer. Sie war offensichtlich ziemlich erschöpft, jedoch zufrieden...
Es war sehr knapp gewesen und mit dieser Ausgangssituation war das erzielte Ergebnis gut.
Auch wenn es ihr sonderbar vorkam dass sie mit Wraith, Tarantel und Thunderbolt drei Maschinen aus der LFW bekämpft hatten...
Sie würde es anmerken...

Kai stieg aus seiner Kapsel, er war schwer erschöpft und schweißgebadet. Als er die anderen beiden aus dem Simulator kommen sah, nickte er ihnen zu. Dann nahm er erst mal einen langen Schluck der dargebotenen isotonischen Getränke.

Raiden stieg als letzter aus, auch er war schweißgebadet. Er nickte Kai ebenfalls zu und nahm sich was zu trinken.

Helena grinste.
Die Steiner-Maschine hatte ihnen den Sieg gekostet - gerade die Steiner Maschine.


Sim- Halle

Die neuen waren zweifellos fähig im Umgang mit ihrem Gerät. Auch wenn Frederic nach dem zweiten Kampf etwas besorgt und nachdenklich dreinschaute. Helena hatte scheinbar ohne zu zögern eine Stadt als Schlachtfeld gewählt. Das brachte ihr natürlich Vorteile gegen einen Langstrecken- Battlemech, wie den Jinggau, er war dazu noch etwas schneller als sie.
Aber das schlimmste waren die Schäden für die Stadt.
Frederic ließ eine kurze Hochrechnung anstellen, wieviele Menschen mit und ohne Evakuierung sterben würden. Ohne Evakuierung geschätzte Tote: 57, Mit Evakuierung: 3. Er würde mit allen „Lords" noch
ernsthafte Gespräche über Stadtkampf führen müssen. Sie mußten das vermeiden, solange es nur ging. Hoffentlich waren sie sich darüber im klaren. Wenn nicht, welche Chancen hatten die Lords, wenn sie in ein Untersuchungsverfahren gerieten, oder in eine Vernichtungsaktion, weil ein Planet sie hängen sehen wollte? Er würde ihnen das klar machen müssen.

Eben hatte er jedoch einen grandiosen Kampf gesehen, der die Fähigkeiten der 3 Neuen bei zahlenmäßiger Unterlegenheit eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte.
Morgen war die Übung für alle, außer ihm und Svensson, obwohl er gerne etwas Verwirrung gestiftet hätte. Die neuen Leute waren ja gut gegen Panzer und Mechs, aber wie würden sie gegen Gefechtspanzerungen aussehen?
Wahrscheinlich würde es erst gegeneinander gehen und dann zusammen. Er lächelte. Das würde spannend werden.

**

Snake stieg schweißgebadet aus der Sim Kapsel.
"VERDAMMT", dachte er sich. "Ich bin eiskalt in die Falle getappt." Er hatte gewusst, das Deunan und ihre Leute gut waren, aber so gut?

Snake hatte den Kampf gegen die vier zwar gewonnen, aber es war verdammt knapp.
Noch ein paar Sekunden und Bri hätte sein Bein glatt abgetrennt. Auch sonst sah sein Hammer nicht gerade fabrikneu aus. Der rechte Torso durch, den linken Arm verloren. Die vier hatten ihn eiskalt in eine Falle gelockt. Nur seine Sprungdüsen hatten verhindert, daß er sofort in einer, von Hitomi ausgelegten Sprengfalle drauf ging. Danach hatten sie ihm die SRMs verpasst und waren dann auf seinen Hammer gesprungen. Wieder konnte er sie nur durch seine Sprünge abschüttteln, aber sein Hammer hatte da bereits den linken Arm verloren. Dann hatte er Glück und konnte Hitomi mit einem PPK Blitz ausschalten. Auch seine Laser hatten Erfolg und erwischten Toshi. Aber Briareos und Deunan waren ein perfektes Team. Sie gaben ihm bis zuletzt kaum eine Möglichkeit sie zu treffen.

Als Deunan und die anderen aus ihren Sims stiegen grinsten sie fast alle.

"Du meine Güte, so eiskalt bin ich noch nie erwischt worden, meine Hochachtung", begrüsste Snake die vier. "Wenn sie morgen bei der Grossübung auch so austeilen, na dann gute Nacht."
"Ach, wir hatten bloss Glück."
"Glück? So würde ich das nicht nennen. Das war eine ausgezeichnete Falle die sie da gelegt haben. Ein nicht sprungfähiger Mech wäre da nicht mehr rausgekommen, wer hat ihnen das beigebracht?"
"Das war mein Vater. Er hat diese Taktik entwickelt."

"Also ihren Vater würde ich gerne kennen lernen, wo ist er?"
Ihr Blick veränderte sich und Snake bereute es sofort gefragt zu haben.
"Er ist tot, seit 7 Jahren."
Snake schluckte. 7 Jahre? Das war doch der Krieg gegen die Liga. Hatten Davion Truppen ihn getötet?
Deunans Miene wurde aber wieder fröhlicher.
"Gehen wir was trinken, Snake?"
"Äh, ja.. sicher."

Er dachte immer noch nach, und diese Einladung war eine Möglichkeit sie noch besser kennen zu lernen.
Er mochte die vier irgendwie. Die letzten Tage hatten sehr viel Spaß gemacht, und er hatte die Gelegenheit die Longinus in Aktion zu sehen... und auch am eigenen Leib zu spüren. Das würde lustig werden morgen in der Sim Übung......

Marlin
28.04.2004, 20:37
27. Januar, Outreach, Sim- Komplex

Während sich der Testkampf so hinzog, es passierte im Augenblick nicht viel, checkte Frederic seine Post. Svensson sollte weiter aufpassen. Er würde rufen, wenn etwas wichtiges passierte. Außerdem war Frederic so übermüdet, daß er Ablenkung brauchte.
Es erschien nur eine neue Mitteilung, sie war extra verschüsselt und nur für ihn selbst bestimmt.
‘Mist.’, dachte er, hellwach. Obwohl es Zeit gewesen war, diese Nachricht zu erhalten und zu lesen, hatte er nicht gewollt, das hier zu tun.
Aber wer sollte ihn hier schon beobachten? Er öffnete es nach einer kurzen Denkzeit. Sein Code war schon recht alt. Er hatte ihn hier bisher nie genutzt. Dann öffnete sich ein kurzes Dokument.
Er las:


Hier mein Bericht, ich hoffe, Sie sind mit den Informationen über diesen Typen zufrieden. In Klammern habe ich einige Anmerkungen gemacht, die ich aus Gerüchten und sek. Dokumenten herausgefiltert habe.
Ich muß Sie hoffentlich nicht daran erinnern, daß ich sehnlichst den Eingang der zweiten Hälfte meines Honorars erwarte.


Über den als „Taras Bulba" bekannten Söldnerführer gibt es keine offiziellen Geburtsnachweise. Es wird angenommen, daß seine Eltern Flüchtlinge aus der Liga Freier Welten waren.
Erste offizielle Eintragungen datieren den 04.06.3024, 01:03 Uhr als Fundzeitpunkt und die Spielewelt Solaris als Fundort und wurden daher als Geburtsdaten eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wurde er auf den Stufen eines Waisenhauses in den weniger betuchten Gebieten des Marik-Teils der Hauptstadt gefunden.
Da kein Name vorlag und der Leiter der Einrichtung einen Faible für Terras Militärgeschichte hegte, benannte er ihn nach einem der alten Feldherren.
(Es liegen Einträge und Dokumente vor, daß in dieser Einrichtung auch ein „Napoleon Bonaparte", ein „Erwin Rommel" und ein „Ulysses Grant" aufgezogen wurden.)
Der junge Bulba war von stämmigen Körperbau und wurde schnell als Bully des Hauses bekannt. Weiterhin heben die Einträge in den Unterlagen eine enge Freundschaft zu einem „Liroy McCarth" hervor. Dieser wurde im Alter von 5 Jahren, nach dem Tod beider Elternteile durch einen Unfall dort untergebracht. Liroy war das genaue Gegenteil (klein und schwächlich, später wurde Kleinwüchsigkeit bei ihm diagnostiziert) von Taras. Trotzdem wurden beide schnell unzertrennlich und profitierten von einander. McCarth, durch seine Behinderung eingeschränkt, entwickelte früh ein großes Interesse für technische Dinge, während Bulba ihm kaputte Gerätschaften organisierte/erstritt.
Nach der Entlassung aus dem Heim nahm Bulba einen Posten als Lagerarbeiter an. McCarth wurde von einem kleinen Mech-Stall angeworben. Weiterhin verband beide eine enge Freundschaft. McCarth half Bulba dabei bei inoffiziellen Mech- und Exoskelett-Kämpfen anzutreten und als der Stallbesitzer, für dem McCarth arbeitete einen neuen Mech-Jockey suchte, da schlug er ihm Bulba vor.
Bulbas Mechwarrior-Karriere war wenig aufsehenerregend. Sein größter Sieg war es, als er einen alten, beinahe schrottreifen Kreuzritter als Prämie erhielt. McCarth und er arbeiten so oft sie konnten an der Maschine, jedoch gelang es Beiden nicht sie bis zum Ende seiner Kariere zum laufen zu bekommen.
Unbeirrt von den Kämpfen gegen die Clans begann Bulba immer öfter selbst den Platz eines Geschäftsmannes einzunehmen. Bald war er nur noch selten selbst im Cockpit und kurze Zeit danach eröffneten McCarth und er einen eigenen kleinen Mech-Stall („Die wilde Horde").
3058 starb McCarth an den Folgen eines Unfalls und Bulba verlor sich auf den Böden diverser Flaschen. Was ihn von dort wieder zurück und auf die Idee brachte eine Söldnereinheit zu gründen, ist nicht bekannt.
(Gerüchten zufolge hatte eine Frau ihre Finger mit im Spiel.)
3059 begann er mit der Aushebung der „Lords Of Thunder".
(Für die Zeit bei den Lords gibt es offizielle Unterlagen.)

Anmerkungen:
Bulba ist von massiger, halbwegs trainierter Statur. Seine Haarfarbe, wenn auch durch seine (rasierte) Glatze selten zu sehen, tendiert in Richtung dunkelblond. Seine Augenfarbe ist eine Mischung aus hellem grün/grau umschlossen von dunkelgrünen Ringen.
Er ist sehr umgänglich (was ihm sehr, sehr viele Bekannte eingebracht hat), wenn er auch auf den ersten Blick mürrisch wirkt. Bulba kann aber auch durchaus die Fassung verlieren, sollte jemand oder etwas eine bestimmte Grenze überschreiten und kann dann sehr gefährlich werden.
Seine Fähigkeiten reichen über ein breites Spektrum, angefangen bei Straßenkampf bis hin zu Verhandlungen mit Schlipsträgern.
Es gibt keine Einträge über eine Familie, allerdings wurde in den Geburtsurkunden von Solaris ein Eintrag über einen „Alexander Bulba" (* 02.12.3059) gefunden. Wie Nachforschungen erwiesen haben, gehen monatlich höhere Summen an dieses Kind und seine Mutter (namhaft bekannt als „Giselle Tussaud") von Bulbas Konto ab.


Damit schloß der Bericht.

‘Immerhin etwas.", dachte sich Frederic, als er es schnell schloß. Er spielte mit dem Gedanken, die 2. Hälfte des Honorars einzusparen, aber dieser Schnüffler konnte einer kleinen Einheit auch Ärger machen.
Seufzend schloß er seine Anfrage ab. Er mußte wieder zum Testkampf.
Wenigstens sah er jetzt klarer, wer dieser Taras Bulba war. Sonst hatte der sich nämlich ziemlich bedeckt gehalten. Es fehlten nur noch einige wenige Puzzleteile.

Langsam ging er zu Svensson zurück, der immer noch auf die Schirme starrte. Jetzt aber sah er zu Frederic und bedeutete ihm, schnell näher zu kommen. Etwas schien passiert zu sein, aber was?
Da sah er es: Der Yu Huang war abgeschossen worden, nach nur einer Minute! Und der Cronus von Ismail hatte ihn erwischt! Unglaublich.
Er rieb sich die brennenden Augen, sah sich suchend nach einem Aufputschmittelhändler um, und nachdem er keinen fand, schaute seinen Neuerwerbungen weiter bei ihrer Sim- Prüfung zu...

Cartwright war ausgestiegen und trottete kaum schwitzend zu ihnen. Seine Gesichtsfarbe war rot. Aber wohl eher vor Wut. Kurz darauf ging er duschen. Svensson und Walden schwiegen jetzt wieder, während sie zusahen.

Marlin
28.04.2004, 20:40
**

Es wurde dunkel in der Simulatorkapsel.
Langsam nahm Helena ihr durchgeschwitzten Hände von den Steuerknüppeln, drehte ihren Kopf nach links und rechts bis jeweils ein dumpfes *Knack* zu hören war, sammelte sich für die Besprechung und drückte langsam die 'Kanzel öffnen' Taste.

Ihr erster Blick fiel auf den bereits geduschten Cartwright, der mit den Status- Ausdrucken seines Mechs mit finsterer Miene neben Knute saß, die auch nicht besonders glücklich drein blickte.
Cartwright nickte ihr zu: „Noch ein ganz guter Kampf Hel, jedoch leider absolut sinnlos..."
„Ich weiß... aber was soll man machen?" Mit diesen Worten drehte sie sich um und sah zu, wie sich die anderen Kapseln eine nach der anderen abschalteten und öffneten.

Beg war der erste: Man konnte sein zufriedenes Schmunzeln in seinem verschlossenen, verschwitzten Gesicht kaum wahrnehmen, aber es war da. Frederic sah es wenigstens. Ismail nahm sich ein Glas Wasser und meinte ruhig, wie zu sich selbst: „De wa.. einen Yu Huang abgeschossen - es war doch ein erfolgreicher Tag." Und viel leiser: „Wenn man davon absieht, dass mein Mech Schrott ist und der Yu Huang nur ausgeschaltet."

„Ein absoluter Glückstreffer, mehr nicht", presste Cartwright hervor, er hatte den ersten Teil wohl mitbekommen. Schnell blätterte er eine Seite um und las vor: „Linkes Bein zerstört, linker Arm zerstört, schwere Treffer in der internen Struktur, Gyroskop beschädigt,... Dein Mech ist wahrlich nur noch Schrott..."

Danach stieg Do Lao aus; das Gesicht kreidebleich, nur die Ohren hochrot, steuerte schnurstracks auf Helena zu und herrschte sie an:
„Mach das nie, Nie, NIE mehr wieder!" Dann drehte er sich auf dem Absatz um und stürmte aus dem Raum.

Wieder blätterte Cartwright um und begann vorzulesen:
„Der Jinggau: Rechter Arm zerstört, Linker Arm Ober- und Unterarmaktivator zerstört, Torso rechts zerstört, Torso links schwerst beschädigt, Torso Mitte beschädigt, beide Beine schwerste interne Schäden.
Kopf.... nach Axthieb zerstört.

Der Axeman: Panzerung an allen Arm und Torsozonen zerstört, der schwere Laser ausgefallen und alle Munition verschossen, ansonsten nur leichte interne Schäden."
Er blickte auf:
„Hel, war das am Ende noch nötig?"
Sie zuckte die Schultern
„Es war noch mitten im Gefecht und dafür ist der Axeman gebaut..."

Als letztes öffneten sich die Kapseln des Warhammer und des Marauder.
Sofort war aus einer der beiden ein empörter Aufschrei zu hören:
„Hey wir waren noch nicht fertig.", rief Raiden aus seiner Kapsel.
„Genau" schallte es aus der anderen.
„Kommt raus.", knirschte Cartwright.
„Die Übung ist vorbei."

Die zwei „überlebenden" Longinus- Infanteristen waren gerade dabei, sich abzukoppeln.
Sie würden zum Treffen da sein.

-----------------------------------------------------------

Eine Stunde später saßen alle versammelt und geduscht im Büro von Frederic Walden und besprachen die Übung.


Walden erhob sich und ließ an dem Monitor seines Computers und über ein angeschlossenes Hologerät die Daten der Übung ablaufen, gefolgt von einigen entscheidenden Szenen. Svensson stand in einer Ecke und beobachtete alle sehr genau.
„Meine Damen und Herren ich bin... hmm... etwas enttäuscht, aber auch durchaus begeistert:
Zuallererst zu den Tatsachen: Die Angreifer haben gewonnen, Die BA's konnten die Anlage sprengen.
Zum weiteren Verlauf kann ich nur sagen: ein echtes Gemetzel - ihr habt euch gar nichts, aber wirklich gar nichts geschenkt.
Von Taktik und Beweglichkeit her waren alle sehr gut, wenngleich die Risikobereitschaft zum Teil sehr, sehr überzogen war."
Er blickte Helena direkt an
„Der Axthieb am Ende in den Kopf des Jinggau war sicher übertrieben, auch wenn er das Katz und Maus Spiel endgültig beendete.."
Mit ein paar schnellen Tastendrücken rief Walden eine weitere Statistik auf, seufzte und schüttelte den Kopf.
„Meine Herren, meine Herren. Die Trefferquote war wirklich äußerst schlecht, wie sie alle an der allgemeinen und personellen Aufschlüsselung sehen können.
Einziges positives Highlight waren der Cronus und der Marodeur." Walden vermied es, die beiden jungen Piloten anzulächeln, wie er es gern getan hätte. Dafür war noch nicht die Zeit. Er gab, bzw. warf jedem Übungsteilnehmer einen Klemmblock mit Ausdrucken zu.
„Lest euch die Berichte genau durch und lernt vielleicht daraus. Schönen Abend noch. Und: Herzlichen Glückwunsch an alle neuen ‘Lords of Thunder’." Jetzt lächelte er breit. Die „Lords of Thunder" waren jetzt, vor allem dank seiner Leistungen, gefährlicher denn je und bereit für einen neuen Auftrag.

Helena
14.05.2004, 14:01
Ein leises ‚knack’ war zu hören, als die Kopfhörer an den Verstärker angeschlossen wurden.
Nach dem Drehen des Lautstärkenreglers war ein beständiges Wummern zu hören.
Sie nahm das Plektron und schlug die erste Saite an, spielte langsam den ersten Akkord, den zweiten, dritten, steigerte die Geschwindigkeit und begann eine Melodie zu spielen.
Mit ihren Gedanken war sie jedoch ganz wo anders: Sie war auf dem Tharkad in einem kleinen Kellerzimmer mit Freunden aus alter Zeit. Und sie spielte die gleiche Melodie.

Helena war langweilig... Sie saßen nun schon seit einiger Zeit auf dem Dragoner-Brocken fest und irgendwie wurde das Datum des Abfluges immer und immer wieder verschoben...
Sogar Bander Productions hielten sie hin – es war fast so als wollten sie die Aktivatoren für ihren Feuerfalken nicht fertig kriegen.

Übungen waren auch keine mehr angesetzt worden und den ganzen Tag alleine im Simulator war auch langweilig.

Ein Wechsel im Takt... Er wurde schneller. Sie ließ die Übungen mit den Lords noch einmal Revue passieren.

Es waren außergewöhnliche Piloten in dieser Einheit und diese Piloten verfügten über noch außergewöhnlichere Maschinen.
Sie war jedes Mal gezwungen gewesen alles zu geben und sie hatte nicht immer Erfolg gehabt – das gefiel ihr.

Sie spielte einen langen, tiefen Ton.

Stille

Stillstand

Wie sie das hasste!

Marlin
21.07.2004, 20:50
2. Februar 3065, Outreach, Raumhafen

Die „Kanton" stand ruhig auf dem Flugfeld. Nichts kündete davon, daß sie in wenigen Stunden wieder Millionen von Kilometern unterwegs sein würde.
Die Mechs und Ausrüstung der „Lords of Thunder" waren bereits verladen worden, nur noch etwas Fracht mußte zugeladen werden, damit der Flug für den Betreiber rentabel und für die „Lords" auch bezahlbar war.
Danach konnten sie wieder Richtung Bad F. fliegen. Frederic war besorgt gewesen, weil sie immerhin einen Tag später angekommen war. Aber nun war alles bereit für den „Heimflug".


Raiden stand in seinem Quartier auf der „Kanton". Im Raum waren zwei Betten und ein kleiner Tisch mit einem Computerterminal und zwei Spinden. Er warf seinen Rucksack und Koffer in sein Bett und räumte den Inhalt seines Koffers in den Spind. Sein Pistolenhalfter legte er dazu, als Kai den Raum betrat. Raiden blickte ihn grimmig an und sagte: „Anscheinend müssen wir uns das Zimmer teilen, egal. Ich checke ob mein Mech sicher verladen ist.." Kai nickte schweigend als Raiden den Spind schloss. Er ging auf den Gang und begab sich zum Mechhangar. Dort standen die Mechs der Neulinge der „Lords of Thunder". Raiden erblickte seinen neuen Vorgesetzten, der gerade mit dem Quartiermeister sprach und ging zu seinem Marodeur, der zwischen einem Jinggau und einem Axeman stand. Der Marodeur war für den Start gesichert worden. Er sah sich um und bemerkte, daß Walden das Gespräch mit dem Quartiermeister beendet hatte. Raiden nützte die Gelegenheit und sprach Walden an: „Entschuldigen sie Mr. Walden! Ich hab eine Frage." Walden sah ihn ruhig an. „Fragen sie nur." „Gut, wann fliegen wir ab?" „Wir starten um zehn Uhr.", war die Antwort. „Gibt es irgend etwas neues? Außerdem? Nein? Gut, bis später." Er ging wieder in sein Quartier.

Dort saß Kai auf einem Sessel und las ein Buch. Raiden ging zum Computerterminal, schaltete es ein und holte einen Datenträger aus dem Spind. Diesen legte er ein und spielte die darauf gespeicherten Musik ab. Es hallte ziemlich laut aus den Lautsprechern. Neo Metal. Kai blickte auf und sagte unfreundlich: „Bei dem Krach kann man sich nicht konzentrieren! Mach leiser oder Dreh ab." Raiden drehte die Musik genervt leiser und las die News. Es war nichts besonderes, alles nur Berichte über den Vercom-Bügerkrieg. Raiden blickte auf die Uhr es war 9:50. Das Schiff sollte in 10 Minuten starten. Aus den Lautsprechern war die Stimme des Schiffskapitäns der die Crew und die Passagiere informierte, dass das Schiff bald startete. Raiden lehnte sich zurück und überlegte, was wohl auf ihn zukommen würde. Noch mehr Simgefechte und nichts tun, oder Ruhm und Ehre auf dem Schlachtfeld oder der Tod auf irgendeinen Hinterwäldlerplaneten. Bei diesen Gedanken kamen ihm die Worte in den Sinn „Wer durch das Schwert lebt wird durch das Schwert sterben."

Auf einmal ertönte der Startalarm und er spürte, wie das Schiff startete. Es drückte ihn in den „Sessel". Nach einer gewissen Zeit ließ das Gefühl der starken Schwerkraft leicht nach. Sie hatten vermutlich die Atmosphäre verlassen. Raiden nahm sich ein Buch aus dem Spind und las „Die Geschichte der Kriegsführung". Um Zwölf Uhr läutete sein Wecker und er ging in die provisorische Kantine. Kai Do Lao würde sicher bald folgen. Dort nahm er sich ein Tablett und stellte sich an, obwohl die Schlange nur aus wenigen Crewmitgliedern bestand. Es gab ein Stück Fleisch mit Püree zu essen. Raiden setzte sich an einen der beiden Tische, wo noch niemand saß. Scheinbar aßen Besatzung und Passagiere getrennt. Er begann zu essen, als die anderen Lords hereinkamen und sich mit ihren Tabletts zu ihm setzten. Sie redeten darüber, was sie vorher gemacht hatten und wie sie zu den Lords kamen. Raiden saß da, hörte zu und schwieg. Ein Mechkrieger den alle Snake nannten, fragte Raiden: „ Du bist glaub ich Raiden, was hast du vorher gemacht?" Der Angesprochene ließ sich Zeit, aber antwortete knapp: „Ich wurde auf Tharkad geboren, meine Familie zog dann während der Claninvasion nach New Avalon. Dort bin auf die Militärakademie gegangen. Dann war ich bei den Crucis Lanciers. Ich verließ die Einheit und ging nach Solaris als Gladiator, das wäre es."

„ Wieso hast du so eine renommierte Einheit verlassen wie die Crucis Lanciers?", war die erstaunte Frage von Cartwright. „Ich hatte gefunden das ich auf der falschen Seite stehe und wollte nicht jemandem dienen, der seinen Thron weggibt, nur um Comstar zu dienen." „Was haben sie gegen Victor?", fragte Snake, noch relativ ruhig. Die anderen hatten teilweise wieder aufgehört zu essen und schienen interessiert zuzuhören. Die Marikfraktion und Do Lao allerdings waren unbeeindruckt. „Weil er der Grund für diesen unnötigen Bürgerkrieg ist. Denn alles wäre in Ordnung, wenn er Präzentor Martialum geblieben wäre und Clanner gejagt hätte." Jetzt wurde leises Gemurmel am Tisch laut. „Bah, Die Clans sind eine Gefahr für uns alle und Katherine ist eine Usurpatorin." Cartwright schien ungehalten, aber Snake schien ihn zurückhalten zu wollen. „Nein, Victor ist der Usurpator, denn er hat auf den Thron verzichtet und jemand ungeeigneten an seiner Stelle gesetzt." Jetzt waren die Feindseligkeiten kaum noch zu übersehen. „Katherine hat ein Terrorregime aufgebaut was gestürzt werden muss.", das war Snake, der auch ziemlich bissig aussah. Erregt antwortete Raiden, er schrie fast: „ Dann hätte er die Arbeit seines Vater fortsetzen sollen und die Capellanische Konföderation überrennen und das schlimmere Regime ausschalten sollen. Wenn er der Sohn von Hanse Davion ist! Und du hängst diesem Bürgerkriegstreiber nach!"

Auf einmal gab es Tumult am Tisch, mehrere Söldner waren aufgestanden und schrien durcheinander, bis einige Tabletts verrutschten. Ob Absicht oder nicht, eine Tasse Tee aus Jacks Richtung rutschte Snake über die Hose, dann flog Raiden Snakes Faust mit begleitendem Wutschrei ins Gesicht. Raiden nahm sein Tablett und zog es Snake über den Schädel. Snake wollte ebenfalls mit seinem Tablett Raiden schlagen, als die beiden endlich von den anderen gepackt und in die Brigg geschleift wurden. Sie wurden zusammen in eine Einzelzelle gesteckt und mußten unter Bewachung von Briareos auf Walden warten, der von Lao und Helena informiert wurde. Er kam später zu ihnen und war sehr wütend. So hatte man ihn auf Outreach noch nie erlebt. Als Strafe wurden sie von Walden vorerst für zwei Tage in eine Zelle bei Brot und Wasser gesteckt.
Er kündigte an, daß sich die Strafe noch verschärfen könnte, wenn die anderen „Lords" dafür eintraten.
Also hielt er einen Rat ab, ganz im Sinne der „Lords of Thunder"- Gründungsstatuten.

Er ließ die anderen Söldner in den Mechhangar kommen, und eröffnete die Sitzung.
Sie berieten sich, wie soetwas zu vermeiden sei und was mit den beiden zu geschehen habe.
Nach einiger Zeit teilweise leidenschaftlicher Äußerungen kamen sie überein, daß die beiden Streithähne eine Abmahnung und 1 Woche Arrest zugeteilt bekommen sollten.
Sie würden außerdem unter Beobachtung stehen. Für unbefristete Zeit. Frederic würde sie darüber informieren.

**

Frederic Walden war im höchsten Maße wütend. Über Jack Meier und über Iroquois Pliskin.
Aber auch über sich selbst. Die beiden hatten sich im kleinen Essenraum, scherzhaft auch "Kantine" genannt, eine Schlägerei geliefert und das schon kurz nachdem sie die Atmosphäre von Outreach verlassen hatten. Das hatte er nicht gedacht. Wahrscheinlich war er zu naiv gewesen, was die verschiedenen Fraktionen anging, bzw. die Belastbarkeit einiger Veteranen.
Waren einige vielleicht labil?
Sie hatten immerhin viel durchgemacht. Oder hatte er zu schnell zu viele Krieger angenommen?
Lag es vielleicht an ihm, daß er als Schwächling angesehen wurde?
Mechjockeys waren ja schon immer bekannt für ihre Verachtung gegenüber anderen Waffengattungen. Und durch ihre Disziplinlosigkeit in diesem neuen Teil der Einheit, die er noch anführen mußte, wollten sie es ihm zeigen?

In seiner Einzelkabine atmete er jetzt tief durch und schüttelte den Kopf.
Nein, er würde nicht vor seiner Verantwortung davonlaufen. Es waren gute Krieger in verdammten Battlemechs! Manch eine Garnison der Inneren Sphäre würde sich die Finger nach diesen Leuten in eigenen Mechs lecken. Ihre Fähigkeiten waren teilweise hervorragend.
Und ihm gegenüber war noch keiner von denen negativ aufgefallen. Allenfalls der junge Draconier und Meier waren nicht so aufgeschlossen gewesen. Sie waren die jüngsten in der Einheit.
Vielleicht waren sie noch nicht wirklich bereit für das Söldnerleben?
Alle kamen aus regulären Einheiten.
Aber das war kein Grund so auszurasten. Ebenfalls nicht die verschiedenen Politischen Ansichten. Um diesen Bürgerkrieg nicht mitmachen zu müssen waren sie schließlich zu den "Lords" gekommen, oder?

Er würde es den beiden Arrestanten als erste und den anderen später klarmachen, daß, wenn so etwas noch einmal passierte, jeder rausfliegen würde, der dabei gewesen war. Egal, wer!

Ja, so würde es sein. Er nickte sich selbst zu. Dann erhob er sich und ging zu den 2 Arrestzellen, die es auf dem Schiff gab. Er war selbst einmal in einem Gefängnis gewesen und die Erinnerung daran behagte ihm nie. Zwar war dieses Schiff nicht annähernd vergleichbar mit dem "Knast" auf Caph, aber schön war es auch hier nicht.
Er hatte von einem Schiffs"jungen" einmal gehört, daß auf größeren Landungsschiffen gewisses Ungeziefer beheimatet sei. So ähnlich wie Ratten auf alten terranischen Schiffen. Vielleicht war das ja nicht möglich, aber ausschließen konnte man es auch nicht.
Ein weiterer Grund, nicht eingesperrt zu sein. Er grinste böse. Wenigstens Meier sollte man damit verunsichern können. Das war wohl ein probates Mittel, um ihm solche Eskapaden auszutreiben. Für Pliskin mußte er sich wohl etwas anderes überlegen.
Aber hoffentlich war die durch alle beschlossene Woche Arrest genug, um solcherart Zwischenfälle zu vermeiden.
Ansonsten mußten wirklich harte Konsequenzen gezogen werden, was bei einer so kleinen Einheit tödlich sein könnte.

Marlin
23.05.2005, 16:15
14. April 3065 Landungsschiff Kanton. Nadir von Wallacia


Nach 7 Sprüngen mit dem Sprungschiff „Fulton", einem alten Invasor, standen die neuen „Lords of Thunder" nun vor ihrem letzten Sprung nach Bad Freienwalde. Die Kanton hatte vor einigen Tagen zwei Raumfähren ausgeschleust, die bald wieder zurückkehren würden, nachdem sie einen Teil der Ladung gegen C-Noten oder andere Waren getauscht hatten. Währenddessen würde die „Fulton" ihre Ladungsspulen mit Hilfe des Sonnenwindes des Wallacia- Systems aufgeladen haben, damit sie den Sprung durchführen konnten.

Die Reise war zufriedenstellend verlaufen. Nach der Woche bei Wasser und Brot, Frederic hatte dafür gesorgt, daß einige „Lords" die Gefangenen mit etwas Essbarem versorgten, heimlich, versteht sich, waren die beiden Arrestanten geläutert. So schien es jedenfalls.
Auch die Stimmung der anderen Söldner hatte sich gebessert. Der Yu Huang von Cartwright hatte anfänglich die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, danach hatten Lehrgänge in Mech- und Gefechtspanzerungswartung die Aufmerksamkeit und Energie der Leute gebunden. Einzelne sportliche Herausforderungen in Schwerelosigkeit waren ebenfalls angesetzt gewesen. Und dazu hatte man sich mit dem Kapitän der „Kanton" einigen können, jeweils immer einige „Lords" auf die Planeten mitzunehmen, die durch die Fähren mit ihren Waren aus dem gewaltigen Laderaum der „Kanton" besucht wurden.

Frederic war nur einmal mit Ismail Beg in einer Fähre gewesen. Svensson und Knute hatte er dabei zu seinen heimlichen Stellvertretern erkoren, weil sie ihm am stabilsten erschienen. Keiner von beiden hatte etwas mit dem Bürgerkrieg am Hut und ihre Nationen, aus denen sie stammten, waren auch nicht involviert. Jedenfalls nicht offen.
Cartwright war durch seine Treue den Davions gegenüber ein unsicherer Kandidat, obwohl es bis jetzt keinen solcher Zwischenfälle mehr gegeben hatte. Zum Glück. Denn was außer die Beteiligten auszuschließen wäre wohl in Frage gekommen?
Hoffentlich gab es in den nächsten Tagen keinen Streß mehr. Das wäre nicht sehr professionell bei den alten Lords angekommen.

Er ging jetzt in sein Quartier, das er mit Cartwright, dem designierten Quartiermeister teilen mußte. Es war eng, aber zum Schlafen reichte es. Cartwright war ein höchst fähiger Kopf in fast allem, was er tat. Sein Organisationstalent und seine Weitsicht was Material betraf, machten ihn zum idealen Beschaffer und Verwalter für die „Lords".
In der letzten Zeit hatten sie sich aber nicht mehr viel zu sagen. Seit mehreren Wochen wäre wohl präziser.
Manchmal fragte er sich, warum er sich diesen Streß antat. Hätte er nur einmal gegenüber seinem Vater den Mund gehalten, als es um Politik und den Bürgerkrieg ging, er hätte bequem die verschiedensten Sternensysteme bereisen können.
Aber das war nun Spekulation.
In letzter Zeit wurde Frederic von einer gewissen Müdigkeit geplagt, die er der Langeweile zuschrieb. Die ewige Routine einer längeren Reise nagte nicht nur an seinen Nerven. Er konnte nicht einmal richtig an den Mechwartungen teilnehmen, obwohl er sich mühte, etwas dazuzulernen. Die drei draconischen Techfrauen waren hochprofessionell, auch wenn sie kaum mehr als nötig mit den anderen redeten. Ihren Anweisungen wurde Folge geleistet, während sie die Tests an den Mechs durchführten. Vor allem am Axeman gab es noch einige Probleme mit den Lasern. Aber die würden schnell behoben sein.
Alles in allem würden sie als Verstärkung nach Bad F. gelangen. Viel mehr war wohl auch nicht zu erwarten.
Nachdem er noch einmal seinen Funkspruch an Bulba und die alten Lords im Geiste durchgegangen war, legte er sich hin. Bis zum Sprung konnte er noch schlafen, danach würde er Cartwright, der sicher auch liegen wollte, ein wenig beobachten müssen. Seine TDS war doch recht unangenehm, vor allem für ihn selbst natürlich. Danach würde der Funkspruch abgeschickt werden. Kurz fragte er sich noch, wie das wohl ausgehen würde, dann schlief er ein.

**


Himiko schreckte auf, drückte den Knopf ihrer Uhr und der unangenehme Ton verschwand.
Sie rieb sich die Augen und musste lang gähnen.
‚Noch vier Stunden bis zum Sprung. Schichtwechsel.’ noch einmal musste sie gähnen ‚Ich muss aufstehen und mich anziehen, Yuko will sicherlich ins Bett.’
In dem Moment öffnete sich die Tür und Yuko Nomura schwebte in den Raum
„Zeit für dich Himiko", lächelte sie „du hast noch vier Stunden bis zum Sprung."
„Was hast du mir übrig gelassen? Oder kann ich mich ins Cockpit des Jinggau werfen und noch eine Runde Schlaf einlegen?", witzelte sie, während sie sich den Tech-Overal anzog.
„Nichts besonderes: Die Laser des Axeman müssen noch feineingestellt werden und die Systemanalyse gehört abgeschlossen."
Sie begann sich auszuziehen und auf die ersehnte Schlafperiode einzustellen.
„Ach ja und die Jungs am Sprungschiff geben eine kleine Fete am Gravdeck; ich soll dir ausrichten, dass du auch eingeladen bist."
Himiko blickte Yuko leicht säuerlich an: „Hmm, deswegen ist wohl die Sache mit der Lasereinstellung an mir hängen geblieben… Na egal, dann werd´ ich das mal erledigen und vielleicht dann noch kurz aufs Sprungschiff hinüber schauen…"
Die beiden verabschiedeten sich voneinander und Himiko begann ihren Aufgaben nachzugehen.
Anders als erwartet war Yuko wahrlich fleißig gewesen, hatte die störrische PPK am Warhammer neu justiert und auch sonst einige Fleißarbeiten verrichtet.
Sie stellte die Laser des Axeman neu ein, führte die Systemanalyse durch und als sie damit fertig war begab sie sich aufs Gravdeck um noch einen Schluck mit den Techs des Sprungschiffes zu trinken und vielleicht noch ein oder zwei Dinge zu tauschen.
Getauscht wurde dort jedoch nichts mehr bis auf Trinksprüche und leere Phrasen, jedoch es war lustig und eine willkommene Abwechslung.
„Noch zehn Minuten bis Sprung. Alle Mann auf die Stationen."
Schnell wich die ausgelassene Stimmung professioneller Betrieblsamkeit, als jedermann sich aufmachte um entweder seine Station oder einen sicheren Platz zu erreichen.
„Schon mal die Brücke eines Sprungschiffes beim Sprung gesehen Himiko?" Erkundigte sich Echmad.
Sie hatte den jungen Sensor-Tech erst eine Viertelstunde zuvor bei der Fete kennengelernt.
„Nein, aber das ist doch sicher nicht erlaubt… Ich will keine Probleme bekommen."
„Ach was! Wir sind ein ziviles Handelsschiff – da ist das nicht sooo genau." feixte er und zog sie mit sich.
Auf der Brücke angekommen rief er schnell: „Hey Chef. Ich hab die Tech von den Lords hier – darf sie uns zuschauen?"
Der Kapitän des Schiffes blickte kurz auf, hob eine Hand und brummte: „Greif nichts an und verhalt dich ruhig ok? Dann geht das schon."

„Segel komplett eingeholt und verzurrt. Sicherheitssysteme melden grünes Licht."
„Sprungroute berechnet und eingegeben. Navigation meldet grünes Licht"
„Erm Sensorstation besetzt.. Ja… Alles ok, grünes Licht." meldete der gestresste Echmad von seiner Station.
„Sprungantrieb zu 100% aufgeladen und meldet grünes Licht."

Von der gesamten Brücke kamen die optimalen Statusmeldungen; der Kapitän grinste: „Laydis… Sprung einleiten."
Er setzte sich nieder und hielt sich an dem Geländer an seiner Station fest.

Der erste Offizier zählte: „Sprung in fünf, vier, drei, zwei, eiiiiiiiiiiiiiiins.." In diesem Moment sprang das Sprungschiff mit seiner lebendigen Fracht nach BadF.

„Gut gemacht Leute. Echmad versuch gleich den Planetaren Funkverkehr rein zu bekommen, mal schaun was sich so auf BadF tut."
„Ich bekomme auch schon eine Meldung," fuhr Echmad auf, „Ich lege sie auf die Lautsprecher."
„Raumhafen an alle Sprungschiffe. Achtung, es befinden sich unidentifizierte, als feindlich einzustufende Schiffe im System. Wir raten zur sofortigen Abreise!.... Raumhafen alle Sprungschiffe,…"
„Schalten sie das ab", fuhr der Kapitän auf, „Sensorstation irgendwelche Kontakte? Und benachrichtigen sie die Einheitsleitung der Lords! Sie sollen sich bei mir…"
„Sensoren erfassen drei Landungsschiffe die sich nähern! Eines davon ist ein Bergeschiff!" Schallte es von der Sensorstation
„WAS??" Die Stimme des Kapitäns überschlug sich regelrecht.
„Ich empfange einen Funkspruch." ließ Echmad vernehmen. „Moment."
„… fordere ich Sie auf sich zu ergeben und Sprung- und Landungsschiff in unsere Befehlsgewalt zu übergeben. Anderenfalls sehen wir uns gezwungen Gewaltmaßnahmen zu ergreifen."
...
Ein Donnern ging durch den Rumpf als das Landungsboot gegen die Außenhülle des Landungsschiffes prallte.
Himiko lief durch die Gänge des Schiffes um zu den restlichen Techs zu kommen. An einer Kreuzung sah sie die Kampflanze an ihr vorbeilaufen. Alle hastig bewaffnet und angezogen. Sie musste bei dem Detail, dass Raiden bis auf die Shorts komplett nackt war, schmunzeln.
Plötzlich hörte sie über Kommlink die vertraute, jedoch harte Stimme von Will Trapper, der mehr oder weniger das Kommando über die Verteidigungsbemühungen übernommen hatte.
Sie lief weiter, stolperte und fiel hin.
Schnell richtete sie sich auf, nur um dabei in das V-förmige Visier eines Clan-Elementares zu blicken…
Panik brach über sie herein, als sie bemerkte, dass sie nicht mehr an Bord des Landungsschiffes war, sondern sich wieder auf Luthien befand.
Der Elementar hob die Hand und sie erkannte das MG, das unter der krallenbewehrten Hand montiert war.
Sie drehte sich um, ihr einziger Gedanke war die Flucht, doch plötzlich verspürte sie einen brennenden Schmerz im rechten Sprunggelenk, blickte hinab und sah, dass sie über einen Stein gestolpert war. Im Fallen spürte sie die Kugeln der MG-Salve an ihr vorbei zischen…

Himiko schreckte hoch, schlug sich den Kopf an einem Regal und sackte zurück in ihr Bett.
‘Schon wieder dieser Traum. Seit Outreach habe ich ihn fast jede Nacht. Verdammt, das kann es doch nicht geben! Außerdem, seit wann mischt sich Luthien da hinein? Ich will das nicht mehr!’
Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen und begann leise zu schluchzen.
„Geht es dir nicht gut? Kann ich dir irgendwie helfen Himiko-Sama?" hörte sie die besorgte Yuko aus dem unteren Stockbett leise fragen.
„Nein es geht schon. Danke. Nur wieder dieser Traum. Es ist schon fast so, als würde mir irgendetwas etwas mitteilen wollen."
„Versuche wieder zu schlafen Himiko. Morgen erreichen wir Bad Freiewalde. Vielleicht kannst du dir da einmal ein oder zwei Tage Urlaub nehmen…"
‚Urlaub. Ja das wäre mal eine gute Idee.’ dachte Himiko bei sich und schlief mit dem Gedanken ein…

Striker
09.09.2005, 00:31
Marines Propaganda Corps
Sergeant Major of the Marine Corps
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Operation Ambassor Corps

Das USMC sucht fähige Männer.
Männer die die Gefahr nicht scheuen, das Abenteuer lieben und gute diplomatische Fähigkeiten sowie gute Kenntnisse in der Englischen Sprache haben.
Freedom is not Free!
Was macht Du für den Frieden in der Inneren Sphäre?
Wir wollen den Frieden erreichen. Nach dem Bürgerkrieg zwischen den Häusern Davion und Steiner treten wir in ein neues Zeitalter. Ein Zeitalter der Veränderungen.
Neue Mächte schreiben Geschichte, schreiben die Geschichte und die Gegenwart um.
Bist Du bereit? Bist du bereit die Geschichte zu formen? Ein Teil von ihr zu werden?
Wenn ja tritt den Embassor Corps der Marines bei. Nur mit den Clans werden wir den ewigen Frieden erreichen und die Inneren Feinde besiegen.
Die Freiheit ist nicht frei!
So haben es schon unsere Vorväter von Terra erkannt:

"Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin - dann kommt der Krieg zu Euch! Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen: Denn wer den Kampf nicht geteilt hat, der wird teilen die Niederlage. Nicht einmal Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will, denn er wird kämpfen für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

Bertolt Brecht (1898 - 1956)

Joint he Ambassor Team, for Freedom in the world!

Gez. SgtMajMC Striker