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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lords of Thunder - Outreach


Marlin
22.04.2004, 20:28
Hier kommen alle Geschichten rein, die auf Outreach spielen.
Bitte etwas Geduld.

Für alle RS- Fehler übernehme ich die Verantwortung. Der Inhalt geht zu Lasten der jeweiligen Verfasser. 8)

*********************



Nachdem Iroquois seine Nachricht an die „Lords of Thunder" abgeschickt hatte, nahm er ein Taxi zurück zum Hangar.
Er wollte ein wenig an seinem Mech arbeiten.
Er hatte einen Platz auf dem Trainingsgelände ergattert und den wollte er nun ausgiebig nutzen.


Nach einigen Simstunden und einer erfrischenden Dusche suchte Cartwright nochmals die HPG-Station auf... Ist eine Antwort für mich eingetroffen, für Cartwright, Drustran??", fragte er. Nach einem kurzen Blick verneinte der Techniker, hakte aber nach: "Was ist denn an dieser Einheit...Sie sind der dritte Bewerber in den letzten 24 Stunden.." "Interessant, wer hat sich denn noch beworben?", fragte Drustran. "Naja..., Sie, dann ein ehemaliger Marik- Milizionär und eine weiterer Ex-Davion-Soldat... ich glaube auch einer von den Guards..." "Wissen sie wo eine der Personen sich befindet??" „Der letzte ist vorhin raus... hat etwas von Hangar und Training geredet..." „Vielen Dank." Cartwright schob dem Tech eine 20 C-Note zu...
"..schönen Tag noch..."
Drustran machte sich auf den Weg zum Mechhangar, begierig einen vielleicht zukünftigen und ehemaligen Kameraden zu treffen....
Als er am Hangar ankam, schaute er sich um, vielleicht entdeckte er die gesuchte Person ja ohne Hilfe, aber die Menge an Techs und Mechkrieger machte seine Hoffnung schnell zunichte und er wandte sich zu einem Tech, der gerade wütend einem Mechjockey die Meinung sagte. Nachdem der Tech gerade die letzten nicht jungendfreien Bemerkungen ausgestoßen hatte, drehte er sich um und bellte: "Was wollen Sie denn??" Drustran blieb gelassen. "Ich suche einen Mechkrieger aus dem Davionraum, wahrscheinlich ehemals Davion Guard, haben sie jemanden passendes gesehen?"Dabei drückte er dem Tech eine 50 C-Note in die Hand. "Als Erinnerungshilfe.." Der Schein verschwand ziemlich schnell in einer der tausend Taschen des Overalls und die Hand zeigte tiefer in den Hangar. „Entweder Bucht 23b oder 25a in beiden steht ein Davi, aber ich glaube der in 25a war bei den Guards." „Vielen Dank." verabschiedet sich Drustran von dem älteren Tech und ging in den Hangar..
Drustran liebte diesen Anblick... die Reihen der aufragenden Mechs raubte ihm seit seiner Ausbildung den Atem, und er wusste, das er nicht der einzige war, dem es so erging, wenn man die Reihe dieser Titanen des Schlachtfeldes entlangschritt. beinahe wäre er an der besagten Bucht vorbeigegangen, doch ein Fluch von oben holte ihn zurück in die Wirklichkeit... er schaute sich kurz um, um sich zu orientieren und schaute dann nach oben zu der Quelle des Fluches... Neben der Cockpitluke eines Warhammer-9D stand ein Tech und schien gerade eine heftige Auseinandersetzung mit dem Mechkrieger zu haben....


"ES IST MIR SCHEISSEGAL OB DAS FÜR SIE ÜBERSTUNDEN BEDEUTET, MR. IST DER VON MIR GEFORDERTE UMBAU MÖGLICH ODER NICHT"?

„ÄHH; JA SIR, ER IST MÖGLICH. Obwohl ich verdammt nochmal nicht weiß wieso sie das wollen. Einen Feuerleitcomputer auszubauen, sowas würde mir nicht mal im Traum einfallen."

"HÖREN SIE. DER FEUERLEITCOMPUTER MAG JA EIN SCHÖNES SPIELZEUG SEIN, ABER ER VERHINDERT DAS DER HAMMER SEINE ALTE FEUERKRAFT ENTFALTEN KANN. WENN ES EINE FRAGE DES GELDES IST, JEDER VON IHNEN ERHÄLTt TAUSEND C-BILLS ZUSATZ, WENN DIE VERÄNDERUNGEN SO SCHNELL WIE MÖGLICH VONSTATTEN GEHEN."

"Warum sagen sie das nicht gleich Sir, OKAY LEUTE, WIR HABEN EINEN WARHAMMER UMZUBAUEN".

‘Na also’, dachte sich Iroquois. Das wäre erledigt. ‘Aber solange der Umbau läuft, werde ich nur im Simulator trainieren können.’

Dann fiel ihm ein Mann auf, der vor seinem Hammer stand. Er trug die Uniform eines Mechkriegers und Iroquois konnte die Abzeichen der Assault Guards sehen.

"Na da hol mich doch..."

Er schwang sich vom Gerüst runter.

"Guten Tag Kamerad, kann ich dir irgendwie helfen"?

Nach einer schnellen Musterung seines Gegenübers streckte Drustran die Hand aus und beim Händschütteln begann er: "Hallo," nach einer kurzen Vorstellung kam er direkt zur Sache: "Ich hab gehört, du hast dich auch bei den Thunders beworben, stimmt das??" nach dem bestätigenden Nicken fuhr Drus fort: "Ich hab davon gehört, als ich nach ´ner Antwort der Jungs gefragt hab.... wir sollten uns besser kennenlernen, denn wenn es klappt mit der Anstellung, werden wir zusammenarbeiten müssen..." mit dem Blick zu dem Hammer "wahrscheinlich sogar in einer Lanze, da wir das schwerste Mechkontigent stellen, abgesehen vom Crusader des Captains... willst du bei dem Umbau dabei bleiben?? Ansonsten lade ich dich zu einem Drink ein... ich hab gehört, die Techs hier sollen nicht schlecht sein.... da würdest du nur im Weg stehen.
Ich hab in zwei Stunden eine Simsitzung, willst du mitmachen.... ich muss gegen einen Orion und einen Awesome antreten und mein Simpartner hat vorhin einen Kontrakt bei den China Banditen bekommen... also, Interesse??"

"So, ein Mitbewerber?
Freut mich. Ein Drink hört sich sehr gut an.
Ich kenne eine kleine Bar hier in der Nähe, gehen wir?
Eine Simsitzung ist zwar kein Ersatz für das Trainingsgelände der Dragoner, aber besser als nichts, bin dabei.
Was für einen Mech führen sie denn?"

Sie kamen zur Bar und traten ein.

Dann gingen sie direkt zur Theke:

"Tag, ich hätte gern einen Scotch, Single Malt, einen doppelten wenn's geht und für meinen Freund hier..."

"Das gleiche bitte."
Nachdem der Tender die zwei Gläser auf die Theke stellte, nahmen die beiden ihre Drinks und gingen zu einem nahen Tisch...
Man prostete sich zu und trank. Drustran genoss den Geschmack des Scotches.... ‘Könnte glatt von Northwind sein’, dachte er sich, bevor er sich seinem Tischpartner zuwandte: "Bitte nennen sie mich Drustran...ich hasse es wenn man mich siezt... ich führe einen Gunslinger und ich liebe ihn. Hat mir auf McAlister bei Bulldog die Haut gerettet..der Mech war eigentlich nach dem Schlagwechsel mit dem Masakari und dem Ryoken Schrott, doch ich hab ihn abgekauft und wieder zusammenflicken lassen. Ein Glück, ansonsten wäre ich ein Entrechteter." Beiden ging ein eiskalter Schauer über den Rücken und sie tranken noch einen Schluck... "und du?"

„Wenn das so ist, Drustran.
Auch ich kann das nicht leiden. Pliskin oder besser noch Snake reicht vollkommen. Das ist mein Callsign, Snake.
Einen Gunslinger?
Hat eine gute Schlagkraft das Gerät, aber ist er nicht ein bisschen schwerfällig?
Ich führe jetzt seit einem Jahr diesen Warhammer, bin aber ein wenig unzufrieden mit dem Muster. Sicher der Targeting Computer ist ein schönes Spielzeug und die Geschwindigkeit stimmt auch, aber nur mit je zwei PPC und ER MEDs bewaffnet reicht er nicht mal mehr entfernt an den alten Hammer ran.
Deshalb dieser Umbau. Auch ich habe schon gegen die Clans gekämpft. Während Bulldog gegen die Parder. Damals führte ich noch Thunderbolt. Aber die Parder haben ihn mir gründlich zerschossen, jedoch nicht bevor ich nicht noch drei von ihnen mitnahm.
Dank diesen Leistungen hat man mir einen der neuen Warhammer 9D gegeben.
Nun, nach einem kleinen Problem mit einigen Offizieren verließ ich die Guards und bin nun hier gelandet.
Wie war das bei dir, Drustran?"


Er trank sein Glas aus.

"Jaja, Bulldog war ´ne üble Sache... hab ein paar gute Freunde verloren....aber das war mal...mein Callsign ist Drus.... hab ich noch aus meiner Kadettenzeit...
Ich hab meinen Abschied aus freien Stücken eingereicht, ich konnte nicht mehr die Befehle dieser falschen muttermordenden Schlage befolgen, die Viktors Thron gestohlen hat, und zwar beide, wenn du mich fragst..., aber ich weigere mich in einen Bürgerkrieg reingezogen zu werden... das ist kein Krieg, das ist die Hölle... " Drustran starrte auf das leere Glas... "Ich will nicht gegen meine alten Kameraden kämpfen müssen... etlichen bin ich viel schuldig... nicht zuletzt mein Leben, da kann ich nicht gegen sie kämpfen. Naja, ich hab meine Entscheidung getroffen, mein Vater hat zwar getobt und gedroht, mich zu enterben, wenn ich Haus Davion in dieser Stunde der Not verrate... aber ich glaube, ich hab das richtige gemacht.."

Marlin
22.04.2004, 20:29
Ein Blick auf seinen Armbandcomp und er seufzte...
"Naja, muss noch nach meinen Mech sehen..., denk an das Simgefecht, sei pünktlich..." er nannte Snake die Hallennummer, legte ausreichend Geld auf den Tisch und stand auf. "Oder willst du mitkommen... ? Müsste noch die eine Laserkuppel neu kalibireren, und dafür sind mir die Techkosten hier zu hoch.", endete er mit einen kurzen Lachen. „Sag mal, woher kommst du eigentlich?"

„Woher ich komme? Alcyone. Ein recht nettes Fleckchen.
Ja ich komme mit. Dürfte eh noch dauern, bis die Umbauten abgeschlossen sind. Voraussichtlich kann ich erst in ein paar Tagen damit rechnen."

Er bezahlte seinen Drink und ging dann mit Drustran zusammen zur Halle.

„Übrigens, was für eine Waffe verwendest du, wenn du außerhalb deines Mechs bist?"

„ Ich komme von New Avalon. Ja ich denke damit sind die Techs mehrer Tage beschäftigt... und was die Waffe angeht..." bei diesen Worten greift er an sein Holster und zieht eine nicht dem üblichen Standard entsprechende Laserpistole. "..die gehörte dem Ryoken Parder, nachdem mein Mech vom Masakari zerlegt wurde bin ich ausgestiegen und in der Nähe des Ryoken gelandet... ich wollte mich dort verstecken, bis sich das Mechgefecht verlagert hat, als dieser Mistkerl das Feuer eröffnet...er hat meine Schulter erwischt, so das ich meine Sunbeam fallen lies, und er kletterte aus dem Cockpit... ich sag dir, Claner sind zähe Schweine.. seine linke seite war verbrannt, aber ihm hat es nichts ausgemacht... er wollte gerade abdrücken, als eine LSR in der Nähe einschlug... er wurde von der Druckwelle von der Kanzel geschleudert und ich hab ihn dann mit meinem Messer erwischt.... ist ein schönes Erinnerungsstück, die ER-Laserpistole.. hat ne Reichweite von 300 Metern... und du, auf was verlässt du dich?"

Snake grinste.
„Ich verlasse mich auf die hier:"
Mit diesen Worten zog er eine recht große Pistole aus seinem Holster. Sie glich keinem Modell das Drustran kannte.
"Wundert mich nicht, das du so was nicht kennst. So was siehst du normalerweise nur in einem Museum.
Das hier ist ein Nachbau einer alten SOCOM.
Es ist eine Special OPs Kommandopistole im Kaliber 45.
Sie ist standardmäßig mit Laservisierung ausgestattet und man kann einen Schalldämppfer anbringen. Das Magazin verfügt über zwölf Schuss.
Sie ist vielleicht ein bisschen groß, aber man kann ihr vertrauen.
Ich habe sie von einem alten Freund aus den Guards, der die Dinger sammelt. Die Munition stelle ich selbst her. Nettes kleines Biest, nicht wahr?"

"Sieht gut aus und hört sich auch gut an, aber nicht mein Fall... in dem Bereich verlasse ich mich auf Laser.. Ok.... wir sind da... das ist mein guter Joseph Cartwright....aber ich nenne ihn kurz Joe...." dabei tätschelte er den Fuß seines 85 Tonnen schweren Mechs.... „Benannt nach dem zweiten Premierminister New Avalons.. dessen einzige Handlung darin bestand, einen DuVall als Stellvertreter zu benennen..." Er deutete auf den Wagen in der Ecke... da ist das Werkzeug, ich gehe schon mal ins Cockpit.".... damit begann er den Aufstieg.....

Eine Stunde später waren die beiden fertig, die Laser neu kalibriert.... "Passend.." meinte Drustran "wir haben noch ne viertel Stunde zum Duschen und zum eintreffen.... machen wir uns auf die Socken..." dabei schlug er Snake freundschaftlich auf die Schulter..er mochte Snake irgendwie....

Nach einer ausgiebigen Dusche gingen sie in die Halle.

Sie machten sich für die Sim - Kämpfe fertig, als ihre Gegner eintrafen.

Beide waren Mitglieder der Dragoner.

‘Na das kann ja heiter werden’, dachte sich Snake.
"Hey Drustran..., was hältst du davon wenn wir unser Feuer zunächst auf den Awesome konzentrieren.
Von den beiden ist das der gefährlichere, dann kümmern wir uns um den Orion, ich denke das wird die beste Taktik sein, oder?"

"Ich denke du hast recht.... ich wusste nicht, daß ich gegen Dragoner antreten sollte... ich dachte die wären aus der Liga... sind doch typische Ligistenmechs..." Drustran rechnete sich die Chancen neu aus... auf einmal neigte sich die geistige Waage in Richtung Gegner, als er die neuen Fakten einbezog... "Sieht nicht gut aus, Snake.... auch wenn wir das Feuer konzentrieren, der Orion wird uns in der Zwischenzeit mit LSR und Gauss zusetzten.... ich hoffe, daß uns das Gelände wenigstens etwas gewogen ist. Hast du ihre Abzeichen gesehen, Zeta... die verstehen was von ihrem Fach..." Sie gingen beide mit einem unguten Gefühl im Magen zu den Simulatoren... „O.K.", meinte Drustran "wir sollten uns erst mal das Gelände anschauen.... in meinem Gunslinger ist ein Wächter drin, das dürfte uns etwas Zeit geben, sofern es kein offenes Gelände ist."

Als sie im Simulator waren und das Programm startete, erschien vor den beiden ein dichter Wald...Drustran rief die Karte des Gebiets auf und öffnete einen Komkanal..."Sieht nicht gut aus... der Wald ist nicht sehr tief und dann kommt eine freie Fläche bis zu dem Dorf.... ich schätze da sind die Dragoner!"

"Denke ich auch. Aber Moment:

Da ist ein kleiner Hügel, nicht weit entfernt. Mein Hammer ist schnell genug um die Deckung zu nutzen. Ich werde versuchen, das Feuer zunächst auf mich zu ziehen. Mein Hammer durfte schnell genug sein um ihnen die Ortung zu erschweren. Während sie auf mich feuern brichst du aus dem Wald und eröffnest das Feuer auf den Awesome. Ich werde auch auf ihn feuern, mit meinen PPC.
Snake aus. "

"Ok... beeil dich.... ich fahre den Mech auf Minimalleistung..... vielleicht können wir sie so überraschen... ich meine, wenn wir sie noch nicht orten, dann können sie uns auch noch nicht orten...
Drus aus."
Zumindestens hoffte das Drustran und fuhr den Mech auf Minimalleistung....just in time, wie es sich herausstellte, da die Simleitung den Kampf startete...
Snake beschleunigte seinen Hammer und rannte in voller Fahrt zum Hügel. Er konnte dabei das gesamte Gelände überblicken.

"Drustran, ich hab hier was. Nicht weit von diesem Hügel entfernt liegt eine kleine Ansammlung von Häusern. Noch keine Spur von unseren Gegnern. Ich denke du kannst raus.. Snake aus."


Kaum hatte der Feuerwechsel begonnen, stürzten sich die Dragoner in Richtung Warhammer, Drustran wusste, Snake verließ sich auf ihn... aber wenn er noch einen kleinen Moment warten würde, käme er dem Awesome in den Rücken.... er hoffte, Snake sähe es ebenfalls und lenkte sie weiter ab und hält durch.... und in der Tat bewegt sich der Hammer weiter auf den Hügel zu und zwingt die Dragoner, Drustran immer mehr von der Rückenpanzerung zu zeigen... der Orion schoß gerade eine LSR Salve und schickte eine Gausskugel in Richtung Hammer.... allerdings verfehlten die Hälfte der Raketen und die Kugel den Mech... der Rest war Panzerungsschaden. doch dann drehte der Orion sich wieder dem Wald zu... "Verdammt ein ON2-M" dachte Drustran und sah nur eine Chance.
Er fuhr den Reaktor hoch und beschleunigte den Mech durch den Wald. Er sah wie der Awesome stockte, als er nach einem erneuten Treffer der PPC des Hammers das Gleichgewicht zu halten versuchte...Drustran richtete die beiden Gausswerfer aus... er hatte nur diesen Schuß; die Medium Laser wollte er sich für den Orion aufheben... das goldene Fadenkreuz zeigte eine Erfassung und in dem selben Augenblick löste er die Gaussgeschütze aus.... Die eine Kugel schlug in den rechten Arm und raubte fast zwei drittel des Schutzes an der Stelle, doch die andere schlug in der Rückenpanzerung des rechten Torsos ein... und verschwand im Inneren... sofort stieg die Wärmeortung des Mechs an...Drustran hatte anscheinend die Abschirmung erwischt....

Er jubelte innerlich, wurde jedoch schnell in die Realität zurückgeholt, als Raketen auf dem oberen Rumpf und Cockpit einschlugen... die Impulslaser des Orion fraßen sich in den Torso und den linken Arm seiner Maschine und das Gaussprojektil zertrümmertet die Beinpanzerung. Das war zuviel des Guten. Er versuchte krampfhaft den Mech auf den Beinen zu halten, aber der Spurt und der Schaden, unter anderem die Treffer am Cockpit, machten es unmöglich, den Mech auf den Beinen zu halten. Er stürzte nach hinten in den Wald....

Snake bekam mit, wie der Gunslinger fiel.

Zum Glück war der Awesome heiß und konnte nun kaum noch eingreifen. Das gab Snake die Gelegenheit, die er brauchte.. er ließ den Awesome links liegen und bewegte sich mit Höchstgeschwindigkeit in Richtung Orion. Der Awesome feuerte dennoch und Pliskin betete, daß die Panzerung hielt. Eine der PPC traf das rechte Bein, die andere ging vorbei. Glück gehabt. Snakes Rechnung ging auf. Er war im Rücken des Orion und ließ eine tödliche Breitseite aller verfügbaren Waffen los...

Die erste PPC ging vorbei, aber die zweite verflüssigte die Panzerung über dem rechten Torso der Maschine. Einer der Laser schlug ebenfalls hier ein, die anderen drei verteilten sich über den Center Torso und den linken Arm. Dann kamen die Raketen, Wie blutgierige Muränen schossen sie aus den Rohren und schlugen im Gegner ein. Eine flog direkt durch das Loch im rechten Torso und detonierte im Innern. Eine Reihe von Sekundärexplosionen folgten. Offenbar hatte die Rakete die Kondensatoren des Gausgeschützes gesprengt und damit auch die Komponenten des Reaktors in diesem Torso. Der Orion stockte kurz, dann fiel er um.

Iroquois konnte die Reaktorstillegung jedoch nicht mehr abwenden. sein Mech war zu heiß. Mit einem brennen in den Augen erzeugt durch den Schweiß verfolgte er den Awesome, wie er in Position ging.

Er hoffte, daß Drustran in der Zwischenzeit aufstehen konnte...

Der Awesome, gerade noch zu seinem Peiniger drehend, hielt inne und wendete sich der neuen Bedrohung zu, den Gunslinger wegen fehlender Aufstehversuche als Ausfall abschreibend. doch das war ein großer Fehler.... Drustran versuche gar nicht erst wieder auf die Beine zu kommen... er hatte sogar das Gefühl, daß der Sturz in den Wald das Gyro in Mitleidenschaft gezogen hatte. Langsam richtete er die Waffen aus, ohne die Sensoren, damit der Feind nicht auf sein Tun aufmerksam wurde.... der Awesome war heißgelaufen, so das er nur zwei PPCs feuerte...
Bevor Drustran reagieren konnte, spürte Pliskin wie der Bote näher kam. Sein Mech hatte sich nicht wieder eingeschaltet. Er konnte sehen wie sich die PPCs auf ihn ausrichteten. Zwei feuerten kurz darauf...

Die erste verfehlte ihn, die zweite schlug dafür im Kopf ein. Snake zuckte zusammen.
Der Simulator meldete seinen Tod.

Doch die Zeit hatte Drustran gereicht, er feuerte die beiden Gaussgeschütze und die vier M-Laser auf einmal.... zwei der Laser gingen vorbei, die anderen beiden trafen auf das rechte Bein und verkochten dort Panzerung.... die erste Gausskugel, eigentlich auf das Loch der Rückenpanzerung gerichtet, schlug in den beschädigten rechten Arm und riss ihn ab... die letzte Kugel fand jedoch die Bresche im Rücken des Todesboten... und zertrümmerte dort Wärmetauscher und die Rest de XL Engine in dem Bereich.... auf den Sensoren leuchtete der Todesbote einmal hell auf und erlosch dann, eine Reaktorexplosion durch Überwärme und ein zusammenbrechendes Eindämmungsfeldes simulierend! Drustran atmete erleichtert aus... er hatte nicht gemerkt, daß er die Luft angehalten hatte.

Marlin
22.04.2004, 20:30
Als Snake und Drustran aus dem Simulator ausstiegen, erwarteten sie schon zwei Techs mit den Aufzeichnungen des Gefechtes und einem Gesamtbericht. Darauf stand:
Snake Pliskin (Warhammer-9D) Mech bergbar, jedoch ausgedehnte Reparaturen nötig... Pilot: tot.

Drustran Cartwright (Gunslinger 1ERD) Mech bergbar, leichte bis mittlere Reparaturen von Nöten... Pilot; zu 95% von der Hüfte an abwärts gelähmt.

Bei den Dragonern: Orion: schwere interne Schäden, Awesome nicht wieder verwertbar und ein Pilot tot.

"Tja, ich denke wir sollten an der Teamarbeit noch arbeiten", war Snakes einziger Kommentar zu den Ergebnissen.
Drustran nickte nur.
"Ich bezweifle das wir so ein Manöver jemals in einem realen Gefecht hinbekommen würden...
Sei's drum. Ich brauche jetzt ne Dusche."

"Da hast du recht.... naja... wir haben ja zeit bis wir ne Antwort bekommen... wir sollten weiter trainieren, es waren doch ein paar gute Basen da, da wir bei ähnlichen Einheiten waren.... oh ja, ne Dusche...." er bekam einen verträumten Blick....dann wieder normal, mit einem breiten Grinsen.... "ok, auf dich wartet die Urne und auf mich der Rollstuhl, auf gehts!" er nahm seine Sachen und ging Richtung Duschräume....

Nach der Dusche entschied Pliskin daß er Hunger hatte.

"Ich denke es ist Zeit für's Mittagessen, oder was meinst du Drustran?"
"Gute Idee, Snake.... ich hab Kohldampf...." Er trocknete seine Haare und fing an sich anzuziehen...
"Ich kenne da ein gutes Restaurant... und dann können wir ja noch mal bei der HPG Station nach einer Antwort fragen, ich brauche ´ne Anstellung! "

„Nichts was ich lieber täte.."

Nachdem die beiden fertig waren, machten sie sich auf den Weg zu dem besagten Restaurant... dort angekommen, bestellte sich Drustran ohne auf die Karte zu schauen die Spezialität des Hauses und einen Scotch, Single Malt. dann schauet er sich fragend zu seinem Begleiter um...

„Hört sich gut an, ich nehme dasselbe."

Nachdem der Kellner das Essen gebracht hatte konnte Snake nur noch ein Wort herausbringen:

"Mahlzeit".

"Mahlzeit", erwiderte Drustran und er begann zu Essen.

Nach dem Essen griff Snake in eine seiner Taschen und holte eine Packung Zigaretten hervor.

„Stört dich das? Schlechte Angewohnheit von mir, aber ich habe sie als Glücksbringer immer dabei, mal ganz davon abgesehen daß sie auch nützlich sein können."

Er zündete sich eine an und nahm einen tiefen Zug.

„Nein, stört mich nicht..." er bestellte sich noch einen Scotch, griff in die Brusttasche und holte eine Packung Kaugummi hervor. Nahm einen Streifen raus und versenkte die Packung wieder in der Brusttasche. Dann wartete er kauend auf seinen Scotch!

Snake schaute auf seinen Armbandcomp.

"Ich glaube wir sollten noch mal zur Comstar Anlage, vielleicht haben wir ja nun ´ne Antwort."

"Ok, Snake... gehen wir.... aber wenn das bald nichts wird, müssen wir uns nach was Neuem umschauen.... mein Geld reicht nicht ewig und die Kosten, einen Mech hier zu parken sind ja astronomisch..."

Die beiden standen auf und machten sich auf den Weg.
Snake rief ein Taxi und zusammen fuhren sie zur HPG Station.
Als sie ankamen herrschte dort ein reges Treiben. Offensichtlich waren in der Zwischenzeit auch andere Söldner hier, die Bewerbungen an andere Einheiten schickten und auf Antwort warteten. Sie reihten sich in die Schlange ein.

"Na, das könnte etwas dauern."
Als Drustran die Schlange sah, stöhnte er auf und verabschiedete sich innerlich von den restlichen Plänen für diesen Tag. Er reihte sich mit einem Nicken ein und antwortete mit einem einfachem "Leider."

Es dämmerte schon als Snake und Drustran endlich dran waren...
Nur um zu erfahren, das es noch keine Antwort gab.
Ein wenig verärgert verließen sie die HPG Station.

"Was machst du noch heute?
Ich werde nochmal kurz nach meinem Hammer sehen und dann gehts ins Hotel. Hoffe mal der Umbau verläuft gut."

"Hab nichts vor... wenn du nichts dagegen hast komme ich mit zum Hammer!"

„Nein, warum sollte ich was dagegen haben."
So fuhren sie zurück zu den Wartungshangars.

Als sie bei der Bucht des Hammers ankamen, waren die Techs noch bei der Arbeit.
"Ah, Mr Pliskin. Sie sehen nach ihrem Mech, ja? Keine Sorge, in spätestens 1 1/2 Tagen ist er fertig."
Snake schaute zu seinem Hammer.
Die Panzerung des Torsos war entfernt und er konnte sehen, daß zwei weitere mittlere Laser bereits installiert waren.
"Gut, fehlen nur noch die Raketen, oder?"
"Ja, und die CASE Lager. Nebenbei: ´ne schöne Maschine. Schnell und wendig. Und nach ihren Umbauten hat er noch ´nen schönen Punch."
"Na das will ich hoffen. Man sieht sich."
So verließen sie den Hangar wieder.
"Ich gehe jetzt ins Hotel. Wir sehen uns morgen wieder, nehme ich an. Nacht."
"Ja....denke schon... gute Nacht...." und Drustran fuhr in sein Hotel...

Am nächsten morgen stand Snake zeitig auf, eine Angewohnheit, die er noch von den Guards hatte.

Nach dem Frühstück begann er mit den morgendlichen Übungen.

Dann, nach einer halben Stunde nahm er dann ein Taxi zum Hangar um nach seinem Hammer zu sehen.
Die Techs waren wieder bei der Arbeit.

Der Umbau machte Fortschritte.

Dann fuhr er zum anderen Hangar, wo Drustrans Gunslinger stand, in der Hoffnung ihn hier zu treffen...

Als Snake zu dem Gunslinger kam, sah er Drustran in die Wartungsklappe auf der rechten Seite reingebeugt stehen....

"Heda," rief Snake.
"Wie war die Nacht?"
Ein hallendes "Gut." ertönte aus der Luke und Drustran drehte sich um. "und selbst?"
„GUT, kann man dir helfen?"
„Nicht wirklich.... hab gerade einen Check gefahren....
Alles im grünen Bereich... und wie sieht es mit deinem Hammer aus?
Wird schon. Voraussichtlich morgen wird er fertig sein.
Hoffe, wir kriegen bis dahin ´ne Antwort."

"Ja, hoffe ich auch.... wird mal Zeit das die Jungs was hören lassen...." er schloss die Wartungsluke und machte sich auf den Weg nach unten.

Snake wartete geduldig, bis Drustran unten war.


Drustran kam unten an, zog das Päckchen Kaugummi und nahm sich eins, dann bot er eins Snake an... "Naranjigeschmack"
"Danke, warum nicht.
Hör mal, wir haben noch Zeit, oder?
Was hältst du davon, wenn wir heute den Schießstand unsicher machen
Ich muss mit der hier mal wieder ein wenig üben."

Bei diesen Worten streichelte er die Socom in seinem Holster.
"Wieso nicht.... hab eh nichts besseres vor! Ich sollte
meine Treffsicherheit auch mal etwas verbessern." er stecke die Kaugummies weg, packte seine Sachen und die beiden machten sich auf den Weg.

Marlin
22.04.2004, 20:32
Als Snake und Drustran am Schießstand ankamen, war kein reger Betrieb.
Fast alle Felder waren frei.

"Also, was wollen wir, der normale Schießstand oder wollen wir den "Spießrutenlauf" machen?
Ich bin erst mal für normales Training."

Und so ging er Richtung Schießstand 1.

Drustran grinste nur, dann sagte er: " Zum Aufwärmen reicht es... aber nachher müssen wir noch über die Strecke! Ich brauche die Übung!" Dann folgte er Snake zum Schießstand 1
Sie kamen zum Schießstand, wo sich Snake als erstes einen der Ohrenschützer griff und ihn Drustran zuwarf, dann nahm er einen zweiten für sich.
So ausgerüstet ging Snake zur ersten Bucht. Und schoss auf 30 Meter.

Snake zog seine Socom aus dem Holster, zielte und schoss fünfmal.
Dann ließ er die Zielscheibe zurück kommen, um sein Ergebnis zu begutachten. Eine 10 im Kopf, drei weitere Zehnen in der HErzgegend, sowie eine 9 im Kopf.

"Hm, nicht übel, oder was meinst du, Drustran. Du bist dran".

Snake hing eine neue Zielscheibe auf und ließ sie ebenfalls auf dreißig Meter fahren.

"Nicht schlecht, Snake. Mal sehen wie ich heute drauf bin."
Drustran zog seine Laserpistole, spottete noch: "Ich hoffe die Pistole ist mit 30m nicht unterfordert" und zielte. Fünfmal ertönte ein lautes Sirren als der Kondensator der Batterie die nötige Energie freigab und fünfmal erzeugten die Lichtemissionen den Eindruck eines sichtbaren roten Laserstrahls. Dann holte sich Drustran die Scheibe zurück: 5 Löcher waren eingebrannt, eines knapp über dem Kopf, eines in der Stirn, eines auf Mundhöhe, eines im Kehlkopfbereich und eines knapp unter dem Brustbein. "Verdammt" fluchte Drustran, die sollten alle in den Kopf." er fuhr sich frustriert durch die Haare. "Heute ist nicht mein Tag." und hing eine neue Scheibe auf...

Snake übernahm wieder.
"Probieren wir jetzt mal 50 Meter."

Er stellte die Entfernung ein.
Dann legte er wieder an:
Diesmal sieben Schüsse, was das Magazin seiner Waffe leerte.
Dann zog er die Scheibe wieder ein.

Das Ergebnis war:

1mal zehn Kopf
1mal 9 Kopf
2mal 8 Kopf
1mal Zehn Körper
1mal 9 Körper
1mal 8 Körper

Alle 7 Treffer würden sofort zum Tode führen.

"Du bist wieder", und er hängte eine neue Scheibe auf, wieder auf 50 Meter.

Drustran zielte wieder, gab wieder fünf Schüsse ab, was die energiezelle entleerte und holte die Scheibe ran... alle Löcher waren nun im Kopf, zwar etwas verstreut, doch jeder hätte zum Tod geführt, wenn der Kopf nicht zu stark geschützt wäre.... " wird langsam besser, vielleicht sollte ich mal einen Check meiner Sensoren Typ 1.0 vornehmen lassen." scherzte Drustran, merke es sich aber mal vor, sicher ist sicher. Dann tauschte er die Scheibe und ging auf 100m. "Bitte."

"100 Meter????
Na schön Drustran."
Snake wechselte das Magazin und trat an den Schiesstand.
Er legte an, zielte und schoss, wieder 5mal.
Dann holte er die Scheibe zurück.
Wie erwartet:

je 1mal 9 und 8 Körper, zwei mal 6 Körper und 1mal 5 Körper.

"Tja, auf 100 Meter mit einer Projektilwaffe, da verzieht man sehr leicht. Auf diese Entfernung ist ein Laser natürlich von Vorteil."

Er wechselte die Scheibe und liess sie auch auf 100 Meter einrasten.

"Du wieder, und dann sollten wir uns an den Spießrutenlauf wagen."

Drustran wechselte die Energiezelle, steckte die alte in ein dafür vorgesehenes Ladeterminal. "Der Pilot hatte nur ein Ersatzmagazin dabei, und die sind nicht grade kompatibel mit den Powerpacks aus unseren Werken...", erläuterte er.

Diesmal schoß er alle zehn Schuß auf einmal.... holte die Scheibe heran... "Verdammt" fluchte er, "ich hatte das Ding doch im Visier." es waren drei Körperteffer im Bereich der linken Schulter und zwei Nieten... am Kopf war es schlimmer: ein Treffer, ein mit Wohlwollen ausgelegter Streifschuß und drei Nieten.
"Ich sollte wirklich einen Arzt aufsuchen... Das war beim letzten Schießen nicht so übel..."

Na, komm, Drustran. Das wird schon. Auf dem Parcours schießen wir auf maximal 40 Meter.

"Na gut, aber wir müssen warten bis die Batterien aufgeladen sind... Sorry!"
"Okay Drustran. Gehen wir."

Sie machten sich auf den Weg zum Parcours.

Hier war schon etwas mehr los.
"Mann. Wir sind erst als siebte und achte dran, was hältst du von einem Kaffee?"
"Ich hasse warten, aber hat ja keinen Zweck, gehen wir einen Kaffee trinken."

Snake und Drustran besorgten sich einen Kaffee, und schauten derweil den anderen zu.

Da waren einige Infanteristen aus verschiedenen Einheiten. Dragoner, Storms Metal Thunder, sogar einer der Black Aces.

Am besten schnitt der Dragoner ab, was Snake nicht sonderlich verwunderte.
Er trank seinen Becher aus.
"So, ich glaube wir sind gleich dran. Wir sollten 20 Ziele einstellen. Du kannst mit den beiden Zellen ja maximal 20 Schuss abgeben, nicht wahr?"
Ja, leider... die Pistole braucht etwas mehr Energie
als IS Gegenstücke.

"Drustran, willst du zuerst?

Der Parcours dürfte dir eigentlich keine allzu großen Probleme bereiten. Pass nur auf die schwarzen Ziele auf, auf die darfst du nicht schießen."
Drustran machte sich bereit.... nachdem grünes Licht kam, spurtete er los, die Augen immer in Bewegung, die Pistole fest in der Hand... dann links eine Bewegung...rot.... Schuss.... gerade so getroffen. Dann rechts..... schwarz .... zuspät ..... abgedrückt.... weiter.... schwarz... rechts rot Schuss.... vorbei, nochmal... Treffer...
So ging das ein paar Minuten, an einer Hausecke schnell Batterien getauscht und weiter.... zum Schluß, nachdem er durch war, die Bilanz: 12 rote Ziele getroffen, 2 schwarze Ziele getroffen.... Zeit 18,42 Minuten von 20 erlaubten Minuten.

"Nicht mein Tag heute!" Drustran steckte die Batterien in das Ladegerät und war gespannt, wie Snake sich schlagen würde.

Bevor es jedoch losging, griff Snake in eine Tasche und versah die SOCOM mit dem LTM. Dann machte er sich bereit.
Grünes Licht.

Er ging los:

Snakes Augen spähten links und rechts, dann plötzlich ein Ziel, rot: Snake schoss, und Treffer.
Er ging weiter: Dann zwei Ziele, eins rot, das andere schwarz, Snake legte an und schoss. Rot getroffen, das LTM half. Snake bewegte sich vor: Wieder tauchten zwei Zielscheiben auf, beide rot: Snake schoss dreimal. Zwei Treffer erste Scheibe, einer die Zweite: Ein neues Ziel, schwarz... An einem Fenster tauchte wieder ein rotes Ziel auf, Snake schoss zweimal, der erste ging vorbei, der zweite traf.
Nach der Hälfte blieb Snake an einer Hauswand stehen, und wechselte das Magazin, dann ging er weiter:

Am Ende war Snakes Ergebnis 16 von 20 möglichen roten zielen, und keine Schwarzen. Munitionsverbrauch: 24 Schuss, Zeit: 17min 20 Sekunden. Er schaute auf die Tafel, der Rekord lag bei 15min 20s.

"Damn, ich war auch schon mal schneller. Bin wohl etwas eingerostet. Was meinst du Drustran, sollten wir mal zur Comstar Anlage fahren?"

"Ja.... vielleicht sind die mal aus ihrem Winterschlaf erwacht.... der Ort, wo sie sein sollen, soll ja ein wahres Schlaraffenland sein... schönes Wetter, alte Rentner mit ihren jungen Gespielinnen.... die werden wohl im Dauereinsatz sein." Drustran grinste.

So verließen Snake und Drustran die Anlage und nahmen ein Taxi zur Comstar Anlage. Glücklicherweise war diesmal weit weniger los als das letzte Mal und so kamen sie recht schnell dran. Es war tatsächlich eine Antwort eingetroffen, jedoch besagte diese, noch etwa bis Dezember zu warten.

"Na toll. Also noch einen Monat. Na dann.

Kommst du mit zu mir, Drustran? Ich habe einen Freund, den ich besuchen muss."
Wieso nicht. hab ja nichts besseres zu tun den nächsten Monat.... momentan ist aber auch ´ne Flaute bei der Einstellung von Mechkriegern....
Snake rief ein Taxi und so fuhren sie zu seinem Hotel. Als sie ankamen, bezahlte Snake den Fahrer und sie betraten das Hotel. Snake ließ sich den Schlüssel zu seinem Zimmer aushändigen und ging dann mit Drustran zum Aufzug.
Vor Snakes Apartment blieben sie kurz stehen.

"Ich hoffe du magst Tiere, Drustran."

Dann öffnete er die Tür. Kaum waren die beiden eingetreten, als mit tösendem Gebell ein recht großer Hund auf sie zuschoss und Snake fast umwarf.
Es war ein schneeweisser Husky.

"Drustran, darf ich dir meinen "Freund" vorstellen?
Das ist Snowcone."
„Toller Hund. Allerdings hätte ich bei deinem Namen eine Schlange vermutet. Beißt er?"
„Nur wenn er gereizt wird, oder ich es ihm sage.
Wir sind schon seit meiner Zeit bei den Guards zusammen. Ich bekam ihn, als seine alte Besitzerin starb. Seitdem ist er mir richtig ans Herz gewachsen."

Drustran kniete sich und begann den Hund zu streicheln. "Ein schöner Hund... ich hatte nie Haustiere, der einzige Hund, der für mich in Frage käme ist ein irischer Wolfshund."

„Möchtest du was trinken. Drustran?

Ich könnte dir einen Scotch anbieten."

„Ja , ein Scotch käme mir jetzt sehr gelegen.... oh man, einen Monat warten...."

Snake goss zwei Gläser voll Scotch, und reichte eines Drustran. „Tja, was machen wir nun? Ich habe eigentlich keine Lust, hier einen Monat festzusitzen und nichts zu tun."

Drustran trank einen Schluck: "Ich auch nicht.... aber die Lage ist momentan schlecht....hmmm"

Snake hatte zuerst eine Idee:
„Wir sollten uns vielleicht solange nach einer Nebenbeschäftigung umsehen, was weiß ich:
Grüne Jungs trainieren oder so was."
„Und wie? Willst du eine Trainingsanlage aufmachen??"
„Nicht doch, aber man kann hier auf Outreach doch sehr leicht so ´nen Job bekommen. War nur so ´ne Idee..."
„Hört sich gut an. Hast du schon eine genaue Vorstellung?"
"Na ja, es gibt hier einige Trainingszentren, vielleicht sollte man einfach mal nachfragen."
Snake nahm einen Schluck Scotch.

"Was hättest du denn für Vorschläge, Drustran?"
Drustran leerte sein Glas und zuckte die Schultern. "Hört sich gut an, mir fällt im Moment nichts ein."

Marlin
22.04.2004, 20:33
**
Bad Freienwalde

Nach der Schlacht wurden alle Maßnahmen für Frederics Abreise getroffen. Er selbst hatte zwei Tage vorher eine HPG- Botschaft abgeschickt, die für potentielle Bewerber eine Terminvereinbarung sein sollte.
Er hatte auch intensiv mit Taras gesprochen, und die potentiellen Asse herausgesucht.
Privat hatte er ebenfalls eine Botschaft an seine Familie geschickt. Aber das war unwichtig, es sei denn, jemand würde ihn sehen wollen. Er würde auf Outreach weitersehen.
Sein Schweber blieb auf Bad F. genauso wie seine Ausrüstung, bis auf sein Gewehr und andere kleinere Sachen, die für die anderen uninteressant waren.
Der Zeitpunkt des Abschieds war gekommen und er ging zu jedem Gründungsmitglied und verabschiedete sich.
„Bis bald, Jungs." Dann hob das Landungsschiff ab, um sich mit dem Sprungschiff auf dem Weg in die Chaos- Marken zu treffen. Es traf in 24 h ein.
**

Inzwischen vertrieben sich die verschiedenen Berwerber auf unterschiedliche Weise die Zeit bis zur Ankunft Frederic Waldens.

Mehrere Wochen und Sprünge später, am Mittag des 28. Dezember, traf er endlich auf Outreach ein. Er hatte zwar nach seinen Möglichkeiten trainiert, aber er wollte auch wieder festen Boden unter den Füßen haben. Mit etwas Glück blieb er hier einen Monat und brachte den ‘Lords’ gute Verstärkung...
Beim Eintreffen funkte das Landungsschiff nach Outreach. Auf großen Informationstafeln in der Anwerbehalle waren der Ankunftstermin des Landungsschiffs verzeichnet und verschiedene andere Informationen, unter anderem auch der Termin für die Bewerber der Lords.
Frederic war sehr ungeduldig.
Mit 1,5 g ging es Outreach und dem Remus entgegen.

Am achtundzwanzigsten Dezember klopfte Drustran an Snakes Tür: "He, Snake mach auf... es gibt wichtige Nachrichten!"

Snake öffnete.
"Hallo", begrüsste er Drustran. Was hast du denn für Neuigkeiten?"
„Ich komme gerade aus der Halle, übermorgen gehen die Vorstellungsgespräche los und so weiter....wollen wir heute nochmal üben gehen und nach unseren Mechs schauen? Dein Hammer müsste fertig sein, oder?

„Und ob mein Hammer fertig ist, und ich liebe ihn.
Ein Training? Warum nicht. Hey, Snowcone, wir gehen raus."
Der Husky schaute auf. "Gehen wir?"

Nach einem harten Trainingsmatch gingen die beiden zu Snakes Hammer. Drustran lachte: "Ich dachte nicht dass ich es gegen dich schaffe, nicht wo ich mich noch an mein neues Auge gewöhnen muss.... War echt knapp...Als du mir den Arm weggeschossen hast, dachte ich das war es... doch dann kam der vernichtende Reaktorteffer.... der Spruch : "es ist erst vorbei, wenn die grossen Mechs mit spielen fertig sind" hat doch einen Funken Wahrheit in sich....eine halbe Stunde Kampf, ich bin froh, wenn wir auf einer Seite stehen...."

"Ach was. Den Ausgang hab ich erwartet. Dein Gunslinger hat einfach 15 Tonnen mehr und ist schwerer gepanzert und bewaffnet. Ich konnte lediglich meine Geschwindigkeit nutzen, um Zeit zu schinden und dir soviel Schaden wie möglich zuzufügen. Daß ich dir mit meinen PPCs den Arm abgeschossen hatte war auch nur Glück. "

Dann standen sie vor Snakes Warhammer. Aus dem Torso ragten nun zwei weitere Laserläufe und auf der rechten Schulter thronte auch wieder eine SRM Lafette.

"Leider hatte ich nicht mehr die Möglichkeit mehr Sprungdüsen zu installieren, aber das kann man vielleicht noch irgendwann nachholen, oder?"

Na klar, das bekommen wir schon irgendwie hin. ich hab schon einen Satz bestellt... HildCo Modell 12er, schwer zu bekommen, nachdem die Capellaner da unten Stunk machen

"Na das hört sich doch gut an."
Snake schaute auf seinen Armbandcomp:
"Ich glaube es ist Zeit für uns, oder?"

"Oh ja. Laß´ uns losgehen."

Marlin
22.04.2004, 20:34
Scherzend und guter Laune gingen Frederic und eine jüngere Frau, die eine recht massive, an eine Techbrille erinnernde Sehilfe trug, zum angemieteten Büro der ‘Lords’.
Dort warteten mehrere Personen, offenbar auf ihn.
„Guten Tag. Mein Name ist Frederic Walden von den Lords of Thunder." Er sprach Englisch, um mit allen kommunizieren zu können. „Ich glaube, Sie wissen alle, warum Sie hier sind." Er hielt die Karte an das Schloß, die Tür ging leise auf.
Die Leute, mehrere in der Uniform ihres letzten Engagements, kamen hinterher. Die junge Frau von seiner Seite wartete, bis alle hineingegangen waren und ging dann auch mit. Sie lächelte unverbindlich, wenn jemand sie ansah. Frederic, in einen modischen Anzug gewandet und im Bürostuhl sitzend, sah etwas müde, aber auch gelöst aus. Er sah kurz die Anwesenden an und lächelte freundlich. Dann sah er sich sein Noteputer an, der mit allen Daten der Bewerber gefüttert war.
„Kaporal Bessari?" „Hier, Mann" Der Angesprochene trat einen Schritt nach vorn. Er kaute auf einem kalten Zigarrenstummel, war allerdings höchstens 23. Tat aber wie ein Alter. Eine Reihe bunter Abzeichen zierte seine Uniform. Er sah aus 2,03 Metern auf Frederic herunter.
„Sie waren bei der planetaren Miliz Fuentes, für 3 Jahre?" „Jupp, so." Frederic nickte, während er die Akte durchsah. „Danke Ihnen für den Moment."
„Leftenant Pliskin, Irokois?", „Leftenant Cartwright, Drustran?", „Helena Jane Berger?", „Hauptwachtmeister Svensson?", „Captain Bricks?", „Techs Geena Fört und Himiko Takayama?"
Alle Aufgezählten, bis auf Helena Berger meldeten sich und beantworteten kurze Fragen Frederics. So wie der Kaporal vor ihnen.
Nach ca. 20 Minuten stand Frederic auf und entschuldigte sich: "Tut mir leid, daß sie solange stehen mußten. Sie alle haben sicher Gründe, bei einer kleinen Söldnereinheit anfangen zu wollen und wenn es nach mir ginge," hierbei lächelte er, „würde ich sie alle sofort verpflichten. Aber ich muß mich an gewisse Vorgehensweisen halten, ebenso wie alle Personalchefs, oder solche, die diese Art Entscheidungen zu treffen haben. Ich gebe Ihnen jetzt Termine für die nächsten Tage, es sind Einzelgespräche vorgesehen, die Ihre Eignung für die Einheit einschätzen sollen."
Er verteilte Terminkarten mit Ortsangabe an die Leute.
„Ich danke Ihnen schon im Voraus für Ihre Geduld und Ihre Bereitschaft, sich bei uns zu bewerben."
Damit verabschiedete er sich vorläufig von den Leuten. Einige gingen sofort, andere eher zögerlich und ließen die beiden allein im Büro zurück.
Als die Tür zuging, sah er die Frau fragend an. Sie nickte ihm freundlich zu. Er hatte seine Sache gut gemacht.

Der nächste Tag verging mit den Gesprächen mit Svensson und Bessari. Es wurde mit ihnen ein Schießplatztermin vereinbart.
Am nächsten Tag ging es um Cartwright und eigentlich Miss Berger. Da sie aber nicht da war, konnte er sich allein um Cartwright kümmern. Der übernächste sollte ihn näher mit den beiden Techs bekanntmachen und der letzte der vorläufigen Vorstellungsgespräche ging um Pliskin und Bricks.
Mit allen wurden Begutachtungstermine vereinbart, mit den Techs auch, aber das Ergebnis dabei war nicht so wichtig wie für die anderen.
Frederics Schwester Liza würde mit den Techs einige Gespräche führen und dann eine Beurteilung abgeben. Ein Glück, daß sie die Zeit gefunden hatte, nach Outreach zu kommen.
An jedem Abend würde er die Notizen aus den Gesprächen systematisieren, und auswerten. So auch heute, am Abend nach den ersten Gesprächen.
Svensson war ein Rasalhaager, der aus dem Polizeidienst ausgeschieden war. Er kam von Al Hillah. 31 Jahre. Grundwehrdienst. Polizeidienst für mehrere Jahre. Er hatte keine Zukunft mehr dort gesehen. Wenn sie noch einige jüngere Leute kriegen könnten, könnte er sie als Wachpersonal ausbilden, vielleicht konnte er sogar Infanterieeinsätze mit Panzerung übernehmen.
Bessari wollte er eigentlich sofort herausnehmen, er zeigte Anzeichen von Querulantentum. Er könnte die Einheit spalten. Außerdem zeigte die Akte Unregelmäßigkeiten. Aber er wollte ihm noch eine Chance geben.
Am Schießplatz würde er sehen, was mit ihm los war.
Liza war mit ihren Berechnungen beschäftigt. Sie arbeitete immer an ihren Projekten.
Leider war sie in der Firma ihres Vaters angestellt und er konnte sie nicht mitnehmen. Sie würde als ChefTech unschätzbare Dienste leisten. Als er sah, wie sie sich unter seinem Blick unwohl fühlte, sah er wieder auf den Bildschirm. Es war schon spät. Morgen würde es nicht einfacher. Für heute war Schluß.


Ismail Beg wachte in einer Krankenstation auf und hatte üble Schmerzen. Seine linke Kopfhälfte fühlte sich an, wie nach einem Infernotreffer. Aber Verdammt, die Leute hatten den Drachen beleidigt und damit auch ihn. Allerdings waren es gute Schläger. ‘Baka!’ schalt er sich in Gedanken. Seit er von Arkab fort war, hatte er bis auf wenige Ausnahmen etwas ordentlich auf die Beine gestellt. Sein Mech war so gut wie Schrott und ihm fehlte das Geld, um ihn wieder aufzubauen. Die bisherigen Söldnereinheiten waren nicht gewillt, diese Kosten zu tragen. Es blieb ihm nur der Verkauf. Er suchte kurz nach einem Fluch auf Englisch, da die meisten Söldner so sprachen, aber er fand ihn nicht. Das lag wahrscheinlich daran, daß sich gerade jemand an seinem Arm zu schaffen machte. Der Schmerz schoß in sein Gehirn und er versuchte den Verursacher zu packen. Aber er war fixiert! Ein Knurren drang aus seiner Kehle, als er sich vergeblich abmühte. Der Schmerz ließ langsam nach. Das war immerhin ein Gutes. Jetzt meldete sich eine Stimme von Außerhalb seines Gesichtfeldes. „Guten Morgen Mister Beg. Ich bin Doktor Freemahn. Sie befinden sich in der Krankenstation 12b. Sie wurden gestern hierhergebracht." Jetzt trat jemand in seinen Gesichtskreis, den er als Sprecher ausmachen konnte. Es war eine Frau. Recht klein und zierlich. Sie sah ihn an. „Sie sollten ab jetzt aufpassen, was Sie tun. Es kann sein, daß Sie nicht immer so viel Glück haben. Wenn Sie mir versprechen, sich ruhig zu verhalten, können Sie entlassen werden." „Ee. Ja, ich verspreche." Die Frau nickte kurz. „Gut. Wollen Sie gleich hier bezahlen, oder soll das per Rechnung geschehen? Sie haben Ihr gesamtes Geld behalten." Er blickte sie fragend an. „Gibt es bei Barzahlung Nachlaß?" Sie schien amüsiert, schüttelte aber den Kopf. „Sie werden einen sehr fairen Preis bezahlen, und dann gehen, ist das klar? Passen Sie auf Ihren Kopf auf. Er ist noch sehr anfällig für Erschütterungen." Er wurde jetzt losgemacht und wurde von einem Sicherheitsbeamten mit dem Dragonerabzeichen nach unten geführt. Er bezahlte und bekam sein Krankenblatt, sowie seine persönlichen Sachen, dann ging er, ohne sich zu bedanken.
In der Anwerbehalle sah er die Liste der offenen Angebote geschrumpft. Mißmutig wollte er gehen, als er eine Information von einer noch nie gehörten Einheit sah...

30. Dezember 3063, Outreach, Harlech, Büro Lords of Thunder.
„Wie geht es Ihnen, Leftenant?" „Danke der Nachfrage, Sir."
Frederic wußte zwar vom künstlichen Auge, aber er gab sich keine Mühe, seine Überraschung zu verbergen, daß er nicht sicher wußte, welches es war.
„Sie kommen also aus der Cartwright- Sippe?" „Das ist korrekt, aber ich würde es vorziehen, wenn Sie das nicht so beachten würden." „Natürlich. Ihr Dienst in den Guards ist beeindruckend. Sie haben noch einen Mitbewerber, aber ich denke, das wissen Sie schon." „Auch das stimmt, und ich gebe zu, daß ich gerne mit ihm weiterarbeiten würde. In der Wartezeit sind wir miteinander bekannt geworden."
„Aha," Frederic hob interessiert eine Braue. „Sie haben dann auch miteinander trainiert, oder?"
„Ja, aber mehr Zeit würde uns natürlich guttun." „Verstehe." Frederic notierte sich kurz etwas.
Neben dem Schießtraining würde ich für sie beide dann noch zusätzliche Simzeit veranschlagen, um mir Ihre Fortschritte ansehen zu können. Dabei," Er lächelte, „können Sie mich leicht beeindrucken, da ich einen Schweber führe." Auch Drustran lächelte.

*

„Ihre Pilotenwerte sind akzeptabel, Ihre Allergie dürfte zu vernachlässigen sein.
Was mir Sorgen bereitet, ist Ihr TDS. Ist es stark?" „Es ist zumindest sehr hinderlich." „Das ist klar. Aber auch das sollte nicht so schlimm sein, es sei denn, wir müssen im Weltraum kämpfen. Gut." Drustran sah erwartungsvoll. Frederic sah ihn prüfend an. „Wie steht es mit Ihren Loyalitäten, abseits von Ihrer Familie?"
Drustran sah etwas verunsichert. Es stand doch in der Akte. „Nun, ich habe, wie Sie wohl wissen, leichte Probleme, das zu verleugnen. Ich stehe zur rechtmäßigen Herrscherfamilie der Vereinigten Sonnen, und des Vereinigten Commonwealth. Zur Familie der Davions. Und ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie das nicht als Kriterium für meine Bewerbung sehen würden." Frederic lächelte leicht. Dann nickte er. „Können Sie mit gemäßigten Vertretern, sagen wir der Gegenseite, zusammenarbeiten, ohne diesen Konflikt weiter anzuheizen?" „Ich würde behaupten, ja, sofern keine unserer Aktionen zur Bedrohung für die Vereinigten Sonnen und oder das Vereinigte Commonwealth darstellt." Frederic versuchte, unbeteiligt zu wirken:„Das wäre vorteilhaft für alle." Innerlich jubelte er. „Zum Abschluß erlauben Sie mir eine Frage: Warum haben Sie sich bei einer so kleinen Söldnereinheit beworben?" "Was erwarten Sie jetzt von mir, Sir? Sie wissen, wem meine Loyalität gilt, den Davions, so war es schon immer in der Familie, aber ich habe genug Freunde, die nicht so denken, und ich will nicht gegen sie kämpfen müssen... deshalb bin ich aus dem Dienst ausgeschieden. Die größeren und bekannteren waren mir zu unsicher in Bezug auf den Bürgerkrieg, oder sie wollten mich nicht. Dann habe ich von ihrer Einheit gelesen, und daß jeder ein Mitspracherecht hat. Das würde mir die Möglichkeit geben, gegen einen Kontrakt für den Bürgerkrieg zu sprechen...."
Frederic lächelte jetzt breit. „Gut, denn ich werde in diesem Fall genauso handeln. Mister Cartwright, ich denke, wir machen noch einen Trainingstermin aus, begutachten Ihren Mech, und wenn nichts schief geht, haben Sie eine neue Einheit."
Sie verabschiedeten sich, nachdem sie für die nächsten Tage einen Termin ausgemacht hatten.


Es war der 31. Dezember auf Outreach. Ismail war wie so oft in letzter Zeit schlechter Laune.
Der Ankäufer von BattleMagic hatte ihm zuerst 2,5 Millionen C- Noten geboten, aber das war natürlich ein Witz. Er hatte ihn auf 7 hochdrücken können. Der Steiner- Händler wollte sogar 9 bezahlen. Das war natürlich ein tolles Angebot. Er hatte gesagt, daß er es sich überlegen wollte. Aber jetzt war es wichtig, den Kerl von den „Lords of Tander" zu sprechen, um eventuell Hilfe bei einem Mechkauf zu erlangen und natürlich angenommen zu werden. Dann würde er zufriedener sein. Ja, der Steiner würde den Großdracon kaufen.
Er war nach einer Verwechslung der Gebäude endlich vor dem Mietbüro angekommen. Er schlug dreimal gegen die Tür. Die Tür ging auf und er sah sich einem ernst blickenden Mann gegenüber. Er war älter und sehr viel kleiner als er selbst, aber auch erfahrener. Ismail nahm sich vor, aufzupassen. Er räusperte sich und trug dann sein Anliegen vor....

*

Frederic war überrascht, als der große, verletzte Mechkrieger aus dem Kombinat so spät noch „anklopfte".
Aber er hörte ihn sich an. Er war bereit ihm zu glauben, blieb nur das Problem des fehlenden Mechs. Die Finanzen der „Lords" würden zwar erlauben, einen billigen Mech zu kaufen, aber das konnte er nicht allein entscheiden. Taras und er hatten darüber nicht gesprochen. Außerdem würde es nicht für einen schwereren Mech reichen. Aber dieser Draconier hatte angedeutet, das Problem lösen zu können. Er wollte dafür Frederics Beratung. Die konnte er haben. Es gab einige Sprachschwierigkeiten, weil Ismail nicht sehr gutes Englisch sprach, und Frederics Japanisch für diese Art zu Verhandeln viel zu eingeschränkt war. Aber er war für heute zufrieden. Zur Not konnte er, nein er würde die beiden Techs mitnehmen und sie das meiste sprechen lassen
Ja, in zwei Tagen war es soweit, dann würde er mit „seinen" 3 Frauen und Ismail zu einem Händler gehen und einen Mech kaufen.
Er war zufrieden. 2 Techs, einen Mechkrieger, alle mit sehr gutem Material, und jetzt ein Draconier.
Jetzt war noch der morgige Tag abzuwarten, dann würde er weitersehen. Er war ein guter Personalchef!
Zufrieden ging er in das Apartment, wo auch seine Schwester wartete, und zusammen würden sie das neue Jahr feiern.

Marlin
23.04.2004, 21:56
1. Januar 3065

„Leftenant Pliskin. Kommen Sie rein. Bitte setzen Sie sich."
„Danke, Sir."
„Ich habe mir Ihre Daten angesehen. Ich bin beeindruckt." Frederic tat beschäftigt, als er die Daten prüfte.
Pliskin saß ruhig da, aber er griff zu seinen Zigaretten. „Erlauben Sie, daß ich rauche?"
Jetzt sah Frederic wieder auf. „Nun ja, im Grunde habe ich nichts dagegen, aber die Klimakontrolle hier ist nicht die beste, und ich würde das gerne vermeiden. Überdies sollten Sie das ohnehin abstellen, aber das ist nur ein Rat." „Es sind raucharme Zigaretten." „Mhm. Was sollen die ihnen nützen? Bei Ihrer Spezialausbildung sollten die Nachteile des Rauchens zur Sprache gekommen sein." „Das stimmt schon, aber sie können auch nützlich sein." „Wobei denn?" „Man weiß nie.." er steckte sie wieder ein.

*

„Ja, also Ihre Qualifikationen sind sehr gut. Mir kommen fast Zweifel, daß Sie wirklich zu den „Lords" wollen." „Oh, das ist eine einfache Geschichte, durch den unglückseligen Krieg habe ich die Befürchtung, daß viele größere Söldnereinheiten da auf der einen oder andere Seite mitkämpfen werden. Ich will da nicht mitmachen." Frederic nickte wissend. Doch Pliskin sprach weiter: „Da Ihre und hoffentlich bald meine Einheit aber jedem Mitspracherecht einräumt, habe ich Hoffnung, außen vor bleiben zu können." Frederic erwiderte: „Ich denke, alle wären froher, wenn dieser Krieg gar nicht erst stattfände, aber das ist im Moment egal. Ihr ‘Partner’ aus den Guards ist derselben Ansicht wie ich. Aber was tun Sie, wenn in der Einheit ein Kämpfer steckt, der eher der Seite Kathys zuneigt?" Pliskin dachte kurz darüber nach. „Wenn es kein Fanatiker ist, kann ich mit ihm zusammenarbeiten. Und ich glaube, daß Sie keine Fanatiker beherbergen." Frederic runzelte die Stirn: „Das hoffe ich auch, Leftenant, das hoffe ich auch." Er dachte dabei vor allem an Rudolf, der so wichtig für den Erfolg der „Lords" gewesen war; noch wußte er nicht genau, woran er bei ihm war. Aber gegen 2 nagelneue Battlemechs konnte selbst er nichts haben.
Er wandte sich wieder Pliskin zu: „Ich habe vor, Cartwright und sie auch gemeinsam zu testen. Ist das in Ordnung? Ich weiß, daß sie begrenzte Zeit miteinander trainiert haben, deshalb würde ich mir das gern ansehen." Pliskin verzog keine Miene, als er nickte: „Ich freue mich darauf, Sir."
„Gut. Eine letzte Bemerkung noch: ich habe leider festgestellt, daß Sie keine technischen Fähigkeiten besitzen. Aber ich habe zum Glück zwei gute Techs angeworben, so daß unsere Probleme dahingehend etwas abgemildert werden. Auch Sie werden etwas lernen, wenn Sie zu uns gehören." Frederic grinste. Ebenso Pliskin.
„Ich danke Ihnen für die Mühe, Mister Pliskin. Wir sehen uns zum vereinbarten Termin an den Simulatoren."
Beide erhoben sich und schüttelten sich die Hand. Als er ihn zur Tür geleitete und Pliskin hinausging, sprach Frederic noch: „Ach ja, frohes neues Jahr."

Snake erwiderte auf Waldens Frohes neues Jahr nur:
"Gleichfalls, Semper Fi..."

Dann ging er.

Als Snake draussen war, dachte er kurz über das Gespräch nach.
Dieser Walden schien einen kompetenten Eindruck zu machen. Er hatte die richtige Entscheidung getroffen. Und darüber hinaus würde er das Training zusammen mit Cartwright machen, das war gut.
Es begann zu regnen. Pliskin schloss seinen Mantel und schlug die Kapuze über, dann zündete er sich eine Zigarette an und machte sich auf den Weg ins Hotel.

Als Pliskin gegangen war, überdachte Frederic seinen bisherigen Erfolg.
Bis auf Bricks, der kein Verlust war, Bessari und leider die Berger, waren alle sehr geeignet.
Die drei letzten waren ungeeignet, bzw. nicht hier und würden der Einheit eher schaden als nützen, auch wenn es um den Axeman schade war.
Morgen gab es vielleicht noch einen Erfolg.



4. Januar 3064 Outreach, Harlech.

Svensson war froh, endlich eine Einheit zu haben. Er und Beg, der Draconier, waren heute auf dem Schießparcours, und er hatte sich gut geschlagen. Der Draconier hatte Schwierigkeiten mit seinem linken Auge, aber Svensson hatte ihm geholfen, das Ganze noch einigermaßen über die Bühne zu bringen.
Das hatte ihm Lob von Walden eingebracht. Der hatte ihn in eine Kneipe eingeladen. In 3 Tagen. Wahrscheinlich brachte er noch andere mit. Jedenfalls hatte er noch versucht, mit Beg zu sprechen, aber das war nicht einfach. Er war recht verschlossen, nur mit Walden hatte er etwas gesprochen.
Fröhlich ging er in sein „Kabuff" zurück, um einen Wodka auf sein Wohl zu trinken. Vielleicht holte er sich noch eine Frau, das konnte er noch nicht wissen.

*

Ismail Beg war unzufrieden mit seinen Leistungen auf dem Schießparcours. Mit Glück und der unwillkommenen Hilfe des Rasalhaagers hatte er noch knapp 60 Prozent geschafft. Mit seinem anderen Auge.
Jetzt war er in 2 Tagen mit dem Mechsimulator dran. Aber gestern waren sie, der kleine Mann, 3 Frauen und er selbst, bei dem Vertreter von Hollings DuPre Ltd. , um seinen Mech zu überprüfen. Die Frauen, 2 davon aus dem Kombinat, waren sofort über den Mech gekrabbelt, der wirklich gut aussah. Sie hatten alles überprüft, während Walden, vor allem Walden, um den Preis gefeilscht hatte. Letztendlich waren sie bei 6 Mill. Verblieben, aber nur, weil der Händler noch 5 Tonnen Blitz-KSR Munition draufgelegt hatte, und weil sofort bezahlt wurde.
Das war ein stolzer Preis, aber er hatte dann immer noch 3 Mill. übrig, nachdem er seine nicht unbeträchtlichen Schulden abgezahlt hatte. Er würde seinen Drachen vermissen. Aber der leichtere Cronus war auch nicht übel.

Marlin
23.04.2004, 21:57
*

Frederic ging froh zu Liza. Heute hatte er einen guten Tag gehabt. Svensson war ein guter Fang, auch wenn er als Infanterist nicht so kampfkräftig war; vielleicht konnte er wirklich Frederics Panzerung übernehmen.
Er sprach mit Liza, um sie auf morgen vorzubereiten. Sie hatte wieder an Ihren Projekten gearbeitet und blieb bei Nachfragen wie so oft sehr schwammig. Irgendetwas mit Zielsystemen und ECM. Er fragte nicht weiter.
Morgen waren die Tech- Frauen zum Schießen vorgesehen. Den ersten Test am Cronos hatten sie ja schon bestanden. Sie erzählte, daß die ältere sogar schon Erfahrung in Clan- Technik hatte. Sie war sehr gut. Die andere etwas weniger. Liza äußerte sich mit Achtung über die beiden. Das bestätigte ihren Bruder in seinen bisherigen Entscheidungen.
Vorgestern war der Test für Bessari, Bricks und Berger gewesen, aber vor allem daß die Berger nicht mehr kam, war schade. Wehmütig dachte er über die jetzt hinfällige Tri- Vid Werbung eines Axtschwingenden Battlemechs, der einem anderen den Kopf spaltete. Das hätten einige Tausen C- Noten mehr bedeuten können.
Über die beiden anderen konnte er nur den Kopf schütteln. Die waren wirklich nicht zu gebrauchen. Beide konnten zwar gut schießen, aber vor allem Bessari wäre besser gewesen, hätte er davor keinen Alkohol genommen. Er zuckte unwillkürlich die Schultern, als er diese Erinnerung abschüttelte.
Morgen war ein neuer Tag. Die Tests für Cartwright und Pliskin standen am 6. an.


Der 5. Januar war angebrochen. Frederic lag noch bis um halb 10 im Bett und überdachte die Situation der Söldnereinheit. Mit ein wenig Training wären sie in der Lage, eine mittelschwere Kompanie in einer ausgedehnteren Kampagne zu besiegen. Das Problem dabei wäre die Tech- Ausrüstung. Die beiden Frauen brachten zwar mehrere Sätze an Reparatursets mit, aber nur mit den beiden und den Techfähigkeiten der anderen Jungs, die gar nicht so übel waren, wäre das vermutlich sehr riskant. Er sollte mindestens noch 2 Techs rekrutieren, bevor sie hier abflogen. Heute würde er vorerst zum Dragonerbüro gehen und den Status der Lords angeben. Danach wäre es sinnvoll, einige Kontraktangebote durchzugehen und die Nieten herauszufiltern. Svensson könnte ihm dabei helfen. Er hatte jetzt ja Zeit. Und war ein „Lord". Er mußte lächeln, als er an dessen Reaktion dachte. Kurz gingen seine Gedanken auch nach Bad F. Wie würde es da jetzt wohl aussehen? Hoffentlich konnten sie friedlich trainieren und aufbauen.
Jetzt wurde es aber Zeit! Er stand schnell auf, ging duschen und zog sich an. Es war mittlerweile schon 10 nach 10. Er war fertig und ging zum Dragonerbüro.

*

Er hatte es schon so erwartet. Sie hatten die D- Wertung bekommen. Mehr konnte nicht erwartet werden, aber sie waren immerhin schon als Regulär eingestuft. Das lag vermutlich am Alter der beiden Ältesten. Er grinste bei dem Gedanken. Rudolf war auf jeden Fall die Härte. Der hatte mehr auf dem Kerbholz, als er in seiner Bewerbung zugegeben hatte. Er würde jeden, mit Ausnahme vielleicht von Taras in die Tasche stecken.
Frederic nahm sich vor, ihn ein wenig auszufragen, wenn er wieder da war.
Jetzt ging er an eines der vielen Datenterminals, um nach Aufträgen für eine Einheit unter Kompaniestärke zu suchen.

*

Natürlich war die neue Einheitsgröße noch nicht berücksichtigt worden. Es waren bis jetzt nur „Kindergarten"- Aufträge zu finden. Aus der Chaos - Mark kamen mehrere Angebote, die konnten nicht genug kriegen. Außerdem noch beide Bürgerkriegsseiten. Das war alles noch nichts. Vielleicht kam in ein paar Tagen etwas besseres.
Er ging wieder, nachdem er sich vergewissert hatte, daß alle Daten der „Lords" aktualisiert waren.


Als Snake am Schießstand ankam, war noch keiner da.
So wartete er, jedoch nicht ohne sich eine Zigarette anzuzünden. Dann kamen sie. Zuerst Walden, dann ein paar Minuten später Drustran. Nach kurzer Begrüßung ging es auch gleich los. Snake war zuerst dran.

Test Stufe 1:

Schiessen mit Handwaffen:

Es war soweit. Der Test begann.. Snake überprüfte ein letztes Mal seine SOCOM. Sie war in Top Zustand. Er versah sie mit dem LTM. Gleich ging es los.
Der erste Test ging drei Runden: Schießen auf unbewegliche Ziele auf verschiedene Entfernungen.

Runde 1: Schiessen auf 25 Meter:

Snake zog die SOCOM legte an und schoss:
Snake gab sechs Schuss auf die Scheibe ab. Dann ließ er sie zurück kommen. Das Ergebnis war: 10 Kopf, 9 Kopf, 9 Kopf, 10 Körper, 10 Körper, 9 Körper. DAS war gut.

Runde 2: Schiessen auf 50 Meter

Wieder legte Snake an und gab wieder 6 Schuss ab, was das Magazin lehrte.

Langsamer noch als in der ersten Runde, doch immer noch recht schnell.

Diesmal war das Ergebnis: 9 Kopf, 7 Kopf, 7Kopf, 10 Körper, 8 Körper, 8 Körper.
Immer noch gut.

Snake wechselte das Magazin, dann hing er die nächste Scheibe auf. Diesmal schießen auf 100 Meter:

Runde 3

Diesmal ließ sich Snake etwas mehr Zeit beim Zielen. Er gab sorgfältig einen Schuss nach dem anderen ab. Nach sechs Schuss liess er die Scheibe wieder zurück kommen.

Ergebnis: Kopf 7, Kopf 6, Kopf 5, Körper 8, Körper 7, Körper 6. Auf die Entfernung war das akzeptabel. Er verliess den Schiessstand um Drustran das Feld zu überlassen. Er selbst stellte sich rechts von Walden auf.

Dieser nickte nur und sagte: "Beeindruckend. Ich hoffe sie schießen nie auf einen von uns."

Drustran Nahm Snakes Platz ein. Er konzentrierte sich.... das erste Schießtraining mit dem Neuen Auge, er hätte nochmal proben sollen.

Runde 1: Schießen auf 25 Meter:

Drustran zog den ER Laser, legte an, fokussierte das Ziel mit dem küstlichen Auge und schoß sechs mal:
Ergebnis: 10, 9, 9 Körper und 9,9,8 Kopf.

Naja, die Fokusierung war etwas ungewohnt, aber sie half ungemein!

Runde 2: Schiessen auf 50 Meter

Drustran wechselte die Batterien.... er musste sehen, ob er bei den Dragonern nicht noch ein Paar bekommen konnte....

Er schoß wieder sechs mal:
Ergebnis: 9, 9, 9 Kopf, 9,9,9, Körper

Das Auge bewärte sich langsam..... es war so als ob das Ziel fast direkt vor dem Lauf wäre....

Runde 3: Schiessen auf 100 Metern

Drustran wartete bis die Batterie wieder aufgeladen war. Dann wechselte er sie aus und ging wieder in Schussposition

Sechs Schuß:
Ergebnis: 9,9,8 Kopf und 9,9,8 Körper

Er war begeistert von dem Auge.... es war zwar gewöhnungsbedürftig, aber noch ein Fadenkreuz einblenden lassen, und er könnte Scharfschütze werden!

Er räumte sein Zeug zusammen und trat zurück neben Snake. "Das Auge ist wunderbar..... wenn die nicht so teuer wären, würde ich es zur Standardausrüstung für Infanterie machen....Du müsstest nur noch den Arm irgendwie fixieren, daß die Mündung auf das fixierte Ziel zielt!"


Anerkennend nickte auch hier Frederic. "Das war beeindruckend. Aber können Sie auch durch ein Fernrohr so gut schießen? Pistolen sind nicht mein Favorit." Jetzt wurde die Strecke für die beiden aufgebaut. "Bleiben Sie ruhig, das Beste kommt ja noch." lächelte Frederic. Dann schwieg er, während die beiden ihre Taktik besprachen.


"Das war verdammt gut. Dein bionisches Auge hat Vorteile, genauso wie der Laser auf grosse Entfernung.
Aber du verstehst, daß ich bei der hier bleibe. Hat die größere Durchschlagskraft."

Bei diesen Worten tätschelte er seine SOCOM.
„Jaja, aber gib mir ß ne Armprothese und ich treffe nur noch ins Schwarze!", scherzte Drustran.

Marlin
23.04.2004, 21:59
Es ging weiter.
Der zweite Test war ein Spießrutenlauf.
Er würde mit Drus zusammen im Paar antreten.


„Drus, du nimmst die linke Seite, ich werde mich um die rechte kümmern, Geht das klar?"
Er stimmte zu.
Snake wählte diesmal eine Automatic Rifle.
Es waren insgesamt 40 Ziele eingegeben.
Sie gingen los.
Rechte Seite, grünes Ziel. Snake schoss eine kurze Salve, und traf mit allen Schüssen.
Noch ein Ziel, weiter links. Wieder ein Feuerstoss und auch das Ziel war Geschichte.
Dann ging es weiter. Weisses Ziel, gerade rechtzeitig nahm Snake den Finger vom Abzug.
Plötzlich jedoch tauchte hinter dem weissen ein grünes auf. Snake schaltete blitzschnell auf Einzelfeuer und schoss... Treffer grünes Ziel im Kopf.
Es ging weiter. An einer Hauswand wechselte er das Magazin aus, und rannte weiter.
Wieder ein grünes Ziel, Snake schoss wieder eine Salve. Verdammt nur ein Streifschuss.
Trotzdem rannte er weiter. Wieder ein weisses Ziel, das von einem grünen gehalten wurde. Wieder schoss er im Einzelmodus. Und traf das grüne.
Am Ende belief sich Snakes Ergebnis auf 13 getötete Feinde, von 15. Keine zivilen Treffer.

Drustran nahm sich wie abgesprochen die linke Seite vor. er benutze ein Federated Long Rifle für den Test.
Zuerst kamen nur Zivilisten , Drustran dachte schon, Snake hätte alle Ziele auf seiner Seite, als ein grünes Ziel auftauchte. Ein kurzer Feuerstoß, und das Ziel war einmal,.
So ging es fast den ganzen Parcours. Er hatte fast nur Zivilisten, unterbrochen von einzelnen grünen Zielen, die er fast alle schnell erledigte. Nur zweimal bekam er ein Ziel mit Geisel. beim ersten Mal erledigte er das grüne Ziel, beim zweiten mal ging es knapp daneben in den Zivilisten.
Am Ende belief sich Drustrans Bilanz auf 18 von 25 Zielen, und einem Zivilisten

Frederic beobachtete alles über Bildschirm. Das einzige mal, wo er eine Reaktion zeigte, war, als Cartwright eine Geisel erschoss. Er wusste, daß das ein sehr schwerer Kurs war, aber das sollte nicht passieren. Es gab allerdings wenige, die besser waren, als die beiden. Wahrscheinlich lag das auch daran, daß nicht so viele diesen Kurs je gewählt hatten.
Als die beiden zurückkamen und ihre Waffen wieder abgaben, ging Frederic zu ihnen um seine Bewunderung auszudrücken. "Ich muß sagen, sie sind sehr gut. Ich werde sie gleich für Infanterie eintragen," scherzte er.
Dann wurde er wieder ernst. "Laut Zeitplan haben Sie beide 20 Minuten um sich auszuruhen, dann geht es an die Sims. Gute Arbeit, aber bleiben Sie auf der Hut. Die Programme werden es in sich haben."

Snake nutze die Pause, um sich eine Zigarette und ein Glas Wasser zu gönnen.
"Wie findest du den Test bisher, Drus? Bisher gíng es doch, oder?"
"Ja, aber ich wollte eigentlich nicht zur Infanterie..."
Drustran gönnte sich ebenfalls ein Glas Wasser.
" Aber jetzt kommt das härteste.... das LaMancha. ich war so froh, das wir das auf Albion nicht hatten, und jetzt muss ich doch durch."

„Nur keine Panik. Mehr als dein Bestes geben kannst du nicht. Versuch´ einfach, dich nicht treffen zu lassen. Nutze deine Sprungdüsen klug."

Dann war es so weit.
La Mancha.

Snake stieg als erster in den Simulator. Er stellte den Zufallsgenerator für die Gegner auf vier Gegner schweren Kalibers. Auch die Geländeauswahl ließ er von einem Zufallsgenerator bestimmen.

Dann ging es los.
Snake war nicht überrascht, als er ziemlich hügeliges Gelände zu Gesicht bekam.
Gut, das hatte er gehofft. Er hatte alle vier Mechs auf seinem Scanner, das hieß, keiner der Gegner hatte ein ECM. Er schaltete die einzelnen Gegner durch. Die leichtesten Kaliber waren ein Rifleman und ein Quickdraw. Dann kam ein Cestus. Der letzte Gegner war das schwerste Kaliber. Ein Bandersnatch. Snake überlegte kurz, wie er vorgehen sollte. Er wählte den Cestus als erstes Ziel aus. Durch sein Gaussgeschütz war dies einer der gefährlichsten Mechs der gegnerischen Formation. Snake lief los.

Der Entfernungsmesser zeigte dann 600 Meter an. Snake löste die Sprungdüsen aus.
Am Scheitelpunkt der Flugbahn visierte er den Cestus an und löste die PPCs aus. Beide saßen. Jedoch konnte er nicht genau sehen, wo sie trafen. Die höhere Geschwindigkeit seines Warhammer ausnutzend rannte Snake weiter, immer in Deckung bleibend. Dann zeigte der Messer nur noch 340 Meter an, das war in Laser Reichweite. Wieder sprang Snake und löste diesmal nur eine PPC, aber dafür alle 4 Laser aus. Er wurde mit 4 Treffern belohnt. Aber das Gegenfeuer folgte. Der Cestus wehrte sich mit Gauss und schweren Lasern, der Rifleman stimmte ebenfalls mit seinen Aks und schweren Lasern ein. Wie durch ein Wunder erhielt er nur zwei Treffer. Die Gausskugel schlug mit brachialer Gewalt in das linke Bein seines Hammer ein. Einer der r des Rifleman schnitt Panzerung vom rechten Arm.
Plötzlich jedoch erlosch das Licht für den Cestus. Die PPC musste das Cockpit durchschlagen haben.
Snake entschied sich für den Rifleman als nächstes Ziel. Durch seine schwache Panzerung würde der Mech schnell fallen. Nur, da wo der Rifleman war, war keine Deckung mehr, aber das musste Snake riskieren. Er beschleunigte den Hammer auf volle Geschwindigkeit und rannte auf den Rifleman zu. Die Entfernungsanzeige veringerte sich schnell. 400 Meter, 350, 300 Meter, 260 Meter, in SRM Reichweite, dann brach er durch den Wald, da war der Rifleman. Snake feuerte bis auf eine PPC alle Waffen seines Hammer ab, der Rifleman antwortete mit Ultra Aks und schweren Lasern. Ak Granaten schlugen in den Torso des Hammer ein. Einer der Laser vergrösserte den Schaden am Bein des Hammer, der andere schlug im Arm ein. Dem Rifleman erging es jedoch schlechter. Die PPC und einer der Laser maltärtierten den rechten Torso und verdampften die gesamte Panzerung. Die anderen Laser verteilten sich. Dann kamen die KSR. Eine durchschlug den rechten Torso und brachten die AK Granaten zur Detonation. Der Rifleman war aus dem Spiel. Plötzlich schlugen Laser und Raketen in seinen Hammer ein. Verflucht, der Quickdraw hatte ihn umgangen und ging nun auf Tuchfühlung. Das war gefährlich. Der Quickdraw war ein Nahkämpfer. Die Raketen schienen von der Bandersnatch zu stammen. Snake konnte die PPCs nicht einsetzen, also feuerte er auf den Quickdraw mit Lasern und KSRs. Der Quickdraw erwiderte das Feuer mit Lasern. Verdammt die Kurita Version. Panzerung verkochte. Das beschädigte Bein wurde entblösst. Snake setze alles auf eine Karte und löste einen Alpha Strike aus. Die PPCs verkochten die Panzerung über dem Torso, Laser und KSRs setzen das Werk fort. Die Bewegungen des Hammer wurden schwerfälliger, Snake schlug auf den Vetoschalter. Der Quickdraw konnte das Feuer erwidern, aber er stürzte schwer. Offensichtlich war sein Gyro beschädigt. Snake bewegt sich an den Quickdraw heran und trat zu. Das rechte Bein des Quickdraw gab nach und brach weg. Snake wollte zu einem zweiten Tritt ausholen, als Ak Granaten in seine Maschine einschlugen. Verflucht, der Bandersnatch. Snake drehte seinen Torso und wollte das Feuer erwidern, als der Bandersnatch eine zweite Salve abfeuerte. Das beschädigte Bein brach weg und seinen Hammer ereilte das gleiche Schicksal wie der Paladin. Durch den Sturz schossen die meisten Waffen vorbei. Lediglich die SRMs konnten Treffer verbuchen, aber das war kaum der Rede wert. Die Bandersnatch rückte vor und gab nun eine Cluster Salve ab, gefolgt von Lasersalven. Sein Rücken wurde aufgerissen. Clustergranaten zerfetzen Gyro und Reaktor. Es war vorbei. Der Simulator wurde schwarz.

Eine sanfte Computerstimme meldete, das Snake tot war.

„Ach was, erzähl mir was neues."

Die Auswertung besagte:

Cestus 100%ig zerstört
Rifleman 100%ig zerstört
Quickdraw 72%ig beschädigt
Bandersnatch 2%ig beschädigt

Trotz allem fand Snake, das er sich respektabel geschlagen hatte. Verdammt, er hätte besser auf den Bandersnatch achten sollen, aber es half nichts. Er stieg aus dem Simulator. Alles was er jetzt wollte, war ein Glas Wasser. Draussen wurde er von Frederic Walden empfangen.

Frederic reichte Snake ein Handtuch und wies auf eine Flasche mit Vit- Orange. "Ich muß sagen, Sie sind ein guter Pilot. Ihre Punktzahl liegt im guten, sehr guten Durchschnitt. Aber ich muß mich fragen, ob Sie mit einem so schnellen Mech auf die 4 Gegner zustürmen mußten?" Er musterte den verschwitzten Mechpiloten. Er war durchaus ein guter Fang und er konnte ihn gar nicht ablehnen.
Im Hintergrund hatten sich einige Menschen angesammelt, um etwas vom berühmten LaMancha- Szenario mitzubekommen.

Snake nahm die Flasche dankbar an und trank einige Schlucke. Dann antwortete er auf Waldens Frage.

"Stimmt schon, mein Hammer ist schnell. Meine Taktik war zu versuchen, den Cestus auf Entfernung auszuschalten, was mir ja auch gelungen ist. Der Rifleman hat eine schwache Panzerung, was ihn einem Nahkampf nicht gewachsen macht.
Der Quickdraw war das Problem. Der Mech ist genauso schnell wie mein Hammer und hat mehr Sprungkapazität. Aber durch die reine Bewaffnung mit mittelschweren Lasern muss er sehr nah ran. Leider habe ich nicht erwartet, daß es diese Variante sein würde. Ich rechnete mit der mit Langstreckenraketen. Die hätte nur je zwei Medium Laser vorne und hinten gehabt. Durch den Nahkampf konnte ich mich nicht auf die Bandersnatch konzentrieren und die hat mich dann eiskalt erwischt. Zu Schade."

Frederic gab sich nachdenklich: "Sie sollten aber ihr Glück bedenken. Den Cestus haben Sie recht früh ausgeschaltet. Es hatte ihm den Kopf abgerissen. Auch der Kampfschütze hatte Pech. Aber selbst so war das eine gute Leistung, denke ich. Nur an der Taktik werden Sie feilen müssen. Aber das wird der Chef mit Ihnen machen.", zwinkerte er.
"Es gibt ja den Spruch: 'Mit Glück kommt man weiter, als mit Können. Wenn Sie weiter Glück haben, kann uns nichts mehr passieren."
Dann wandte er sich zu Drustran:"Sie sind dran, Cartwright. Passen Sie auf, Sie werden schwerere, aber vermutlich langsamere Gegner bekommen. Viel Glück und Geschick."

Marlin
23.04.2004, 22:02
Drustran stieg etwas nervös in die Kanzel. Er bereitetet sich auf einen harten Kampf vor, doch wie hart er werden sollte, hätte er sich in seinen wildesten Alpträumen nicht ausgemalt. Langsam startete die Simulation:

Er stand auf einer Ebene, ein schlechter Start, dachte er sich. Er überprüfte die Scanner. Von Osten kam die Lanze, laut Sensoren eine Banshee, ein Blitzkrieg, ein Salamander und ein Tomahawk. „Das ist Übel" sagte er zu sich. Im Süden war eine Stadt. Wenn er überhaupt eine Chance haben wollte, mußte er dort kämpfen, auch wenn er Stadtkämpfe haßte. Und selbst da waren die Gegner in Vorteil: der Blitzkrieg und Tomahawk waren gefährliche Nahkämpfer. Es mußte sein, er rannte in die Stadt. Als er sie erreichte, schlug hinter ihm eine Salve LSR ein. Er verzog sich tiefer in die Stadt und rief die Sensordaten noch mal auf. Die Banshee ist eine 6S, d. h. ein schweres Gauss und ne LB–10X AC. Super, sollte er nicht lieber aufgeben? Nein, Drustran hatte eine Idee, wie er wenigstens ein paar von ihnen mitnehmen konnte. Also noch tiefer in die Stadt und dann warten!
Nach zwanzig Minuten hatte er einen Radarkontakt. Drustran hatte seine Maschine runter gefahren und auf Passivsensoren geschaltet. Er konnte nicht genau sagen, was da war, aber es schien der Tomahawk zu sein. Er wartete, bis die Maschine näher heran gekommen war. Als der Mech neben dem Hochhaus war, fuhr er den Reaktor hoch und brach jetzt durch die Wand. Es war der Tomahawk, der nun sich in seine Richtung drehte und das Beil hob. Hinter Drustran stürzte das Hochhaus zusammen, nachdem zwei Seiten fehlten. Drustran blockte das Beil mit der linken Armmanschette ab und hob die rechte auf Cockpithöhe. Ein Druck auf den Auslöser und der Mech war ausgeschaltet, dank des Überraschungsmomentes. Doch es war Drustran klar, daß der Pilot um Hilfe gerufen hatte. Er zog sich gerade um die Ecke zurück, als eine Salve AK Granaten in seinen Rücken und in das Haus dahinter einschlugen. „Verdammt, der Blitzkrieg" Er drehte sich um, den Blitzkrieg mit zwei Gausskugeln erwartend. Dieser huschte verdammt schnell durch sein Schussfeld, und beide Kugeln verfehlten. Da fiel Drustran auf, das die Salve des Blitzkriegs den Lademechanismus des Linken Gaussgeschützes zerstört hat. „Prima, 50% Waffenverlust meiner Primärbewaffnung" dachte sich Drustran und verschwand in den Tiefen der Stadt, weiter auf den Blitzkrieg achtend. Plötzlich viel ihm auf, das dies alles Mechs aus dem Lyranischen Raum waren. Er mußte lachen. Dann ertönte die Zielerfassungswarnung im Cockpit. Er trat sofort auf die Pedale und löste somit die Sprungdüsen aus. Unter ihm donnerte eine Ultra-Salve der AK des Blitzkriegs die Straße entlang. Er landete, die nächste Salve mußte ihn einfach treffen. Er wendete den Gunslinger und erwartete den Einschlag. Dieser blieb aus und er sah den Blitzkrieg die Straße hinauf laufen. Die AK mußte eine Ladehemmung haben, das war die einzige Möglichkeit, um dies zu erklären. Er atmete erleichtert auf, damit war dieser Mech effektiv aus dem Spiel, da er nur dieses eine Waffensystem hatte. Plötzlich Schlugen ca. 60 Raketen auf und um den Mech ein. Er verlor eine große Menge Panzerung und Drustran wurde heftig in der Pilotenliege durchgeschüttelt. „Verflucht, der Blitzkrieg hat meine Koordinaten an den Salamander weitergegeben" murmelte Drustran. „Die Banshee ist bestimmt auch schon auf dem Weg!" Da tauchte die Banshee auch schon im Ortungsbereich der Sensoren auf. Drustran zog sich langsam zurück. Doch die Banshee war schneller und holte auf. Drustran blieb in Deckung eines Hauses und brachte das verbliebene Gaussgeschütz in Schußposition. Als das Fadenkreuz golden aufleuchtete, schoß er. Die Kugel bohrte sich in das linke Bein, konnte die Panzerung jedoch nicht durchschlagen. Die Banshee kam einfach näher. Er schoß wieder, diesmal traf er den Torso. Aber nun war die Banshee nah genug dran und erwiderte das Feuer mit dem Gauss und der LBX. Die Autokanone traf das rechte Bein und richtete nur Panzerungsschaden an, die Gauss jedoch schlug auf nahe Distanz in den rechten Torso, Beschädigte dabei den Reaktor und die Trümmer im Torso anscheinend auch das Gyroskop. Der Gunslinger krachte durch den Wucht der Treffer und dem beschädigten Gyro in die Häuserfront im seinem Rücken. Drustran brachte den Mech wieder auf die Beine. Er hatte verloren, die rechte Seite war hinüber und der Reaktor und Gyro beschädigt, die Gaussgeschütze zerstört oder unbrauchbar, er hatte noch drei Frontlaser und die Beiden Impulser im Heck. Und seine Panzerung war auch nur noch Legende. Er konnte nur noch eins machen....
Er stürmte auf dir Banshee zu, feuerte alle Waffen einfach ab, öffnete das Kühlmittelaustauschventil des Mechs
und schaltetet die automatische Abschaltung des Reaktors aus. Dann traf die Banshee wieder, zerstörte die restliche Abschirmung des Gunslingerreaktors und beide Mechs vergingen in der Explosion des Reaktors.

Die Kapselschleuse öffnet sich und Drustran stieg total verschwitzt heraus. „Wie soll man eine so kampfstarke Lanze im Alleingang besiegen können? Der, der das schafft, bekommt meinen Mech geschenkt!" Dann nahm er erstmals einen tiefen Schluck von dem isotonischen Getränk, das Snake ihm reichte.

Ein verschmitzt grinsender Frederic Walden kam auf Drustran zu. „Ich sage es ihnen offen: man hat mir gesagt, daß Sie keine Chance haben würden, mit einem überschweren Mech. Aber ich fand die Taktik gelungen. Dummerweise mußten Sie in die Stadt. Das wäre ein Problem, wenn Sie in der Realität in so eine Situation kommen würden. Zu zweit hätten Sie beide natürlich mehr Schaden gemacht, aber ich bin schon fast überzeugt.
Ruhen Sie sich bitte eine Weile aus. Wenn Sie bereit sind für das schlimmste, sagen Sie es bitte.
Das wird sicher nicht leichter."
Er drehte sich zu einer größer werdenden Menschentraube: „Ich muß Sie bitten, weiterzugehen. Ansonsten muß ich Eintritt verlangen. 100 C- Noten pro Kopf." Er grinste. Zu seiner Überraschung machten einige Anstalten, das Geld herauszurücken. Er winkte diese zu sich. Während er kassierte, es waren 5 Personen, machten die anderen Anstalten, weiterzugehen. Einige Ordnungshüter, er erkannte Svensson darunter, ordneten die Massen, die effektiv den Weg blockierten. Zu den 5 gewandt, sprach ein belustigter Frederic: „Sie können an den Betrachter gehen, wenn es los geht. Aber bitte belästigen Sie niemanden aus meiner Mannschaft. Ich danke Ihnen."

Drustran nahm noch einen Schluck, dann antwortete er Walden: "Mir hat es auch nicht gefallen. Meine Chancen waren unter aller Sau, zwei überschwere Mechs.... unterstützt von zwar mittelschweren, dennoch sehr gefährlichen Mechs. Da ich im Norden und im Westen nichts deckungsmässiges gesehen habe, und ich kein Kamikazeangriff starten wollte, blieb mir nur die Stadt. Aber vielleicht hat das Wissen, das es nur eine Simulation war, die Entscheidung erleichtert. Im realen Leben hätte ich mich wahrscheinlich ergeben, da selbst die Stadt nur ein Aufschub war."

Jetzt ernst sagte Frederic: "Ich hoffe, daß Sie in Wirklichkeit nie in solch eine Situation kommen, beziehungsweise immer mehrere "Lords" als Rückendeckung haben werden." Nun lächelte er schwach. "Ich und mein "Sir" könnten einige Gegner vielleicht ablenken. Aber Sie werden hoffentlich mehr Glück haben.... Was mich zu Ihrem nächsten Test bringt.
Sie werden sehr gut zusammenarbeiten müssen, weil Sie wieder einer vierfachen Übermacht gegenüberstehen werden. Viel Spaß. Es beginnt, wenn Sie beide bereit sind."

Als Drustran sich mit Snake abgesprochen hatte, und noch währenddessen, machte er sich schon locker.
Als Frederic das sah, ging er zu den beiden.
"Ich sage Ihnen beiden jetzt, worauf es ankommt: Flexibilität, Zusammenarbeit und Zusammenhalt. Das wird jetzt nicht leicht. Ich habe mir die Freiheit genommen und die Feindaufstellung schon festgelegt." Er trug sein bestes Pokerface zur Schau. Einige würden ein kleines, diabolisches Funkeln seiner Augen entdecken. Aber das würde auf diesem Planeten wohl nur seine Schwester sehen. Seine Gesicht verzog sich zu einem bösen Grinsen, als sich die beiden zu den Simkapseln begaben.
Er rief einen Tech, einen weiteren Holobetrachter zu besorgen. 'Viel Spaß, Ihr zwei.' dachte er sich. Und lächelte wieder.

Marlin
24.04.2004, 23:10
Nun war es soweit.
La Mancha zweiter Teil.

Diesmal würden Drustran und Snake zusammen kämpfen.
Sie fragten sich, welche Aufstellung Walden einstellen würde.

Die Simulation begann.

Snake und Drustran starteten am Fuße eines Berges.
Hinter ihnen war ein See,
Von den Gegnern war noch nichts auszumachen.
Er öffnete einen Kanal zu Drustran.

„Dieser See erscheint mir recht einladend. Was hältst du von der Idee da einen kleinen Hinterhalt zu legen?"

Drustran bestätigte. Also stapften sie beide in den See bis ihre Maschinen komplett verdeckt wahren. Dann schalteten sie Passiv Sensoren und auch seismische Sensoren ein. Die Reaktoren waren auf Minimalleistung.

So warteten sie.

Eine geschlagene halbe Stunde verging, als endlich die seismischen Sensoren des Hammer anschlugen. Offensichtlich waren einige Assaults dabei. Snake gab Drustran mit kurzen Klicks ein Zeichen. Die Laute wurden stärker. Dann konnte Snake durch das Wasser die Silouette von fünf Mechs ausmachen. Selbst auf diese Entfernung konnte er zwei der Mechs sofort identifizieren. Ein Gladiator und eine Mad Cat.

CLANER????

Na wunderbar. Wahrscheinlich noch Elementarunterstützung. Innerlich verfluchte er Walden, aber es half nichts. Da mussten sie nun durch.
Er gab Drustran wieder ein Zeichen, es bedeutete zu warten, bis die Formation vorbei war, um in ihren Rücken zu kommen.

Drus bestätigte.

Die Clan Mechs zogen vorbei. Dann gab Snake das Zeichen zum Angriff.
Beide Reaktoren fuhren hoch. Bei voller Leistung brach zuerst Snakes Warhammer durch die Wasseroberfläche, gefolgt von Drustrans Gunslinger. Snake wählte den nächststehenden Mech zum Ziel. Es war ein Loki. Snake visierte den Gegner mit PPCs und den Lasern an, dann feuerte er beide PPCs und 2 Laser ab. Die erste PPC schlug im Rücken des Loki an, und tötete den Elementar, der am rechten Torso hing. Die zweite schlug an fast dersselben Stelle ein, und öffnete den Rücken. Die beiden Laser trafen zwei weitere Elementare, die am Loki hingen und brachten sie zu Fall. Drustran schoss auf einen Gargoyle. Eins der Gaussgeschütze pulverisierte einen der Elementare. Wo das andere einschlug konnte Snake nicht genau sehen.

Dann brach die Hölle los. Der Gladiator und eine Nova erhoben sich auf Sprungdüsen. Ihre Elementarladung ging ebenfalls in Position.

Endlich waren Snakes eigene PPCs wieder geladen. Er feuerte erneut auf den Loki, gerade als dieser sich drehen wollte. Zudem löste Snake die Streak Lafette aus. Alle Raketen saßen perfekt. Die erste PPC schälte die Panzerung im rückwertigen Center ab. Die andere traf erneut den rechten Torso. Plötzlich wurde der Torso des Loki durch eine Welle von Sekundärdetonationen erschüttert. Dann schlugen noch die Raketen ein. Zwei explodiertten auf dem Arm des Mechs, eine andere im Bein. Die letzte flog durch das Loch im Center Torso und beschädigte interne Struktur. Dann explodierten die SRMs im Torso des Loki. Dieser Mech war ausgeschaltet. Plötzlich schlugen mehrere mittelschwere Laser in seinen Hammer ein. Der Black Hawk. Verdammt. Panzerung verflüssigte sich. Snake hatte Mühe den Hammer aufrecht zu halten, aber er schaffte es. Dann visierte er den Black Hawk an.Die PPCs waren noch nicht wieder geladen also feuerte Snake nur die Laser ab. Sie schlugen im rechten Arm und Bein des Black Hawk ein. Plötzlich gab es einen dumpfen Schlag. Scheisse, Elementare. Warnlampen sprangen an. Na wartet ihr Mistkäfer. Snake löste die Jumpjets seines Hammer aus. Seine Taktik klappte. Die Elementare liessen los. Einer fiel ihm direkt vor die Füsse. Er fand sein Ende unter dem rechten Fuss des Hammer. Dann schlugen wieder Laser in ihn ein. Die Kontrollleuchte für die PPC im rechten Arm erlosch. Verdammt. Er drehte sich wieder dem Hawk zu. Wo war Drustran? Da. Links neben ihm konnte er das qualmende Wrack des Man O’ War ausmachen. Aber er befand sich im Zweikampf mit dem Gladiator. Sein rechter Arm hing nutzlos herab.
Er konnte jedoch nicht helfen. Snake visierte den Blackhawk an und feuerte jede noch verfügbare Waffe ab. Durch den Wegfall der PPC konnte er sich das erlauben.
Trotzdem nahm ihm die aufsteigende Wärme kurz die Luft. Dann schaute er auf den Blackhawk.. Der rechte Arm war abgerissen, und er hinkte. Verdammt, die Salve hatte nicht ganz die Wirkung gehabt die Snake erhofft hatte.

KLONG:

Wieder dieses widerwärtige Geräusch. Warnsirenen heulten auf. Der Reaktor. Diese kleinen Mistkerle hatten sich durch die Rückenpanzerung gefressen. Gerade wollte Snake wieder die Sprungdüsen auslösen, als mit brachialer Gewalt zwei PPCs in ihn einschlugen, gefolgt von Laserimpulsen. Die Mad Cat. Aber wieso, hatte Drustran auf sie geschossen?

Der Black Hawk stimmte mit seinen verblieben Lasern ebenfalls mit ein.

Seine Konsole leuchtete wie ein Weihnachtsbaum. Gelbe und rote Warnleuchten. Sein Hammer war am Ende.

So nicht, Freunde. Snake wollte zu einem extremen Mittel greifen, als er nur noch blau sah. Die PPC der Mad Cat schlug im Cockpit ein. Snake fluchte aber er konnte es nicht ändern.
Sein Kampf war vorüber.

Schweissgebadet stieg Snake aus dem Simulator.
Er atmete tief durch und ergriff dann die Flasche Vita Orange, die Walden ihm reichte.

**

„Was ist das? Das sind ja Clanner...." Fluchte Drustran als er den Man O War erkannte.

„Naja, dann halt gegen Clanner, Walden wird schon wissen was er tut, zumindest hoffe ich das, dieser Mistkerl."

Dann kam das verabredete Zeichen; Drustran fuhr den Reaktor auf Maximum und brach durch die Oberfläche des Sees. Er sah Snake gegen den Loki vorrücken und auch das der Stern Elementarunterstützung hatte. Nach einigen Worten, die sich nicht für den Sproß eines Adelshauses gehörten, erfaßte er den Man O War mit den Gauss. Die eine Kugel machte einem absteigenden Elementar den Garaus und die andere grub sich in den linken Arm. Der Man O War drehte sich um, als Drustran die vier Laser nachsetzte, zwei gingen vorbei, der dritte traf einen anderen absteigenden Elementar und schickte ihn mit fast zerschmolzener Brustplatte zu Boden. Der Vierte traf den angeschlagen Arm und verkochte dort die Panzerungsreste. Der Arm war fast blank, doch er antwortete mit einer vollen Salve LRM und SRM. Die LRM kosteten den Slinger Bein- und Torsopanzerung, während drei SRM den Kopf des Slingers malträtierten. Drustran wurde schwer in die Gurte geschleudert, so das er nicht mitbekam, das die Gausskugel dort, wo er eben noch stand, sich in den Boden bohrte. Drustran faßte sich wieder, die LRM hatten nur Panzerung angekratzt, doch die SRM hatten ihn fast die gesamte Kopfpanzerung gekostet. Er erfaßte den Man O War wieder und schickte erneut zwei Kugeln und zwei Laser auf die Reise. Die eine Kugel verfehlte, die andere schlug in den linken Torso ein und zertrümmerten dort ganze Panzerplatten, konnte aber nicht den Schutz durchdringen. Der Laser bohrte sich jedoch in den linken Arm, und traf das SRM-Munitionslager, welches in einer spekakulären Explosion den Arm verschwinden ließ. Dafür traf jedoch die Gauss des Man O War die rechte Schulter des Gunslingers und zerstörte mit einem einzigen Treffer die Laserkuppel der Seite. Erst jetzt bemerkte er die Elementare, die seinen Mech angriffen, sie sprangen an dem Mech hoch und wollten seine Gelenke beschädigen, oder durch den Rücken das empfindliche Innenleben des Mechs zum Ziel machen. Der eine Elementar, es war der, den Drustran mit dem Medium- Laser schon einmal getroffen hatte, flog durch die Schußbahn des Pulsers, der an den Beinen des Gunslingers zur Abwehr eben solcher Attacken angebracht wurden, als Drustran die Pulser auslöste. Diesmal stand der Elementar nicht mehr auf. Drustran sprang auf den Man O War zu, schüttelte dabei zwei von drei Elementaren ab und landete noch hundert Meter vor dem Man O War. Auf dem Schirm sah er, das Snake den Loki den Todesstoß versetzte, aber auch schon die nächsten Mechs gegen ihn nachsetzen. Der verbliebene Elementar machte sich an der rechten Schulter zu schaffen, da wo natürlich die Medium Laser ausgefallen waren. So begann der Elementar fröhlich den Schulteraktivator zu zerlegen, während Drustran sich auf den Man O War konzentrieren mußte, da dieser mit einer Gausskugel klargemacht hatte, daß er noch da war. Die Kugel durchschlug die Panzerung , welche von den LRM geschwächt worden war, und richtete zum Glück keine internen Schäden an. Drustran kämpfte darum, den Mech auf den Beinen zu halten, während er auf den Man O War schoß, die eine Kugel verfehlte, traf jedoch den Katamaran am Bein. Die andere brach durch die angeschlagene Torsopanzerung und brachte den Omni zu Fall, die Laser bohrten sich in die rechte Beinpanzerung, respektive in den offenen Torso und verursachten weiteren Schaden vor dem Sturz. Der Man O War erhob sich nicht mehr.
Allerdings ging nun ein Lämpchen für den Schulteraktivator an, der Elementar hatte sich durchgearbeitet. Und die anderen kamen wieder....

Er sprang wieder, wurde diesmal alle Elementare los, doch landete direkt vor den Läufen des Gladiators. Dessen Gaussgeschütz pumpte eine Kugel in den nutzlosen rechten Arm, und die Laser zerkochten einen Großteil der Torsopanzerung. Diesmal verlor Drustran den Kampf gegen die Schwerkraft. Er stürzte und begrub zwei Elemenare unter seinem Mech. Der Aufschlag ließ ihn mit dem Kopf gegen die Konsole krachen, und es wurde schwarz vor seinen Augen. Als er wieder zu sich kam, sah er den Gladiator über sich stehen, das Gauss auf seinen Kopf gerichtet. Drustran rollte den Mech auf die Seite, als der Gladiator schoß. Die Kugel bohrte sich Millimeter neben dem Cockpit in den Boden. Die Laser dagegen in den Torso und zerstörten das Innenleben des Mechs. Das Gyro war beschädigt, der Reaktor ebenso. Die Gauss und die vier Medium- Laser zerstört. Drustran wollte diesen Clan- Bastard mitnehmen, irgendwie mußte es möglich sein.. Er trat so gut es ging gegen das Bein des Omnis, das linke gegen das rechte und das Rechte gegen das Linke. Von dem Manöver überrascht stürzte der Gladiator nach hinten weg. Doch dann waren die Elementare über ihm, kämpften sich durch die verbliebene Kopfpanzerung und machten dem Piloten klar, das er ein Gefangener des Clans war!

Dann wurde es Schwarz!

Drustran kämpfte sich aus dem Simulator, rieb sich den linken Arm, der durch die Schleuderei im Simulator öfters anstieß und nun taub war. Er schwankte etwas und kippte dann um.

Nach einigen Minuten kam er wieder zu sich, umringt von sorgenvollen Gesichtern und einigen Medtechs. Der eine sprach ihn an: „Wissen sie wo sie sind?" Outreach, Trainingsanlage" „Welchen Tag ..... " Kurz darauf wurde er ins Harlech City Hospital zur Beobachtung eingeliefert, die Diagnose: Gehirnerschütterung.

Ein schief grinsender Frederic ging zu Snake, als er ausstieg. „Gut gemacht." sagte er, als er ihm eine Flasche reichte. Dann sahen sie alle, die 3 Techs waren in der Zwischenzeit eingetroffen, zu Drustran, der länger für den Ausstieg aus seiner Kapsel brauchte. Frederic kam hinzu, gerade als er umfiel. Das war aber etwas überraschend. „Einen Sanitäter, schnell!" rief er, bevor er sich zu ihm kniete. Das war unerwartet.
Er hatte zwar mehrere Kopftreffer abbekommen, aber so ein Feedback sollte im Sim nicht stattfinden.
Endlich kamen doch ein Tech der Dragoner und 2 Med-Techs an. Er wurde auf eine Trage gepackt. Als er wieder aufwachte, befragte ihn ein Med- Tech. Offenbar war es nicht ganz so schlimm.
Er schüttelte den Kopf, als er Snake ansah.
"Ich denke, eine Gehirnerschütterung. Das heißt, wir haben genug Zeit, uns ihren Mech anzusehen. Aber vorher werde ich mich für Regress stark machen.
Das darf nicht passieren!"

Auch Snake war besorgt.

Aber konnte sich noch gut daran erinnern, wie es war, als damals sein Thunderbolt abgeschossen wurde. Und Drustran sah noch erheblich besser aus, als er selbst damals. Zumindest hatten ihm seine damaligen Kameraden das erzählt.
Drustran schien noch klar denken zu können. Auch seine Wahrnehmung schien halbwegs in Ordnung zu sein.

Als die Med Techs Drustran wegtrugen war Snake schon etwas besser zumute.

Marlin
24.04.2004, 23:12
******

Eine fröhliche Meute aus Frauen und Männern verschiedenster Nationalitäten kamen in den "Howling Wolf". Das Lokal war vorgewarnt worden und da es zwar nicht zu den besten, aber auch nicht zu den schlechtesten Lokalen am Platz gehörte, waren mehrere Tische zusammengestellt worden. Die Gruppe, von Frederic geführt, begab sich genau dahin und bestellte sich Getränke, je nach Laune.
Frederic sah zufrieden aus. Er war in einem Gespräch mit der älteren Draconierin vertieft, und versuchte sein Japanisch zu verbessern. Ihr die Situation auf Bad F. zu erklären war aber etwas zu schwer. Sie half zum Glück mit ihren Englischkenntnissen aus.

Nach einiger Zeit schwang die Tür der Kneipe erneut auf und eine zierliche Mechpilotin betrat den Raum. Daß sie Mechpilotin war, erkannte man an den ausrasierten Schläfen. Die junge Frau trug einen langen Mantel, draunter bequeme Jeans und einen Pullover. Ihr langes blondes Haar hatte sie zu zwei Zöpfen geflochten, die mit je einer Haarschleife verziert waren.
Sie blickte sich um und ging dann zur Theke. Anscheinend kannte sie niemanden in der Kneipe und für eine Person einen Tisch zu belegen, wäre unangebracht gewesen. Sie streifte ihren Mantel ab und legte ihn neben sich auf einen freie Barhocker.
An ihrer Hüfte war nun ein Holster zu erkennen, eine Warnung für jeden, der feindselige Gedanken hegte.
Die Frau setzte sich neben ihre Jacke und drehte sich, nachdem sie einen Orangensaft geordert hatte, zum Schankraum um. Ihre hellblauen Augen hielten alles im Blick.

Frederic sah den Neuankömmling kurz, dann wandte er sich wieder seiner Gesprächspartnerin zu.
Allerdings war er fasziniert von dieser jungen Frau. Immer wieder etappte er sich dabei, wie er sich nach ihr umsah. Vom Gespräch mit seiner zukünftigen MasterTech bekam er so gut wie nichts mehr mit.
Also entschuldigte er sich in seinem gebrochenen Japanisch und sah sich die junge Mechpilotin genauer an.
Sie war äußerst hübsch, aber strahlte gleichzeitig Souveränität und Selbstvertrauen aus, die ihrer Intelligenz zuzuschreiben war.

Frederic war gebannt. Er kam sich zwar recht albern vor, so zu starren, jedoch konnte er nicht anders. Die junge Frau hatte ihn jetzt ebenfalls gesehen und beobachtete ihn ihrerseits. Das faßte Frederic als Einladung auf, sie anzusprechen. Er ging zu ihr hinüber. Er wußte jetzt, was zu tun war.
„Entschuldigen sie bitte meine Dreistigkeit", sagte er in höflichstem Englisch, „Ich bin sicher, daß wir uns noch nicht kennen. Um dem abzuhelfen, bin ich hier. Ich störe doch nicht?"
Die junge Frau schaute etwas perplex, aber fing sich schnell wieder. Ihre Augen blieben wachsam. „Sie stören mich nicht. Aber was haben sie vor?" Frederic war überrascht. Sie war direkt, das mußte man ihr lassen. Aber um so besser für ihn. ‘Verdammt, früher war ich besser darin.’ Am besten war es wohl, die Wahrheit zu sagen. „Ich bin wahrscheinlich nicht der einzige hier, der ihre Schönheit bemerkt hat. Ich wollte sie im Grunde nur kennenlernen." Jetzt war es ausgesprochen und sie war am Zug. Das hatte sie wohl nicht erwartet, denn sie blieb ruhig. Man konnte vielleicht etwas Interesse in ihrem Gesichtsausdruck lesen. „So, schön bin ich also.. ein Punkt für sie. Aber sie haben noch nicht ihren Namen genannt.." „Walden, Frederic Walden.", kam es wie aus der Pistole geschossen. Er lächelte jetzt gewinnend. Vielleicht half ja Direktheit bei ihr. Sie war schließlich aus dem selben Holz geschnitzt. „Darf ich sie zu einem Drink einladen, Miss..?" Ihr Gesicht war freundlich, als sie akzeptierte und sich mit „Jara Fokker" vorstellte. „Aber versuchen sie keine Tricks." Irgendwie kam der name Frederic bekannt vor. Er lächelte, als er sie in eine etwas ruhigere Ecke einlud und sie annahm. Sie verbrachten noch den ganzen Abend mit Gesprächen und wurden nur kurz gestört, als es einen Tumult im Lokal gab. Danach blieb es ruhig. Bis spät in die Nacht.


Snake hatte sich etwas zurückgezogen.

Ohne Drustran war ihm etwas langweilig. Ihm fiel jedoch Waldens Reaktion auf diese Dame auf.
Zugegeben, sie war attraktiv, aber nicht Snakes Typ. Kein Vergleich zu Meryl.

Plötzlich jedoch ging die Tür des Lokals wieder auf, und eine blonde Frau trat ein. Sie trug eine zerschlissene Marik Uniform. An ihrer Seite hatte sie ein recht großes Holster. Snake erkannte die Waffe sofort. Interessant, dachte er sich.

Sie setzte sich an die Theke und bestellte etwas. Dann beobachtete sie die Umgebung. Anscheinend wartete sie auf jemanden...

Kurze Zeit nach Ankunft der Frau öffnete sich die Tür erneut und eine Gruppe aus drei Leuten kam herein. Auch sie in Marik Uniform. Sie fielen Snake sofort auf, da zwei asiatische Züge trugen. Besonders jedoch fiel ihm der dritte im Bunde auf. Der Mann war ein Hüne. ‘2 meter 15 groß.’, schätzte Snake, mindestens. Die Gruppe, zwei Mann und eine Frau,, begrüßten die blonde und gemeinsam setzten sich die vier an einen Tisch.

Snake bemerkte plötzlich eine Unruhe im Raum. Er schaute sich um. Einige Söldner schien die Ankunft dieser Neuankömmlinge in Unruhe zu versetzen. Wieso?

Nach kurzer Zeit hatte er die Antwort. Einige kamen anscheinend aus dem Steiner Raum, und die asiatischen Züge schienen sie aufzuregen. Das könnte doch noch ein interessanter Abend werden. Es hätte ihm schon früher auffallen sollen. Seltsam. Wieso blieben die aber bei den draconischen Techs ruhig?

Einige Zeit später standen diese Steiner Söldner auf und gingen auf die Grupe am Tisch zu. Einer sprach die Asiatin an, worauf die ihm eine Ohrfeige verpasste, Darauf schienen die anderen nur gewartet zu haben. Sie griffen an. Doch zu deren Überraschung , oder hatten sie einfach zu viel gesoffen?, konnte sich die kleinere Frau erstaunlich gut verteidigen. Die anderen der Liga- Gruppe griffen nun auch ein. Die blonde konterte gerade einen Schlag, und fixierte dann den Arm. "Crack", das tat weh, der Arm war gebrochen. Die Mariks verteidigten sich nur, griffen aber selbst nicht an. Einer versuchte den Hünen anzugreifen, der aber bewegte sich für die Masse erstaunlich schnell blockte den Schlag ab und rammte ihm dann nach einer schnellen Drehung den Ellenbogen ins Gesicht.

Plötzlich wurde es ernster. Einer der Lyraner zog ein Messer und wollte den jungen Asiaten von hinten angreifen.
Nun griff aber die jüngere draconische Tech ein und blockierte den Mann. Dieser griff nun sie an.

‘Na wunderbar’, dachte Snake. Damit waren sie nun auch Ziel der Attacken.

Drei der Rowdys bewegten sich nun auf den Tisch der Lords zu.
Einer wollte Snake angreifen, der aber ließ sich vom Stuhl fallen und fegte dabei dem Gegner die Beine weg. Dann stand er wieder auf. Die anderen Lords standen nun ebenfalls auf, worauf sich die Lyraner zurückzogen. Auch die, die die Marik Truppe angegriffen hatten. Sie verließen das Lokal.

Einer jedoch, der, dem die blonde Frau den Arm gebrochen hatte, drehte sich um, und zog dabei eine Waffe. Er wollte sich offensichtlich rächen. Snake reagierte, zog, zielte und schoss. Die Kugel traf den Lyraner am Arm, worauf dieser die Waffe fallen ließ.

Die Gäste drehten sich zu Snake um und alle anderen Lyraner sahen ihn hasserfüllt an.
Snake jedoch ließ das kalt.
"Hebt euren Kumpel auf, und verschwindet, oder die nächste Kugel trifft besser", sagte er auf deutsch.

Das wirkte. Die Lyraner verließen das Feld.
Snake jedoch steckte seine Pistole weg, und ging zur Theke. Dem Barkeeper legte er einen 100 C-Noten Schein hin.
"Tut mir leid, die Störung. Ich würde empfehlen, das sie demnächst die Waffen ihrer Kunden einsammeln, dann kommt sowas nicht mehr vor."

Er drehte sich wieder um und setzte sich an den Tisch. Die anderen Lords und einige Gäste sahen ihn nur an. Dann herrschte wieder Normalität.

Kurze Zeit später kam die blonde Frau an ihren Tisch.
"Danke, aber das hätten sie nicht tun brauchen. Die werden sich nun auch an ihnen rächen wollen."
"Das nehme ich in Kauf. Nichts zu danken. Der Abend war sowieso etwas langweilig, Miss..."
"Knute, Deunan Knute. Können wir uns an ihren Tisch setzen?"
Er schaute zu den anderen Lords, die nickten, oder zuckten einfach nur mit den Schultern.
"Warum nicht."

Darufhin setzte sich die kleine Gruppe an den Tisch der Lords.
Sie stellten sich vor.
Der Hüne hieß Briareos Hecatonicles, das hörte sich griechisch oder so an, dachte Snake. Die beiden Asiaten hießen Hitomi Tanaka und Toshi Edogawa.

Dann kamen sie ins Gespräch. Es stellte sich heraus, das die vier Infanteristen aus dem Marik Raum waren. Sie waren Snake auf Anhieb sympathisch. Er stellte ein paar Fragen, wobei sich herausstellte, das die vier noch ohne Anstellung waren.

"Um was ging es eigentlich eben bei dem Streit?"
"Ach, einer dieser Idioten hat einige rassistische Bemerkungen losgelassen, und das können wir gar nicht leiden".
"Hmm, verstehe. Sie sagten, sie sind noch ohne Anstellung? Nun was halten sie davon, wenn sie den ‘Lords of Thunder’ beitreten würden? Ich muss gleich dazu sagen, daß ich für nichts garantieren kann. Ich bin selbst neu. Aber wenn sie morgen vielleicht bei Frederic Walden vorsprechen würden, könnte das vielleicht was werden."
"Hmm, danke, wir werden es uns überlegen."

Der Rest des Abends verlief weitgehend ruhig. Am Ende zahlten alle ihre Zeche, bis auf Walden, der mit
der jungen Frau noch länger blieb, und Snake nahm ein Taxi zum Hotel. In seinem Zimmer versorgte er noch schnell Snowcone, dann ging er ins Bett.

Der Abend, oder vielmehr der Morgen endete für Frederic mit einer Verabredung. Was die anderen betraf, war es Frederic entfallen und irgendwie auch gleichgültig. Er hatte nur Augen für Jara gehabt.
Jetzt konnte er nicht mehr aufhören zu grinsen. Auf jeden Fall mußte er Drustran besuchen und mit ihm zur Sim- Verwaltung. Da bestand ein, wenn auch geringer, Anspruch auf Kompensation. Sie würden Druck machen. Vielleicht mit Snake.
Zufrieden ging er ins Bett und schlief wie ein Stein.

Marlin
24.04.2004, 23:17
6. Januar
Der Tag war hart gewesen. Zuerst hatte Frederic den Tech vom Sim geholt, der für die Kapsel verantwortlich war. Dann hatte er einen Termin mit dem Simulatorverwalter gemacht. Es war besser gelaufen, als er erwartet hatte. Die Kompensation wurde nach seinem Hinweis auf Berichterstattung und gewissen Vertrauensverlust, sowie einer überzeugenden Vorstellung Cartwrights, auf 80000 C-Noten und Behandlungskostenübernahme festgesetzt. Er hatte eigentlich 100000 gewollt, aber beschweren konnte er sich auch nicht. Der arme Tech bekam einen Verweis und die Simulatoren wurden geprüft. Drustran bekam von Frederic die Hälfte, es stand ihm frei, die Summe den „Lords" zu übergeben.

Gegen halb neun war er mit Jara verabredet. Er war immer noch erstaunt und verwundert. Sie schienen sich schon zu kennen, oder eine Art von geistesverwandt zu sein, aber gleichzeitig war es unfaßbar, wie schnell es ging. Jedenfalls wartete er schon 20 Minuten vor dem Termin.
Die Blumen, die er mitgebracht hatte, eine Abart von hellen Rosen, waren schon am verblühen. Er machte sich kaum Illusionen bezüglich Jara. Er war wahrscheinlich zu alt für sie. Kopfschüttelnd sah er hoch, als sie neben ihm stand.

Unter Jaras Mantel sah man den dunkelroten Saum eines Kleides. Sie hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt und lächelte Frederic an.
"Mhh...Hallo." Sie hatte ihrem Haar mal wieder eine neue Frisur verpasst. Besser gesagt, sie hatte ihm keine Frisur verpasst, denn es floss wie ein blonder Wasserfall über ihre Schultern. Die Söldnerin streifte den Mantel ab. Darunter kam das Kleid zum Vorschein, das zu dem Saum gehörte. Es war komplett dunkelrot und lag eng am Oberkörper an, war ab der Hüfte abwärts allerdings beweglich. Sehr figurbetonend und Jara wusste das.

"Hallo.." Er überreichte die Blumen, um das Starren zu übertünchen. Sie sah unglaublich schön aus und wußte das auch. "Was wollen wir heute tun? In eine Bar oder ein Restaurant gehen und erzählen, oder weißt Du was besseres?"

"Für mich?" Jara starrte auf die Blumen und senkte den Kopf. "Danke...das wäre nicht nötig gewesen. Im Kino kommt ein Film, den ich gerne sehen würde...ist das eine Idee?"
Sie musterte den älteren Söldner und schnupperte an den Blumen...

"Ein Film? Ja, gerne." Er lächelte über ihre Reaktion.
"Ich war lange nicht mehr in einem Film. Wie heißt er?" Sie gingen jetzt in die Richtung, die Jara vorgab.

Jara grinste. "Ist heute angelaufen. Er heißt 'Death Of A Warrior'. Die Vorschau verspricht einen Haufen Spezialeffekte."
Sie lächelte ihn an.

"Aha, ein Kriegsfilm. Naja, wenn Du magst. Ich war solange nicht mehr im Kino, da ist mir alles recht. Außerdem bist Du dabei." Jetzt grinste er spitzbübisch. "Vielleicht können wir danach noch ein wenig reden."

"Jetzt schmeichelst du mir aber." Sie zog ihren Mantel wieder an, er war doch zu unbequem, um ihn auf dem Arm zu tragen und Frederic hatte über ihr Kleid sowieso nichts gesagt, aber sein Blick hatte ihn doch verraten.

Sie waren nach einiger Zeit vor dem Kino angekommen. 'Holodisplay mit 30000 Watt- Super Sound', wie die Werbung pries.
Frederic bezahlte selbstverständlich. Die Blumen würden wirklich verwelken. Naja, egal. Sie gingen hinein und setzten sich.

Jara machte es sich im Sessel bequem. Mit einem Kleid war das nicht einfach, aber nach ein paar Minuten schaffte sie es - gerade als die Werbung anfing. Der Film war stinklangweilig und die so gepriesenen Effekte nur spärlich gesät. Irgendwann, etwa 60 Minuten nach Beginn der Vorführung, schüttelte Jara den Kopf. "Hmm...war wohl ne Schnapsidee. Ich langweile mich zu Tode."

"Hmm? Ah, so. Wollen wir lieber gehen? War doch amüsant." Jetzt drehten sich 2 junge Burschen um und schauten böse.
Frederic ließ sich nicht stören und hörte lieber auf Jara.

Jara senkte ihre Stimme auf ein Flüstern aus Rücksicht zu den anderen Leuten. "Wenn es dir gefällt, seh ich mir die anderen sechzig Minuten auch noch an." Sie rollte mit den Augen. "Oder ich schlafe vorher ein..."

Er flüsterte jetzt auch: "Laß´ uns das nicht riskieren. Wir gehen besser." Auf Jaras Zustimmung hin, gingen die beiden hinaus. Ein kräftiger Wind wehte.
Sie suchten sich einen Ort, wo sie reden konnten.

Jara zog ihren Mantel wieder an, passte auf, dass ihr langes Haar unter den Kragen war und dass ihr Kleid nicht zu weit nach oben geweht wurde. Endlich schaffte sie es, den Mantel zuzuknöpfen und schlug den Mantel hoch.
"Gehen wir wieder ins "Howling Wolf"?", fragte Jara und sah Frederic fragend an. "Mir fällt nichts besseres ein..."

"Na gut. Los geht´s" Als sie eintrafen, verlangte der Wirt ihre Waffen. Frederic gab seinen Vibrodolch ab, der hinten am Rücken hing.
Es mußte mit dem gestrigen Abend zu tun haben, wenn das so war. Snake hatte so etwas angedeutet, als er ihn gegen Mittag getroffen hatte...

Jara zog aus der Innentasche ihres Mantels eine Sternsnacht-Pistole, gab sie ab und grinste Frederic unschuldig an, als sie aus einer anderen Tasche eine M&G Service hervorholte und ebenfalls abgab.
Anschließend setzten sie sich in eine Ecke und verbrachten einen schönen Abend zusammen.

**
Als Drustran am nächsten Tag entlassen wurde, ging er mit Frederic zu dem Trainingscenter. Nachdem das erledigt war, ging er zu seinem Mech, und dann in sein Hotel, er wollte sich etwas ausruhen. Die Gurte mussten falsch eingestellt gewesen sein, dass er so durch den Sim geschleudert werden konnte, und die Rückkopplungsschaltkreise waren auch falsch eingestellt. Ihm brummte immer noch der Schädel, er hatte das Gefühl, daß Elementare in Kampfrüstung darin Gleichschritt übten. Er legte sich hin und schlief schnell ein.

Als er später aufwachte, fühlte er sich besser. Er bestellte sich was zu essen und nach dem Essen tätigte er ein paar Anrufe. Wieso war ihm die Idee nicht schon früher gekommen..... ?

Nach den Anrufen schaute er nochmal in die momentane Wirtschaftslage. "Naja, nicht gerade die beste Zeit zum investieren.", dachte sich Drustran, als er die Kurse sah. Er würde 30000 C-Noten in die Einheit investieren, sprich, sich genug Munition und Ersatzteile besorgen und mit dem Rest..... naja, eine Reserve war nie verkehrt. Er müsste mal mit dem Zahlmeister der Lords reden, Walden könnte ihm bestimmt sagen, wer das wäre.
"Verdammt" rief er plötzlich und griff nach dem Vidphon. er drückte die Taste, in der er Snakes Nummer gespeichert hatte und wartete, bis er ranging: „Hallo Snake..... ja mir geht es wieder gut........ jetzt halt mal kurz die Luft an, ich rufe an, um dir zu sagen, daß deine HildCo- Sprungdüsen da sind....... Lagerhalle 52a, gib einfach meinen Namen an...... kein Problem..... ja....... ja.........klar, aber hör mal, ich muss noch jemanden anrufen, also bis später...bye!"
Er trennte die Verbindung, um danach eine neue mit Frederic Walden aufzubauen: "Hallo, Cartwright hier, wegen der Vertragsunterzeichnung.....ich hätte da gerne ein paar Sachen geklärt...... Ach ja, bevor ich es Vergesse, wer ist euer Zahlmeister?..."

Walden saß im Büro, als Drustran anrief. Er wollte bald los. "Ja, Walden? Gut. Was, Zahlmeister? Ah, das bin wohl erstmal ich. Ich bin am besten über das Ganze informiert, jedenfalls im Moment. um was geht es denn?"


Sie unterhielten sich über alles mögliche und verstanden sich sehr gut. Aber Fredric fragte sich unwillkürlich, ob das gut gehen könnte, wenn es denn schon angefangen hatte. Er ertappte sich mehrmals dabei, daß er Jara einfach nur ansah, wenn er neben ihr saß. Wenn sie dann nachfragte, wußte er meist nicht, was sie gesagt hatte. Das war ihm schon ein bißchen peinlich. Er wollte sich nicht dagegen wehren, nur hatte er Sorge, was passierte, wenn sie wieder getrennte Wege gehen mußten.
Sie jetzt danach zu fragen, erschien ihm schon sehr unhöflich und taktlos. Außerdem war er sich nicht sicher, was in ihr vorging.
Jara erzählte vieles, hielt aber plötzlich inne. Frederic war in Gedanken woanders. Das sah man deutlich. Was ging in ihm vor?
"Frederic...ich...ich..." Sie unterbrach sich, suchte nach den richtigen Worten und fing neu an. "Ich wollte dich fragen, ob du manchmal über die Zukunft nachdenkst." Sie sah in seine Augen. "Ich mein...ich habe immer geträumt, dass..." Sie stolperte wieder über ihre Worte und senkte verlegen den Kopf...
Jetzt war es an Frederic, verlegen zu werden.
"Nun ja... soweit ich mich erinnern kann, waren es bisher schöne Momente mit Dir." Er schluckte schwer.
"Ich habe momentan das Gefühl, daß wir uns in dieselbe Richtung bewegen. Aber.. wenn Du das als schön empfindest, kann ich Dir sagen, daß ich das genauso sehe." Er schüttelte den Kopf. "Ich kann verstehen, wenn Du damit Probleme hast. Mir fiele zuallererst mein Alter ein. Dann liegen noch Probleme vor uns, wenn wir wieder getrennte Wege einschlagen müssen. Aber ich weiß gar nicht, ob Du darauf hinaus wolltest." Er verstummte plötzlich, als ob er Angst hätte, zuviel gesagt zu haben.
"Du solltest wissen, dass das Alter keine Rolle spielt. Ich nehme an, du hast ähnliche Vorstellungen wie ich. Und..."
Sie blinzelte. "...ich würde gerne hier anfangen, was ich mir bis jetzt nur vorgestellt habe. Nur...ich habe ebenso Zweifel wie du. Wenn auch anderer Natur. Was ist, wenn einer von uns..." Sie schüttelte den Kopf. "...trotzdem...ich...ich..." Jara war total durcheinander, konnte kaum einen klaren Gedanken fassen... Verlegen und hoffnungsvoll starrte sie auf ihr zur Hälfte geleertes Glas Saft...

Jetzt hellte Frederics Gesicht sich auf.
"Du meinst wir könnten...? Aber Du bemerktest Bedenken anderer Art. Was heißt das?"
Er nahm ihre Hände in die seinen um ihr Mut zu machen. Dann sah er sie an.
Jara erwiderte den Blick des Söldners. "Ich habe Angst...nicht mehr, nicht weniger. Wahrscheinlich nur das, was alle denken." Sie zögerte, dann wurde ihr Gesichtsausdruck entschlossener.
"Dir kann ich es wohl sagen...hoffe ich. Ich habe Angst, dass dir etwas passiert. Und ich habe Angst, damit nicht fertig werden zu können. Das ist wohl...kindlich oder?"
Frederic schüttelte den Kopf.
"Oh, das ist sehr berechtigt. Aber unser selbst gewählter Beruf bringt dieses Problem nun einmal mit sich. Ich kann Dir diese Angst nicht wirklich nehmen.
Ich habe schon einiges gesehen und ich kann Dir sagen, daß der Tod allgegenwärtig ist. Selbst wenn wir zusammen leben würden, könnte ich auch vom Dach stürzen oder ähnliches. Das ist für Dich vielleicht weniger nah als für mich, aber Du bist ja auch jung und denkst verständlicherweise weniger darüber nach.
Ich kann Dir versprechen, auf mich aufzupassen.
Aber nur, wenn Du dasselbe tust." Er lächelte. "Wir haben einige Tage, die wir weise nutzen sollten. Wenn Du das denn willst."

Jara sah Frederic wieder in die Augen. "Ja, gerne...aber es geht nur abends, ich hab durchgehend Dienst." Sie sah ihn entschuldigend an. Dann beugte sie sich vor und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. "Danke.", flüsterte sie.

Frederics Kopf schien zu leuchten, so rot wurde er.
Nachdem er sich gefaßt hatte, bestätigte er: "Ich habe tagsüber auch viel zu tun. Ich freue mich sehr darüber." Er grinste breit. "Laß uns das Feiern, solange wir nur können. Wirt, etwas Gutes zu trinken bitte schön." Er sah sie eingehend an. Dann küßte er ihre Hände.

Auch Jara errötete und sah verlegen nach unten. "Also von nun an jeden Abend?", fragte sie.
Plötzlich verstummte sie und ihr Gesicht wurde sorgenvoll. "Nein, jeden Abend geht nicht." Sie schüttelte bedauernd den Kopf. "Ich muss mir ein paar Abende freihalten. Ist...ist das schlimm?"

„Aha." frederic schien enttäuscht zu sein. „Was ist denn so wichtig? Wenn ich fragen darf? Natürlich hätte ich gern mehr von Dir. Nein, es ist nicht schlimm." Sein Herz machte einen Freudenhüpfer.
"Liebes."

"Eine Freundin bei meiner Einheit...ich hab ihr versprochen, wenigstens ein paar Mal etwas zu unternehmen, wo wir noch auf Outreach sind."
Sie grinste wegen Frederics letzter Bemerkung und schenkte ihm ihr liebstes Lächeln. "Hätte mir vor zwei Tagen jemand gesagt, dass ich hier jemanden finde, hätte ich ihn ausgelacht...wer hätte das gedacht?"

"Nun, ich weiß nicht, ob es geht, aber könnten wir nicht zu dritt etwas unternehmen? Ich werde bestimmt nicht stören, wenn ihr was zu bereden habt, aber ich würde auch gern bei Dir sein, so oft es geht." Er sah hoffnungsvoll Jara an. "Wenn Deine Freundin das möchte, kann ich auch einen Begleiter für sie mitbringen.. oder eine Begleiterin."

Jara sah Frederic mit einem Blick zwischen Trauer und Hoffnung an. "Ich kann sie ja fragen, aber... ich glaube nicht, dass das geht... es ist... kompliziert." Sie seufzte. "Ich... ich würde dich ja auch gerne jeden Tag sehen, aber ich... ich... ich glaube nicht, dass das geht."

Jetzt sah er entschlossen Jara an. "Dann mußt Du sie fragen. Wenn sie dnn immer noch nein sagt, werde ich das mit Bedauern akzeptieren." Ein Seufzer. "Sage ihr, daß das eine schwere Strafe ist. Und ich haben ihr doch nichts getan, oder?"
Ein weiterer Kuß auf ihre Hand.

"Es liegt nicht an dir. Die... Gesamtsituation ist kompliziert. Sie ist extrem introvertiert und ich kann es ihr nicht verübeln." Jara strich sich eine Strähne aus dem Gesicht. "Aber lass uns dieses Thema beenden."

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