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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Söldner Bezahlung nach den Regeln


Dust Devil
16.06.2006, 16:59
Hallo liebe Leute ich melde mich mal wieder :)

Ich habe festgestellt das die Bezahlung von Söldner nach den Regeln aus dem Mercenaries Revised nicht ganz funktioniert. Es kann aber auch sein, das ich etwas falsch verstanden habe.

Beispiel:
Ich habe Söldner G.I. Joe der hat einen Kriegshammer und wird für einen Job auf einem Planeten angeworben, der sich in der Periphery Befindet. Die reise dauert 23 Sprünge, nach Regeln soll man pro Sprung 10 Tage berechnen, also sind wir jetzt bei 230 Tagen plus start und plus Landung je 7 Tage sind zusammen 244 tage Anreise. ( die Abreise ist noch nicht mit berechnet worden! )
G.I. Joe ist Veteran, was ihm einen Summe von ( 1500 C-Bills * 1,6 ) = 2400 C-Bills pro Monat. Joe soll einen Piraten jagen multiplikator von 1, das führt zu einer Summe von 2400 C-Bills.
G.I. Joe erledigt seinen Job aber in nur einem Monat! ( Hatte ich schon gesagt das G.I. Joe sehr gut ist? )
Jetzt kommt die Wartung.... Wir sind jetzt großzügig, G.I. Joe erhält kost und Logie frei Haus, er muß sich keine Gedanken machen was die wartung seines Mechs angeht. ( Grob geschätz in dem Monat fallen 500 C-Bills Kosten an, die er nicht bezahlen braucht. ) Die kampfbeschädigung wird ebenfalls duch den Auftraggeber kompensiert. ( Er braucht das auch nicht zu bezahlen. )
Jetzt kommen die Reise kosten von halt dich fest... ( 50.000 pro sprung + 5000 für Mech und Person in einem Landungsschiff ) 1.265.000 C-Bills.
Hier war der Auftraggeber gnauserig, er will nur 60% von den Sprungschiffen und 55% von den Landungschiffkosten tragen.
( Erwähnte ich schon das G.I. Joe sehr gut verhandeln kann? )
Er schafft es seinem Auftraggeber 100% der gesamten Anreisekosten zu entlocken. Also erhält G.I. Joe eine Gesamtsumme für den Piraten jagd Job von

1.267.400 ,- C-Bills

Jetzt kommt der Haken!

Wovon lebt G.I. Joe in den 244 Tagen Anreise??????
Gut, er ist flexibel und Prostituiert sich.... Damit verhungert er zwar nicht, fühlt sich jedoch Benutzt. :D

Fassen wir zusammen...
Auf der Reise muß er sich bei der Gesamten Mannschaft anbieten um zu überleben. Dann kommt er halb verhungert auf New vandenberg ( Taurus Konkordat ) an, ist pleite und soll nun hochmotiviert einem Piraten in den hintern treten und dafür lumpige 2400 C-Bills zu kassieren um danach nicht mal zu wissen, wie er diesen Dreckplaneten wieder verlassen soll?

COOL ?(

Jetzt kommt mein Vorschlag!!!!!!

G.I. Joe bestimmt den Preis für diesen Job.

Er möchte gern 25.000,- C-Bills verdienen. Plus eine Abschußprämie für jeden Piraten von 5.000 C-Bills!
Also 30.000,- C-Bills
Die An und Abreise übernimmt der Auftraggeber.
Denn er möchte ja das Problem erledigt haben und nicht der Söldner, er ist nur der Dienstleister.
23 Sprünge * 55.000 C-Bills = 1.265.000,- C-Bills * 2 = 2.530.000,- C-Bills
Für die An und Abreise wird eine Verpflegungs und Spesen Pauschale pro Monat erhoben von 1.000 C-Bills pro Person

Da die Reise 244 tage dauern wird, sind das rund 8,13 Monate, wir runden aber auf 9 Monate, die paar C-Bills machen den Kohl auch nicht fetter.
Das sind nochmal zusätzlich 9.000 C-Bills Spesen für ein dreiviertel Jahr.

Insgesamt er hält G.I. Joe für diesen Job ( Er kann dabei ja auch sterben ) 2.569.000,- C-Bills.
Davon sind Tatsächliche Kosten 98,48%.
G.I. Joe freut sich, endlich mal richtig Geld verdient, sich nicht benutzen lassen müssen und auch immer Satt.

Anmerkung
Transportkosten sind nicht verhandelbar!!!!!

Bei der Bezahlung des Soldes muß der Söldner seinen Preis machen. Hier sollte man ein Rahmen gestalten von ca. 5000 - 50000.
Ist sein Preis zu hoch... wird ihn niemand anwerben!
Ist er zu niedrig... Prostituiert er sich ja wieder!
Man sollte sich immer vor augen führen, das ein Söldner im BT Universum ein spezialist ist, der nicht leichtfertig sein Leben aufs spiel setzt. Und wenn es so einfach sein sollte kann es ja jeder machen. Basta!

Was die Verpflegungspauschale angeht, die ist verhandelbar. Mit 1000 C-Bills habe ich hier einen sehr hohen Lebensstandard angenommen. Wenn man hier sagt man bräuchte nur 300,- Bills ist das auch verständlich.

In den Regeln ist der Preis vom Auftrag abhängig. Aber wir wissen doch alle das hauptsächlich da gekauft wird wo das Preis-Leistungs verhältnis stimmt. Also der Preis bestimmt die Nachfrage. Man sollte die Regeln dahingehend ändern das so stimmt.

Was meint ihr? Ist da was dran oder liege ich total daneben???

DDevil

Arous
01.10.2006, 11:46
Möglich, dass es nicht 100%ig den FASA-Regeln entspricht, aber ich würde das Reise-Problem komplett rausnehmen aus der Kalkulation.
Wieder einmal ziehe ich eine Parallele zur Arbeitssituation im 21. Jahrhundert. Arbeiter auf Montage zahlen i.d.R. die Spesen für die Anreise vom Firmenstammsitz zum Einsatzort nicht selbst. Ebensowenig zahlen sie für den Transport ihres Werkzeugs oder ihrer Maschinen. Das übernimmt alles der Arbeitgeber. Und auch Soldaten zahlen ihre Tickets nicht selbst.

Daher habe ich bei meinen eigenen Klakulationen den Mitarbeitern meiner Einheit für die Reisedauer freie Kost und Logis berechnet und für jeden Reisemonat ein kleines "Taschengeld" zur persönlichen Verfügung gestellt.
Ansonsten muss sich die Abrechnung der Einheit vor allem aus den eigentlichen Einsatzmonaten vor Ort bestreiten lassen. Ist das zu wenig (falls also der Logistikoffizier nicht rechnen kann), müssen sich die Einheitsmitglieder eben etwas dazu verdienen, was uns schnell in die weniger "legalen" Bereiche der Söldnerkontrakte bringt (Attentate, Spionage, Sabotageakte, Doppelagenten).

Daher gehe ich davon aus, dass trotz aller Sparwilligkeit jeder Arbeitgeber ein vitales Interesse daran hat, dass sich die von ihm angeheuerten Söldner weder langweilen noch so unterbezahlt fühlen, dass sie sich ihre Brötchen nicht mehr kaufen können.
Wohlgemerkt: Ich rede noch nicht vom Kontraktbruch und vertragswidrigen Seitenwechsel, ich rede von kriminellen Subkontrakten, die ohne den Wissen des offiziellen Arbeitgebers und ggf. sogar entgegen seiner Interessen aus Geldnot bedient werden.