Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sandstrahlen?
Men-Shen
10.05.2006, 15:36
hallo
irgendwie hab ich das gefühl mich von ein paar bemalungen aus meiner anfangszeit trennen zu müssen und
gerade auf meinen routine rundgang durch die firma ist mir eine idee gekommen.
hat schon mal einer von euch versucht durch sandstrahlen die alte bemalung von euren mechs zu bekommen?
das ist ultra feiner sand in der maschine und der luftdruck ist auch regelbar.also müsste man sich eigentlich langsam an das gewünschte ergebnis
rantasten können.hab aber bissi panik das ich mir die feinheiten auf der figur versaue.und dieses langwierige einlegen in
lösemittel ist nicht so mein ding.
denke ich werde mal mit einem fahrzeug anfangen.
ich poste dann ob es geklappt hat,dennoch wär es schon nett wenn mir jemand bescheid sagen würde der da mehr erfahrung drin hat.
men-shen
Coldstone
10.05.2006, 15:47
Die Frage hab ich schon mal gestellt.
Kommt drauf an wieviel Druck dahinter ist, aber ich würde es lassen.
Sicher, die Bemalung kriegst du runter, aber die Figur würdest du dabei wohl auch ziemlich beschädigen.
Die Minis - gerade ältere IIRC - sind ziemlich weich. Du könntest Dir einen schön glatt geschmiergelten Klumpen Zinn erzeugen. Ich würde es an Deiner Stelle nicht versuchen - hab aber auch keine Erfahrung damit.
Wotan
Men-Shen
10.05.2006, 16:07
der druck ist ja regelbar,
könnte halt sein das ich dann ein stück formloses metall hab,ohne feinheiten,grins.
aber ich probier es trotzdem mal mit nem fahrzeug.
wird schon schiefgehen,
Ich glaube nicht, daß das geht. Zinn / Ersatz ist weich. Zu weich.
UND LASS DAS ARME FAHRZEUG IN RUHE!!!!!!!!!!!!
NIMM EINEN MECH :evil:
:D :P :D
Genyosha
10.05.2006, 17:01
Hm, Erfahrung mit Sandstrahlen?
Nicht im Zusammenhang mit Zinnminis.
Persönlich würde ich es sein lassen, da die Alten Minis zu weich sind.
Das Nacharbeiten mit einer kleinen Messingbürste mache ich nach dem abeitzen.
Da bekommt man die (meistens) Reste der Farbe aus den Ritzen.
Einlegen in Lösungsmittel würde ich eher empfehlen, ist etwas Materialschonensder.
Black Knight
10.05.2006, 17:21
Schon gemacht.Solange du wirklich sehr feinen Sand(und nichts anderes wie Glas o.ä.) in der Maschine hast bei ca 4 bar in einer Entfernung von etwa 40 cm vorsichtig kurze Stöße abgebem.Du soltest allerdings nicht den kompletten Lack abstrahlen, sondern nur artnäckige Reste nach dem Ablösen in einem entsprechenden Verdünner. Besorg dir vorher aber unbedingt ein Stück Gußrahmen zum ausprobieren, die ganz alten Legirungen mit hohem Bleianteil neigen dazu bei nvorsichtigem Einsatz feine Details nicht durch Abtragen, sondern durch verzerren der Oberfläche der Mini zu verlieren wenn du zu doll raufhälst.
Ghostbear
10.05.2006, 21:25
Also ich würde auch auf das Sandstrahlen eher verzichten. Die Gefahr, dass Du Dir damit die Miniatur versaust ist einfach extrem hoch.
Wie schon angesprochen, vor allem bei den älteren "Bleimodellen" geht das vermutlich schneller als Du 'Oberflächenstruktur' sagen kannst. Streckenweise hat man da schon feine Riefen drin, wenn man nur mit einer harten Zahnbürste nach einem Lösungsmittelbad darübergeht.
Die neuen Modelle sind nicht mehr gaaanz so weicht, allerdings ist mein Eindruck, dass durch das etwas härtere Material auch feinere Panellines auf den Maschinen drauf sind, die man sich vermutlich auch sehr schnell wegreibt.
(Ich meine.. wie schnell geht es, dass man sich mit einem Stückchen feinen Schleifpapier beim Versuch letzte Grußgratreste zu entfernen, selbst bei realtiv wenig Druck, die Oberfläche beschädigt)
Und eine Maschine zu bemalen, bei der die Oberflächenstruktur irgendwie fetz ist... da wirst Du dann wirklich keinen größeren Spaß daran haben.
Egal welche Bemaltechnik Du einsetzt.
Persönlich würde ich Dir wirklich eher zum nervigen, aber schonenderen Lösemittelbad und anschließender (Zahn-)bürstenbehaldung raten
Men-Shen
11.05.2006, 08:58
also kollegen,ich hab es gerade ausprobiert und ich muss sagen,mein kampfrichter hat es GUT überstanden.
druck auf 1,5 bar eingestellt und mit grossen abstand draufgehalten.farbe hat sich gut gelöst und die feinheiten sind auch erhalten geblieben.
oberflächenstruktur ist auch noch gut,leider haben sich besonders hartnäckige farbstellen nicht lösen lassen da ich bei diesem
fahrzeug ölfarben benutzt hatte.wie es mit farben auf wasserbasis läuft kann ich nicht sagen.also werde ich doch noch mal mit lösemittel nacharbeiten müssen.
offenbar ist es nicht die bessere endlösung,grössere flächen lassen sich einfach nur schneller von farbe befreien.wir ahben hier aber auch das hardcore highend gerät
mit ultra feinem glassand und druckregelung.
auf jeden fall wird die figur nicht zerstört und man kann sie noch benutzen.im endeffekt muss jeder selber wissen was er macht
men-shen
Genyosha
11.05.2006, 09:10
Mag sein, nur die allerwenigsten haben ein solches Highend Gerät zu Verfügung. Wenn du es für den Privaten Gebrauch kaufen mußt, wird es zu teuer sein, insbesondere, wenn man es zuhause betreiben will/ muß.
Da dürfte sich der Aufwand ebenfalls nicht mal ansatzweise lohnen.
Wie ist es mit Kleinteilen an einer Miniatur? Wenn die mal abgehen beim Sandstrahlen, dann findet man die doch nicht so einfach wieder?
Men-Shen
11.05.2006, 09:54
verlorene kleinteile in dem sandbunker suchen wird schwierig,lach.
wie gesagt,keine gute endlösung.wollte es einfach mal ausprobieren und hat,bei mir jedenfalls,ganz gut geklappt.
mir war langweilig auf der arbeit,da kommt man halt auf blöde ideen.
Genyosha
11.05.2006, 10:01
Hast du das Modell eingespannt oder freihand?
Men-Shen
11.05.2006, 10:12
hab es eingespannt.in so ner mini schraubzwinge für kleine metallteile.man sollte beim sandstrahlen schon handschuhe
anziehen und in den riesenteilen hat man halt kein gefühl.der druck war zwar nicht so stark das es gefährlich für die haut hätte werden können,
denke ich jedenfalls,aber angenehm wäre es bestimmt nicht.
willst du es auch mal versuchen?
Genyosha
11.05.2006, 10:32
Nee, lass mal. Mir reicht die (Straf-) arbeit in der Lehre uralte Fensterbeschläge mit dem Sandstrahler zu reinigen...
Das ist echte Stifte Arbeit. ;)
Ich teste da lieber mal die Sache mit der Bremsflüssigkeit.
Men-Shen
11.05.2006, 13:24
he he
was hastn fürn beruf gelernt?
bremsflüssigkeit?hab ich ja noch nie gehört.mal testen
universal reiniger von OKS geht auch.aceton-propanol gemisch geht auch,kommt aber aus der industrie.
ist schweine teuer und verdunstet schnell
Genyosha
11.05.2006, 21:21
Schreiner
Bei der Bremsflüssigkeit war ich mit dem einen Versuch bisher zufrieden. Ging Problemlos ab.
Welche Schäden auftreten können, kann ich noch nicht sagen, das ich das Glas noch nicht geleert haben.
Sieht bisher aber Schadfrei aus, mal sehen, ob die unseens es überstehen.
redwarriorsguide
11.05.2006, 22:30
Hab das mal vor Jahren ausprobiert - Korund gestrahlter Victor - die Farbe ging zwar gut runter, blieb aber in den Ritzen hängen.
Die Oberfläche wurde aber leider leicht angegriffen - halt ein bissel aufgeraut.
Mit Glasperlen strahlen hat zwar auch funktioniert - das Ergebnis als solches hat mich aber nicht dazu ermutigt, weiter die Zinnis so zu entfärben.
Bin dann wieder auf das gute Aceton-Bad zurück gegangen.
Genyosha
12.05.2006, 01:45
Hört sich als die "letzte Möglichkeit" Methode an.
Mir fallen da einige Miniaturen ein, da haftet die Farbe recht Hartnägig.
Ist möglicherweise als Vorbeireitung für eine chemische Entfärbung eine Option.
Natürlich nur, wenn man nicht mehrere Dutzend oder mehr Miniaturen entferben will.
Das dürfte dann zuviel Aufwand sein...! :D
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