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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Chronik des New Military Orders of the Abbey District


Clive
02.02.2006, 09:47
Hier wird in Kürze die Gefechtschronik der oben genannten Söldnereinheit in Form von Kurzgeschichten gepostet. Das Kloster des Ordens befindet sich in der krisengeschüttelten Region des Abbey Districts am Rande der LigaFreier Welten. Das heißt Material für Geschichten liefert in diesem Fall die Geschichte selbst genug. Ich werde gleich einen neuen Diskussionthread ins Leben rufen in dem ihr euch über die Form der Chroniken unterhalten dürft. Aber seid nicht so hart zu mir ich bin kein Schriftsteller nur der zum schreiben verdonnerte

Brother Benedict
Chronist des New Orders of the Abbey District
"ad tuendam libertatem"

Hier verweise ich auf den Thread "The new Military Order of the Abbey District" in dem die Entwicklung der Einheit festgehalten wird.

Clive
02.02.2006, 12:55
Die helle Sonne des Systems verdrängte gerade das Licht der fahlen. Es wurde Tag im diesem kleinen Wäldchen auf Maxwell. Vögel zwitscherten in den vor Tau triefenden Laubbäumen auf der Lichtung. Die ersten Sonnenstrahlen trafen die Kronen der angrenzenden Bäume. Ein Gruppe von Leuten streckte sich schon an der erloschenen Feuerstelle den Schlaf aus den Gliedern, wobei die meisten Zelte auf der Lichtung noch unberührt waren. Ein schmales Rinnsal plätscherte dampfend durch das saftige Gras. Es war der 4. Februar des Jahres 3032. Ungefähr sechs Uhr.

Einer begann im Unterholz Zweige für ein Kaffeefeuer zu sammeln, als die Luft sich langsam zu erwärmen begann, was, so scheinte es, sich sogar in einem leichten Grollen am Himmel sogar hörbar machte.
Konnte das Leben für eine Truppe von Rebellen noch idyllischer sein. Kaum. Schon gar nicht für eine solche Truppe die es sich zur Aufgabe gemacht hatte ihre Kritik an der Regierung durch Terrorüberfälle auf Bauern in den ländlichen Regionen zu äußern. Manchmal muss man schon an der Gerechtigkeit Gottes zweifeln.
Der, der das Holz sammelte, machte sich mit seiner Sammlung auf den Rückweg zu Feuerstelle. Er holte etwas Anlauf um über das Bächchen zu hüpfen ohne gleich am Morgen nasse Füße zu bekommen.
Doch in der Landung erstarrte er. Er schaute sich um. Er legte den Kopf schräg und kniff die Augen zu. Die Zweige in seinen Armen purzelten einzeln auf den Boden. Etwas schien seine ganze Konzentration in Anspruch zu nehmen.

...

„Alarm! Alarm!!“ brüllte er. Das Grollen in der Luft schwoll beinah unmerklich, langsam aber sicher zu einem Donnern an. Die Vögel stoben aus den Bäumen und suchten das Heil in der Flucht. Der Mann brüllte wieder:„Mechs im Anmarsch!!!“
Die Zelte schienen zu explodieren. Aus allen schossen halb bekleidete Männer die mit dem Gewehr unterm Arm versuchten ihre Kleidung so in den Griff zu bekommen dass sie wenigstens ungehindert rennen zu können. Alle bewegten sich Richtung der gegenüberliegenden Seite der eben noch so ruhigen Lichtung die jetzt von verschiedenem Gebrüll gestört wurde.
Sie begannen an den Bäumen zu hantieren, lösten Seile, zogen Tarnnetze von stahlblau getünchten Giganten. Vier Panzer kamen zum Vorschein, die sobald sie sichtbar waren das friedliche Bild doch gewaltig störten. Alle wurden bemannt, Befehle wurden gebrüllt. Das erste aufdonnernde Triebwerk machte alles klar. Mit Frieden und Ruhe hatte es sich für diese Rebellen erledigt. Der erste der anfuhr war ein Panzer vom Typ „Striker“ der die Lichtung in Südöstlicher Richtung verlies. Das Gebrüll der Motoren wurde ohrenbetäubend während sich ihm ein „Schrek“ anschloss. Die Erde bebte als die verbleibenden beiden Stahlkolosse fast gleichzeitig die Triebwerke aufheulen ließen. Einer der Soldaten die noch nicht aufgesessen war winkte zuerst einen „Partisan“ auf die Lichtung die dieser sogleich wieder in südwestlicher Richtung verließ. Das Gesicht des Fahrers des nachfolgenden „vonLuckners“ wurde durch die Abgaswolke des „Partisans“ komplett eingenebelt, was diesen nicht daran hinderte den Abstand möglichst gering zu halten.
Die letzten Soldaten mit ihren Gewehren verließen das Lager immer noch damit beschäftigt die letzten Knöpfe an Jacken und Hosen zu schließen.
Die plötzliche Ruhe die nun allmählich wieder auf der Lichtung einkehrte war den Vögeln wohl nicht geheuer. Nicht einer kehrte zurück.

Clive
07.02.2006, 11:42
Leider war es zu schwer für die Waffenbrüder Paul und John ihre 60 Tonnen schwere Mechs mit über achtzig Sachen durchs Gelände zu steuern und die Landschaft zu genießen. Sie hätten es getan denn es hatte sich gelohnt. Die Wiesen glänzten nur so vom vielen Tau, die helle unserer beiden Sonnen spiegelte sich in tausenden Tropfen wieder...
Aber genug der Schwärmerei, meine Brüder in ihren ungeheueren Kisten hatten andere Sorgen. Langsam näherten sie sich der vermuteten Position des Rebellenlagers.
„Gerard“ und „Raymond“, so lautet die Bezeichnung der Mechs in unserem Ritterorden, rennen Schulter an Schulter über grasige Hügel. In dieser Landschaft konnten sie sich mit ihrem Anstrich nicht gerade gut verstecken. Beide waren knallrot gestrichen und hatten eine Art weißes Malteserkreuz hinten und vorne auf ihren Torsi. Die Spitzen der Kreuze von Rücken und Front trafen sich, so dass sich im Prinzip zwei Bänder ergaben.
Sie lassen ein kleines Wäldchen zu ihrer linken liegen und nähern sich einigen Erhebungen hinter denen ein weiteres Wäldchen liegt. Brother John im „Gerard“, ein Mech der offensichtlich die Form eines „Dragons“ hatte, lief weiter auf einen höheren Hügel zu, während Brother Paul im „Raymond“ sich im Schatten des Hügels links vorbei schlich und auf einzelne Baumgruppen zuhielt die in Richtung des Waldes vor ihnen dichter wurden.
„Raymonds“ Silhouette glich der eines „Ostrocs“. Der humanoide Mech verringert seine Geschwindigkeit und verschwindet in den Bäumen wären „Gerard“ sich auf dem höchsten Punkt der Umgebung, gut sichtbar für alle, positioniert.
Auf dem Hügel angekommen sieht Bruder John auch gleich alle vier Panzer der Rebellen. Gut daran, so fand er, war dass die Aufklärung hervorragend funktioniert und er alle Gegner sogar gleich im Blick hat. Der Haken war, wenn er sie sieht so mussten auch sie ihn sehen. „Striker“, „Schrek“ und „Partisan“ feuerten aus allen Rohren, während John nur „Gerards“ LSR Richtung „Partisan“ auf den Weg schickte. Plötzlich war das idyllische Morgenlüftchen mit Projektilen und Raketen, Feuer und Vernichtung angereichtert. Spätestens jetzt war klar, dass dies hier kein Spaß werden würde. Zumindest für einen der beteiligten.

Die Raketen und Geschosse näherten sich ihren Zielen. Vor „Gerard“ schlugen die ersten Granaten ein und die ausspritzende Erde verdeckten den Mech für kurze Zeit. Sein Kamerad Paul verlor ihn aus den Augen kurz bevor er selbst vollends in den Wald eintauchte. Ihm blieb nur zu hoffen, dass es nicht gleich zu Anfang eines böses Ende nahm.
Vor John kam die Erde wieder zu Ruhe, die letzten Steine polterten auf sein Cockpit. Der erste Blick galt dem Schadensdiagramm. Kein Treffer. Verrückt. Nur die Rote Farbe war versaut, weil überall Dreck und Gras hing. John ging davon aus, dass der Schaden den „Gerard“ an dem Partisan anrichten würde nicht größer sein konnte. Die Raketen seiner Zehnerlafette neigten sich ins Ziel. John zählte fünf, sechs Einschläge und nachdem die Explosionen verpufften und der Rauch sich verzogen hat sah er wie der Partisan ruckartig zu stehen kam und sich leicht rechts drehte. Das Kettenantriebsrad sah irgendwie seltsam aus und wieder stieg Rauch auf. Aber diesmal wie es schien aus dem Motorraum des Partisan.
Leider konnte er das bizarre Schauspiel nicht weiter verfolgen. Es blieb keine Zeit. John ließ „Gerard“ ein Salve auf den „vonLuckner“ feuern, um den Partisan würde er sich später kümmern. Diese blieb jedoch ohne Wirkung; wen wundert es bei einem solch gigantischen 75 Tonnen schweren Vehikel. Der Beschuss der Panzer wiederum war diesmal zu lang, denn der Mech des Waffenbruders rannte schon wieder den Abhang hinunter dem nächsten Hügel entgegen. Auf diesem Hügel vor ihm erspähte der Pilot ein paar Bäume am Hang gen Gipfel. Von da aus würde er zwar das Tal einsehen können, selber aber gut sichtbar jedoch kaum zu treffen sein. „Gerard“ wurde schnell in die Position bewegt, die Gegner sollten ihn nämlich nicht aus den Augen verlieren, sonst würde die Taktik nie aufgehen.
Alle Panzer polterten derweil langsam aber stetig dem einem Dragon recht ähnlich sehenden „Gerard“ entgegen.
Ganz aus den Augen war indes der andere Mech unserer Bruderschaft. Wohl auch ein wenig aus dem Sinn. Den steuerte Paul gerade mit höchster Geschwindigeit durch den Wald.
Oder sollte man sagen er ließ ihn mit höchster Geschwindigkeit durch den Wald stolpern.
Jedenfalls war Pauls können am Steuer eines Mechs wirklich ausgereizt.
Als die Sonnenstrahlen die durch das Blätterdach drangen häufiger wurden hielt er sofort an, brach aber mit dem Rest an Geschwindigkeit gerade noch durchs Gehölz auf eine Lichtung auf der zu seiner und auch wohl dessen Überraschung der „Schrek“ der Rebellen stand. Paul setzte seinen „Raymond“ rückwärts in Bewegung und der Panzer drehte seinen Turm. Ganz so überrascht schien dieser nun doch nicht. „Raymonds“ Waffenkreis 1 wurde ausgelöst; ein Alpha-Strike. Die Hitze stieg so stark nach oben, dass Paul sofort der Schweiß ausbrach. Adrenalin oder gar pure Angst spielten da sicher gar keine Rolle (würd ich das Gegenteil behaupten gäbe es Stunk unter Brüder. Der Chronist ;) ). Der Schrek feuerte alle PPKs. Zwei fanden auch sogleich ihr Ziel obwohl der Panzer von des Mechs Angriff schon schwer geschüttelt und mit PPKs normal auf diese Nähe eh nichts zu erreichen ist. Der „Schrek“ handelte sich offensichtlich keine schweren Schäden ein. Davon und von dessen Treffsicherheit und der Tatsache das der „vonLuckner“ auch von seinem Auftauchen Wind bekommen haben musste und beidrehte, beeindruckt trat der noch völlig unerfahrene Paul mit „Raymond“ zur Flucht nach hinten an. Kurz vor dem ersten Schritt nach hinten tritt er dem Schrek noch in die Seite bevor er wieder zwischen den Bäumen verschwand. Zu seiner Überraschung verschwand auch der Schrek vom Radar.
Das musste ein Ausfall sein, das musste ein Abschuss sein, das musste sein Abschuss sein.
Pauls Freude war nur von kurzer Dauer. Der Schweiß der ihm beim Jubel ins Auge gelaufen war und das daraus folgende Brennen sagten ihm, dass seine Wanne für eine erfolgreiche Flucht im Rückwärtsgang viel zu heiß war. Also spähte er nach dem dichtesten Wäldchen in seiner Nähe und steuert in sein Richtung. Sekundenbruchteile bevor er hinter dem Wald in Deckung gehen konnte bringt der „vonLuckner“ noch ein Salve ins Ziel. Durch die Wälder und trotz der Entfernung. Paul musste alles daran setzen, dass ihm die Wanne nicht einfach umfiel. Erst einige Zeit später hatte Paul „Raymonds“ Stolpern wieder soweit im Griff dass er einen Blick auf das Schadensdisplay wagen konnte. Die AK des Panzers schien wohl die Torsomitte getroffen zu haben, jedenfalls saß der Reaktor des Mechs nun im Freien.

Clive
14.08.2006, 11:51
EDIT BY MOD:
Burncrow bitte äussere deine Kritik im Extra Thread und nicht hier
Sören Dein Post auch gelöcht damit Clives Thread nicht entstellt wird
Merten
Ich editier das hier raus wenn ich weiterschreibe. Solange lass ich es mal als Hinweis.