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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Iron Knight


drustran
19.12.2005, 18:54
Die Einheit gründetet sich kurz nach dem Exodus des großen Generals Kerensky. Viele der zurückgebliebenen SBVS-Einheiten schlossen sich einem Haus an oder wurden zu Söldnern. So auch das 1st Schwere Sturmregiment unter Colonel Alexander Knight und dem 274th Einsatzregiment unter Colonel David Iron. Unterstützt wurden die beiden Regimenter durch das 42nd Pionierkorps und dem 19th Transportbataillon.
Auch Alexanders Zwillingsschwester und Ehefrau von David Iron, Alexandra Iron-Knight, schloß sich der Einheit an. Sie war die Kommandeurin der SBS Troja, einem Kreuzer der Aegis – Klasse. Dieser war zu Zeit des Exodus noch in der Titanwerft um die Schäden der Schlacht um Terra zu reparieren, ansonsten hätte Kerensky das Schiff mitgenommen. Doch die Mannschaft und der Kapitän blieben ihrem Schiff treu und nach dem verschwinden der SBVS schlossen sie sich Iron und Knight an. Nach kurzer Zeit konnten weiter Truppen anwerben. Die Flöhe, ein bekanntes Infanteriesöldnerregiment, welches im Befreiungsfeldzug auf seitens Amaris kämpfte und dadurch einen schweren Makel anhaften hatte, traten bei den Iron Knights ein und stellten die Infanterie. Das 76th Panzerregiment folgte. Als letztes traten noch die 23rd Amaris Dragoner und die Reste des 6th Loyalistenregiment bei, welches mit einzelnen Rekruten auf halbe Sollstärke gebracht werden konnte.
Als Auftraggeber wählte sich die Einheitsführung das Haus Davion. Sowohl die Familie Iron als auch die Familie Knight kamen aus dem Raumabschnitt, außerdem war ihre Basis im Gebiet von Small World. So wurden sie von Davion angeworben und vorerst mit einem Regiment der Crucis Lancier auf Kentares stationiert. Allerdings sollte die Mechbrigade schon bald an die Grenze der Konföderation Capella verlegt werden, um die dort geplante Offensive zu unterstützen.

Als dann der Drache nach Kentares kam wurden die verbliebenen Knights schnell überrannt und gerieten zum Teil in Gefangenschaft. Es entkamen nur eine Handvoll mit den Überresten der Crucis Lancier. Sie schlossen zu den restlichen Knights auf und brachten ihnen die Nachricht vom Tode David Iron. Die Knights brachen ihren Kontrakt und brachen auf, um die Gefangenen zu befreien. Als ein Davion Sergeant den Koordinator tötete und sein Sohn den Befehl: „Bringt sie alle um!“ gab, wurden die gefangenen Knights abgeschlachtet. Als die Troja im Raum von Kentares auftauchte, reagierte die Flaggschiffe der Kuritas und begannen die Troja anzugreifen. Die Landungsschiffe der Knights koppelten ab und nahmen Kurs auf Kentares IV. Selbst unter den idealsten Umständen war es ein fast unmögliches Unterfangen, selbst wenn die Gefangenen noch gelebt hätten. Es sollte ein geschlossener Abwurf der gesamten drei Regimenter werden. Doch als es soweit war wurden sie von den drakonischen Luft/Raumelementen angegriffen. Durch sie erhielten die Regimenter schon die ersten schweren Verluste, während sich am Boden zwei der Schwert des Lichts Regimenter sammelten um sie in Empfang zu nehmen, währenddessen die regulären Truppen mit ihrer Mordorgie fortfuhren. Die drei Regimenter hatten keine Chance. Die Schwerter löschten die landenden Knights nach und nach aus. Am Schluß konnten sich Elemente in Größe von fünf Kompanien in den Untergrund gehen, wo sie vier Jahre verweilten, bis Davion Truppen Kentares IV eroberten. Die Überlebenden erfuhren von den Massakern an der Bevölkerung und auch an den Gefangenen.
Alexandra hatte überlebt, ihre Rettungskapsel stürzte mit einem großen Trümmerstück der Troja auf Kentares und wurde dadurch nicht weiter gesucht. Allerdings wurden nun die Gründer der Knights vor ein Kriegsgericht gebracht. Leider wurde der Comstar Ausschuß für Söldnerangelegenheit erst im folgenden Jahr gegründet und so wurde die Sache unter Davionhoheit ausgehandelt. Fast die Ausrüstung wurde als Konsequenz der Vertragsbruches konfisziert. Allerdings behielten sie eine Lanze Mechs und ein paar Landungsschiffe. Die Einheit lies sich nach Galatea bringen. Viele der Mitglieder schlossen sich anderen Einheiten an. Das Ende schien gekommen zu sein. Doch der harte Kern rappelte sich wieder auf. Eines der Landungsschiffe wurde verkauft und durch den Erlös weitere Mechs, Panzer und Infanterieausrüstung gekauft. So wurden aus Mechkrieger Infanteristen und Panzerfahrer. Doch die Einheitsführung achtete darauf, das alle Mechkrieger eine gewisse Zeit im Cockpit eines Mechs verbrachten und auch genug Simzeit sammelten wenn es möglich war. Ihr erster neuer Kontrakt führte sie in die Liga, wo sie anfangs Erfolge gegen die Konföderation erzielten und ihre Mechtruppen aufstocken konnten, allerdings später während eines zweiten Kontraktes mit der Liga wurden sie in der Offensive gegen Poulsbo geschickt, wo sie und die Mariktruppen durch die Schleicher wieder viel Material verloren. 2812 wechselten sie in die Dienste Haus Steiners, welche durch großzügige Zahlungen die Einheit wieder auf ein Mechbataillon brachte. Auch den zweiten Nachfolgekrieg blieben sie in den Diensten Haus Steiners, obwohl sie einmal, während Archon Claudius Steiners Herrschaft eine Verlängerung ablehnen wollten. Während dieser Zeit wuchsen die Iron Knights weiter. Durch den Fund eines Sternenbunddepots, welches sie an das Oberkommando der LCS weitergaben bekamen sie schließlich den Bonus, welchen sie noch brauchten, um die Hilfstruppen des Regimentes zu vervollständigen. Das besondere an dem Regiment war, das alle Mechkrieger mal als Infanterist oder Panzerfahrer dienen mußte, oder wenn sie neu waren, auch einen solchen Dienst leisten mußten, was für eine starke Vertrautheit und Zuverlässigkeit der Einheit führte. Die neuen Knights, nun geführt vom Ajax Knight, der Sohn Alexandras, wechselte zum Ende des zweiten Nachfolgekrieges in den Dienst der Konföderation, wo sie aber nur kurze Zeit verweilten. Mit dem Amtsantritt von Melissa Davion kehrten die Knights in die Vereinigten Sonnen zurück. Melissa nutzte die Einheit um die aufgestellten Regimentskampfgruppen zu trainieren, eine Möglichkeit der Knights, ihre Einheit weiter zu verbessern und auszubauen.

Den dritten Nachfolgekrieg wurden die Knights als Trainingstruppen benutzt. Des weiteren wurde ihnen eine Basis auf Anjin Muerto zugesprochen, und damit auch die Verteidigung der Gebietes vor Raumpiraten. Ab und zu wurden einzelne Truppen zur Verstärkung einzelner Offensiven bei gezogen. In dieser Ruhezeit bauten die Knights das 42nd Pionierkorps, das 19th Transportbataillon und das 1st Schwere Sturmregiment als Ergänzung für das 274th Einsatzregiment wieder auf. Als weitere Schritte wurde der Aufbau des Panzer- und Infanterieregiment in angriff genommen. Das 6th Loyalistenregiment wurde aufgelöst. Reservisten wurden dem 6th zugeteilt. Unter Peter Davion wurden die Truppen der Knights verstärkt zur Piratenjagd und an der Grenze zum Taurus Konkordat eingesetzt. Nach dem Einsatz auf Lee und der Bevorzugung der Luftraumkräfte der Vereinigten Sonnen und dem verstärkten Einsatz von Jägern durch die Piraten wurde es der Leitung der Knights klar, das eigene Jäger nötig wurden. Seit dem Verlust der Troja hatten die Knights keine Jäger mehr. Also wurden Pläne zur Aushebung des 1st unabhängigen Luft-/Raumgeschwader getroffen. Allerdings wurde es schwer, das eigene Ausbildungsprogramm zu erweitern. Es wurden Veteranen angeheuert, Maschinen besorgt, welche zu Ausbildungsmaschinen umgebaut wurden. So nahm dieser Teil nach Jahren auch Form an. Um den Jahreswechsel 2999-3000 lehrte der Sohn des Kommandeurs Anna Lee Davion kennen und verliebte sich in sie. Ein paar Jahre später heirateten die beiden und einige Zeit später übernahm er die Einheit. Durch die Aufbau des Geschwaders, der Infanterie und der Panzertruppe hatte die Einheit ihre Reserven gekostet und sie in Schulden geworfen. Sie waren kurz davor, in den Firmenladen zu fallen. Doch Knight – Davion war zu stolz seine Frau um Geld zu bitten. Die Schulden wurden noch größer, als er seinen Sohn auf die Elite – Akademie Albion schickte. Nach einem Herzinfarkt fand seine Frau die Bücher und den finanziellen Stand der Einheit. Ihr wurde klar wieso ihr Mann einen Herzinfarkt bekam. Sie sorgte dafür das genug Geld an die richtigen Stellen kam und so die Schulden verschwanden. Nach seinem erfolgreichem Abschluß kam Xavier Knight – Davion mit ein paar Freunden von Albion zurück zu den Knights und diente dort eine Zeit. Als er in den Fünfzigern das Kommando über die Kampftruppen bekam, führte er einen Einsatz gegen eine kürzlich entdeckte Piratenbasis. Der Einsatz war ein voller Erfolg, die Piraten wurden zerschlagen und die Geiseln befreit. Eine der Geiseln erregte die Aufmerksamkeit des älteren Knight – Davion. Der Alte nahm die Kleine unter seine Fittiche und sorgte für sie. Die junge Frau trat den Knights bei und wurde Mechkriegerin. Sie verliebte sich in der Einheit zum ersten mal aber nach einem Kampf wurde ihr Geliebter getötet bei dem Versuch Dawn zu retten. Danach verließ sie die Einheit und reiste nach Outreach, um sich einer neuen Einheit anzuschließen....

Nachdem Xavier den Befehl über die Kampftruppen übernommen hatte ließ er die Knights wieder erweitern. Im Gedenken an die Geschichte ließ er ein neues Regiment ausheben, welches die 272nd Leichte Reiterei getauft wurde, in Erinnerung an das Schwesterregiment des 274th, welches damals beim Sturm auf den Planeten Sirius aufgerieben worden war. Das komplette Regiment wurde mit Helikopter ausgestattet, Aufklärungsmaschinen wie Kampfhubschrauber. Des weiteren wurden alle Artillerieeinheiten ausgegliedert und in der 62nd Artilleriebatterie zusammen gefaßt, welche ungefähr sechzig Artilleriegeschütze verschiedener Klassen beinhaltet. Auch wurden erste Pläne zur Umgestaltung des 274th Einsatzregimentes ins Auge gefaßt, konnte jedoch noch nicht genauer spezifiziert werden.
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m Schatten der Hallen wartete eine Gruppe Offiziere bei einem Schweber. Als das Shuttle aufsetzte marschierte die Gruppe los. Die Shuttletür öffnete sich und Dawn erschien in der Tür. Sie lächelte als sie die Gruppe identifizierte. Xavier löste sich aus der Gruppe und sprintete zu dem Shuttle hinüber. Als er ankam, streckte er die Arme aus und fing sie auf. Der Rest der Gruppe schloß auf und Dawn wurde von allen herzlich begrüßt bevor sie sich auf den Rückweg zum Schweber machten. Auf der Rückfahrt zur Basis der Iron Knights setzte Xavier Dawn als Stabsoffizier des 274th ein. Dargard, ein alter Freund von Dawn und die Nummer Zwo der Knights, begrüßte Dawn als erstes in seinem Regiment und forderte sie auf, am nächsten Morgen bei der Besprechung dabei zu sein.

Einige Monate später fand mal wieder eine Generalbesprechungen in der Einheit statt.
„O.k., was soll der Scheiß? Ich hab dich mit der Neugruppierung unserer Garnisonseinheiten beauftragt Dar, und was passiert? Meine „Angreifer“ wischen regelmäßig mit deinen Leuten den Boden auf!“
Xaviers Frage holte Dawn zurück in den Besprechungsraum, wo sie als eine von Dargards Stabsoffizieren saß. Nach ihrer Rückkehr hat Xavier ihr eine Leftenantstelle angeboten, welche sie annahm. Sie wurde Dargards Stab zugeteilt, welcher die Aufgabe hatte, das 274th Regiment sowie die Infanterie und die Panzertruppe in eine effektivere Garnisonstruppe zu verwandeln. Allerdings hatten alle Maßnahmen von Dargards Stab keine brauchbare Lösung geliefert. Eigentlich sollte Dawn nicht mehr bei dieser Besprechung, sondern im Lazarett sein. Man sah es ihr zwar nicht an, aber sie war schwanger. Mittlerweile im achten Monat. Sie gehörte zu der Gruppe Frauen der man eine Schwangerschaft nicht ansah. Sie meldetet sich zu Wort:
„Xavier, wir versuchen unser bestes. Du weißt die Zusammenarbeit zwischen unseren Waffengattungen ist fast unübertroffen. Aber es waren immer eigene Truppengattungen. Du verlangst eine komplette Integration der Gattungen in einem. Wir versuchen eine gute Mischung zu finden, aber jedesmal wenn du auf eine Einheit triffst, schaffst du es sie zu deinen Bedingungen zu bekämpfen. Wir finden keine Mischung, die deine Bedingungen erfüllt. Wir suchen noch!“
„Gut, macht weiter. Ende des Monats kommt die nächste Probe. Ich hoffe ihr findet endlich was ich will!“
Eine Reihe von „Aye“ und „Ja, Sir!“ beantworteten die Aufforderung des Kommandeurs. Damit war diese Sitzung beendet. Dawn machte sich auf den Weg ins Lazarett, sie wußte das sie Xaviers Geduld ausgereizt hatte.
Im Krankenrevier lies Dawn die üblichen Untersuchungen über sich ergehen. Sie hatte mit den Ärzten gesprochen und die selben Bedingungen gestellt wie bei den Ärzten der Chevaliers: Sie will wissen ob es gut ist oder ob Probleme aufgetreten sind. Ansonsten will sie nichts über das Kind wissen. Die Ärzte müssen diese Entscheidung akzeptieren. Auch Markus, der ihr öfters schrieb, konnte sie nicht umstimmen, obwohl er gern wüßte, ob er Vater einer Tochter oder eines Sohnes wurde. Dawn überlegte momentan ob Markus ihr treu war, diese Gedanken hatte sie in letzter Zeit öfters. Es lag an den Nachrichten. Sie veränderten sich, oder interpretierte sie da nur ihre Ängste rein? Dawn konnte es nicht sagen.

Als sie das Revier verließ, bekam sie eine Idee. Sie blieb einen Moment mitten auf dem Weg stehen. Erst als ein Transporter ihr hupend auswich, setzte sie sich wieder in Bewegung, direkt zum Büro ihres Offiziers. Sie stürmte geradewegs in das Büro. Dargard, der gerade Daten studierte, schaute erschrocken auf.
„Kann ich dir helfen?“ fragte Er und Dawn erklärte ihm ihre Idee: „Hör zu, wir sollten das Infanterie- ,Panzer- und Mechregiment auflösen und aus den Einheiten eine Brigade zum Garnisonsdienst formen. Die Lanze sollte folgende Komposition haben: Einen Mech, zwei Panzer und einen Zug Infanterie. Die beiden Panzer sollten jeweils ein Kampfpanzer und ein Schützenpanzer wie der Goblin oder der Blizzard, falls die Infanterie aus Kröten besteht, sein.“
Dargard hörte sich das ganze an und war begeistert. Die Einheit wäre Ideal auch für den Stadtkampf, die Spezialität seiner Einheit. Er rief seinen Stab zusammen und ließ alles ausarbeiten. Die nächsten Tage wurden dann Tests durchgeführt und weiter an der Aufstellung gefeilt. Mechs und Panzer wurden verkauft bzw. eingetauscht. Die Mechs wurden so ausgewählt, das sie sich im Stadtkampf auch gegen andere Truppentypen behaupten konnten. Die Panzer wurden gegen Goblins, ein paar Blizzards und sonst gegen starke Kampfpanzer wie Hetzer, Ontos, und andere ausgetauscht.
Nachdem das erste Regiment so strukturiert war, fand wieder ein Manöver gegen Xaviers Sturmregiment statt. Diesmal bekam das schwere Sturmregiment eine blutige Nase und Xavier bewilligte die Einheitsform, so das die Bildung der anderen beiden Regimenter angegangen wurden. Das erste Regiment wurde aufgespaltet und je ein Bataillon wurde zum Befehlsbataillon für eins der drei Regimenter eingeteilt. Die neuen Formationen wurden trainiert, mal gegeneinander oder gegen das Sturmregiment, wenn es daheim war. So wurde das 274th zum 1st Garnisonsbrigade mit dem 1st, 2nd und 3rd Garnisonsregiment. Das 272nd wurde zum 1st Helikopterregiment umbenannt. Das Pionierkorps, welches die letzten Jahre mit der Konstruktion der Festung Gibraltar zugebracht hatte, änderte noch einige letzte Details an der Festung bevor sie an die Abschlußarbeiten an der Festung begannen. Nach einigen Monaten wurden dann die Probleme zwischen den Knights und der Miliz größer, es kam öfters zu Ausschreitungen. Xavier zog die Konsequenzen und verlegte ein Groß der Einheit in die Festung Gibraltar. Dawn wurde jedoch von ihren Pflichten entbunden und beurlaubt. Sie zog sich in die Hazienda, der Familiensitz der Knight – Davion zurück. Dort bekam sie dann auch ihre Zwillinge. Sie nannte ihre Tochter Susan und ihren Sohn Ian. (Susan nach einer Freundin aus ihrer Jugend und Ian nach dem Gründer des Sternenbundes Ian Cameron)

drustran
23.01.2006, 15:18
Kurze Zeit später bekam die Einheit einen Marschbefehl. Das schwere Sturmregiment und fast das gesamte unabhängige Luft-/Raumgeschwader zogen los und ließen Dar mit seinem Regiment auf Anjin Muerto zurück. Wenige Tage nach dem Aufbruch von Xavier erschien eine Flotte an einem Piratenpunkt.

„Sir, bestätigte Meldung von Ankömmlingen an einen Piratenpunkt. Die Datenbank identifiziert sie als die 1st Raiders. Es scheint begonnen zu haben. Die Miliz hat kurz darauf die Leute am Ortungsnetz „abgelöst“. Wir haben eine Nachricht erhalten: Wir sollen im Namen der Archon-Prinzessin die Waffen niederlegen und unsere Ausrüstung den Raiders unterstellen.“
Dargard nahm die Meldung des Adjutanten entgegen ohne mit der Wimper zu zucken. „Sie kommen wenn der Großteil unserer Kampftruppen weg ist. Ideal für den Feind. Na dann... Evakuieren sie alle Nonkombattanten in die Festung. Setzt die Helikopter ein um den Abzug zu decken. Versuchen sie die Elemente der Kampftruppe auf dem Planeten in Cartagena zu sammeln. Schicken sie eine Nachricht an die anderen Elemente auf den restlichen Garnisonsplaneten. Sie sollen sich auf Angriffe vorbereiten, allerdings ihren Posten nicht verlassen. An die Arbeit, Leute!“
In der Kommandozentrale wurde es hektisch. Geräte wurden abgebaut und weggebracht, Daten gelöscht und alles für die Evakuierung vorbereite. Zwischendurch kamen verschiedene Meldungen herein. Die Kampftruppen machten sich auf den Weg. Die Helikoptertruppe baute eine Evakuierungsroute auf. Die HPG Station wurde von einem Kontingent der Miliz für den Feind gesichert. Die Miliz begann wichtige Stellen zu sichern. Als der Kommandoposten geräumt wurde, waren bereits 80% der Nonkombattanten in die Festung Gibraltar gebracht worden.
„Sir, Raumjäger greifen unsere Leute auf den Weg nach Gibraltar an.“ Meldete ein Offizier.
„Jäger starten und zusätzliche Deckung schaffen.“ befahl der diensthabende Offizier der Festung Gibraltar.
„Sir, alle Leute sind hier, die Techs richten die Anlagen ein... Allerdings haben wir leichte Verluste durch ihren Jägerangriff. Die Milizjäger haben 2 Helikopter und 4 Supportfahrzeuge zerstört.“ Kam die Meldung des Wachhabenden. Zu der Zeit betrat Dargard die Operationszentrale von Gibraltar: „Sonst sind alle da? Die Helikopter und die Jäger bleiben hier. Ich gehe zu den Truppen in Cartagena. XO, sie haben den Befehl hier, versorgen sie mich mit taktischen Daten.“

Eine halbe Stunde später marschierte ein Flashman in die Straßenzüge von Cartagena ein. Die Befehlslanze erwartete ihn schon und die zwei Panzer und der zweite Mech schlossen sich dem Flashman an. Dar befahl die beiden Blizzards auf den Posten der Befehlslanze und befahl dem Marauderpilot an den Stadtrand zu folgen, wo sie die Truppen der Miliz und der Raiders erwarteten.
„Dar, die Raiders waren an der Hazienda! Wir bekommen keinen Kontakt mehr. Es wurden Elemente der Raiders gemeldet, bevor der Kontakt abbrach!“
Dar bestätigte den Empfang und rief seine Befehlslanze und zwei Reservelanzen zum Ortsausgang in Richtung der Hazienda. Dar seine Befehlslanze war die einzige Einheit in der zwei Mechs stationiert waren und der zweite gehörte normalerweise Dawn, die nun in der Hazienda gefangen wurde oder sogar getötet. Dar hoffte ersteres. So marschierten vier Mechs und sechs Panzer in Richtung der Hazienda. Die Einheit blieb außerhalb des Sichtbereichs der Hazienda zum stehen. Dar verließ seinen Mech und stieg auf den Hügel und beobachtete die Hazienda. Er sah einen Zug Infanterie auf dem Gelände patrouillieren, sowie ein weiterer an Eingangsbereich der Hazienda sich verschanzen. Die PPK in der Sandsackstellung sah übel aus und zeigte das jemand gefangen wurde. Ansonsten sah er noch einen Phoenix Hawk reglos an der Hazienda stehen und einen weiteren Mech, eine Wasp, am Tor der Hazienda.

Kurze Zeit später kam ein Mechkrieger aus der Hazienda, gefolgt von einigen Infanteristen und ein paar Geiseln. Dar erkannte unter den Geiseln einige mißhandelte Infanteristen, die Mutter von Xavier und ein paar der Hausangestellten, darunter eine Amme mit einem Neugeborenen auf dem Arm. Die Wasp drehte sich zu den Neuankömmlingen und deutete mit dem Laserarm auf den Hügel auf dem Dar sich befand. Der Mechkrieger setzte ein Comlink auf und es ertönte seine Stimme auf den Außenlautsprechern der Wasp:
„Ich weiß das ihr da oben seit! In Namen der Prinzessin befehle ich euch, die Waffen wegzulegen und runter zur Hazienda zu kommen, ansonsten werden die Geiseln getötet!“ Zum Beweis seiner Worte zog er die Mutter von Xavier hervor und drückte sie vor sich auf den Boden, mit der Pistole im Genick. Dann drückte er ab. Dar starrte fassungslos auf die Szene unter ihm. In ihm kochten Wut, Trauer, Haß und Zorn. Dann machte er sich auf den Weg den Hügel runter zu seinem Mech. Seine Leute fragten was los sei und was sie tun sollen, doch Dar sagte erst etwas als er in seinem Mech saß. Er gab einen kurzen Befehl: „Angriff!“
So dann marschierten die Mechs den Hügel rauf. Die beiden Sturmfeuer fuhren an den Rand des Hügels und warteten auf Zielangaben. Die Blizzards blieben bei den Sturmfeuer, ließen aber ihre Infanterie, zwei Trupps Kröten, aussteigen und mit den Mechs vorrücken. Währenddessen ertönte noch ein Schuß hinter dem Hügel. Dann stürmten die beiden Goblins über den Hügel, gefolgt von dem Flashman Dargards, dem Marauder, den eigentlich Dawn steuerte, sowie einem Warhammer und einem Jägermech. Der Warhammer nahm sofort die Wasp unter Feuer und die Maschine ging praktisch nach der doppelten PPK Salve zu Boden. Der Jägermech nahm die Infanterie an der Sandsackstellung unter Feuer. Die Sandsäcke, ein ausreichender Schutz gegen Infanteriewaffen, wurden von den AK2er und AK5er Salven durchlöchert als wäre es Papier, die Infanterie ebenso. Die Geiseln warfen sich auf den Boden, als ihre Bewacher in Deckung hechteten. Der Mechkrieger, der die Geiseln erschossen hatte, stürmte zu seinem Mech. Dar erfaßte den Mechkrieger, lies ihn an seinem Mech hochklettern. Als der Pilot fast das Cockpit erreichte, feuerte Dar. Er sah den Piloten in den Strahlen seiner beiden schweren Laser verbrennen. Er fühlte allerdings keine Befriedigung. Er sah die Toten auf dem Pfad der Hazienda liegen. Die Mutter, und die Amme mit dem toten Kind. Er wußte, es gab nur zwei Kinder in der Hazienda. Er fragte sich nun wo Dawn und das andere Kind war. Plötzlich wurden zwei neue Kontakte gemeldet, der Rest der Lanze: „Befehl zwei hier, Ich orte eine Javelin und eine Hornet aus Sektor 3201, GAZ eine Minute!“
Dar gab die Position an die Panzer weiter und kurze Zeit später wurde die Hornet, welche zum feuern angehalten hatte, unter einem Raketenhagel förmlich pulverisiert. Am Schluß verging der leichte Mech in einer Reaktorexplosion. Die Javelin stürmte weiter, allerdings lief sie in Schußbahn des Marauders. Die Javelin verlor ihren Arm und bekam schwere Schäden, machte allerdings munter mit ihrem Angriff weiter. Dann eröffnete die AK des Marauders das Feuer. Das Feuer schlug in das Cockpit des leichten Mechs und warf den Mech aus der Bahn und er stürzte. Der Marauder marschierte zu dem Mech und trat das Cockpit der leichten Maschine ein. Die feindliche Infanterie wurde von seiner Infanterie zerschlagen. Keiner der feindlichen Soldaten überlebte. Die Infanterie durchsuchte die Hazienda. Sie förderten noch einige Tote zu Tage, sowie einige mißhandelte Gefangene. Das zweite Kind wurde auch gefunden. Die kleine Susan war unverletzt, allerdings war der kleine Ian tot. Dawn wurde ebenfalls gefunden. Sie war verletzt und mißhandelt worden, aber im ganzen wohlauf. Dar befahl den Rückmarsch zur Festung Gibraltar. Nun würden die Miliz und die Raiders keine Gnade mehr zu erwarten haben.

Die Mechkriegerin verließ die Geborgenheit ihres Cockpits und stieg die Sprossenleiter hinab. Sie trat an das Feuer, welches der Infanterietrupp und die Panzercrews entfacht haben um ihr Essen zuzubereiten. Sie setzte sich zu ihren Kameraden und sie plauderten. Sie redeten über die Aktionen der Raiders. Das sie Gefangene mißhandelten und töteten. Sie hatten die Knights ohne Grund angegriffen und ihren Vertrag mit dem Vereinigten Commonwealth gebrochen. Alles ohne einen Grund. Einer der Infanteristen, welcher auf Posten stand, kam schnell und lautlos zurück. Er löschte das Feuer und warnte die anderen:
„Achtung, feindliche Truppen sind im Anmarsch. Ich habe einen Kompanie Infanterie gezählt, unterstützt von ein paar leichten Fahrzeugen und einem Mech.“
Sofort war die Mechkriegerin auf den Beinen und rannte zu ihrem Mech. Man hörte schon das singen der Luftkissenpanzer. Die Infanterietruppe rannte in die Ruine eines großen Hauses in Deckung. Sie rannten zu den Fenstern und schauten raus. Zwei Maxims fuhren die Straße runter, dahinter folgte die abgesessene Infanterie und hinten sahen sie einen Stadtkoloss den Vorrückenden Deckung geben. Die Infanteristen machten sich bereit und eröffneten das Feuer auf die feindlichen Fußsoldaten. Mehrere von diesen stürzten getroffen zu Boden und der Rest hechtete in Deckung. Der Stadtkoloss richtete sich auf die Bedrohung aus und jagte eine Salve AK Granaten in die Häuserwand. Im Hintergrund sah man weitere Raider Infanterie an den Beinen des Mechs vorbei rennen. Damit war ein gesamtes Bataillon der Raider Infanterie hier, die Hälfte des Raiders Kontingent. Auch weitere Mechs und Panzer waren im Anmarsch.
Der Sergeant der Knight – Infanterie Ramierez öffnete ein Funkkanal:
„ Trupp Delta Epsilon Lima Vier an HQ, sind im Gefecht mit Raider Elementen, anscheinend Elemente von den Einheiten, welche die Hazienda angegriffen hatten. Feind bringt Verstärkung heran, benötigen ebenfalls Verstärkung um Straßenzug Alpha Drei halten zu können!“
„HQ an Delta Epsilon Lima Vier, Verstärkung sind unterwegs, halten sie die Stellung!“
Remierez bestätigte den Befehl und bekam gerade mit, das einer der Maxims gerade von drei Gaußkugeln zerstört wurden, die von dem versteckten Alacorn abgeschossen wurden. Der Goblin der Lanze nahm den anderen Maxim unter Feuer. Der Kommandant des Maxims ließ sich durch die Luke in den Panzer fallen und wollte die Luke schließen, als eine von Ramierez Männern aus einem Fenster eine Granate durch die Luke warf. Der Kommandant reagierte nicht schnell genug und aus der Öffnung schoß eine Flammenzunge. Der Panzer schlitterte in die nächste Mauer. Der Werfer allerdings wurde von der feindlichen Infanterie unter Feuer genommen und auch getroffen. Ramierez sah Private Carmen Valdez getroffen nach hinten stürzte. Er erschoß den feindlichen Schützen und meldete sich bei Corporal Willams, seinen Stellvertreter und Leiter der anderen Straßenseite, über den Zugkanal: „Pete, wie geht es Carmen?“ Nach einem Feuerstoß meldet sich Williams: „ Carmen ist schwer verletzt, ich habe Christopher und Tom los geschickt, sie zum MedPunkt Foxtrott zu bringen. Bin momentan alleine hier.“ „Komm rüber, die Verstärkung soll sich die Seite holen, alleine kannst du da üben nichts machen, Pete!“ antwortete Ramierez seinem Stellvertreter. Kurz darauf hechtet Williams im Feuerschutz seiner Kameraden über die Straße. Der Stadtkoloss hatte das Malträtieren der Hauswand eingestellt und sich dem Mech zu stellen der aus einer Ruine aufgetaucht war. Zum Leitwesen des Raiderpiloten war dieser Mech 65 Tonnen schwerer und auf kurze Distanz tödlicher als dieser. Ein neuer Sagittaire, die neuste Maschine im Fuhrpark der Knight. Xavier hatte den dafür gesorgt, das die Einheit einen Mech dieses Modells zu Testzwecken bekamen. Der Mech war knapp eine Woche vor den Raiders eingetroffen. Nun zerschmolzen die ganzen durch ein Targeting Computer gesteuerten Impulslaser die Panzerung und die internen Komponenten des leichteren Raidersmechs. Doch im Hintergrund sah man einem Stalker und eine Viktor der Raiders sich dem Schlachtfeld nähern. Ramierez schaltete wieder auf den HQ – Kanal: „HQ, hier wird es ungemütlich! Schwere Jungs nähern sich, unterstützt von Panzern und wenig Infanterie. Wir haben die linke Seite verloren. Die feindlichen Vorhutelemente sind aufgerieben, die feindliche Infanterie ist festgenagelt. Wir brauchen Verstärkung, ansonsten werden die feindliche Verstärkungen uns aus den Stellungen werfen.“
„HQ an Delta Epsilon Lima Vier, Verstärkung ist unterwegs, GAZ dreißig Sekunden aus Sektor Golf Eins.“ kam es von dem HQ in der Feste Gibraltar.
Die feindliche Infanterie stürmte plötzlich aus ihren Stellungen auf das Haus zu, in dem Ramierez und seine Leute saßen. Einer der Leute hatte einen Rakwerfer und schoß auf den Goblin. Die Rakete bohrte sich durch eine Schwachstelle der Panzerung und brachte die MG Munition zu Explosion. Der Sagittaire wurde von Raketen des Stalkers und dem Gaussgeschütz des Viktors zurückgeworfen. Der Alacorn wurde von den beiden Demolischer in die Zange genommen. Als die feindliche Infanterie das Haus stürmte, wurden sie von Salven an den Breschen getötet. Die Demolischer wurden von Taifun – Panzern angegriffen und der Sagittaire bekam Hilfe von einem Dervish, Atlas und einem Highlander. Weitere Infanterie stürmte die Panzer und duellierte sich mit den anderen Kompanien der Raiders, die nun eintrafen. Das ganze entwickelte sich zu einem Mahlstrom, in dem immer mehr Truppen reingezogen wurden.

Zwei Tage später trat Dar mit Dawn in die Kommandozentrale der Feste Gibraltar. Dawn hatte die Aufgabe des Wachhabenden übernommen und informierte Dargard gerade über den neusten Stand der Gefechte:
„Ein gemischtes Bataillon der Raiders und einzelne Elemente der Miliz hat sich in die Straßen von Cartagena hineingewagt. Ich habe dementsprechend die erste Kompanie auf sie angesetzt um die im Kampf befindlichen Truppen zu entlasten. Allerdings habt diese gemeldet, das die Raiders der Gruppe zu denen gehörte, welche beim Angriff auf die Hazienda dabei waren.“
Dar viel die Kälte in den letzten Worten auf, es bereitet ihm Sorgen, genauso wie das restliche Verhalten von Dawn. Sie war energiegeladen, wild und kalt geworden. Sie verhielt sich komplett anders als man es von ihr gewohnt war. Dar vermutete das es mit dem Verlust ihres Sohnes zu tun hatte. Dawn war schon früher mißbraucht und vergewaltigt worden, wie jetzt an der Hazienda, doch erst die Nachricht vom Tod ihres Sohnes hatte sie aus der Lethargie geholt und sie dazu gebracht sich zur Koordination der Kampftruppen einteilen zu lassen. Sie wäre am liebsten selbst daraus gezogen, doch die Ärzte erklärten sie für nicht Diensttauglich. Sie hatte es trotzdem versucht und Dar mußte die Wachen am Schluß anweisen, Dawn mit Gewalt vom Mechhangar fernzuhalten.
Dawn fuhr fort:
„Darauf hin haben sich Elemente, die sich nicht im Kampf befanden ebenfalls an die Position der Feindeinheit begeben. Sogar die, die im Kampf standen, lösten sich und machten sich auf die Jagd. Die feindliche Streitmacht wurde mit minimalen Verlusten auf unserer Seite vernichtet. Es gab keine Gefangen der Raiders. Nur die Milizionäre wurden gefangen genommen. Diese werden mit den Verwundeten in die Festung gebracht.“
„Wie sieht es allgemein aus Dawn?“
„Schlecht, nach den heftigen Kämpfen haben wir schwere Verluste zu beklagen. Zum Glück ist es beim Feind ebenso und er rückt deshalb nicht vor. Wir haben vielleicht noch zwanzig Mechs, vierzig Panzer und hundert bis zweihundert Infanteristen in der Stadt. Wir können uns nicht mehr lange dort halten. Viele Mechs und Panzer sind hier und brauchen gut eine Woche bis sie einsatzbereit sind. Die Piloten brauchen ebenfalls mehrere Tage ruhe bevor man sie wieder in die Schlacht schicken kann. Viele sind im Krankenrevier, und die ersten Medikamente werden knapp. Vieles von unserem leichtem Material können wir abschreiben. Irreparabel beschädigt oder in den Straßen zerstört worden. Die Moral ist schlecht. Ein paar unserer besten Jungs hat es erwischt. Ich gebe uns noch zwei Wochen, dann werden wir ernste Probleme haben, vier und wir müssen uns ergeben. Du weißt was das heißt Dar... unsere einzige Hoffnung ist die Rückkehr von Xavier oder eines der anderen Brigadeelementen. Allerdings haben wir eine Nachricht von Leuten der Pro – Viktor Fraktion erhalten. Lee führt auf Abbeville einen harten Kampf. Er hat seine Transportkapazität verloren und kann uns daher nicht entsetzen. Cortez wurde ebenfalls angegriffen, auf Ebro. Sie hat sich zu ihren Schiffen zurückgezogen und hat sich abgesetzt. Allen Anschein nach Richtung Duke Hasek. Vielleicht kommt sie uns hier raus holen. Allerdings wird das noch einige Zeit dauern. Und über Xavier ist nichts bekannt.“
Dar faste sich verzweifelt an die Schläfen. Ihm war klar das er wahrscheinlich Fehler nach Fehler begangen hatte und die ganze Situation nun seine Schuld war. Er wünschte sich wieder ein einfacher Lanzenführer zu sein. Er atmete tief durch: „OK, ruf die verbliebenen Truppen von draußen rein, wir verschanzen uns hier und lecken unsere Wunden. Wir warten hier solange wir können. Und wenn die Zeit um ist, versuchen wir mit voller Stärke auszubrechen und zu den Landungsschiffen zu kommen.“ „Aye, Kommandant“, bestätigte Dawn die Befehle und verließ das kleine Büro. Nachdem sie alle Anweisungen weitergegeben hatte ging sie in ihr eigenes Büro, wo Private Gonzales auf sie wartete. „Sir, sie haben mich rufen lassen?“ „ Ja Private, das habe ich... sie haben doch noch Kontakte nach draußen, oder?“ „Ja, Sir, die hab ich. Zu meinem Bruder“, antwortete der junge Private.
„Gut, sie können mir einen Gefallen tun. Sie wissen ja wie es bei uns aussieht und ich habe hier eine Nachricht. An den Vater meiner Kinder und dem Kommandeur meiner letzten Einheit....“ Dawn schluckte schwer bei den letzten Worten. Der Private bemerkte es: „Schon gut, Miss Farrow, ich verstehe, ich werde sie meinem Bruder zukommen lassen und er kann sie zu Comstar bringen.“ Dawn faste sich wieder und sah den Private an: „Er soll es als Priorität Alpha schicken. Bezahlung durch Empfänger. Ich weiß nicht genau wo sie sein werden aber er soll es nach Outreach schicken und von dort kann man es weiter schicken. Und wenn das erledigt ist tauchen sie unter, verstanden?“ „Aye, Sir!“ kam die Antwort des Private. Er nahm dem ihm entgegen gereichten Datenchip an und verließ das Büro. Sie schaute noch einmal auf den Datenschirm, auf dem die Nachricht, welche sie dem Private anvertraut hatte, noch zu lesen war:


Germaine,
ich bin es dir schuldig diese Nachricht zu schreiben. Entschuldige das ich die Kosten der Übertragung dir aufbürge, aber es ist mir nicht möglich sie selbst zu schicken. Wir wurden vor einem Monat von Elementen der Armee des VerCom angegriffen. Auf Befehl der Ersten Prinzessin Katherine Steiner – Davion. Dein Patensohn Ian wurde von diesen Schweinen getötet, sie haben ihn einfach erschossen. Susan ist noch wohlauf, allerdings kann sich das bis zum Eintreffen dieser Nachricht bei dir geändert haben. Wir sitzen fest und werden belagert. Wir können noch ein paar Wochen aushalten und hoffen, das bis dahin andere Elemente unserer Einheit uns entsetzen können, allerdings sieht es nicht danach aus. Wenn wir uns ergeben müssen fürchte ich um das Leben der Leute in der Festung hier. Ich denke nicht das uns die Angreifer, die 1st Chrisholm Raiders nach dem letzten Monat entgegen kommend behandeln wird. Ich fürchte es wird uns so ergehen wie der Coventry Miliz. Ich wollte mich daher bei dir und den anderen entschuldigen, das ich doch nicht wie versprochen wiederkommen werde. Sage den anderen, das es mir leid tut und ich trotz allen Vorkommnissen mit Stolz auf meine Zeit als Chevalierin zurückblicke. Sag bitte Jara von mir, das mir ihre Freundschaft viel bedeutet hat und das ich sie liebe. Und erkläre es bitte Markus. Ich wollte noch eine persönliche Botschaft für ihn schreiben, allerdings fand ich nicht die richtigen Worte. Bei dir weiß ich, das du sie finden wirst Germaine, so wie du sie auch immer bei mir gefunden hattest. Sag ihm bitte das meine letzten Gedanken ihm gelten werden. Ich wünschte ich könnte euch alle wiedersehen, allerdings geht uns hier die Zeit aus und ich fürchte das Schlimmste wenn nicht noch ein Wunder geschieht.
Leb wohl mein Freund und Mentor
In liebe Dawn


Drei Wochen später wurde Dawn mit den anderen Stabsmitgliedern und Offizieren zu Dar gerufen. Sie sammelten sich im Besprechungsraum, wo entsprechende Holokarten und Daten bereit standen. Nach einer Weile kehrte Ruhe ein und Dar begann:
„OK, wir haben die letzten Wochen genutzt um unsere Wunden zu lecken, aber unsere Zeit läuft aus. Es sieht nicht so aus als ob Rettung eintreffen wird und der Feind steht sprichwörtlich vor dem Tor. Wir haben keine andere Wahl. Wir müssen versuchen auszubrechen und uns zu unseren Landungsschiffen durchzuschlagen. Von Zivilisten haben wir erfahren das weitere Kräfte eingetroffen sind, daher haben wir keine Zeit mehr zu warten. Wir werden alles was kämpfen kann in die Schlacht werfen. Das Hilfspersonal wird ebenfalls bewaffnet und wird den Geleitschutz des Verwundeten und Nonkombattanten Konvois sein. Wir werden ihnen soviel Zeit verschaffen wie nötig, und uns dann ebenfalls zu den Schiffen zurückziehen. Also Gentleman, bereiten sie ihre Leute vor!“
„Aye, Commander!“ ertönte die Antwort und die Leute verließen den Saal.
Dawn kam zu Dar: „Du hast mir nichts von den Verstärkungen erzählt.“
„Ich hab es auch eben erfahren. Allerdings nur das sie da sind und das sie für Katherine hier sind. Nichts sonst. Du weißt was das heißt?“
„Ja, wir sind Tod! Wenigsten kann Viktor auf uns stolz sein, das wir hier so viele Truppen binden. Ich hoffe nur unsere Verwundeten schaffen es zu den Schiffen.“
„Verdammt sein Viktor und auch Katherine.. beide haben uns in diese Lage gebracht. Viktor ist zwar im Recht, seine Schwester gehört nicht auf den Thron, aber er auch nicht. Dafür hat er zuviel Mist gebaut. Es ist eine Schande das diese ganze Scheiße mit dem Blut Unschuldiger aufgewischt wird.“ Dar wurde kurz still und sagte dann: „Dawn, ich will das du die Verwundeten begleitest. Du hast eine Tochter. Die Chancen stehen nicht gut, aber du kannst es so schaffen!“
Dawn starrte Dar an: „Das ist nicht dein Ernst. Denkst du ich kann ruhig zusehen wie ihr euch für uns opfert. Dar, ich bin deine rechte Hand, mein Platz ist da draußen bei euch. Meine Tochter wird zu ihrem Vater gebracht, der kann für sie Sorgen falls es nötig wird. Aber verlange nicht das ich mit dem Wissen weiterleben muss, das ich nur deshalb lebe, weil sich so viele gute Leute geopfert haben, das kann ich nicht!“
„Dawn, das war keine Bitte, das war ein Befehl. Ich kann dich nicht mitkämpfen lassen. Du wirst den Konvoi begleiten. Du und Andrea, ihr werdet dem Konvoi Deckung geben.“
„Andrea, sie hat sich noch nicht von dem Stadtgefecht erholt. Sie ist nicht Diensttauglich.“
„Doch, der Arzt hat sie für diese Mission freigegeben, dein Marauder und ihr Sagittaire werden den Konvoi schützen. Ich gebe euch alle Helikopter mit die wir noch haben. Aber du bist dafür verantwortlich, das die Verwundeten und die Nonkombattanten lebend von hier wegkommen. ENDE DER DISKUSSION!“
Dawn drehte sich um und verließ den Raum. Danach überwachte sie die Verladung der Verwundeten und die deutliche Markierung der Fahrzeuge als Sanitätstransporter. Sie hörte ein Wummern und ihr wurde klar, das die letzten Verteidigungsgeschütze das Feuer eröffneten um den Ausfallenden Deckung zu geben. Sie sah Infanteristen zum Haupttor sprinten, Motoren aufheulen und das typische Wummern von Mechschritten und ihr stiegen Tränen in die Augen. Ihr war klar das die Leute, viele Freunde, in den sicheren Tod. Dann ging sie zu ihrem Mech. Unterwegs sah sie Andrea, welche ebenfalls Tränen in die Augen hatte. Beide umarmten sich einmal und stiegen dann in ihre Mechs. Sie verließen Gibraltar durch einen kleinen Seitenausgang. In der Festung blieb nur ein kleines Kontingent Infanterie zurück. Sie hörte über die Außenlautsprecher leichtes Donnern. Kampfgeräusche. Da starben ihre Leute. Sie gab sich keine Illusionen hin, gegen die frischen Truppen der Verstärkung, ergänzt durch die Miliz und die Raiders hatten die Reste der Knights keine Chance. Mit tränenverschleiertem Blick lenkte sie ihren Mech weiter. Über dem Konvoi flogen die verbliebenen Helikopter.
Nach einigen Meilen erfaßte das Radar fremde Objekte, welche sich schnell in der Luft näherten. Jäger! Sie öffnete einen Kanal zu Andrea und den Helikoptern: „Feindliche Jäger im Anflug! Helikopter fangt sie ab, verschafft uns soviel Zeit wie möglich. Der Rest rüber ins das Gebirge, wir suchen Deckung in den Höhlen.“ Dawn wußte das sie die Piloten zum Tode verurteilte, Helikopter hatten keine Chance gegen Jäger. Doch sie hatte keine Wahl. Die Helikopter drehten ab aber kamen nicht weit. Kurze darauf donnerten die Jäger über den Konvoi. Im Vorbeiflug schossen sie die ersten Helikopter ab, dann drehten sie bei und flogen erneut an und kümmerten sich um den Rest der Staffel. Die zwölf Jäger machten kurzen Prozeß mit den 33 Helikoptern, welche den Knights geblieben waren. Dann stießen sie auf den Konvoi herab. Die ersten Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Zwei der Jäger, schwere Chippewa Jäger, nahmen Kurs auf ihren Marauder. Dawn schoß ihre PPK ´s auf den ersten Jäger, doch traf nicht. Plötzlich schossen aus den Bergen ein duzend Mechs auf den Konvoi herab. Dawn hörte ein Warnsignal, sie wurde von TAG erfaßt. Einige Sekunden später warfen die Chippewas ihre tödliche Last ab. Vier Arrow Raketen wurden auf Dawn abgeworfen, vier weiter auf Andreas Mech. Dawn sah noch, wie zwei Raketen in die Arme einschlugen, zwei weitere in den Torso des Sagittaire und ihre Gedanken wanderten noch einmal zu Markus, Jara, Germaine und die anderen, welche sie verloren hatte. Dann wurde der Marauder getroffen. Eine Rakete traf den Arm, eine das Bein. Die dritte traf die Gausswaffe und die vierte direkt hinter dem Cockpit. Der Mech ging brennend zu Boden. Um ihn herum die Helikopter- und Fahrzeugwracks des Konvois. Die feindlichen Mechs und Jäger wüteten unter den verblieben Fahrzeugen.

drustran
02.05.2006, 13:44
Dawn kam langsam wieder zu sich. Ihr tat alles weh. Schmerzen in den Armen, Beinen, Brust und Kopf ließen sie leise wimmern. Sie konnte nichts sehen, und instinktiv fürchtete sie sich davor, das dieser Zustand dauerhaft sein könnte. Sie versuchte die Arme zu heben, doch es gelang ihr nicht. Eine Stimme aus dem Raum versuchte sie zu beruhigen: „Ruhig Dawn, es ist alles gut, bewege dich momentan nicht, du wurdest stark verletzt und musstest operiert werden, wenn du zu stark rumstrampelst reist du die ganzen Zugänge raus.“
Dawn erkannte die Stimme sofort, es war Xavier, der da so besorgt mit ihr sprach. Er sprach von schlimmen Verletzungen. Sofort wollte Dawn nachfragen, doch Xavier kam ihr zuvor: „Pssst, ich rufe den Arzt, der kann dir alles erklären.“
Sie hörte ein klicken und ein leichtes pingen irgendwo. Kurze Zeit später hörte sie eine Tür sich öffnen und Schritte, mehrere Personen schienen den Raum zu betreten: „Ah, unsere Patientin ist wach, beruhigen sie sich, es ist nicht halb so schlimm wie sie momentan denken...Sie wurden schwer verletzt. Ihr Mech wurde zerstört und ihre Kanzel ist geborsten. Sie waren mit Schrapnell gespickt...“ „Doc, was ist mit meinen Augen?“ unterbrach Dawn den Arzt ängstlich. „Ihren Augen geht es wieder gut, allerdings ist das rechte ein bionisches Implantat. Ihre Helmscheibe hat das rumschleudern im Cockpit nicht so gut überstanden wie sie und einige Scherben haben das Auge zu stark beschädigt. Das andere ist wegen ihren Medikamenten verdeckt. Erweiterte Pupillen. Aber die Schwester gibt ihnen ein Mittel und dann können wir den Augenverband abnehmen.“ „Gut, machen sie es... ich will sehen..“ Dawn spürte ein komisches Gefühl im Arm nachdem eine Person ans Bett herangetreten war. Anscheinend war es die Schwester die das Mittel injiziert hatte. Sie hörte wie Vorhänge zugezogen wurden. „So, ich nehme Ihnen den Verband nun ab“, sagte eine weibliche Stimme neben ihr. Dawn spürte die kalte Klinge der Schere an ihrer Kopfhaut und ein schneidendes Geräusch. „Schließen sie ihre Augen“ Dawn tat es sofort und spürte wie der Druck auf ihre Augen kurz zunahm und dann verschwand. „Und nun langsam öffnen...“ Dawn öffnete ihr Augen sehr langsam. Sie konnte Schemen sehen, erste grobe Umrisse. „Vorsicht, ich drehe das Licht langsam auf..“ Ertönte die Stimme der Frau wieder. Dawn schloß die Augen fast wieder und wartete auf den Schmerz des Lichtes. Allerdings fiel der nicht so stark wie erwartet aus und so konnte sie mit Steigung der Lichtintensität auch ihre Augen weiter öffnen. Sie sah direkt in das Gesicht von Xavier und eines Fremden, der aussah wie ein Arzt. Dieser ergriff auch wieder das Wort: „Sehr gut, Ms. Ferrow, haben sie Probleme mit ihrer optischen Wahrnehmung? Sehen sie verschwommen oder irgendwas?“ Dawn schüttelte nur den Kopf und versuchte dann an sich selbst hinab zu schauen. Ihre Beine waren unter der Decke nicht zu sehen, aber sie hatte noch zwei, auch wenn das Deckenvolumen darauf hindeutet, das etwas um sie lag. Sie versuchte wieder die Arme zu heben, doch es gelang nicht und der Arzt, welcher diesen Versuch bemerkte, schritt ein: „Das sollten sie lassen, wir haben ihre Arme aus Sicherheitsgründen fixiert. Sie werden sie nicht bewegen können, was auch gut ist. Momentan haben sie in jedem Arm mehrere wichtige Zugänge, welche sich nicht lösen sollten. Ich würde sie nun gerne über ihr Situation aufklären. Außer ihrem Auge haben sie an ihrem Kopf ein Kieferbruch erlitten sowie einigen Hämatomen und Gehirnerschütterungen. Ihre Arme waren mehrfach gebrochen und benötigten einige Operationen, um die Knochen zu richten, gleiches galt auch für ihre Beine. Ihre Brust hatte ein paar schlimme Wunden, die wir allerdings schnell unter Kontrolle bekamen. Die größten Sorgen machten uns ihr ihre Unterleibsverletzungen. Wir mußten dort einige weitreichende Eingriffe durchführen. Abgerundet wurde das ganze durch unzählige Schnitte und Hämatome. Nachdem wir sie wieder stabilisiert hatten haben wir sie in ein Heilkoma versetzt. Sie waren nun drei Monate im Koma.“ Dawn schaute den Arzt geschockt an „Was meinen sie mit Unterleibsverletzungen?“ fragte sie ängstlich. „Nun ja, sie hatten mehrere Schrapnelle in ihren Unterleib, welche heraus operiert werden mußten, diese hatte ihren Magen und ihre Gebärmutter schwer beschädigt. Wir konnten ihren Magen wieder flicken, aber einen Teil ihres Darms mußten wir durch künstliche Stücke ersetzen. Ihre Gebärmutter und einen ihrer Eierstöcke mußten wir leider entfernen, oder sie wären gestorben.“ Der Arzt schaute sie betreten an, und dadurch wurde Dawn die Tragweite erst richtig klar. Ihr linkes Auge füllte sich mit Wasser...
Einige Tage später kam Xavier wieder. „Hallo Dawn, wie wäre es mit einem Spaziergang? Die Ärzte geben grünes Licht.“ „Gern, ich kann das Zimmer hier nicht mehr sehen!“ antwortete Dawn und stand langsam auf und nahm ihre Krücken. „Sag mal, wo sind wir eigentlich? So Ausrüstung hab ich erst in wenigen Krankenhäuser gesehen.“ „Wir sind hier im Sandhurst Militäry Hospital.“ „Sandhurst? Das ist doch Terra??“ fragte Dawn erstaunt. „Hat Comstar es zurückerobert?“ Xavier lachte: „Nein, hat es nicht, und ja, wir sind auf Terra. Ich hab ein Einjahreskontrakt bei den Blakies unterschrieben. Wir sollen auf einer Pro Blake Welt ein Söldnertruppe jagen, die es den Leuten übelnehmen, das sie WoB mögen. Momentan führt Devoe mein Sturmregiment, ich bin hier um nach den Verletzten zu sehen und die restlichen Truppen zu reorganisieren. Wir haben ordentlich bluten müssen Dawn...Das Helikopterregiment ist zerstört, ebenso unsere Logistiktruppe. Die Pioniere hatten Glück und nur leichte Verluste. Aber von den drei Regimentern der Brigade ist kaum was übrig. Wir haben sehr viele gute Leute verloren, Gomez, Dar, Ramierez, Frederick, Jackson, Andrea, Josch, Tara... Ich frag mich wie Paps das immer überstanden hatte.“
Erst bei diesen Worten fiel Dawn auf, wie Xavier gealtert ist. „Oh Xavier, mir ist nie wirklich klar gewesen wie so etwas einem Kommandanten zusetzt. Selbst bei Germaine ist mir das nie klar geworden. Ich meine mich betrifft der Tod meiner Freunde auch. Aber ich war nur mit einem oder zwei Duzend der Leute gekannt. Aber du kanntest irgendwo alle der Einheit. Das muss schrecklich sein.“
„Mach es nicht so schlimm, Dawn. Klar es sind Verluste im Kommando, aber ich kannte den Groß der Leute auch nicht... ich schätze das ist so seit Kerensky verschwunden ist... So ein General wie er kannte seine Rekruten persönlich. Man, ich weiß nicht ob ich noch einmal so was durchstehe... ich hab das Kommando erst seit kurzen und schon wird mir das Kommando in politischen Wirren zerschlagen, aus den ich sie raushalten wollte. Wir werden keine Aufträge mehr aus dem VerCom annehmen. Und bis die Sache auf Outreach geklärt ist haben wir auch keine große Möglichkeit. Die behaupten wir haben sie angegriffen... ist das zu glauben??? Bis der Scheiß richtig gestellt wurde ist unser Ruf hinüber. Ich hatte drei Angebote. Viktor, Blake und die Marianische Hegemonie. In den Bürgerkrieg werden wir nicht kämpfen. Die Peripherie ist auch keine Lösung. So blieb nur Blake, obwohl ich die Brüder nicht mag. Du solltest so bald wie möglich zurück zu den Chevaliers. Nicht das wir dich mitnehmen, wenn wir untergehen.“ „Ist es so schlimm, Xavier?“ warf Dawn nun ein. Sie hatte erkannt, das ihr großer Bruder sich den Frust von der Seele reden musste, doch bei diesem Punkt konnte sie nicht mehr einfach zuhören. „Schlimm...es kann uns das Genick brechen wenn Katherine den Krieg gewinnt. Wenn sie etwas kann, dann Ereignisse manipulieren. Sie wird es so hinstellen das wir uns ihren Bruder anschließen wollten und sie uns stoppen musste. Wir sind die Vertragsbrecher, die ihre loyalen Truppen abschlachteten.“

drustran
09.02.2008, 20:41
Dawn kam aus der Reha in ihr Zimmer. Dort wurde sie schon erwartet. Xavier saß in einem Sessel und überflog ein paar Daten. Er schaute auf und lächelte sie an. "Hallo Dawn, ich hörte deine Reha läuft gut. Ich habe auch schon eine weite Reha besorgt. Ebenso wie ein paar Lehrgänge für die Zeit in der du nicht einsatzfähig bist." "Hallo Xav, wovon redest du.. das klingt als ob du mich loswerden willst. Ich dachte ich soll dir bei dem Wiederaufbau der Einheit helfen?" "Nein, du solltest weg von uns. Ich habe schon einiges organisert. Du fliegst nächste Woche nach Outreach, dort wirst du dich um deine Tochter kümmern. Ich hab gehört das die Chevaliers noch auf Arc Royal... ich weiß nicht wann sie wieder zurückkommen, aber wenn solltest du dich wieder zu ihnen stossen... ich habe deinem Major schon eine Nachricht geschickt. Und bis dahin hab ich dafür gesorgt das du auf Outreach deine Gesundheit und deine Fähigkeiten verbessern kannst. Ich hab dich an der Akademie auf Outreach angemeldet, bis du wieder fit bist und die Chevaliers wieder da sind. Und als krönender Abschluss sollst du nicht als Entrechtet nach Outreach gehen. Ich hab hier neben den Terminen, Anmeldebestätigungen und so hier auch die Besitzurkunde eines Mechs, der schon auf einem Landungsschiff auf dich wartet. Du solltest anfangen zu packen, morgen geht das Landungsschiff. Und jetzt mach dich mal frisch, heute abend haben wir beide ein Essen!"
Darauf hin verließ Xavier das Zimmer.

Am nächsten Tag war sie wieder Heimatlos... Ohne Knights, ohne Chevaliers. Sie hatte erfahren das die Chevaliers an der Clanfront standen, sogar in Kämpfe verwickelt wurden. Sie hatte von so viele guten Söldnereinheiten gehört die an den Clans zu grunde gingen oder zumindest schwere Verluste erlitten hatten: 12te Sternengarde, Gray Death Legion, Blue Star Irregulars und andere...
Und nun die Chevaliers? Sie standen nicht zum ersten mal im Feld, aber es war die erste Mission die sie GEGEN Clanner unternahmen, sie wusste das etliche Chevaliers aus Einheiten kamen die die Clans nicht überlebt hatten oder schon Glück gegen sie hatten. Aber Irgendwann würde das Glück sie verlassen... gegen solche Kaliber wie die Clans eher als auf einen Schlachtfeld in der Inneren Sphäre. Wer würde nicht mehr zurückkommen?
Major Danton, Jara, Marcus, Captain Scharnhorst, die Höllenhunde, Miko oder wer? Dawn wusste nur das es wieder ein Toter in dem war, was sie als Familienersatz aufbauen wollte. Sie sollte aufhören.. aber welche Alternative kannte sie? Sie war nur Kriegerin, sie wurde es um andere vor dem Bösen in der Peripherie zu schützen. Nun hatte sie erkannt das das Böse nicht nur aus der Peripherie kam, es war einfach überall. Auf jeder Welt. Man kann es nicht bekämpfen; man kann es versuchen, aber siegen war unmöglich, soviel hatte Dawn gelernt. Sie hatte versucht eine Familie zu gründen.. aber Markus war irgendwie in das Risiko verliebt. Ausserdem wurde ihr der Sohn in einem "Streit" in einer anderen Familie genommen. Vielleicht sollte sie ihre Tochter irgendwo hingeben.. irgendeine Welt die nicht in irgend jemandens Auge glitzert. Da könnte die Kleine in Ruhe ihr Leben leben und würde nicht mit den Verlusten in diesem vom Krieg geplagten Universum heimgesucht. Dawn hatte so viel erlebt weshalb sie einerseits Leben wollte und andererseits auch wieder sterben wollte, eine Mischung die irgendwo in jedem Mechkrieger steckte. Sie dachte zurück an ihre Kindheit.. die wenigen unbelasteten Tage die sie hatte. Nein, wenn sie sterben sollte dann im Kampf, dabei versuchen, irgend ein kleines Mädchen, ein kleiner Junge diese Qualen zu ersparen, bei dem Versuch, eine Familie zu schützen, auch wenn sie sie nicht kannte. Nur so macht der frühzeitige Tod einen Sinn.
Langsam glitt sie in den Schlaf über..ihr stand eine lange Reise bevor