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willhelm_tell
06.04.2004, 23:32
Hier die Vortsetzung aus der FLugzeug Diskussion:

*Also bevor hier jemand leichtfertig jemand das Wort Wahlbetrug in die Runde wirft, sollte man sich nocheinmal den genauen Ablauf ins Gedächtnis zu rufen.
Ein knappes Resultat, dass einem nur nich passt gleich als undemokratisch zu bezeichnen ist ja wohl auch nicht wirklich demokratisch oder?*
SORRY, aber da bist du entweder nicht richtig oder nur unzureichend informiert. auch wenn der von RONIN zitierte M.Moore sicherlich einiges ueberspitzt darstellt, so handelt es sich gerade in florida schlicht und ergreifend um WAHLBETRUG, welcher in jedem 3te-weltland, das gerade an die demokratie herangefuehrt wird zu drastitischsten protesten fuehren wuerde. dabei geht es nicht nur um briefwahlen, sehr ueble stimmzettel, sondern auch noch richterbeschluesse bezueglich wahlrecht von vorbestraften, das verschwinden von wahlurnen, welche spaeter ausgezaehlt wieder auftauchen, bestechungen von wahlhelfern, zutrittsverbot von farbigen waehlern zum wahllokal, "vergessen" der wahlbenachrichtigungen an bestimmte personengruppen, nicht oeffnen von wahllokalen in potentiell Bush-feindlichen gegenden usw.
abgesehn davon, das diese wahlsystem alles andere als "demokratisch" nach heutigen vorstellungen ist, die USA aber trotz besseren wissens nicht gewillt ist, dieses zu aendern. und wenn deine eigene aussage schon beinhaltet, das GORE vom VOLK deutlich mehr stimmen erhalten hat als der Praesident, dann moechte ich dich doch mal fragen, ob china nicht auch eine demokratie ist

Nach Aussage meiner in Ami-Kollegen (nicht wirkliche Bushanhänger): "nothing unusal".
Bei einer so grossen Wahl gabs immer wieder Troubles, Missverständnisse.
Und vieles wird in Europa überbewertet.
Ich habe selber schon als Stimmenzähler bei Gemeindewahlen mitgeholfen, man will ja nicht wirklich wissen, was da alles an Unregelmässigkeiten "ausgebügelt" werden muss.

Und ich habs ja selber geschrieben, Gore hatte mehr stimmen, aber das ist halt das Wahlsystem in den USA, Gore ist mit dem selben System Vizepräsident geworden, und keiner hat sich im voraus beklagt.
Logisch sollte das System geändert werden, aber wer die Amis kennt, weiss wie schwer die sich mit Änderungen an iher allerheiligsten Verfassung tun.

Tja, die USA haben Pech gehabt und diesmal haben die Amis den Zonk gezogen.

AS-Angelfist
07.04.2004, 00:18
sie sagen ja selber das die letzte wahl nicht so der bringer war
aber man sollte da keine falschen schlüße ziehen ...

ob wirklich waas drann ist an der sache wird man erst bei der nächsten wahl sehen.
und um ehrlich zu sein auf die bin ich gespannt. weil was wird passieren wenn bush junior nicht wieder gewinnt? was wird aus dem kampf gegen den terror? wird sich amerika von da an raushalten und sich wieder um sich selber kümmern? sowas würde mich vielmehr interressieren

aber dies ist alles noch utopie weil keiner weiß was passieren wird sich liegen schon pläne in den schubladen aber wer genaueres weiß wird bestimmt noch nichts sagen

also ist alles was kommt reine spekulation
erst die wahl wird zeigen was nun fakt ist

Boecky
07.04.2004, 09:36
yo, ist wohl besser den "beitrag" neu zu threaden :)

um mal auf "busines as usual" zurueck zu kommen: ein staat, der bei jeder sich bietenden gelegenheit von "freiheit" und "demokratie" faselt und sich fuer das beste vom besten haelt, MUSS sich bei solchen offensichtlichen schiebereien kritik gefallen lassen.
von dem wahlmaennersystem mal abgesehen: wie kommt es, das sich fuer das amt des praesies nur jemand aufstellen lassen kann, der mindestes einen grosskonzern oder multimillionaer im ruecken hat, wenn es sich doch um eine demokratie handelt?? warum gibt es in den staaten nur 2parteien (der verzweifelte versuch der "gruenen" mal aussen vor gelassen) ?? und sorry, briefwahlen mit der passenden stimme doppelt zu zaehlen, andere stimmzettel per richterbeschluss aus der wahl zu verbannen usw ist wohl mit nichten "business as usual" (auch in USA NICHT!), in JEDEM anderen DEMOKRATISCHEN land wuerde entweder A) die wahl von vorne losgehen und/oder B) der knabe, der das alles veranlasst hat schnell verschwinden.

Nur eine demokratische verfassung zu haben reicht nicht aus, im falle der "volksrepubliken" reicht der name alleine ja auch nicht. meine auffassung von demokratie deckt sich mit den vorkommnissen da drueben jedenfalls nicht und auch die art und weise, wie herr GWB regiert hat mit demokratie eher wenig zu tun. anspruch und wirklichkeit driften dort soweit auseinander, das ich schon geneigt bin, den amies die "demokratie" an sich zu versagen, verfassung hin oder her.

ausserdem finde ich es mehr als nur beschaemend, wenn auch noch buerger dieses landes das als normal empfinden, wenn nach strich und faden beschissen wird...warum gehen die jungs dann ueberhaupt noch zur wahl?

die AMIES, stolz wie oskar auf ihre ach sooo tollen bildungseinrichtungen ala HARWARD usw sollten vielleicht auch mal hoeren, was deren wahlanalysen alles so an den tag bringen und was am system nicht stimmt. geaendert wurde ja wohl nichts und ich warte nur noch darauf, das GWB kurz vor der eigentlichen wahl OSAMA BINS LADEN praesentiert, die ganze sache wieder sehr sehr knapp wird und dann stellt sich nur noch eine frage: in welchen bundesstaaten wird diesmal beschissen und wer kriegt es wie schnell raus???

Ein hoch auf die DEMOKRATIE in uebersee!!!!

Volltrottel
08.04.2004, 18:14
Zum 2 Parteiensystem:

Die Amerikaner haben ein anderes Verständnis von 'Partei'. So sind die beiden Parteien, zwar gut organisiert, jedoch mehr ein Sammelsorium verschiedener Interessengruppen unter einem gemeinsamen Banner.

Zur 100.000 Dollar-Klausel der Präsidentschaftswahl:

Man wollte damals sicherstellen, dass der Präsident finanziell unabhängig ist, und somit die Wahrscheinlichkeit von Korruption verringert wird.
So der Gedanke der Gründerväter :rolleyes:

-> bzw. allg. mit dem Ölkonzern im Rücken:
Ist es um so viel besser, wenn man Mitglied in einer Partei sein muss, um politisch erfolgreich zu sein? Denn am Ende werden unsere Parteien auch zum Großteil durch Konzerne finanziert...

Boecky
08.04.2004, 18:57
@volltrottel
aendert nichts an der tatsache, das gegen dort herrschendes recht verstossen wurde und in grossem rahmen wahlbetrug stattfand. noch beschaemender fuer "demokraten" ist allerdings, das sich nichts geaendert hat und niemand etwas sowohl damals getan hat, als auch fuer die zukunft etwas veraendert hat....traurig traurig und jeder banana republic wuerdig!