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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Viktor oder Katherine spielen hier keine Rolle, es geht uns nur um Rache.


Striker
03.03.2005, 21:19
Die Ketten rasselten auf dem vereisten Asphalt als sie die vier Manticore Panzer langsam durch den kleinen Ort fuhren. Sie waren bepackt mit Tarnnetzen, Kisten und Rucksäcken.
Sandsäcke sollten extra Schutz bieten, Stahlgitter sind auf den Seiten angeschweißt um panzerbrechende Munition zu verbiegen und unschädlich zu machen. Vor den Ketten hatte jeder Panzer einen kleinen Rechen mit einer kleinen Schaufel, welche Minen früh zünden sollten.
Auf jeden Panzer war das brünette Pin-up-Girl der 6th Lyranischen Garde gepinselt. Die Türme suchten die Gegend ab und langsam, fast gespenstisch schoben sie die Kampfpanzer durch die Straßen der kleinen Stadt.
Die meisten Häuser waren zerstört oder beschädigt und zeugten von vorhergehenden Kampfhandlungen. Einige Rauchschwaden stiegen aus zerstörten Häusern auf. Schutt, zerstörte Lastwagen und vereinzelt, ein abgeschossener Schützenpanzer lag in den Straßen.
Stahl quietschte auf, als einer der Manticore Panzer einen kaputten PKW überrollte, der im Weg stand. Einige Zivilisten, bepackt mit allen Möglichen, bewaffnet mit alten Sturmgewehren, flüchteten vor den vier Kampfpanzern. Doch die Panzer schenkten den Plünderern keine Aufmerksamkeit, sie ließen den Reaktor auf Hochtouren arbeiten als sie am Stadtrand ankamen. Die Ketten jaulten auf, als sie die 60 Tonnen Kampfmaschine auf 65 km/h beschleunigten.
Ein Centipede Spähpanzer war zwischen den Trümmern außerhalb der Stadt versteckt und wurde von der Panzerlanze aufgescheucht. Der Hoverpanzer zog eine lange Schneewolke hinter sich her, als er mit weit über 100 km/h den Rückzug antreten wollte.
Kurze Laserstöße der TharHes Thunderbolt Laser fraßen sich in die Panzerung des Spähpanzers. Sie ließen die aufgemalte Steinerfaust verdampfen und ebenso den grinsenden Smiley. Der Hoverpanzer brach in der Mitte auseinander und die einzelnen Teile überschlugen sich mehrmals im Schnee bis sie in einer großen weißen Wolke, welche sich schnell ausbreitete, verschwanden.
Einige Sekunden später waren nur ein paar Wrackteile im Schnee zu sehen.

Schneller Beat dröhnte laut im Hintergrund welcher von Jubelschreien übertönt wurde.
„JEA!!! Keine Sau hat überlebt!“ schrie eine Stimme begeistert.
„Tango Foxtrot Sierra, Hier Tango Whiskey Delta. Feindlicher Spürhund erledigt.”
“Gut Tango Whiskey Delta, konnte er Meldung machen?”
„Möglich.“
„Halten sie weiter Ausschau Tango Whiskey Delta.“
„Roger, Over and Out.
Delta Lanze, V-Linie bilden und Ausschau halten.“

In Turm und Rumpf des Kampfpanzers saßen vier Leute. Lanzenführer Sergeant Major Bill Redburn an den Kontrollen, Funk und Sensoren. Corporal Montgomery Wesley an den Primären Zielerfassungen und Privat Judy Jones an den Sekundären Zielerfassungen, sowie an Funk und Sekundären Kontrollen.
Vorne im Rumpf des Panzers saß Privat Junior Gore, der Fahrer. Es herrschte ausgelassene Stimmung im Panzer, am Boden wackelten einige Bierdosen im Rhythmus der Fahrbewegungen und der Geruch von Rauch von Montgomerys Zigaretten vermischte sich mit dem Gestank von Öl und Schmierfett. Die Ketten ließen die Außenwand des Panzers singen und ein Musiker sang >Burn them all down< durch die Lautsprecher.
„Geiler Schuss Monty.“ Lachte die einzige Frau an Bord. „Hast die Schweine alle gegrillt.“
„He, Luis Panzer hat auch getroffen, wer weiß wer die gegrillt hat.“ Mischte Redburn sich ein. „Egal, gegrillt ist gegrillt. Verdammten Verräterschweine.“ Meinte die schwarzhaarige Frau kalt.
„JEEEEHAAA! You kill em, and grill em.“ trällerte Junior und brachte den Panzer auf den neuen Kurs, den Redburn gerade in den Bordcomputer eintippte.

„Delta 1 für Delta 3.“
„Delta 3 kommen.“
„Schalten sie auf sichere Frequenz Delta 1“
„Was ist los Luis?“
„He, wer darf sich den Abschuss dieses Bastardes aufschreiben?“
„Das werden wir auf den Gefechtsroms schon sehen. Aber war ja nur ein kleiner Quäker, hoffen wir das er nicht gequäkt hat.“
„Von mir aus können diese Verdammten Bastarde der 17. alle auf einmal kommen. Wir werden sie alle pfählen und häuten.“
„Du die haben auch Mechs.“ Grinste Redburn
„Egal, Kill em all.“ Tönte es zurück.

Striker
03.03.2005, 22:07
Eiskalter Fahrtwind blies Redburn um die Nase, als er die Kommandanten Luke öffnete und die Gegend beobachtete. In der einen Hand einen Feldstecher, in der Anderen eine Bierdose observierte er die Landschaft und suchte nach dem verhassten Feind. Die 17. Donegal Guard.
Auch die anderen Kommandanten und die Fahrer steckten ihre Köpfe aus den Luken. Es war eiskalt, aber keine Elektronik und kein Spiegel kann die natürliche Wahrnehmung ersetzen. Redburn hatte den Tarnschal über das gesamte Gesicht gebunden, nur die Augen unter der Splitterschutzbrille mit dem leicht gelben Glas blieben frei. Am Kopf den leichten Helm der lyranischen Tanker.
Sie würden gleich an die Grenze ihres Aktionsradius kommen. Sergeant Redburns Lanze sollte die Gegend südlich der Rønne Base erkunden.
Vor weniger als vier Tagen überfiel Leutnant General Quitman Brown mit der 17. Donegal Guard, das Lager der 6. Lyranischen Garde. Der Angriff kam überraschend und in der Nacht. Browns Truppen hatten sich bis dahin nie festgelegt auf welcher Seite sie im Bürgerkrieg stehen. Die Einheiten der 6. Lyranischen Garde wurden hart getroffen und mussten die Rønne Base verlassen. Viele wurden im Schlaf überrascht und viele starben noch ehe sie bei ihren Mechs oder Panzern waren. Seit dem führt die 6. einen Guerilla Krieg gegen die 17.

„Sarge!“ schrie Judy durch das Bordcom.
„Ich seh´s.“ meinte dieser gelassen. „Wie viel hast du?“
„Vier Einheiten, also eine Lanze. GAZ 3 Minuten bei derzeitiger Geschwindigkeit.“
„Delta Lanze. Kampfbereitschaft.“ Redburn ließ den Sitz nach unten fahren, klappte die Luke zu und verriegelte sie. Nach und nach verschwanden alle Köpfe in den Panzern und Redburn ließ sich eine Taktische Karte auf dem kleinen Bildschirm vor ihn anzeigen, mit allen Daten die er benötigte.
Bushwaker, Commando, Talon und ein alter Clint erschienen auf dem Bildschirm. Entfernung 5 Klicks.
Redburn zeichnete die Navigationspunkte auf der Karte ein, die über Funk sofort an alle Panzer übertragen wurden. Er wurde leicht durchgeschüttelt als der Panzer auf die volle Geschwindigkeit beschleunigt wurde.
„Delta Lanze, die können wir schaffen. Feuer auf mein Kommando.“
„Gib mir die Raketen Monty, ich schnapp mir diese Bastarde.“
´Raketen auf Terminal 2 geschalten´ ertönte eine Computerstimme.
„Danke Monty.“ Grinste Judy. Ihre braunen Augen leuchteten in der dunklen Atmosphäre des Panzers, sie sinnte nach Rache, Rache für die gefallenen Kameraden. Alle waren konzentriert und durch die Lautsprecher lief Weapons of Mad Distortion.

„Hier spricht Hauptmann Goldsmith, der 3. Scout Lanze der 17. Donegal Garde. Identifizieren sie sich. Sie befinden sich auf Sperrgebiet.“

„Arschloch.“ Murmelte Sergeant Andrew von Delta 2 durch die Frequenz, auf der die Deltalanze funkte.
„2800“ ertönte die Zielangabe
Während die Mechlanze langsam vorwärts kam, rasten die Panzer durch den Schnee und umfuhren die Mechs von der linken Seite. Durch den aufgewirbelten Schnee konnte man weder den Typ noch eine Kennung der Fahrzeuge erkennen.
„Wenn sie sich nicht sofort zu erkennen geben werden wir das Feuer eröffnen.“
„2300“
Die Mechs beschleunigten und hielten auf Delta zu. Das war die Kampfansage.
„2000“
„Deltalanze konzentriert das Feuer auf den Clint 1 -2R. FEUER!“
Langstreckenraketen verließen die TharHes Reacher 10 Werfer und flogen auf weißen Strahlen durch die Luft. Das Artemissytem der Panzer hatte schon längst aufgeschalten und die Raketen überbrückten die 2 Kilometer lange Strecke in wenigen Sekunden.
Vierzig Raketen schlugen um und in den Clint ein. Der Mech wurde von einem Feuerball verschluckt, ausgelöst durch die vielen einzelnen Explosionen der Raketen. Wasserdampf und Schnee wurde aufgewirbelt. Ein PPK-Strahl blitzte aus der Wolke auf und verpulverisierte Drahtgitter, Sandsäcke und Panzerung von Delta 4.
„Delta, wir bleiben auf Distanz, volle Geschwindigkeit beibehalten.“
Die dünne Panzerung des Clints konnte den Raketenbeschuss nicht viel entgegen bringen, etliche Raketen drangen in den mittlerweile ungeschützten Innenraum des Mechs ein und zerstörten empfindliche Bauteile wie Reaktorabschirmung und das Gyroskop. Der wohl unerfahrene Mechkrieger konnte die Balance nicht halten, viel vorne über und rutschte durch den Schnee, wobei er sich den Kreiselstabilisator komplett zerstörte.
Die drei Restlichen Mechs stürmten mit voller Geschwindigkeit vor, immer im Verband.
In der Reichweite waren die Mechs den Langstreckenraketen der Panzer unterlegen, eine Tatsche die Redburn so lange wie möglich ausnutzen wollte und eine Tatsache die der Mechkommandant schnell ändern wollte.
„Clint ist raus, nehmt den Commando, den schaffen wir noch.“
Wieder machte sich ein Schwarm Raketen auf den weg, sie sprengten Panzerplatten des Commandos ab und rissen ihn ein Bein ab. Auch der Commando fiel und schlitterte über den Boden, allerdings war der Mech noch lange nicht kampfunfähig.
Der Laser des Bushwakers traf nur den Schnee, unter der enormen Hitze verdampfte dieser in einem Bruchteil einer Sekunde und stieß eine Fontaine Wasserdampf in den Himmel. Die PPK des Talons traf. Sie schmolz von Delta 4 ein Stück aus der Schürze raus und legte die Kette frei.
„Jeha! Zwei Bastarde am Boden. Die haben keine Chance mehr.“ Jubelte ein Tanker über Funk.
„Schnauze! Dran bleiben, Feuer auf den Talon, der schießt zu gut. Alle zu Nav Point Beta. Gehen wir in den Nahkampf.“
Die Panzer schwenkten ein und hielten Kurs auf die Mechs.
Immer wieder rauschten Raketen auf die angreifenden Mechs und Laserstrahlen züngelten auf die Panzer. Die Entfernung wurde immer geringer die Schweren Pulselaser der Panzer setzten mit ein, dann die Mittleren Laser der Mechs und die Kurzstreckenraketen beider Seiten.
Es herrschte keine große Taktik mehr auf dem Schlachtfeld, Blitzgewitter an Laserstrahlen erhellte die Szene, Explosionen, Rauch von Wasserdampf und verbrannter Panzerung stieg in den Himmel auf und imemr noch hielten beide Parteien geradewegs auf einander zu. Auf nahe Distanz riss der Strom an Laser und Raketen nicht mehr ab und noch bevor die beiden Lanzen sich trafen war das Gefecht aus.
Der Feuerkraft der schweren Panzerlanze konnten die leichten Mechs nicht viel entgegenhalten. Sie lagen nun als Schrotthaufen im Schnee und qualmten vor sich hin.
Der Bushwaker und der Talos wurden von erfahrenen Piloten gesteuert. Sie setzten Delta 4 außer Gefecht und rissen viel Panzerung von Delta 1 und 3 ab.
„Panzer brennt! Panzer brennt, steigen aus.“ Schrie der Fahrer von Delta 4, eine kleine schwarze Rauchwolke steig aus dem Turm des schweren Panzers auf. Kleine Gestalten sprangen aus den Luken und versuchten das Feuer zu löschen, Delta 3 kam zur Hilfe und Delta 1 und 2 gaben Feuerdeckung.
„Redburne, es gibt zwei Überlebende.“
„Wir machen keine Gefangenen! Tot den Bastarden.“
Eine Salve der 2er Kurzstreckenraketen hustete das Leben der letzten überlebenden Mechkrieger aus.

Striker
04.03.2005, 22:58
http://home.btconnect.com/QKG/6lguards.gif
6th Lyran Guards




Nach gut vier Stunden haben die verbleibenden drei Panzer die versteckte Basis der 6. lyranischen Garde in den Bergen erreicht. Die 6. hat sich derweilen mit der Gunst der Bewohner in ein kleines Bergdorf eingenistet. Freizeitkasernen und das HQ, waren Privathäuser, des eh fast leerstehenden Dorfes. Es war Winter, da lebten nicht viele Leute in Geroidsberg.
Mechs, Panzer und Fahrzeuge standen in alten verlassenen Minen keine 600 Meter hinter dem Dorf. Wer nichts zu tun hatte oder keine Wache schob ging nicht freiwillig in die kalten Minen, sondern hielt sich lieber im Dorf auf.
Unter normalen Umständen verlief die Mission von Lanze Delta erfolgreich. Sie vernichtete vier Mechs samt Mechkrieger, einen Spähpanzer samt Besatzung und auf dem Heimweg traf sie noch auf ein Platoon schwere Infanterie mit vier leichten Schützenpanzern.
Wenn man nur mit Maschinengewehren und ein paar Kurzstreckenraketen bewaffnet ist, keine Deckung in Sicht ist; ich glaube das Massaker muss hier nicht beschrieben werden.
Doch auf der anderen Seite hatte die 6. lyranischen Garde einen schweren Panzer verloren, einen Toten zu beklagen und drei Verletzte, wobei Corporal McNab sein Auge verloren hat und Privat Beck schwerste Verbrennungen am Kopf erlitten hat.
Zwei weitere Panzer sind beschädigt, einer so sehr, dass er gut eine Woche außer Gefecht ist.
Andere Operationen verliefen nicht besser.
Doch wenn man nichts mehr hatte, waren die Veruste zu hoch.
Leutnant General Seth Alpert stand eine Ewigkeit vor dem Protokoll, welches ihm von Sergeant Major Bill Redburn übergeben wurde. Der Sergeant stand immer noch in Hab-Acht-Stellung vor dem Kommandanten der 6. Garde.
„Warum schicken sie nur eine leichte Mechlanze raus um euch abzufangen?“
Er sprach mehr zu sich selbst als zu Redburn.
„Der Späher hatte sie doch gesehen oder?“ Flüsterte er weiter.
„Ich weiß nicht Sir. Es schneite und wir waren noch in der Stadt, Sir.“
Die Antwort riss Alpert aus den Gedanken.
„Ja, Ja.“ Winkte er ab.
„Sergeant, wie lange brachen die Deltas?“
„Sir! In einer Woche sind wir mit drei Fahrzeugen gefechtsklar. In 8 Tagen hätten wir noch einen alten Landhecht in der Lanze.“
Alpert schaute auf. Sein Blick war kalt. „Einen Landhecht? Sergeant, sie sind der Panzerfahrer, liege ich in meiner Annahme richtig, dass ein Landhecht für die Delta Lanze zu langsam ist? Und zu unflexibel.“
„Sir! Der Leutnant General liegt richtig.“
„Warum nehmen sie nicht den Myrmidon aus der Carly?“
„Sir, Leutnant Jack van Dyke rückte den Myrmidon nicht raus. Und Der Sergeant ist nur Sergeant Major und ….“
„Kommen sie mir nicht mit Ausreden!“ bellte Alpert den Sergeant an.
„Glauben sie ich habe Zeit für euere Kinderspiele?
In einer Woche ist die Delta Lanze auf Sollstärke, mit dem Myrmidon. Haben sie mich verstanden Sergeant?“
„JAWOHL! SIR!“
Alpert wurde ruhiger.
„Redburn, sie sind jung, doch schätze ich ihre Kampferfahrung. Die Delta ist in einer Woche einsatzklar. Carly ist bei weitem nicht so erfahren wie die Delta. Und setzen sie ein paar erfahrene Männer oder Frauen auf den Panzer.“
„Sir, Jawohl Sir!
Sir?“
„Ja?“
„Soll das heißen, die Delta haben eine Woche frei?“
„Ihr habt erst frei wenn die Hölle zufriert, verstanden? Sie melden sich bei Hauptmann Bartel von den Panzergrenadieren. Sie haben zwei funktionstüchtige Panzer Sarge. Ihr großen Jungs könnt uns Schlammstapfern doch etwas Gesellschaft leisten oder nicht Sarge?“
„Sir!....“
In dem Moment wurde die Türe aufgerissen und ein Mann mit grauen Haaren und leichter Glatze betrat den Raum. Sein Gesicht passte nicht zu seiner Haartracht, das war noch Jung, sein Körper groß, sportlich und gut durchtrainiert. Es war Colonel Nash Boulton. Der Kommandeur der Mechtruppe der 6. Garde.
„ … Jawohl Sir.“
„Nash, schön dich zu sehen.“
Der Mechkrieger schnappte sich ein Glas und schenkte sich sofort Whiskey ein.
Trank einen Schluck, ließ sich in den alten Ledersessel sinken und legte den Kopf nach hinten.
„Nash, das saufen wird dich noch einmal umbringen.“
„Heute ist nicht der Tag zum aufhören Seth. Gestern war auch keiner und was sollen wir hier schon machen, morgen ist auch keiner.“ Der Mechkrieger schwenkte das Glas und nahm einen Schluck. „Wir haben keine Chance Seth. Sehe es ein.“
„Da irrst du dich Nash, da irrst du dich. Hilfe ist unterwegs.
Ach Sergeant, haben sie nichts zu tun? Machen sie alles klar und morgen bei Hauptmann Bartel melden.“
„Bei Hauptmann Bartel melden. Sir!“ Redburne grüßte den Kommandeur der 6. und verließ das Zimmer.
„Was hast du schon wieder aufgetrieben Seth?“
„Du wirst dich wundern Nash, du wirst dich wundern.“
Dann fiel die Eichenholztüre in das Schloss und keine Stimme drang mehr nach außen.

Striker
06.03.2005, 17:13
Redburn verließ das alte Bauernhaus, welches als HQ diente. Es war reich ausgestattet und gehörte eigentlich den Bürgermeister, gebaut mit Holzfachwerk und Naturstein.
Er stand im Schnee vor dem Haus und holte sich als erstes die Zigaretten Packung aus der Prusttasche des Parkas. Nach dem ersten Zug ging er auf die Straße, des ruhigen Ortes.
Sie hatten Glück, der Bürgermeister von Geroidsberg war ein loyaler Anhänger des Archons und Geroidsberg ist kein Wintersportort. Es ist voller Ferienhäuser von reichen Leuten aus den umliegenden Städten, welche im Sommer hier ihre Ferien verbringen, mit Wandern, Bergsteigen und Mountainbike fahren. Im Winter ist hier der Hund begraben.

„He Sarge, was gibt es neues?“
Ein paar Leute seiner Lanze schlenderten gelangweilt durch die Straßen.
Corporal Scott, war eingemummt in einem Frauenpelzmantel. Und Senior Corporal Riddle
War mit einem altmodischen Ledermantel bekleidet.
Scott fror immer noch, wäre er kein Schwarzer, Redburn würde wetten er wäre blau angelaufen.
„He Jungs.“ Meinte Redburn „Wo habt ihr das her?“
„Gefunden.“ Meinte Riddle kurz. „Und wer es findet, dem gehört es.“
„Ihr schaut …“ Redburn wurde durch Pfiffe unterbrochen. Sie kamen von ein paar Infanteristen die vorbei gingen. „He, du heiße Panzerschlampe, hast du heute Abend was vor?“ meinte einer der beiden, grinsend.
„Verdammtes Arschloch, lass du dir mal die Ausrüstung wegballern. Schlammschabe.“
„Wen nennst du hier Schlammschabe, du feiges Schwein!“ Scott und der Infanterist gerieten sofort aneinander. Würden ihre Kameraden die beiden nicht zurückhalten, es wäre sofort eine Schlägerei geworden.
„Wo wart ihr Mistkerle denn als die 17 uns überfallen hat? HÄ?“ schrei der Infanterist Scott an.
„Können wir etwas dafür? Wir waren eben mal 2000 km entfernt stationiert. Zum Glück, denn sonst wäre von der 6. nichts mehr da. So hat es nur die Versager erwischt.“
Wieder versuchten die beiden sich zu attackieren. Wieder wurden sie von den Kameraden gehalten.
„Ruhe!“ schrie Redburn, der normalerweise ein ruhiger Typ ist. „Das bringt keinen etwas. Scott!“
„Laß mich los, ich reiß der Tunte die Eier ab.“
Keiner hörte auf Redburn, es gab ein wildes Gerangel und ein lautes Geschrei.
Erst die autoritäre Stimme eines Colonels sorgte für Ruhe.
„Was ist das für ein Geschrei hier?“ Es war Colonel Schubert. 76th Infanterie. Er war ein Mann Mitte fünfzig, er wirkte etwas dicklicher, war aber immer noch gut trainiert.
„Nichts Sir.“ Antworteten alle synchron.
„Das will ich auch hoffen. Ihr habt wohl alle zuviel Freizeit? Wisst nicht was ihr tun sollt?
Meldet euch zur Wache oder macht etwas anderes Sinnvolles.“
„Jawohl Sir!“
Der Pulk löste sich schnell auf, mit einem hohen Offizier wollte sich keiner anlegen. Und Extrawache wollte auch keiner schieben.
„Moment.“ Meinte der Colonel. Ihr beide da. „Er deutete auf Scott und Riddle.
„Ist das die neue lyranische Kaltwetterausrüstung?“
Riddle und Scott bleiben stehen und wussten nicht was sie sagen sollen. Redburn wartete auch.
„Sir.“ Meinte Riddle. „Der Senior Corporal und der Privat haben ihre Winterausrüstung im letzten Gefecht verloren.“
„Wie denn das?“
„Sir! Der Senior Corporal und der Privat sind mit der Delta Lanze erst vor zwei Tagen mit dem Landungsschiff hierher verlegt worden. Bevor wir nach Geroidsberg verlegt wurden, musste die Delta Lanze auf Erkundungsfahrt.
Sir! Die Ausrüstung des Senior Corporals und des Privats waren Außen am Panzer befestig und wurde im Gefecht zerstört.“
Der ältere Offizier musste fast schmunzeln, bleib aber ernst.
„Wo ist ihr zuständiger Offizier, Senior Corporal?“
„Sir, der wurde heim geschickt.“
„Wie? Erklären Sie sich.“
„Epilepsie.“ Meinte Scott leise. Auf einen strengen Blick des Colonels. „Sir. Der Private meinte, der First Leutnant hatte einen Epilepsieanfall. Somit wurde er aus der kämpfenden Truppe entlassen.“
„Und wer leitet ihr Lanze?“
„Ich Sir.“ trat Redburn hervor.
Der Colonel musterte Redburn. Dann meinte er.
„Ein Sergeant führt die Deltas? Das spricht für ihre Leistung Sergeant Major.“
„Danke Sir!“
„Gehen sie zum Materialwart. Lassen sie ihr Leute einkleiden. Sagen sie ich hätte sie geschickt.“
„Danke Sir!“
„Wir wollen doch nicht, dass die tapferen Männer der lyranischen Armee wie Tunten rumrennen.“ Nach einem Blick zu Scott verließ er die Gruppe.

„Mann du hast den Alten ja richtig beeindruckt.“ Klopfte Riddle, Redburn an.
„He, cool. Ich bekomme einen neuen Parka.” Meinte Scott. „Und warme Unterwäsche.“
Die drei lachten und Redburn ging zum Materialwart.