Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lords of Thunder Geschichten
OP Hier kommt alles rein, was nicht in den allgemeinen Thread kommt.
Also komplette Geschichten. :]
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Lords Of Thunder
Outreach, August 3063
Hiermit gebe ich, Taras "Ruff" Bulba die Aushebung einer neuen Söldnereiheit bekannt.
Derzeitig besteht das Kontingent aus einem Solaris VII Kreuzritter. Es ist angesetzt, daß die "Lords Of Thunder" aus sprungfähigen Mechs jedweder Tonnage zusammensetzen werden.
Was wird benötigt:
1. ein eigener, sprungfähiger Mech
2. Mut, Tapferkeit, Loyalität gegenüber seinen Kameraden
3. Techfähigkeiten wären von Vorteil
4. (ergänzt) Kampffahrzeug
Was wird geboten:
1. Geld (je nach Auftrag)
2. eine gleichrangige Führung in Form eines Rates
3. ein solidarisches Mit- und Füreinander
Was für Auftrage werden angenommen:
Jeder Auftrag, sofern im Rat abgesegnet, wird akzeptiert!
Mechkrieger meldet Euch jetzt!
gez.
Taras Bulba,
erster Ratsherr
P.S.:
Stellen als Techs sind ebenfalls zu haben
Im Jahre 3063 begann ein gewisser Taras Bulba die Einheit Lords of Thunder" auszuheben.
Erfolge und Gründungsmitglieder blieben zunächst aus, bis im folgenden Jahr mehrere Krieger nach Outreach kamen und sich ihm anschlossen.
Es waren: ein temperamentvoller Luft/Raumjockey mit einem uralten Stuka STU- K5, ein freier Journalist, der sich einen abgerüsteten Savannah Master kaufte, ein Mechpilot mit einem Feuerfalken, der noch funktionsfähig war, ein draconischer, 82- jähriger Koch mit einem Rotunda ohne Munition und ein Koch, der zwar nur ein Krad besaß, aber auch noch andere, verborgene Talente hatte.
Aus diesem Chaos bildete sich unter der Führung von Taras Bulba eine vielseitige kleine Einheit, deren erster Kontrakt Garnisonsdienst auf einem fernen Planeten darstellte...
Der etwas ältere Union mit dem tollen Namen "Totenmanneskiste" ragte still über das verlassene Flugfeld ...
Taras wartete an der Eingangsluke bereits auf seine Leute. Sie hatten gestern noch lange gearbeitet, um alles rechtzeitig zu verladen ... und er war richtig stolz auf seine Jungs!
Jetzt erwartete er nach und nach ihre Ankunft ...
Drace schlenderte zum Landungsschiff als er seinen Chef erblickte.
"Sir, Drace Wilson meldet sich zum Dienst!"
Kurz nach Wilson kommt auch Richthofen daher.
"Sir, Raphael von Richthofen meldet sich zur Stelle."meldet er und steigt ein.
Taras lächelte stolz und salutierte ebenfalls.
"Immer herein spaziert!", fügte er hinzu.
Bevor sich Drace im Besprechungsraum der Totenmanneskiste einfand, sah er noch kurz bei seinem Mech vorbei.
Nachdem er sich nocheinmal vergewisserte, dass er fest in seinem Transportkokon fixiert war nickte er zufrieden und ging.
Raphael geht auf direktem Weg in den Besprechungsraum wo Wilson bereits wartet. "Morgen Drace. Alles Klar bei dir und deinem Mech?"
Als Raphael eintrat blickte Wilson von einem Stapel Berichte über Bad Freinwalde auf.
"Morgen Raphael. Gut das du da bist." sagte er und reichte ihm eine Akte. "Das sind Daten über unsere 'Gastgeber' auf Bad Freienwalde. Ebenso eine Aufstellung der Miliz."
Drace stand auf und holte sich einen Kaffee.
"Um auf deine Frage zurückzukommen. Ja meinem Mech gehts gut und ist verschnürt wie ne Fliege in einem Netz. Und ich könnte ein wenig Schlaf gebrauchen."
Dann überlegte er kurz.
"Hast du mit dem Chef darüber gesprochen, ob du deinen Jäger für einen eventuellen Blitzstart vorbereiten sollst?
Er hat zwar gesagt, dass sei ein 'Urlaubsparadies', aber ich trau´ der Sache nicht." Dann sah er Raphael von einer dunklen Vorahnung beseelt in die Augen "Um ehrlich zu sein, mir wäre es lieber du deckst unseren Arsch, bis wir am Boden sind!"
"Ehrlich gesagt hab ich ein ungutes Gefühl im Magen seit ich den Namen von der Kugel gehört habe. Mein Jäger hab ich ohne den Chef zu Fragen für ´nen Blitzstart vorbereitet. Und ich wollte ihn sowieso noch Fragen ob ich nicht für einen Teil des Fluges vorsichtshalber ausgeschleust werden sollte. Wenigstens dann, wenn das Landungschiff in die Atmosphäre eintritt. Ich mach´ mir besonders viel Sorgen nicht um das, was den Weg zum Planeten angeht, sondern was uns dort erwartet. Auf jeden Fall hab ich mich mit der Besatzung so arrangiert, dass ich direkt neben dem Jägerhangar schlafe." erklärt Raphael mit trüben Blick, setzt sich hin und beginnt die Akte durchzulesen.
Auch Mr. Myagi kommt jetzt endlich die Rampe hoch und zeigt etwas, was wohl eine leichte Verbeugung darstellen soll.
"Na alles klar? Gibts hier ne Kombüse? Ach ja, und ich würde gern in der Nähe einer Rettungskapsel schlafen!!!!"
„Äh ... Rettungskapseln ... äh ... gibts leider nicht. Dafür war der Flug recht günstig ... wie nannte sich noch diese Fluglinie ... Birgen-Air glaub ich."
„Da bin ich!" Sagt auch Frederic, während er mit 2 Fingern salutiert.
„Tja Chef, dann sollten wir. Drace? Ich hätte auch gern eine Akte. Und dann schreibe ich schon mal an unserem Logbuchreisebericht. Ah, Myagi- Sensei! Konnichi ha! Übrigens, bei dem alten Kasten hoffe ich nur, daß wir auch abheben."
„Morgen Frederic, na Raufkommen werden wir schon, sag ich mal. Die Landung bereitet mir mehr Sorgen. Aber wie man schon auf Terra früher sagte: Runter kommt man immer . Die Frage ist nur wie."
Raphael erspähte Miyagi:
"Suschimeister, auch schon hier? Wo haste deinen Mitkoch gelassen?"
Rudolf stapfte jetzt auch ins Schiff.
Dann wühlte Taras in seinen Akten und vertiefte sich darin ...
"Chef, wär es möglich das ich mit dem Stuka zumindest die Landung decke? Ich trau der Sache nicht. Und ich glaube anderen geht es genau so."
Immer noch in seine Unterlagen vertieft, brummte der Cheff nur etwas, das wie "Ja ja ... is ok, mach mal ..." klang.
Drace begrüßte die Neuankömmlinge und gab jedem von ihnen eine Akte.
"Auch wenn euch dabei die Socken einschlafen, lest sie euch durch."
Als Raphael die Erlaubnis von Bulba bekam, atmete er erleichtert auf.
"Raph, gibts noch irgenwas an deiner Stuka zu machen, damit sie Einsatzbereit ist?
Wie hast du sie eigentlich bestückt? Ist sie immer noch für Bodenunterstützung armiert oder hast du das geändert?"
"Chef?" sprach er Bulba an.
"Sind wir eingentlich die einzige Söldnereinheit die sie dort unter Vertrag haben? Aus den Unterlagen geht nämlich nicht hervor wieviele nicht Milizeinheiten dort stationiert sind."
"Also zu meiner Stuka: Ein M-Laser ist drausen, den bauen Frederic und ich im Savanna Master ein. Dafür hab ich ne Tonne mehr LSR-Muni. Drei Brand- und zwei Explosivbomben hängen dran. Mehr hab ich nicht. LSR und KSR sind mit Explosivköpfen bestückt, dazu kommt bei den LSR noch ne Tonne Infernos, die daruntergemixt wurde. Sämtliche S- und verbliebenen M-Laser sind einsatztbereit.
Würd mal sagen, dass ich momentan sowohl Boden- wie auch Lufttruppen bekämpfen kann. Aber wenn ich wirklich effektiv gegen Bodenziele vorgehen soll, benötige ich noch dringend Bomben und zwar panzerbrechende Explosivbomben."
Drace dacht angestrengt darüber nach, was Raphael gesagt hatte.
Dann seufzte er.
"Das wird mich ne Menge Gefälligkeiten kosten."
"Chef? Wie lange steht unser Landungsschiff noch auf dem Port?"
Dann Blickte er Raph an.
"Ich weis vielleicht wo wir 6 seeehr hässliche Bomben herbekommen könnten. Nur brauch ich deine Hilfe."
Grade als die Frage verklungen war, tönte es aus mit barscher Stimme aus den Lautsprechern:
"Noch T-30 Minuten bis zum Abflug, alle Passagiere bitte hinsetzten, anschnallen ... Maul halten!"
"Ach ja, das ist Kapitän Silver ..."
"Ich sagte Maul halten und setzen Landratte!" unterbrach der Kapitän Taras barsch.
Den Akten konnte man folgendes entnehmen:
Bad Freienwalde
Einwohner: 1.000.000
Größtes Ballungzentrum und Hauptstadt: Port Royal
1 Tag = 48 Standard Stunden, davon ca. 20 Stunden Nacht
ein Kontinent, immer sommerliches Wetter, D-schnitt Temp. bei 24-28°C
Lebt hauptsächlich vom Tourismus, daher sind Vollzugsschäden in den Parks und Städten zu vermeiden!
außer der Hauptstadt gibt es sonst nur Dörfer, die die Bedürfnisse nach einheimischen Grundnahrungsmitteln abdecken.
Einheiten:
1 Luftraumjägerkontingent (25 Jäger, leicht bis schwer)
1 Panzerbattalion (leichte Schwebepanzer und Kettenfahrzeuge)
3 Milizkampfgruppen von 5.000 Mann (Standardinfanterie)
Präsident und Vorstandsvorsitzender: Michael Michael (Auftraggeber)
der Rest der Akte war mehr als Werbeflyer zu verstehen und bestand mehr aus Bildern der Landschaft als aus nützlichen Informationen ... obwohl die Bikini-Chicks lecker aussehen!
Raphael, der gerade die Milizaufstellung durchliest, bemerkt erfreut: "Luft-/Raum Jäger? Na da hab ich ja jemanden zum spielen. Aber ich hab den schwersten Jungen ."
Zu Drace gewandt: "Lass das mit den Bomben, Drace, die holen wir uns bei den Milizjungs ab."
Zu Drace und Taras meint er: "Aber keine Mechs. Drace und Taras, ihr seit die einzigen Mechs auf der Staubkugel!!!"
Als er die Stimme des Kaptains hörte hatte sich sein Vorschlag in nichts aufgelöst.
Pech, aber nicht mehr zu ändern.
Drace nahm Raphaels Antwort mit einem Schulterzucken auf und schnallte sich an.
Als er die Truppenaufstellung durchlass, konnte er sich nicht vorstellen wozu sie dort die LoT brauchten.
Die Miliz müsste doch mit Piraten locker fertig werden.
Langsam nahm sein ungutes Gefühl immer mehr zu.
Die Anordung des Schiffkaptains ignorierend sprach Drace Bulba an. "Sir. Ist es vorgesehen die dortige Miliz-Infantrie in Mechabwehrtaktiken auszubilden?"
Die Gurte und das Geplärre des Captains ignorierend mischt Raphael sich wieder ein: "Drace du hast recht. Wofür brauchen die ne kleine Söldnereinheit wie uns? Sie haben zwar keine Mechs, aber wir besitzen auch nur zwei.
L-/R- und konventionelle Truppen haben die auch mehr als genug.
Ich schlage vor, daß wir uns auf eine heiße Landung vorbereiten!!!"
"Sacht mal, sprech ick Suaheli oda watt???" Platzte es aus Silver heraus. Er erschien unvermutet bei der kleinen Gruppe.
"Klappe zu, allesamt! Macht Euch mal keinen Kopp üba Euer Ziel. Die Truppen da sind so hoffnungslos unfähig und schlecht ausgebildet, daß es selbst ner Kadettengruppe gelingen sollte sie zu übertölpeln. Die Milizionäre bringen z.B. ihre Knarren selber mit! ...
UND JETZT KOPP ZU, SONST GEHTS ÜBER BOARD!!!"
... dann stampfte er aus der Kabine.
"Äh ... ja, dazu gibts nix mehr zu sagen ...", jetzt wurde Taras abgewürgt, als die stimmedes Kapitäns durch die Gänge dröhnte. "Kopp zu Du Arsch!"
"Sag mal hat der Blähungen oder was?" Fragt Raphael mit breitem Grinsen und ignoriert die Gurte weiter.
"Schlecht ausgebildet? Bei den Piloten ist so was kaum möglich. Es gibt zwar Ausbildungen die besser sind als andere aber von einer schlechten Luft-/Raumjägerpilotenausbildung hab ich noch nie gehört." Meint er so laut dass Captain Silver es bestimmt mitkriegt.
Drace war sich sicher, mit Kaptain Silver werden sie noch viel Spaß haben.
Und trotz seiner Sorgen musste er grinsen.
„Na Bravo," sprach Frederic, „aber Schweber sind da. Vielleicht kann ich ja sogar eine besseren anschaffen.
Mal sehen. Ihr Mechjockeys habt ja wohl Erfahrung, oder? Dann können wir ja Verbundwaffeneinsatz üben.
Im kleineren Maßstab natürlich."
Er schnallte sich fest.
„Jetzt schreibe ich schon mal Eure Besorgnis in unseren Reisebericht."
Miyagi sprach nur:
„So ich werde jetzt während des Startes den Plattfisch üben gehen.
Wenn ihr Hunger habt kommt nach dem Start in die Messe."
Dann kratzt er sich unflätig.
"Ein 20Std Nachtleben. Nicht schlecht!!!"
Frederic sprach dazu:
"Hm, ich glaube, ich sollte aufhören, ihn Sensei zu nennen."
"Gute Idee Frederic. Schreib du deine Berichte.
Wenn die Miliz wirklich Ausrüstungsmäßig so schlecht dasteht, könnten wir versuchen, ob die uns Muni abgeben, wenn wir ihnen bei der Wartung und Überholung helfen." studiert Raphael "Übrigens hat jemand den anderen Koch gesehn?"
Plötzlich erklang ein Alarm, die Bordbeleuchtung wechselte von weißem zu rotem Licht und die riesigen Triebwerke zündeten.
Sie hoben ab.
Der Anpressdruck nahm stetig zu, bis alle Bewegungen sehr schwer fielen.
Ich hasse jeden Start aus tiefsten Herzen,
dachte Wilson, als er gerade damit beschäftigt war nicht in den Sessel zu diffundieren.
Aber wenigstens ging es nicht nur ihm so.
Nach einem für ihn fast unendlichen Höllentrip nahm der Druck ab und sie waren im All.
Aber irgendwie glaubte er, daß es vorher nie so arg gewesen ist.
Das machte Silver extra, dachte er sich und spielt mit dem Gedanken es ihm heim zu zahlen.
"Hier spricht der Captain!" hallte es amüsiert aus den Lautsprechern. "An alle Bodenkrabbler und möchtegern Piloten unter meinen ...Gästen. Schnappt euch ein paar Buntstifte und malt was schönes oder tut sonst was, aber steht mir und meiner Mannschaft nicht im Weg!! In 3 Tagen docken wir an der ‘Fat Lady’ an und bis dahin wünsche ich keine Zwischenfälle! Ende der Durchsage"
Mit einem Knacken endete die Durchsage und die LoT waren wieder unter sich.
"Junge junge, der hat vielleícht ne Laune. Ich glaub der frisst Rasierklingen zum Frühstück."
Drace grinste "Glaubt ihr, er mag uns?"
Seine Frage löste ein allgemeines Gelächter aus.
"Ich bin Pilot! Übrigens sind wir schon gestartet?" Röhrt Raphael zum Lautsprecher hinüber, wobei er sich beim Letzten Satz das Grinsen nicht verkneifen kann.
"Frederic, ab gehts in den Hangar. Wir beginnen mal mit dem Einbau des M-Lasers."
"Chef eine Frage hätte ich noch: wir wurden direkt vom Planetaren Oberhaupt angeheuert??? Werden Söldner in der Regel nicht vom Oberkommando angeheuert??? Oder läuft das in der Liga immer so???"
„Nein Söldner können auch von Privatpersonen angeheuert werden."
"Aber normalerweise werden Söldner von dem militärischen Oberkomando eines Staates angeheuert. Ach vergiss es. Fredi, beweg dich bevor der Cap auf neue *Gemeinheiten* kommt."
"So nach diesem netten Start kann ich euch sagen, daß der Plattfisch fertig ist, ruft Miyagi den Söldnern zu, „es war mal irgendsone Halbqualle, aber nach ca. 4G ist es jetzt Plattfisch. Guten Appetit!"
"Ach ja und nicht meckern sonst Eier ab!"
Drace sah sich das Etwas an, dass Myagi als Fisch bezeichnete.
Angeekelt blickte er den Koch an: "Wenn das Teil nur mit den Augen zwinkert, wandert es in den Müllschlucker."
Und mit dieser Aussage schob er den Teller von sich und stand auf.
"Sir, ich geh mal nachsehen, welche Schäden der Spezialstart von unserem Captain verusacht hat."
Anschließend salutierte er und ging.
Währenddessen auf der Brücke.
"Groundcontrol an Totenmanneskiste" tönte es aus der Funkanlage. "Groundko, hier spricht Captain Silver. Was gibts?" "Captain, ihr Start war nicht Vorschriftsmässig! Erklären sie den Grund ihres Alarmstartes!" klang es barsch aus den Lautsprechern.
"Groundcontrol, unser Start entsprach den Code 9 Anforderungen. Unsere Gäste habens eilig." erwiderte Silver und grinste.
"Hier Groundcontrol. Habe Verstanden" kam eine plötzlich amüsierte Stimme aus dem Äther.
"Wünsche noch einen angenehmen Flug. Groundcontrol ende."
"Danke Groundcontrol. Totenmanneskiste ende."
Silver grinste.
Natürlich wusste er, daß der Start nicht Vorschriftsmäßig war.
Code 9 gibt es gar nicht.
Das wusste er und das wusste der Mann von der Bodenkontrolle. Es ist ein weitverbreitetes Signal dafür, das der Landungsschiffcaptain seine Passagiere ärgern will.
In welcher Kiste hab ich dieses sch***** Ding schon wieder verpackt?" Flucht Raphi vor sich hin, als das Schiff plötzlich zu Bocken beginnt. Zwar nicht besonders heftig aber genug dass man sich festhalten muss.
"WENN DER TYP SO WEITER MACHT SCHIESS ICH IM SEINE MÜhLE UNTERM ARSCH WEG!!! FÜR IRGENDETWAS HAB ICH JA MEINE AUSBILDUNG AM NAIW ABSOLVIERT!!! ICH BIN SOWIESO MIES GELAUNT ALLSO LASS DEN SCHEISS!!!" Brüllt er nun völlig entnervt. Und etwas leiser fügt er hinzu: "Zumindest das Wissen wie man so was macht hab ich. Allerdings hab ich es noch nie ausserhalb des Simulators angewendet."
„Hey Raphi hast Du einen Koller?
Freue Dich doch auf Deinen ersten Livestart im All, wenn es ernst wird. Bin gespannt, wie Du Dich aufführst. Ich glaube , ich esse nachher von meinen Notrationen, wenn wir den Laser eingebaut haben.
Und das kann dauern."
"Nö, ich hab keine Koller. Ich hab diese Nacht vor Aufregung und Arbeit kaum geschlafen. Ich hab das Ding gefunden! Jetzt müssen wirs nur noch in den Fahrzeughangar schaffen."
Nach dem Taras das ganze locker flockig beobachtet hatte, schnappte er sich die neueste Ausgabe des "Blackjacks&Hustler" und verzog sich aufs stille Örtchen.
Raphael, der den M-Laser gerade zusammen mit Frederic durchs Schiff schleppt, bleibt plötzlich stehen und tritt zum nächsten Komset heran. "He Drace ich hatte gerade ne Idee. Was hälst du davon wenn wir deinen Phönix Hawk bei Gelegenheit gegen einen Phönix Hawk-FLUM eintauschen???" grinst er.
Als Drace Raphs Vorschlag durch den Lautsprecher hörte, hätte er fast den Schraubenschlüssel den er in der Hand hielt fallen gelassen.
"In so ein Teufelsding kannst du dich selber setzten!!" grumelte er vor sich hin.
"Eher lass ich mich von nem Iltis küssen als meinen Hawk gegen einen Flum zu tauschen." gab er zurück.
Dann musste er grinsen.
"Aber ich unterbreite Bulba gerne deinen Vorschlag! Er wird sich sicher freuen zu hören, wenn du deine Stuka gegen einen Flum eintauschst!!"
Mit einem hämischen Grinser im Gesicht unterbrach er die Verbindung.
"Mein Stuka gegen nen FLUM eintauschen??? Dir hats wohl ins Gehin geregnet! Ich tausch meinen 100t sicher nicht gegen eine Konstruktion die Maximal halb so viel wiegt. Und war auch nur so ne Idee." Gibt Raphael durch das Komm und schleppt den M-Laser weiter Richtung Fahrzeughangar.
Man hört ein gewältiges 'Bangwuuuuuuush' und die Klo ... äh ... Kabinentür fliegt auf. Taras tritt heraus und betrachtet seine streitenden Männer.
"Hier muß keiner irgendwas aufgeben, wer Materialien bsorgen kann, der soll das machen, mal sehn, vielleicht können wir so noch weitere Mitglieder bekommen."
Auf der Totenmanneskiste herrschte rege Betriebsamkeit bis sie die Fat Lady erreichten.
Bulba hetzte seine neue Einheit von einem simulierten Szenario ins andere.
Am Anfang war das Zusammenspiel eher katastrophal bis nicht vorhanden.
Besonders hatte Drace Schwierigkeiten bei Sprungmanövern. Egal was er machte, er landete meistens auf der Fresse.
"Scheisse" fluchte er in seinem Simulationscockpit nach einem weiteren Absturz.
"So würd ich es auch bezeichenen" hörte er Bulbas Stimme durchs Komm.
"Noch so ein erbärmlicher Landeversuch und du sitzt noch mal 4 Stunden in dieser Kammer. Verstanden?"
"Ja Sir" kam Draces gepresste Stimme durchs Komm.
So ging es nun schon fast 3 Tage, als plötzlich ein Alarmsignal ertönte und sich Captain Silver zu Wort meldete. "Wir docken in 2 Stunden am Sprungschiff an! Bis dahin will ich niemanden von euch rumschwirren sehen! Ende" erklang es aus den Lautsprechern und mit einem knacken beendete Silver die Verbindung.
"Sir, Captain Faihen von der Fat Lady hat uns so eben Andockerlaubnis erteilt" verkündete der Funkoffizier an Bord der Totenmanneskiste.
"Ausgezeichnet." sagte Silver und drehte seinen Kommandostuhl richtung Hauptbildschirm. "Lt. Gerber ich wünsche ein perfektes Andockmanöver."
Gerber nickte als Zeichen das er verstanden hat und machte sich daran die letzten Korrekturen durchzuführen.
Nach ein paar Minuten nervöser Anspannung durchfuhr die ‘Totenmanneskiste’ ein Vibrieren und ein relativ sanfter Stoß als sie andockten.
Nachdem die Verankerungen am Sprungschiff das Landungsschiff fixiert hatten verkündete Silver "Saubere Arbeit meine Herrn. Bereiten sie alles für den Sprung vor und öffnen sie mir einen Kanal zu Captain Faihen."
"Ja, Sir" erklang es von der gesamten Brückenbesatzung.
Nach kurzer Zeit war eine Verbindung zu dem anderen Schiff hergestellt.
Auf dem Hauptbildschirm sah man jetzt die Brücke der Fat Lady.
"Captain Faihen, hier spricht Captain Silver, die Totesmanneskiste ist in wenigen Minuten Sprungklar."
Faihen wirkte gelangweilt und erwiderte nur: "Verstanden Captain Silver. Wir springen in 30 Minuten. Fat Lady Ende."
Als die Mitglieder der L.O.T. ihre Übungskabinen verließen, wurden ihnen erst bewußt, das es sich bei der Fat-Lady um ein Kreuzfahrtssprungschiff handelte.
Mit einem weichen Frotteehandtuch wischte sich Taras den Schweiß von der Stirn und sah sich seine abgehetzte Mannschaft durch zusammengekniffene Augen an:
"OK, 24 Stunden Deckurlaub für alle!"
"Geil endlich mal Pause!!!!" Ruft Raphael und schwimmt in der Schwerelosikeit begeistert Richtung Dusche: "Wer zuletzt in der Bar ist, zahlt die erste Runde"
Raphi der keine Probleme mit der Schwerelosigkeit hat kann sich einen schönen Vorsprung erarbeiten und ist als erster in der Bar auf dem Gravdeck des Sprungschiffs. Der Rest der Einheit macht in der Schwerelosigkeit eher einen unbeholfenen Eindruck. Taras hat wenigstens Magnetstiefel an, aber der Rest muss schwimmen. Kurz vor dem Sprung haben sich jedoch alle in der Bar eingefunden. Die letzten Bestellungen gehen gerade raus, als durch das Schiff die Alarmglocken dröhnen und sich der Raum in einem Kaleidoskop von Farben auflöst.....
Raphael fühlt sich bei der ganzen Sache nicht besonders wohl, er hat nun mal was gegen Sprünge obwohl er nicht an der Sprungkrankheit leidet. "So Leute den Ersten hätten wir." Meint er und hebt sein Glas: "Auf die Einheit und das wir den Job überleben!!!"
Frederic ließ seltsamerweise die Finger von Alkohol, und hob sein Glas mit leckerem Naranjisaft. "Auf uns Leute, und alles Gute."
"CHEERS."
Die Leute hoben ihre Gläser und stimmten zu.
Nach der Durchsage des Captains verfinsterten sich die Monitore der Simulatorkapsel.
Schweißgebadet befreite sich Drace und der Rest der LoT aus ihren Gurten.
Da Bulba in ihren erschöpften Gesichtern sah, dass jedweglicher Drill für heute sinnlos sein würde, verkündete er eher widerwillig: "OK, 24 Stunden Deckurlaub für alle!"
Die die noch dazu fähig waren grinsten übers ganze Gesicht und versuchten in der Schwerelosigkeit die Naßzellen zu erreichen.
Dieses Schauspiel ammüsierte Bulba, da er der einzige war mit Magnetstiefeln.
Die Jungs sind noch ziemlich grün hinter den Ohren, dachte er sich, aber das treib ich ihnen schon noch aus. Dabei schlich sich ein leicht sadistisches Grinsen auf sein Gesicht.
Anschließend schlenderte er gemütlich zu den Naßzellen.
Duschen in der Schwerelosigkeit ist etwas sehr kniffliges, dennoch genoss Drace diese seltenen Momente an Bord eines Landungsschiffes.
Wasser ist kostbar im All und wird daher rationiert.
Nachdem er fertig war schwebte er etwas unbeholfen richtung Gravdeck der Fat Lady.
Als er ankam waren die meisten der LoT bereits versammelt und feierten ihren ersten Auftrag.
"Hey Drace! Komm rüber und trink mit uns auf unseren 1. Auftrag" rief Raphael herüber.
Das ließ sich Drace natürlich nicht 2 mal sagen und
er bestellte seinen 1. aber garantiert nicht letzten Drink für diesen Abend.
Ein Klopfen erklang an der Tür zu Silvers Kabine.
"Herein" bellte er, wütend darüber in seiner Privatssphäre gestört zu werden.
Als sich die Tür öffnete verfinsterte sich sein Gesicht noch mehr.
"Sind sie verrückt hier auf zu tauchen!" giftete er den Neuankömmling an.
"Beruhigen sie sich. Niemand weiß, daß ich hier bin und im übrigen, keiner weiß wer ich bin. Also wozu die Aufregung." erwiderte der Fremde ohne jedwede Emotion zu zeigen.
Als sich hinter ihm die Tür schloss ging er zu Silvers Arbeitstisch und lehnte sich dagegen.
"Haben sie meinen Auftrag so ausgeführt wie ich es ihnen befohlen habe?" fragte er eher beifällig als er die Berichte auf Silvers Tisch studierte.
"Natürlich." murrte Silver, der es nicht ausstehen konnte wenn man ihn wie einen Unfähigen behandelte. "Und wie steht es mit ihren Vorbereitungen? Ich hoffe es ist alles bereit wenn wir in Bad Freienwalde eintreffen." schoss er zurück.
"Da machen sie sich mal keine Sorgen" sagte der Fremde und lächelte eisig.
Dann stand er auf und verließ ohne auf Silver zu achten seine Kabine.
'Ich hasse diesen Kerl und irgendwann werd ich ihn bezahlen lassen.' dachte sich Silver und verriegelte seine Tür.
Das Gravdeck der Fat Lady war zum bersten voll und der Alkohol floß in Strömen. Taras und seine Jungs hatten gerade ihre zweite Runde an der Bar hinter sich gebracht, als er ihnen mit einem Fingerzeig zu verstehen gab, ihnen zu folgen.
Äußerlich schien er völlig gelassen, doch innerlich lachte er vor sich hin.
Er führte sie etwas abseits des Gravdecks in einen kleinen Saal, in dem es weniger voll war und das Licht etwas gedämpft. Links neben dem Eingang streckte sich ein langer metallerner Tresen in den Raum, während dessen sich auf der Gegenseite eine Bühne mit Laufsteg ausbreitete. Sie waren ... in einem Stripclub!
"Yo Nigga!" begrüßte Taras den Barmann, der ihn erst kurz musterte und dann mit einem Satz über die Theke sprang.
"Ruff alter Halunke, was machst du denn hier? Wir haben uns ja schon ewig nicht mehr gesehen!" erwiderte der Tender mit echter Freude.
"Bin umgestiegen, so wie Du, bloß wollen sie mir immer noch an den Arsch." Er lachte, "Das ist meine neue Einheit, die „Lords Of Thunder"! „Lords Of Thunder" das ist Sullivan "Breaker" McGregorian, einer der besten Piloten für leichte Mechs diesseits der Inneren Sphäre ... und er mixt die besten White Russians, die man zu trinken bekommt."
Braker wurde rot und lächelte verlegen. "Alter Schleimer, heute Abend alles für Dich zum halben Preis!" An die restlichen Mitglieder der L.O.T. gewandt fügte er hinzu: "... und Ruff zahlt!"
Obwohl er etwas schmerzlich, aber wohl scherzhaft das Gesicht verzerrte, nickte Ruff schließlich. "OK, dann schieb die ersten Russen rüber!", fügte er lachend hinzu.
Dann betrat auch schon das erste der Mädchen die Bühne ...
Zusammen mit dem Rest der Einheit folgte Raphael dem Chef. Als sie dann in der Stripbar ankamen, fühlte er sich nicht nur ein bisschen deplaziert.
Nach der ersten Runde konnte er es nicht lassen den Barkeeper zu fragen, ob er nicht auch Black Russians hat. An den Rest des Abends erinnerte er sich später nur noch schemenhaft, wobei Alkohol und leichte Mädchens den Hauptteil einnahmen.
Taras mußte lachen, als er Raphi, der scheinbar schon zu viele der schwarzen Russen intus hatte, versuchte mit einer der Tänzerinnen anzubandeln. Diese Luftjockes sind doch alle immer wieder amüsant. Er prostete seinem Kameraden nocheinmal zu, bevor Raphis Blick von der schlanken Tänzerin mit den langen schwarzen Haaren gefangen gehalten wurde.
Dann hatte er selber genug zu tun, den Tanja, eine dunkelblonde Schönheit mit schönen Kurven glitt mit katzenhaften Bewegungen auf ihn zu ...
Frederic, der ja das leichte Leben der Oberschicht auf Addicks und Caph kannte, und bisher als so ziemlich einziger nüchtern blieb, amüsierte sich über die angeheiterten bis besoffenen Mitstreiter und ihre, zugegebenermaßen attraktiven Gespielinnen.
Als sich eine leichtbekleidete Tänzerin zu ihm gesellte, wollte er sie schon wegschicken, aber dann besann er sich. "Hallo, hübsche, wie ist Dein Name?"
"Alexa." Hauchte sie.
"Alexa, so. Hast Du etwas dagegen, wenn wir uns ein wenig unterhalten?" Ihr Blick wurde auf einmal ablehnend. "Auf so was stehst Du? Naja, wenn´s Dir hilft."
Und sie suchten sich ein stilles Plätzchen...
Nach der Nacht im Lokal hatten bis auf Frederic am anderen Morgen alle so ihre Probleme aus dem Bett zu kommen. Zum Glück waren die nächsten Trainingseinheiten erst am Abend angesetzt. Kaum im Simulatur hetzte Taras die L.o.T. ohne Gnade durch eine 8 Stunden Simulation. Leider schaffte die Einheit nicht mal die 6 Stundenmarke, was vorallem auf die wahnwitzigen Mahnöver (Unter 20m und mit einer Geschwindigkeit von Mach 0.9) Raphis und dem daraus folgendem Beschuss der eigenen Leute zurückzuführen war. Taras gab der Einheit keine weitere Freizeit mehr und hetzte weiter durch Simulatoren wobei er Raphi besonders hart ins Gebet nahm. So ging es Drei Wochen und Drei Sprünge lang. Zur gleichen Zeit hielt Silver noch mehrere Gespräche mit dem mysteriösen Unbekannten Dieser veliess das Schiff zwei Sprünge vor Bad Freienwalde. Die L.o.T. trainierten weiter. Gegen Ende war die Zusammenarbeit langsam ausgezeichnet, besonders zwischen den Mechs und dem Hovers bzw. dem Rotunda. Raphis Manöver verursachten zwar immer noch Schwierigkeiten und Zwischenfälle, sie waren allerdings lange nicht so häufig wie zu Beginn. Den letzten Tag vor dem letzten Sprung hatte Taras der Einheit Frei gegeben, allerdings war um 19.00 eine Einheitsbesprechung angesetzt. Um 19.00 waren die gesamten L.o.T. versammelt und alle warteten auf Taras Befehle.
"Freut mich Euch alle in so guter Verfassung zu sehen!", begann Taras die Besprechung. Er war wirklich stolz auf seine Einheit und wollte das auch zeigen, wäre da nicht diese neue Situation.
"Kinder wir haben ein kleines Problem!", er haßte es seine Jungs damit zu überraschen, aber es mußte sein. "Der Flughafen von Bad F. wurde überfallen und wird von einer paramilitärischen Einheit - ca. 10 Personen - kontrolliert. Sie haben zwei Mechs, beide 3025er Modelle - ein Panther und ein Cataphract, oder so.
Wir sind bald da, hat irgendwer einen passenden Vorschlag?"
Der Koch Rudolf, der in letzter Zeit nur noch in der Küche stand meinte:
"Sir, 10 Leute, wo liegt das Problem? Wir springen mit Fallschirmen ab, Nachts natürlich und mit Nachtsichtgerät und eliminieren diese Scheißkerle, bevor sie wissen was los ist." Darauf hin lädt er seine MP durch und steckt ein Zielfernrohr auf.
"Chefkoch ich hab ne bessere Idee. Ich fliege mit der Stuka voraus und beschäftige die Kerle und ihr kommt so schnell wie möglich nach und gebt ihnen den Rest." Er flucht leise: "verdammt wieso hab ich nicht mehr Bomben" und wieder etwas lauter "OK. Das mit dem vorausfliegen und angreifen war keine gute Idee. Allerdings könnte ich vorausfliegen und versuchen zumindest einen Teil der Milizluftwaffe zu aktivieren. Nach den Unterlagen stehen permanent drei Staffeln auf dem Hauptflugfeld beim Zivilen Raumhafen. Die können wir jedoch vergessen, da sie warscheinlich eingesperrt wurden. Eine Staffel jedoch befindet sich auf der Ausweich-/ und Trainingsbasis auf der Südhalbkugel. Theoretisch könnte ich versuchen sie zu erreichen und zusammen mit der Miliz euch bei der Landung decken und anschliessend Unterstützungsfeuer liefern. Allerdings bleiben mir maximal sechs Stunden zur Mobilmachung und Vorbereitung. Ich gehe dabei davon aus das ich mich gleich vom Sprungpunkt mit 2.5-3G auf den Weg mache und die Totenmanneskiste mit 1G hinterher fliegt."
Nachdem sich Frederic alles angehört hat und recht bleich geworden war, meldet auch er sich.
"Moment mal, wissen wir wirklich, daß das Feindkräfte sind? Kann man sich nicht mit denen einigen?
Wenn wir davon nicht ausgehen, können wir woanders landen?
Dann könnte ich mit maximal einem anderen versuchen das ganze zu infiltrieren und einige von ihnen per Zielfernrohr auszuschalten.
Ich habe ein Autogewehr mit Zielfernrohr, bin allerdings nicht der beste Schütze.
Vielleicht könnten wir andererseits aber einen anderen damit ausrüsten, der da verbleibt, während ich Nadelstiche ausführe. Die Feindmechs sind ja wohl nicht schnell genug, oder? Und der Flughafen ist schön flach. wie für mich gemacht. Dann kann Raphie sie aufwischen, bzw ihr alle.
Wenn das Nest vermint ist, kann ich natürlich nix machen.
Das wäre meine Überlegung aus der Hüfte.
Was ist mit den anderen Milizen? Bleiben das nur 2 Mechs? Wenn ja, kein Problem.", schnaufte er sarkastisch.
Taras meinte dann:
"Beste Möglichkeit zum Ausweichen wäre der Landeplatz beim Flugfeld, das ich bereits erwähnte. Wie ihr hier seht, ist das Flugfeld für Raumschiffe ausgelegt, da der Export von Getreide von dort ausgeht. Zugleich können wir die Mechs, Fahrzeuge und L-/R-Jäger in der unterirdischen Anlage unter dem Vorgebirge im Norden der Anlage unterbringen. Die Bunkeranlagen dort sind aus der Zeit vor dem Sternenbund und sind stark genug um den Direktbeschuss mit einer 20Megatonnen Wasserstoffbombe aushalten. In den unterirdischen Anlagen hat die Miliz Munition und Ersatzteile für ihre Truppen gelagert. Dort können wir uns bedienen. Einziges Problem ist der Lange Weg zum Haupthafen. Zu der Jägerstaffel kommen noch vier Infanteriezüge und eine Panzerkompanie. Problematisch ist nur die Entfernung zur planetaren Hauptstadt. Es gibt zwar eine Landverbindung , mehrere Brückensysteme, ja sogar einen Eisenbahntunnel, aber es sind selbst auf dem kürzesten Weg zwei Tage Dauermarsch für die Mechs."
Rudolf fuchtelte nur mit seiner MP herum und grinste böse.
"Man war ja nicht immer Koch" schmunzelte er.
"10 Leutz sind kein Problem, wir landen außerhalb. Das mit dem Jäger laß mal bleiben, da können wir ja gleich klingeln. 10 Leutz, ts .. Nachtsichtgeräte, Vibroschnur, und schallgedämpfte Waffen. Die wissen gar nicht, daß sie tot sind, wenn wir mit ihnen fertig sind. Wer hat leise Sohlen? Wer macht mit?"
Raphael erwiderte nur:
"Wer sagt, daß es nur zehn Leute sind? Wir sollten uns zuerst mal genauer über die Situation auf der Staubkugel informieren bevor wir blind hineinlaufen. Mag sein das ich Ängstlich klinge. Aber ich möchte mich vorher zuerst noch informieren, da ich dieser Sache von anfang an nicht traute. Und ein Jäger ist nicht gerade leise", dabei grinst er schief. "aber ich bin dafür, daß ich einen Abstecher zur Südbasis mache und meinen Bombenbestand auffülle. Dann können wir ohne Probleme auch das Zehnfache Umnieten."
Frederic meinte zu Rudolf: "Mein Gewehr kann ich Dir leihen, für die Dauer der "Operation". Also ums infiltrieren führt ja wohl kein Weg vorbei. Der Rest müßte sich bereithalten, um den oder die Agenten rauszuhauen. Was gibts besseres?" Und angestrengt schaute er in die Runde.
Rudolf lachte laut auf, "Nein danke Frederic, behalte deine Wumme mal lieber für dich, mir reicht diese MP hier." Liebevoll klopfte er auf die Maschinenpistole.
"Leise, leicht, und hat für ne MP ´ne gehörige Durchschlagskraft. Ich melde mich für die Infiltration. Das könnt´ spaßig werden, hätte nicht gedacht, daß ich auf meine Alten Tage noch soviel Spaß erleben darf."
"Wie alt bist du, Chefkoch? 65?" fragte Raphael. „Na das wird heiter. Und den Sushimeister schicken wir als Unterstützung mit. Mein ich Ernst. Immerhin ist er ein Schwertmeister. Aber wer kümmert sich um die Mechs? Und ist Silver bereit für die Mechs übers Feld zu fliegen damit sie Runterspringen können??? Ach ja wie bringen wir die Beiden runter. Einer könnte sich Theoretsch mit dem Jäger runterbringen. Ist allerdings kein besondes bequemer Platz. Aber das zehn Leute den Hafen besetzten können ohne das die Miliz was unternimmt. Irgend was ist da OBERFAUL!!!"
"Meine Knarre kommt aber viel weiter als Deine.
Scheiß´ drauf ich komme mit. Mein "Sir" bringt uns wahrscheinlich unauffällig hin, er wäre ein Fluchtfahrzeug. Wenn es ohne gehen soll, bist Du der Boß. Wenn wir einen außerhalb seines Mechs treffen, wäre das ein herber Verlust für die Kerle.
Aber die Aufklärung läßt zu wünschen übrig.
Bleibt nur noch der Boß, was er dazu sagt."
"Raphi, das mit dem oberfaulen stimmt. Wir sollten vorsichtig sein. Vielleicht weiß der Käpten ja Rat. ICH frage ihn aber nicht, der ist mir zu ungehobelt."
"Eine grobe Aufklärung kann ich durchführen. Hab ein paar alte IR- und Bildkameras zu einem Aufklärungspod zusammengebastelt. Ist mit einem 1000 Teleobiektiv ausgerüstet. Theoretisch kann ich damit eine Stecknadel aus 15 Km Höhe fotographieren. Ein Gedruckter Zeitungsbericht ist aus 25km Höhe zu lesen. Allerdings ist das Kontrollprogramm noch nicht besonders ausgereift und der Pod Funktionier auch nur nach Lust und Laune."
"Wenn der Boß zustimmt, machen wir es so. Meine Meinung."
Wie machen wirs jetzt??? Die Köche gehen runter und führen eine Komandoaktion durch und ich deck die Sache bis das Schiff gelanden ist"
„Ich möchte auf keinen Fall von einem Jäger da rein gebracht werden. Wie gesagt, das Ganze soll unauffällig und leise passieren. Du wirst schon noch genug Zeit und Ehre für deinen Jäger finden.
Irgendwo weiterweg, sollten wir aufsetzen und dann die Komandos reinsetzten also mich, Sushischlitzer und Frederic?.
"Ok Leute," Taras Verstand raste mit Lichtgeschwindigkeit ... oder sprang das Sprungschiff grad wieder?
"Ich schlage vor, ich mache einen Gefechtsabsprung über dem Gelände. Unser Flieger versetzt die Leute in Aufregung, nachdem er unser Bodenkomando abgesetzt hat. Das geht rein und befreit die Zentrale und säubert die Gebäude."
Er schaut fragend in die Runde ...
Drace hörte sich die verschiedenen Ideen an.
Irgendwas an der Sache behagte ihm nicht.
"Sir?" sprach er Bulba an.
"Warum greifen wir eigentlich diese Einheit an? Haben wir einen Auftrag dazu bzw. wer hat ihnen die Mitteilung überbracht, das diese Einheit unser Gegner ist? Ich würde nur ungern aus einem Mißverständnis auf eine befreundete Einheiten schießen."
"Ansonsten, würde ich nicht sofort einen Angriff starten.
Diese Typen rechnen wahrscheinlich schon damit und haben sich eingegraben.
Daher schlage ich vor, dass anfänglich nur das Infiltrationsteam für Beobachtungszwecke zum Einsatz kommt.
Erst wenn die Besetzer nachlässig werden schlagen wir zu.
Ich würde vorschlagen, das Infiltrationsteam schleicht sich so leise wie möglich und so unsichtbar wie möglich in den Hafen und sorgt dafür, das Bulba und ich mit unseren Mechs ohne Probleme in die Anlage kommen. Anschließen fliegt Raphie einen seeehhr langen Angriffsvektor, damit sie ihn auch schön bemerken......"
"Ich glaub du hast sie wohl nicht mehr alle" fuhr Raphie auf. "Die Grillen mich doch!"
"Nein, werden sie nicht. Du sollst sie ja nur Ablenken.
Wenn wir sie wie ich gleich erläutern werde, angreifen, haben sie gar keine Zeit mehr, um über dich nachzudenken." erwiderte Drace.
"Wenn sie sich auf ihn konzentriert haben, schlagen wir von der Rückseite zu.
Und fertig. Klappe zu Affe tot!"
(In der Zwischenzeit:
Korios System
Liga Freier Welten
12. November 3063
Armon Doile verließ die Fat Lady vor 3 Wochen und beendete nun die letzte Etappe seiner Reise.
Vor ihm schwebte nun der ganze Stolz seiner Familie.
"Ich werde mir zurückholen, was mir gehört." flüsterte er als er das vollbeladene Invasor-Sprungschiff Revange betrachtete.
Nun lag es an Silver, alles Vorzubereiten.
Die Gespräche mit diesem Ekel waren ermüdent für Doile, aber er war überzeugt, nun seine Pläne verwirklichen zu können.)
"OK. Ich machs. Sind ja nur 3025 Konstruktionen. Aber der Panther gehört mir!!! Wann beginnen wir???"
Drace sah Raph etwas skeptisch an.
"Also ich bin mir nich wirklich so sicher, das die nur 3025er Technologie in ihren Mechs haben.
Vergiss nicht, wir sind im Schlaraffenland der Nachrüstpacks."
Das gab Raph zu denken.
"Aber ich denke nicht, das einer dieser Mechs etwas gegen deinen Jäger ausrichten könnte. Schließlich sind es keine Flak-Mechs." plötzlich hatte er eine hässliche Eingebung.
"Sei trotzdem auf der Hut. Sie könnten vielleicht einen Luftangriff erwarten.
Daher ist es wichtig, das das Timing deines Ablenkungsmanöver und unser Angriff so gut wie möglich ist."
Nun kam Drace zu einem Thema, das ihm überhaupt nicht gefiehl.
"Willst du mit deinem Jäger wirklich in das Gefecht eingreifen? Eine fehlgeleitete Bombe deinerseits und Bulba und ich sind Geschichte!"
Raph grinste. "No Risk, no Fun"
Drace setzte ein gequältes Gesicht auf.
"Tu mir einfach den Gefallen und wirf nichts daneben. Okay?"
Raph grinste ihn nur an.
Noch breiter grinsend erklärt Raphi "Keine Angst, Drace ich führ keins meiner Tiefflugmanöver durch. Aber wie wollen wir die Einsatztruppe unbemerkt runterbekommen??? Und ich hab eh nur zwei Explosivbomben."
"Ich schließe mich Drace an, Boß, Lieber etwas Aufklärung am Ort, anstatt draufzuhauen. Das entspräche auch eher meiner Philosophie. Außerdem wäre es zur Einführung nicht so gut, wenn wir Unschuldige abknallen würden, oder?"
Er blickte etwas unsicherer in die Runde.
"Ich könnte auch im Hintergrund warten, bis die 2 Kommandos in Schwierigkeiten geraten, um sie rauszuholen."
Sein verkniffener Gesichtsausdruck machte klar, daß er wohl lieber nicht seine Bereitschaft als Kommando angegeben hätte.
" Wo ist der Sushischlitzer eigentlich? Schaun wir wirklich ersteinmal rein. Vielleicht erwischen wir sie gerade in nicht alamiertem Zustand und können die Mechkrieger dabei erwischen, wie sie ihren kleinen Steuerknüppel polieren. Und dann knallen wir sie ab und haben die Mechs ohne Verluste"
"Meine Rede Rudolf. Vielleicht sollten wir abstimmen, ob Infiltration oder Hammermethode. Ich bin für ersteres. Wer noch?" Dann murmelt er:
"Was geht wohl da unten vor?"
"Infiltration UND Aufklärung," erklärt Raphael, während er auf seinem PC herumhackt, "das Podkontrollprogramm hab ich verbessert" etwas kleinlaut "zumindest Theoretisch." wieder Lauter "Aber wie wollen wir das Infiltrationsteam unbemerkt runterbringen. Nichts was wir zum runterkommen zur Verfügung haben, hat entfernt Ähnlichkeiten mit einer B-2 Spirit."
"Spirit? Hilf mir mal auf die Sprünge Raphael. Also mein Vorschlag ist mein Schweber. Klein, schnell und recht unauffällig."
Taras schürzte die Lippen. "Der Auftrag kam von unserem Arbeitgeber, also wirds wohl OK sein.
Ich würde aber jetzt auch zum vorsichtigen Vorgehen zustimmen. Wir setzten irgendwo außerhalb der Stadt auf und schauen uns erstmal die Lage an. Fakt ist, die Totenmanneskiste kann nicht im Hafen landen ... es gibt ja nur den einen!"
"Und der Transporthafen auf der Südhalbkugel. Zur B-2 Spirit, Frederic: Die Spirit war ein Stealth-Bomber der in den 80'ern des 20.Jarhunderts entwickelt wurde. Seine Radarquerschnitsfläche betrug 0.1 m2. Bei einem normalem Suchradar war das Flugzeug so gut wie nicht zu entdecken. Die Spirit kostete damals etwa 2 Milliarden US-Dollar, das sind etwa 2 Milliarden C-Noten."
"Soso, aber so etwas haben wir nun einmal nicht. Also heißt es aussteigen, kampfbereit sein, meinen Schweber mit den Kommandos laden und lässig hinfahren. Oder?"
"Drei Mann im Savannah Master? Wo hab ich die Kamera? Oder kommt der Rotunda auch mit?"
"Soweit ich weiß, ist der Rotunda ziemlich schnell, und könnte in einer Straßenschlacht ohne Mechs sehr nützlich sein. Ob er mitkommt, weiß ich nicht. das Aufsehen wäre größer, oder?" Verwirrt schaute er in die Runde: "Jetzt sagt doch auch mal was, Leute. Damit wir endlich weiterkommen."
"Na der Savannah ist nicht viel unaufälliger."
Als Taras Kommunikator klingelte, verstummte die gesamte Gruppe.
"Ja!" antwortete Taras lapidar.
"Ok, ich wußte, ich kann auf Dich zählen! Wir kommen gleich mal vorbei."
Es schien, als wäre das Gespräch vorbei und Bulba steckte den Com weg. "Also Leute, ich hab uns was angelacht. Wir haben einen Termin beim Schneider auf dem Promenadendeck. Über den blöden Plan können wir uns heute Abend noch den Kopf zerbrechen!"
Dann zog die Bande los, direkt ins Hinterzimmer des Schneiders,wo sie mehrere GDL-Kampfanzüge vorfanden.
"Wasn das denn???" Guckt Raphi blöde aus der Wäsche.
"Hm Kampfanzüge. Sind die gut?" fragt Frederic.
"Kann mir jemand erklären was das soll??? Ich werde mich nicht in so ´ne Sardinenbüchse zwängen." Raphael wird jetzt etwas ungehalten.
Als Drace sich die Kampfanzüge ansah, bemerkte er, dass für jeden der LoT's einer vorhanden war.
Mit einem gequälten Blick sah er Richtung Bulba.
"Ich und Infantrist? Sagt mal was glaubt ihr, wozu ich meinen Mech habe?"
Bulba sah den aufmüpfigen Krieger streng an.
"Wenn Dir dein Mech unterm Arsch weggeschossen wird, wirst du froh um den Anzug sein!" zischte er.
Drace hob beschwichtigend die Hände.
"Schon gut, sag ja schon nichts mehr."
Etwas leiser, "Wenigstens sind an den Dingern keine Sprungdüsen"
"Das stimmt schon, dass keine fix angebracht sind, darum hab ich diese Tornister dort drüben auch noch besorgen lassen." erwiederte Bulba der Drace sehr wohl gehört hatte mit bösartiger Befriedigung.
"Los Anziehen!" bellte er im Befehlston.
Bad F.
Liga Freier Welten
12. November 3063
Ein bewaffneter Mann lief hastig einen langen Gang entlang.
Dabei flucht er immer wieder.
"Verdammt, verdammt, sie sind zu früh."
Bei der nächsten Abzweigung nach rechts verrechnete er sich etwas und knallte gegen die Wand.
Nachdem er sich aufgerafft hatte, stürmte er weiter.
Am Ende des Korridores lag eine große Doppeltür,die er aufriß.
Als er in den Raum kam, richteten sich 4 MG`s auf ihn.
"Scheiße Jungs, legt die Dinger weg"
Auf sein Geheiß hin nahmen die Soldaten ihre Waffen runter.
Aber Hooker hatte nicht die Zeit weiter auf sie zu achten, den er stürmte bereits durch die nächste Tür.
Meril Thompson und einige Veteranen aus vergangenen Kriegen hatten vor ein paar Tagen den Raumhafen von Bad F. gestürmt und erobert.
Nun warteten sie auf ihren Boß.
Er saß gerade in Gedanken vertieft an dem Schreibtisch des Raumhafenkontrollleiters als sein Adjutant beinahe die Tür einriß.
"Meril sie kommen!!!" kam es abgehackt aus seinem Mund als er sprechen und atmen zugleich versuchte.
"Jetzt hol erstmal tief luft und dann sag mir, wer kommt." sagte Meril gelassener als er war.
"Die Söldner die die Dreckskerle angeheuert haben."
"Verdammt, sie sind zu früh" entkam es Meril.
"Wieviel Zeit haben wir noch bis sie hier sind?"
"Ich würde sagen 2 Tage, 3 wenn wir Glück haben."
Meril überlegte fieberhaft.
"Unser Chef braucht diesen Hafen, also werden wir ihn halten. Gib allen Bescheid und verstärkt unsere Verteidungsstellungen."
Hooker nickte und wollte gerade gehen, als er sich nocheinmal umdrehte.
"Hoffen wir diese Söldner sind nicht annähernd so verdorben wie ihre Auftraggeber"
"Ja John, darauf können wir nur hoffen, aber verlass´ dich nicht darauf."
John nickte nocheinmal und hastete wieder davon.
Bulba konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, als er seine Jungs mit den Anzügen kämpfen sah.
Er hatte hingegen kein Problem damit und war im Nu fertig. Dann überprüfte er die Sturmgewehre mit den untergeschnallten Granatwerfern. Eine große Auswahl an Gas-, Blend- und Explosivgranaten war zudem auf dem Tisch neben ihm verteilt.
"Macht mal hinne! Alle, die als Bodeneinheiten an der Mission teilnehmen, werden diese Dinger tragen - Sicher ist sicher!"
An den Schneider gewandt fuhr er fort: "Juri hier hat sogar Schlafgas aufgetrieben..."
Rudolf sah sich die Gewehre genau an. Musterte sie von allen Seiten bis er sich für eines entschieden hat. Er wog es in der Hand und zielte in die Luft. Dann begann er den Granatwerfer abzubauen. Überprüfte ihn bis ins Detail, zerlegte das Gewehr und baute alles wieder zusammen, mit einer Geschwindigkeit die man nicht für möglich hielt.
"Nich schlecht. Wir brauchen Schalldämpfer dafür. Damit meine ich aber nicht diese Wegwerfschalldämpfer, die nach einer Salve kaputt sind sondern den AMR-20 Silencer. Und Zieloptik, am besten Zeiss, die verstehen ihr Handwerk. 1,5 und 3 fache Vergrößerung."
Zögernd holte der Mann hinter der Theke die bestellten Gegenstände hervor.
Dann schaute Rodolf sich die Granaten an. " Ich nehm 4x Anti-Personal, 1x Flare, 1x Flare Red, 3x High-Explosiv und 2x Inferno. Und 6 Magazine."
Danach begann Rudolf jeweils zwei Magazine zusammen zu tapen. Er schrieb sich auf einen Tapestreifen seine Blutgruppe und klebte diesen auf seinen Schuh. Seine MP steckte er in einen Halfter am Rücken und er steckte sich noch ein paar Hand- und Blendgranaten ein.
"Es kann losgehen!"
"Ähm Rudolf, Chef,... ich glaube ich spiele „ächz" doch lieber den Bringedienst. Falls es zu heiß für die beiden wird, kann ich sie ganz schnell rausholen. Dabei kann ich mit meinem guten alten Auto auf der Lauer liegen... Ist das ein guter Vorschlag?"
Frederic fühlte sich langsam sichtlich unwohl. Er wollte nicht schon bei seinem ersten Einsatz draufgehen. Außerhalb seines "Sir".
"Jetzt flenn dir mal nicht so ins Hemd Junge. Wir passen schon auf dich auf", erklärt Rudolf, während er seine Stirn runzelt.
"Das mag ja sein, aber wie kommen wir da wieder raus, wenn die Mechs anrücken? Mit Verstärkung!
Da braucht Ihr doch einen einsatzbereiten Fahrer im Fluchtfahrzeug, oder?", grinst Frederic schief.
"Und wer sagt, daß wir den Ausgang nehmen wo dein Auto steht? Soetwas kann man nie wissen, vielleicht gibt es eine Kanalisation, vielleicht ganz woanders, so ein Raumhafen ist groß - sehr groß.
Willst du wirklich ganz alleine da warten und nicht wissend wann wir kommen?"
"Verd***** ich bin Pilot und keine Bodenratte!!!!!" Schimpft Raphi, der nach wie vor neben 'seinem' Anzug steht, los, "Wer hat diesen Bullsh*** ausgefressen???"
Tarras musste mehr als ein Machtwort sprechen, bis Raphi endlich kuschte, und selbst dann konnte man aus Raphis Ecke ein Gefluche hören. Als er sich schliesslich endlich reingewürgt hat, wankt er zum Tresen "Ein Extrastarkes Sprungpaket und ein Gaussgewehr!!!" "Junge ich hab hier nur ein Sprungpaket, das eigentlich für einen doppelt so schweren Anzug gedacht ist. Aber das Gaussgewehr musst du dir aus dem Kopf schlagen" Das Sprungpaket aufschnallend tritt Raphi an den Waffentisch und geht die Waffen duch. Allerdings macht er mit keiner eine sonderlich gute Figur. Am Schluss entschied er sich für eine Schweres MG. Dazu holte er sich reichlich Munition, Handgranaten und Sprengstoff . "OK Wenn ich schon auf Boden rumkriechen muss, lass ich es ordenlich krachen!!!"
"Mensch Raphi, das ist doch erstmal nur allgemeine Ausrüstung für jeden von uns. Es steht doch noch gar nicht fest,ob Du nicht die Luftunterstützung lieferst!" grollte Taras, den Raphis Gejammer gewaltig gegen den Strich ging.
"Dann hätte ich mich noch nicht in das Teil quetschen müssen???" er schaut den Chef hoffnungsvoll an. "Wer ist dafür, daß ich mit meinem Stuka eure Hintern Decke???"
‘Dunnerschlach, echte Kampfrüstungen!’
„Was für ein Ding, früher hatten wir solche Spielzeuge nicht. Doch wenn das Ganze eine Erkundungsmission sein soll, also leise rein unauffällig die Leute meucheln, da sind doch Kampfrüstungen nicht so geeignet? Aber wenn es richtig zur Sache geht, da nehm ich gerne eines der Dinger. Man oh Man, das Ding und ein nettes MG in der Hand - Rock´n Roll" Rudolf scheint jetzt begeistert zu sein.
Frederic blickt den Chef zweifelnd und bewundernd an. "Ich hätte den Aufruf besser lesen sollen. Wie kommst Du an solch´ teures Zeug? Hast Du dafür Legionäre getötet, oder wie? Ich sollte dafür noch Handgriffe an den Schweber schweißen, damit ich einige von Euch damit transportieren kann. Das wäre cool! Dann sollten wir wohl alle ein wenig damit üben, oder, Leute?"
Taras lächelte geheimnisvoll, "Das mein Lieber ist mein Geheimnis ...aber die Idee mit den Haltegriffen ist gut!".
Dann wandte er sich an den Schneider. "Sag mal Juri hast Du vieleicht noch ein paar Kanister Schlafgas?"
"Muß ich mal schauen.", gab der Schneider zrück und verschwand im Hinterzimmer, wo man nur Gebrabbel hören konnte: "Hmmm ... Senfgas ... nee ... Agent Orange ... besser nich ... ah, da is es ja!"
Dann kam er mit zwei Kanistern mit KO-Gas zurück. "Damit solltet ihr eine Herde Elefanten umhauen!", grinste er.
"Agent Orange??? Haben die USA das Zeug nicht im Vietnamkrieg in den 1970er eingesetzt um Wälder zu entlauben??? Allerdings hatte das Zeug schwerwiegende Langzeitfolgen. in den betroffen Gebieten gab es Mutationen und mehr. Woher hat der Schneider das Zeug??? Ich dachte es sei schon seit Jahrunderten verboten. Das Selbe gilt doch auch für das Senfgas. Nur wurde das schon im 1. Terranischen Weltkrieg eigesetzt. Der Typ ist ja ne richtige Fundgrube von illegalen Sachen. He, Schneider hast du vieleicht noch die Daten über die Stealth-Technologie???"
Juri kratzte sich überlegend am Kopf, "Muß ich mal schaun, die sind aber nicht grade billig!"
"Ich hoffe du akzeptierst auch Ratenzahlung," grinst Raphael unschuldig. „Stellt euch vor: Mein Stuka auf Stealth-Technologie aufgerüstet und umgebaut...." Dabei bekommt Raphi einen träumerischen Blick.
"Leute, schnappt euch die Phantommunition und ab in den Leeren Hangar der 'Totenmanneskiste' um zu überprüfen, ob ihr überhaupt für die Dinger tauglich seit" bellt Taras die Einheit an. Sofort setzten sich alle in Bewegung. Auf dem gesamten Weg war Raphis Murren und Gefluche zu hören. Im Hangar angekommen teilte Taras die Einheit in zwei Gruppen ein. "Drace, Frederic und Raphael bilden Team 1. Die Köche und ich bilden Team 2. Welches Team zuletzt lebt hat gewonnen. LOS GEHTS!!!!"
Sofort verteilten sich die LoT im Hangar und das Feuer wurde eröffnet. Doch das Training endete in einem Fiasko und der Niederlage von Team 1. Drace und Frederic brachten mittelmässige Leistung. Das war jedoch verständlich, da sie keine Erfahung mit den Dingern hatten. Taras und die Köche brachten ausgezeichnete Leistungen. Was Raphi bot, war schlichtweg erbärmlich. Zuerst schaffte er es, sich mit Hilfe des Sprungpaketes an die Decke zu knallen und den Rest der Übung lag er im Delirium am Boden. Die Aktion brachte ihm ein paar blaue Flecken, leichte Schäden an der Panzerung des Anzugs und ein wirklich langes Gespräch mit Taras ein.
"Was in aller Welt hast du dir dabei gedacht als du die Sprungdüsen deines Anzuges auslöstest???"
"Gar nix Sir...."
"Da hast du recht, verdammt nochmal."
"Ich hab reflexartig reagiert als ich dem Chefkoch gegenüberstand und ich keine Ausweichmöglichkeiten hatte."
"Das ist mir egal. Die Reparaturkosten verrechne ich dir zu 100% und absofort legst du Trainingsextraschichten ein. Du wirst essen, schlafen, und trainieren. Nicht mehr und nicht weniger. Und keine Widerrede."
mürisch antwortete Raphi "Sir, ja, Sir"
Die nächsten zweieinhalb Tage waren für die ganze Einheit mehr als nur ein bisschen anstrengend. Beim Trainingsende war sogar Raphi minimal brauchbar. Es waren noch knapp 10 Stunden bis zur Ankunft in der Umlaufbahn. Die Truppe stand im Hangar und wartete auf den endgültigen Einsatzbefehl.
Eigentlich recht zufrieden mit seiner Einheit flanierte Taras über das Promenadendeck, als er eine ihm wohl bekannte Gestalt erblickte.
"Planschi, bist Du es wirklich ...alter Vatter, wir haben uns ja schon eweig nicht mehr gesehen!"
„Taras ???
bist du das wirklich? ich hätte nich gedacht, dich ma wieder zu sehen.
man man man lange is es her wo wir uns ma über den weg gelaufen sind.
was treibt dich und deine Einheit in diese Gegend?
Ich bin ganz allein auf weiter Flur und such anschluss
Frederic mußte kurz ginsen, als er den Namen hörte.
"Planschi!".
Aber irgendwie war der Zufall hier am Werk. Der Chef kannte ja schon jeden hier!
Frederic wandte er sich wieder seiner Nervosität zu.
Noch 9 1/2 Stunden...
Der Anzug hatte ihm wider Erwarten gefallen, aber die Mobilität seines "Sir" wollte er nicht aufgeben.
Noch nicht...
Mit ein wenig Übung sollte er annehmbar fähig sein, den alten Draconier zu besiegen. Im direkten Zweikampf. Wenn er selbst von hinten kam...
Nach dieser kurzen Träumerei widmete er sich wieder dem unvollständigen Schlachtplan und sah die anderen reihum an, ob sie eine Eingebung hätten.
"Noch ein Bekannter von Taras??? Das wird mir langsam ein bischen Suspekt. Wie viele Kontakte hat der Typ noch???"
Als die Lords zurück in ihr Quartier kamen, da fanden sie jeder einen Ordner vor, den Taras kurz zuvor ausgeteilt hatte.
Wie sich herausgestellt hatte war sein alter Freund Planschi auch auf dem Weg nach Bad Freienwalde und so hatte er ihm angeboten ihn auf der Totenmanneskiste zur Oberfläche mitzunehmen.
Weiter konnten sie nichts ausmachen, denn Taras wurde von einem Kommunikationstechniker gerufen, der eine Priorität Alpha Nachricht für ihn hatte. Scheinbar vom Auftraggeber.
In den Umschlägen fand man den neusten Bericht über die Geschehnisse auf Bad F.:
Wie sich herausstellte hatte nicht nur eine kleine Terrorgruppe die Flughafen bestetzt - nein die gesamte örtliche Miliz war darin verwickelt.
Der Auftraggeber hatte deshalb angeordnet, daß die Lords fürs erste auf der südlichen Basis einfinden sollten, um weitere Befehle zu empfangen.
Die dortigen Truppen sind zwar als loyal einzustufen, aber es wird empfohlen gefechtsmäßig, 2 Klicks außerhalb der Basis zu laden, zumal dort ohnehin kein Platz für ein Landungsschiff sei.
Der Luftraumjäger sollte als Deckung während der Landung dienen und die Mecheinheiten sollten einen Gefechtsabwurf durchführen.
Darunter fanden sie einige Anmerkungen von Taras, die man als
'OK, machen wir es eben so, alles Weitere Morgen früh - Nacht!' entziffern konnte.
"Aber was????" Flucht Raphi in seinem Quartier vor sich hin. "Der Typ soll doch gleich sagen das er vermutet, dass diese Truppen auch noch desertieren könnten." Irgenwann beruigte Raphi sich wieder, jedoch konnte er immer noch nicht schlafen. Als es ihm zu bunt wurde, stand er auf und begab sich in den L-/R-Jägerhangar um seine Stuka ein letztes mal gründlich zu überprüfen.
"Gefechtsabwurf, ts, ein Glück, daß ich kein Mechjockey bin... wahrscheinlich stehen unsere Herren Auftraggeber auf sinnlose, aber spekakuläre Aktionen." Sprach Frederic bei sich und weil auch er nervös war, ging er noch einmal durch das Schiff, um zum "Sir Scan-a- L.o.t." zu gehen. Er sah Raphael in dieselbe Richtung gehen, und schloß sich ihm schweigend an.
Als Raphi den Hangar betritt, bemerkt er Frederic, der ihm anscheinend gefolgt ist. "Zuerst mein Stuka dann dein Sir " Fragt Raphi. Frederic nickt nur und ohne ein weiteres Wort begannen die beiden mit einem Umfassenden Systemcheck. Irgendwann hielt es Raphi doch nicht mehr aus. "He Frederic. was hältst du von der momentanen Situation auf Bad F.?" Von Frederic war nur ein unverständliches Murren, welches sich nach total beschissen anhörte, zu vernehmen. Ohne weitere Worte arbeiteten sie weiter.
Nach einer Weile antwortete er doch ausführlicher: "Also, ich glaube, wir werden ziemlich verar... verladen. Für eine ganze Bande am Raumhafen sind wir zuwenig. Dann noch dieser glorreiche Gefechtsabsprung, wobei wir nicht wissen, ob beide wirklich ankommen. Das einzig positive an der ganzen Kiste ist, daß ich zu meinem Sir auch noch eine Rüstung bekommen habe. Aber der ganze Quatsch gefällt mir nicht. Wollen wir hoffen, daß die Leute vernünftig werden, und aufgeben." Brummelt er. Dann arbeitet er so gut es geht, weiter.
Hangar Der Totenmanneskiste:
Es begann alles so gut. Nachdem sich die LoT zurückgezogen hatten, schlich sich der Saboteur in den Hangar, um die Mechs und eventuell auch den L-/R-Jäger zu manipulieren. Der Phönix Hawk hatte er bereits manipuliert und mit dem Kreuzritter war er auch schon beinahe fertig, als zwei Personnen in den Hangar kammen. Der Saboteur konnt die Luke des Kreuzritter verriegeln, aber jetzt sass er hier drin fest. Zum Glück schienen sich die Neuankömmlinge nur für den Stuka und den Savannah Master zu interessieren. ‘Verdammt, die sind viel zu früh da. Von wegen: Garantiert keine Störung.’, Fluchte der Saboteur in sich hinein. Leise setzte er seine Arbeit fort, als als mehrer Sekundärmonitore für Sekundenbruchteile ansprangen. Dies war schon beim Pönix geschehen, aber unter den momentanen Bedingungen war dass Selbstmörderisch. Gespannt beobachtet er die beiden auf dem Jäger. Einer schaute kurz hinauf, schüttelte den Kopf und arbeitete weiter. Doch igend etwas beunruhigte ihn. Als kurz darauf der Zweite das Cockpit verliess und zu den Fahrzeugen hinüberging, entspannte der Saboteur sich, jedoch nur solange bis der Mann aus seinem Sichtbereich verschwand. Wieso muss der ausgerechnet zum Savannah Master gehen. ‘Mein Auftraggeber kriegt was zu hören und muss Extrakohle locker machen. Egal ob das Ausschalten dieser Mechs lebenswichtig ist oder nicht!’
Raphi Überprüfte gerade die Heckruderanlage als er dachte ein Flackern im Cokpit von Taras Mech zu sehen. "Frederic, hast du das auch gesehen?" "Was soll ich gesehen haben?" Entgegnet Frderic aus dem Cockpit wo er gerade die Elektronik überprüfte. "Da war ein Flackern im Cockpit des Kreuzritters, dachte ich zumindest." Kam die Antwort vom Heck "Hast du falsch gedacht. Da war nichts," nachdenklich schaut Frederic zu dem Mech hinüber, "Aber etwas stimmt nicht. Die Luke ist geschlossen. Taras hat sie bis jetzt immer offen gelassen. Ich bin hier fertig. Sollen wir uns den Kreuzritter mal aus der Nähe ansehen?" Raphael nickte nur. Frederic verliess das Cockpit und ging zum "Sir" hinüber, der vom Mech aus nicht zu sehen war. Von dort aus kletterte er auf den Wartungskokon und schlich sich über den Steg an den Mechkopf heran.....
Dem Saboteur traten Schweißperlen auf die Stirn.
Der jüngere der beiden beobachtete weiter das Cockpit. "Wo ist der andere?" dachte er mit leiser Angst. "Verdammt, wenn die mich erwischen..."
Frederic war noch nicht sehr beunruhigt, aber nur zur Sicherheit wollte er nachsehen. Auf der Schulter rutschte er beinahe aus, und schlug mit dem Knie auf die Panzerung. Das dumpfe "Wumm" hallte ins Cockpit. ‘Jetzt muß er bald da sein.’ Kurz vor der Luke hielt Frederic kurz inne. "Also von innen dürfte sie nun keinesfalls zu... verd ...!" Die Luke krachte auf, knapp vor die Füße des Hoverpiloten. Der Saboteur kam herausgeschossen. "Halt, bleib´ stehen!", riefen Frederic und Raphael wie auf Kommando. Doch der Kerl zeigte kurz mit einem Dolch auf Frederic und schickte sich an, vom Mech zu flüchten. ‘Oh shit, der meint´s ernst.’, konnte Frederic noch denken, als er schnell seinen Vibrodolch aus dem Stiefel zog, und ihm in relativ sicherem Abstand nachsetzte. "Raphi, schnapp´ ihn Dir!"
Taras wälzte sich schlaflos in seiner Koje. Die Lage auf BF gefiel ihm nicht und er wollte seine Jungs auch nicht gleich beim ersten Einsatz verheizen - egal, was der Auftraggeber wollte!
Er schwang sich müde in eine sitzende Position und kratzte sich das Kinn. "Zeit für nen Käff..." murmelte er und machte sich gedankenversunken auf in die Kombüse. Vieleicht, so hoffte er, war Myagi oder Rudolf noch wach und es gab noch was zu essen.
Auf dem Weg faßte er einen Entschluß, den er sobald er wieder klar bei Verstand war noch mit den Lords besprechen würde. Scheiß auf den Kontraktgeber!
Raphi sah wie der Saboteur Frederic davon kam. Der rief ihm zu er solle ihm nachsetzen. Ohne sich weiter Gedanken zu machen, hetzte Raphi hinter dem Saboteur her, der sich gerade durch eine Schleuse duckte. "Bleib stehen du Aas!!!" brüllte er hinterher. Quer durch die Gänge der Totenmanneskiste ging die Jagd. Langsam kam Raphi ins schwitzen...
‘Wenn ich den Kerl nicht bald abschüttle bin ich erledigt!!!!’ Fluchte der Saboteur und bog um die nächste Ecke. Leider war da schon jemand. Mit vollem Karacho rammte der Saboteur den Unbekannten, prallte zurück und ging benommen zu Boden.....
Raphi sah den Flüchtling um die Ecke biegen, praktisch im selben Moment hörte er den dumpfen Klang zweier kollidierender Menschen. Als er um die Ecke kam, sah er den Chef und den Saboteur am Boden liegen. Sofort stürzte er sich auf den Fremdling und plazierte sich auf seinem Brustkorb. "Gutes Timing Chef. Ich dachte schon der Typ entwischt mir."
Taras Schädel brummte. "Fucking Hell, was zur Hölle geht hier ab?", wollte er wissen.
Dann sah er Raphi und die fremde Person, die grade fachmännisch von ihm verschnürt wurde.
Grade als der Fremde sich mit einem Bein aufstemmen wollte, hatte sich Bulba wieder hochgestemmt und ihm das Bein zur Seite getreten.
"Frederic und ich haben den Typ im Hangar erwischt, wie er sich im Cockpit ihres Mechs zu schaffen machte. Irgendwie hatte es ihm nicht gepasst, dass wir ihn entdeckt haben. Er ist davongerannt, als Frederic ihn aus dem Cockpit holen wolte. Ich hab ihn quer duch das Schiff gejagt." Japste Raphi. "Jetzt halt mal still du A****" Brüllt er den Typ an und stellt ihn mit einem gekonnten Schlag ruhig. "Chef könnten sie sämtliche Mitglieder und nach Möglichkeit auch den Cap Silver in die Kantine schaffen, die Situation schreit nach einer Erklärung." Raphi rappelt sich auf und schleppt den Kerl mit davon. Als kurze Zeit später alle in der Kantiene eintreffen, sitzt der Saboteur bereits sauber verschnürt in einem Stuhl.
"So mal für alle eine kleine Info zur momentanen Situation. Frderic und ich diese Nase dabei erwischt, wie er sich am Kreuzritter zu schaffen machte. Dank der tatkräftigen Unterstützung Taras´ hab ich ihn schlussendlich doch noch erwischt."Mit den Worten schüttet er dem Saboteur einen Eimer Wasser über den Kopf. "Los aufwachen. Und keine Mätzchen, unsere Köche verstehen sich nicht nur aufs Kochen."
Als Frederic hinzu kam, sagte er: "Ich habe mir mal den Kreuzritter angesehen. Auf jeden Fall wurde mindestens er manipuliert. Es sei denn, da hängen immer Drähte heraus. Bin gespannt, was da noch verpfuscht wurde. - Aus dem Absprung wird dann wohl nichts." fügte er grinsend hinzu. Seinen Schrecken hatte er erst einmal verdaut.
"Raphi, hast Du den so verpackt? Saubere Arbeit." Er klopfte ihm anerkennend auf die Schulter.
"Jo. Hier zeichnet sich die Ausbildung am NAIW wieder mal aus." zu dem Saboteur gewannt: "Nun zu dir Freundchen. Was hast du in dem Mech gesucht???" Keine Antwort "Na gut fangen wir mal von ganz vorne an. Wie heisst du? Und woher kommst du?" Der Saboteur schwieg wieder. Relativ hilflos drehte sich Raphael zu seinen Kollegen um "Kennt jemand von euch irgendwelche effektiven Verhörmethoden? Ich geh dann mal den Mech überprüfen und schau mir auch gleich noch den restlichen Fuhrpark an." Raphi wolte den Raum verlassen, Taras winkte ihn jedoch zurück. "Das kann warten. Es gibt momentan wichtigere Dinge die wir bereden müssen."
"Die beiden Köche sollten ihre Köcheleien ihm
einflößen, dann würde er nach einigem Würgen sicher reden wollen." grinste Frederic. Dann ging er zum Saboteur und zog ihn am Ohr. "Na, sagst Du uns jetzt was anliegt?" Keine Reaktion, außer einem gequältem Blick.
"Ich hab ne Idee. Chef, ich geh mal schnell zum Schneider was holen." Grinst Raphi und verlässt den Raum. Kurz darauf kommt er mit einer Spritze und einer Ampulle zurück und gesellt sich neben Frederic, der immer noch mit dem Ohr des Saboteurs beschäftigt ist. "OK Kleiner das Zeug hier wird dich umbringen, aber vorher wird es dir soviel Schmerzen verursachen dass du darum betteln wirst das wir dich töten und du uns alles erzählen wirst, was wir wissen wollen. Also redest du nun freiwillig oder soll ich es dir in den Hals jagen?" Mit diesen Worten zieht er ne Spritze auf wobei Frederic sichtlich erbleicht. "Keine Angst Fredie. Das Zeug wird ihn nicht umbringen sondern nur höllische Schmerzen bereiten.", raunt er dem entsetzten Hoverfahrer ins Ohr und setzt dem Saboteur die Spritze an den Hals. "Also Freundchen. Singst du oder soll ich dich Stechen???" Der Schwieg allerdings immer noch, allerdings kam er langsam ins Schwitzen.
Mit sichtlichem Bedauern läßt Frederic das Ohr los und sagt: "Tja Kumpel, das heißt dann wohl Abschied nehmen. War interessant mit Dir, aber Du wärst besser beraten alles zu sagen, solange Du noch kannst. Ich kann mir das aber nicht mit ansehen. Lebwohl, Mann." Damit ging er hinaus, nicht ohne zu Raphi zu sagen, er möge ihn holen, sobald die Sauerei aufgewischt wäre.
Taras war beeindruckt vom Erfindungsreichtum seiner Männer.
Bis zum Schneider hätte man es nie in so kurzer Zeit geschafft ... wohl aber in die Küche, er vermutete O-Saft.
Er mußte sich ein Schmunzeln verkneifen, um es nicht zu verraten. "Macht mal weiter hier, ich seh ja, ihr habts im Griff, aber macht das nicht hier im Korridor. Bringt ihn in die Küche!" Dann wandte er sich um. "Ich geh derweil die Köche suchen."
Als er bis zum Ende des Korridors gekommen war, blickte er sich nocheinmal um, "Haben wir eigentlich einen kleinen Hammer im Werkzeugkasten? Wir wollen ja erst unseren Spaß haben!", Dabei zwinkerte er bösartig.
"OK, Chef. Ich quetsch in der Zwischenzeit mal unseren Kumpel aus."
Als kurz darauf die ganze Truppe versammelt war ergriff Raphi das Wort.
"Also, der Typ war nicht ganz so stabil wie ich dachte. Ich musste die Spritze nicht mal benutzen. War eh nur Salzwasser. Damit kann man wenn man es am richtigen Ort reinspritzt heftige Schmerzen verursachen. Allerdings hab ich da in der Vorlesung nicht aufgepasst.
Also ich fass mal kurz zusammen was ich herausgefunden habe. Der Typ heisst Martin Ebneter und stammt von Bad F. Er arbeitet schon mehrere Jahre als Saboteur auf mehrern Planeten in der Umgebung für Anti-Marik-Bewegungen. Diesen Auftrag bekam er nicht von den üblichen 'Bekannten'. Er konnte mir weder den Namen von Personen, deren Aussehen noch den Namen der Organisation verraten. Die Typen waren übervorsichtig. Ach ja er hat den Job nur angenommen weil er dafür ungefähr das 10fache bezahlt bekommen hat.
Bei unserem letzten Sprungpunkt ist er an Bord gekommen mit dem klaren Auftrag,unsere Mechs und nach Möglichkeiten auch den Jäger zu Sabotieren. Er hat irgendwoher einen unseren Einsatzplan aufgetrieben. Aufgrund der darin enthalten Informationen beschloss er die Mechs so zu manipulieren, dass die Sprungdüsen nicht mehr funktionieren, aber der Bord-PC dies nicht erkennt. Bei dem Gefechtsabwurf wären Drace und Taras zerschellt bevor die beiden auch nur realisiert hätten, was los war.
Es war purer Zufall, das Frederic und ich nicht schlafen konnten und uns entschlossen unsere Maschine zu überprüfen. Wir haben nicht mal eine Stunde den Fehler zu finden und zu beheben. Der Affe kennt leider nur die Methoden solche Fehler zu verursachen jedoch nicht wie er sie beheben kann. Hier ist die Diskette mit dem Manipulationsprogramm. Noch Fragen???" Mit diesen Worten schliest er seine Erkärung und wirft Taras die Diskette zu.
"WWWAAAAAAASSSSSS!!!!!!!"
ertönt es aus der soeben auf - ausgerissenen Türe. Rudolf sprang durch den Raum und gab den Gefangenen einen harten Tritt in das Gesicht, so daß dieser mit samt Stuhl einen Meter nach hinten flog und mit dem Kopf hart auf den Boden aufschlug.
Rudolf sprang auf ihn und prügelte immer wieder hart auf ihn ein.
"Wegen DIR ARSCH verschiebt sich der ABSPRUNG. Ich bring dich UM!!!"
Blut spritze immer wieder auf als Rudolf mit seiner Faust zuschlug.
Er griff zu seinem Gewehr und wollte gerade mit dem Kolben das, sowieso schon blutende, lädierte Gesicht des Gefangenen einschlagen, als Raphie ihn am Arm packte und ihn zurück hielt.
"He Rudolf, bring den Typen nicht um!!!!" hielt Raphi den Koch zurück. "Den könnten wir eventuell noch brauchen." und ein gutes Stück leiser "Glaub ich zwar selber nicht. Aber trotzdem." und wieder etwas lauter "Momentan ist es wichtiger wie wir den angerichteten Schaden beheben können. Falls das kein Einzelfall bleibt, kannst du immer noch ein Exempel statuieren. Falls das eine neue Informationsbeschaffungsmethode ist, hab ich nichts dagegen. Ich dachte bis jetzt immer, dass zuerst ein paar Fragen gestellt werden. ist ja gleich. Und ich denke mal das du nicht der Einzige bist der ihn über den Jordan schicken will."
Frederic arbeitete mit den anderen so gut es ging an den Mechs, um zu retten, was noch zu retten war.
Die Kokons brauchten sie ja zum Glück nicht zu basteln.
Langsam wurde allerdings die Zeit knapp, ehe sie, "hoffentlich ganz" (orig. Gedanke Frederic) auf der Oberfläche aufschlagen würden.
Da, plötzlich, fiel Frederic was ein.
Er lief zum Gefangenen und sorgte dafür, daß sie allein sein würden. "Raphi solle doch lieber seinen Flieger checken."
Für den, der ganz nah an die Tür geht, ist nur von Zeit zu Zeit ein Wimmern zu hören, und wie der Gefangene schreit: "Nein niemals!" Das dauert ungefähr 45 Minuten... dann kommt ein recht zufriedener Frederic wieder heraus.
Das Gesicht des Gefangenen war gereinigt.
Als ein recht selbstzufriedener "Lord" in den Hangar kommt, sind die anderen schon arg damit beschäftigt, den angerichteten Schaden zu reparieren. Zum Glück handelte es sich nur um die Sprungsteuerung, aber die Gefahr bestand, daß z.B. der Feuerfalke nicht mehr richtig springen konnte, was im Gefecht durchaus tödlich sein konnte.
Noch waren es knapp 5 Stunden bis zu Oberfläche.
Frederic ging zu seinem Hovercraft um ihn nochmal ordentlich durchzuchecken...
Irgendwie war Mr. Myagi der Meinung, daß die alle nochmal richtig was essen sollten und begann ein Mahl von erster Güte zu zaubern.
Zusätzlich packter er jedem Krieger ein kleines Päckchen mi falsch zubereitetem Fugu füt eventuelle Notfälle im Feindgebiet.
"Oha die Fischnase gibt uns noch Fugu mit! He Kumpel ist der für uns oder für den Feind???" Fragt Raphi grinsend den Koch als dieser ihm ein Fresspacket bringt.
"Also die Stuka ist in Ordnung. Ich hab nur einen kleinen Defekt in der Triebwerksregulierung. Da ist ne Platine am Arsch und wir haben kein Ersatz. Es ist jedoch nicht so schlimm, ich darf einfach nicht zu lange Vollgas geben sonst könnte die Maschine theoretisch noch auseinanderbrechen. Also, braucht jemand noch Hilfe oder soll ich mich zum Ausschleusen bereit machen?"
Die LoT arbeitet weiter an den Maschinen die Stunden verstrichen und das Schiff näherte sich immer weiter der Atmosphäre. Für das Team völlig überraschend drang plötzlich Captain Silvers Stimme aus den Lautsprecher: "An die Bodenratten und den möchtegern Piloten, wir erreichen in 15 min die Athmospäre. Dann sitzt ihr alle irgendwo und seid angeschnallt und wenn ihr eure Schrottmühle von einem L-/R-Jäger noch rausbringen wollt habt ihr noch 5 min Zeit. Ende der Durchsage!!!" Jetzt stand Raphi endgültig kurz vor dem Kollaps. Er hatte seit etwa zwanzig Stunden nicht mehr geschlafen und die letzten Stunden hat er wie der Rest der LoT geschuftet wie ein Idiot. Trotzdem schaffte er seinen Jäger innerhalb der gesetzten Frist aus dem Hangar und flog der Totenmanneskiste voraus um die Landezone und das nahegelegene Flugfeld zu überprüfen.
"Hals und Beinbruch, Kumpel." rief Frederic dem Piloten vor seinem Start noch zu. "Wir sehen uns unten." Das war das erstemal, daß er ein Mitglied der "Lords" live in Aktion sah. Mit einem Mal kehrten seine Sorgen zurück. Er setzte sich in seinen "Sir" und schnallte sich ordentlich fest. Als das Landungsschiff in die Atmosphäre eintauchte, fing es zu beben an, als wolle es auseinanderbrechen. Frederic wurde dabei ganz schlecht. Als er dann noch an das Paket vom Koch dachte, ging es ihm nicht unbedingt besser.
„Danke Kumpel, ich warte auf euch." murmelt Raphi als sein Jäger aus dem Hangar schoss und Kurs Richtung LZ setzte.
Der Jäger bockte noch heftiger beim Eintritt als das nachfolgende Landungschiff. Trotz seines Angriffsvektors hatte er nur knapp 2 min Vorsprung um die Umgebung zu erkunden. Zum Glück zeigten die Sensoren im Gebiet der Landezone nichts an. "Richthofen an Einheit. Radar, MAD und Infrarot zeigen im Gebiet der LZ nichts an, drehe nun ab um die Milizbasis in Augenschein zu nehmen. Ich melde mich gleich wieder." Mit diesen Worten wendete Raphi seinen Jäger und flog in Richtung des Stützpunktes.
"Leute irgend etwas ist mit der Basis nicht in Ordnung. Ich empfange weder Funk- noch Radarstrahlen, und um nur passiv verfolgt zu werden, hab ich einen zu aggressiven Eintrittsvektor gewählt. Entweder haben die noch nie etwas von Standardverfahren gehört oder es stimmt etwas nicht. Sichtkontakt in 30 Sekunden." Das fehlen irgendwelcher Radaremissionen beunruhigte ihn mehr als ihm selbst lieb war. ‘Was zum Teufel ist dort nur los???’ Als er dann die Basis endlich sah rief er über Funk "Blakes Blut, was ist hier passiert??? Leute die gesamte Basis wurde zusammengebombt. Von dem Kontrollturm existieren nicht mal mehr die Grundmauern, das Flugfeld ist nur noch eine Kraterlandschaft, dass Gleiche gilt auch für sämtliche befestigten Strassen. Ich kann die Wracks von mindestens einer Kompanie Panzer sehen, laut Sensoren warscheinlich Hovercrafts, eine sichere Identifizierung, ein Pegasus. Allerdings liegt der halb unter der Erde und die Schürze fehlt komplett. Auf dem Flugfeld liegen mehrere L-/R-Jäger, mindestens eine Staffel, ich kann von hier aus einen Sperber, zwei Drosseln und einen Luzifer mit ziemlicher Sicherheit identifizieren, es liegen mindestens zwei weitere Wracks auf dem Feld, eher sogar mehr. Ich kehre um und decke die LZ. Wann seid ihr unten?"
Der Chef in seinem Battlemech hörte sich das beunruhigt an. "Verdammt noch mal! Was ist da nur los?" Er informierte seine Einheit über Tak.
Von allen kam beunruhigtes Gemurmel, außer von Frederic.
Frederic bekam kaum was mit. Erst als er die Außenlautsprecher des Kommandomechs hörte, er möge sein Tak einschalten, realisierte er etwas. "Uuups, Tschuldigung." Damit waren alle online. Das machte die Situation aber nicht weniger bedrohlich.
Rudolf sprang mit einen Satz auf Frederics Panzer. Der Savannah Master ist zwar nur für eine Person aber ...
"Ich fahr nur ein Stück mit", grinste Rudolf Frederic an. In der Hand hielt er ein Sturmgewehr und um den Rücken hing ein KSR Werfer.
Bei der Aktion von Rudolf mußte Frederic zwangsläufig grinsen. "Hey, solltest Du nicht angeschnallt sein? Und sicher Deine Waffen, nicht daß ich wegen Dir noch draufgehe." Damit machten sie sich klar zum Aufsetzen.
Raphi drehte mit seinem Jäger eine weiter Runde über die LZ als mehre seiner Instrumente plötzlich auszuschlagen begannen. "Ich orte Bewegungen aus der Richtung der Basis. Keine Fusionsreaktoren aber jede Menge sich bewegendes Metall. Vermutlich Panzer. Drehe ab um Kontakte zu überprüfen." Mit den Worten schoss der Pilot erneut in Richtung des Milizstützpunktes.
"Leute hier tummelt sich plötzlich über eine Kompanie Rad- und Kettenpanzer. Ich riskier mal einen Überflug." Und mit einem Manöver für das ihn Taras während des Sim-Trainings schon mehrmals zusammengestaucht hat raste er über die Panzer. "FLAK!!!!" Brülte Raphi als mehrere Panzer das Feuer auf ihn eröffneten, allerdings traf keiner. Raphi stellte sein Funkgerät auf Breitbandsendung ein. "Hier spricht Raphael von Richthofen, Mitglied der Söldnereinheit Lords of Thunder. Wir wurden von der hiesigen Regierung zur Unterstützung der Miliz angeheuert. Identifizieren sie sich!!!"
Rudolf grinste Frederic an, nachdem er die Funkübermittlung gehört hatte.
"Dieses Greenhorn, er sollte zumindestens die wichtigsten Informationen durchgeben, die für die Einheit wichtig sind, nicht für ihn. Wieviele werden es sein? Flak? Wahrscheinlich Partisan Panzer, 80 Tonnen. Wäre noch interessant zu wissen, welches Baujahr. Macht nen Unterschied ob vier AK5 oder zwei Ultra2 mit zwei 10erLBX auf dich zielen. Andere Flakpanzer gibt es nicht. Oder er weiß noch nicht das auch normale Panzer auf ihn schießen können. Ist dann wahrscheinlicher, ein Partisan hätte ihn schon längst getroffen oder runtergeholt. Wollens wirs hoffen, dein Savannahmaster und mein KSR-Werfer haben gegen den Partisans nicht viel zu bieten."
"Halt den Rand Rudolf!!! Ich hab nur FLAK gesagt. Das heisst: Man seht unter dem Beschuss von Bodentruppen mit konventionellen Waffen. Aus Sicht der Bodentruppen hast du recht. Allerdings muss ich sagen das sämtliche Mechs und die meisten Panzer beschränkte FLAK-Kapazitäten besitzen. Ach ja, die schiessen momentan mit allem möglichen auf mich. Die haben ein wuderschönes Sperrfeuer hinter meinem Heck aufgezogen. Chef soll ich noch einen Überflug riskieren?" Anschliessend versuchte er erneut über Breitband mit den Panzern kontakt aufzunehmen.
Frederic registrierte kurz, daß er sein Funkgerät versehentlich auf senden hatte. Aber Rudolf schien es nicht zu bemerken.
"Kann der Bengel mal sagen um wieviel es sich handelt? Gib mir mal die Quetsche da."
„Thunder Air an Thunder Basis, wieviel Panzer konnten sie ausmachen und welchen Typ? Riskieren sie nichts, noch nicht. Erkunden sie die Situation."
Langsam schien es eng zu werden. Frederic kaute jetzt auf seinen Lippen. Was, wenn sie Raphi abschossen?
Die Äußerungen des Söldners auf seinem Dach halfen ihm auch nicht viel weiter.
Taras saß wie die restlichen Mechjockeys in seinem Cockpit und wartete, daß sich die Tore öffneten.
Leider waren die Sprungfähigkeiten aller Thundermechs ausgefallen, daher mußten sie warten bis Silver die Kiste aufgesetzt hatte.
Der Saboteur hatte es zudem geschafft zwei der M -Laser des Crusaders aus zu schalten, aber wenigstens funktionierten die LSRs und der Large-Pulse.
Grade als die "Totenmannes Kiste" aufsetzte flogen die Laderaumluken auf und Taras Mechs stürmte, dicht gefolgt von Feuerfalken der Einheit ins Freie.
Der Savannah- Master folgte den Mechs auf die Ebene. Solange es flach blieb, konnte wenigstens seine Geschwindigkeit von Nutzen sein.
"Rudolf, Du solltest vielleicht lieber in den Rotunda von Myagi. Ich werde kurz Aufklärung fahren."
Bereits nach den ersten Sekunden beim Sturm scheuerten AK-Schrapnelle an der Panzerung von Taras Cursader.
Es waren also Panzer mit LBX-Aks. Bevor sie eine weitere Salve abgeben konnten, schlug er mit seinen LSRs zurück.
Dabei öffnete er einen Funkkanal:
"Taras an alle ... ausschwärmen - ich geh frontal rauf, der Feuerfalke deckt mir den Rücken ... LOS!"
"Und was soll ich tun??? Na ja egal, ich schieß mal auf ein paar Panzer. Ich probier mal die Infernos aus." Mit den Worten dreht raphie seinen Stuka erneut, schoss in richtung Miliz. "Feuer frei, und das mein ich wortwörtlich." Brüllte er und jagte eine Slave Raketen über die Panzer, "He Leuts ich hab hier mindestens eine Kompanie in Brand gesetzt."
Plötztlich stellten die Panzer das Feuer ein und über Funk rief jemand: "An die S...... Lords of th......... Feuer ......... , ich ........ Feuer einstellen!!!."
"Taras an alle Lords - Feuer einstellen! Unbekannte Einheit identifizieren Sie sich unverzüglich!", Taras wechselte den Kanal. "Raphi, sobald sich einer von denen nicht koscher scheint, pack ihm was vor den Bug als Warnung, jede Provokation ist zu unterlassen!"
"Och ich denke nicht das die in den nächsten Minuten keine Probleme machen werden, die sind alle mit Feuerlöschen beschäftigt. Aber ich bleib in Position."
Erneut meldete sich der Unbekannte: "Hier spricht Captain Manuel Schilling von der Planetaren Miliz. Feuer einstellen. Die hiesigen Truppen stehen voll und ganz hinter der Planetaren Regierung. Und sagen sie dem Irren Stukapiloten dass er nicht mehr mit Infernos rumspielen soll, sonst holen wir in runter. Scheissegal auf welcher Seite er steht."
"Lords Of Thunder an Captain Schilling! Ein Schuss und wir blasen ihren Arsch vom Planeten, er ist nicht der einzige mit Infernos!"
Funkstille machte sich breit und Taras fuhr fort:
"Wir wurden von der örtlichen Regierung angeheuert ihre Milizen zu unterstützen. Eigentlich sollten wir auf dem Raumflughafen der Hauptstadt eintreffen, doch dieser wurde, wie uns übermittelt wurde, von feindlichen Kräften geentert. Die hiesige Basis fanden wir zerstört vor und sie eröffneten das Feuer auf unseren Flieger, ich erwarte eine Erklärung! Lords Of Thunder over!"
"Captain Schilling an die Lords of Thunder: Bei Kerensky bin ich froh von euch zu hören. Entschuldigen sie den Beschuss. Wir haben ehrlich gesagt nicht mehr mit euch gerechnet. Die Gegenseite hat Informationen durchsickern lassen dass ihr bereits neutralisiert seit. Wenn es ihnen nichts ausmacht, komme ich in einem J.Edgar zu ihrem Landungsschiff. Dann kann ich ihen ihn Ruhe alles erklären."
Fast wäre Frederic ein :"Ich trau´der Sache nicht." herausgerutscht. Aber er beherrschte sich und fuhr, einen Abstand von ca. 1km einhaltend, um die Panzermassierung herum.
Hoffentlich stimmte das.
"Captain Schilling an Miliz: Wer schiesst kriegt ´n Militärgerichtsprozess. Und ich sorg´ persönlich dafür, dass derjenige Verurteilt wird. Das sind die Söldner, die zur unserer Unterstützung angeheurt wurden. Oder zumindest sagen sie es. Ich werde mich mal mit den Leuten unterhalten.
Leutnant sie haben das Komando und passen sie auf den Stuka auf, der Typ ist mir jetzt schon so sympathisch wie ein Clanner!" Gelächter Drang über die Milizfrequenzen. "Ruhe im Glied!!!" Und über die Allgemeine Frequenz: "Captain Schilling an Lords of Thunder: Ich komme jetzt zum Landungsschiff." Langsam löste sich ein alter und zerbeulter J.Edgar aus der Milizformation und nahm Kurs auf das Landungsschiff. 500 Meter vor dem Landungsschiff blieb das Fahrzeug stehen und ein Mann stieg aus. Sein Aussehen war ziemlich seltsam, seine Beine wirkten im Verhältnis zum restlichen Körper zu kurz und seine Arme zu lang. Sein Gesicht wirkte grobschlächtig und irgendwie unfertig. Langsam ging er auf das Schiff zu.
Taras öffnete die Lords eigene Gefechtsfrequenz:
"Leute,ich klär das jetzt, ihr haltet Euch zurück, mein Funkgerät hab ich bei und auf diese Frequenz eingestellt ... haltet also die Augen offen!"
Kurze Zeit später war er die Leiter hinunter zum Fuß seines Crusader geklettert, wo ihn in gut fünzig Metern Entfernung der andere Komandeur wartete.
Beide sezten sich zeitgelich in Bewegung und trafen sich auf guter Mitte und mußterten sich stumm.
Dann ergriff der Lord das Word und streckt dabei seinem Gegenüber "Taras Bulba, Anführer der Lords Of Thunder Söldnereinheit, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen Sir!"
Trotz seiner ehrlichen Freundlichkeit blieb Taras wachsam und so beruhigte ihn das Gefühl des langen Dolches an seinem Rücken um so mehr.
"Captain Manuel Schilling, rahgöchster verbliebener Offizier der Regirungsleualen Miliz. Freut mich ihre Bekanntschaft zu machen." Erwiederte der Ofizier und salutierte vor Taras. Entschuldigen sie vielmals unsere Reaktion auf ihr erscheinen. Aber in letzter Zeit waren die Einzigen L-/R-Jäger die hier auftauchten, die der Gegenseite. Was die Angerichtet haben wissen sie warscheinlich bereits von ihrem Piloten. Bis jetzt sind diese Arschl**** immer eins bis zweimal die Woche aufgetauch und haben alles Bombardiert was sich bewegt. Da steht man unter Dauerstress, bessonder wenn man null Vorwarnzeit hat. Wissen sie, biss auf die Bunkeranlagen haben die alles zusammengebomt. Erlich gesagt verwundert es mich das bisher keine Bodentruppen aufgetaucht sind. Als wir sie sahen hielten wir sie für die längst überfälligen Angriffstruppen...." In Schillings Gesicht war ganz klar erleichterung zu erkennen auch wenn er noch nicht ganz sicher war ob es wirklich die zur unterstützung angeheuerten Söldner waren. Wengistens wird es bald vorbei sein. So oder so. dachte er sich.
‘Ich werde dann mal in weiten Kreisen Patrouille fahren.’ dachte Frederic. Bisher schien es ja ganz ruhig zu laufen.
Der Mann schien echt und vertrauenswürdiger als Capitän Silver, von dem Bulba erwartete, daß er ihnen in den Rücken fiel.
Nun waren noch einige Dinge zu klären:
"Cpt. Schilling, ich hoffe sie stimmen mit mir überein, wir sollten uns hier bald vom Platz machen, da weder ich noch meine Leute jetzt schon auf den Feind treffen wollten und wollen.
Außerdem würde uns eine Neueinschätzung der Lage wohl um vieles weiter bringen.
Ich würde dann meine Leute unsere Sache ausladen lassen und die Totenmanneskiste zurück zum Sprungschiff schicken!"
Obwohl ihm Schilling sympatisch war, konnte er noch nicht hundertprozentig einschätzen, ob er clean war. Außerdem war Silver ein Faktor, der ihm nicht schmeckte.
„Natürlich können sie ihren Kram ausschiffen. Ich lass die entsprechenden Lagerräumlichkeiten und Personenunterkünfte bereitstellen, bis alles soweit ist möchte ich sie und die Männer die nicht am ausladen beteiligt sind, zu einem Kaffe in unserer Kantine einladen.Bitte erlauben sie mir, ihnen ein paar meiner Männer mit Lasttransportern zur Verfügung zu stellen. Als kleine Entschädigung für den Beschuss von vorhin. Ach ja, sie sollten mit ihrem Piloten reden, wie der bedenkt runterzukommen. Auf unserer Landebahn ist nicht mal mehr genug intakte Stahlbetonfläche vorhanden um mit einem VTOL zu landen. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wie der runterkommen will." Schilling salutiert erneut und machte Anstalten, sich in Richtung seines Schwebers zu begeben.
Nachdem in einer fast Kommandoähnlichen Aktion die nicht sehr große Fracht der Lords aus dem Schiff gekommen und in einen Bunkerähnlichen Unterstand gebracht wurde, ging Frederic noch einmal ins Schiff, um den Gefangenen auf seinen Schweber zu schnallen. Damit kam er herausgeschwebt.
Raphi bekam langsam Probleme...
Taras und Striker waren der Einladung gefolgt, und
hatten ohne sichtbare Waffen mit dem Captain und seinem Vertreter ein Briefing abgehalten.
Raphi war gar nicht begeistert, als der Chef ihn informierte. "Himmel, Ar*** und Hölle. Wie soll ich hier runterkommen das einzige was es hat, ist Grasfläche und ich hab keinen Warbird oder VTOL." Weiter seine Kreise ziehend suchte Raphi langsam doch ziemlich entnervt eine Möglichkeiten runterzukommen. "Ach sch**** drauf!!! Richthofen an Miliz: Leute Macht die Wiese frei, ich setz meinen Vogel dort runter. Und haltet ein paar Maschinen bereit den Stuka wegzuschaffen!!!" Praktisch ohne Vorwärtsbewegung ritt der Jäger auf dem Triebwerkstrahl langsam zu Boden. Trotzdem wurde es eine äusserst ungemütliche Landung und das Fahrwerk kriegte auch etwas ab. Nachdem der Stuka neben den Fünf Jägern (Zwei Drosseln, ein Sperber, ein neuer Chaeronea und ein Luzifer in katastrophalem Zustand) zum Stillstand gekommen war, kam Raphael unversehrt heraus. Mit 10 Minuten Verspätung traf Raphi in der Kantine ein. "Hey Leute die Arbeit als Testpilot hats wirklich gebracht. Ich hab die Mühle praktisch unbeschädigt runterbekommen. Wie geht es jetzt weiter???", grinste Der LoT-Pilot quer durch die Kantine und setzt sich zu seinen Leuten.
"Wow, gute Arbeit! Mann, Raphi, super."
So überschwenglich wurde Raphael von Frederic empfangen.
Auch vom Rest der Söldner kamen einige Schulterklopfer und die Milizionäre schauten ziemlich fassungslos.
Jetzt galt es allerdings, die Maschinen zu reparieren, alles zu sichern und einen Plan für eine Rückkehr der Aggressoren zu schmieden.
Erwartungsvoll sahen Frederic und Raphael auf Taras.
Raphael trank den Kaffe von Frederic, der ihn in seinem Überschwang ihm überlassen hatte.
Rudolph knallte Raphie erstmal einen Teller Eintopf vor die Nase.
"Iss erstmal Junge, gute Landung."
Dann ging er wieder in seine Küche
"Hey Leute bloß nicht überschwenglich werden. Mit einer Landung hat noch niemand einen Krieg gewonnen." Meint Raphi.
Schilling beobachtete von Hangareingang die Landung des LoT-Piloten, auch wenn er den Typen wegen seiner Inferno-Aktion nicht besonders leiden konnte war er von seiner Landung doch zutiefst beeindrukt. Ein junger Pilot, der bei dem Captain stand, verlor bei dem Anblick beinahe die Fassung "Cap haben sie das auch gesehen??? Oder hab ich gerade geträumt???" Fragte er völlig ungläubig. Schilling schaute den Piloten an "Nein Junge, ich habs auch gesehen. Und Frag´ mich nicht wie er das gemacht hat, oder wo er es gelernt hat."
Anschliessend ging er in die Kantine hoch, jedoch nicht ohne sich vorher zu versichern dass das Material der Söldner ordentlich verstaut war. Er verscheuchte noch eine Horde von Milizmitgliedern die sich vor den beiden Mechs zusammengerottet hatte und die gigantischen Maschinen begafften.
In der Kantine setzte er sich mit einer grossen Tasse Kaffe an den Tisch der Söldner. Einer von ihnen verschwand gerade in Richtung Küche wärend ein anderer gerade dabei war sich möglichst schnell etwas in sich hineinzuschaufeln. "Guten Tag meine Herren, für diejenigen die mich noch nicht gesehen haben, ich bin Captain Schilling." "Raphael von Richthofen" brachte der essende Söldner zwischen zwei Bissen hervor. Die restlichen Söldner stellten sich ebenfals vor. "Sind gerade irgendwelche Fragen? Oder soll ich ihnen einfach mal die momentane Situation erklären?" Der Söldnerchef gab dem Captain zu verstehen dass er zuerst mal letzteres erklären solle. "Das Ganze begann vor etwa zwei Monaten mit dem Aufstocken des Panzerkorps auf 2 Bataillone und eine zusätzliche L-/R-Jägerstaffel. Anschliessend wurden die hiesigen Truppen auf 11 Jäger und Zwei Panzerkompanien aufgestockt dazu kammen noch etwa 800 Mann Infanteristen und etwa 400 Mann Technisches Personal. Die meisten Truppen waren noch vollkommen Grün. Wir hatten hier noch einen kleinen Kader voll ausgebilderter Truppen. Die eigentlichen Probleme begannen dann vor knapp einem Monat, als wir die Meldung erhielten, daß eine Paramilärische Einheit den Raumhafen besetzt hielte. Dann brach der Kontakt mit den Miliztruppen in der Hauptstadt ab. Das nächste was wir erfuhren, war ein Bericht von Michael Michael, daß der Grossteil der Miliztruppen desertiert ist und der Rest festgesetzt oder vernichtet wurde. Alles in einem schätzen wir die Gesamtstärke der gegnerischen Truppen auf mindestens ein Panzerbattalion und etwa 3500 Mann. Das L-/R-Kontingent beträgt zwei Staffeln und einen Schwarm. der Force Commander brach zur Hauptstadt auf. Das Letzte was wir von ihm sahen" An dieser Stelle begann die Stimme des Captains zu zittern "war eine über Trivid übertragene öffentliche Hinrichtung. Kurz darauf begannen die Luftangriffe. Obwohl wir die Mehrheit der Jäger in die Luft brachten waren wir chancenlos. Eine komplette Staffel wurde vernichtet und zwei weiter Schwer beschädigt. Einen konnten wir wieder instandsetzen. Im Verlauf des Angriffes und in späteren Kämpfen wurde die Landebahn, der Tower und 11 Panzer zerstört. Wir verloren der 300 Mann des technischen Personals und 100 der Infanterie. Bis jetzt kamen die Gegner eins bis zweimal die Woche und bewarfen uns mit Bomben. Durch die Vernichtung der Radaranlagen im Tower haben wir keine nennenswerte Vorwarnzeit. Wir haben versucht mit Panzer eine Art Ortungskreis aufzuziehen. Das funktionierte ein, zwei Angriffe lang und jetzt fliegen sie einfach ein paar Kilometer höher und wir sind wieder genau so blind wie vorher. Wir haben sogar versucht mit den L-/R-Jägern ein Frühwarnsystem einzurichten aber versuchen sie mal mit insgesamt vier L-/R-Jäger, zwei ausgebildeten Piloten und zehn Rekruten eine flächendeckende und rund um die Uhr funktionierende Aufklärung aufzuziehen. Ach ja,
Michael Michael schaffte es irgendwie aus der Hauptstadt zu entkommen und befindet sich momentan etwa 300 Kilometer von hier in der größten Stadt auf dem Südkontinent."
Frederic runzelte die Stirn. Er wartete auf etwas Kartenmaterial. Offenbar gab es nur einige handgemalte Karten vom Gelände, was um diesen Platz ohnehin kaum erwähnenswert war. Das einzige, was noch brauchbar war, neben den verbliebenen Einheiten, waren die Bunkeranlagen. Wenn die Gegner keine guten Bunkerknacker hatten, würde es sehr kostspielig werden, falls die Miliz sich verschanzte.
Jetzt war allerdings Guter Rat des erfahrenen Chefs vonnöten. Gespannt schauten die jüngeren der Truppe auf die beiden "alten Hasen".
Rudolf grunzte nur irgendetwas als Schilling sich vorstellte.
Er trug noch den Tarnanzug und Kampfstiefel.
Doch über seinem rechten Arm war ein weißes Geschirrtuch gelegt und er trug gerade das dreckige Geschirr ab.
Sein Blick sagte nichts gutes, aber das war normal bei ihm.
Kurz angebunden wie immer und sauer, daß er keinen töten konnte, verschwand er in der Küche.
Der Lords Of Thunder Chef rieb sich die Bartstoppeln am Kinn. "Eine wahrlich verzwickte Situation habe wir hier ...", murmelte er vor sich hin.
"Haben wir eine Ahnung wo die gegenerische Flugstaffel positioniert ist? ... ach und, wie lange ist der letzte Angriff bereits zurück?", wandte er sich jetzt an Schilling.
Dann wieder an Raphi gerichtet fuhr er fort: "Kriegst Du deine Kiste auch wieder in die Luft ohne vernünftige Rollbahn? Und Du Frederic gehst ein bischen auf Erkundung. Keine Heldentaten, schau dich einfach ein bisschen um und such vorallem nach einer Möglichkeit ein Rollfeld zu verstecken, bzw. eins verdeckt anzulegen!"
Schilling sprach weiter: "Also wir vermuten dass die gegnerischen Luftstreitkräfte in der Hauptbasis am Raumhafen stationiert sind, andere Basen mit ausreichenden Kapazitäten und einer Landebahn sind uns nicht bekannt. allerdings haben wir nur lückenhafte und veraltete Informationen über die Ereignisse auf dem Nordkontinent. Der letzte Angriff war vor drei Tagen, was für uns heisst dass es jederzeit zu einem weiteren Angriff kommen kann. Wir haben deswegen auch eine Ausgangssperre verhängt."
Raphi grübelte kurz nach: "Hmm... etwa 400 Meter mit konventioneller Metoden, allerdings könnte ich es auf knapp 300 Meter reduzieren. Zum landen brauch ich unter normalen Bedingungen 600 Meter. Allerdings kann ich das problemlos auf weniger als 200 Meter reduzieren. Dabei halte ich die Belastung in normalen Bereichen. Allerdings weiss ich nicht was die Miliz-Piloten können, alleine geh ich nämlich nicht auf zwei Staffeln los." An den Miliz-Chef gewandt "Captain Schilling hätten sie vielleicht ein paar Karten mit dem Gelände im Umkreis von 20 Klicks der Basis für mich?" Und in Richtung Küche rief er: "Rudolf hast du noch eine doppelte Portion von deinem Eintopf und eine Kanne Kaffe?"
Schilling war doch ein bisschen überrascht wie schnell die Söldner bei der Sache waren. "Ich schick ihnen anschliessend jemanden mit den Karten her. Sie entschuldigen mich, ich habe noch Arbeit." mit diesen Worten verabschiedete er sich. Kurz darauf kam ein Milizonär und brachte Raphael die Karten. Der verzog sich anschliessend mit allem in eine Ecke und begann die Karten zu studieren.
Als Frederic die Worte des Chefs vernahm, schaufelte er schnell etwas Essen in sich hinein, sah sich die Karten bei Raphi an und besprach kurz seine Präferenzen. Dann lief er los nicht ohne seinen Leuten zuzurufen: "Ich mach´ mich los. Wir halten Kontakt." Offenbar hatte sein Tatendrang seine Nervosität verdrängt. er lief zum 'Sir' und warf sich hinein. Ein Summen und der Reaktor sprang an.
Mit Normalgeschwindigkeit wollte er ersteinmal kreisförmig die 'Gefechtsbasis' umfahren und dann die Ebenen erforschen. 'Dann wollen wir mal sehen.'
"Beef ist draußen."
Der grösste Teil von Raphis Kaffe war aufgebraucht als er eine mögliche Stelle für ein Flugfeld fand. Er ließ alles liegen wo es war und ging so schnell als möglich in den Hangar um mit dem Funkgerät Frederic zu erreichen. "Fleischvogel an Beef. Frederic könntest du ein mögliches Flugfeld überprüfen? Es befindet sich etwa 3.5 Kilometer von der Basis in nord-östlicher Richtung am Fusse des Gebirges. Es handelt sich dabei um ein etwa 1.5 Kilometer langes Strassenstück das im rechten Winkel vom Gebirge wegführt und in einen Tunnel führt. Allerdings liegen etwa 2/3 der Strecke im Wald. Laut Plan handelt es sich um eine Dreispurigen Schnellstrasse. Es sollte also genug Platz für Jäger haben. Und schau dir den Tunnel genau an, wenn wir Glück haben können ihn zu einem provisorischen Hangar umfunktionieren. Informier mich sobald du genaueres weisst. Fleischvogel ende."
Wie immer mürrisch kam Rudof herein.
In der Hand eine GROßE Kanne Kaffee und noch etwas Eintopf.
Dann schaute er auf die Karten.
"Hm."
"Hmmm."
"Sind die Treibstofftanks am Raumhafen noch in Betrieb?"
Schilling: "Natürlich, sie werden ja für die Jäger benötigt. Aber wie wollen sie da rein? Der Hafen ist streng bewacht?"
"Ich will Pläne der Kanalisation sowie der Treibstoffleitungen."
"Der Treibstoffleitungen? Sind sie wirklich so verrückt?"
Ganz trocken meinte Rodolf nur "Ja." Er sah Schilling kurz an und ging wieder in die Küche. Ohne sich umzudrehen meinte er noch.
"Sagen sie Bescheid wenn alles da ist"
Der Funkspruch von Raphi errreichte Frederic, als er die erste Runde abgeschlossen hatte. Bisher war nichts besonderes zu melden, also fuhr er mit Vollgas zum angegebenen Ort.
"Fleischvogel, behalten Sie Codenamen bei."
Nach wenigen Minuten kam er auch schon dort an.
'Komisch, hier sollte niemand mit Panzern herumfahren.' "Achtung, Basis, nähere mich Metallvorkommen. Entweder es ist hier eine Metallader, oder unsere Freunde sind auch hieran interessiert."
Er ließ den „Sir" scannen.
"Sieht nach einer mittelschweren bis schweren Panzerlanze aus. Scheinen mich noch nicht zu orten."
Unwillkürlich verfiel Frederic in ein Flüstern.
"Ortung ungenau. Es könnten auch mehr sein."
Dann zoomte er heran.
"Ich glaub´ ich spinne, das sind Pioniere mit Panzerunterstützung. Holt den Chef, ich bleibe in Position."
Er fuhr den Reaktor herunter. Und wartete.
"Ich wiederhole: Pioniere mit Panzerunterstützung auf der Schnellstrasse. Ich informier sofort den Chef. Pass bloß auf deinen Hintern auf." Mit den Worten schwang Raphi sich aus dem Cockpit und hetzte quer durch die Basis auf der Suche nach Taras, als er ihn dann endlich fand war er ganz ausser Atem. "Chef...... Frederic hat..... Pio.... Pioniere und Panzer .... entdeckt. Es handelt..... sich ziemlich sicher..... um Feindtruppen...... Ich hol.... den Rest."
'Ich könnte von hier aus glatt einige erwischen.'
Hoffentlich meldete sich bald einer. 'Moment mal.'
Der Zoom war jetzt auf Maximum.
'Sind das jetzt Beschützer oder Bewacher?'
"Beef hier, ist da jemand? Ich habe mehrere ungepanzerte Wachen nahe bei den Pionieren gesehen. Möglichkeit besteht, daß sie gezwungen sind."
.
.
.
Er wiederholte den Spruch bis jemand antwortete.
"Wiederhole das bitte nochmal: Die Pioniere werden zur Arbeit gezwungen??" Japste Raphi ins Mikrophon der soeben wieder in den Stuka gehetzt kam. "Was zum Teufel ist da los??? Beef, kannst du mir eine Videoeinspielung geben? Übrigens falle ich für diesen Einsatz aus."
'Na prima.'
"Ich wiederhole: Ich kann nicht genau feststellen, was
die Wachen tun. Jedenfalls stehen sie zu dicht bei den Arbeitern, um noch gegnerische Aktivitäten orten zu können.
Es könnte sein, daß die Pioniere gezwungen werden, dort was zu bauen.
Wenn ihr einen Angriff starten könntet, würden wir es erfahren."
Pause
"Ich habe noch nichts von CAP bemerkt. Vorsicht."
Nebenbei versuchte er seine Außenkamera auszurichten und das ganze soweit möglich zu senden.
Der Empfang sollte nicht sehr gut sein, aber egal.
Schilling war in seinem Büro beschäftigt, als der Söldner-Pilot wie ein Irrer vorbeiraste. Als dieser kurz darauf wieder vorbeirannte, begann er sich langsam zu fragen was los war, der Stuka war bei der Landung beschädigt worden und starten konnte der Pilot trotz seines Könnens nicht, davon war er überzeugt. Also was war da los??? Er schaltete das Vidphone ein. "Wachoffizier? Hier Captain Schilling. Was ist mit den Söldnern los? Einer ist gerade zweimal wie blöd hier durchgehetzt." "Captain ich weiß auch nicht genau was los ist. Aber irgend etwas hat die anscheinend aufgescheucht. Sie sollten sich das besser selbst ansehen."
Teufel noch mal was war da los??? Schilling war nun doch ziemlich genervt. Kein Milizionär wusste was los war und die Söldner meldeten sich nicht. Ihm blieb nichts anderes übrig, als sebst in den Hangar zu gehen und nachzusehen was los war. Dort traf er auch endlich auf Taras Bulba.
Eine Ordonnanz der Miliz suchte in der Küche nach Rudolf. "Ähm Sir, äh Rudolf? Ich hätte hier Pläne, die Sie angefordert hatten?" In der Küche qualmte es ziemlich. Er konnte kaum was sehen. "Hallo?"
Mittem aus dem Qualm:
"Hä, achso ja, geben sie her. Suchen sie mal den Sushifresser, der soll hier übernehmen."
"Oha ich hab die Köche vergessen. Beef ich bin gleich wieder da." Mit den Worten flitzte Raphi erneut los. Im Gang rannte er beinahe noch den Milizcaptain über den Haufen. In der Küche herschte schon fast Ausnahmezustand bei Null Sicht. "Rudolf!!! Sushinase!!! Wirf dass Essen vom Herd und kommt in den Hangar runter, es stehen mögliche Schwierigkeiten vor der Türe!!", brüllte er duch den Rauch und rannte in zu dem Jäger zurück.
Langsam lüftete sich vor Raphi der Rauch.
Zuerst erkannte er nur eine Silhouette. Dann sah er, wie Rudolf breitbeinig vor ihm stand. In der einen Hand hielt er ein SwatAutomaticWeapon (Ein MG) welches in die Hüfte gestützt ist. Im Mund hatte er eine Zigarette. Er hatte einen schwarzen Schleichanzug an und eine schallgedämpfte Pistole im Holster. Auf dem Kopf trug er ein Barett mit dem Zeichen der Lords of Thunder.
"Schrei nicht so Kleiner."
Er blies Rauch aus dem Mund
"Bin ja schon da, lass uns abrocken."
Rudolf staubte noch einmal ab und verließ die Küche.
'Häh, wollte Rudolf nicht die Stadt infiltrieren?.'
"Abendmahl? Hast Du gehört? Ich schlage vor, daß Ihr sofort einen Angriff startet. Mit vielleicht 2-3 Lanzen als Unterstützung. Aber Ihr müßt das entscheiden. Mehr als eine Kompanie sollte hier nicht versteckt sein, es sei denn, die Höhle ist unglaublich groß und ausgebaut. Beef aus."
"Also Cpt. Schilling, es sieht so aus, als wären unsere lieben Gegner bereits ziemlich weit vorgerückt und hätten sich direkt vor unserer Nase eingenistet."
Anschließend zeigte er kurz auf die Stelle der Karte, wo sich der Feind zusammenrottete, um sich im Anschluß an das Funkgerät zu begeben. "Hier Hochzeitskuchen an Beef! Beef, wo genau sind die Panzer positioniert, außerhalb oder innerhalb des Tunnels? Erbitte Koordinaten - Hochzeitskuchen ende!"
Pläne nahmen im Hirn des Chefs Gestalt an.
"Wie??? Was???" Fragt Schilling völlig entgeistert und starte auf die Karte. Langsam wurde es ihm zuviel, zuerst die seltsame Ankunft der Söldner und nun Feinde quasi direkt vor der Basis. "Was gedenken sie nun zu Unternehmen?" Anschließend brüllte er los "Alle Mann auf Gefechtsstation. Der Söldnerscout hat Feindeinheiten knapp 4 Klicks von hier geortet."
Binnen Sekunden brach in der Basis das Chaos aus. Sirenen heulten und Milizonäre rannten durch die Gänge um ihre Fahrzeuge oder Bunkeranlagen zu bemannen. Schilling setzte sich in seinen Hover und funkte die Söldner an.
Frederic gab die Koordinaten durch.
Hoffentlich hatte der Chef einen guten Plan.
Und hoffentlich konnten sie die Anlage im ganzen einnehmen.
Mit etwas Glück würden die Pios nicht auf der Gegenseite sein.
Und als letztes: hoffentlich überlebte er das hier!
"Hier Beef, Nachtrag: Ich kann eine Panzerlanze vor dem Eingang Orten. 2 Schweber, 2 Kette. Scheint, als ob sie den Eingang bewachen. Möglichkeit weiterer Einheiten besteht.
Vorsicht. Bisher weder Patrouillen noch CAP gesichtet. Ich würde sagen Schwein gehabt, sonst hätten sie mich wohl schon.
Beef aus."
Etwas früher:
Langsam schlich sich Rudolf durch die Wirren der Kanalisation.
Er war komplett schwarz gekleidet, trug einen speziellen Anzug, einen Schleichanzug.
Mit Hilfe seines Kompasses, seiner Erfahrung und vor allem der Pläne, war es ein leichtes, den richtigen Weg zu finden.
Es war stockfinstere Nacht als sich der Kanaldeckel am Flugfeld öffnete. Auf den Weg dahin hat Rudolf sich durch manch enge Passage zwängen müssen und einige Kilometer zurückgelegt. Die Kanalisation zum Flughafen, war mit einem Stahlgitter zugeschweißt wurden.
Kein Problem, wenn man weiß was zu tun ist.
Nun kletterte er langsam aus der Kanalisation, schloss den Deckel und schlich sich in den nächsten Schatten. Es dauerte nur ein paar Minuten bis er fand was er suchte.
Ein paar Schritte, die er durch die Dunkelheit gleitet, das kurze Surren einer Vibroklinge, ein Streich. Blut spritzte, doch nicht auf ihn, zu gekonnt war der Schnitt, gekonnt, als ob er nie etwas anderes gemacht hätte. Er vernahm das leise Gurgeln des Technikers. Er konnte nicht schreien, seine Stimmbänder waren durchtrennt. Langsam erstarb der Mann den Erstickungstod.
Schnell streifte Rudolf sich den Overall über, nahm das Lunchpaket und den Werkzeugkoffer und ging auf das Rollfeld.
Tief im Schatten von Kisten in der Lagerhalle, war der Leichnam des Technikers versteckt. Wohl werden ihn die Ratten als erste finden.
Ein Offizier stand an seiner Maschine, verächtlich schaute er den alten Tech an.
„Na Opi, sind wir nicht schon zu alt für den Job?" fragte dieser zynisch.
Der Tech lächelt bloß etwas, „Routinekontrolle Sir."
Dann öffnete er eine Serviceklappe am Rumpf des Raumjägers. Der Pilot beachtete den Techniker nicht weiter und ging von dannen.
Als kein Mensch hinsah, verstaute der Tech ein kleines Paket in der Klappe. Dann ging er weiter, zum nächsten Jet, bis er alle durch hatte.
Zufrieden grinste er in die Nacht.
Doch dann wurde Alarm ausgelöst.
Lichter erhellten den Platz. Sirenen heulten auf.
Techniker mit Munitionsfahrzeugen fuhren zu den Jets.
Rudolf war die Ruhe selbst. Er ging zu den nahenden J-27 und half beim Verladen der Bomben.
„Was ist es diesmal?" fragte er einen der Techs.
„Eine verdammte Söldnereinheit. Diese Idioten glauben, sie könnten es mit uns aufnehmen. Nicht einmal ne Lanze Mechs, eine Savannah Master und ein Luftraumjäger.
Ts, die haben doch nie ein Chance."
Rudolf nickte nur, als er die Bombe mit dem Tech in die Halterung hob.
„Habt ihr sie entdeckt?"
„Der Chef hat ihnen ne Falle gestellt. Sie sind am provisorischen Flugfeld. Wir haben dort eine Ortung. Unsere Piloten werden sie dorthin zurück bomben, wo sie hergekommen sin."
Der Tech mußte lachen.
„Wenn die wüssten, selbst wenn sie den Kampf gewinnen. Wir haben den Tunnel vermint. Wenn sie den als Bunker nutzen wollen. BOOM"
Der Tech machte eine Handbewegung in der einen Kreis beschreibt und ließ die Hände dann noch oben fahren.
Rudolf tätschelte die Infernobombe noch einmal und setzte sich auf den J-27. Zusammen fuhr er mit dem Tech davon.
Doch leider wurde der Tech nie wieder gefunden. Den J-27 fand man ein paar Tage später, außerhalb des Lagers.
Frederic sah die Jäger, er hatte sie auf der Ortung, sein Problem war, sie ihn auch.
Anscheinend verwechselten sie ihn mit etwas viel größerem. Sie dachten, er wäre die Einheit oder zumindest ein Mech, oder sie suchten die Mechs der Lords of Thunder.
Schweiß perlte auf seiner Stirn, als er merkte, es gab kein Entkommen.
Der Savannah Master ist schnell, sehr schnell, aber nicht so schnell wie Raumjäger.
Außerdem war durch das Dickicht die Mobilität seines Schwebers stark eingeschränkt.
Dann hörte einen lauten Knall, sah einen riesengroßen Feuerball am Himmel. Er schützte seine Augen vor dem gleißenden Licht. Die Hitzewelle fuhr über ihn herüber.
Dann sah er, wie Trümmer zu Boden gingen.
Ein Grossteil der Jäger der Feinde explodierten in der Luft. Infernogel verteilte sich großflächig auf der Autobahn.
Ihre tödliche Fracht, sie hätte beinahe ihre eigenen Panzer getroffen.
"Achtung, Jägerangriff! Ich bin geliefert!", funkte er verzweifelt, als sie, einer nach dem anderen explodierten.
"Was zur Hölle?.. die Explodieren einfach."
"Ich mach´mich davon."
Grade als der ‘Sir’ in den Schutz der Bäume abtauchen wollte, tauchte Taras in seinem Crusader, gefolgt von einer Panzerlanze und einem Zug Infanteristen der Miliz auf. Er war sich nicht sicher, was die Jäger da zur Explosion gebracht hatte, aber er hoffte inständig es hatte mit dem Koch zu tun.
"Hochzeitskuchen an Beef, schließ dich der Infanterie an, wir holen uns die Pioniere - Over!"
Dann donnerten die Lafetten im Arm seines Mechs los und der Schwere Impulslaser brannte sich seinen Weg in einen der Panzer und machte ihn bewegungsunfähig.
Wärend all des Trubels rückten die Infanteristen vor und lieferten sich heiße Gefechte mit den Verteidigern. Taras hoffte inständig, es würde nicht zu viele Verluste auf ihrer Seite geben.
Die Lichtbolzen seiner Impulslaser brannten sich derweil durch die Übereste des Panzers. "Einer weniger ...", murmelte er vor sich hin.
Als der Kampf schon im Gange war, realisierte Frederic, daß der Jägerangriff nicht stattfand.
"Wie?" Der Funkspruch von Taras traf ein.
Offenbar waren sie im Gebiet vor der Höhle, in einem Waldstück. Langsam fuhr er den Fels entlang, bereit den M- Laser abzufeuern. Da! Eine Explosion. Als wären seine Leute in Gefahr. Er bog um einen Felsvorsprung. Da saßen 2 Infanteristen am Rande des Waldes und feuerten ein MG auf die verbündeten Infanteristen.
Frederic hielt an, es war sonst keine Bedrohung zu erkennen, er zielte schulmäßig, versuchte ein Zittern zu vermeiden, und feuerte.
Das MG zerschmolz und mit ihm 2 Menschen.
Ihre Unterkörper fielen in sich zusammen.
"Verflucht!"
Da tauchte ein Schweber neben dem Wald auf. Ein Harasser! An solch einem war er ausgebildet worden.
Der war langsamer als sein "Sir". Er fuhr wieder zurück. Wenn er ihn verfolgte, war er immerhin aus dem Kampfgeschehen heraus.
Jetzt galt es allerdings zu fliehen.
"Beef hier, ein Harasser verfolgt mich. Ich werde in Euren Rücken fahren, damit ihr ihn abknallen könnt."
Raphael sass in seinem Jäger und stand kurz davor die Hangarwände hochzugehen. Da draussen kämpften seine Kameraden und das einzige, was er tun konnte, war rumhocken und den Funk abhören!!! Er versuchte auf einem Sekundärbildschirm sich den Überblick zu verschaffen. Seine Hände zuckten mehr als einmal zu den Kontrollen nur um sie kurz darauf wieder sinken zu lassen. Er wollte helfen!!! "Sir, könnten sie mir vielleicht erklären was draußen los ist???" Störte Raphi ein Junger, schwarzhaariger Spund. "Was zum...." begann Raphi, der gerade Frederics Problem mit dem Harasser mit bekam, und riss sich die Kopfhörer vom Schädel. Als er dann den Jungen ansah, würgte er den Rest des Satzes ab. ‘Der Junge sieht noch nervöser aus, als ich mich fühle.’ Den Rest der Schlacht war er damit beschäftigt dem jungen Milizonär die Schlacht zu erklären und seine Leute anzuspornen und Mut zuzusprechen.
Als er den Vorwärtsgang einschaltete, sah er, wie ein Pionier, nein 2, aus dem Wald kam; als sie den Harasser sahen, wichen sie zurück.
Frederic war jetzt auf Höchstgeschwindigkeit.
'Haben die wirklich Angst?'
"Achtung, an alle Einheiten, am östlichen Perimeter mindestens 2 mögliche Gefangene. Pioniere. Hochzeitskuchen? Ich hatte recht. Nehmt sie in Gewahrsam.-- Sch... !"
Er wich einer Doppelsalve KSR 6er aus und entfernte sich so von der Schlacht.
"Er hängt mir am Heck. Habt Ihr Schweber da? Einer sollte ihn abschießen können. Bewege mich in südöstlicher Richtung auf Basis zu. Er darf Euch nicht entwischen!" Mit seinem Funkspruch drangen mehrere Explosionen an die Ohren der Zuhörer und ein Keuchen war über Funk zu hören.
Schilling hörte den Funkspruch des Söldners. "Ruhig bleiben Junge. Versuch geradeaus zu Fahren. Ich komme dir entgegen." Dann jagte er mit seinem J.Edgar Frederic entgegen. Kurz darauf kamen die beiden Hover in Sicht. Er aktivierte seine Waffen und jagte eine Breitsalve auf den Harasser.
Frederic hörte eine Explosion, kurz nachdem er den J. Edgar passiert hatte.
Er sah nach, das waren keine Raketenexplosionen.
War der Harasser erledigt?
Langsam kehrte er zum Captain zurück. "Danke Sir. ich schulde Ihnen wohl einen Drink. Wie steht es mit den anderen?"
Aus seinem Panzer besah er sich den Harasser. Der Turm war abgerissen und lag einige Meter weiter herum.
Es waren noch zwei Panzer übrig. Der Schwebepanzer davon griff Taras frontal an und hämmerte mit seinen Waffen Panzerung vom Kreuzritter.
In seinem Cockpit durchgeschüttelt, löste Taras zwei LSR-Lafetten aus, wobei nur wenige Raketen trafen, dafür beschädigten die Fels und Erdbrocken die Lammellen des Schwebers.
Währenddessen rückte die Miliz weiter gegen den verbliebenen Kettenpanzer vor. Dieser mühte sich nach Kräften, doch konnte dem vereintem Feuer der Angreifer kaum etwas entgegen setzten. Auch der Infanteriewiederstand erstarb immer mehr und vereinzelt sah man weiße Lumpen im Wind flattern.
Stück für Stück übernahm jetzt die Infanterie das Feld.
Der für seinen Fahrer nur noch schwer zu kontrollierende Schweber brach nun völlig aus und raste, sich drehend wie ein Derwisch, auf eine handvoll Infanteristen zu. Einer konnte den Propellern nicht entkommen und wurde von ihnen zerfetzt.
Mit einem beherzten Tritt des Kreuzritters stoppte der Schweber abrupt und schoß in eine nahe Baumgruppe.
Langsam rückten die Verbände, bestehend aus Miliz und Lords vor.
Frederic fuhr im Windschatten des J. Edgar in Richtung Höhle. Der Kampf schien vorbei zu sein.
Als er die beiden Mechs der Lords sah, ging es ihm besser. Hauptsächlich der Kreuzritter schien Panzerungsschäden davongetragen zu haben. Die Miliz versorgte die Verletzten, währen die Panzer den Höhleneingang sicherten. Es konnten schließlich noch welche darin versteckt sein.
"Raphi, ääh, wer auch immer. Wir haben gewonnen," funkte Frederic enthusiastisch an die Basis.
"Schön das ihr auch wieder mal was hören lässt. Soll ich auch noch zu euch rauskommen?" Raphi lehnte sich in seinem Jäger zurück und entspannte sich langsam wieder.
Rudolf, nahm sein Funkgerät zur Hand, als er schon am eigenen Lager angekommen ist.
"Achtung an alle, der Tunnel ist vermint. Ich wiederhole es nochmal, der Tunnel steckt voller Minen. Paßt also ein wenig auf."
Dann stand er wieder hinter der provisorischen Bar im Feldquartier.
Er polierte die Gläser, so als ob nicht geschehen sei.
Auf die Frage was er getan habe schwieg er, ganz so, als ob er auf etwas wartete.
Er schaute auf die Uhr und stellte das Glas ab. Dann vernahm man ein tiefes Grollen und Donnern, es hörte sich sehr weit weg an.
"So, da waren die Treibstoffdepots am Raumhafen."
Sagte er sichtlich zufrieden und nahm das nächste Glas.
"Mag jemand noch einen Drink?"
Die Schlacht war endgültig vorbei. Die überlebenden Gegner waren zusammengetrieben worden, und wurden unter Bewachung gelassen.
Es waren noch einige Infanteristen unter ihnen. Selbst jetzt noch behandelten einige die Pioniere mit unverhohlener Verachtung.
Frederic saß derweil in seinem Panzer und zitterte...
Taras saß in seinem Mech und schaute auf die Infanteristen hinunter.
"Hochzeitskuchen an Beef, alles klar bei Dir?"
Es war nur noch eine Frage der Zeit, bevor sie die Höhlen stürmen würden, leider würde er seinen Mech dafür nicht nutzen können.
Während er auf eine Antwort von Frederic wartete, kramte er mit der Linken hinter seinem Sitz und zog zwei MPs hervor ... "Wo hab ich jetzt noch den kevlar gefütterten Overall?", murmelte er zu sich selbst.
Dann öffnete er erneut die Funkverbindung zu seinem Späher:
"Hochzeitskuchen an Beef, bist Du da? Alles in Ordnung bei Dir?"
Taras funkte ihn an. Aber er konnte noch nicht antworten. Nach einer gewissen Zeit, nach dem zweiten Funkspruch mußte er sich wieder in den Griff bekommen. Über Funk schien er eine rauhere Stimme zu haben als gewöhnlich. "Beef ..hier. ... alles klar. Tut mir leid. Bin noch nicht ganz auf dem Damm."
Richthofen, der nach wie vor in seinem Jäger saß und den Funkabhörte konnte es nicht lassen nachzufragen. "Fleischvogel an Beef, Hey alles in Ordnung bei dir?" Und an den Chef gewandt, "Hochzeitskuchen, besteht die Möglichkeit das Gebiet noch militärisch zu nutzen?"
Etwa zur gleichen Zeit in der Hauptstadt war ein Mann ausser sich vor Wut. Seine Jäger waren entweder beschädigt oder zerstört, sein Tech meinte, daß sie fünf, vielleicht sechs Maschinen retten könnten. Dazu kam noch die vernichtung von über 90% der gesamten Treibstoffvorräte. Und kein Anzeichen dafür, wer dahinter steckte. Es war zum Wände hochgehen. Zuerst lief alles wie geplant, aber seit er von diesen Söldnern gehört hatte, entglitt ihm die Situation zusehens. Er griff zu seinem Visophon. "ChefTech? Die Mechs werden sofort einsatzbereit gemacht. Diese Söldner sind nicht zu unterschätzen. Ich will dass BEIDE Mechs rund um die Uhr innerhalb von Fünf Minuten bemant und kampfbereit sind. Und kein aber." Er würde die Situation wieder unter Kontrolle bringen. Etwas anderes ließ seine Mission nicht zu.
"R- Raphi? Ja, mir geht es gut. Das war mein erster 'Abschuß'. Ich brauche noch etwas Zeit, um wieder auf bessere Gedanken zu kommen. Beef aus."
Die Stimme klang etwas bedrückt, aber Raphael konnte die rationale Seite von Frederic wieder heraushören.
Er würde es schaffen.
Schilling war langsam völlig übermüdet. Die letzte Schlacht war nun bereits seit über einer Woche vorüber, trotzdem hatten seine Milizonäre mehr als genug zu tun. Besonders die sprengstoffgespickte Höhle verursachte ihm immer noch Probleme. Sie versuchten zwar möglichst alles zu entfernen, aber kleinere Explosionen waren an der Tagesordnung. Laut letzten Berichten sollten die Entschärfungen heute beendet werden.
Frederic war guter Laune. Neben seinen täglichen Kundschaftermissionen, höchstens mit noch einem Schweber zusammen, konnte er Panzertaktiken mit den restlichen Milizionären einüben. Er bekam langsam ein Gefühl dafür. Teilweise konnte er sogar gelernte Taktiken aus seiner Ausbildungszeit anbringen und so die Kohäsion in der Gruppe verbessern.
Wohl als einziger Söldner war Raphi nicht bessonders gut gelaunt. Sein Jäger war zwar repariert aber es gab immer noch keine Lande- und Startbahn.
Sein Versuch, den Milizpiloten einige Tricks beizubringen hatte er in der Zwischenzeit aufgegeben. Er beschäftigte sich momentan 'nur' damit den Piloten Grundkenntnisse, oder besser gesagt das, was er darunter verstand, beizubringen. Allerdings nicht mit viel mehr Erfolg.
"Es ist zum die Wände hochgehen.", fluchte er im Simulatorüberwachungsraum, wärend er versuchte, den Milizonären die Grundzüge der Zusammenarbeit auf Staffelebene beizubringen. "Schwarm 3, sie sind nicht alleine da draussen. Es gibt noch 4 weitere Maschinen da draussen. Mit denen MÜSSEN sie zusammenarbeiten. Auch hier im Simulator. In einem echten Gefecht müssen sich ihre Kameraden 100% darauf verlassen können, dass sie den ihnen zugewiessenen Auftrag erledigen. Und wenn es heißt sie sollen den Luftraum decken, dann decken sie den Luftraum und lassen die Finger von den Bodentruppen. Auch wenn nichts passiert. Ich hoffe ihr zwei Torfköpfe habt das endlich begriffen!!!"
Taras mühte schon seit Tagen an den Sprungdüsen seines Mechs herum und so langsam schienen sie auch wieder auf voller Belastung zu arbeiten.
Es war schon ein gewaltiger Schock gewesen, als die Truppen kurz vor erstürmen der Höhle von den Sprengladungen gehört hatte. Heute sollten wohl alle Minen geräumt sein, aber noch andere Dinge beschäftigten den Chef der Lords.
Es gab zwar seit dem Angriff keine weiteren Jägerangriffe mehr, aber dafür hatten sie durch die gefangengenommenen Soldaten und Pioniere noch mehr Mäuler zu stopfen und vor allen Dingen mußten sie bewacht werden.
Einige der Pioniere waren übergelaufen, wurden aber teilweise immer noch argwöhnisch beobachtet. Ihnen war es aber zu verdanken, daß die Räumarbeiten schneller und ungefährlicher vorangegangen waren, als erwartet.
"Uuuaaahhh." Der Panzerscout gähnte. Das war neben seinen Patrouillen schon seine 4. Wachschicht. Die Gefangenen benahmen sich ganz gut, besonders die eher unfreiwilligen Pioniere.
Die kämpfenden Männer waren für ihre Verhältnisse ruhig, auch wenn es öfter zu Provokationen kam. Offenbar warteten sie auf ihre Befreiung durch ihre Panzertruppe.
Frederic war langsam ungeduldig. Sie sollten eigentlich schon längst Pläne schmieden, um einen Überraschungsangriff zu starten, und denen kräftig in den Hintern treten.
Hoffentlich war der Chef an der Sache dran.
Nachdem alle Reparaturen an seinem Mech abgeschlossen waren, konnte sich Taras über die nächsten Schritte den Kopf zerbrechen.
Er ordnete hiermit ein Planungstreffen aller Lords, sowie den Kommandanten der Miliz an. Es wurde Zeit daß sie den Gegner mal frontal angingen, zumal die Arbeiten an der neuen Start- und Landebahn gut vorangangen.
Als Rudolf von der Versammlung erfuh, richtete er erstmal ein paar Fingerfoods her und machte sich dann auf den Weg zur Versammlung.
Er war der erste, die anderen waren noch nicht da.
‘Macht nichts’, dachte er sich. Schnell rückte er ein paar Tische zusamen und deckte das Buffet.
Frederic schlief, als eine Ordonnanz ihn weckte.
"Sir, Ihr Chef hat eine Planungssitzung anberaumt. Sie sollen sofort hin."
"Mhh? Was? Jaa. Bin gleich da."
Er zog seine Stiefel an und machte sich langsam auf den Weg.
Rudolf war schon da.
Er gab ihm zur Begrüßung die Hand. Sie hatten sich schon einige Tage nicht mehr gesehen.
Jetzt saßen sie da und warteten auf den Rest.
Richthofen wurde direkt aus einer Sim-Übung geholt, was ihm überhaupt nicht passte. Immer noch murrend und vor sich hin fluchend traff er bei den restlichen Lords ein. "Kann mir jemand mal erklären, wie diese Idioten es eigentlich schaffen, mit ihren Maschinen vom Boden wegzukommen? Wahrscheinlich nicht. Und wo steckt eigentlich der Cap, der wird noch was zu hören bekommen."
Captain Schilling traf als letzter ein. Er wusste selbst nicht, wie es weitergehen soll und hoffte inständig darauf, daß der Söldnerkommandant ein paar gute Ideen hatte. Allerdings musste er sich zuerst noch von dem Piloten einiges anhören. "Ich weiß, daß meine Piloten nicht die besten sind, aber verflucht nochmal, nicht jeder hat mal als Testpilot gearbeitet, allso geben sie Ruhe.", fuhr schilling den Söldner an, nachdem dieser mit seinen Beschwerden fertig war.
Bevor Raphael mal wieder etwas laut werden, oder eine Antwort geben konnte, hatte sich Frederic den jüngeren Mann bei den Schultern geschnappt, und ihn zum Essen bugsiert. "Da Kumpel, iss erstmal was, bevor hier jemand verletzt wird."
Er drehte sich kurz zu Schilling und zuckte wie hilflos mit den Schultern. Aber er grinste dabei.
Miyagi und der Feuerfalken- Pilot trudelten auch bald ein. "Dann können wir ja anfangen, denke ich.", sprach er in die Runde.
"Die einzigen die verletzt werden sind die Milizpiloten weil sie ihre Maschinen in den Boden rammen, oder sich gegenseitig in die Schussbahn fliegen. Und wenn wir Pech haben schaffens diese tauben Nüsse noch in den eigenen Panzern oder Infanteristen zu landen.", murrte Raphi weiter und begann das Essen in sich reinzuschaufeln.
Rudolf schaufelte grinsend Raphie noch eine große Portion auf den Teller, damit er auch lange ruhig ist.
"Schön, daß ihr es alle geschafft habt, pünktlich hier einzutreffen!", eröffnete Taras die Tagung.
"Wir haben den ersten Sieg errungen, doch es darf nicht der letzte sein. Dank den Aufzeichnungen von Rudolph kennen wir jetzt einen recht guten Weg über den wir mittels Bodentruppen den Flughafen stürmen können. Mein Plan sieht vor, daß die Panzer und die Mechs an zwei verschiedenen Punken der Stadt Angriffe starten werden und die Infanterie den Raumhafen stürmt. Die Jäger halten sich derweil bedeckt, bis sie als Unterstützung angefordert werden."
Er blickte in die Runde und rollte dann die Pläne des Geländes aus, auf denen er diverse taktische Bemerkungen gemacht hatte.
"Und was sagt ihr?"
"Definieren sie: Bedeckt halten." meint Raphi, "Soll ich die Jäger einfach nur startbereit halten, oder sollen wir die Luftüberlegenheit erringen um die eventuell noch einsatzfähigen Jäger von euch fernzuhalten? Rudolf krieg ich noch ´n Nachschlag???"
Etwas verwundert, daß Raphi den Chef jetzt siezte, setzte Frederic nach: "Die Abstimmung mit den Jägern könnte sich als schwierig erweisen. Und ich glaube, niemand hat Lust, nach Jägern zu schreien, wenn die Gegner schon über uns kreisen. Also wenn´s nach mir geht, stürmen alle gleichzeitig das Nest. Natürlich würden wir dementsprechend zeitversetzt abmarschieren müssen." Er schaute nach vorn.
"Ich hab ne bessere Idee.", nuschelt Raphi mit vollem Mund. "Ich hab in der Bassis mehr als genug Bomben gefunden. Gebt mir ein paar Tage um den Jungs beizubringen, die Dinger abzuwerfen und wir können im Vorfeld zum Bodenangriff mal für ein bisschen Verwirrung sorgen.
Was meint ihr? Übrigens Rudolf, gutes Essen." Nach seinen Ausführungen begann er wieder das Essen in sich zu schaufeln.
Während alle auf Taras´ Planveränderung warteten, machte sich Frederic auf, um sich auch etwas zu mampfen zu holen.
Schien ja lecker zu sein.
Taras überdachte den Vorschlag seines Piloten lange und gründlich. Erst formte sich die Idee eines Flugfelds-Bombardements in seinem Kopf, aber er verwarf die Idee. Sie wollten erobern, nicht zerstören.
"Nein, es bleibt dabei, ein Angriff von zwei Seiten und die Jäger bleiben als Rückendeckung zurück, bis wir sie rufen. Cpt. Schilling, Sie übernehmen die Ostflanke und damit die Hauptverkehrsstraße, die in die Stadt führt." Er zeichnete einen Pfeil in die Karte.
"Ich rücke mit den Mechs und meinem Piloten, als Rückendeckung von der südwestlichen Kante in die Stadt vor. Raphi, Du bist dabei unser Spähtrupp und fliegst voraus!"
Wieder folgten einige Pfeilzeichnungen in der Karte.
"Desweiteren folgen einige ausgewählte Infanteristen dem Weg durch die Kanalisation zum Raumhafen. Die anderen mischen sich als normale Passanten unter die Menge und stürmen per Laster und Schweber den Hafen, sobald wir ihre Truppen am Hacken haben.
Treffpunkt ist der Raumhafen, sollte eine der Zangen leichteren Wiederstand haben, dann hilft sie so schnell wie möglich der anderen, bzw. schneidet den Angreifern den Rückzug ab!"
Er blickte in die Runde. "Alles klar, irgendwer noch Vorschläge?"
"Wenn ich noch ein, oder 2 schnelle Schweber bekommen könnte, um vorauszufahren, könnten wir vielleicht etwas Verwirrung stiften, oder einige Feindkräfte abziehen. Ginge das?" Fragte der Hoverscout.
"Also von meiner Seite her ist alles klar: Die Jäger haben sich nur um das kümmern, wass sich höher als 30 Meter bewegt." Raphi hält bei seiner Bestätigung Rudlolf erneut den Teller hin und schielt ihn fragend an.
"Komandotruppen. Falls sie das nicht mitbekommen haben wir sind Milizonäre. Wir haben eine kleine Truppe, die theoretisch für solche Unternehmen geeignet ist, das sind gerade mal noch 18 Mann. Ansonsten ist alles klar. Wann wollen sie das Unternehmen starten?" Schilling war von dem Plan nicht besonders begeistert. "Einziger Kritikpunk ist in meinen Augen, dass meine Truppe dreigeteilt wird, und ich weiß nicht, ob das wirklich gutgehen kann. Es heist ja schliesslich, ‘Keine Strategie überlebt den Feindkontakt’."
"Ja, wir treten diesen Säcken ordentlich in den Arsch!" schrie Frederic. Er war dabei aufgesprungen.
Als er bemerkte, wie alle ihn anstarrten, wurde er ganz leise,
und setzte sich schnell.
"´Tschuldigung."
Es dauerte noch ziemlich lange bis alle Details geklärt waren, aber am Schluss war alles klar und man begann mit den Vorbereitungen für den Angriff.
Rudolf sollte mit etwa einem Zug durch die Kanalisation in den Raumhafen eindringen und das Zentralgebäude einnehmen und halten, bis die Miliz kam und sie verstärkte. Die restlichen Milizonäre würden über die Hauptverkehrsroute in Richtung Raumhafen vorstoßen während Taras und Drace mit einigen Panzern aus der Gegenrichtung anmaschierten. Raphis Aufgabe bestand darin, zusammen mit den verbliebenen fünf Milizmaschinen die Luftüberlegenheit zu sichern und für allfällige Luftunterstützung zu sorgen.
In drei Tagen sollte es soweit sein.
Raphi zog trotz des Verbots des Chefs mit den Piloten ein Bombengrundtraining durch. Allerdings wieder nicht besonders erfolgreich. Nur einer der Piloten zeigt das nötige Feingefühl um mit diesen Dingern umzugehen. Seine Stuka und die Luzifer seines Flügelmannes sollten für den Einsatz mit je 6 Bomben beladen werden. Er hoffte nur, daß der Chef das nicht mitkriegen würde. ‘Wenn ich die Chance kriege, werd´ ich die noch vohandenen Jäger bereits am Boden zerstören.’
Dann machte Frederic einen letzten Vorschlag: "Wie wäre es, wenn ich mit ein paar schnellen Panzern einen Schnellangriff durchführen würde? Nichts großes, nur ein wenig Aufregung für die da?"
Der Vorschlag wurde angenommen.
+++++ Com-Star Holo Botschaft ++++++
++++ Priorität: Delta +++++
++++ Absender: Helena Jane Berger ++++
++++ Ziel: Lords Of Thunder - Quartiermeister ++++
+ Inhalt:
Hallo Leute!
Ich hab nen Axeman, nichts zu tun und mächtig Lust, mich irgendwo zu nützlich zu machen.
Nachdem ich meine Mindest-Verpflichtungsdauer bei den Reavers (10 Lyranische Garde RKG) abgeschlossen habe und ehrenhaft entlassen wurde, möchte ich mich jetzt um einen Posten in ihrer Einheit bewerben.
Feuerbereite Grüsse
Helena
+ Ende der Nachricht
+++ Datenanhänge: Mech-Roster: KGB-1N Kriegsbeil
++++++ Ende der Übertragung +++++
AN: Lords Of Thunder Quartiermeister
VON: HPG-Station B5.3 Outreach
BETREFF: Stellengesuch
TEXT:
Sehr geehrte Offiziere und Befehlshaber der Lords Of Thunder!
Hiermit ersuche ich, Sergeant Will Trapper, ehemals 25. Infanteriedivision Outreach, Wolfs Dragoner, 29 Jahre alt, sie um eine Anstellung bei der Infanterie. Ich habe 13 Jahre Gefechtserfahrung und war an sieben Kampfeinsätzen beteiligt. Des weiteren bin ich ausgebildeter Drill Sergeant und habe die Dragoner verlassen, da ich nicht in den Garnisonsdienst wollte. Ich hoffe, sie haben Verwendung für mich, ich könnte mit dem nächsten Flug zu ihnen stoßen. Leider kann ich keine weiteren Infanteristen mitbringen.
Erwartungsvoll
Will Trapper
AN: Lords Of Thunder Quartiermeister
VON: HPG-Station B5.3 Outreach
BETREFF: Stellengesuch
TEXT:
Sehr geehrte Offiziere und Befehlshaber der Lords Of Thunder!
Hiermit ersuche ich, Leftenant Drustran Cartwright, ehemals Davion Assault Guards RCT, VerCom, 24 Jahre alt, sie um eine Anstellung bei Ihren Mechtruppen. Ich habe die Albion Militärakademie als drittbester meines Jahrganges abgeschlossen und wurde auf persönlichen Wunsch zu den Assault Guards versetzt, wo ich 4 Jahre als Lanzenführer gedient habe. Habe 4 Kampfeinsätze auf Tigress absolviert. Bin aus persönlichen Gründen vor kurzem aus dem Dienst der AFFC ausgetreten und suche nun eine Anstellung, bei der ich nach meinem Können und nicht nach meiner Herkunft beurteilt werde.
Ich habe einen eigenen Mech, einen GUN-1ERD Gunslinger in einwandfreien Zustand!
ich hoffe auf eine positive Antwort Ihrerseits
Hochachtungsvoll
Drustran Cartwright, Lft.
AN: Lords Of Thunder Quartiermeister
VON: HPG-Station B5.3 Outreach
BETREFF: Stellengesuch
TEXT:
Sehr geehrrte Offiziere und Befehlshaber der Lords Of Thunder!
Hiermit möchte ich, Leftenant Iroquois Pliskin, um Aufnahme in ihre Söldnereinheit ersuchen.
Ich bin 27 Jahre alt und diente vormals bei den Davion Heavy Guards als Lanzenführer. Ich nahm an 5 Operationen, darunter Operation Bulldog, teil.
Nachdem ich nun aus persönlichen Gründen die Einheit verlassen habe ersuche ich nun um eine Anstellung bei ihnen.
Mein Mech ist ein neuer WHM-9D Warhammer.
Ein Teil meiner Ausbildung umfasste auch Kommandoeinsätze außerhalb des Mechs, ein vollständiges Dossier werden sie bei Interesse erhalten.
In Erwartung einer schnellen Antwort,
Hochachtungsvoll: Leftenant Iroquois Pliskin.
Richthofen kam ins Büro des Chefs geschossen. "Chef, ich hab hier gerade Nachrichten von Interessenten erhalten. Ein Infanterist und drei Mechkrieger." Mit diesen Worten reichte er Taras einen kleinen Speicherchip.
"Hmm, brummte der Chef vor sich hin, als er die Bewerbungen durchsah. Wir müßten sie vor Ort prüfen ... dann müßte aber einer von uns dort hin. Gibt es Freiwillige?" fragte er in die Runde.
Frederic schaute sich um. "Wenn es keiner machen will, bin ich derjenige, welcher." Er lächelte zurückhaltend, "Wenn ich noch eine HPG Botschaft an meine Familie schicken könnte, könnte ich mich mit ihnen in dem Raumsektor treffen."
Vielsagend schaute er Taras an.
"Man stelle sich vor: ein Kriegsbeil und 10. Lyra!
Dann noch einen Drill Sergeant. Der könnte die Miliz hier auf Vordermann bringen. Eventuelle Neubewerber kann ich da auch noch checken."
Er blies die Backen auf, als er die Möglichkeiten durchging.
"Und mein Weggang wäre kein größerer Verlust.
Die Miliz kann das genauso gut."
"Na ja, wenn alles nach Plan läuft, sind wir hier fertig bevor du überhaupt am Sprungpunkt bist." Sagte Raphael. „Und vor allem musst du zuerst mal auf ein Landungschiff kommen. Ich weiß nicht, wie ihr das seht, aber ich denke, dass wir zuerst den Raumhafen nehmen müssen oder ich gehe. Aber erst nach der Schlacht."
Die drei Schweber waren jetzt, nach den letzten Stunden Wartezeit endlich auf dem Weg zum Haupthafen.
Einige Kilometer hinter ihnen rannten die Mechs der Lords und der Rest der Miliz. 'Hoffentlich machen die schnellen keinen Gegenschlag', dachte Frederic, als er mit 3/4 Schub über die Ebenen preschte. Fuchs 2 und 3 waren bei ihm.
Es war wichtig, daß sie die schnellen Schweber und Mechs ausschalteten, bevor sie flüchten konnten.
Dann war der Rest nur eine Zeitfrage. So hoffte Frederic jedenfalls.
"Achtung, zeichne 2 Kontakte in Richtung 10." rief Turner in seinem alten Beagle.
"Macht Euch bereit für Feindkontakt. Ihr habt einiges drauf und genug Power, um sie zu knacken." antwortete Frederic. Es schien sich nur um Scouts zu handeln, die waren machbar.
"Viggo, schneller Vorbeimarsch und Feuer auf den Hover Scout,
Turner, lenk´ den Harasser ab." Frederics Stimme war gepreßt, als seine Hände sich um die Kontrollen schlossen.
"Wolfsrudel, wir haben Kontakt mit vorgelagerten Scouts, greifen an."
Der Hover Scout wurde von Viggos Zephyr aus vollem Lauf unter Beschuß genommen.
Die Salve KSR ging daneben, ebenso wie zwei mittlere Laser. Der letzte traf aber, und schmolz sich durch die dünne Panzerung.
Der kleinere Schweber wollte flüchten, aber es war zu spät, er sank qualmend zu Boden und überschlug sich mehrfach, während er auseinander brach. Frederic war langsamer geworden, während der Beagle vorsichtig gegen den flüchtenden Harasser vorging.
„Fuchs eins, allein macht der mich alle. Brauche Unterstützung."
„Keine Angst Fuchs 2, Fuchs drei ist gleich da. Angriff!"
Der Beagle beschleunigte in die Reichweite des Harasser. Er würde ihn in gewisser Zeit erreichen.
Die erste Salve des Harasser löste sich, aber flog vorbei.
Jetzt war Frederics Zeit gekommen. Er beschleunigte auf Vollschub.
In wenigen Augenblicken war er in Waffenreichweite. Sein Fadenkreuz war rot.
„Feuer," flüsterte er, als er den Auslöser preßte. Er traf die Schürze an der Seite.
Der Turm drehte sich zu ihm, als Fuchs 2 Seinen Laser in die rückwärtige Panzerung setzte.
Keiner der Schüsse konnte durch die Panzerung dringen.
Rote Warnlampen brannten im Savannah- Master, als Zielerfassung gemeldet wurde.
„Verflucht!"
Frederic ging auf Gegenschub.
Da trafen 2 Laser und 3 KSR in den geschwächten Seitenpanzer des Harasser und brachten den Panzer zur Explosion.
Frederic zuckte unwillkürlich, als der Blitz sein Visier erreichte. Der Schweber bockte zweimal.
„Grgh."
Zwei KSRs hatten seine Frontpanzerung um 40 Prozent verringert.
„Fuchs eins, alles in Ordnung?" „Mir geht es gut. Weiter zum Raumhafen. Danke Fuchs drei."
Er wischte sich die Stirn. Er schwitzte. Immerhin, sie hatten 2 Panzer zerstört, ohne eigene Verluste.
„Fuchs an Wolfrudel: wir stoßen am Raumhafen vorbei und erstatten dann Bericht.
2 leichte Panzer ausgeschaltet." Er atmete etwas schwerer, dann wischte er sich noch einmal die Stirn.
Die Höhle war erfüllt mit Leuten, die sich um die 6 Jäger kümmerten und sie auf den Einsatz vorbereiteten. Letzte Kontrollen wurden duchgeführt und Schutzklappen entfernt. Richthofen stand vor seinem Jäger und erläuterte den Milizpiloten ein letztes Mal den Einsatz. "Also ich hoffe, jetzt ist endlich alles klar. Wir haben nämlich kaum noch Zeit. Ab in die Maschinen und lasst sie rausschleppen. Wir sehen uns spätestens oben wieder." Mit diesen Worten schwangen sich die Piloten in die Maschinen und kleine leistungstarke Schleppfahrzeuge wurden vor die Flieger gespannt. Jäger für Jäger wurde rausgeschafft.
Die Triebwerke erwachten eines nach dem anderen und der Lärm wurde unerträglich. Langsam setzten sich die Maschinen Schwarmweise in Bewegung. Als letzter hob Raphi ab.
"Fleischvogel an Vogelschwarm. Formieren und Kurs Richtung Raumhafen. Hoffen wir dass alles funktioniert und wir nicht zu spät kommen."
Sie hatten jetzt die niedrigbebauten Außenbezirke des Raumhafens erreicht. Offenbar waren die Feinde etwas überrascht. Bis jetzt hatten sie keinen Feinkontakt. Frederic hoffte, daß es auch so blieb, aber so viel Glück würden sie wohl nicht haben. „Fuchs 2, melde mehrere Blips, vom Raumhafen, bodenständig." „Roger, wir ziehen nach draußen. Sollen sich die Wölfchen drum kümmern."
Sie zogen sich in südwestlicher Richtung zurück, während Frederic einen Bericht von 12 verzeichneten Feindkontakten an Taras meldete.
Ihn irritierte etwas, daß seine linke Hand am Schubhebel klebte. Er sah kurz hin, sie war rot.
Schien von der Stirn zu stammen. Er befühlte seine Stirn noch einmal. Da waren einige feste Teilchen, die da nicht hingehörten. ‘Splitter.’ Er nahm sich ein Tuch und trocknete seine Stirn, während er versuchte, nicht über die Bedeutung nachzudenken..
„Füchse, wir wollen hoffen, daß sie uns keine Flieger hinterherschicken. In 2 Minuten schwenken wir nach Südwesten, dann sehen wir weiter.
„Orte mindestens 4 aufsteigende schnelle Objekte Richtung Süd.", rief Fuchs eins. „Verstanden. Alpha- Wolf, wird Zeit, die Geier ranzuholen!" „Mindestens 4 Jäger kommen Euch besuchen. Fuchs Ende."
Nach Frederics Plan würden sie wieder nach Süden stoßen, sobald Wolfsrudel und der Rest die Feinde binden würde. Ordentlich in den Rücken!
"Verstanden Fuchs eins. Habe Feindflieger auf dem Radar. Die Jungs gehören uns. Zwei von diesen Ekelhaften Drosseln ein Luzifer und VERFLUCHT.... ein Killer !!!! Falcon 2 und 3 schnappt euch die leichten Biester. Passt auf dass ihr den schweren Jungs nicht zu nahe kommen. Die fetzen euch mit einer Salve!!! Gute Jagd." Binnen kurzer Zeit herschte über den Köpfen der Bodentruppen ein Gewitter aus Stahl und Licht.
Richthofen und Frischknecht schossen mit dem Stuka und Luzifer auf die Gegner zu. "Ruhig bleiben, Junge.", murmelt Raphi über Funk.
"Bleib bloß weg von dem Killer! Zuerst den Luzi." Ruft Raphi seinem Schwarm-Kollegen zu. Raketen schossen aus dem Stuka und den Luzifern. Allerdings hatte der Gegner nicht damit gerechnet, dass Raphi Inferno-LSR dabei hatte. Die Raketen öffneten sich zwar zu spät, aber dennoch bekam der L-/-R Jäger sein Fett ab. In einer Panikaktion löste der Pilot den Schleudersitzt aus.
Taras war sichtlich nervös, immerhin würde es ziemlich hart zur Sache gehen.
"Wolf eins an Rudel ... wir rücken vor ... Plänkerformation!"
Taras spornte seinen Mech an und zusammen mit dem anderen Mech der Lords bahnte er sich seinen Weg durch die Hausreihen. Er war darauf bedacht, so wenig wie möglich zivile Ziele zu beschädigen, doch er war sich der traurigen Wahrheit bewußt, daß es sie geben würde.
"Wolf1 an Wolf2 gib laut, wenn Du was siehst!"
"Wuff!" war die Antwort.
Über Funk hatte er die Gefechtsberichte der anderen Lords verfolgt, allerdings war es an seiner Flanke erstaunlich ruhig, bis seine Sensoren eine metallische Ortung anzeigten, die entweder ein im Bau begriffenes Haus war oder aber ein Mech.
"Whouuuuu!" kam auch die Bestätigung von Wolf2.
"Du deckst meine linke Flanke - langsames Vortasten!"
"Roger!"
Dann sprangen die Angreifer aus der Deckung. Ein rostbrauner Panther flog auf hellen Strahlen durch die Luft und landete kurz vor Wolf2. Der Feuerfalke konnte sich grade mit einem Sprung vor den anfliegenden KSRs des Gegners retten und erwiderte das Feuer mit seinen M-Lasern.
Der zweite Mech war ein Dunkelfalke, dessen Oberkörper über ein Haus hinaus ragte und so der Autokanone auf seinem Rücken freies Feld bot. Diese blitzte sogleich auf und eine Spur von Granten zog sich über die Brustpartie des Kreuzritters.
Taras rang mit den Kontrollen und eröffnete mit dem Schweren Impuls-Laser das Feuer auf seinen Gegner. Er traf - jedoch nur den Arm, was den nächsten Schuß seines Gegners ablenkte und die Granaten in ein Wohnhaus einschlagen ließ.
Einer der M-Laser des Feuerfalken traf sogar das Ziel und wie durch ein Wunder schlug er direkt in den Kopf des Panthers ein. Dieser wankte und krachte mit lautem Getöse in ein hinter ihm stehendes Haus. Beinahe war es ihm so, als könnte Drace die Schreie von Menschen hören.
Er sprintete mit seinen Mech zu seinem gestürzten Gegner und richtete seinen Pistolenförmigen S-Laser auf dessen Cockpit.
Dann schlug ein Schwarm Raketen in seine Flanke und warf ihn in seinen Gurten umher.
Der Dunkelfalke hatte seine Drehung genutzt und einen Glückstreffer auf Wolf2 abgegeben. Diese Schwäche nutzte Taras aus und verfiel in einen Spurt, um hart auf seinen Gegner zu prallen. Seine gepanzerte Faust grub sich tief in den Torso des Dunkelfalken und hinterließ eine tiefe Delle.
In seinen Pilotensessel hin und her geschleudert, hatte er damit zu kämpfen, den Mech aufrecht zu halten.
Als Drace seinen Mech abfing sah er noch im Augenwinkel wie Wolf1 seinen Kampf gegen die Schwerkraft verlor und auf den gegnerischen Dunkelfalke fiel. Seine Aufmerksamkeit wurde aber sogleich wieder von seinem eigenen Gegner in Anspruch genommen, der sich grade versuchte hochzustemmen. Mit einen schnellen Tritt auf die Pedale der Sprungdüsen rettete er sich vor einen Schwarm Raketen und setzte anschließend einen schlecht platzierten Laserschuß nach, der einem Teil der Ruine ein wachshaftes Aussehenen verlieh, als die Steine unter der Hitze wie Kerzen schmolzen.
Nun stand sein Gegner und war bereit zum Angriff als plötzlich eine Breitseite Laserfeuer über ihm zusammenschlug.
Bulba hatte sich wieder aufgerappelt und zu seiner Bestürzung hatte sein Sturz ein Ende auf dem Kopf des Gegners geendet. Der Lauf der Autokannone war verdreht und der Torso wies tiefe Dellen auf. Möglicherweise konnte man ihn als Bergegut requrieren.
Dann hatte er gesehen, daß Wolf2 von seinem Gegner in Bedrängnis gebracht wurde und grade als der den Lauf seiner PPK ausrichten wollte, drückte er seinen Auslöser druch. Die Impulslaser bahnten sich ihren Weg und trafen alle.
Der Panther geriet erneut ins Straucheln und als Wolf2 noch mit seinen Lasern nachsetzte, vergrößerte sich die Bresche im Torso des Gegner noch mehr.
Scheinbar hatte der Pilot Angst um sein Leben, denn kurz bevor noch weiteres Feuer ihn einhüllte, schoß sein Schleudersitz aus dem Cockpit.
"Wolf 1 an Schakal 1, Code Bravo, setzten unseren Weg fort!" Damit hatte Taras Schilling den vereinbarten Code gegeben, daß sie feindlichen Einheiten begegnet waren, aber alles in Ordnung war.
Frederic hörte, daß es schon zur Sache ging. Hoffentlich blieben sie heil!
"Füchse herhören, in zwanzig Sekunden drehen wir wieder nach Süden. Fuchs zwei weiter Ausschau halten, Fuchs drei, dranbleiben! Wollen doch mal sehen, ob wir etwas gegen ihre Infrastruktur unternehmen können."
Zwei "Roger"s bestätigten.
Er und der Beagle beschleunigten etwas.
Bald würden sie im Süden des Raumhafens sein, und hoffentlich für etwas Ablenkung sorgen.
Ein Hovertaxi kam vor dem Eingang der provisorischen Kaserne zu stehen und ein Mann um die dreißig verließ das Gefährt. Der Mann, wettergegerbte und gebräunte Haut, schwarze, kurzgeschnittene Haare und ein glatt rasiertes Gesicht, hob scheinbar mühelos einen Seesack aus dem Staufach und bezahlte den Fahrer. Dann schulterte er den Seesack und trat vor das Tor.
Die müde Milizwache konnte auf der Uniform, flecktarn, zwei Tapferkeitsmedaillien der Wolfs Dragoner ausmachen, soweit ein Abzeichen der Operation Schlange. Nach einem kurzen Blick auf die Papiere ließ man den Mann passieren.
Der Soldat marschierte auf das kleine Hauptgebäude zu und fand nach kurzem Suchen das Büro des Kommandeurs, an dessen Tür er klopfte...
Sie verließen wieder die flachen Wiesen nordöstlich des Raumhafens, und stießen in das hochbebaute nördliche Raumhafengelände vor. Jetzt fuhren sie noch knapp 60 km/h.
„Fuchs 2, irgend etwas auf dem Schirm?" – „Negativ eins. Schätzungsweise noch 3,5 kilo bis Frontlinie."
Frederic nickte. Dieser Raumhafen war nicht sehr groß. Fürs erste sollten sie hier warten.
Er verspürte ein dringendes Bedürfnis. „Füchse, ich will mich mal umsehen, ihr patrouilliert vorsichtig um die nächsten Blocks. Setze Nav- Punkt. Gebt mir ein paar Minuten." „Klar." „Paß auf." Waren die Anworten.
Er fuhr langsam rückwärts und setzte den ‘Sir’ in eine Sackgasse.
Zuletzt sah er auf den Radarschirm. Nichts. Schnell sein Autogewehr geschnappt, das Funkgerät dazu, und Luke auf. Er kletterte herunter.
‘Hoffentlich läuft hier keiner frei herum.’ Dort war eine Laderampe. Das Schloß war ziemlich verrostet. Und offen. Überall war Staub. Keine Fußspuren. Das war gut.
Er lief zum riesigen Aufzug. Aber ob das so klug war?
Daneben lag direkt die Treppe. ‘Ach, was soll´s.’ Surrend fuhr das Stahlmonster nach unten. Die Türen gingen auf, nichts verdächtiges. Er stieg ein und fuhr nach oben. 3 mal Statikrauschen beantwortete diese Aktion. Ein leichter Anflug von Panik stieg in ihm auf. „Fuchs eins hier, nehme den Aufzug. Keine Panik." Ein schwaches „Bleib´ vorsichtig, Mann. Sonst keine Kontakte." beantwortete seinen Spruch.
Endlich war er oben angekommen. Der Aufzug knarzte ein wenig, als die massiven Türen zur Seite fuhren. Schnell sprang er heraus, das Gewehr im Anschlag. Nichts. Einige Kisten, ansonsten nur Staub. Sie waren aufgebrochen worden und vor einigen lag wohl ihr Inhalt. Sah aus wie Heizkissen und Wärmedecken.
Unwillkürlich mußte Frederic grinsen. Ob die armen Urlauber jetzt frieren mußten? Er schüttelte den Kopf und orientierte sich zum Ausgang, der aufs Dach führte. Im Laufen registrierte er, daß er sein Gewehr wohl erst hätte entsichern sollen. Er tat es nachträglich.
Langsam und geduckt ging er jetzt aufs Dach. Sah sich nach allen Seiten um, und ging hinter einer Steinmauer in Deckung. Er hörte und sah Explosionen aus dem Westen. Aber zuerst mußte er die umliegenden Dächer checken. Dank seines Zielfernrohrs kein Problem. Niemand da. Jetzt drehte er nach Süden. Da ging es offenbar heftig zur Sache. Und erst oben am Himmel. Soweit er das mitbekam, waren die Jäger von Raphi in der Überzahl, aber ein recht schwerfälliger Feindjäger hielt sie in Schach. ‘Viel Glück da oben.’
Da! Auf den Dächern Südwestlich waren kleine Punkte zu entdecken. „Füchse, informiert Wolf und Schakal, daß Infanterie auf Dächern der Marschroute von Schakal!" „Roger."
Es war ihm unmöglich, sie zu treffen. Reines Glücksspiel. Das war´s von hier aus. Mehr konnte er nicht sehen.
Er ging jetzt wieder vom Dach. Diesmal nahm er die Treppe. Als er unten ankam, war er etwas außer Atem. Kein Wunder bei den vielen Treppen. Kurz mußte er noch einmal seinem menschlichen Bedürfnis nachgehen, dann stieg er wieder ein. „Füchse, wir können wieder." Sie fuhren wieder los. Hoffentlich war der Kommandotrupp bald da.
Rudolf schlich sich mit seinem Zug zügig durch die Kanalisation.
Sie trugen alle schwarze Uniformen und Nachtsichtbrillen. Schallgedämpfte Gewehre und Magnetminen. Sie sahen aus wie Profis. Doch Rudolf wußte es besser. Sie waren die besten Milizsoldaten, aber keine Kommandos, einige hatten sogar ein Kommandotraining, doch was nutzt einem das Training, wenn man es nicht tagtäglich macht.
Langsam öffneten sie den Kanaldeckel.
Rudolf sicherte, bis alle 7 Männer aus dem Kanal krochen. Nichts. Absolut gar nichts war los.
Sie schlichen sich zum Hauptgebäude. Auch hier war nichts los, der Eingangsbereich war leer.
Die 8 Männer verteilten sich in der Eingangshalle.
Rudolf schlich sich langsam auf der rechten Seite zum Hauptgang vor. Langsam schob er einen kleinen Spiegel um die Ecke.
Dachte er es sich doch. Ein Zeichen von einem seiner Soldaten, der auf der linken Seite war, verriet ihm, daß dort die gleiche Situation war.
MG Posten. Man erwartete sie also.
Auf jeder Seite schlichen drei Mann an die Ecke.
Es passierte alles in Sekunden. Je zwei Mann warfen Granaten um die Ecke. Dann sprang einer in den Gang. Auf der rechten Seite war es Rudolf der in den Gang sprang. Die MG Bedienungen waren von den Blendgranaten noch überrascht und bemühten sich, etwas zu erkennen. Doch zu langsam. Zweimal hörte man leise die Salven aus der MPi kommen. Man vernahm nur das Klicken des Schlagbolzens auf die Patrone.
Beide Soldaten waren tot, noch bevor sie sahen was passierte. Ebenso auf der linken Seite.
Kein Schuß war zu hören, kein Krach, kein Laut.
Schnell waren die ersten Zimmer gesichert und die MGs mit Besatzungen in den leeren Räumen versteckt.
Das Team teilte sich auf, je vier Mann in ein neues Team.
Schnell war die Untere Ebene gesichert. Es wurden keine Gefangenen gemacht, sie hätten den Einsatz nur verzögert und gefährdet.
Die beiden Teams kämpften sich hoch zur Zentrale.
Die Haupttür wurde gesichert und die Sprengsätze befestigt. Die Sprengsätze waren so ausgerichtet, daß die schwache Tür sofort zersplitterte und die Hauptrichtung der Sprengkraft in den Raum geht.
Mit einem lauten Krachen machte die Türe auch genau dies. Schwarze Gestalten sprangen in den Raum. Techniker drehten sich um, brachen blutig zusammen. Wachsoldaten schossen zurück oder wurden von den Holzsplittern der Türe durchsiebt.
5 Minuten nachdem die Soldaten das Gebäude betraten, war es in ihrer Hand. 26 Gegner wurden getötet und 2 Mann verlor Rudolf. Ein echter Erfolg mit ungeübten Männern.
"Schattenschakal an alle. Zentrale Gefallen! Zentrale in unserer Hand."
Will Trapper in der Basis hörte ein Laufgeräusch, das auf ihn zukam.
"Sir!" schrie eine recht junge Stimme. Es war ein 22jähriger, am Arm verletzter Milizionär.
"Sir, die gesamte Miliz ist im Kampf.. ähm, was wollen sie hier?"
Er blickte ihn etwas verunsichert an und hoffte, daß das kein feindlicher Krieger war.
Wills Hand fuhr zu dem Halfter an seiner Hüfte und er verfluchte sich, dass er sein Sturmgewehr im Seesack hatte. Dann erkannte er eine Milizunifrom und hielt die Hände mit den Handflächen nach außen, so dass der Soldat seine nicht getragenen Waffen sehen konnte.
"Ich suche Arbeit...hey, du bist verletzt." Der Sergeant warf einen Blick auf die Wunde. "Nicht schlimm. Du sagst, die Miliz kämpft? Gut, wo? Und wo sind die Waffen? Oh...wahrscheinlich darfst du mir die gar nicht aushändigen, oder?"
Murmelnd zog der Sergeant seinen Seesack zu sich und öffnete ihn. Die Waffe, die er suchte, lag direkt oben auf. Mit ein paar geschickten Griffen hatte er sie zusammengebaut und geladen.
Dann drehte sich Trapper zu dem Soldaten um. "Und wo ist jetzt der Krieg? Hey, ich schieße nicht auf dich.....und jetzt zeig mir, wo die Lords of Thunder sind...." Er stoppte kurz, nickte dann. "Und gib mir alles an Infos, was du mir über den Kampfschauplatz geben kannst."
Aus der Ferne hörte man so gut wie nichts an Kampfgeräuschen.
*
Der Killerpilot war wirklich nicht von schlechten Eltern. Bereits zum dritten mal hatte er Raphi und seinen Flügelmann abgeschüttelt. Wo zum Teufel war er??? Die Antwort bekamm er schneller als ihm lieb war.
Ein Schrei gellte über den Funkkanal der Jäger gefolgt von der panischen Stimme Falcon 6: "Chef der Killer hat soeben Fredi gegrillt und jetzt ist er an meinem Arsch. Holen sie mich hier raus!!!" Binnen Sekundenbruchteilen hatte Raphi die Position von Falcon 6 geordnet und schoss hinüber um dem 25t-Jäger der Miliz zu Hilfe zu kommen. Raketen schlugen in den schweren Jäger ein, ohne große Wirkung zu zeigen.
*
„Ähm Sir, sie wissen hoffentlich, daß dort Panzer und Mechs und Flieger eingesetzt werden? Was wollen sie dort ausrichten? Vielleicht wäre es besser, wenn sie dem letzten Söldner, der hier ist einen Besuch abstatten. Ansonsten kann ich ihnen nicht helfen. Es gibt Verletzte, die schlimmer aussehen als ich."
Er dachte kurz nach. "Haben sie irgendeinen Ausweis?
Dann kann ich dem Korporal melden, daß sie da sind und in der Küche."
Der Mann zeigte ihm einen echt aussehenden Ausweis, und er verschwand genauso hektisch, wie er gekommen war.
"Mechs? Panzer? Jäger? Alles geht irgendwie kaputt." Aber der junge Milizionär bekam das nicht mehr mit, sondern rannte schon in Richtung Chef. Will zuckte mit den Schultern, hängte sich die Waffe vor die Brust und folgte ihm rasch. Natürlich hatte er seinen Seesack nicht vergessen und trug diesen wieder lässig über der Schulter. Der junge Soldat vor ihm hastete durch eine Anzahl Gänge und kam schließlich vor der Küche zu stehen, die er dann betrat.
Will folgte ihm und sah sich um. "Wer ist hier der Chef?", fragte er laut...
Der Soldat war wieder verschwunden.
Die Küche war etwas verraucht, aber das störte ja nicht.
Eine alte Stimme knarzte aus den Tiefen der Küche: "Wer stört mich?" Dann kam ein 82- jähriger
asiatisch aussehender Mann aus den Wolken hervor.
"Was willst Du, Junge? Ich bemühe mich, hier etwas neues zu kreieren, um die schöne Sanitätsgefreite zu begrüßen und rumzukriegen. Also, warum störst Du mich hier?"
"Ich will hier anfangen.", entgegnete der Soldat mit einer Handbewegung, die die ganze Basis zu umfangen schien. "Bin ich bei ihnen richtig?" Er schob den Lauf der MP nach unten, so dass er nicht mehr auf den Alten deutete. Etwas irritiert sah er sich um. Die Personalaufnahmestelle hätte er nicht in die Küche verlegt.
"Hier anfangen?" Der Alte schien überrascht.
"Naja, Du könntest anfangen, Dir die Hände zu waschen und etwas Quillar zum kochen zu bringen."
Damit wandte er sich wieder ab. "Ach, vielleicht solltest Du die ganzen Waffen ablegen, die Du trägst. Die stören Dich nur dabei."
Rudolf betrat seine Küche. Er sah Miyagi wie er gerade mit einem Neuen redete.
Rudolf zog sich die schwarze Gesichtsmaske vom Kopf. Über seiner Schulter hing ein schallgedämpftes Long Rifle Carabiner mit Nachtsichtzielviser.
"Na Sushi wie gehts? Ärgerst dich jetzt mit dem Neuen in unserer Küche ab?"
Rudolf sah den neuen streng an und musterte ihn von oben bis unten.
"Soll das der neue Küchenjunge sein?"
"Jaja. Er möchte hier anfangen, also soll er kochen helfen." er sah zu Rudolf, der offenbar wieder Blut vergossen hatte. Er grinste ihn an. "Ich will die Gefreite mit einem neuen Essen beeindrucken."
Kurz sah er den "jungen Spund" an. "Wird´s bald?" rief er streng. War noch nicht mal trocken hinter den Ohren und wollte schon Soldat spielen.
Kichernd und kopfschüttelnd schlurfte er wieder an seine Arbeit.
Auch für die Jungs würde ein leckeres, genießbares Mahl entstehen.
Schade, daß sie keine heißen Weiber in der Einheit hatten. Hoffentlich erlebte er das noch.
"Wo bin ich hier gelandet?", fragte sich Will laut, drehte sich dann zu dem Soldaten um, der die Küche betreten hatte. "Können SIE mir vielleicht sagen, wo ich den Chef der Lords Of Thunder finde? Ich bin gerade angekommen und wollte mich bewerben. Wenn sie nichts dagegen haben, Soldaten anzustellen, versteht sich." Der Infanterist grinste. "Sergeant Will Trapper, ehemals 25. Infanterie-Division Wolfs Dragoner.", stellte er sich vor.
"Infanterie!" sagte Rudolf erstaunt.
Na dann kommen sie mal mit.
Rudolf führte Trapper tiefer in die Küche.
"Als erstes machen wir das Mittagessen. Setzen sie schon mal den Reis auf. Miyagi und ich kümmern uns um den Rest. Der Chef ist im Kampf und wenn sie mit einem Gewehr umgehen können, dann kommen sie am besten doch gleich mit. Wenn sie schon mal für uns kämpfen, kann der Chef sie schlecht wieder weg schicken oder? Haben sie einen Schalldämpfer für ihr Baby? Nicht? Macht nichts.
COPERAL FLIZEMAN! BRING MAL NEN AMR 20 und 5 Magazine Explosiv Ammo und ein Schleichanzug!
So wie gesagt, erst das Essen, die Jungs da draußen haben Hunger."
"Ich muss sie enttäuschen. Ich bin weder Koch, noch Kommandosoldat. Ich habe nur einmal mit Schalldämpfer geschossen, das war in der Ausbildung. Und schleichen ist sowieso kaum nützlich, wenn man im Schützengraben liegt." Er schüttelte den Kopf. "Also gut, geben sie mir, was ich zum Kämpfen brauche. Essen kochen kann ich später lernen." Der Sergeant entsicherte seine Waffe und fuhr mit den Fingern über ihren Lauf. "Ich nehm´ meine Waffe mit, wenn das in Ordnung geht. Da bin ich mir sicher, wie sie funktioniert und dass sie funktioniert."
"Kochen. Das geht schon. Und Kommando . . .
Na sie sehen mir nicht grün aus, alle mal besser als die Kids von der Miliz.
Nehmen sie das Zeug da und Miyagi soll hier mal weiter machen. Ich zeige ihnen mal den Raumhafen."
Will nickte, griff nach der Ausrüstung und legte sie schnell und effizient an. "Gut, gehen wir. Wissen sie, ein junger Soldat der Miliz hat mich mit Sir angeredet, bevor er wusste, wer ich war. Hat ziemlich blöd geguckt. Denen sollte jemand mal die Grundregeln des Infanteriekrieges beibringen. Mies trainiert, allesamt."
Irgendwie hatte er das Gefühl, nicht beim ersten Gespräch auf den Ausbildungsstand der Soldaten zu pochen, aber besser es wurde jetzt gesagt, als zu spät.
"Naja, Miliz halt, sind halt meist keine Berufsoldaten."
Rudolf nahm sein Gewehr und macht sich auf den Weg zu Kanalisation.
"Am Raumhafen werden sie die anderen sehen. Die Mechs müßten gerade im Gefecht sein."
"Jaja, laßt mich nur machen... Ruft mich, wenn ihr Hilfe braucht." Er ließ sie ziehen und dachte lieber an was schönes. Wie die Gefreite. Sie sollte ihm lieber beim Essen machen helfen. Später könnten sie ja noch eine Spritztour machen.
Aber er schüttelte den Kopf. Das Gemüse sollte nur garen, nicht zerfallen.
"Mechs sind nur große Ziele.", murmelte Will, als er in den Untergrund hinabstieg. "Inwieweit kontrolliert ihr das Gebiet und mit welchem Gelände muss ich rechnen?", fragte er die Fragen, die jeden routinierten Infanteristen wohl interessieren würden. Unten angekommen, nahm er die Waffe in die Hände und hielt sie im Anschlag. Der andere, ältere Soldat kam neben ihm an. "Ich lasse ihnen den Vortritt, sie kennen den Weg."
Im Raumhafen glitten drei Schweber durch vereinzelte Hochhäuser. Hier und da sah man verlassene Stellungen. Es schien, als ob sie alles an die Front geworfen hatten. Und das eilig.
"Fuchs zwei hier. Orte mindestens 3 Panzer einen Klick voraus."
"In die Seitengassen, alle."
Hier waren sie etwas sicherer.
"Hast Du irgend etwas spezielles sehen können, zwo?"
"Ein Schwerer mindestens. Zwei leichtere."
Das könnte zuviel sein. War das die Rückendeckung?
Rudolf jagte durch die Gänge.
"Wir haben das Zentralgebäude, soviel ist sicher, mehr aber auch nicht. Mechs, gegen Mechs müssen wir nicht kämpfen, es sei den sie bestehen darauf. Gehen wir erstmal zum Zentralgebäude. Dann sehen wir weiter."
Nach einigen Minuten öffnete Rudolf einen Deckel.
Die beiden Infanteristen kletterten heraus. Genau hinter einen Hunter, der gerade munter auf das Flugfeld schoß, wo die Mechs der LoT waren.
Langsam schlich Rudolf sich von hinten an den Panzer.
Er zog eine Magnet Haftmine Größe Hosentasche und steckte sie an die linke Kette.
Die Explosion der Haftmine zerriss die Kette des Panzer und schüttelte ihn kräftig durch. Will nickte und zuckte dann mit den Schultern. Er hatte keine Haftminen eingepackt. Also rannte er zu dem immer noch auf die Mechs schießenden Panzer und kletterte auf ihn drauf. Er erreichte die Luke des Vehikels und öffnete sie. Einen Feuerstoß später schwiegen die Waffen des Panzers.
Sich mit einer Hand abstützend, sprang er auf den Boden und nickte Rudolf zu. "Panzer haben einen Schwachpunkt. "Die Crew. Wenn du nah genug herankommst und sie dich nicht bemerken und sie vergessen, die Luke abzuschließen, dann hast du eine Chance."
Ungläubig schüttelte Rudolf den Kopf.
"Das mag ja sein, aber das ist das erstemal, daß ich erlebe, das die Luken nicht verschlossen sind."
Er zog nur kurz die Schultern hoch, nahm sein Gewehr in Anschlag und schlich sich um die Ecke.
Es folge ein großer freier Platz. Trümmer von Mechs und Panzer zierten ihn.
"Dort drüben, dort ist das Hauptgebäude. Der einzige Platz von dem wir sicher behaupten können, daß wir ihn in der Hand haben."
Dann riß Rudolf sein Sturmgewehr rum. Hinter ihnen kam eine Patrouille von 7 Soldaten.
Der alte Mann hatte eine Reaktion, daß es einem Angst wurde, noch bevor der Gegner reagieren konnte, erledigte Rudolf zwei mit je einem gezielten Kopftreffer.
Will ließ sich auf den Boden fallen und zog den Abzug durch. Die Waffe reagierte nicht wie er es gewohnt war und er traf nur einen der Soldaten ins Bein. Aus der kurzen Distanz reichte aber die Geschwindigkeit der Kugel aus, um dem Soldaten einen Nervenschock erleiden zu lassen. Will fluchte laut vor sich hin, als die Soldaten auf ihn schossen und die Kugeln ihn teilweise nur um Millimeter verfehlten. "Ehrlich gesagt hab ich auch noch nie eine unverschlossene Luke gesehen.", gestand er bei seinem nächsten Feuerstoß, der einen weiteren Soldaten zu Boden warf. "Ich kämpfe auch selten gegen Panzer. Eher gegen andere Infanterie..."
"Dann fühlen sie sich ja jetzt in ihrem Element" sagte Rudolf, als gerade einer der Soldaten ihn mit dem Bajonett aufspießen wollte. Er konnte sich noch wegdrehen, aber eine Schnittwunde in Hüfthöhe nicht vermeiden.
Rodolf schlug den Gewehrkolben mit aller Härte in den Hinterkopf des Vorbeistürmenden.
Das Krachen der Kopfplatten war laut zu hören, als der Soldat tot zu Boden ging und Rudolf schon wieder eine Salve in einen der Soldaten schoß.
Die drei Kugeln hoben ihn von den Beinen und stöhnend blieb er mit einer Bauchverletzung liegen.
Eine Kugel streifte Rudolf am Arm, doch es war nur ein Kratzer.
Will streckte den letzten Feind mit einem Feuerstoß nieder und wechselte das Magazin. "In meinem Element? Ja, durchaus. Und im Gegensatz zu ihnen bin ich nicht verletzt." Er half Rudolf auf die Beine. "Nur ein Kratzer, halb so schlimm. Wissen sie, die Dragoner wollten, dass wir jedes Jahr bei den Sanis eine Prüfung ablegen. Hat sich gelohnt, würde ich sagen. Ich hab schon mehr Leute im Feld verarztet, als manche Ärzte im Krankenhaus."
*
Raphi schoss hinter dem Killer her. "Falcon 1 ich bin getroffen, steige aus!" Sekunden später sah der Söldner einen Falschirm in der Stadt niedergehen. "Falcon 1 an Bodentruppen: Falcon 6 ist ausgestiegen und in der Stadt nördlich des Raumhafens niedergegangen. Könnte jemand ein Abholmanöver durchführen?"
Falcon 2 schoss am Stuka vorbei und jagte eine volle Salve in das Heck des Gegners. Das Triebwerk des schweren Jägers begann zu stottern und warf schwarze Qualmwolken aus. Endlich konnte Richthofen aufschliessen. Feuer schoss aus den Abschussrohren der LSR, als Raphi den Killer unter Beschuss nahm. Er setzte mit den S-Lasern hinterher. Die meisten Raketen schossen vorbei, doch die Laser trafen alle. Mehrere kleine Explosionen schüttelten den Feindjäger durch als das Triebwerk sich aus dem Rumpf löste. Dann wirbelte eine Cockpithaube durch die Luft und der Feindpilot stieg aus.
"Falcon 3 Bericht" japste Raphi, dessen Cockpit durch die Letzte Salve an einen Backofen erinnerte. "Falcon 1, hier ist Falcon 4. Die Drosseln sind abgeschossen. Einer ist über dem Raumhafen ausgestiegen, der andere hatte es nicht mehr geschafft. Falcon 3 ist schwer beschädigt, ich muss mich mit ihm per Handzeichen mit ihm unterhalten." "Falcon 4 sagen sie Falcon 3 er soll sich zurückziehen. Sie selbst schließen sich mir und Falcon 2 zur Bodenunterstützung an.
"Falcon 1 an Wolf 1. Feindliche Jägerverbände vernichtet. von den 4 Feindpiloten hat es zwei erwischt, die anderen sind ausgestiegen. Wir selbst haben zwei Maschinen verloren, einer der Piloten ist tot, der andere musste aussteigen und seine momentane Situation muss als kritisch angesehen werden. Falcon 3 musste sich schwer beschädigt zurückziehen. Erbitte weitere Anweisungen."
*
„Fuchs 2, ich brauche mehr Info über die Feindeinheiten." "Ich kann nicht mehr sagen, jedenfalls nicht von hier aus."
Verdammt. Er wollte hier nicht festhängen, während der Rest gegen die Hauptmacht antreten mußte.
Er dachte nach. "Okay, Jungs. Ich werde sie mir anschauen. Haltet mir den Rücken frei. Fuchs 2 irgendetwas anderes zu sehen?"
"Negativ. 3 Metallhaufen."
"Alles klar. Es geht los."
Er fuhr etwas zurück, bevor er die Straße überqueren würde. Mit etwa 80 km/h.
Als er hinter dem gegenüberliegenden Haus in Deckung fuhr, hörte er ein Keuchen über Funk, gefolgt von mehreren Detonationen.
"Bericht Füchse!"
"Fuchs 3, die haben 3 PPKs gefolgt von Autokanone."
Oha, das war nicht gut.
"Fuchs 2, näher ´ran. Wir brauchen detailliertere Daten über deren Fähigkeiten. Bleib´ in Deckung. 3 folgt langsamer."
Nach den Bestätigungen fuhr er auch langsam mit. Auf parallelem Kurs.
Nach ein paar Minuten hörte er: "Ein Schreck. Vedette oder Scorpion und ein Goblin." Autsch. Das war heftig.
Der Schreck hatte zwar keine Chance zu entkommen, aber die anderen hatten genug Waffen um die Schweber zu zerstören. Von den PPKs ganz zu schweigen.
Während er überlegte, ob er Raphi zu Hilfe holen sollte, kam ein Funkspruch auf Breitband: "Hauptquartier in unserer Hand." Das waren die Schattenschakale! Sie hatten es wirklich geschafft! Wahnsinn.
"Fuchs 2, sie setzen sich in Bewegung."
Alles klar. Jetzt kam ihm eine Idee. Wenn sie die leichteren Panzer neutralisieren könnten, wäre der Schreck allein keine Gefahr mehr!
"Füchse, folgendes. Versucht die leichteren Elemente vom Schreck abzuziehen. Haltet Euch fern vom Schreck! Den kann ich übernehmen. Stellt keine Fragen wie."
Wenn das klappen würde! Sofern der Schreck allein war, könnte er sich hinter ihn setzen.
"Falcon 1, kannst Du mir 2 leichtere Panzer abschießen oder sie von einem Schreck verjagen?"
"Ich schätze schon." kam die Antwort.
Kurz darauf hörte man Explosionen und Einschläge.
"Fuchs eins, sie weichen uns schnell aus. Fuchs 3 hat einen Lasertreffer und einmal Autokanone abbekommen. Vedette wurde aufgegeben. Goblin flieht zu Hauptkampflinie. Schreck liegt zurück."
"Verstanden. Haltet Euch fern, ich gehe ´ran."
‘Jetzt darf der Schreck nicht schnell genug reagieren, sonst bin ich tot!’
Er fuhr schnellstmöglich in den engen Gassen und schob sich hinter den Schreck. Der massive Turm mit 3 PPKs drehte sich noch zum Zephyr, aber das mußte sich jeden Augenblick ändern. Noch 50 Meter. Gleich mußte er bremsen. 40. Der Turm drehte sich zu ihm.
20 Meter. Er würde es schaffen. Vollbremsung!
Er sah, wie seine Kontrollen mit blauem Licht und Statik gefüllt wurden, aber er lebte noch, als der 5 Tonnen Schweber gegen die Heckpanzerung des schweren Panzers krachte.
Frederic wurde hart durchgeschüttelt und schoß seinen Laser ab. Er schmolz sich in die Heckpanzerung des Kolosses. Der drehte sich jetzt. Frederic trat wieder aufs "Gas", aber unter den langen PPK- Rohren.
So ging es. Jetzt leicht eindrehen und einen zweiten Laserschuß aufs Heck, aber er traf die Kette.
Das tat dem Schreck nicht gut. Er war so gut wie verloren. Das sollte auch die Crew gemerkt haben. Der Panzer hielt und er bekam die Bestätigung von Fuchs 2. Jawoll!
Doch jetzt nicht übermütig werden.
Die Schakale von Schilling sollten Hilfe benötigen.
Jetzt trieben sie die Gefangenen, der Goblin kehrte nicht mehr zurück, zum Hauptquartier und trafen dort auf Rudolf und einen Neuen. Sie nahmen sie in Empfang.
Jetzt mußte auch der letzte Gegner wissen, daß sie es ernst meinten.
Der Sergeant in der Dragoneruniform nahm gerade einen Schluck aus seiner Feldflasche, als die Panzer anrollten und anschwebten. Er blieb sitzen, schraubte die Flasche zu und beobachtete die aussteigenden Söldner. Dann wandte er sich an Rudolf. "Ist dort dein Chef dabei? Oder ist das ein Mechjockey?"
„Nee, der Cheffe hockt in einem Mech."
Rudolf setzte sich zu Will, schmiss das leere Magazin aus dem Gewehr. Klopfte das Neue einmal gegen den Helm und steckte es in die Waffe.
"Tach Frederic, was geht ab?"
"Mechjockey?" Will verzog abfällig das Gesicht und spie demonstrativ aus. "Die meisten sind hochnäsig und arrogant, wenn sie mir Fußvolk wie uns reden." Will sicherte seine Waffe und hing sie sich über den Rücken. Dann stand er auf. "Panzerfahrer sind mir da lieber, die haben mehr Kontakt mit der Infanterie..."
Der kleinste der Schweber hielt an. Die Luke ging auf und ein ziemlich fertiger Frederic sah heraus.
"Hallo Rudolf, hast wieder saubere Arbeit geleistet, wie? Echt prima."
Er nickte ihm voll Anerkennung und Dankbarkeit zu.
"Hoffentlich merken die Jungs, daß ihre Sache vorbei ist. Dann muß nicht mehr so viel getötet werden.."
Sein rotverschmierter Kopf sah zum "Neuen". "Wer sind Sie? Offenbar ein Verbündeter, wenn mich nicht alles täuscht.", fragte er den Infanteristen neben Rudolf.
Währenddessen waren einige Schattenschakale aus dem Gebäude gekommen und hatten die Handvoll Gefangene in Empfang genommen. Diese sahen ziemlich fertig aus.
"Wolf sollte sich bald wieder melden," murmelte er noch zu sich selbst.
Der Infanterist sah auf. "Sergeant Will Trapper, ehemals 25. Infanterie-Division der Wolfs Dragoner und hoffentlich bald in ihrer Einheit." Er musterte den Panzerfahrer ausgiebig und nickte dann. "Freut mich, ihre Bekanntschaft zu machen, Herr....?!?!"
"Walden, Frederic. Ich bin erfreut, daß sie an unserer Seite kämpfen."
Er lächelte vorsichtig. "Von mir aus sind sie dabei. Jetzt müssen wir nur dafür sorgen, daß unser Chef überlebt, damit er sie offiziell aufnehmen kann."
Wenn sie wollen, kann ich einen von Euch mitnehmen.
Es gibt Infanterie, die wir möglichst zu Aufgeben bringen müssen, und offenbar noch einige Panzerkräfte. Rudolf? Willst Du hierbleiben, oder lieber mitkommen?"
"Geben sie mir Soldaten und ich breche den Widerstand ihrer Gegner. Das habe ich schließlich dreizehn Jahre lang getan." Will nickte. "Nur bin ich zur Zeit leider alleine und das ist als Infanterist ziemlich dumm, nicht wahr?" Er lehnte sich zurück und fuhr spielerisch mit seiner Hand über den Lauf seines Gewehres...
"Vielleicht hätte ich eine Idee, wie wir... Wenn Sie auf meinen Panzer aufsteigen möchten? Rudolf, Du hast dann wohl das Hauptquartier." Er stieg wieder ein.
Sie könnten mit ihren beiden Gewehren von den Dächern aus die Feindinfanterie beharken, wenn sie auf den Dächern saßen.
"Fuchs 2 und drei, versucht Wolf und Schakal zu unterstützen, wir beide hier versuchen, die Infanterie etwas aufzuscheuchen. Wolf muß durchhalten. Gegen Infanterie ist er besser als jeder Panzer."
"Roger."
"Seid vorsichtig Jungs."
Jetzt wartete er auf Trapper, damit sie losfahren konnten.
Trapper sprang gekonnt auf den Panzer auf und entsicherte dann seine Maschinenpistole. "Von mir aus kann es los gehen."
Als Frederic das "Klonk." von schweren Stiefeln auf seinem Panzer hörte, sah er noch einmal hinaus um Trapper zu ermahnen: "Halten Sie sich gut fest, ich werde vorsichtig fahren."
Er winkte Rudolf und den restlichen Schattenschakalen zu und fuhr langsam los, in Richtung der gesichteten Infanteristen.
Er würde versuchen, einige Blocks weiter aufs Dach zu gelangen und für Raphael oder andere zu beobachten. Unter Umständen konnten sie einige von ihnen verletzen.
Als sie einige Meter gefahren waren, hielt er an einer Südseite eines Speichers, der eine gewaltige Laderampe zum Hafen hin hatte.
Die Tür war etwas offen, er sollte vorsichtig sein.
"Ich habe vorhin in Nordost einige Infanterieeinheiten gesehen. Gut möglich, daß sie noch dort sind.
Ich will versuchen, sie unruhig zu machen."
Er holte sein Autogewehr mit Zielfernrohr heraus und sah Trapper an. "Kommen Sie mit?"
Trapper zuckte mit den Schulter und deutete auf sein Gewehr. "Ich bin dafür zwar nicht so gut ausgerüstet, aber wieso nicht? Dafür bin ich hier und vielleicht bekomm´ ich das direkt auf den Sold gerechnet." Er grinste. "Nur wir beide? Keine anderen Soldaten? Dann schlage ich vor, dass wir uns nicht aufteilen." Aus einer Tasche zog er eine Splittergranate und hielt sie Frederic hin. "Damit kann man auch gut Leute in Panik bringen. Möchten sie eine?"
"Nein Danke! Das ist nichts für mich."
Er hob abwehrend die Hände.
Stattdessen verschloss er den Schweber und sah auf sein Gewehr. Die Munition hatte er dabei.
"Ich arbeite lieber aus der Entfernung."
Aufmerksam sah er zum Gebäude.
Will steckte die Granate wieder weg. „Ich muss näher ran. Ich bin leider kein Scharfschütze. Aber ihre Aufschreckung haben sie gleich. Der Infanterist sprang ab und dämpfte den Aufprall indem er in die Knie ging. "In zehn Minuten wieder hier? Das sollte an Zeit reichen oder?"
"Warten Sie doch! Ich wollte eigentlich aufs Dach.
Sie sollten nicht allein gegen mehrere Züge gehen.
Haben sie ein Funkgerät dabei?"
Er überlegte. Wenn Trapper an das Haus herankam und Frederic auf sie schießen konnte, würden sie vielleicht denken, daß sie von 2 Seiten angegriffen wurden. Das würde sie mit Sicherheit binden.
Hoffentlich reichte das, bis Bulba ankam.
"Warten Sie, bis ich etwas Unruhe auf den Dächern gestiftet habe, dann können Sie vielleicht etwas leichter herankommen."
Frederic warf ihm einen warnenden Blick zu.
Dann ging er ins Haus, das leer zu sein schien.
Gewehr im Anschlag.
Frederic verschwand in dem Haus und Will winkte vier versprengte Miliz- Infanteristen zu sich. "Ihr da! Ihr könntet mitkommen und mir Deckung geben."
Einer der Männer trat vor. "Wieso erteilen sie uns Befehle, Mister?"
Der Sergeant schüttelte den Kopf und deutete mit seiner MP in die Richtung in der er die Gegner vermutete. "Wer von euch kann behaupten, dreizehn Jahre lang im Dienst gewesen zu sein und an sieben großen Militäroperationen beteiligt gewesen zu sein? Niemand? Gut, dann folgt mir."
Die fünf Soldaten verschwanden in einer Gasse und Will fasste einen von ihnen an der Schulter. "Warte hier und ziel mit deinem Gewehr in die Gasse. Wenn es Probleme gibt, knallst du die Leute ab, die uns verfolgen!"
Er stellte noch drei Posten auf und schlich dann alleine weiter, bis er einen Blick auf die Gegner werfen konnte...
"Hey da am Boden, was läuft so? Habt ihr vielleicht noch ein bisschen Arbeit für mich und meine Jungs?" Raphi wurde langsam nervös, die Bodentruppen schienen mehr als genug zu tun zu haben und er hatte kein vernünftiges Ziel.
Als mehrere Minuten vergangen waren, war Frederic aufs Dach gelangt. Zum Glück war kein Gegner im Gebäude und er hatte diesmal die Treppe benutzt.
Die Sonne hatte er im Rücken, gut.
Er kroch langsam bis zum Dachrand, der etwas erhöht lag, und sah durch sein Zielfernrohr. Da waren sie. Das Haus war schon etwas angekratzt, wahrscheinlich von den Schakalen. Sie waren sicher nicht die einzigen im Haus ,aber er wollte ersteinmal die Lage checken.
Im Haus gegenüber sah er auch Aktivitäten.
Auf der Straße brannten Panzerwracks. Die waren vermutlich zumindest teilweise von Schakal.
Langsam sah er wieder zum näheren Hausdach und legte auf den erstbesten Gegner an. Der sah Richtung West, oder Nordwest. Aber er wollte lieber einen höheren Dienstgrad, wenn überhaupt.
Da! Der hatte mehrere Streifen am Ärmel und kniete bei einem Raketenwerfer. Das mußte sein.
Frederic zielte etwas höher und schoß zwei kurze Schüsse ab.
Dann ging er sofort in Deckung.
Er wußte nicht mal, ob er getroffen hatte.
Mit etwas Glück würden Trapper und Konsorten es jetzt leichter haben.
Nach zehn Sekunden entschied er, es wieder zu riskieren.
Das Dach schien leer zu sein.
Da kam Raphis Funkspruch.
Wenn er das Haus zerstören würde, würden die meisten fliehen wollen, und in die Arme, oder besser Rohre Trappers gelangen.
Frederic funkte Raphi an und teilte die ungefähre Position der beiden Häuser mit.
Er sollte sie möglichst beschädigen, nicht zerstören.
Da flogen die Jäger heran und bohrten ihre Laser in die Häuser. 2 bis 3 andere Blocks wurden auch getroffen.
Das war die Möglichkeit für Flucht der Infanterie, als die Jäger wieder weiterflogen.
Will hörte die Jäger über sich donnern und fluchte. "Idioten. Das war nicht geplant." Beinahe im selben Augenblick hörte er den Lärm von vielen Soldaten, die panisch losrannten. Auf seine Position zu. Immernoch fluchend zog er eine Granate und wartete, bis er die Menge sah. Dann warf er die Granate und zog sich zurück. Eine Explosion und das schmerzerfüllte Schreien verkündete einen Volltreffer. Dadurch wurde die Panik dummerweise noch erhöht.
Will erreichte den ersten Posten und schrie ihn an, mitzukommen. Er warf noch eine Granate, die explodierte, als die ersten Gegner in die enge Gasse strömten. Die Splitter schickten mindestens fünf von ihnen zu Boden, aber der Rest strömte einfach über sie hinweg. Will und der Soldat duckten sich rechtzeitig um die nächste Ecke und stießen zum nächsten Posten. "Renn los und hol die anderen beiden!", brüllte der Ex-Dragoner und zog seine MP. Dann ließ er sich zu Boden fallen und kroch um die Ecke. Er sah die Gegner auf sich zukommen und drückte den Abzug durch. Seine Waffe spie dreißig Schüsse in die Angreifer, ehe sie verstummte.
"Jetzt du!", kommandierte Will und drückte den jungen Soldaten neben ihn in die Gasse, während er sich wieder in Deckung zurückzog. Nun setzte auch erstes Gegenfeuer ein, als sie der Feind zu sammeln begann. Will registrierte zum ersten Mal, dass er in ernsthaften Schwierigkeiten war...
Rudolf hörte die Jäger, er war nicht überrascht, er kannte den Plan ja nicht.
Er schaute nicht schlecht, als etliche feindliche Soldaten in Panik auf sie zukamen.
"Grünschnäbel." fluchte er.
Trapper warf eine Granate, welche gut saß, der Junge hatte es echt drauf.
Rudolf blieb trotz der Panik ruhig und gelassen.
Er schoß immer noch auf Einzelfeuer. Immer wieder in die Menge. Die Leute fielen zu Boden, starben, oder lagen verletzt am Boden. Teilweise wurde sie von ihren eigenen Kameraden zertrampelt.
Rudolf ging im Laufschritt hinter Trapper her, drehte sich immer wieder um, schoß oder ging ein Stück rückwärts.
"Und jetzt? Was kommt jetzt in ihrem Plan vor?
Die ersten formieren sich schon. Lange können wir uns nicht halten."
"Wo kommst DU her?", wunderte sich Will laut, als Rudolf neben ihm auftauchte. Dann hielt er wieder mit seiner MP in die Menge. "Mein Plan war eigentlich, hier schnell abzuhauen, aber dieser Idiot in seinem Jäger hat alles verpfuscht.." In diesem Moment kamen die anderen drei Soldaten zurück, Panik auf ihren Gesichtern. "Sie sind hinter uns!", rief einer.
"VERDAMMT!" Will wirbelte wieder zum Laden in Deckung. "Wir sitzen in der Falle." Dann deutete er auf ein Haus auf der anderen Straßenseite. "Da rein. Ich geb´ euch Deckung..."
"Frag nie wo ich herkomme." lächelte der alte Mann, als er gerade ein neues Magazin einschob. Dann hustete die Waffe schon wieder die Kugel dem Gegner entgegen.
"Wir sind zu sechst, vielleicht zu siebt. 20 haben sich da drüben formiert. 15 Weitere fliehen in die andere Richtung, die kommen nicht hier her und die 4 da schießen wir noch ab. Im Haus befinden sich noch welche. Und hinter uns auf dem Dach befindet sich ein Sniper. Ich sah einen Schatten. Allerdings hätte er schon längst schießen können. Sie werden sich formieren, ein oder zwei Plattons mit je 28 Mann könnten es allemal noch werden, die Moral ist zweifelhaft und sie sind erschöpft. Munition haben sie auch nicht mehr viel. Beziehe es in deinen Plan ein." Rudolf stand auf, die letzten Soldaten waren gerade gefallen. Es gab eine Atempause, aber nur eine kleine.
"Selbst wenn sie demoralisiert sind, will ich nicht gegen 56 Mann antreten...also bewegt euch in das Haus, das kann man recht gut verteidigen. Und..." Er lud seine Waffe neu. "....zwar schnell. Ich hab nur noch dreißig Schuss..."
Nachdem die Jäger weg waren, hörte Frederic Explosionen von der Straße und viele Schüsse.
Er sah vorsichtig herunter: Oje, viele Feinde bedrängten eine kleine Gruppe, von denen er 2 erkannte.
Er legte an und suchte sich etwaige Höherrangige, die versuchen könnten, die Leute zu beruhigen.
Schon sammelten sie sich.
Da war einer, ohne besondere Abzeichen, auf den schienen einige zu hören.
Frederic dachte nicht nach, als er auf ihn schoß, bis er am Boden lag. 4 Schüsse hatte es gebraucht, dann war er wohl tot. Der Rest brachte sich an den Seiten etwas in Sicherheit.
Noch hatte er Zeit, bis sie seinen Block erreichen würden. Da lief einer, von den Schüssen seiner Kameraden nicht getroffen, an der Hauswand entlang.
Frederic zielte und traf seine Beine. Der Soldat schien Schmerzen zu haben, als er zusammenbrach.
Ob die Gegner ihn schon entdeckt hatten?
Er setzte kurz ab. Nichts. Dann sah er wie die Verfolgten in ein Haus flohen. Den Eingang konnte er solange bestreichen, bis sie ihn hier entdeckten.
Hoffentlich kamen irgendwann die Reste der Wölfe oder Schakale, wenn es sie gab.
Wenn sie besiegt waren, hatte es ohnehin keinen Sinn mehr. Jetzt schoß Frederic wahllos auf die sich versteckenden Milizen ein. Aber er war ruhig. Er würde solange aushalten, bis seine Munition alle war.
Ein Magazin war leer.
Er legte eine Pause ein und übersah das 'Schlacht' -Feld...
Will stürmte als letzte in das Haus, Kugeln zerfetzten direkt hinter ihm den Türrahmen. Er klopfte das letzte Magazin aus seiner Waffe und hängte die nun leere MP über seinen Rücken. Dann zog er seine schwere Sternsnacht aus dem Halfter. "Verdammt, von denen sind mindestens ein dutzend Leute abgekratzt. Wieso kämpfen die noch? Er ging in einer Tür in Deckung und zielte auf die Eingangstür. "Hat jemand von euch eine Ahnung, ob die Granaten haben?"
Draußen erblickte Will einen Gegner, der aber blutüberströmt war und zusammenbrach. Sniper. Befreundet. Dann machte es klong und die sechs Soldaten im Haus sahen einen kleinen schwarzen Gegenstand in den Flur rutschen. "GRANATE!", brüllte Will und warf sich vollends in Deckung, als die Granate explodierte und die Welt hinter einem Vorhang von Holzsplittern, Putz und Rauch verbarg...
Jetzt setzten sie ihren Angriff auf Rudolf und den Rest fort. Irgendwer mußte sie motivieren. Aber wer?
Einer schien eine Granate werfen zu wollen! Frederic zielte und schoß, aber er traf nicht. Jetzt schoß er Feuerstöße auf den Soldaten, aber der warf die Granate in den Eingang, wo die 5 oder 6 Leute hinein gelaufen waren. Der Soldat fiel aus mehreren Wunden blutend auf die Straße, als der Eingang explodierte..
Rudolf rannte Trapper nach.
Um eine Ecke standen einige Soldaten. Er feuerte mehrere Salven in sie und warf eine Granate.
Wieder 4 Soldaten, die ihren Sold teuer bezahlten.
Rudolf hielt auf das Haus zu. Er sah wie eine Gestalt eine Granate hineinwarf.
Zweimal hustete das Gewehr und sie war nicht mehr.
Rudolf nahm das Gewehr und die Munition schnell mit.
3 Magazine, keine schlechte Beute.
Er sprang durch das kaputte Fenster in das Haus.
Qualm biss in seinen Augen. Ein Blick nach draußen, verriet ihm, das es nicht gut stand.
Will lag am Boden, er lebte, die Druckwelle hatte ihn zu Boden gerissen und er war etwas betäubt.
"Komm schon, keine Zeit zum Ausruhen. Hier nimm nimm das Gewehr."
Rudolf half Will auf die Beine.
Er ging wieder zum Fenster und feuerte unaufhörlich. Nach einigen Feuerstößen war das Magazin leer.
Er warf das Gewehr weg, zog die Pistole und feuerte weiter.
"Danke." Will sprang auf, nur zwei Zentimeter neben seinem Kopf lag ein Ziegelstein rum und er schluckte unbewusst, als er ihn sah. Dann griff er nach dem Gewehr und beugte sich in den Flur. Er machte drei Soldaten auf der Straße aus und gab einen Feuerstoß ab. Die drei Männer stürzten. Jetzt wurde der Rauch zu ihrem Vorteil.
Will sprintete über den Flur, zu der Position, wo er zuletzt die Soldaten gesehen hatte. Einer von ihnen lag direkt in einer Tür, so dass der Ex-Dragoner beinahe über ihn gestolpert wäre. Holzplitter hatten sich in sein Gesicht und seine Kehle gebohrt. Ein anderer kniete neben ihm und versuchte ihn wachzurütteln. "Junge, hör auf! Er ist TOT!", brüllte Will ihn an und zog ihn in Deckung. "Und du bist es auch, wenn du so hocken bleibst. Hast du noch Munition?"
"....Ja....."
"Gut, dann kommst du mit. Wir vermissen noch zwei Leute und ich geh die jetzt suchen...Die müssten ganz in der Nähe sein."
"JETZT GEHTS RUND!!!!!!" brüllte Raphi und jagt mit seinem Jäger in einem Selbstmörderischen Sturzflug hinunter und bepflastert die Gasse hinter seinen Gefährten mit Raketen und Laser. "Das und nichts anderes ist ein Sturzkampfangriff. Und Stuka ist ja die Kurzform von Sturzkampfbomber. Ach ja die Gebäudeschäden tun mir leid." Grinste er zufrieden über Funk.
"Falcon an Infanterie: Die Schakale sind noch etwa 1.5 Minuten entfernt. Schafft ihr es alleine durchzuhalten, oder braucht ihr noch ein bisschen Feuerunterstützung?"
Die Milizonäre waren bis jetzt ohne große Schwierigkeiten durch die Schlacht gekommen. Es gab nur Kontakt mit ein paar einzelnen Panzerlanzen, die alle in dem konzentrierten Feuer des Bataillons fielen. "Falcon an Schakal, es gibt noch ein paar Infanteristen die ihre Hilfe benötigen könnten. Falcon aus".
"Verstanden. Kompanie 1, voller Schub, wir müssen noch ein paar Schlammstapfer aus der Scheiße hauen."
Der Kampf dauerte jetzt an. Die Jungs da unten wurden im Haus bedrängt, aber sie schienen noch zu kämpfen. Frederic sah kaum noch Gegner, sie versteckten sich jetzt gut.
Dann hörte er von vorn einen Jäger im Tiefflug. Er rannte um sein Leben, wie die Milizen beim Hausangriff.
Zum Glück war sein Haus nicht das Ziel des Angriffs.
Aber die Straße bekam einiges ab.
Er sah die Staubwolken von dort, wo er eben noch gestanden hatte. 'Das war´s hier oben.' Er ging jetzt vorsichtig nach unten. Vielleicht stand sein Hover ja noch.
Erneut regnete es Staub und Mörtel, das Krachen von Gebälk wurde nur von dem Triebwerksgeräusch des Jägers übertönt. "IDIOT!", hörte man Will brüllen, als die Erschütterung ihn zu Boden warf. Der junge Soldat neben ihm war nicht so gut davon gekommen. Ein etwa zehn Zentimeter langer Holzsplitter hatte sich in seinen Oberschenkel gebohrt und er schrie vor Schmerz. Will kniete sich neben ihn und zog den Splitter mit einem Ruck hervor. Blut rann aus der Wunde und wusch die letzten Holzstücken aus, bevor Will die Wunde mit einem Stück Stoff aus der Hose des toten Soldaten abdrückte. Dann schleifte er den Verletzten zu Rudolf zurück. "Pass auf ihn auf! Einer ist schon tot, ich such die anderen beiden. Und funk bitte die Jäger an, dass sie mit diesem Scheiß aufhören."
Wenigstens schwiegen ihre Feinde...noch.
"Schakal an Commandos. Wo braucht ihr Hilfe? Ich hab hier noch ´ne Kompanie Schweber im Schlepptau."
Der Stuka rasste in der Vertikale duch die Gasse, was für alle Ohren zu viel war. Kurz darauf kam er aus der anderen Richtung zurück. Wenigstens schoss er diesmal nicht. Da sich keiner der feindlichen Infanteristen aus den Häusern getraute.
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Die diversen Infanterieplatoons der Miliz und die darin enthaltenen Lords hatten in dem ganzen Tohuwabohu des Gefechts den Gefechtslärm von außerhalb der Stadtgrenzen, über die die Mechs der Lords vorgerückt waren, kaum wahrgenommen.
Nun jedoch näherte sich der Lärm von Kettenfahrzeugen, die mit Höchstgeschwindigkeit auf den Flughafen zuhielten.
Die ersten Beobachter meldeten drei teilweise stark demolierte Bulldogs der feindlichen Streitkräfte, gefolgt von rund einem Dutzend gegnerischer Schweber.
Grade als der erste der Bulldogs seine Waffen auf eines der Verstecke der Milizionäre ausrichten konnte, riß ihn ein Raketenstakato auseinander.
Panisch stoben die angreifenden Einheiten in alle Richtungen, nur ein Schweber, der scheinbar ohnehin Probleme mit seiner Schürze hatte, war zu langsam und wurde unter den Füßen des landenden Kreuzritters zermalmt.
Die Impulslaser der schweren Maschine hämmerten kurz darauf hinter den nun flüchtenden Fahrzeugen her, deren Weg durch den jetzt ebenfalls landenden Feuerfalken versperrt wurde.
Beide Mechs waren schwer gezeichnet.
Der Feuerfalke hatte seinen rechten Arm eingebüßt und wies zudem tiefe Spuren in seiner Panzerung auf.
Den Kreuzritter hatte es weitaus schlimmer erwischt. Zwar waren noch alle Körperteile dort wo sie hingehörten, aber die Torsopanzerung war bereits bis auf die Grundstruktur weggeschmolzen. Den langen Pausen zwischen den Laserschüssen de Mechs konnte man entnehmen, daß er mit großen Abwärmeproblemen zu kämpfen hatte.
In diesem Spektakel ging es beinahe unter, daß jetzt auch die verbliebenden Panzer der Miliz die Straße hinaufrumpelten.
Der Lärm der Gegner war nun endgültig verstimmt. Will ging hastig durch das Haus, umkurvte ein paar Trümmer und fand schließlich, was er gesucht hatte: die beieden anderen Soldaten.
Sie waren beide verletzt. Schwer verletzt. Ein kurzer Blick auf ihre Wunden sagte dem erfahrenen Sergeant, dass er nichts tun konnte. Also zerrte er die beiden Verwundeten, beide bewusstlos, zu Rudolf. "Wir brauchen ein MedEvac! Sofort, sonst sehen die hier die Sonne nie wieder. Ich hol noch eben den Toten, den müssen wir ja nicht zurücklassen."
Frederic hörte anschwellenden Gefechtslärm und Explosionen. Danach war es ruhig.
Taras´ Mech tönte aus seinen Außenlautsprechern, daß der Kampf vorbei wäre.
Es waren keine Schüsse mehr zu hören.
Frederic war unten angekommen und sah vorsichtig um die Ecke. Einige Gegner hatten ihre Waffen weggeworfen und andere, die schwer verletzt waren schrien jetzt hörbar um Hilfe.
Langsam sah er jetzt das ganze Chaos in der Straße.
Er sammelte zwei Gewehre ein und bedeutete den dazugehörigen gehfähigen Soldaten, sich um ihre Kameraden zu kümmern.
Er hatte noch ein Erste Hilfe Paket im Schweber, aber der war ziemlich verschüttet. Das bedeutete: Wühlen.
Rudolf versuchte die schwerverletzten Soldaten zu stabilisieren bis Will kam.
Dann rannte er los. Auf der Straße standen einige Panzer der Miliz.
Er lief zu einen Fahrer eines APC. Erklärte ihm kurz die Lage. Dann stauchte er den Kommandanten des Fahres zusammen und Rudolf kam mit APC zurück.
„Will, wir laden die Verletzten hier ein. Was besseres haben wir nicht.
Er bringt uns zum Lazarett. Ich fahr mit."
Schnell wurden die Verwundeten eingeladen und abtransportiert.
Will kam mit dem gefallenen Soldaten zu dem APC, wuchtete den Leichnam hinein und sprang hinterher. Dann zog er die Türen hinter sich zu und ließ sich erschöpft dagegen sinken. "Mann....mehr konnte ja fast nicht schiefgehen, oder?"
Der APC rumpelte los, so schnell er eben konnte. Einer der Fahrer war kurz Sani gewesen und kümmerte sich jetzt notdürftig um die Verwundeten.
Will verdrängte die Gedanken an den Kampf und bereitete sich auf sein Einstellungsgespräch vor...
Der APC kam vor dem Lager der LoT zum stehen und die Verletzten wurden sofort fortgeschafft, ebenso der Tote.
Will wandte sich an Rudolf. "Wo ist denn jetzt dein Chef? Und wo kann ich mich waschen gehen, bevor ich mit ihm rede?"
„Keine Ahnung Will, ich hab keine Ahnung wo er ist."
Rudolf nahm sich etwas zum essen und schlang es rein. Nebenher nahm er ein Nachtsichtgerät mit und stopfte Munition in seine Taschen.
An sein Gewehr klickte er einen Unterlaufgranatenwerfer an und stopfte sich Granaten in die Tasche.
"So, es kann weiter gehen. Da draußen wissen bestimmt noch nicht alle, daß es vorbei ist. Und es sind noch Jungs von uns draußen."
Nachdem mehrere Panzer das Gelände gesichert hatten, sah sich Frederic das Schlachtfeld an. Sein Gesicht sah grau aus. Vielleicht vom Staub, der von seinem jetzt zerstörten "Sir" aufgestiegen war.
Der war jetzt halb unter Schutt begraben.
Hier und da sah er Leichen. Einige hatte er selbst umgebracht.
Vor seinem inneren Auge liefen immer die selben Szenen ab. Sterbende und blutende Körper.
Die Verletzten waren jetzt ruhiggestellt und diese Ruhe war noch erschütternder.
Er setzte sich in den Hauseingang, wo der letzte Kampf stattgefunden hatte und wischte sich etwas aus den Augen.
Während seine Männer die letzten Wehen der Gefechte von ihren Körpern wuschen, inspizierte Taras mit Captain Schilling den Flughafen.
Der Tower stand und auch die Hangars waren so gut wie unbeschädigt. Einige Rollfelder der Jäger hatte es ziemlich böse erwischt, aber das war nichts, was ein bisschen Bitumen nicht ausbessern würde.
Er rieb sich die müden Augen und wandte sich an Schilling, der mit müden und dreckigem Gesicht mit ihm im Tower stand und sich die Schäden in der Stadt betrachtete.
"Und?", fragte er mit lautem Ausatmen.
"Nun ja," antwortete der Milizcaptain und wandte sich nun zu ihm um "an und für sich ganz ordentlich, wir haben sowohl die Stadt als auch den Flughafen unterer unserer Kontrolle." Er kratzte sich das Kinn. "Hier und da gibt es wohl noch vereinzelte Widerstandsnester, aber die werden wir bald ausgeräuchert haben ... spätestens nach dem Ausrufen der Kapitulation unserer Gegner! Gehen sie sich ausruhen, wir erledigen den Rest.", fügte er lächelnd hinzu.
Er lächelte müde, um den Captain nicht zu zeigen, daß er weit weniger enthusiastisch war als dieser und schlurfte langsam die Treppe des Towers hinunter. Dann fiel ihm ein, er sollte sich vielleicht mal bei seinen Jungs melden.
Zurück in seinem Mech wechselte er auf die LOT-eigene Frequenz: "Hier Taras an alle Lords, gut gemacht Jungs. ... Ruht Euch, so gut es geht aus und packt die Koffer, wir ziehen bald um! Taras Ende".
Dann übermannte ihn der Schlaf und er blieb schnarchend in seinem Mech zurück.
"Ich gehe schlafen sobald, ich weiß was aus dem Abgeschossenen Milizpiloten geworden ist. Hey für das erste richtige Gefecht waren wir glaub´ ich nicht mal so schlecht, oder wie seht ihr das?" Raphi kreiste mit seinem Jäger über dem Gebiet wären mehre Milizpanzer und Infanteriezüge Block für Block durchsuchten. Kurz darauf erhielt Raphi die Meldung dass der Pilot leicht verletzt, aber ansonsten Gesund geborgen wurde.
"OK, ziehe mich zurück, wir sehen uns in der Milizbasis."
Rudolf schwang sich auf einen APC der gerade in Richtung Stadt fuhr.
"Hey Will, da hinten ist der Boss. Der Mech da."
schrie er Trapper zu und fuhr mit dem Panzer mit um noch Widerstandskämpfer zu jagen und Kameraden raus zu holen.
Für Frederic war es, als würde er aus einem tagelangen Traum erwachen. Es war dunkel geworden. Er hörte noch einige Motoren, aber ansonsten war es ruhig.
Jetzt brauchte er eine Dusche und viel Schlaf.
Sein "Sir" brauchte eine Reparatur.
Aber das war ihm egal. Er suchte sich einen APC, der gerade Richtung Norden fuhr, und einige Gefangene zugeladen hatte. Dann schlief er ein, das Gewehr bei Fuß.
Schilling war gestresst, die Schlacht hatten sie zwar gewonnen und dank den Söldnern hatten sie nicht besonders viele Verluste. Wie es bei Söldnern genau aussah, wusste er zwar nicht, aber sie hatten keinerlei Verluste erlitten. Seine Panzer hatten acht Panzer verloren und fünf weitere waren nicht mehr reparierbar. Die meisten Toten hatte die Infanterie zu beklagen, aber das war zu erwarten gewesen. Was ihm Kopfschmerzen bereitete, waren die Aktionen des Söldnerjägers. Er hatte zwar zusammen mit den Milizmaschinen die Lufthoheit errungen, aber sein Erdkampfunterstützungsfeuer hatte mindestens fünf eigenen Männern das Leben gekostet. Wahrscheinlich hatte der Pilot durch seine Aktionen mehr Leben gerettet als vernichtet, aber trotzdem. Mit einer LSR in einen Häuserkampf einzugreifen, in dem man nicht sagen konnte, wo genau der Feind und die Freunde stehen, war wahnwitzig!!! Dazu kamen noch die Schäden die er angerichtet hatte. Die beiden Söldnermechs hatten einzeln genommen weniger Schaden angerichtet als dieser Irre.
Dazu kamen immer mehr Berichte von psychischen Problemen bei seinen Leuten. Viele waren völlig fertig und machten sich Vorwürfe, dass sie auf ihre ehemaligen Freunde, Bekannten und Gefährten schießen mussten und sie nicht retten konnten. Der Psychologe und die Geistlichen der Einheit waren völlig überfordert.
Raphi war sauer. Dauernd wurde er wegen seinem Verhalten am Raumhafen zusammengestaucht und angeschissen. Dabei hatte er nur getan, was seiner Meinung zu tun gewesen war. Na gut, über die Genauigkeit der Breitseite in die Häuser ließ sich streiten, aber die Bodenratten hatten keine Ahnung wie schwer es ist, bei annähernd Schallgeschwindigkeit das Feuer auf den Meter genau zu konzentrieren. Er hoffte nur das Taras bald zurückkam und ihnen sagte, wie es nun weiter gehen sollte.
Frederic wachte aus einem unruhigen Schlaf auf. Er war zwar noch müde, aber seine Uhr sagte ihm, daß es Zeit wäre.
Er ging kurz zu einem Sanitäter, der alle Hände voll zu tun hatte und ging unverrichteter Dinge wieder. Nur die Splitter störten ihn; er wollte sie da raushaben. Aber es gab wichtigeres. Zuerst mußte er wissen, ob es allen Lords gut ging, dann, wie die allgemeine Lage aussah. Die Milizen, die er traf, waren gemischter Stimmung. Einmal hörte er einen über einen Piloten schimpfen und fluchen, aber warum? Und wer?
In der Kantine, oder was das früher mal war, traf er auf Raphael, der schlechter Stimmung schien.
"Hallo Frederic, wie gehts dir? Ist der Savannah wieder in Ordnung?" Raphi war froh eine bekannte Person zu sehen, die ihn nicht gleich vorwurfsvoll ansah.
"Tja, der Sir wurde von Trümmern beschädigt, aber da ich ja eh bald nach Outreach muß, könnt Ihr Euch ja drum kümmern. Wieso schimpfen denn einige über einen Jägerpiloten?"
Er hatte sich seinen Teil zwar gedacht, aber er wollte es wissen.
Wo war nur der Chef. Es gab wichtige Dinge zu regeln.
*
Als Taras in seinem Cockpit erwachte, war es Nacht. Ein Blick auf die Uhr verriet, es was 02:00 - er hatte vier Stunden geschlafen.
Er rappelte sich auf und und fuhr die Systeme seines Mechs langsam hoch. Wolf 2 war schon abgerückt und so machte er sich auf den Weg zurück zum alten HQ der Lords ... Zeit für den Umzug!
Kurz bevor Taras seinen Mech in Bewegung setzte, erhaschte er einen kurzen Blick auf den Typen vor seiner Scheibe.
"Was zur Hölle machst Du da, bist du nicht ganz dicht?", polterte er über Außenlautsprecher los.
"Sir!" Will öffnete die Luke des Mechs.
"Sergeant Will Trapper, ehemals Wolfs Dragoner. Ich wollte mich bei ihrer Einheit bewerben, wurde aber in Kämpfe verwickelt und einer ihrer Leute meinte gerade, sie wären der Boss."
*
"Wieso sie über Jägerpiloten schimpfen. Diese Bodenratten sind der Meinung, dass meine Erdkampfunterstützungsmaßnahmen etwas übertrieben und vor allem zu ungenau waren. Wie siehst du das,denn na ja, ich hab deinen Savannah beschädigt." Raphi konnte seine Lautstärke nur mit Mühe unten halten,trotzdem zuckten mehre Köpfe in ihre Richtung.
Das war es also. "Ist denn irgendwas schlimmes gewesen? Die Häuser sind doch zu verschmerzen. Und mein Hover auch."
Er sah die Aufmerksamkeit der Leute.
"Vielleicht sollten wir uns ja ein ruhigeres Plätzchen suchen."
Er lächelte die Zuschauer unverbindlich an.
"Das wäre wirklich nicht schlimm. Aber ich hab bei dem Eingriff in den Häuserkampf. Ich hab da anscheinend etwa vier Eigene erwischt."
Mit den letzten Soldaten kam auch Rudolf wieder in das Lager. Er wirkte blaß, doch die Erschöpfung sah man ihn nicht an. Staub und Dreck bedeckte sein Gesicht und seinen Tarnanzug. Er hatte alle Magazine leergeschossen, bis auf das letzte.
Dann klopfte er Raphie auf die Schulter.
"Guter Flug Junge. Hättest ruhig nochmal drüberfliegen dürfen. Hast die Bande ganz schön dezimiert."
Dann setzte er sich zu den beiden nieder, schüttelte seine leere Feldflasche und forderte mit einen Wink Raphie auf, ihm seine zu geben.
"Oh.... das wußte ich nicht." Als er Rudolf erspähte, war er froh. "He Rudolf, was hast Du solange gemacht?" Als der Raphael klopfte, war die Sache für ihn erledigt. "Hm, ich glaube, wenn Dich noch jemand deswegen schilt, schick´ ihn zu mir. Ich habe Dir schließlich gesagt, daß Du das machen sollst. Per Funk, oder?"
Er hatte leider kein Wasser dabei, sonst würde er Rudolf etwas geben.
Zu demselben hatte er noch: "Danke, Rudolf." übrig.
Dann suchte er erstmal weiter nach dem Chef.
Im gehen aktualisierte Frederic seinen Statusbericht auf seinem Noteputer.
Status Lords: Kreuzritter: beschädigt,
Feuerfalke: beschädigt,
Rotunda: unbeschädigt,
Savannah Master: beschädigt,
Stuka: beschädigt,
Rudolf: verletzt,
weitere Verletzungen: unbekannt.
Mögliche Beute: Schreck, beschädigt.
Wenn die Meldung der Miliz an das Oberkommando rausging, sollten sie bald Verstärkungen erhalten, ansonsten war für Piraten hier viel zu holen.
Er dachte sorgenvoll an seine bevorstehende Reise.
Das würde eine gewaltige Verstärkung bringen, wenn auch nur einige der Bewerber mitkamen.
Er schickte selbst kurz darauf eine Botschaft ab, um die Bewerber auf sein Kommen vorzubereiten.
+++++ Blakes Wort Text Botschaft ++++++
++++ Priorität: Gamma +++++
++++ Absender: Lords of Thunder, Quartiermeister ++++
++++ Ziel: Outreach, Söldnerbüro, 2234 L.o.T. Neubewerber++++
+ Inhalt:
Frederic Walden, Quartiermeister.
Wir haben Ihre Bewerbungen wohlwollend zur Kenntnis genommen. Persönliche Überprüfung durch
Quartiermeister, voraussichtlich 22. Dezember 3064.
Halten Sie sich für diesen Zeitpunkt /+eine Woche bereit. Bei nichtzustandekommen folgt Benachrichtigung.
Im Auftrag
F. W.
+ Ende der Nachricht
+++ Datenanhänge: 0.2 Kb ++++
*Blakes Wort wird Euch erreichen*
++++++ Ende der Übertragung ++++++
Nachdem auch die letzten Widerstandsnester in der Hauptstadt und auf gesamt Bad F. durch die Miliz, außer Raphi als Scout und Luftdeckung, ausgelöscht worden waren, begannen Söldner und Miliz damit, sich für den Umzug auf das Gebiet des Raumhafens vorzubereiten. Raphi war bei den Milizionären wieder etwas beliebter. Er hatte während den letzten beiden Wochen keinen Schuss abgegeben.
Bevor noch die restlichen Säuberungen begannen, machte sich Frederic auf nach Outreach. Er verabschiedete sich persönlich bei seinen Mitstreitern, empfahl der SanitätsUffzin, die kürzlich befördert wurde, wärmstens Myagi, ("Geben Sie ihm eine Chance.") und ließ seinen Schweber in der Obhut seiner Leute.
Jeden Milizionär, den er bis zur Abreise traf, machte er klar, daß ohne Raphi die Verluste noch weit höher gewesen wären.
Dann war es soweit...
Die Zeit nach Frederics Abflug bedeutete „weiterarbeiten" für alle.. Captain Schilling schickte eine HPG Botschaft an seine Vorgesetzten, informierte sie über den Verlauf der Dinge und stellte den Bedarf nach Verstärkungen fest. Außerdem mußte ein Militärgericht sich mit den überlebenden Aufständischen befassen.
Der rege Verkehr von zivilen Landungsschiffen wurde wieder aufgenommen. Fast täglich sah man sie an- und abfliegen. Es waren auch viele Versorgungsschiffe darunter, die für das „Paradies" dringend benötigte Güter lieferten.
Die Techs der Miliz halfen den „Lords" bei Reparaturen, so gut sie konnten, aber der Feuerfalke brauchte einen neuen Arm. Der mußte aber erst eingeflogen werden. Der Kreuzritter machte kaum Probleme, ebenso der Savannah Master. Raphael schwang sich bald wieder zum Ausbilder der Flieger auf. Taras und die anderen übten mit der Miliz das kombinierte Kämpfen, während die Infanterie vom neuen, Trapper, gedrillt wurde. Rudolf hatte Order, seine Fähigkeiten in der Gefechtspanzerung zu verbessern, was er zusammen mit Trapper, dieser mit etwas Widerwillen, auch tat.
Miyagi hatte mittlerweile einen guten Draht zum medizinischen Teil der Miliz entwickelt. Er hielt sich jetzt öfter dort auf, wenn er keinen Küchendienst hatte. Das übernahmen meistens Milizionäre.
So verging einige Zeit.
*
Zeitungsbericht aus den Bad Freienwalder Kur-Nachrichten, vom 27. Oktober 3064. (Gedruckt auf echtem Papier!)
Einwohner und Kurgäste des Kurkomplexes Bad Freienwalde: Die Zeit der Ungewissheit ist endlich vorbei! Die verräterischen Milizelemente wurden endlich vom Raumhafen vertrieben und ihrer gerechten Strafe zugeführt. Wir danken den loyalen Milizeinheiten und der Söldnergruppe „Lords of Thunder" für ihre großen Taten. Besonders hervorzuheben sind die Aktionen des Söldnerchefs Taras Bulba, der mit seinem modifizierten Kreuzritter entscheidenden Anteil am endgültigen Sieg hatte, als es um den Raumhafen ging, und den loyalen Milizcaptain Schilling, der sich mit einer Anzahl Getreuer nicht der dummen und feigen Rebellion angeschlossen hat, sondern mit seiner Truppe die meisten Verluste im finalen Kampf erleiden mußte.
Die Hintergründe dieses mehrmonatigen Aufstandes müssen durch die bald eintreffenden militärischen Beauftragten, unter Leitung des eigens von Atreus angereisten, gebürtigen Bad Freienwalders, Leutenient-Kolonel Stephen Esteban Hillwand, aufgedeckt werden.
Alle Überlebenden Rebellen werden seiner Aufsicht unterstellt und gegebenenfalls schon auf dem Planeten mit einem Militärgerichtsverfahren bedacht. Auch davon wird die BFKN neutral berichten.
Die Versorgungslieferungen an unseren Kurkomplex ist seit mehreren Stunden wieder angelaufen und wir können uns auf verstärkte Bemühungen in der Versorgung durch eine höhere Landungsschifffrequenz freuen. Die letzten Monate waren hart für alle, aber dank unserer Söldner und unserer loyalen planetaren Miliz haben wir es überstanden.
Wir können uns für die nächste Zeit wieder auf mehr Gäste freuen, die mit den Befreiungsnachrichten die Erlaubnis für den Besuch bei uns erhalten haben.
Gleichzeitig verabschieden wir uns schweren Herzens von den treuen Besuchern und Kurgästen, die ihren Aufenthalt hier gezwungenermaßen verlängern mußten.
Eine gute erholsame Heimreise.
Auf Seite 2 folgt eine Kurzzusammenstellung der Kämpfe und auf Seite 3 eine Kurzvorstellung der beteiligten Krieger.
Verpassen Sie auch nicht die Kommentare, die viele spannende Fragen aufwerfen: u.a. warum schickte das Oberkommando keine Truppen, um uns zu befreien? Warum hat der Konflikt so lange gedauert? Was für Verstärkungen werden eingeflogen? u. s. w.
*
Raphi versuchte sich im Cockpit seines Stuka zu entspannen.
Obwohl Bad F. über einen starken Landungsschiffverkehr verfügte besaß das System keine ausreichende Raumortung. schon alleine auf Bad F. gab es genug Radarlöcher, die eine unbeobachtete Landung ermöglichten. Ansonsten waren nur noch zwei Ladestationen zur Überwachung der Sprungpunkte vorhanden. Eine war allerdings schon lange Defekt und wurde nur noch als Radarstation genutz. Deswegen mussten dauernd Jäger auf Langstreckenaufklärung geschickt werden. Seit der Beendigung der Kämpfe hatte die Miliz diese Flüge wieder aufgenommen. Da die Miliz allerdings nur noch über einen Jäger verfügte und der andere nicht mehr reparabel war, musste Raphi wohl oder übel auch diese Aufgabe übernehmen, auch wenn es dafür einen Bonus für ihn und die Einheit gab, hasste er die Flüge nach nun insgesamt drei Wochen langsam.
"Falcon 1 hier Falcon 2 ich habe hier etwas auf dem Radar, es scheint sich um etwas größeres zu handeln." ‘Endlich ist mal was los’ "Falcon 2 geben sie mir genauere Daten."
Schnell schloss Raphi zum Luzifer auf. Gemeinsam näherten sie sich dem Sprungschiff. "Falcon 2, das sieht nach einem Invasor aus, können sie das bestätigen?" Der Milizonär bestätigte diese Aussage "Sieht wirklich danach aus. Was tun wir jetzt?" Raphi überlegte nicht lange "Wir gehen ran und versuchen mehr rauszufinden. Ich informiere die Basis." Raphi sendete einen Funkspruch Richtung Bad F. welcher in der Basis für einiges an Aufregung sorgte und einige Antworten provozierte, doch die beiden Jäger befanden sich bereits im Funkschatten des Planeten.
Langsam schoben sich die Jäger in Richtung des Sprungschiffes. Kein IFF-Kennung, das ist seltsam. Plötzlich begann das Funkgerät zu plärren. "An die sich nähernden Jäger, hier spricht die 15. Marik-Miliz. Identifizieren sie sich, oder wir sehen uns gezwungen Abwehrmaßnahmen zu ergreifen." Raphi sprang vor Überraschung beinahe aus seinem Sessel allerdings verhinderten seine Gurte dies. "An die 15. Marik-Miliz: Hier spricht Raphael von Richthofen von der Söldnereinheit der Lords of Thunder in Begleitung des Miliz-Piloten Daniel Thoma. Darf ich den Grund ihrer Anwesenheit an einem Piratensprungpunkt dieses Systems erfahren?" "Miliz und Söldner?!?! Sind sie Teil der regierungstreuen Truppen?" Die Frage brachte Raphi zum Schmunzeln "Wir sind Regierungstreue." "Schön das es sie noch gibt, wir wurden abgestellt, den Planeten zu befreien. Wir wussten nicht das es noch Widerstand gegen die Rebellen gibt. Aber was haben Söldner hier zu suchen? Wir haben keine Informationen darüber darüber, dass sich Söldner auf Bad F. befinden." "Das kann ihnen die planetare Regierung oder mein Chef besser erklären. Aber für die Kämpfe seid ihr zu spät. Die letzten Widerstandszellen wurden vor über einer Woche ausgeräuchert. Hätten sie etwas dagegen, uns mit zurück zu nehmen?" "Tut mir leid aber bei uns ist alles voll."
Kurz nach Beendigung des Gespräches lösten sich ein Overlord und zwei Unions vom Sprungschiff und nahmen, begleitet von den beiden Jägern Kurs Richtung Bad. F.
Draconis Kombinat , Vanem, 03. Februar 3059.
„Kapitän Gould, hier sind ihre Marschbefehle samt Geldkarte. Die Bestätigung wird planmäßig abgeschickt. Und die Sprungschiffpläne, soweit verifizierbar. Ich hoffe, sie kommen rechtzeitig und heil zurück." „Danke Etgar. Richten sie Sho- Sa Lynn meine Grüße aus und wünschen sie ihr viel Glück gegen die Parder. Ich werde mein bestes tun um einige neue Mechs herzuschaffen. Aber ob ich einen Sirocco bekomme, kann ich nicht sagen." Damit unterschrieb er mit Katakana und Handschrift samt Stempel, als er die wertvollen Gegenstände entgegennahm. „Möge der Drache über uns wachen und uns von den Clans befreien." Sie verbeugten sich voreinander und Etgar ging wieder zu seinem wartenden Schweber. Derek Gould würde jetzt mit seinem Union- Klasse Landungsschiff aufbrechen, und in die Liga Freier Welten fliegen, um eine Kompanie neuer Battlemechs abzuholen. Die Vorbereitungen zur Zerschlagung der Nebelparder waren so gut wie abgeschlossen, aber da das auch sehr verlustreich sein würde, waren er, wie viele andere Schiffe unterwegs, um Nachschub heranzuschaffen. Die Militärindustrie des Kombinats arbeitete seit der Claninvasion auf Hochtouren, wenn nicht schon immer. Aber die technologische Entwicklung der letzten Jahrzehnte übertraf alles andere davor. ‘Auch wenn wir jetzt erst auf der Höhe des Sternenbunds sind,’ dachte er.
Inzwischen war er in seinem Quartier angekommen und schloß die Dokumente in seinen Safe. Nur er und sein erster Offizier kannten den Code dafür. Und so war das auch richtig.
Jetzt mußte er die letzten Checks durchgehen, dann konnten sie endlich starten. Hana Bi 2 würde dem Drachen wichtiges Material für den Kampf gegen die Clans liefern.
*
Auszug aus einem Bericht der Bad Freienwalder Kur- Nachrichten vom 13. November 3064. (Gedruckt auf echtem Papier!)
"Warum?"
So lautete die Frage, die das Militärgericht unter Vorsitz von Leutenient- Kolonel Hillwand den Angeklagten wieder und wieder stellte. Als Hauptverantwortlicher wurde Unterleutenient Jusin ermittelt. Er war nach einigen Angaben zum Zeitpunkt der Rebellion allerdings nur Kaporal, so daß es zweifelhaft ist, daß er als Rädelsführer angesehen werden kann. Bislang gibt es keine Hinweise auf den Verbleib der ursprünglichen Offiziere, die den dummen Aufstand mitgemacht und geplant haben.
Im Gegenteil, die meisten der jungen Männer und Frauen sind scheinbar verängstigt und geben bereitwillig auf alle Fragen Auskunft.
Besonders bizarr ist die Befragung zu den letzten Stunden ihrer verräterischen Aktion. Einige reden fast in Panik von einem Gemetzel auf den Straßen, durchgeführt von ihnen unbekannten Elitekriegern, nachdem sie von einem schweren Luft-/Raumjäger auf die Straße getrieben wurden. Damit versuchen sie wohl, die ehrenhaften Söldner unter der genialen Führung von Taras Bulba, der im Übrigen von Leutenient- Kolonel Hillwand mir dem Adlerorden ausgezeichnet wurde, zu diskreditieren. Obwohl es selbst für diesen Fall keinen Unterschied macht, wer die Bestrafung ausführt, und wie sie ausfällt: Wir stehen zu unseren Rettern!
Und wir lassen sie nicht von dahergelaufenen Terroristen und Meuterern mit Dreck überschütten!!
Einige Urteile wurden schon am ersten Verhandlungstag gefällt. Die Reaktion der „Betroffenen" war wiederum mitleiderregend bis grotesk in ihrer Darstellungsqualität. Mehrere Sergeants und der einzige Mastersergeant der Aufrührer werden von hier ausgeflogen und in ein Liga- Hochsicherheitsgefängnis geworfen. Die Strafmaße reichen von 12 Jahren bis zu 50 Jahren Haft. Der Unterleutenient, dessen Name in der Verhandlung nicht genannt wird, soll bis zum Ende der Verhandlungen immer wieder als Zeuge auftreten, und soll somit sein Strafmaß veringern können. Warum dies geschieht, darüber können wir nur spekulieren. Vielleicht hat der scharfsinnige Lt. Kolonel Pläne, die u. U. noch versteckten Rädelsführer aus ihren Rattenlöchern zu holen, oder sie durch den Offizier ausfindig zu machen.
Nachforschungen unseres Korrespondenten bei verschiedenen Prozessteilnehmern haben allerdings nichts über den Namen in Auskunft bringen können.
Taras Bulba, der als Beobachter zugegen war, äußerte sich sorgenvoll, aber auch zufrieden. Zitat: „Ich hoffe, die armen Schweine haben draus gelernt." Dann kümmerte er sich weiter um seine Söldnereinheit, die gerade mit Hilfe der Miliz ihre Kräfte aufbaut und repariert. Es ist auch die Rede von Verstärkungen, die von Outreach kommen sollen. Allerdings wird der Kontrakt mit Hinblick auf die Miliz nicht um ein weiteres Jahr verlängert, sondern ein neuer soll den „Lords" mehr Prestige und Geld bringen.
Der Präsident der Kuranlagen hat sich persönlich zum Raumhafen begeben um als Zeuge auszusagen und den Söldnern persönlich für ihren Einsatz zu danken. Dabei hat er per Vertrag zugesichert, daß sich die gesamten „Lords of Thunder" in der Nebensaison eines Jahres ihrer Wahl in das Kurzentrum begeben dürfen, wo sie kostenfrei logieren können. Der Verkaufswert dafür beträgt ca. 70000 C- Noten. Dabei sollen sie auch das Sicherheitssystem prüfen, das nach dem Aufstand installiert wurde. Die Aufrüstung soll noch im nächsten Jahr in der Nebensaison anlaufen. Der Söldnerchef bedankte sich bei dem Präsidenten, wollte sich aber nicht auf ein bestimmtes Jahr festlegen. „Wir werden sehen," sagte er. .........
*
Andurien, 5. Februar 3064
Nachrichten: Seit geraumer Zeit führt die Jury ein drittes Landungsschiff mit. Das Profil deutet darauf hin, daß es sich um ein erbeutetes Schiff aus dem Draconischen Raum handelt. Niedere draconische Diplomaten haben laut Angaben des Andurischen allgemeinen Nachrichtendienstes scharfe Protestnoten eingereicht. Das Schiff war angeblich auf „Einkaufstour" für Liga- Battlemechs. „Es ist schon seit mehreren Jahren verschollen. 2 Ermittler hatten bei ihren Aufspürversuchen keinen Erfolg, man nimmt an, daß es einen Fehlsprung, oder katastrophales Versagen des Antriebs, repektive einen Hüllenbruch gab. Was mit dem Sprungschiff beim Fehlsprung geschehen sein soll und über dessen Namen schweigen sich die Quellen aus. Plausibler klingt demnach die Version, daß eine renegate Söldnereinheit das unglückselige Schiff kaperte und es mit sich in die Peripherie zwang."
Diese Einheit scheint „Jeremys Jury" zu sein. Laut eines offiziellen Berichtes der
„Vereinigten freien Handelsschiffe und -gesellschaften der Inneren Sphäre", hatte die „Hana Bi 2" ihre Mission, eine neue Kompanie Battlemechs für die VSDK einzukaufen, erfolgreich abgeschlossen, als besagte Einheit durch das unbewohnte System in Richtung Peripherie floh. Da sie und ihr Sprungschiff keine adäquate Verteidigung zustande brachten, fielen sie in die Hände der Banditen.
Was mit dem Spungschiff geschah, ist weiterhin unklar, man nimmt an, daß es zerstört wurde.
Um so erstaunlicher ist jedoch das Verhalten des Magistrats Canopus, die ein offensichtliches Kaperschiff ignorierte und die Einheit unter Kontrakt nahm.
Im Moment ist die Vernichtungsaktion von Canopischen und Taurischen Kräften im Gange.
*
*
Liga freier Welten, unbesiedeltes System YR- 163, ca. 60 Ly vor Andurien 19. 1. 3060
„Mari- chan bitte setz´ Dich. Wir koppeln gleich ab." Mari ist das Maskottchen des Schiffes und 16 Jahre alt.
Seit ihrem 14. Lebensjahr ist sie mit ihren Eltern unterwegs, meist auf der Hana Bi 2. Ihr Vater ist der 1. Offizier des halbzivilen Schiffes und die Mutter eine der Techs. Sie selbst kann fast alles, was man im All können muß. Captain Gould bringt ihr alles bei, was er weiß. Und er weiß viel. Ihre Eltern lehren sie, was sie sonst braucht. Es fehlt ihr an nichts, außer vielleicht an gleichaltrigen Freunden. Sie ist klug, schon sehr hübsch und der Captain und die Crew lieben sie abgöttisch. Bald wird sie das Wissen haben, um einige wichtige Funktionen ausüben zu können. Vielleicht wird sie eines Tages ein eigenes Schiff führen. Oder bei einer Transportgesellschaft anheuern. Nach über einem Jahr im All ist sie so gewandt unter Schwerelosigkeit, wie ein Fisch im Wasser. Die Hana Bi 2 koppelt jetzt von einem Sprungschiff ab, um in kurzer Zeit an ein anderes anzukoppeln. Dies ist ein seltener Luxus, der die Reisezeit um ungefähr zwei Wochen verkürzen, und sie mit Glück auf unter ein Standardjahr drücken kann. Nach 21 Sprüngen durch den rätselhaften Hyperraum weiß Mari, was sie erwartet. Es ist unbeschreiblich, und doch fühlt es sich sehr real an. Mari wird immer kurz schwindlig, wenn sie in den Normalraum eintreten, aber das dauert nur zwei Sekunden. Sie hat schon von Fällen von TDS gehört; diese Leute können nicht mehr mit Sprungschiffen reisen, und sind an ein System gefesselt. Für Mari wäre so etwas unvorstellbar.
Jetzt koppelt das Schiff ab. Noch ist alles schwerelos, aber wenn die massigen Triebwerke ihre Arbeit aufnehmen, wird alles mit einem fünftel der Erdanziehung gegen die Flugrichtung sinken.
Das ist zwar nicht wie auf einem Planeten, aber besser als Null- G.
Man kann dann sehr weit springen.
Aber auch wenn sie das alles faszinierend findet, freut sie sich jedes Mal, wenn sie wieder auf einem bewohnbaren Planeten landen. Sie hat schon einige wichtige besucht. Damit hat sie dem größten Teil der Menschheit etwas voraus. Es gab Planeten, deren Bewohner größtenteils nichts mit Raumfahrt zu tun haben und nicht einmal ahnen, was es alles im All zu sehen gibt.
Bedauernswert sind sie.
Langsam wird der Schub reduziert, jetzt treibt das Schiff nur noch durch den Raum.
Mari wird bald wieder auf einer ihrer Heimatwelt ähnlichen Welt spazierengehen können, und fremde Kulturen kennenlernen.
Aber vorher muß sie arbeiten, was eben so anfällt, auf einem Handelsschiff.
*
Will Trapper fluchte und trat dem Jungen in die Seite. "Hab ich gesagt, dass du das Gewehr fallen lassen sollst? Hab ich gesagt, dass du einfach so dich ergeben sollst? Du warst der Köder, der Auslöser der Falle und jetzt sind deine Kameraden tot!", brüllte er.
Wochenlang trieben sie nun dieses verdammte Spiel, immer wieder, immer andere Missionen, immer andere Rollen für die Rekruten. Trapper gab sich Mühe, die Miliz auf Bad Freienwalde auf Vordermann zu bringen, aber ein Großteil der jungen Soldaten war schlichtweg zu dämlich für diesen Beruf. Wenigstens ein paar Anwärter schienen langsam zu verstehen und der Ex-Dragoner plante, aus ihnen den harten Kern der 1. Bad Freiwald-Kur-Brigade zu formen.
Der junge Mann vor ihm auf dem Boden, vielleicht 20 Jahre jung und am Ende seiner Kräfte, rappelte sich auf und senkte den Kopf. "Sir, es ... tut mir leid."
"Es tut dir also leid.", flüsterte Will kaum hörbar. "Gottverdammt, zwanzig tote Kameraden und es tut dir nur leid? Hast du nicht einmal den Mumm, mir aufrecht gegenüberzustehen und zu sagen 'Sir, ich hab's vermasselt!'?"
Der Rekrut sah trotzig auf. "Sir, ich hab's vermasselt!"
"Jaja ... wegtreten, wir machen morgen weiter." Er entließ auch den Rest der Rekruten, immerhin war es gut 22 Uhr und sie hatten um 8 Uhr angefangen. Will schulterte seinen Rucksack und verschwand in Richtung des LoT-Bereiches ...
Will kam jetzt in die Küche, wo Miyagi wieder mal herumsaß.
Er bekam durch seine "Sanitätsfrau" mit, was Will so alles mit den armen Jungs anstellte.
Manchmal fragte er sich, wer das bessere Los gezogen hatte, die jetzt toten Aufrührer, oder die Milizionäre, die von Will geschliffen wurden.
Letztlich wußte er, daß er es nur gut meinte, aber seine eigene Grundausbildung lag schon einige Jahrzehnte zurück.
Deshalb machte er dem jungen Will öfter mal was nahrhaftes zur Nacht und unterhielt sich mit ihm.
*
Auszug aus einem Zeitungsartikel der Bad Freienwalder Kur- Nachrichten vom 14. Dezember 3064
(gedruckt auf echtem Papier!)
Liebe Kurgäste,
Es ist bald an der Zeit für unsere Weihnachts- Chanukka- Toshikoshi- (chin. Äquivalent einfügen)- Kwanzaa- Neujahrs- Feiertage.
Dementsprechend haben sie sicherlich unsere Umfangreichen Vorbereitungen schon mitbekommen.
Wir laden sie alle herzlich ein, an den Feierlichkeiten teilzuhaben und versprechen ihnen ein unvergessliches Erlebnis.
Der Direktor der Kuranlagen hat die Söldnergruppe „Lords of Thunder" und einige Vertreter der Milizen, die derzeit auf dem Planeten befindlich sind, herzlich dazu eingeladen. Mit etwas Glück können sie sich die Heldentaten unserer Retter anhören, vorausgesetzt, sie sind bereit, uns hier zu besuchen. Alles, was sich hieraus ergibt, wird von uns verbreitet werden.
Lesen sie nun die Herkunft der verschiedenen Feiertage, ihre Bedeutung und Ähnlichkeiten, etc. etc.
*
"Hey, Leute, schon gehört?" Will brüllte durch die Kantine. "Wir sind Weihnachten auswärts eingeladen, so´ne Art Presseball, wenn ich das richtig erkenne! Aber nur für das Essen lohnt es sich schon, nich´ wahr?"
Miyagi krächzte:" Endlich kann ich mal essen, ohne zu kochen. Das wird sicher ein Spaß. Wollen hoffen, daß da auch heiße Weiber rumrennen."
Er keckerte in sich hinein.
Taras hätte sicher nichts dagegen, aber einige sollten schon als Wache hierbleiben.
"Ich trink bloß wieder viel ... von mir aus schieb ich die erste Hälfte Wache und geh dann da hin, dann kann ich tun was ich will und hab keinen Zeitdruck. Nächster Tag ist eh ein Sonntag, da schlaf ich ja Gott sei Dank aus.", meinte Trapper grinsend.
Rudolf schmiß den großen Seesack auf die Küchenablage.
"Na Will hast du die Ohren steifgehalten als ich im Urlaub war?"
Miyagi grinste Rudolf an: "Na, Sportsfreund. Was willste essen? Wie war der Urlaub?
Dann fing er wieder an herumzufuchteln, mit seinem Messerset.
"Was soll man sagen, Meer, warm, Bier und billige Frauen." grinste der alte Infanterist.
"Hier ich hab die ein neues Sushi Messer mitgebracht."
"Und jetzt gibt es wieder mal Erbseneintopf ne Abwechslung für Sushi. Was kann Will eigentlich kochen? Holzfällersteak?"
"Kochen? Alles, was so draußen rumläuft, der ganze Scheiß, den man in der EKA halt können muss." Der Soldat zuckte mit den Schultern. "Also, ich mach die erste Wachschicht oder lass die Rekruten aufpassen, verpassen will ich ja nichts..."
"Rekruten laß mal hören, hier ich hab dir die Golfausrüstung mitgebracht die du wolltest".
"Ganz ruhig ihr jungen Hüpfer. Es sind ja noch ein paar Tage, ne." Sprach Miyagi zu den beiden.
„Rudolf danke für das Messer, aber zu den Weibern mußt Du mir noch was erzählen. Ich kann dir beim Kartoffelschneiden gern zuhören.
Übrigens gab es nicht nur Sushi.
Epas waren auch oft dran."
"Naja, ich bin grad´ dabei diese Witzfiguren von der ehemaligen Kur-Garde zu drillen, die sollen hier auf dem Planeten mal selber aufpassen können. Nun ja, ich behandle sie schon nicht so, wie ich das noch vor kurzem bei den Dragonern gemacht hab, aber die jammern trotzdem immer rum. Aber ne Wache sollten sie gerade so alleine schaffen."
Will grinste und lehnte sich in seinem Stuhl zurück. "Ein paar von ihnen könnten sogar mal gut werden."
*
Auszug aus einem Zeitungsartikel der Bad Freienwalder Kur- Nachrichten vom 22. Dezember 3064
(gedruckt auf echtem Papier!)
Vermischtes
Peripherie
Wie seit längerem bekannt ist, ist die Region der neuen Kolonien, zwischen dem Magistrat Canopus und dem Tauruskonkordat gelegen, gedacht als eine Botschaft des guten Willens der beiden Nationen, bestrebt, seine Unabhängigkeit von diesen beiden souveränen Nationen zu erreichen.
Die Separatistenbewegung gewinnt immer mehr an Einfluß auf vielen dieser neuen Welten.
Ein wichtiger Faktor, der dagegen spricht, die Streitkräfte der beiden Mächte zu vertreiben und sich selbst überlassen zu werden, ist die zunehmende Bedrohung durch die Piraten, die in diesem Raum immer offensiver zu Tage treten. Da auch die umliegenden und nahe gelegenen Welten davon beeinträchtigt werden, haben Konföderationsdiplomaten mit Strafexpeditionen gedroht. Dies traf auf Zustimmung durch Magistratsstreitkräfte, die ankündigten, weiterhin auf den industriellen Zentren Schutz zu bieten.
Der wichtigste Planet hierfür ist sicher Detroit. Dort wurde unlängst mit capellanischer Hilfe ein Mechwerk aufgebaut. Fakt ist, daß Detroit noch unter keinen schweren Piratenangriffen zu leiden hatte.
Aber ob dieser Planet irgendwann in die Autonomie entlassen wird, darf bezweifelt werden. Das angeschlagene Militär des Tauruskonkordats und die Magistratsstreitkäfte wären dann ihrer neuesten Produktionsstätten beraubt, was den kolonialen Marshals zwar einen Schub versetzen würde, aber kaum durch oben genannte Fraktionen toleriert werden würde.
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Meldung vom 30. 9. 3064
Erschienen am 23. Dezember 3064 in den Bad F. KN. (gedruckt auf echtem Papier!)
Jeremys Jury weiterhin aktiv und gewalttätig!
Die berüchtigte „Jury" hat erneut zugeschlagen. Diesmal wurde Hurik in der Konföderation Capella angegriffen und innerhalb von einer Woche viel geplündert. Die feigen Renegaten machten Beute vor allem in Form von Luxusgütern, Nahrungsmitteln und Handfeuerwaffen, einer nicht unerheblichen Menge Goldes und Platins, sowie etwas Germaniums und Palladiums, aus dem Schatzamt einer Großstadt. Die Miliz des Planeten konnte gegen diese Überfälle nicht viel ausrichten, denn nachdem eine Beleidigung an dieselbe über Funk herausging, marschierte der Großteil aus noch ungeklärten Gründen aus ihren Stellungen, um die Renegaten nördlich der Stadt zu stellen. Die Kompaniegroße Mecheinheit floh weiter nach Norden, während offenbar mehrere Panzer und Mechs, unterstützt von Luft/- Raumjägern die verbliebenen Stellungen der Miliz bombardierte. Nachdem der größte Widerstand ausgeschaltet war, landeten die Verbrecher mitten in der Stadt, sie hatten offenbar Transporthubschrauber zur Verfügung, und beluden ihre jämmerlichen Vehikel. Nachdem sie die besagten Schäden angerichtet hatten, war es für die nördlichen Einheiten zu spät, um noch etwas zu unternehmen.
Als sie wieder vor den Toren der Stadt standen, sahen sie die Verwüstungen, fanden aber nur 2 Panzerwracks der Renegaten. Diese waren beim heroischen Verteidigungskampf der Miliz vernichtet worden.
Im Norden landete daraufhin ein Landungsschiff und die Renegaten flohen, bevor Entsatzkräfte ihnen den Garaus machen konnten. Der Schaden für die Volkswirtschaft des Planeten beträgt rund 900 Mill. C- Noten. Die Verbrecherbande zerstörte 2 Panzerlanzen der Miliz und tötete viele Menschen, darunter auch Zivilisten.
Wir werden sie weiterhin über Neuigkeiten auf dem laufenden halten.
Interview mit einem beteiligten Soldaten der Hurik Selbstverteidigungs- Miliz von Geffroy Willson von AAND. (Andurien Allgemeiner Nachrichtendienst) September 3064
Frage: Also San- ben- bing Li: Was war da los?
Antwort: Nun..
F. Haben sie keine Angst. Sie haben doch eigenhändig einen der Panzer abgeschossen und wurden dafür befördert, nicht wahr?
A. Schon, aber...
F. Was geschah also in dieser Woche, wo die Piratenbanden im Norden landeten und der Großteil des Bataillons sich aufmachte um die Mechkompanie zu jagen?
A. Wir haben die Stellungen besetzt gehalten und Wache gestanden...
Dann hörten wir, daß ein Overlord ankommen würde. Auch das ohne Kennzeichen.
Der Kommandeur...
F. ..Der vorgestern wegen Verrats hingerichtet wurde...
A. .. Was? Wieso?
F. Oh, sie wußten nichts davon? Der Planetare Gouverneur hatte sein Versagen untersuchen lassen und seine Kollaboration festgestellt.
A. Oh nein, der gute Komm.. (er faßt sich schnell wieder, nach nervösen Blicken zum Presseoffizier) ähm, jedenfalls wurden noch mehr Zivilisten eingesetzt und wir verschanzten uns vor der Stadt.
F. Dann griff die feige, übermächtige Piratenarmee an, stimmt das?
A. Ja, so war´s. Sie hatten so viele Flugzeuge, diese bombardierten uns stundenlang. Fast mein ganzer Zug starb dabei. Dann griffen sie uns mit Mechs und Panzern an. Es war nicht mehr viel von uns übrig, aber San- ben- bing Jones und ich wir sollten mitmachen, bei einem Hinterhalt. Fast alle unsere Panzer, die noch fahren konnten, zogen sich zurück und die Piraten stießen vor. Wir konnten 2 Schweber von den anderen isolieren und schossen mit allem auf sie, bis sie explodierten. Dann bombardierten die Jäger die Häuser in denen wir uns versteckten, und die letzten vier Panzer. Jones starb sofort, seine Beine waren weg und.. (...)
F. (....) Belassen wir es doch dabei. Die Lagerhallen wurden also zerstört und der Rest geplündert. Jetzt aber nochmal zu dem meisterhaften Hinterhalt. Sie konnten also einen Panzer abschießen, richtig?
A. Nun, die Hunter und KSR- Träger schossen auf den vorderen, während die MG- und Raketenzüge sich auf den hinteren (Panzer) konzentrierten. Ich saß am MG im 2. Stock und schoß, bis keine Munition mehr da war. Ich sah nur die Explosionen und den Qualm und Rauch. Und die Splitter und einige Leichen.. (...)
F. Jedenfalls haben sie leicht verletzt überlebt. Was war dann?
A. Als ich aufwachte, erfuhr ich, daß das Schatzamt geplündert war und die andere Kompanie der Piraten geflohen.
F. Jetzt aber zum Vorgehen der Piraten: haben diese Bestien noch etwas fortgeschleppt, außer Gold und Vorräte?
A. Nicht daß ich wüßte.
F. Aber Piraten sind doch nicht nur an Vorräten interessiert, sie führen doch ein hartes Leben und.. es gibt doch viele Frauen hier, verstehen sie?
A. Die Zählung hat keine Entführungen ergeben, soweit ich weiß.
F. Aha, also könnte es doch sein, oder?
A. Weiß nicht, fragen sie die zuständigen Behörden.
F.Eine Frage hätte ich noch: konnten sie das Emblem der Piratenbande ausmachen?
A. Ja, es war.. es war ein Holzhammer.
F. Ein Holzhammer?
A. Ja. Ein alter Holzhammer.. mit eisernen Beschlägen.
F. So? Dann bedanke ich mich und wünsche ihnen noch einen schönen Tag.
A. ... (chinesischer Fluch) konnte nicht übersetzt werden.
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Unbewohntes System, YR- 163, 2 Sprünge kernwärts von Andurien
3. Juli 3060
Das Sprungschiff ist in einigen Tagen bereit. Die Mannschaft der Hana Bi 2 ist durch die wieder einsetzende Routine etwas desinteressiert. Sie suchen nach Abwechslung. In der Schwerelosigkeit liegt eine Chance, aber auch ein Nachteil. Man kann zwar durch das gesamte Schiff „schwimmen", aber durch den vollen Laderaum ist der Großteil besetzt. Nicht einmal Ringkämpfe können abgehalten werden. So muß sich körperliche Aktion auf die stationären Geräte beschränken.
Mari war begeistert von Andurien gewesen. Der nahezu 5 Milliarden Menschen zählende 5. Planet und besonders seine gewaltige Hauptstadt, Jojoken, hatte sie überwältigt.
Von den Geschäften des Kapitäns und seiner Offiziere war sie verschont geblieben, sie hatten viele dieser Battlemechs gekauft, die sie zurück in das Kombinat bringen sollten.
Im Norden der Stadt lag der riesige Botanische Garten, sie war so fasziniert von den verschiedenen Pflanzen gewesen, daß sie nahe daran gewesen war, sich eine zu stehlen.
Nur die vielen Sicherheitsvorkehrungen hatten sie abgehalten.
Leider mußten sie nach nur wenigen Wochen Aufenthalt schon wieder abfliegen. Sie hätte für mindestens ein Jahr dort bleiben und immer etwas neues entdecken können.
Aber ihr Leben war so und sie stellte es nicht in Frage.
Der Weltraum war schließlich auch immer anders. Man konnte Nebel sehen, die bunt leuchteten und viele verschiedene Sterne und Sternhaufen und Galaxien, die so weit weg waren, daß sie vielleicht schon nicht mehr existierten.
Wenn sie in ihrem Quartier sitzt, kann sie durch ein kleines Quadrat hinausschauen. Genau das tut sie auch jetzt. Manchmal zünden die Star League 250 Triebwerke, um das Schiff auf Position zu halten. Mari kennt die Intervalle und ist manchmal erstaunt, daß dieser Antrieb noch funktioniert. Genau wie das ganze Schiff. Es ist sehr alt.
Der Käptn sagt, daß es noch älter ist als er selbst. An die 200 Jahre sollen es sein. Das ist kaum zu glauben, aber der Großteil des interstellaren Verkehrs wird von uralten Schiffen übernommen. In den letzten Jahren ist es zu einem allgemeinen technischen Aufschwung gekommen, der die LosTech, zerstört in den Nachfolgekriegen nach der Vernichtung des Sternenbundes, wieder in den Hintergrund gedrängt hat.
Es werden auch viele neue Landungsschiffe gebaut. Nach vielen Jahrzehnten des Technologieverlustes ein erstaunliches Ergebnis.
Plötzlich tönt der Kontaktalarm los. Nicht sehr laut, aber in diesem System auffällig genug.
Es muß sich ein anderes Sprungschiff materialisiert haben.
Mari schwimmt so schnell es geht zur Brücke. Sie will wissen was da angekommen ist.
Kurz vor ihrem Eintreffen schrillen die Alarmsirenen des Schiffes, Hektik macht sich breit. Das bedeutet, daß ein anderes Schiff einen Abfangkurs eingeschlagen hat.
Mari überlegt kurz, aber schwimmt dann die letzten Meter zur Brücke.
„Gould- sama, was ist los?" Der Kapitän ist jetzt sehr ernst, als er sie ansieht. Sein Gesicht ist grau. „Mari.. wir.. es sind Piraten.. sie wollen unser Schiff." Mari hat es geahnt.
„Dann sagen sie der Mannschaft, daß sie kämpfen müssen!" Ihr Ausbruch ist erschreckend für die Brückenbesatzung. Sie sind keine Krieger, nicht mehr oder nie gewesen.
Der Kapitän schüttelt den Kopf. „Iie, Mari- chan. Geh zur Waffenkiste, mit deinem Vater und lass´ dir ein Messer geben. Und nimm eins für deine Mutter. Dann noch für die anderen beiden Frauen hier."
Ihr Vater zieht sie jetzt an der Hand hinaus. Er ist sehr ruhig. „Es wird uns nichts geschehen, Mari. Jetzt komm´ mit."
Sie verlassen die Brücke, während ein prasselnder Funkspruch eingeht. Mari hört nur den Anfang: „An das Landungsschiff ’Hana Bi 2’: hier spricht Gerard Halliweel von Jeremys Jury. Ergeben sie sich sofort und lassen sie eine Prisencrew an Bord kommen. Ihnen und ihrer Besatzung wird nichts geschehen, wenn sie keine Schwierigkeiten machen..." Dann hört sie, wie die Außenwand mehrfach von schweren Geschützen getroffen wird...
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24. Dezember 3064 Bad Freienwalde
Scott "Brave" Doneway lehnte an einem kleinen olivgrünen Militärjeep und betrachtete in den Abendstunden die Basis der Lords of Thunder. In der letzten Zeit hatte er die ganzen Kämpfe der Lord genau verfolgen können und sich seit dem überlegt, ob es wieder einmal an der Zeit wäre, in seinem Leben voranzukommen und neues zu erleben. Und diese Truppe schien im zu gefallen. Sie schienen vor allem rechtschaffen zu sein und keine Halsabschneider! Die Lords of Thunder hatten mit ihrem ganzen Können und Schweiß geholfen, schutzlosen und hilfebedürftigen zur Seite zu stehen.
Aber das wichtigste war zudem, sie haben es geschafft! Sie haben den Menschen auf Bad Freienwalde helfen können und eine korrupte Miliz besiegt.
Scott wusste, dass die meisten der Lords gerade ihren verdienten Erholungsurlaub angetreten waren, aber über die Basis würde Scott auf jeden Fall weiter kommen! Und deswegen war er jetzt auch hier! Ja, er war sich nun sicher, ganz sicher. Es war Zeit für eine Veränderung in seinem Leben und hier schien seine Zukunft auf der richtigen Seite zu stehen. Jetzt lag es nur noch daran, ob man ihn nehmen würde! Scott "Brave" Doneway stieg in den Jeep, startete den Motor und setzt ihn mit Kurs auf den Stützpunkt der Lords in Bewegung. Seine Augen fielen während der Fahrt auf den Beifahrersitz, wo seine Unterlagen
waren. Unterlagen für seine Bewerbung bei den Lords:
Name: Scott Doneway
Rufname: Brave
Alter: 26 Jahre ( Februar 3038 )
Geburtsort: Galatea
Militärische Laufbahn:
3054: Infanterieausbildung, 3055: Weiterführende Ausbildung Gefechtspanzer, 3056-3061: Kampfeinsätze, 3062-Heute: Kopfgeldjäger
Einheiten: 1st Federated Suns Armored Cavalary (3054-3061), letzter Dienstgrad: Sergeant-Major, Freischaffender (3062-Heute)
Ausrüstung: ACHILEUS-Gefechtspanzer (Marik), Infanterie-Sturmgewehr (Model HK&Colt Ranger 2000).
Ausbildung: Grundausbildung, Gefechtspanzerausbildung, Aufklärung, Infiltration, Infanterie- & Handfeuerwaffen, Waffenloserkampf, Milieu-Kenntnisse, Bodenfahrzeugeausbildung, Fortbildung Kommandoaufträge und Organisation.
Da Scott nicht wusste, wie ein Kopfgeldjäger und ehemaliger Davion-Infanterist aufgenommen wurde, hielt er es für richtig, einige informatorische Notizen hinzu zu legen.
Auf der einen Seite waren es Steckbriefe von durch Scott eingefangener Personen. Fast alle waren durch Regierungen und öffentliche Behörden ausgeschrieben gewesen.
Zum anderen erklärte er in einem Sachverhalt, dass er neben den Kopfgeldern auch alles mögliche andere wieder beschafft und organisiert hatte.
Dies alles sollte dem Kommandeur der Lords of Thunder zeigen, dass es sich bei Scott nicht nur um einen schießwütigen Killer handelte, sondern um einen professionellen Soldaten.
Der Kommandeur würde mit Sicherheit auch seine ehemalige Einheit kennen:
die 1st FSAC, einer Eliteeinheit, vor allem, was das Infiltrieren und Aufklären betrifft. Scott selbst war vor allem mit seinem Achileus-Kampfanzug darin ein guter Soldat gewesen. Sein Spezialgebiet wurde gerade die Jagd nach gesuchten Zielpersonen.
Dies war auch der Grund, warum er selbst den Abschied eingereicht hatte und Kopfgeldjäger wurde: er wollte sich verändern und gleichzeitig aber gewissen Leuten auf die Füße treten, sie einfangen und der Gerechtigkeit zuführen.
Okay, er wurde dafür bezahlt, aber ein Polizist bekam dafür ebenfalls sein Gehalt. Nur Scott konnte sich seine Aufträge meistens selbst aussuchen und Prioritäten setzen.
Zwar wurde man mit dieser Arbeit nicht arm, aber alleine auch nicht reich! Zum Leben langte es gut, aber die Transfers waren auch nicht billig. Im Marikraum gab es die letzten beiden Jahre aber genug Steckbriefe und die C-Noten langten.
Aber dann war er auf Bad Freienwalde gestrandet und kam wegen der Kämpfe nicht mehr weg. Bis die Lords kamen.
Nach dem Ende der Kämpfe gab es auch für Scott wieder Arbeit. Es
hatten noch ein paar wichtige Offiziere der Putsch-Miliz gefehlt und ein paar hatte er davon erwischt.
Viele C-Noten gab es nicht, aber Essen, Miete und die Wartung des Achileus waren drin.
Außerdem wollte Scott ja zu den Lords.
In den ganzen Gedanken versunken, war Scott bis zum Tor der Kaserne gelangt. Ein Soldat beäugte ihn misstrauisch und Scott wartete auf die Fragen und Anweisungen des Wachsoldaten. Nachdem dieser soweit fertig war, zeigte Scott dem Soldaten den offenen Umschlag, verklebte ihn in seinem Beisein und übergab seine Bewerbung an den Wachsoldaten, der versprach, die Unterlagen weiterzureichen, besonders, nach dem Scott sich den Empfang quittieren ließ. Der Soldaten musste auf einem Empfangschreiben der offiziellen Regierung unterschreiben, das er erst mit großen Augen las und mit einem Schlucken anschließend unterschrieb.
Dann fuhr Scott zurück zu seiner Mietwohnung, wo er auf die Rückantwort per Vidphon warten wollte. Die notwendige Nummer war in der Bewerbung notiert.
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Thorsten Kerensky
20.10.2004, 18:03
"Erste Bad Freienwald-Miliz, Aaachtung!"
Wills Stimme peitschte über den Exzerzierplatz. Vor ihm standen die jungen Soldaten und Soldatinnen, die er in den letzten Tagen und Wochen gedrillt hatte. Die meisten davon hassten ihn wahrscheinlich abgrundtief, aber er hatte nur seinen Job getan und das nichtmal schlecht. Das Potenzial war jetzt definitiv vorhanden, was diese Leute daraus machten, war ihre Sache.
"Ihr seid jetzt lange genug durch meine Ausbildung gegangen, von heute an formt ihr die 1. BFM, eine Einheit, die in erster Linie dazu gedacht ist, Ordnung und Zivilisation hier aufrecht zu erhalten und diesen Planeten, EUREN Planeten gegen Aggressoren zu schützen. Ich hab euch nicht ausgebildet, um einen Krieg zu provozieren, aber ich habe euch sehr wohl ausgebildet, um euer Leben für die Zivilisten hier zu opfern." Er blickte über die stramm stehenden Reihen der uniformierten Jünglinge. Die Kämpfe gegen die Piraten waren für fast alle von ihnen die ersten Kämpfe überhaupt gewesen.
"Es treten vor: Private Steve Bridges, Private Kenny Galway, Private Martin Koch, Private Natalie Ldescu, Private Diana Rose, Private Jana Schmitz und Corporal Tim Warner!"
Die Genannten Soldaten und Soldatinnen traten aus dem Glied, einen Schritt vor und salutierten, ehe sie wieder Haltung annahmen. Will registrierte zufrieden, dass wenigsens die Formal-Ausbildung gut gezogen hatte.
"Private Steve Bridges, aufgrund ihrer besonderen Leistung als provisorischer Zugführer biete ich ihnen in Übereinkunft mit meinen Vorgesetzten eine Stelle bei den Lords Of Thunder an. Nehmen sie dieses Angebot an?"
"Sir, ja, Sir!", kam ohne zu Zögern die Antwort.
"Dann befördere ich sie hiermit zum Corporal der Lords Of Thunder, melden sie sich umgehend beim wachhabenden Offizier und lassen sie sich ausrüsten! Wegtreten!
Private Kenny Galway, auch ihnen biete ich einen Posten bei den Lords an. Nehmen sie an?"
Der Private zögerte, er wusste, er musste einen Entscheidung treffen, auch wenn es ihm schwerzufallen schien. Letzten Endes siegte seine Ehre. "Sir, ja, Sir!"
"Wunderbar, ich heiße sie bei den Lords Willkommen, beim wachhabenden Offizier melden, wegtreten!
Private Martin Koch, für sie gilt das selbe! Wollen sie Teil der Lords Of Thunder werden?"
"Sir, ja, Sir!" Stolz schwang in der Stimme des jungen Mannes mit, Bewunderung, aber auch Unsicherheit. Will nahm dies alles zur Kenntnis.
"Gut, sie kennen das pro cedere ja. Willkommen im Team, wegtreten!
Private Natalie Ldescu, sie brauche ich bei den Lords als ZF-Schützin. Kann ich auf sie zählen?"
"Sir, ja, Sir!" Die junge Russin salutierte überschwenglich und wirkte durch und durch begeistert. 'Um so besser', dachte sich der Sergeant.
"Gut, schließen sie sich den jungen Herren an, wegtreten!
Privates Diana Rose und Jana Schmitz, ich befördere sie mit sofortiger Wirkung zu Lieutenants der 1. BFM, zurück ins Glied! Corporal Tim Warner, sie befördere ich mit sofortiger Wirkung zum Captain und befehlshabenden Offizier der ersten Bad Freienwald-Miliz und übergebe ihnen hiermit das Kommando und die vollständige Kommando-Gewalt über die Einheit, herzlichen Glückwunsch!"
Will wartete, bis der ehemalige Corporal nach vorne zu ihm kam und schüttelte ihm die Hand. "Ihre Welt, ihre Truppe, ihre Verantwortung. Viel Glück, Captain!"
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