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Anmerkung: Hier kommen Nachrichten aus verscheidenen Quellen rein. Die Berichte spiegeln nicht meine Meinung wieder. Jeder sollte sich selbst Gedanken darüber machen.
Presse ist auch nur eine Form von Propaganda ;)
Sicherheitspolitik 26.03.04
China droht mit Einmarsch in Taiwan
China hat erstmals damit gedroht, sich in die Politik der als abtrünnigen Provinz betrachteten Insel Taiwan einzumischen. Zur Not auch mit Gewalt.
China hat erstmals eine Einmischung in Taiwan angedroht, falls die innenpolitischen Spannungen nach dem knappen Ausgang der Präsidentenwahl «außer Kontrolle geraten».
Nach der offiziellen Ausrufung von Präsident Chen Shui-bian zum Wahlsieger stellte sich das Taiwanamt des Staatsrates in Peking am Freitag demonstrativ auf die Seite des Oppositionskandidaten Lien Chan. Ihn hätte die kommunistische Führung als Sieger lieber gesehen, weil er sich für eine Verbesserung der Beziehungen zu Peking einsetzt. Die Wahlkommission habe «die starke Opposition» von Lien Changs Kuomintang-Partei gegen das Wahlergebnis «ignoriert», hieß es in einer Erklärung des Taiwanamtes.
China will Lage nicht ignorieren
«Wenn die Situation nach der Wahl außer Kontrolle gerät, soziale Unruhe ausbricht, das Leben von Menschen in Gefahr gerät und der Besitz unserer taiwanesischen Landsleute gefährdet und die Stabilität in Taiwan erschüttert wird, werden wir die Lage nicht ignorieren», erklärte das Taiwanamt. Die Wortwahl ist eine deutliche Abkehr von der bisher demonstrierten Zurückhaltung. Eine Intervention in der als abtrünnige Provinz betrachteten Inselrepublik wäre nach den neuen Notstandsverordnungen möglich, die gerade in die chinesische Verfassung aufgenommen worden sind.
Gleichzeitig wurde die Opposition in ihrem Widerstand gegen das Wahlergebnis ermutigt. Neue Demonstrationen in Taiwan sind für diesen Samstag angekündigt. Die Verkündung des Wahlsiegers war bereits von gewalttätigen Protesten begleitet.
Streit um Neuauszählung
Der Oppositionskandidat Lien Chan hatte eine Neuauszählung der Stimmen gefordert, nachdem der Präsident nur mit einem knappen Vorsprung von 30.000 der 12,9 Millionen abgegebenen Stimmen gewonnen hatte. Im Parlament dauerte das Tauziehen um die gesetzliche Grundlage für eine Neuauszählung an. Beobachter bezweifelten, ob das Ergebnis der Neuauszählung anders ausfallen würde, da keine Beweise für Manipulationen vorliegen und Beobachter beider Parteien in den Wahllokalen waren.
Lien Chan hat beim Obersten Gericht Klage gegen die «ungerechte» Wahl eingereicht und will sie für ungültig erklären lassen. Er fordert auch mehr Informationen über das Attentat einen Tag vor der Wahl, das dem Präsidenten möglicherweise entscheidende Sympathiestimmen eingebracht haben soll. (pd)
Quelle! (www.netzeitung.de/ausland/279421.html )
TUI chartert Lazarett-Airbus der Bundeswehr
Nachdem Mittwochabend bei einem Busunfall in Mexiko drei deutsche Touristen getötet und mehrere verletzt wurden, hat der Reiseveranstalter TUI nach Informationen von SPIEGEL ONLINE den Medevac-Airbus der Bundeswehr gemietet, um die Verunglückten nach Deutschland zu transportieren.
Berlin - TUI-Sprecher Robin Zimmermann bestätigte am Freitagmittag gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass der Reiseveranstalter den Lazarett-Airbus der Bundeswehr gemietet hat, um drei tote und mehrere verletzte deutsche Urlauber aus Mexiko nach Deutschland zu fliegen. Grund für die ungewöhnliche Charter-Aktion: Das hannoveraner Reiseunternehmen konnte in der Kürze der Zeit keine geeignete zivile Maschine finden. Am Freitagmittag ist der Bundeswehr-Airbus gestartet.
Dies ist der erste Fall, in dem der Medevac-Airbus der Bundeswehr zu kommerziellen Zwecken eingesetzt wird. Gemäß den geltenden Richtlinien des Bundesverteidigungsministeriums betragen die Charter-Kosten 10.304 Euro pro Flugstunde im Falle einer "wirtschaftlichen Nutzung" und 5.095 Euro pro Flugstunde bei "Amtshilfe". Welcher Satz für die TUI berechnet wird, ist unbekannt. Firmensprecher Zimmermann wollte sich dazu nicht äußern. (pd)
Quelle! (www.spiegel.de/panorama/0,1518,292566,00.html)
Sicherheitspolitik 27.03.04
KFOR-Kommandeur: Entwarnung im Kosovo wäre verfrüht
Nach den jüngsten Unruhen im Kosovo hält der Kommandeur der internationalen KFOR-Friedenstruppe, der deutsche General Holger Kammerhoff, eine Entwarnung für verfrüht. Die gewaltsamen Auseinandersetzungen mit 28 Toten hätten "immensen" politischen Schaden angerichtet, sagte Kammerhoff . "Nach den schweren Ausschreitungen kommt es nun darauf an, wieder ein sicheres Umfeld zu garantieren." Er halte es dabei "auf absehbare Zeit" nicht für möglich, die KFOR-Truppe zu verkleinern.
"Kurz und mittelfristig sehe ich sogar das Gegenteil, nämlich die Notwendigkeit zusätzlicher Kräfte", sagte der General im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung". Eine Lösung des Konfliktes sei aber "nur politisch möglich".
"Die internationale Gemeinschaft wird dem Druck von Extremisten, welche die aktive Gestaltung und die Aufbauarbeit des Kosovo blockieren wollen, nicht nachgaben", sagte Kammerhoff der Zeitung. Dennoch sei festzustellen, "dass die KFOR bei einem Flächenbrand nicht überall sein kann". Dieser Brand scheine nun eingedämmt, "aber eine Entwarnung ist verfrüht", betonte der Kommandeur der Kosovo-Friedenstruppe.
Bei antiserbischen Übergriffen in der von der UNO verwalteten südserbischen Provinz waren seit dem 17. März mindestens 28 Menschen getötet und mehr als 600 verletzt worden, unter ihnen 61 Soldaten der NATO-geführten Kosovo-Truppe. Etwa 3600 Serben und andere Angehörige von Minderheiten wie Sinti und Roma wurden aus ihren Dörfern vertrieben.
Die KFOR-Truppe zählt derzeit rund 20.000 Soldaten aus 36 Ländern, unter ihnen etwa 3800 Soldaten der Bundeswehr. (pd)
Quelle! (www.rheinpfalz.de/perl/cms/cms.pl)
Verantwortungslose Blauäugigkeit
Schwere Vorwürfe gegen Politik, Justiz und Datenschützer: Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, sagte angesichts der sich in Deutschland tummelnden islamistischen Gewalttäter der "Leipziger Volkszeitung", der Eindruck, dass die deutsche Polizei bei Beobachtung und Kontrolle versage, entstehe, "weil tausende von Polizistenstellen gestrichen werden". Deshalb könnten die Sicherheitskräfte "nicht im notwendigen Maß Verdächtige beobachten".
Freibergs Kritik: "Politik und Justiz nehmen der Polizei die effektivsten Mittel zur Terroristenbekämpfung weg: Die Kronzeugenregelung fällt weg; das Verfassungsgericht hat den Lauschangriff auf Eis gelegt. Es gibt bei der Aufklärung nach wie vor ein ausgesprochenes Nebeneinander zwischen Polizei, Nachrichtendiensten, zwischen Bund und Land. Ein überbordender Datenschutz hemmt und verbürokratisiert die schnelle Gefahrenaufklärung."
Offenbar hätten noch nicht alle Verantwortlichen verstanden, dass seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 in den USA viele Gefahren ihren planerischen Ausgangspunkt in Europa und gerade auch in Deutschland hatten. Wer aus den Lagern von Osama bin Laden komme, habe jedoch bei uns nichts zu suchen. "Bis hin zur Spur nach Madrid" gebe es zahlreiche Terrorquellen in Deutschland.
Haben nicht das Personal
In der Zeitung "Die Welt" sagte Freiberg: "Man muss es ganz deutlich sagen. Wir haben gar nicht das Personal, solche Islamisten zu beobachten. Deswegen gucken wir hilflos zu, wie diese Leute unter unseren Augen agieren."
Um terrorverdächtige Fundamentalisten ausweisen zu können, müsse das Ausländerrecht umfassend geändert werden. "Die Blauäugigkeit, die es bei uns noch weitestgehend gibt, die Politik, die sich zurücklehnt und wartet, bis etwas passiert, das ist wirklich verantwortungslos."
Gerhardt: 10.000 Stellen bei Polizei abgebaut
FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt fordert zur Abwehr von Terrorgefahren mehr Polizisten. Es sei unerträglich, dass bundesweit mehr als 10.000 Stellen abgebaut werden, warnte Gerhardt am Samstag in einem Beitrag für die "Wetzlarer Neue Zeitung". Hier sei eine schnelle Umkehr notwendig.
Gerhardt forderte ferner eine Bewertung der nach dem 11. September 2001 beschlossenen Anti-Terror-Maßnahmen. Zahlreiche Gesetze seien in den vergangenen zweieinhalb Jahren verschärft worden. Erleichtert worden seien die Möglichkeiten, Briefe zu öffnen, Bankkonten zu überprüfen und Telefonate abzuhören. Es wäre nun an der Zeit zu prüfen, welche Maßnahmen sich als sinnvoll und welche als wirkungslos erwiesen haben. (pd)
Quelle! (www.n24.de/politik/inland/index.php)
Nikolei Lenin
28.03.2004, 15:59
:DSoll man in diesem Thread auch über die Sachen hier seine Meinung schreiben, oder Diskussionen starten?
Wenn nicht, löscht meinen Beitrag wieder.
Original von Nikolei Lenin
:DSoll man in diesem Thread auch über die Sachen hier seine Meinung schreiben, oder Diskussionen starten?
Wenn nicht, löscht meinen Beitrag wieder.
Wie ihr wollt ;)
Mir egal.
Militär 28.03.04
Kriegsführung: Geheimnisvolle Superkanone
Rätsel gibt Experten die Zerstörung eines US-Panzers im Irak auf. Der "Abrams"-Tank wurde bei einer Kontrollfahrt im vorigen August mit einer bisher unbekannten Munition glatt durchschossen.
Wie das Fachblatt "Soldat und Technik" berichtet, erzeugte das Projektil ein Einschussloch von nur sieben Millimetern Durchmesser, flog durch den Innenraum und durchschlug dann die Panzerung erneut, was keine bislang bekannte Waffe vermag. Die nötige Wucht könne eigentlich nur eine elektromagnetische Kanone erzeugt haben, mutmaßen deutsche Spezialisten.
Die USA forschen seit den achtziger Jahren an "rail guns", die - mit immensem Aufwand an elektrischer Energie - kleine Geschosse auf Hyperschall-Tempo von etwa drei Kilometer pro Sekunde beschleunigen sollen. Solche Elektro-Waffen dienten die Amerikaner damals sogar der Bundeswehr an - als wären sie bald einsatzreif. Generalinspekteur Dieter Wellershoff befürwortete 1987 deren Einführung.
Planungschef Hans Rühle warnte dagegen nach Recherchen in Amerika vor Vertrauen in die angeblich bald verfügbare US-Waffe: "Das kommt nicht in Frage. Alles, was wir wissen, bringt uns in eine Zeit weit jenseits des Jahres 2000." Verteidigungsminister Manfred Wörner (CDU) folgte Rühles Rat und stoppte den Plan. Bald darauf fiel ohnehin die Berliner Mauer.
Zwar wussten die Experten von der Entwicklung panzerbrechender Hochgeschwindigkeitswaffen in anderen westlichen Ländern sowie Israel, Russland und China. Aber die Fachleute rätseln jetzt, wer ein einsetzbares System ausgerechnet im Irak und noch dazu mit einem Schuss auf Amerikaner getestet hat. (mm)
Quelle! (www.spiegel.de/spiegel/0,1518,druck-292818,00.html)
Bundeswehrverband droht "Stimmungmache gegen Regierung" an
Berlin (dpa) - Bei weiteren Kürzungen des Verteidigungsetats will der Bundeswehrverband massiv Stimmung gegen die rot-grüne Regierung machen. «Mir wird nichts anderes übrig bleiben, als aus allen Rohren auf die Regierung zu schießen», sagte der Vorsitzende des Verbandes, Oberst Bernhard Gertz.
Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) werde seine Glaubwürdigkeit verlieren, wenn er sich nicht gegen Finanzminister Hans Eichel (SPD) durchsetze. Struck stellt am Dienstag seine Pläne zur Weiterentwicklung der Bundeswehr vor.
Gertz sagte in einem dpa-Gespräch in Berlin: «Ich werde den Soldaten ehrlicherweise sagen, dass mit derart unanständig wenig Geld keine Streitkräfte zu machen sind.» Er beklagte, dass das Kabinett die ursprüngliche Vereinbarung, den Bundeswehretat bis 2006 bei 24,2 Milliarden Euro zu halten, gebrochen habe. Im laufenden Jahr würden mehr als 400 Millionen Euro gespart. Für 2005 verlange Eichel 650 Millionen Euro.
Eine Folge wäre, dass die Bundeswehr keine qualifizierten Bewerber mehr einstellen könne und so auch nicht das Ziel von 195 000 Zeit- und Berufssoldaten erreicht werde. Schon jetzt fehlten 4000 Soldaten in diesem Beschäftigungsverhältnis. Auch die Zahl der Wehrpflichtigen werde so stark sinken, dass die Wehrungerechtigkeit den Pflichtdienst in Gefahr bringe. Ferner werde es weitere Eingriffe beim Material geben. «Die schwerwiegendste Konsequenz ist aber die Botschaft an die Truppe, dass auch die erneute Reform Makulatur ist.»
Angesichts weiterer drohender Sparforderungen sucht die Bundeswehr laut Nachrichtenmagazin «Focus» nach neuen Wegen, moderne Waffen und Ausrüstung zu beschaffen. Industrie und Marine verhandelten zurzeit über die Entwicklung neuer Fregatten, die für künftige Auslandseinsätze in Küstengewässern vorgesehen seien. Um die Auftragslage der Werften schnell zu verbessern und die Kosten über mehrere Jahre zu verteilen, wolle das Verteidigungsministerium den für 2010 vorgesehenen Baubeginn um drei Jahre vorziehen. (pd)
Quelle! (de.news.yahoo.com/040327/3/3yj4d.html)
Zur Superkanone:
Waffen Schweizer Gefechtsköpfe für russische Panzerfäuste – wie sich der Rüstungsbetrieb Ruag im Irak ins Schussfeld der USA bringt.
Von Res Gehriger
Ruag Munition hat die leistungsfähigsten Anti-Panzer-Gefechtsköpfe der Welt»: So wirbt der ehemalige Rüstungsbetrieb des Bundes für seine Qualitätsprodukte. Und weiter: «Unsere Gefechtsköpfe durchdringen selbst hoch entwickelte Panzerungen.» Mit ihren heiss angepriesenen Gefechtsköpfen bringt die Ruag Waffensysteme, die einst in der Sowjetunion entwickelt wurden, auf den neusten technischen Stand.
Ein heikles Geschäft. Die Ruag ist zwar verselbstständigt, aber sie gehört zu hundert Prozent dem Bund. Nun modifizieren ausgerechnet die eidgenössischen Munitionstechniker eine der bevorzugten Terroristenwaffen, die russische Panzerfaust vom Typ RPG-7.
Die alte RPG-7 ist weltweit verbreitet. Sie ist kostengünstig, simpel in der Handhabe und verlässlich. So auch im Irak: Mehr als 200 US-Soldaten sind seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen gefallen – davon sei jeder zweite durch Einwirkung von RPG-7-Beschuss getötet worden, behaupten die US-Armeebehörden. Auch für das hoch entwickelte Kriegsgerät der US-Streitkräfte im Irak stellt die RPG-7 eine Bedrohung dar: Mehrere Helikopter wurden mit RPG-7 abgeschossen, etliche Fahrzeuge zerstört.
28. August. Ein Abrams M1A1, einer der modernsten Panzer der US-Armee, gerät auf Routinepatrouille durch Bagdad in einen Hinterhalt. Ein Geschoss durchschlägt den Panzerstahl, verletzt die vier GIs im Mannschaftsraum und legt den 69 Tonnen schweren Hightech-Tank lahm. Unter den Besatzungen der bislang als praktisch unverwundbar geltenden Abrams-Panzer macht sich Verunsicherung breit. Erste Abklärungen ergeben: Der terroristische Widerstand benutzte einen modernen Hohlladungs-Gefechtskopf. Typ: zurzeit unbekannt.
Die Untersuchungen der US-Army sind noch nicht abgeschlossen. Ein Sprecher der Panzer-Herstellerin General Dynamics vermutet, der Abrams sei von einer verbesserten Variante des alten RPG-Systems getroffen worden. Die US-Zeitschrift «Army Times» (Aussenminister und Ex-Generalstabschef Colin Powell: «This is what the troops read») berichtet, beim Geschoss «kann es sich auch um einen kampfwertgesteigerten RPG-Gefechtskopf handeln, der von einem Schweizer Hersteller entwickelt wurde». Ein Schweizer Hersteller? Man stütze sich bei dieser Aussage auf Waffenspezialisten der US-Armee ab, heisst es auf Nachfrage.
Mehr will man bei der «Army Times» derzeit nicht sagen. Doch es ist klar: Gemeint ist die Ruag.
Tatsächlich ist die Ruag Munition mit Sitz in Thun in die laufende Untersuchung der US-Armee involviert. Johannes Wyss, Sprecher von Ruag Munition, bestätigt entsprechende Recherchen: Ja, es treffe zu, man sei wegen des Abrams-Vorfalls in Kontakt mit US-Behörden. Doch nähere Angaben zu diesem Kontakt verweigert die Ruag: «Wir diskutieren dieses Thema nicht in der Öffentlichkeit.»
Fest steht, dass die schweizerische Ruag auf dem internationalen Waffenmarkt Gefechtsköpfe für die Panzerfaust RPG-7 anbietet. Dabei arbeitet sie mit einer bulgarischen Firma zusammen, der Vazovski Mashinostroitelni Zavodi (VMZ), einem Staatsbetrieb aus der Stadt Sopot. «VMZ ist Projektpartner bei der Kampfwertsteigerung von Ex-Sowjet-Panzerabwehr-Systemen», räumt Ruag-Sprecher Wyss ein.
Ruag und ihr bulgarischer Partner haben gemeinsam Malyutka-Raketen modifiziert, die der Bewaffnung von russischen Mi-Helikoptern dienen, weiter hat man verschiedene panzer- und bunkerbrechende Gefechtsköpfe für die RPG-7 auf den Markt gebracht. Die schweizerischbulgarische Waffenbrüderschaft besteht seit 2001.
Bulgarien habe eine Reputation als «Alles-ist-möglich-Waffenbazar», schreibt die US-Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch. Der Staat sucht zwar Anschluss an die Nato, seine Bemühungen werden aber immer wieder durch Affären um illegale Waffenexporte torpediert. Im Jahr 2001 bemängelte das Sanktionskomitee der Uno umfangreiche bulgarische Lieferungen (darunter 6300 RPG-7-Raketen) an die Unita-Rebellen in Angola. Und im Herbst 2002 platzte ein Skandal um die Zulieferungen des staatlichen Rüstungskonzerns Terem an Saddam Husseins irakische Truppen.
Sind von der Ruag entwickelte RPG-7-Gefechtsköpfe über Bulgarien in den Irak gelangt? Die Ruag dementiert energisch: «Die heutigen Gefechtsköpfe/Waffen bestehen nur als Prototyp, es ist kein/e Verkauf/Weitergabe erfolgt», heisst es in einer schriftlichen Stellungnahme. Die RPG-7-Gefechtsköpfe seien zurzeit noch «in Erprobung», und zwar in der Schweiz, nicht im Irak, sagt Ruag-Sprecher Johannes Wyss.
Längst gedruckt sind derweil die Prospekte, welche die neuen RPG-7-Gefechtsköpfe anpreisen. Ruag und VMZ haben ihre Werbung bereits im Oktober 2002 bei der interessierten Kundschaft in Umlauf gebracht: an der Special Operations Forces Exhibit (Sofex), einer Waffenmesse in Jordanien.
Wichtigster Kunde der Ruag ist nach wie vor das Schweizer Verteidigungsdepartement VBS. Solange keine illegalen Lieferungen erfolgt seien, wie die Ruag beteuert, will man dort die RPG-7-Affäre nicht kommentieren. Dass die Ruag sich neuerdings der Kampfwertsteigerung von exsowjetischen Waffen widme, hänge wohl damit zusammen, dass sie um ihr Überleben kämpfen müsse, sagt VBS-Sprecher Oswald Sigg: «Die Ruag versucht alles, um neue Märkte aufzutun.»
Quelle! (http://www.facts.ch/facts/factsArtikel?artikelid=336287&rubrikid=780)
Verteidigungsministerium geht von unbefristetem Afghanistan-Einsatz aus
Ein Ende des deutschen Einsatzes in Afghanistan ist für die Bundesregierung nicht absehbar. Das deutsche Pilotprojekt in Kundus findet internationale Anerkennung.
"Das lässt sich zeitlich nicht befristen", sagte der Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Walter Kolbow, der FTD. Er hoffe aber, dass die Ergebnisse der Berliner Konferenz für zusätzliche Stabilität sorgen werden. "Vielleicht ist dann am Horizont ja absehbar, dass es ein Ende gibt."
Die von den USA ins Gespräch gebrachte Vereinigung der beiden internationalen Militäroperationen in Afghanistan, "Operation Enduring Freedom" und "Isaf", lehnt das Verteidigungsministerium auf absehbare Zeit ab. "Wir wollen an der Trennung nichts ändern", so Kolbow. Erst wenn sich die Lage stabilisiert habe, könne man an eine Bündelung denken.
Zivilen Aufbau militärischen Mitteln sichern
Unter dem Namen Enduring Freedom führen die USA den Anti-Terror-Kampf in Afghanistan gegen Reste der Taliban und Al-Kaida-Kämpfer. Isaf heißt der unter Uno-Mandat stehende Militäreinsatz zur Sicherung der Hauptstadt Kabul. Auf eine deutsche Initiative hin hat die Uno dieses Mandat auf ganz Afghanistan ausgeweitet und damit den Weg frei gemacht für militärisch-zivile Provincial Reconstruction Teams (PRT) in der Fläche. Diese PRT sollen mit militärischen Mitteln den zivilen Aufbau sichern.
Das deutsche Pilotprojekt in Kundus, wo derzeit 210 der insgesamt 1930 Bundeswehrangehörigen in Afghanistan stationiert sind, werde inzwischen auch von Kritikern akzeptiert, sagt Kolbow. "Die loben uns sehr und werden langfristig wohl unser Konzept übernehmen", berichtet er etwa von den Briten, die sich bisher am stärker militärisch geprägten US-Vorbild orientiert hatten.
Neben den Bundeswehrsoldaten gehören zwei Schweizer, zwei Belgier und zehn Ungarn zum Team. Franzosen und Rumänen haben ihre Beteiligung immerhin angekündigt. Kolbow ist zuversichtlich, was die Verbreitung des Pilotprojekts angeht: "Das findet sich auch in der Nato wieder." Und die Nato, die das Kommando über alle Isaf-Operationen ausübt, wird in den kommenden Monaten vier weitere PRT aufbauen. Deutsche Soldaten werden sich aber neben Kabul weiter auf die Provinz Kundus beschränken. "Unsere Streitkräfte sind mit 7200 Soldaten in Auslandseinsätzen ausgelastet."
"Gegenseitiges Vertrauen erreicht"
"Wir haben gegenseitiges Vertrauen erreicht", sagt Kolbow über das Verhältnis zum Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Dessen Chefin, Heidemarie Wieczorek-Zeul, gehörte zu den Skeptikern. Das Militärische, so ihre Befürchtung, könne der Entwicklungsarbeit einen falschen Beigeschmack geben und damit eher schädlich sein. "Je mehr NGOs und Militärs zusammenarbeiten, desto mehr entspannt sich das", beobachtet Kolbow jedoch. (pd)
Quelle! (www.ftd.de/pw/de/1080371871920.html)
Taliban-Chef Omar schwer verletzt
Bei einem Angriff ist Talaiban-Führer Mullah Omar offenbar schwer verletzt worden. Er soll transportunfähig sein.
Die USA haben offenbar einen ihrer wichtigsten Feinde beinahe getötet. Nach einem Bericht der pakistanischen Zeitung «Ausaf» wurde Taliban-Führer Mullah Mohammad Omar bei einem US-Bombardement in Afghanistan Mitte März schwer verwundet.
Die Zeitung berichtet am Montag unter Berufung auf Omars Arzt Jabbar Aziz, der ehemalige afghanische Regierungschef sei außer Lebensgefahr. Vier seiner Leibwächter seien jedoch getötet worden. Omar werde sich zwei Monate nicht bewegen können, sagte Aziz.
Omar ist seit dem Sturz der Taliban Ende 2001 auf der Flucht. Er wird immer noch im Grenzgebiet zu Pakistan vermutet.
Pakistanische Truppen hatten in den vergangenen Tagen eine Offensive in den Stammesgebieten im Westen des Landes begonnen. Bei dem Einsatz war wegen der heftigen Gegenwehr über einen eingekesselten Al-Qaeda- oder Taliban-Führer spekuliert worden. (pd)
Quelle! (www.netzeitung.de/ausland/279685.html)
"Deutschland kann stolz sein"
Die Querelen vom vergangenen Jahr scheinen vergessen, als die USA noch zwischen dem guten neuen und alten trägen Europa unterschieden. Nun bemühen sich die USA um Annäherung, unmittelbar vor der zweitägigen Afghanistan-Konferenz in Berlin würdigte US-Außenminister Colin Powell den deutschen Einsatz am Hindukusch. In einem Gastkommentar für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schrieb Powell: "Es ist nicht in geringem Maße dem deutschen Engagement zu verdanken, dass Afghanistan den Fortschritt gemacht hat, den wir bei dieser internationalen Afghanistan-Konferenz hier in Berlin würdigen wollen."
"Deutschland kann besonders stolz sein auf die Stationierung von Bundeswehrsoldaten in Kundus, wo die deutschen Soldaten das erste regionale Wiederaufbau-Team im Rahmen der Isaf (International Securitiy Assistance Force) leiten", schrieb Powell weiter. Der US-Außenminister wies darauf hin, dass Deutschland und die USA auch anderswo im Mittleren Osten zusammenarbeiteten. Er dankte Deutschland für die Hilfe für den Irak wie die Ausbildung irakischer Polizisten und den geplanten Erlass eines Teils der irakischen Schulden. Ausdrücklich begrüßte Powell die Zusage der Bundesregierung bezüglich der EU-Mitgliedschaft der Türkei.
Ringen um Afghanistan
Die internationale Gemeinschaft will heute mit einer Konferenz in Berlin eine Bilanz des bisherigen Wiederaufbaus in Afghanistan ziehen und über weitere Hilfen beraten. An dieser Konferenz nehmen rund 700 Delegierte aus 56 Ländern teil, unter ihnen auch Powell und NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer.
Afghanistan kann nach Angaben der Bundesregierung mit neuen internationalen Hilfszusagen in Höhe von rund neun Mrd. Dollar rechnen. Bundeskanzler Schröder sicherte Karsai bei einem Treffen am Dienstag "den festen Willen" zu, Afghanistan weiter zu helfen.
Finanzminister dringt auf Hermes-Garantien
Der afghanische Finanzminister Ashraf Ghani rief die Bundesregierung auf, deutsche Investitionen in seinem Land zu erleichtern. Dem "Handelsblatt" sagte Ghani: "Wir sind an Projekten aus jedem Land interessiert, speziell auch aus Deutschland. Aber die deutsche Regierung muss hier wirklich beschleunigt an dem Thema der Risikoabsicherung, also Hermes-Garantien, arbeiten."
Grundsätzlich äußerte sich der Finanzminister zufrieden mit der internationalen Hilfe für sein Land. "Die Zusagen der Geberkonferenz in Tokio 2002 sind mit einer Quote von 104 Prozent sogar übererfüllt worden", erklärte Ghani. Die anschließende Umsetzung von Projekten brauche nun Zeit.
Teure Wahlen
Die für September geplanten Wahlen in Afghanistan werden nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zu den teuersten gehören, die je von der internationalen Gemeinschaft bezahlt worden sind. Unter Berufung auf Informationen aus UN-Kreisen berichtet das Blatt, die Weltorganisation rechne mit einer Summe von mehr als 225 Mio. Dollar.
Der UN-Repräsentant in Afghanistan, Jean Arnault, mahnte die NATO-Staaten, vor den Wahlen mehr zur Verbesserung der Sicherheitslage zu unternehmen. Die UN hätten dies in ihren Berichten an den Sicherheitsrat wiederholt gefordert. "Doch wegen der anstehenden Wahlen haben wir Gründe, diese Forderung lauter zu stellen", sagte Arnault der "Financial Times". Der Zeitdruck, der durch den Wahltermin aufgebaut werde, biete eine Chance, die Entwaffnung in den afghanischen Provinzen voranzutreiben.
Auch eine Konferenz von nichtstaatlichen Vertretern Afghanistans forderte die raschere Entwaffnung der von regionalen Provinzfürsten befehligten Milizen. Die Entwaffnung sei der Schlüssel zum Friedensprozess und müsse unter Aufsicht der internationalen Schutztruppe ISAF und der NATO geschehen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung in Berlin.
NATO-Generalsekretär De Hoop Scheffer versicherte unterdessen in der "Bild"-Zeitung, Afghanistan habe für die NATO Priorität. "Wir bleiben dort so lange, bis wir unseren Job erledigt haben. Deshalb konzentrieren wir uns nicht auf Zeitpläne, sondern auf die Schritte, die nötig sind, um den Friedensprozess in Afghanistan voranzubringen. Die Konferenz in Berlin sei dafür "ein wichtiger Meilenstein".
Quelle! (www.n-tv.de/5230212.html)
Struck stellt neue Spar-Armee vor
Bundesverteidigungsminister Peter Struck und Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan stellen in Berlin das neue Material- und Ausrüstungskonzept für die Bundeswehr vor. Es sieht eine Verringerung der Rüstungsausgaben zwischen 2005 und 2015 um rund 26 Milliarden Euro vor.
Den Hauptanteil der Kürzungen soll mit rund 15 Milliarden Euro das Heer tragen. Die Marine muss auf Projekte für mehr als sechs Milliarden verzichten. Bei der Luftwaffe sollen Rüstungsprojekte im Umfang von drei Milliarden Euro gestrichen werden. Die Ausrüstung soll sich zukünftig strikt nach dem Bedarf für Auslandseinsätze richten.
Das neue Ausrüstungskonzept ist Teil der geplanten Bundeswehrreform. Der Umfang der Bundeswehr wird um 35.000 Soldaten und 10.000 Zivilisten reduziert. Bis Jahresende soll auch nach rein militärischen und betriebswirtschaftlichen Kriterien über eine Reduzierung der Zahl der Standorte um weitere 100 auf dann rund 400 entschieden werden. Unter dem Druck der Einsparungen hatte Struck Schneiderhan im vorigen Jahr beauftragt, bei der Erarbeitung des Konzeptes die Bundeswehr auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren.
Quelle! (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID3158636_TYP6_THE_NAVSPM11172_REF2_BAB,00 .html)
Die Bundeswehr spart sich schon jetzt zu Tode.
Manches Material ist so alt, dafür bekommst du nicht mal mehr Ersatzteile, weil die Produktion schon 1980 eingestellt worden ist.
Kein Scherz! Selbst erlebt
Original von Canis
Die Bundeswehr spart sich schon jetzt zu Tode.
Manches Material ist so alt, dafür bekommst du nicht mal mehr Ersatzteile, weil die Produktion schon 1980 eingestellt worden ist.
Kein Scherz! Selbst erlebt
Mein Vater war bis vor zwei Jahren als Berufssoldat tätig (jetzt ist er im Ruhestand, der Glückliche...).
Er hatte zuletzt einen ziemlich neuen T4 von VW als Dienstwagen (Baujahr 1999/2000 oder so...). Nicht einmal für diesen Wagen gab es Ersatzteile, Lieferungsfrist für einen Ölfilter ca. 1/2 Jahr, da erst bestellt wurde, wenn eine bestimmte Menge Anforderungen eingegangen waren... leider hat die BW aber nur sehr wenige nagelneue T4... 8o
Endete dann damit, dass er den Ölfilter selbst kaufte und illegalerweise durch die Inst. einbauen ließ, weil er nicht 1/2 Jahr nur Innendienst schieben wollte, während seine Sperrvorrichtungen und Sprengkörper in der Botanik vergammeln... :rolleyes:
Greetings,
Nyx
Hightower
31.03.2004, 16:50
Beim Bund ist es doch schon seit jahren usus 3 reparaturbedürftige Fahrzeuge zu nehmen und daraus grad mal so 2 funtionierende zu basteln.
Dumm ist natürlich auch die Verteilung gewisser Dinge.
Ein Kumpel war vor Jahren in Rennerod stationiert.Sie hatten Panzertape ohne Ende,dafür war das Verbandsmaterial knapp :rolleyes:
Original von Hightower
Beim Bund ist es doch schon seit jahren usus 3 reparaturbedürftige Fahrzeuge zu nehmen und daraus grad mal so 2 funtionierende zu basteln.
Dumm ist natürlich auch die Verteilung gewisser Dinge.
Ein Kumpel war vor Jahren in Rennerod stationiert.Sie hatten Panzertape ohne Ende,dafür war das Verbandsmaterial knapp :rolleyes:
Inzwischen ist man beim "Aus 3 mach 1"
Bist du sicher das das Panzertape nicht als Verbandsmaterial gedacht war.
Beim Bund war es wie vor der Einführung des Geldes:
Der Tauschhandel florierte.
Es war nicht wichtig was für einen Dienstgrad du hast, wichtig war was man im Schrank zum tauschen hatte.
Naja, manche Dinge sind aber nun mal kaum zu erklären...zum Beispiel wieso die Bundeswehr für die Beschaffung eines Ersatzteil 5x mehr Personal braucht pro Prozess als eine normale Firma. Eigentlich sollte bei der Bundeswehr mal schnell sich was am Quality of Service ändern, damit die Geldprobleme geringer werden. In einer Woche müsste zum Bleistift eine Beschaffung zu schaffen sein...wenn man Beim bestellen Zeit Sparen will braucht man halt Lager...
Die Bundeswehr hat Lager.
Aber eine Anforderung geht durch so viele Hände, das du teilweise wochenlang auf etwas wartest.
Bei uns war vor Übungen immer die Hölle los. Ich habe immer die anderen Einheiten auf der Suche nach Material abgegrast. Mein Chef hat nur gesagt, besorgen sie das. Wie, war egal! Hauptsache wir hatten es auf der Übung. Über die offiziellen Wege dauert es nur zu lange.
Naja, die Dienstvorschriften sind ja auch nur Ratschläge und keine Naturgesetze... Nebenbei erinnere ich mich an einen gewissen Schwarzbestand an Motorteilen und Motoren.... LOL
Effektiv fehlt es der Bundeswehr einfach an einer einfacheren Beschaffung. Normalerweise müsste Jede Einheit einen Pool an Ersatzteilen bekommen, mit dem sie tun kann was sie will und und alles was darüber hinausgeht sollte teuer bezahlt werden.
Es kann doch nicht sein, das eine Bestellung für eine Kiste Kugelschreiber schneller abgehandelt (S4, dezentrale Beschaffung) wird als eine Bestellung für einen Ölfilter.
Original von Urwumpe
Naja, die Dienstvorschriften sind ja auch nur Ratschläge und keine Naturgesetze... Nebenbei erinnere ich mich an einen gewissen Schwarzbestand an Motorteilen und Motoren.... LOL
Falsch, das sind Naturgesetze, kommen gleich nach dem Grundgesetz.
Und einen Schwarzbestand hat niemand, weil das ist nämlich verboten. :evil: :D
Original von Urwumpe
Effektiv fehlt es der Bundeswehr einfach an einer einfacheren Beschaffung. Normalerweise müsste Jede Einheit einen Pool an Ersatzteilen bekommen, mit dem sie tun kann was sie will und und alles was darüber hinausgeht sollte teuer bezahlt werden.
Es kann doch nicht sein, das eine Bestellung für eine Kiste Kugelschreiber schneller abgehandelt (S4, dezentrale Beschaffung) wird als eine Bestellung für einen Ölfilter.
So einen ähnlichen Pool gibt es. Die Einheit bekommt Geld, mit dem sie das Jahr über wirtschaften muss. Meistens ist das GEld nur schon im Herbst alle. :) X(
Hightower
31.03.2004, 18:41
@canis
Stell dir mal vor wie es ist bei ner Übung ne Brustwunde zu markieren.
Dann kommt einer nimmt Verpandspäckchen drückt sie dir an die freigelegte Heldenbrust und tapt das ganze mit Panzertape fest.
Kreuzförmig drüber und die Aussenränder werden auch noch mal mit Tape fixiert.
Nach der Übung reisst dir ein Kamerad das Zeug wieder runter.
Ich habe vor kurzem mich mal mit nem SaZ unterhalten,denn ich grad in nem Armyshop traf.
Die Dienstgradschlaufen bekommst du mittlerweile in der benötigten Stückzahl,schneller im Armyshop.
Genauso wie Namensschilder
oder die neuen Wüstenuniformen und passend getarnte Rucksäcke oder Überzüge.Die bekommen unsere Wüstenkrieger nämlich auch nicht gerade einfach.
Ein Goretexanzug in BW-Tropentarn ist ca. mit 700 Euronen dabei 8o
@*Die Dienstgradschlaufen bekommst du mittlerweile in der benötigten Stückzahl,schneller im Armyshop.
Genauso wie Namensschilder
oder die neuen Wüstenuniformen und passend getarnte Rucksäcke oder Überzüge.*
als ob das vor 10-15 jahren anders gewesen waere! die sache ist definitiv NICHTS neues. bei uns in der kompanie gab es einen fall, in dem der frisch eingefuehrte rang (1990) der stabsgefreiten mit 4 balken eingefuehrt wurde: hey boecky, haben wir weissen edding?? hier muss noch nen blaken mehr drauf..... :)
Original von Boecky
@*Die Dienstgradschlaufen bekommst du mittlerweile in der benötigten Stückzahl,schneller im Armyshop.
Genauso wie Namensschilder
oder die neuen Wüstenuniformen und passend getarnte Rucksäcke oder Überzüge.*
als ob das vor 10-15 jahren anders gewesen waere! die sache ist definitiv NICHTS neues. bei uns in der kompanie gab es einen fall, in dem der frisch eingefuehrte rang (1990) der stabsgefreiten mit 4 balken eingefuehrt wurde: hey boecky, haben wir weissen edding?? hier muss noch nen blaken mehr drauf..... :)
Ìhr macht es euch zu einfach. Wir brauchten mal Oberstabsgefreitenklappen. Was haben wir gemacht? Wir haben auf HG Klappen einfach noch OG Balken mitdraufgekleept. OSG-Klappen bekommt man bei der STOV nur, wenn man die Beförderungsurkunde mitbringt. War zumindest 2000 noch so! :P
Nordkorea droht wieder
Nordkorea hat den USA mit einem Ausbau seines "nuklearen Abschreckungspotenzials" gedroht. Zugleich kündigte Pjöngjang eine "bedeutende Gegenmaßnahme" gegen US-Pläne an, im September einen Zerstörer in die Gewässer vor der koreanischen Halbinsel zu entsenden. Ein Außenamtssprecher verurteilte den Plan laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Mittwochabend als außerordentlich feindseligen Akt. Die angedrohte Gegenmaßnahme diene der Selbstverteidigung und dem Ziel, einen Krieg zu verhindern. Nähere Einzelheiten nannte der Sprecher nicht.
Atom-Poker
Die Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea sind seit langem gespannt. Der Streit eskalierte, nachdem die USA im Oktober 2002 berichtet hatten, Nordkorea verfolge ein Atomprogramm, das einem bilateralen Abkommen aus dem Jahre 1994 widerspreche.
Die Regierung in Pjöngjang erklärte danach, sie benötige Atomwaffen zur Abschreckung gegen einen möglichen Angriff der USA. Washington besteht darauf, dass Nordkorea sein Atomprogramm umgehend aufgibt. Pjöngjang fordert jedoch zunächst wirtschaftliche und humanitäre Hilfe sowie die Zusicherung, dass die USA das Land nicht angreifen werden. Mehrparteiengespräche zu diesem Thema haben bislang keinen Durchbruch gebracht.
Quelle! (www.n24.de/politik/ausland/index.php)
Schily: Bundeswehr-"Akademie" wird Bundesamt für Terrorismus-Abwehr
Waldbröl - Angesichts der aktuellen Bedrohungen durch Terrorismus will Bundesinnenminister Otto Schily ein Bundesamt für Terrorismus-Abwehr (BTA) schaffen, bei einem Kurzbesuch im Oberbergischen verkündete er gestern Nachmittag überraschend, dass die Gebäude der Zentrale für Analysen und Studien der Bundeswehr nach deren Umzug das neu zu schaffende BTA beherbergen soll - Bürgermeister Waffenschmidt und Ex-MdB Beucher hoch erfreut.
Das war für die meisten Ratsvertreter, die gestern Nachmittag bei dem Kurzbesuch des Bundesinnenministers über die neuen Pläne informiert wurden, eine ganz schön dicke Überaschung: Wenn das Zentrum für Analysen und Studien der Bundeswehr wie geplant ins brandenburgische Strausberg verlegt wird, soll in die "Akademie" das neu zu schaffende Bundesamt für Terrorismus-Abwehr (BTA) einziehen, verkündete Schily bei einer Stippvisite. Weder Bürgermeister Christoph Waffenschmidt noch der Amtsleiter, Oberst Ralf Thiele, hatten von diesen Plänen des Innenministeriums gewusst, begrüßten aber, dass der Bund das Gebäude weiter nutzen wolle. "Wenn man die hohe Arbeitslosigkeit in unserer Stadt bedenkt, die durch den Wegzug der Bundeswehr ohnehin schon schwer getroffen wird, wäre das jetzt natürlich ein Glücksfall für uns", frohlockte Waffenschmidt.
Verteidigungsminister Peter Struck hatte bei seinem Amtsantritt im August 2002 als ersten Standortbesuch das Haus am Schaumburgweg ausgewählt, aber deutlich gemacht, dass der im Januar 2001 angekündigte Umzug nach Strausberg nicht mehr zur Debatte stehe. Er hatte wohl versprochen, dass das unter Denkmalschutz stehende Haus nicht leer stehen dürfe und zu prüfen, wie das Gebäude nach dem Abzug der Bundeswehr genutzt werden könne. Er hatte damals an ein Tagungszentrum für die Bundeswehr gedacht, unter anderem wegen der nähe zur Bonner Hardthöhe. "Das Haus ist sehr beeindruckend und es wäre eine Katastrophe, es verwaisen zu lassen", hatte Struck damals betont.
Anscheinend hat sein Kollege, Innenminister Schily, nun Verwendung für die "Akademie" gefunden. Angesichts der jüngsten Bedrohungen durch internationalen Terrorismus will er nach amerikanischem Vorbild ein Bundesamt für Terrorismus-Abwehr einrichten - und zwar im leer werdenden Zentrum für Analysen und Studien der Bundeswehr. "Der internationale Terrorismus hat sich mit den Anschlägen des 11. September 2001 zu einer weltweiten Bedrohung entwickelt", betonte Schily bei seinem kurzen Besuch nochmals. Mit dem Anfang 2002 in Kraft getretetenen Terrorismusbekämpfungsgesetz seien zwar zahlreiche Sicherheitsgesetze der neuen Bedrohungslage angepasst worden, aber wegen der undurchsichtigen Finanzierung des Terrorismus aus unterschiedliche Quellen sei es dringend nötig, die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden und des Finanzsektors "erheblich zu verbessern", so Schily.
"Aus diesem Grund brauchen wir das Bundesamt für Terrorismus-Abwehr, und ich habe beschlossen, es hier einzurichten", verblüffte Schily heute Morgen die Waldbröler Ratsvertreter, die neben Bürgermeister Waffenschmidt und Ex-MdB und Parteigenosse Friedhelm Julius Beucher die einzigen waren, die zu dem kruzfristig anberaumten Besuch im Bundeswehr-Zentrum eingeladen worden waren. Noch stünden längst nicht alle Einzelheiten fest, aber zeitgleich mit dem Auszug der militärischen Denkschmiede soll die Einrichtung für das BTA erfolgen. "Die neue Behörde soll noch 2005 ihren Betrieb aufnehmen", kündigte Schily an.
Auch der ehemalige oberbergische Bundestagsabgeordnete Friedhelm Julius Beucher war von den Plänen seines Parteikollegen überrascht. Mit der Weiternutzung durch eine Bundesbehörde habe er ja gerechnet, aber nicht mit der Positionierung einer völlig neuen. "Ich war gespannnt, was für ein Amt kommen würde", pflichtete Bürgermeister Waffenschmidt bei. "Ich hatte aber mit der Bundesbehörde zur Einführung des Mautsystems gerechnet. Schily hat sich wahrscheinlich für uns entschieden, weil wir etwas abgeschieden liegen und die Beamten hier in Ruhe nachdenken können."
Quelle! (www.oberberg-aktuell.de/show-article.php)
SFOR-Einsatz zur Ergreifung von Karadzic scheiterte
Pale (APA/ag.) - Die NATO-geführte Friedenstruppe SFOR hat am Donnerstag eine weitere Fahndungsaktion zur Ergreifung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Radovan Karadzic in der bosnischen Stadt Pale erfolglos beendet. "Wir haben ihn nicht gefunden", sagte ein SFOR-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.
Etwa 40 Soldaten sowie Anti-Krawall-Einheiten durchkämmten demnach in den Morgenstunden eine orthodoxe Kirche und das Haus eines verdächtigen Priesters in Pale, einer früheren Hochburg von Karadzic. Bei dem Einsatz seien zwei Zivilisten verletzt worden, sagte ein SFOR-Verantwortlicher. Nach übereinstimmenden Aussagen von Augenzeugen landete ein SFOR- Hubschrauber in der Nähe der Kirche, weitere Soldaten waren kurz zuvor mit zwei Minibussen und einem Zivilfahrzeug in den Kirchgarten gefahren. Nach der Landung des Helikopters seien heftige Detonationen und Gewehrschüsse zu hören gewesen. Zahlreiche Versuche, den seit 1996 flüchtigen Karadzic zu fassen, schlugen bereits fehl. Der 58-Jährige ist vor dem UN-Tribunal in Den Haag wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnien-Krieges (1992 bis 1995) angeklagt. Ihm wird unter anderem die Hauptverantwortung für das Massaker in Srebrenica 1995 zur Last gelegt, bei dem mehr als 7.000 Menschen getötet wurden. Die USA und die UNO drängten wiederholt die serbische Regierung, mehr für die Verhaftung von Karadzic zu tun. Wegen der schleppenden Zusammenarbeit Serbiens mit dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag fror Washington am Mittwoch zugesagte Hilfen für das Land in Millionenhöhe ein.
Quelle! (www.nachrichten.at/apanews/apap/259651)
So mal etwas lustiges, vielleicht kennt ihr es schon aus den Nachrichten.
Bush-Rede fesselt Zuhörer - zuhause vermutlich ans Bett
Amerika lacht wieder einmal über seinen derzeitigen Präsidenten: Auslöser ist diesmal aber kein weiterer seiner Verbal-Aussetzer (bushism“), sondern ein Teenager, den George W. Bush besonders ausgiebig zum Gähnen brachte. Dumm für den US-Boy: Er stand direkt hinter dem Rednerpult, alle Fernsehkameras hatten ihn im Visier, hielten jedes Gähnen fest, jeden Blick auf die Uhr, jedes Augenrollen, jedes Kratzen dort, wo sich Musiker im Männlichkeitswahn auf der Bühne schon mal hingreifen.
Für den wahlkämpfenden US-Präsidenten war es übrigens nicht der erste Vortrag, die seine Zuhörerschaft nur bedingt zu fesseln vermochte. Am 23. Mai stand George W. Bush am Pult des deutschen Bundestages, ein historischer Termin, der erste US-Präsident als Redner im Reichtagsgebäude. Die Zeitung 'taz' illustrierte dies am Tag danach besonders treffend: Unter der Überschrift 'Bushs historische Rede' druckten die Berliner eine leere Titelseite...
Quelle! (http://www.rtl.de/news/news_855207.php )
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Irgendwie erinnert mich der Junge auf dem letzten Bild an Cartman aus Southpark.... :D
Russland spricht vom Präventivkrieg
Der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow hat mit einem Umschwenken seines Landes auf das Prinzip von Präventivkriegen gedroht. "Nato-Einsätze ohne UN-Mandat sollten als illegal gelten - auch Präventivkriege wie der in Irak", heißt es in einem Beitrag Iwanows für die "International Herald Tribune". "Wenn das neue Prinzip des präventiven Gebrauchs von Gewalt jedoch als legitim betrachtet werden sollte, wird Russland keine andere Wahl haben, als sich anzupassen und zur Sicherung seiner nationalen Interessen zu handeln".
Die Nato habe bereits bei ihrem Gipfel in Prag im Jahr 2002 Einsätze außerhalb des Bündnisgebietes ins Auge gefasst, ohne dafür ein UN-Mandat als notwendige Voraussetzung zu beschließen.
Irak als "Magnet für Terroristen"
Iwanow kritisierte die in der vergangenen Woche vollzogene Erweiterung der Nato um sieben Staaten des ehemaligen Ostblocks. Im Nato-Russland-Rat hätten beide Seiten sich darauf verständigt, "Meinungsverschiedenheiten durch Dialog beizulegen". Das werde "durch die übereilte Erweiterung untergraben".
Durch den Krieg der USA und ihrer Alliierten sei Irak zu einem "Magnet für Terroristen" geworden; auch in Afghanistan habe die Nato ihre Ziele bislang nicht erreicht. Moskau sei "beunruhigt über die Pläne der USA zur Umstrukturierung ihres Militärs im Ausland" und zur Verlagerung von europäischen Stützpunkten "näher an die russische Grenze".
Nato: Nicht gerüstet für aktuelle Bedrohungen?
Der russische Präsident Wladimir Putin bekräftigte bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Japp de Hoop Scheffer in Moskau die Kritik Russlands an der Erweiterung. Mit der "mechanischen Expansion" werde die Nato die "heutigen Bedrohungen" nicht "effizient bekämpfen" können, sagte Putin. "Diese Erweiterung hätte die Terrorakte von Madird nicht verhindern und die Probleme in Afghanistan nicht lösen können."
De Hoop Scheffer versicherte bei seinem Besuch, in den vergangene Woche beigetretenen Balten-Republiken Estland, Lettland und Litauen werde es "keine Konzentration von Militäreinheiten" des Bündnisses geben. Zugleich verteidigte er Patrouillenflüge von Nato-Jets über dem Gebiet der beigetreten Staaten als "völlig normal".
Russland besorgt über "Grauzone"
Scheffer war am Mittwochabend in Moskau eingetroffen. Sein Besuch kommt rund eine Woche nach der Aufnahme sieben neuer Nato-Mitglieder, von denen die drei baltischen Staaten und Slowenien den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte nicht unterzeichnet haben. In einem Gastbeitrag für die Mittwochausgabe der "New York Times" schrieb Iwanow, die Allianz habe damit eine Grauzone geschaffen, die es ihr erlauben könne, nach Belieben schwere Waffen in ihrem Bündnisgebiet zu stationieren.
"Russland würde gerne eine Partnerschaft mit dem Westen haben, insbesondere den Vereinigten Staaten. Aber wir sollen uns blind gegen ungünstige Entwicklungen in der Welt stellen", kritisierte Iwanow.
Quelle! (http://www.n24.de/politik/ausland/index.php)
US-Armee hat ein Camouflage-Problem
Die US-Soldaten in Irak tragen die modernsten kugelsicheren Westen, die auf dem Markt sind. Sie können jede Gewehrkugel abfangen, haben aber die falsche Farbe.
Jeder US-Soldat in Irak hat seit März eine der modernsten kugelsicheren Westen, die es zur Zeit gibt. Sie sind sehr leicht und abwehrfähig. Die Westen haben Keramikplatten eingearbeitet, die Gewehrkugeln und Bombensplitter sicher abwehren. Sie wiegen 16 Pfund und halten die Kugeln der in Irak gebräuchlichsten Schusswaffe, der AK-47, ab.
Es gibt nur ein Problem: Die Westen haben die falsche Farbe. Sie sind aus grünem Stoff, geeignet als Tarnfarbe für den Kampf in mitteleuropäischen Wäldern, nicht in der Wüste Iraks. Wie die Zeitung «Sun Herald» schreibt, sähen die US-Soldaten darin aus wie riesige bewaffnete Schildkröten. Wenn sie in Gruppen zusammen in der Wüste stünden, ähnelten sie einer Oase mit kleinen Bäumen.
«Bringt die Westen da rüber.»
Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte dazu, der Armee sei das Problem bewusst, aber am wichtigsten sei, dass jeder US-Soldat überhaupt eine der besten Westen trage, die derzeit auf dem Markt seien. Da sei die Farbe zweitrangig. Die meisten Soldaten in Irak würden sowieso in den Städten ihren Dienst tun, wo die Farbe keine Nachteile mit sich bringe. Man werde aber die Westen nach und nach austauschen.
Colonel John Norwood, verantwortlich für die Bekleidung der Truppe, sagte, eine frühere Umstellung der Produktion der Westen auf neue Stoffe hätte zuviel Zeit in Anspruch genommen. Bis zu sechs Monate Verzögerung hätte dies mit sich bringen können. Politiker und Angehörige der in Irak stationierten Soldaten hätten aber bereits das Verteidigungsministerium kritisiert, weil nicht jedem Soldaten in Irak eine solche neuartige kugelsichere Weste zur Verfügung stünde. Die alten Westen hielten nämlich die Kugeln der AK-47 nicht ab. «Bringt die Westen da rüber», sei er aufgefordert worden, sagte Norwood, «die Farbe ist uns egal».
Kein Krieg mehr in deutschen Wäldern
Ein US-Militärexperte, Marcus Corbin, sagte zu dem Westen-Problem, es sei symptomatisch für die Situation des US-Militärs, das sich auf eine neue Sicherheitslage einstellen müsse. Es sei schwierig für die Militärs umzudenken, weg von Vorstellungen eines Krieges gegen die Sowjets in deutschen Wäldern hin zu vielen kleinen Kriegsschauplätzen in der ganzen Welt. Dennoch sei schon seit 1991 klar gewesen, dass die USA wohl in Irak oder Nord-Korea Krieg führen würden.
Ein Professor von der Amerikanischen Militär-Universität sieht es so: «Die Farbe der Armee ist grün.» Das Militär hinge emotional an den grünen Tarnfarben. Wenn das Verteidigungsministerium nun die neuen Westen in Sandfarben einführe, dann könne die Diskussion deshalb möglicherweise weitergehen.
Quelle! (www.netzeitung.de/spezial/irak/281238.html)
mr-grudenko
08.04.2004, 22:14
Erinnert irgendwie an den Witz über den entarnten CIA Spion in der UdSSR: "Du kein Russe, Russen nicht schwarz" 8)
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,296262,00.html
SCHLESWIG-HOLSTEIN
Zwei Bundeswehr-Tornados bei St. Peter Ording abgestürzt
In der Nähe von St. Peter Ording an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste sind zwei Maschinen der Bundeswehr zusammengestoßen und abgestürzt. Zwei Soldaten kamen vermutlich ums Leben.
Garding - Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin bestätigte, dass es sich um Maschinen der Bundeswehr handele. Der Absturz sei um etwa 10.25 Uhr in der Nähe von St. Peter-Ording bei Garding erfolgt.
Die beiden Flugzeuge gehören zum Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" aus Schleswig-Holstein. Die Heimat des Aufklärungsgeschwaders ist der ehemalige Marinefliegerhorst Jagel.
Ein Sprecher der Polizei-Einsatzleitstelle in Husum sagte, laut Zeugenaussagen seien die Maschinen offenbar in der Luft zusammengeprallt oder hätten sich zumindest berührt. Die Maschinen seien auf unbewohntem Gelände abgestürzt, die Trümmer hätten sich über eine große Fläche verteilt.
Zwei Soldaten kamen bei dem Unglück vermutlich ums Leben, zwei weitere hätten sich mit dem Schleudersitz retten können.
In Kürze mehr dazu auf SPIEGEL ONLINE.
So wie es ausschaut ist der Pilot und der WSO der einen Maschine rausgekommen, die anderen nicht.
Blöde Sache.
Noch mal ein Bericht darüber.
Zwei Tornados bei St. Peter Ording zusammengestoßen
Zwei Tornado-Jets der Bundeswehr sind über Garding bei St. Peter-Ording an der Nordsee zusammengestoßen und abgestürzt. Dabei wurden zwei der vier Soldaten getötet; die beiden übrigen retteten sich nach Angaben der schleswig-holsteinischen Polizei mit dem Fallschirm. Eine Augenzeugin berichtete, die Tornados hätten sich in der Luft berührt, seien dann aber noch weitergeflogen.
Die beiden überlebenden Soldaten, die die Besatzung eines der Unglücks-Jets waren, retteten sich nach Angaben der Bundeswehr mit Fallschirmen und wurden nur leicht verletzt. Die Flugzeuge hätten sich auf einem Übungsflug befunden, berichtete Bundeswehrsprecher Andre Sabzog. Über den Grund des Unglücks konnte er zunächst keine Angaben machen, auch den Zusammenstoß in der Luft wollte er zunächst nicht bestätigen. Beide Aufklärungstornados vom Typ "Recce" gehörten zum Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann" in Jagel (Kreis Schleswig-Flensburg).
Nach Erkenntnissen der Deutschen Flugsicherung GmbH im hessischen Langen waren die beiden Jets als so genannte Sichtflieger in einem zeitweilig gesperrten Luftraum unterwegs. "Das heißt, dass sie keine Fluganweisungen von uns erhalten haben", sagte Pressesprecher Axel Raab. Während des Formationsfluges hätten die Piloten in einer Höhe von rund 5000 Metern eine Kurve gezogen und seien dabei zusammengestoßen. Gegen 10.15 Uhr seien die beiden Maschinen vom Radarschirm verschwunden. Überwacht würden diese Übungsflüge von militärischen Fluglotsen, erklärte Raab.
Eine Augenzeugin beobachtete das Unglück von ihrer Terrasse aus: "Ich sah zwei Düsenjäger hintereinander fliegen. Plötzlich hörte ich einen Knall und als ich wieder zum Himmel schaute, brannte eines der Flugzeuge. Es war wie ein Feuerball am Himmel." Wie die beiden Tornados zusammengestoßen seien, könne sie nicht sagen.
100 Meter neben einem Wohnhaus
as brennende Flugzeug sei noch eine ganze Weile in Richtung Medehop und des Badeortes St.Peter-Ording geflogen, beschrieb die Augenzeugin. "Alles sah so nah aus. Ich hatte riesige Panik und war sicher, eines der Flugzeuge würde bei mir im Garten landen." Aus Angst rannte sie auf die Straße und versuchte, die Feuerwehr zu rufen. "Am Horizont sah ich dann die Rauchwolken der abgestürzten Flugzeuge."
Laut NDR verfehlten die abstürzenden Flugzeuge knapp ein Haus, das nur 100 Meter von der Absturzstelle entfernt stehe. Die Polizei berichtete, die Trümmer hätten sich über eine große Fläche verteilt. Die örtlichen Feuerwehren und dann auch Bundeswehrsoldaten löschten die hell lodernden Flammen der Wracks. "Die Absturzstelle wurde acht Kilometer weit abgesperrt", sagte Bundeswehrsprecher Sabzog.
Quelle! (www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/7/0,1367,MAG-0-2120903,00.html)
http://www.n-tv.de/images/200404/5237003__1k7q5740.jpg
http://www.n-tv.de/images/200404/5237005__1k7q2748.jpg
Voher- Nachhershow von Koreas Bahnhof:
http://www.globalsecurity.org/military/world/dprk/images/ryongchon_dg_13may03_3.jpg
http://www.globalsecurity.org/military/world/dprk/images/ryongchon_dg_27april04_1.jpg
Erhöhte Alarmstufe für Luftwaffenstandorte
Die Bundeswehr hat zwei Stützpunkte der Luftwaffe wegen Hinweisen auf mögliche Anschläge in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.
Für das Jagdbombergeschwader im rheinland-pfälzischen Büchel und das Fluglehrzentrum im nordrhein-westfälischen Rheine sei die Gefährdungsstufe auf die zweithöchste von vier möglichen Stufen erhöht worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Hintergrund seien Hinweise auf mögliche Anschläge.
Eine Quelle für die Hinweise oder mögliche Details wollte der Sprecher nicht nennen. Die Gefährdungsstufe "Charlie" gelte für diese Woche und die letzte Maiwoche, also für trotz der vagen Hinweise sehr konkrete Zeiträume. Ein Sprecher des Stützpunkts Büchel sagte, die Gefährdungsstufe sei schon am Freitag erhöht worden.
Konkret bedeute die Erhöhung der Gefährdungsstufe unter anderem verschärfte Kontrollen an den Eingängen der Stützpunkte und eine stärkere Bewachung, sagte der Ministeriumssprecher. "Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme."
Die Gefährdungsstufen werden nach dem Nato-Alphabet "Alfa", "Bravo", "Charlie" und "Delta" genannt, "Delta" ist die höchste Stufe. In Büchel im Landkreis Cochem-Zell sind im Jagdbombergeschwader rund 1.700 Soldaten stationiert. In Rheine werden im Fluglehrzentrum Piloten der Bundeswehr ausgebildet.
Quelle! (www.n-tv.de/5241129.html)
1 082 irakische Zivilisten im April getötet
HB BAGDAD. Bei Zusammenstößen zwischen Aufständischen und Besatzungstruppen sowie anderen Zwischenfällen sind im April 1 082 irakische Zivilisten ums Leben gekommen. Dies gab das irakische Gesundheitsministerium in einem am Montag veröffentlichten Bericht bekannt. Danach wurden 4 432 Iraker im selben Zeitraum verwundet.
Die höchste Opferzahl hatte die Anfang April umkämpfte Aufständischen-Hochburg Falludscha zu verzeichnen. Bei der mehr als dreiwöchigen Belagerung, die am vergangenen Wochenende von den US-Truppen beendet wurde, starben nach Ministeriumsangaben 280 Menschen. Krankenhausärzte hatten die Zahl der Todesopfer zunächst mit über 600 angegeben. 246 Iraker wurden im April in der Hauptstadt Bagdad getötet.
Der April war auch der bisher opferreichste Monat für das Besatzungsmilitär. 128 US-Soldaten kamen nach inoffiziellen Zählungen bei Kämpfen mit Aufständischen oder bei Anschlägen ums Leben. Bei den Kampfhandlungen im vergangenen Jahr, während denen der Irak militärisch niedergerungen und besetzt worden war, wurden 109 US- Militärs getötet.
Quelle (www.handelsblatt.com/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!200013,200051,734324/SH/0/depot/0/)
8.05.04
US-Bericht: Auch irakische Frauen nackt fotografiert
Ein Untersuchungsbericht der US-Armee zu den Misshandlungen im Gefängnis Abu Ghraib im Irak enthält weitere schockierende Details. US-Soldaten hätten nicht nur männliche, sondern auch weibliche Insassen der Haftanstalt nackt fotografiert, heißt es in dem offiziell unter Verschluss gehaltenen Bericht von Generalmajor Antonio Taruba, von dem die Nachrichtenagentur AFP eine Kopie erhielt.
Männliche Insassen seien häufig gezwungen worden, Frauenunterwäsche zu tragen. Gruppen von Gefangenen seien zum Masturbieren gezwungen und dabei gefilmt oder fotografiert worden. Ein US-Militärpolizist habe Sex mit einer irakischen Insassin gehabt. Hunde ohne Maulkorb seien zur Einschüchterung eingesetzt worden.
Dem Taruba-Bericht zufolge wurde der Gefangene auf dem inzwischen weltweit bekannten Foto, der mit einem Sack über dem Kopf auf einem Pappkarton steht und an Elektrodrähten befestigt ist, noch zusätzlich gedemütigt: Auch an seinem Penis sei ein Draht befestigt worden, um elektrische Folter zu simulieren, heißt es in dem Dokument.
Laut Taruba waren die Misshandlungen Teil einer Strategie des US-Militärgeheimdienstes und möglicherweise des Auslandsgeheimdienstes CIA, Gefangene vor ihren Verhören einzuschüchtern, um sie kooperativ zu machen. Die Vernehmungsbeamten des "Militärgeheimdienstes und anderer US-Behörden" hätten die Militärpolizei angewiesen, günstige "körperliche und geistige Bedingungen" für die Verhöre zu schaffen und dazu entsprechend ihre Verfahrensweisen zu ändern. In der Militärsprache steht "andere US-Behörden" für die CIA.
Auch das Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) spricht davon, dass in US-Gefängnissen im Irak systematisch gefoltert wurde. Bei den bekannt gewordenen Misshandlungen von Gefangenen handele sich nicht um isolierte Fälle, sondern um systematische Aktionen, teilte das IKRK in Genf mit.
Außenminister Joschka Fischer betonte, im Kampf gegen den Terrorismus dürfe "das Recht nicht mit Rechtlosigkeit" verteidigt werden. Es sei das Ziel des neuen Terrorismus, den Krieg der Religionen, Kulturen und Zivilisationen zu erreichen, sagte Fischer am Samstag beim Grünen-Länderrat in Berlin. "Die schlimmste Niederlage wäre, wenn wir bei der Verteidigung des Rechts Recht und Freiheit aufgeben würden." Der Außenminister forderte eine schonungslose Aufklärung der Misshandlungen und Demütigungen gefangener Iraker durch US-Militärpersonal. Wenn dies nicht rechtsstaatlich aufgearbeitet werde, "trifft das uns alle".
Unterdessen hat das US-Militär Anklage gegen die 21 Jahre alte Soldatin Lynndie England erhoben. England - die durch schockierende Fotos, die sie zusammen mit misshandelten Irakern zeigen, international bekannt geworden war - müsse sich unter anderem wegen Köperverletzung sowie Verschwörung zur Misshandlung von Gefangenen verantworten, berichtete der US-Sender CNN. Außerdem würde ihr zur Last gelegt, mit ihrem Verhalten "die (US-)Streitkräfte in Verruf gebracht" zu haben.
Als Obergefreite der US-Militärpolizei war England im Gefängnis von Abu Ghraib im Irak als Aufseherin tätig. Auf Fotos hatten sie und ihre Kameraden die Misshandlungen an gefangenen Irakern festgehalten. Auf einem Bild war die Soldatin mit dem Bubi-Haarschnitt mit einer Leine zu sehen, die um den Hals eines nackten, am Boden liegenden Gefangenen geknüpft ist. Auf einem anderen Foto reckt sie vor nackten Irakern lächelnd und rauchend den Daumen als Zeichen des Triumphes in die Höhe.
Laut einem Bericht des britischen Fernsehsenders ITV sollen US-Soldaten in dem berüchtigten Gefängnis auch Kinder misshandelt haben. Der Sender berief sich auf den Kameramann Suhaib el Bas vom arabischen Fernsehsender El Dschasira, der selbst 74 Tage in dem Gefängnis inhaftiert war. Er habe gesehen, wie ein zwölf oder 13 Jahre altes Mädchen nackt ausgezogen und geschlagen worden sei, während ihr Bruder ihre Schreie in einer anderen Zelle habe anhören müssen. Ein anderes Mal habe er gesehen, wie ein 15-jähriger kranker Iraker im Gefängnis misshandelt worden sei.
Angesichts der Misshandlungen rief der Außenkommissar der Europäischen Union, Chris Patten, die Besatzungsmächte zur Einhaltung der Genfer Konvention auf. "Über die Bilder der Erniedrigung und Folter aus dem Gefängnis von Abu Ghraib bin ich entsetzt. Jeder anständige Amerikaner fühlt wahrscheinlich genauso", sagte Patten der "Bild am Sonntag". "Die Verantwortlichen müssen vor Gericht gestellt werden. Die Genfer Konvention ist strikt zu befolgen."
Die Untersuchungen von Misshandlungen irakischer Gefangener können nach den Worten von US-Senator Lindsay Graham auch Morde und Vergewaltigungen ans Licht bringen. "Die Amerikaner müssen verstehen, dass wir von Vergewaltigungen und Morden sprechen", warnte Graham am Freitag. Der republikanische Senator ist Mitglied des Streitkräfteausschusses des US-Senats, vor dem US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld die Verantwortung für die Misshandlungen irakischer Gefangener durch die US-Armee übernommen und von weiteren Bildern und Videos gesprochen hatte, die es noch gebe.
Graham hatte Rumsfeld während dessen Anhörung gefragt, ob er die Videoaufnahmen von den Misshandlungen gesehen habe. Rumsfeld verneinte. Es gebe einige "sehr schwerwiegende Anklagen", sagte Graham. Es werde "schlimm" werden.
Quelle! (www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/13/0,1367,POL-0-2124909,00.html )
8.05.04
Rumsfeld spricht von Rücktritt
WASHINGTON. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat persönlich die Verantwortung für die Misshandlung von Gefangenen in Irak übernommen und seine "aufrichtige Entschuldigung" ausgesprochen. Er fühle sich schrecklich angesichts dessen, "was diesen Gefangenen angetan wurde", sagte Rumsfeld gestern vor dem Streitkräfteausschuss des US-Senats in Washington. Er kündigte Reformen an, um ähnliche Übergriffe in der Zukunft zu verhindern. Zuvor hatte sich bereits US-Präsident Bush für die Folterungen entschuldigt.
Rumsfeld bezeichnete es als seinen Fehler, dass er Bush und den Kongress nicht rechtzeitig über das Ausmaß des Skandals informiert habe. Der Minister war in den letzten Tagen mit Rücktrittsforderungen aus den Reihen der oppositionellen Demokraten konfrontiert worden. Während Bush betonte hatte, Rumsfeld bleibe im Amt, schloss der am Abend einen Rücktritt nicht mehr aus, wenn damit der internationale Flurschaden behoben werden könne.
Das Internationale Komitees vom Roten Kreuz geht davon aus, dass in US-Gefängnissen im Irak systematisch gefoltert wurde. Es handele sich keineswegs um isolierte Fälle, hieß es gestern in Genf. Dem Komitee und auch der US-Zivilverwaltung im Irak lagen erste Erkentnisse seit Januar vor. (pd)
Quelle! (www.nrz.de/nrz/nrz.politik.volltext.php)
Lucy Ang Lee
09.05.2004, 22:28
8.05.04
Die teuren Märchen des Agenten "Toni"
Vergangene Woche versetzte die Bundeswehr zwei Kasernen wegen eines angeblich drohenden Terroranschlags in höchste Alarmbereitschaft. Nun stellt sich heraus, dass die Behörden einem windigen Tippgeber aufgesessen sind, der sie nicht zum ersten Mal mit seinem Talent zum Märchenerzählen beeindruckt hat.
"Rheine hat Angst" lautete die Schlagzeile. Oder "Terroralarm bei der Luftwaffe". Die Meldungen klangen dramatisch, gefährlich, unheimlich: Für zwei deutsche Luftwaffenstandorte galt plötzlich Gefahrenstufe "Charlie", die zweithöchste im Alarm-Ranking der Nato. Keine parkenden Autos vor der Kaserne, strenge Besucherregeln, Alarmbereitschaft für die Offiziere - so hießen bis heute morgen die Vorschriften beim Jagdbombergeschwader 33 im rheinland-pfälzischen Büchel und beim Fluglehrzentrum Rheine in Westfalen - bis das Verteidigungsministerium wieder Dienst nach Vorschrift befahl.
Die Bedrohung hatte so ihre Besonderheiten: Etwa dass sie bis zum kommenden Sonntag, dem Muttertag, gelten sollte und dann erst wieder vom 24. bis zum 30. Mai. Und danach dann gar nicht mehr. Ganz schön raffiniert von den Terroristen, hätte man als unbedarfter Zeitungsleser denken können. Nur sonderbar, dass sich in der Regierung niemand hatte finden lassen, der sich sorgte, den Ernst der Lage beschwor oder zur Wachsamkeit mahnte. Nicht einmal Innenminister Otto Schily, sonst qua Amt in diesen Dingen immer etwas aufgedreht, wollte sich äußern.
Gesucht wurde weniger nach den angeblichen Attentätern, welche die beiden Bundeswehrstandorte angreifen wollten. Vielmehr interessierte es die Sicherheitsbehörden, wie es passieren konnte, dass eine von einem als windig bekannten Informanten stammende Geschichte es zu einer offiziellen Warnmeldung brachte, die nach Überzeugung eines Regierungsexperten "einfach der letzte Scheiß ist". Am Ende zeichnet sich eine kuriose Geschichte ab, die von alarmierten Behörden erzählt, die gern alles, aber nur keinen Fehler machen wollen.
Die Märchen der "Spezialkraft N-941-H"
In Zeiten der allgegenwärtigen Terrorgefahr und der nicht abreißenden Meldungen aus der ganzen Welt scheint vieles denkbar und letzte Gewissheiten sind im Geheimdienstmilieu zugegebenermaßen eher selten. Hunderte, oft dubioser Tipps, gibt es beinahe jede Woche. Die Gefahr wächst, dass auch der skurrilste Unsinn reicht, um die Behörden nach dem Knopf für die Alarmklingel suchen zu lassen. Aber viel spricht im Fall der Bundeswehrkasernen auch dafür, dass man mit nochmaligem Nachdenken auf Plan-"Charlie" ganz gut hätte verzichten und dem Land zumindest eine Aufgeregtheit in ohnehin notorisch aufgeregten Zeiten ersparen können.
Der Urherber der scheinbar so gefährlichen Terrorwarnung für die Bundeswehr war den Sicherheitsbehörden bestens bekannt. Spezialkraft N-941-H, die sich nur "Toni" nennen lassen will, ist der Urheber der Geschichte. Der angebliche ehemalige iranische Agent des Teheraner Geheimdienstes dient sich seit Jahren Diensten, Medien und seit einigen Monaten auch der Bundesanwaltschaft an. Fast zu jedem Thema des internationalen Terrorismus hat der Mann etwas zu liefern. Leider aber stimmt es selten und auch im Fall der Bundeswehr entpuppten sich "Tonis" tolle Tipps als Flop.
Auf die Idee, bei der windigen Quelle lieber ein bisschen vorsichtig zu sein, ist nicht schwer zu kommen: Die amerikanische CIA will "Toni" schon vor den Anschlägen des 11. September gewarnt haben. Dem Bundesnachrichtendienst (BND) vertraute er an, der israelische Mossad sei der wahre Urheber des Massenmordes. Als ähnlich glaubwürdig gilt Tonis Erklärung, dass al-Qaida bereits ein Killerkommando damit beauftragt hat, gerade ihn wegen seines brisanten Insiderwissens ermorden zu lassen. Etwas detaillierter als seine Hinweise waren jedoch stets seine Forderungen nach etwas Geld, einer Wohnung oder diversen Hilfestellungen bei Behördengängen.
Undeutliches Gefasel vor einem Wandteppich
Dass "Toni" nicht sehr glaubhaft ist, zeigte sich auch beim Prozess gegen den mutmaßlichen Terrorhelfer Abdelghani Mzoudi. Buchstäblich in der letzten Minute vor dem drohenden Freispruch Ende 2003 zauberte die Bundesanwaltschaft plötzlich "Toni" als neuen Zeugen gegen Mzoudi hervor. Er sollte beweisen, dass Mzoudi durchaus schuldig ist. Das Ergebnis einer genauen Prüfung von "Tonis" Aussagen aber kam zu einem deutlichen Fazit. "Es ist der Eindruck entstanden, dass der Zeuge sich zu jedem wichtigen Thema als Informant anbietet, wenn er sich einen Vorteil davon erwartet", urteilte der BND. Etwas weniger geheimdienstlich gesprochen: Toni ist ein Schwätzer.
"Tonis" Karriere als Hinweisgeber für dies und das haben die wenig schmeichelhaften Einschätzungen offenbar noch nicht ausreichend geschadet. Vor Ostern schreckte er Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt (BKA) mit einer ganz heißen Geschichte auf. Im Auftrag des iranischen Geheimdienstes würden demnächst Anschläge in Deutschland verübt; für 200 000 Dollar könne er ein beweiskräftiges Video aus Dubai beschaffen. "Toni" lies sich auf einfachen Spesenersatz runterhandeln, das versprochene Video zumindest lieferte er ab.
Die angeblich so alarmierenden Bilder hingegen zeigte das Band nicht wirklich. Vor einem Wandteppich war der Hinterkopf eines Mannes zu sehen, der in ein lautgestelltes Telefon sprach. Zu verstehen war nicht viel, obwohl sich ein halbes Dutzend Farsi-Dolmetscher der Sache annahm. Von Westfalen wurde geredet, von Anschlägen auf die deutsche Luftwaffe und von "Buschel" und "Buschen" - leider aber ließen sich solche Orte mit Bundeswehreinrichtungen nicht finden. Die Lücken, die das wirre Video hinterließ, füllte "Toni" großzügig. Gemeint sei Büchel, diagnostizierte er als Kenner des Terrorismus und auch Rheine sei bedroht. Das Hit-Team bestehe aus drei Männern und zwei Frauen; die seien bereits in einem Ausländerheim in Ostdeutschland und warteten nur auf ihren Einsatz.
"Wenn die Polizei kommt, sag bitte, dass alles stimmt"
Unter Zuhilfenahme des Behördengrundsatzes "Melden macht frei" mäanderte Tonis toller Tipp von da an durch die deutschen Sicherheitsbehörden. Die Bundesanwaltschaft leitete ein Verfahren ein. Nicht weil wir die Geschichte glaubten, sondern nur weil wir sie nicht restlos ausschließen konnten, erklärt die Behörde heute. "Toni" sei ein schwieriger Fall, er habe aber durchaus auch schon Zutreffendes erzählt. Ähnlich offen hatte die Behörde ihre Einschätzung auch schon bei "Tonis" Starauftritt im Hamburger Terrorprozess gelassen.
Gleichwohl aber arbeitet nun der Apparat der Weiterreichung: Das BKA kabelte eine offizielle Warnmeldung an das Verteidigungsministerium. Weil ja vielleicht, wenn auch wahrscheinlich nicht, irgendwas dran sein könnte. Und das Verteidigungsministerium ordnete Alarmstufe "Charlie" an. Am vergangenen Dienstag wurden dann schließlich die Wohnungen angeblich Verdächtiger durchsucht und in Hamburg ein Zeuge befragt, von dem Toni erklärt hatte, er könne die ganze Geschichte bestätigen. Das konnte er dann aber doch nicht. Zu Protokoll gab der Mann, er könne nur sagen, was Toni ihm aufgetragen habe. Wenn die Polizei kommt, sag bitte, dass alles stimmt, soll "Toni" ihm aufgetragen haben.
Die Karriere von "Toni" scheint mit seinem letzten Lügenmärchen nun endgültig zu Ende zu sein. Nach den scheinbar so hochbrisanten Tipps des Informanten prüft nun sein ehemaliger Partner in Sachen Terrorbekämpfung, die Bundesanwaltschaft, ob "Toni" wegen falscher Anschuldigung dran ist.
Link:
www.spiegel.de/panorama/0,1518,298817,00.html
11.05.2004
Afghanistan: Angriff auf deutsches Camp
Unbekannte schossen mit einer 107-Millimeter-Rakete auf das Lager . Ein Bundeswehrsoldat wurde verletzt
Berlin/Kabul - Bei einem Raketenangriff auf das deutsche Camp nahe der afghanischen Hauptstadt ist am Morgen ein Bundeswehrsoldat verletzt worden. Der Mann sei
aber nicht schwer verletzt und befinde sich in einem stabilen Zustand, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Der Vorfall werde von der Afghanistan-Schutztruppe ISAF untersucht.
Ein Offizier der ISAF sagte der Nachrichtenagentur AFP in Kabul, bei dem Geschoss habe es sich um eine 107-Millimeter-Rakete gehandelt. Sie sei im südlichen Teil des Geländes von Camp Warehouse eingeschlagen. In dem Lager rund zehn Kilometer östlich vom Zentrum der afghanischen Hauptstadt sind mehr als 1500 Soldaten stationiert, die meisten von ihnen kommen aus Kanada. Ende Januar waren bei zwei Selbstmordanschlägen auf ISAF-Soldaten neben den Attentätern ein Brite, ein Kanadier und ein Afghane ums Leben gekommen.
Quelle! (www.welt.de/data/2004/05/11/276618.html)
11.05.04
Kinder gezielt getötet?
Amnesty International hat neue schlimme Vorwürfe gegen britische Soldaten erhoben: Sie sollen in Irak nicht nur Gefangene misshandelt, sondern auch wehrlose Zivilisten – darunter Kinder – ohne Not getötet haben.
Dies steht in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation, den ein Sprecher des Verteidigungsministerium am Dienstag in London nicht kommentieren wollte. Er räumte lediglich ein, es gebe eine Reihe laufender Untersuchungen zu möglichem Fehlverhalten von Soldaten.
Seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai 2003 seien britische Soldaten an der Tötung von 37 Zivilisten beteiligt gewesen, heißt es in dem Amnesty-Bericht. Unter den Opfern seien unter anderem ein achtjähriges Mädchen und ein Gast einer Hochzeitsgesellschaft, die ganz offensichtlich keine Bedrohung dargestellt hätten.
Das Mädchen Hanan Saleh Matrud sei am 21. August in der Nähe ihres Dorfes in Südirak erschossen worden. Augenzeugen berichteten Amnesty zufolge, ein Soldat habe aus 60 Meter Entfernung auf das Kind gezielt und dann abgedrückt. Die Armee erklärte, das Mädchen sei aus Versehen durch einen Warnschuss getötet worden.
Auch den Tod von Ghanem Kadhem Kati schildert Amnesty genau. Er sei vor seinem Haus erschossen worden, in dem gerade eine Familienhochzeit stattgefunden habe. Sofern es überhaupt Untersuchungen gegeben habe, seien diese unter größter Geheimhaltung geschehen und hätten keine Rücksicht auf die Interessen der Angehörigen genommen.
Amnesty-Direktorin Kate Allen forderte unabhängige Untersuchungen. Sie kritisierte in dem Bericht, dass Tötungen durch britische Truppen in Situationen, wo sie keine tödlichen Waffen einsetzen sollten, im Geheimen und hinter verschlossenen Türen untersucht würden. Viele Fälle, in denen Soldaten Iraker ohne unmittelbare Bedrohung erschossen hätten, seien gar nicht untersucht worden. Die Ermittlungen der Militärpolizei seien „geheimniskrämerisch", die Angehörigen der Opfer erhielten wenig oder gar keine Informationen.
Der Amnesty-Bericht stützt sich auf Besuche von Menschenrechtlern in dem von den Briten kontrollierten Süden Iraks im Februar und März diesen Jahres. Dabei wurden den Angaben zufolge Familien, Augenzeugen, irakische Polizisten und Angehörige der Zivilbehörde interviewt. Es sei unmöglich, die Zahl der durch britische Waffen Umgekommenen zu schätzen, hieß es weiter.
Quelle! (aktuell.focus.msn.de/hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm)
11.05.04
Struck setzt auf Tiger und Transporter
Weniger ist mehr: Das trifft in etwa, was Bundesverteidigungsminister Peter Struck mit der Bundeswehr vor hat. Während Standorte geschlossen und Personal abgebaut werden, rüsten die Streitkräfte auf - rein qualitativ natürlich. Auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin zeigt die Luftwaffe, was sie Neues hat: Eurofighter, Tiger und NH90 stehen hier direkt nebeneinander.
Der eine geht, der andere kommt. Die MIG 29 - ein Überbleibsel aus DDR-Beständen - ist auf der ILA zum letzten Mal in Luftwaffen-Anstrich zu sehen. Danach werden die restlichen neun von 23 Maschinen an Polen verkauft. Der Preis: Einen Euro hat das Land dafür bezahlt - eine symbolische Transaktion.
Die Bundeswehr startet dagegen mit dem Eurofighter - international auch Typhoon genannt - "ins 21. Jahrhundert", wie ein Luftwaffen-Oberst jubelt. 180 Jets sollen bis 2014 angeschafft werden, die ersten wurden Ende April in Laage bei Rostock bereits in Betrieb genommen. Die Maschine ist der Traum eines jeden Fliegers: 2400 Stundenkilometer (Mach 2) schafft sie, die Reichweite beträgt fast 1400 Kilometer. Außerdem braucht sie nur zweieinhalb Minuten, um eine Höhe von 35.000 Fuß zu erreichen.
Die Bundeswehr baut um und ist damit in bester Gesellschaft mit den meisten NATO-Partnern. Der Kalte Krieg und die Strategie der kollektiven Selbstverteidigung sind Schnee von gestern. Jetzt setzt das Bündnis auf Krisenbewältigung und Terror-Bekämpfung. Für die Streitkräfte bedeutet das: Schnelle, flexible und schlagkräftige Systeme müssen her. Dabei spielt die Modernisierung der Luftwaffe eine wichtige Rolle. Man müsse weg vom "bisherigen Kontingentdenken" und hin zum "Bereitstellen spezifischer Fähigkeiten für bestimmte, wechselnde Zeiträume", so hat das Struck Ende März formuliert.
Der Airbus A400M, von dem die Bundeswehr ab 2009 oder 2010 sechzig Maschinen bekommen soll, ist ein moderner Transporter, der der Bundeswehr erstmals die so genannte "strategische Verlegefähigkeit" ermöglichen soll. Erst mit ihm kann die Bundeswehr selbstständig Einsätze in weit entfernten Ländern durchführen - dank einer Reichweite von 5400 Kilometern und der Fähigkeit der Maschine, selbst auf improvisierten Pisten zu landen. Bis dahin sind die Deutschen weitgehend auf die Hilfe der NATO-Partner angewiesen.
Auf der ILA ist der A400M natürlich noch nicht zu sehen. Dafür aber eine andere Transportmaschine: Der nagelneue Hubschrauber NH90 hat am Dienstag unter den Augen von Verteidigungsminister Struck seinen Serien-Erstflug absolviert. Immerhin mehr als 150 Stück der europäischen Gemeinschafts-Entwicklung will die Bundeswehr längerfristig anschaffen. Der Hubschrauber sei genau auf deren Bedürfnisse zugeschnitten, sagte Struck in Berlin. Der Preis pro NH 90: 29 Millionen Euro.
Der Helikopter ist auf Anfrage Italiens, Frankreichs, Deutschlands und der Niederlande vom multinationalen Konsortium NH90 Industries gebaut worden. NH 90 ist nach Herstellerangaben das größte bisher in Europa aufgelegte Hubschrauberprogramm. An der Produktion sind die Unternehmen Eurocopter France und Eurocopter Germany sowie die italienische Firma Agusta und die niederländische Stork Fokker beteiligt. Auch ein Trend: Nicht jedes Land baut seinen eigenen Hubschrauber - alle arbeiten zusammen. Das ist billiger. Außerdem wird die Fachkenntnis vieler Firmen gebündelt.
Quelle! (www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/21/0,1367,POL-0-2122645,00.html)
U-Boot ging Fischern ins Netz
Ein Fischerboot machte 37 Kilometer nördlich der dänischen Küste einen ziemlich dicken Fang. Ein deutsches U-Boot, das für NATO-Übungen im Einsatz war, ging den Fischern ins Netz. Die Fischer hätten das U-Boot erst identifiziert, nachdem es aufgetaucht war, teilte ein dänischer Marinesprecher laut APA mit. Die Befreiung des U-Bootes habe einige Stunden gedauert.
Der Kutter "Marie Helen" steuerte daraufhin den Hafen von Hirtshals an, um entstandene Schäden zu beheben. "Abgesehen von dem beschädigten Kutter war der Zwischenfall eigentlich undramatisch", meinte der Sprecher. Vor zehn Jahren endete ein ähnlicher Vorfall für drei Fischer allerdings tödlich. Auch ihnen ging ein U-Boot ins Netz, das Fischerboot wurde aber in die Tiefe gerissen.
Quelle (http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=pa&id=421369)
SPD-Chef: Zum Sparen fehlt das Geld
Müntefering spricht sich indirekt für die Aufgabe des Stabilitätspakts aus und will Ausgaben für Forschung erhöhen
BERLIN dpa/rtr Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering hat gefordert, den europäischen Stabilitätspakt zu Gunsten von mehr Ausgaben für Forschung und Bildung auszusetzen. Müntefering sagte gestern in Berlin, durch eine "Spirale des Sparens nach unten" sei Wachstum nicht zu erreichen. Dagegen hält der CDU-Finanzexperte Friedrich Merz diesen Weg für die falsche Methode.
Müntefering sagte auf dem SPD-Kongress "Zeit für Innovationen - Impulse für Deutschland", ohne Mut zum Risiko und ohne Solidarität seien soziale Sicherheit und Lebensqualität nicht zu erreichen. Innovation sei aber nicht per Bundesgesetz zu verordnen. Nötig sei eine Debatte über Fortschritt und die Ziele der Gesellschaft.
Der EU-Stabilitätspakt könne natürlich nicht einseitig aufgegeben werden, sagte der SPD-Partei- und Fraktionschef weiter. Europa müsse sich aber entscheiden, welches Drei-Prozent-Kriterium das wichtigere sei: die drei Prozent im Stabilitätspakt oder drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung, Bildung und Entwicklung bis 2010. Derzeit werden dafür 2,5 Prozent ausgegeben. Es gibt eine Diskrepanz in der Zielsetzung. "Darüber müssen wir sprechen." Etwa sechs EU-Staaten seien in einer vergleichbar schlechten Finanzlage.
Quelle:
http://www.taz.de/pt/2004/05/12/a0098.nf/text (http://)
12.05.04
Islamisten enthaupten Amerikaner vor laufender Kamera
Eine der El Kaida nahe stehende Gruppe im Irak hat am Dienstag einen amerikanischen Zivilisten geköpft und als Rache für Gefangenenmisshandlungen im Irak mit weiteren Morden gedroht. Die Enthauptung des Amerikaners Nick Berg nahmen die Mörder live auf Video auf. Die Aufnahme der "Hinrichtung", angeblich vom jordanischen El-Kaida-Extremisten Abu Musab el Sarkawi persönlich ausgeführt, wurde am Dienstag von der radikal-islamischen Organisation Muntada el Ansar auf deren Internetseite veröffentlicht.
In Washington verurteilte der Sprecher von Präsident George W. Bush, Scott McClellan, die Tat scharf und kündigte die unnachsichtige Bestrafung der Täter an. Diese Tat zeige die "wahre Natur der Feinde der Freiheit", sagte er.
Die Leiche des Amerikaners wurde nach Angaben des US-Außenministeriums in Bagdad gefunden. Der Tote war noch gefesselt.
Auf der in schlechter Bild-Qualität aufgenommenen Aufzeichnung ist das Opfer in einem orangenfarbenen Overall zu sehen, ähnlich den Anzügen, die die El-Kaida-Gefangenen im US- Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba tragen. Der Mann sitzt gefesselt auf einem weißen Plastikstuhl in einem kahlen Raum. Danach wird er auf dem Boden kauernd gezeigt, mit fünf maskierten Gestalten drohend hinter sich.
Die Enthauptung des Amerikaners sei die Antwort auf die Misshandlung irakischer Gefangener durch die Besatzungstruppen, teilte die Gruppe auf dem Video mit. Das Opfer musste sich selbst vorstellen. "Mein Name ist Nick Berg, der Name meines Vaters ist Michael ... Ich habe einen Bruder und eine Schwester, David und Sarah," sagte der Gefesselte vor seiner Enthauptung. Und er stamme aus Philadelphia.
Nachdem einer der Maskierten eine Erklärung verlesen hatte, stießen die Täter ihr Opfer zu Boden, und während sie seine Schreie mit dem Ausruf "Gott ist groß" übertönten, hieb einer der Vermummten den Kopf des Opfers mit einem großen Messer ab und hielt ihn vor laufender Kamera in die Höhe.
Die dazu veröffentlichte Erklärung ist mit El Sarkauis Namen unterzeichnet und trägt das Datum 11. Mai. Nach US-Angaben beschäftigen sich Experten des Geheimdienstes CIA damit, die Echtheit der Aufzeichnung und die Identität der Täter zu klären.
In Washington reagierte Bushs Sprecher mit Abscheu und Empörung auf die Tat. Den Tätern fehle "jede Achtung vor dem Leben unschuldiger Männer, Frauen und Kinder. Wir werden die Verantwortlichen verfolgen und sie der Gerechtigkeit zuführen", sagte McClellan.
Die Familie des Toten warf den US-Streitkräften und der Bush-Regierung vor, eine Mitschuld am Tod des 26-Jährigen zu tragen. Dessen Vater Michael Berg sagte, sein Sohn hätte längst wieder in den USA sein können, wenn er nicht an einer Kontrollstelle in Mossul von irakischen Polizisten festgenommen und dann 13 Tage in US-Gewahrsam gewesen wäre. Erst nach einer Klage der Familie vor einem Gericht in Pennsylvania wurde Berg am 6. April freigelassen.
Zuletzt hörte die Familie am 9. April von ihrem Sohn, der als Geschäftsmann in Irak war und dort Antennenanlagen reparierte. Nick Berg sagte damals, er werde über Jordanien in die USA zurückkehren.
Der Vertreter des US-Außenministeriums sagte, Berg habe in keiner Beziehung zur US-Armee oder zum Verteidigungsministerium gestanden: "Er war amerikanischer Privatmann, der vertraglich nichts mit dem Militär zu tun hatte." Die Leiche, der der Kopf fehlte und deren Hände auf dem Rücken gefesselt waren, wurde US-Angaben zufolge von einer Patrouille am Straßenrand gefunden.
El Sarkawi hat mehrfach die Internetseite der Muntada el Ansar benutzt, um Bekenntnisse zu Anschlägen oder Drohungen zu veröffentlichen. Der 37-Jährige stammt aus Jordanien und gilt als die aktivste Führungsperson der El Kaida im Irak und in den benachbarten Ländern. Die USA gehen davon aus, dass er sich im Irak aufhält. Sie machen ihn für zahlreiche Anschläge verantwortlich und haben eine Belohnung von zehn Millionen Dollar für Hinweise ausgesetzt, die zur Gefangennahme führen.
In den vergangenen Wochen wurden mehrere Ausländer im Irak entführt. Auch die Ermordung einer italienischen Geisel war von einer radikalen Gruppe in einem Video veröffentlicht worden. Die Ermordung des US-Bürgers Berg erinnert in ihrer Grausamkeit an die Ermordung des US-Reporters Daniel Pearl, der von Islamisten in Pakistan enthauptet wurde.
Bilder von misshandelten gefangenen Irakern haben weltweit Empörung ausgelöst. Sowohl US-Präsident George W. Bush als auch der britische Premierminister Tony Blair haben sich für die Misshandlungen entschuldigt und die Bestrafung der Verantwortlichen angekündigt.
Quelle! (www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/25/0,1367,POL-0-2125625,00.html)
14.05.04
Wolfowitz räumt Verstoß gegen Genfer Konvention ein
Die internationale Kritik an Misshandlungen irakischer Gefangener durch US-Soldaten zeigt offenbar Wirkung: Jetzt hat der stellvertretende Verteidigungsminister Wolfowitz eingeräumt, dass militärische Verhörmethoden - wie Schlafentzug oder lange Isolationshaft - gegen die Genfer Konventionen verstoßen. Und Gegner des Irak-Einsatzes forderten vor Rumsfelds Wohnsitz den Rücktritt des Ministers. Als Häftlinge oder Gefängnisaufseher verkleidet, protestierten sie gegen die Misshandlungen von Irakern in US-Haft. Derweil wurden hunderte Irakis aus dem Gefängnis Abu Ghraib entlassen.
Es gebe keine militärischen Richtlinien, die Schlafentzug von bis zu 72 Stunden und Verharren in unangenehmen Positionen bei Gefangenen vorsehen, sagte Wolfowitz am Donnerstag vor dem Streitkräfteausschuss des Senats. Sie wüssten nicht, wer diese Maßnahmen genehmigt habe, betonten Wolfowitz und der stellvertretende Generalstabschef Peter Pace. "Was sie mir beschreiben, klingt wie eine Verletzung der Genfer Konventionen", sagte Wolfowitz. Pace räumte ebenfalls eine Verletzung der Regelungen ein, nachdem ihm Bilder von nackten, gefesselten und in unangenehmen Stellungen verharrenden Gefangenen gezeigt wurden.
Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte die Verhörmethoden der Streitkräfte am Mittwoch als mit internationalem Recht vereinbar verteidigt. Nach Angaben zweier Senatoren wurden die Verhörpraktiken vom Kommandeur der US-Truppen in Irak, Generalleutnant Ricardo Sanchez, angeordnet.
Unterdessen müssen sich wegen der Misshandlungen im Gefängnis Abu Ghraib zwei weitere US-Soldaten vor Gericht verantworten. Gegen die beiden Männer werde am 20. Mai Anklage erhoben, teilten die Streitkräfte am Donnerstag mit. Den Soldaten wird unter anderem Misshandlung und Pflichtverletzung vorgeworfen.
Aus dem Abu-Ghraib-Gefängnis wurden indes mehr als 300 irakische Häftlinge freigelassen. Der Kommandeur des Gefängnisses, Geoffrey Miller, hatte beim Besuch von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Donnerstag zugesichert, die Zahl der derzeit noch mehr als 3500 Häftlinge schnell und deutlich zu reduzieren. Wöchentlich sollen 300 bis 400 Gefangene entweder freigelassen oder der irakischen Justiz übergeben werden.
Zwei ehemalige Gefangene aus dem Häftlingslager Guantanamo schilderten derweil detailliert brutale Verhörmethoden und Misshandlungen von Häftlingen in dem Militärstützpunkt auf Kuba. In einem Brief an US-Präsident George W. Bush schrieben die beiden Briten am Donnerstag, sie seien unter anderem stundenlang an den Boden festgekettet gewesen und hätten sich vor Aufsichtspersonal nackt ausziehen müssen. Shafiq Rasul und Asif Iqbal waren am 8. März wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Bei den Verhören seien grelles Licht und laute Musik eingesetzt worden, um die Häftlinge mürbe zu machen, hieß es in dem Schreiben. Außerdem hätten die Gefangenen während der Befragungen, die oft bis zu zwölf Stunden dauerten, keine Toilette aufsuchen dürfen. Ein Häftling, der sich von einer Operation erholte, sei von Aufsichtspersonal in den Magen getreten worden, wo er eine frische Narbe hatte. Die Wärter hätten seinen Kopf außerdem mehrfach gegen den Boden geschlagen. Die Soldaten hätten ihnen gesagt "Wir können tun was wir wollen".
Die Misshandlungen seien von Kameras festgehalten worden, erklärten Rasul und Iqbal. Auf Guantanamo werden ohne Anklage und Rechtsbeistand rund 600 Gefangene festgehalten. Sie werden von den USA verdächtigt, Verbindungen zu El Kaida oder den Taliban zu haben.
Der Vater des im Irak enthaupteten US-Bürgers Nicholas Berg erhob schwere Vorwürfe gegen die US-Regierung. Berg sagte CNN, sein Sohn sei für die Sünden von US-Präsident George W. Bush und Verteidigungsminister Rumsfeld gestorben. Der Vater verlangte Aufklärung, ob es von den Entführern ein Angebot gegeben habe, seinen Sohn gegen inhaftierte Iraker auszutauschen und freizulassen. Nach den Worten des Sprechers des US-Außenministeriums, Richard Boucher, hatte ein Mitarbeiter des US-Konsulats Nicholas Berg am 10. April angeboten, bei der Ausreise mit einem Flugzeug von Bagdad in die jordanische Hauptstadt Amman zu helfen. Berg habe aber auf dem Landweg von Bagdad nach Kuwait reisen wollen.
Nicholas Berg soll laut CNN an diesem Freitag in seiner Heimatstadt West Chester im Bundesstaat Pennsylvania beigesetzt werden. Die Leiche des 26-Jährigen war am Samstag in der Nähe von Bagdad aufgefunden und nach den Worten Bouchers am Montag identifiziert worden.
Nach Überzeugung des US-Geheimdienstes CIA ist Berg von dem als Top-Terrorist gesuchten Jordanier Abu Mussab el Sarkawi persönlich enthauptet worden. Auf dem Video der Hinrichtung, das am Dienstag auf einer Webseite islamischer Extremisten veröffentlicht worden war, sei die Stimme Sarkawis mit großer Wahrscheinlichkeit identifiziert worden, teilte ein CIA-Sprecher mit.
Die Extremisten-Organisation El Kaida unterstützt einer auf einer islamistischen Internet-Seite veröffentlichten Erklärung zufolge Aufständische im Kampf gegen die US-geführten Besatzungstruppen im Irak. Die am Freitag veröffentlichte Erklärung wurde dem saudiarabischen El-Kaida-Anführer Abdulasis el Mukrin zugeschrieben. "In unserem Heiligen Krieg auf der arabischen Halbinsel dienen wir der irakischen Sache und helfen den Mudschaheddin im Irak, mit denen wir ständig in Kontakt sind", hieß es auf der Internet-Seite. "Wir versuchen, den Feind zu verwirren und seine künftigen Pläne mit arabischen Verbündeten und Despoten zu vereiteln." Die Echtheit der Erklärung konnte zunächst nicht bestätigt werden.
Quelle (www.heute.t-online.de/ZDFheute/artikel/20/0,1367,POL-0-2126292,00.html)
13.05.04
Deutschland steht kurz vor der Aufnahme im UN-Sicherheitsrat
Washington will "kein Veto" einlegen. "Definitives Ja" aus China, Frankreich, Großbritannien und Russland
Die Bundesregierung hat nach Informationen der „Leipziger Zeitung“ verlässliche Hinweise darauf, dass Washington eine deutsche Bewerbung für einen Sitz im erweiterten UN-Sicherheitsrat nicht blockieren wird. Aus Regierungskreisen wurde der Zeitung bestätigt, dass es seitens der US-Regierung „kein Veto“ für diesen Fall geben werde. Da zugleich die Zwei-Drittelmehrheit für die notwendige Reform und Erweiterung des Sicherheitsrates um fünf weitere ständige Mitglieder gewährleistet sei, und es von den übrigen ständigen Ratsmitgliedern China, Frankreich, Großbritannien, Russland „ein definitives Ja“ gebe, stünde damit einer Aufnahme der Bundesrepublik in den Führungskreis der UNO nichts mehr im Wege.
In zahlreichen vertraulichen Gesprächen mit der derzeitigen Bush-Regierung, zuletzt auch von Bundesaußenminister Joschka Fischer (Grüne), sei einmütig betont worden, dass man ungeachtet der deutschen Anti-Kriegshaltung im Fall Irak, „dem deutschen Wunsch nicht entgegenstehen“ werde. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich US-Präsident George W. Bush bei den demnächst anstehenden Feiern zum „D-Day“, dem Invasionstag der alliierten Truppen im Zweiten Weltkrieg in der Normandie, am 6. Juni, auch Bush entsprechend äußern könnte. Auf Einladung des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac nimmt in diesem Jahr mit Gerhard Schröder (SPD) erstmals ein deutscher Bundeskanzler an den Feiern teil.
Quelle! (www.welt.de/data/2004/05/13/277460.html)
16.05.2004
Hat Rumsfeld Folter genehmigt?
Die US-Regierung hat einen Bericht zurückgewiesen, wonach Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ungewöhnliche Verhörmethoden im Irak genehmigt haben soll, die letztlich zu Misshandlungen von Gefangenen führten.
Diese Behauptungen seien "haarsträubend, verschwörerisch und voller anonymer Spekulationen", sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Samstag. Weder Rumsfeld noch seine Mitarbeiter hätten derartige Verhörmethoden bewilligt. Die Misshandlungen irakischer Gefangener im Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad hatten weltweit Empörung ausgelöst und in den USA zu Forderungen nach einem Rücktritt Rumsfelds geführt.
"Schnappt euch, wen ihr braucht. Macht, was ihr wollt"
Das Magazin "New Yorker" hatte auf seiner Internet-Seite berichtet, wegen des wachsenden Widerstandes gegen die Besatzungstruppen im Irak seien Verhörmethoden zugelassen worden, die zuvor auch in Afghanistan angewandt worden seien, um Informationen über Mitglieder der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden zu erhalten. Der Verhörplan sei ein streng geheimes "Sonderzugriffprogramm" gewesen, das im Voraus die Erlaubnis dafür gegeben habe, im Kampf gegen Terror so genannte wichtige Ziele zu töten, gefangen zu nehmen oder zu verhören. Die Regeln hätten gelautet: "Schnappt euch, wen ihr braucht. Macht, was ihr wollt", berichtete das Magazin unter Berufung auf einen früheren US-Geheimdienstarbeiter.
Offensichtliche Verstöße gegen Genfer Konventionen
Rumsfeld steht erheblich unter Druck, nachdem bekannt geworden war, dass US-Soldaten irakische Häftlinge im Gefängnis Abu Ghraib bei Bagdad misshandelt und erniedrigt haben. Fotos und Videofilme, die die Misshandlungen gezeigt hätten, "basierten nicht auf irgendeinem gebilligten Programm, einem Schulungshandbuch, einer Anweisung oder einem Befehl des Verteidigungsministeriums", sagte die Ministeriumssprecherin.
Das US-Militär im Irak untersagte am Freitag harte Verhörmethoden wie Schlafentzug und den Zwang, lange in schmerzhaften Körperhaltungen zu verharren. Zuvor hatte der stellvertretende US-Verteidigungsminister Paul Wolfowitz eingeräumt, dass vom US-Militär einige gebilligte Verhörmethoden im Irak gegen die Genfer Konventionen verstießen.
Quelle (http://www.stern.de/politik/ausland/index.html?id=524080&nv=rss)
Hightower
16.05.2004, 13:15
Sonntag 16. Mai 2004, 09:03 Uhr
US-Soldatin nennt Misshandlungen in Irak "Spaß"
Washington (AFP) - Eine der wegen Misshandlungen irakischer Gefangener angeklagten Wachen des Gefängnisses Abu Ghraib bei Bagdad hat die Fotoaufnahmen von aufeinandergelegten nackten und masturbierenden Gefangenen als "Spaß" bezeichnet. "Wir fanden, es sah so lustig aus, deshalb wurden Fotos gemacht", sagte die US-Gefreite Lynndie England der Zeitung "New York Times".
Die Misshandlungen in Abu Ghraib seien Routine gewesen und manchmal amüsant, hätten jedoch fast nie die Grenzen des Erlaubten überschritten, betonte England. Auf die Frage, ob sie selbst Gefangene misshandelt habe, sagte die 21-Jährige: "Ja, ich bin auf einigen von ihnen herumgetreten, habe einige gestoßen und gezogen, aber nichts Schlimmes getan."
England beschrieb gegenüber der Zeitung, wie sie einem Häftling eine Leine um den Hals legte und ihn und andere Insassen zwang, "fast vier bis sechs Stunden" lang über den Gang zu kriechen. Ferner erzählte sie, ein Soldat habe Häftlinge mit Säcken über dem Kopf regelmäßig mit einem Fußball beworfen, "um sie zu erschrecken". Ein weiterer Soldat habe Gefangene getreten und ihnen offene Wunden zugefügt, berichtete England weiter. Er habe manche Wunden dann "persönlich genäht".
Die Gefreite beschuldigte den Feldwebel Ivan Frederick, er habe mit Leuchtstoffröhren "psychologische Spielchen" mit den Gefangenen betrieben. "Er hat ihnen befohlen, die Beine anzuheben, hat die Röhre unter ihre Füße gelegt und gesagt, es sei ein Messer." Dann sei die Leuchtstoffröhre zerstört worden; die chemische Flüssigkeit aus der Röhre habe sich auf dem Boden verteilt und die Gefangenen hätten dort durchkriechen müssen, sagte England. Der fluoreszierende Stoff sei zu den Gefangenen in eine dunkle Zelle gebracht worden. Das Licht habe die Insassen "ausflippen lassen".
Quelle (http://de.news.yahoo.com/040516/286/417rn.html)
Noch einen,weils so schön war :D :
Bush hält zu genaue Zeitungslektüre für störend
Washington (AFP) - US-Präsident George W. Bush verfolgt nach eigenem Bekenntnis die Berichterstattung in Presse und Fernsehen nicht allzu genau, weil er dies für seine Arbeit für hinderlich hält. Er wolle sich durch die Fehleinschätzungen der Journalisten nicht von seiner "klaren Sicht" der Dinge abbringen lassen, verriet der Präsident dem Korrespondenten der konservativen "Washington Times", Bill Sammon, in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Das Gespräch wurde vor mehreren Wochen - also noch vor Aufkommen des Folterskandals - für ein Bush-Buch des Reporters geführt.
Quelle (http://de.news.yahoo.com/040514/286/416g7.html)
16.05.04
Rumsfeld soll Misshandlungen genehmigt haben
Die Anwendung körperlicher Gewalt und sexueller Erniedrigung bei irakischen Gefangenen wurde laut amerikanischer Medien von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld persönlich genehmigt. Das Verteidigungsministerium weist das entschieden zurück.
Washington - Die Anwendung körperlicher Gewalt und sexueller Erniedrigung bei irakischen Gefangenen wurde laut einem Bericht der Zeitung "The New Yorker" von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld genehmigt. Ziel des geheimen Programms sei es gewesen, Informationen über den wachsenden Widerstand in Irak zu gewinnen, hieß es in dem auf der Website der Zeitung veröffentlichten Bericht unter Berufung auf aktive und frühere Geheimdienstmitarbeiter. Das Verteidigungsministerium wies dies entschieden zurück.
In dem Bericht hieß es, Rumsfeld habe im vergangenen Jahr beschlossen, diese Methoden, die in Afghanistan bei der Jagd nach al-Qaida-Mitgliedern eingesetzt worden seien, auf das Gefängnis Abu Ghureib bei Bagdad auszuweiten. Die USA hätten sich ursprünglich in Afghanistan zum Einsatz dieser Verhörmethoden entschlossen, nachdem sie dort in den ersten Wochen des Krieges kaum Erfolge im Kampf gegen al-Qaida verzeichnet htten, hieß es. Dieses Programm sei auch von Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice gebilligt worden, Präsident George W. Bush sei informiert worden.
Kommandoeinheiten konnten demnach Verdächtige sofort und gegebenenfalls unter dem Einsatz von Gewalt in geheimen CIA-Einrichtungen verhören. Die Informationen seien dann an das Pentagon weitergegeben worden. Im vergangenen Jahr hätten dann Rumsfeld und der für Geheimdienstangelegenheiten zuständige Staatssekretär Stephen Cambone das Programm auf Abu Ghureib ausgeweitet.
Die CIA habe sich aber schon im Herbst aus den Aktionen in Irak zurückgezogen, hieß es weiter. Das Prozedere sei für ranghohe Terroristen in Afghanistan gebilligt worden, aber nicht für Taxifahrer und andere Leute, die auf der Straße aufgegriffen worden seien, wurde ein CIA-Mitarbeiter zitiert.
Quelle (www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,300053,00.html)
Original von Hightower
Bush hält zu genaue Zeitungslektüre für störend
Dieser Mann macht mir echt Angst.
Hightower
18.05.2004, 15:09
Das sagt der doch nur,weil er nicht lesen kann.
*an ein bestimmtes Foto denk* :D
Du meinst das wo er das Buch falsch herum hält und so tut als würde er Kindergartenkindern was vorlesen? :evil:
Hightower
18.05.2004, 20:49
@Canis:
Jo,genau das!
Ein Mann der Tat :D??:
Mann ohrfeigt Schröder
Mannheim (AP) Auf einer Europawahlveranstaltung der SPD in Mannheim ist am Dienstagabend ein Unbekannter auf Bundeskanzler Gerhard Schröder zugegangen und hat ihn geohrfeigt. Das bestätigte Polizeisprecher Volker Dressler vom Polizeipräsidium Mannheim. Der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg berichtete, Schröder habe in einem Konferenzraum des Kongresszentrums Rosengarten in einem Pulk von Menschen gestanden und Autogramme gegeben, als sich der Mann an ihn herandrängte «und handgreiflich wurde».
Nach den Worten Dresslers wurde der Täter sofort von Sicherheitskräften festgehalten und vorläufig festgenommen. Schröder habe «keine sichtbaren Verletzungen» erlitten, hieß es. Laut Steg reagierte der Kanzler gelassen, zumal die Sache «schnell bereinigt» gewesen sei. Anschließend hielt der Kanzler eine Rede, ohne sich den Vorfall anmerken zu lassen.
Quelle (http://de.news.yahoo.com/040518/12/41dig.html)
Black Knight
23.05.2004, 17:39
Referenz: http://www.heise.de/newsticker/meldung/47577
Datenleck im US-Kernwaffenlabor Los Alamos
Die Wiege der amerikanischen Atombombe, das Los Alamos National Laboratory, verliert seit Jahren sicherheitsrelevante Daten -- nicht eimer-, sondern festplattenweise. Die bislang letzte Verlustmeldung berichtet, eine Inventur habe den Fehlbestand eines classified removable electronic medium (CREM) ergeben, darunter versteht man portable Datenträger wie Festplattenlaufwerke, auf denen Geheiminformationen abgelegt sind. In Los Alamos finden sich diese Archivmedien zu Zehntausenden, und mit schöner Regelmäßigkeit gehen einige dieser Exemplare, meist durch Verwaltungsfehler, verloren, zuletzt im Januar 2003 sowie November und Januar 2002. Zwei Laufwerke, die sich 2001 "beiseite geschlichen" haben, fanden sich später im Schatten einer laboreigenen Kopiermaschine wieder. Zwischenzeitlich vermisste man in Los Alamos auch einmal gleich 200 komplette Rechner mit vertraulichen Daten.
"Können diese Leute niemals etwas richtig machen?" zeterte der örtliche Sicherheitsberater Glenn Walp gegenüber Journalisten. "Die halten sich an die alte Firmenmaxime: 'Das liegt nicht an uns, sondern am System'".
Energieminister Spencer Abraham verlangt eine Ausmusterung der portablen Laufwerke in allen Nuklearlabors bis zum Jahr 2009 zugunsten einer plattenlosen IT-Umgebung. Doch Danielle Brian, Chefin des Überwachungsausschusses der Regierung, hält dieses Ziel für zu bescheiden. Auch wenn Los Alamos inzwischen 60 Prozent seiner losen Laufwerke ersetzt habe, gebe es dort immer noch genug Material, das man verlieren könne. (hps/c't)
Mal was lustiges, ja es gibt auch lustige Nachrichten über den Irak ;)
IRAK
Monsterspinnen ängstigen US-Soldaten
Die meisten US-Soldaten im Irak kennen sie - die gruselige Geschichte von der Kamelspinne: Sie ist groß wie ein Suppenteller, beißt Kamele in Bauch und Hoden, rennt mit mehr als 50 Sachen durch den Wüstensand und stößt dabei markerschütternde Schreie aus. Oder nicht?
Unter amerikanischen GIs kursieren die wildesten Gerüchte über die Kamelspinne. Etwa dieses: Wenn sie ihre Opfer nicht im hohen Bogen anspringt, pirscht sie sich des Nachts an amerikanische Soldaten heran, um sie mit ihrem Gift zu betäuben - und in aller Ruhe Menschenfleisch zu fressen.
Könnte das Tier lesen, würden sich ihm angesichts der Gerüchte seine - in großer Zahl und Länge vorhandenen - Haare sträuben. "Dieses Bild ist ein perfektes Beispiel dafür, warum du nicht in die Wüste gehen willst", heißt es in einem weit verbreiteten Internet-Forumsbeitrag zu einem Bild von zwei Kamelspinnen, die von einem US-Soldaten in die Höhe gehalten werden.
"Diese beiden sind die größten, die ich jemals gesehen habe", heißt es in dem Beitrag. "Mit einem Sprung, der einen Profi-Basketballer vor Neid weinen ließe (sie müssen schließlich einem Kamel an den Bauch springen können), klammern sie sich fest und injizieren ein Betäubungsmittel, damit man nicht spürt, wie sie einen anfressen. Sie fressen Fleisch und saugen nicht deine Säfte aus wie eine normale Spinne."
Experten halten solche Beschreibungen für das, was sie sind: "So einen Blödsinn machen Kamelspinnen nicht", sagt Martin Kreuels von der Arachnologischen Gesellschaft im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Das aggressive Raubtier schnappe sich Insekten, Eidechsen, Ratten und - "wenn es ganz besonders gut drauf ist" - auch mal einen Vogel. Der Name Kamelspinne rührt wahrscheinlich daher, dass die Spinne oft in der Wüste und angeblich auch in Sandstürmen gesichtet wird.
Menschen hätten lediglich den "Schreckbiss" zu fürchten, wenn sie die Kamelspinne in die Enge trieben oder sich an den Kokons mit den Eiern zu schaffen machten. Zudem sei das Tier, das nicht zu den "echten" Spinnen, sondern den Walzenspinnen ("Solifugae") gehört, nur schwach giftig. "Ein Mensch hätte höchstens ein paar Tage Übelkeit zu befürchten", meint Kreuels.
Eine Zutat aus der Gerüchteküche hält der Spinnenfachmann dagegen für durchaus realistisch: Kamelspinnen, die im wilden Spurt auf Soldaten zurennen und die Truppe in wilde Panik versetzen. Denn die Hitze der irakischen Wüste macht wechselwarme Tiere nicht nur extrem schnell. Sie bewirkt auch, dass Kamelspinnen gern im Schatten hocken. Und in der Wüste sind US-Soldaten mitunter die einzigen Schattenspender weit und breit.
Der Anblick einer kuchentellergroßen Spinne, die auf acht Beinen mit bis zu 16 Kilometern pro Stunde durch den Sand rast und deren lange Kopftaster - zuweilen für Beine Nummer neun und zehn gehalten - hoch im Wind baumeln, dürfte durchaus Furcht erregend sein. Die schnellsten menschlichen Läufer überschreiten zwar spielend die 30-km/h-Marke, allerdings meist halbnackt auf der Tartanbahn - und nicht mit vollem Marschgepäck im Wüstensand.
Sollte die Spinne ihren Irrtum bemerken, würde sie jedoch schnell das Weite suchen, wie Kreuels betont: "80 Kilogramm Fleisch mit einem Maschinengewehr in der Hand sind keine Beute für eine Spinne."
http://www.ulrp2.com/photos/images/camelspider.jpg
Quelle (http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,301240,00.html)
mr-grudenko
25.05.2004, 16:37
Der erste private 'Raumhafen' soll von der US Flugaufsicht (FAA) in Kürze die Betriebserlaubnis erhalten.
Er wird auf dem Gelände des Mojave Airports eingerichtet und soll für die Raumfahrtforschungen der Firma Scale Composite von Burt Rutan dienen.
Story: http://www.cnn.com/2004/TECH/space/05/24/mojave.spaceport/index.html
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,298950,00.html
http://news.bbc.co.uk/1/hi/sci/tech/3713119.stm
Black Knight
06.06.2004, 23:30
STEUERGELDER UD RÜSTUNGEXPOT IN KRIESENGEBIETE:
Auf Tauchfahrt
http://www.heise.de/bin/tp/issue/dl-artikel.cgi?artikelnr=17566&rub_ordner=inhalt&mode=html
Oliver Eberhardt 05.06.2004
Israel möchte gerne in Deutschland zwei U-Boote kaufen, obwohl die Bundesregierung die Rüstungslieferungen nach Israel eingefroren zu haben scheint
Die Bild-Zeitung berichtete in der vergangenen Woche, die israelische Regierung habe in einer Voranfrage [1] an die Bundesregierung ihr Kaufinteresse für die beiden U-Boote des Typs U212 [2] bekundet. Ein Sprecher des israelischen Verteidigungsministeriums bestätigte den Vorgang. Vorausgegangen seien monatelange Vorgespräche mit der Kieler HDW-Werft, in denen die technischen Details abgeklärt worden seien. Ob Israels Militär die beiden je rund 230 Millionen Euro teuren Kolosse sein Eigen wird nennen können, ist aber ungewiss: Seit Anfang 2002 erteilt der Bundessicherheitsrat [3] nur noch selten Genehmigungen für Rüstungsexporte nach Israel.
Die U-Boote mit dem Namen U-212 gelten als die besten, die derzeit auf dem Markt sind: Schnell und wendig, und dabei dank eines geräuschlosen Brennstoffzellenantriebs doch flüsterleise, sind sie bei Militärs überall auf der Welt begehrt.
Doch nicht jeder Kaufwunsch wird auch erfüllt, denn die deutschen Exportvorschriften verbieten die Ausfuhr von Rüstungsgütern in Krisenregionen. Und dazu zählt eigentlich auch Israel, dessen Regierung gerne zwei der von der Kieler HDW-Werft gebauten Kolosse anschaffen würde. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Tel Aviv bestätigte am Donnerstag das israelische Interesse an der Rüstungstechnologie made in Germany:
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Die Vorgespräche über technische Details der Bestellung sind abgeschlossen; wir warten nun auf eine Antwort aus Berlin.
Doch ansonsten wurde am Donnerstag gemauert: Das Büro des Premierministers verweigerte eine Stellungnahme, das Militär verwies an das Verteidigungsministerium. Und bei der deutschen Botschaft wollte sich niemand zu dem Geschäft äußern. Für solche Fragen sei Berlin zuständig.
Dort muss nun entschieden werden, ob ein Export der U-Boote trotzt des andauernden Nahost-Konflikts genehmigt werden kann. Und dass ist eine Entscheidung, die Berlin nicht leicht fallen dürfte: Seit der Dschenin-Operation der israelischen Armee im Frühjahr 2002 erteilt der Bundessicherheitsrat nur noch sehr selten Genehmigungen für Rüstungsexporte nach Israel. Zuvor war Israel der viertgrößte Empfänger von deutschen Rüstungsexporten gewesen: Zwischen 1999 und 2001 hatte Jerusalem Bestellungen im Gesamtwert von über 1,2 Milliarden Mark aufgegeben [4]. Betroffen vom Exportstopp seien neben Feuerwaffen für die Sicherheitsorgane auch bis zu 120 sicherheitsrelevante Teile, die in der israelischen Panzer-Eigenmarke Merkava 4 verbaut werden, sagen Quellen im Verteidigungsministerium - und bitten sich dabei absolute Anonymität aus. Hatte der Quasi-Exportstopp vor zwei Jahren noch für energische Proteste der israelischen Regierung gesorgt [5] , möchte man dort das Thema mittlerweile lieber gar nicht mehr diskutieren.
Denn Jerusalem hofft darauf, dass die Bundesregierung trotz allem dem U-Boot-Verkauf zustimmen wird. Das Bekanntwerden der Voranfrage werde nun die Bundesregierung unter erheblichen Druck setzen, sagt der deutsche Kriegswissenschaftler Dr. Martin Rauch von der Hebräischen Universität Jerusalem: "Vor dem Hintergrund der aktuellen israelischen Militäroperationen wird dieses Geschäft einen negativen Beigeschmack bekommen." Und Kritik aus Israel an der deutschen Exportpolitik würde diesen Druck noch verstärken: "Israels Regierung spielt in diesem Geschäft die Rolle des demütigen Bittstellers, weil sie keine andere Wahl hat, wenn sie ihre verteidigungsstrategischen Ziele erreichen will."
Seit einigen Jahren rüstet Jerusalem systematisch die israelische Marine auf, um so den militärischen Spielraum zu vergrößern. Auf diese Weise, so die Theorie, sollen potentielle Gegner abgeschreckt werden. Sollte es dennoch zum Krieg kommen, soll dieser nach Möglichkeit soweit weg von der Heimat wie möglich ausgefochten werden. Während Waffen und die Teile für den Merkava-4 relativ problemlos anderswo beschafft werden konnten, ist die Spitzentechnologie des U212 so gut wie konkurrenzlos: Die U-Boote mit einer Reichweite von 4.000 nautischen Meilen würden es dem israelischen Militär erlauben, im Westen im gesamten Mittelmeer-Raum und im Osten im Roten Meer, dem Persischen Golf und dem Arabischen Meer bis an die indische Westküste zu operieren - und das dank des hochmodernen Flüsterantrieb des U212 nahezu unbemerkt. Rauch:
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Das israelische Hauptargument in den Gesprächen mit der Bundesregierung wird sein, dass die U-Boote für die Verteidigung des Landes lebensnotwendig sind und die Lieferung deshalb auch im deutschen Interesse liegen sollte.
Doch auch diese Sichtweise sei für die Bundesregierung nicht ganz unproblematisch, sagt der israelische Rüstungsexperte Nahum La'or:
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Es wird die Frage auftauchen, ob durch die Lieferung nicht das militärische Gleichgewicht im Nahen Osten unverhältnismäßig verschoben wird.
Israels Militär hatte bereits 1999 aus Deutschland eine Lieferung von drei U-212 erhalten; durch die zusätzlichen beiden U-Boote erhalte Israel eine Vormachtstellung zur See:
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Es ist sehr wahrscheinlich, dass einige der arabischen Staaten nun bei der Bundesregierung intervenieren oder wenigstens versuchen werden, ähnliche Deals abzuschließen.
Schon 1999 hatte es in Berlin starke politische Bedenken gegen die Lieferung gegeben: Kritiker fürchteten, die U-Boote würden in Israel mit Trägerplattformen für Nuklearwaffen ausgestattet - eine Vermutung, die sich nach Ansicht der Rüstungsexperten später bestätigte. In der deutschen Öffentlichkeit hingegen hatte damals vor allem der Fakt für Stirnrunzeln gesorgt, dass die Bundesregierung Israel die Bestellung nahezu geschenkt hat: Jerusalem zahlte nur ein halbes U-Boot; die Kosten für die verbleibenden zweieinhalb trug der deutsche Steuerzahler.
Auch jetzt ist unklar, wovon die Bestellung bezahlt werden soll: Ein U-212 kostet rund 230 Millionen Euro - Geld, dass im stark unterdeckten israelischen Staatshaushalt nicht vorhanden ist. Dass die Bundesregierung gewillt ist, nochmals einen Teil der Kosten zu übernehmen, halten La'or und Rauch für unwahrscheinlich. Möglich wäre jedoch unter anderem eine Finanzierung aus amerikanischen Rüstungsbeihilfen, die nur für Einkäufe bei US-Unternehmen ausgegeben werden dürfen - und dazu zählt, dank ihrer Eigentümer-Struktur, derzeit auch die Kieler HDW-Werft: Sie gehört dem US-Investor One Equity. Nach Auskunft der amerikanischen Botschaft in Tel Aviv wären die Vorschriften des US-Senats damit erfüllt. Allerdings müsste der Deal schnell unter Dach und Fach gebracht werden: Der ThyssenKrupp-Konzern will demnächst HDW übernehmen und in einen Werften-Verbund integrieren.
Aus der FTD vom 9.4.2002
Heimliches Waffenembargo gegen Israel
Von Silke Mertins, Jerusalem
Die Bundesregierung hat offenbar heimlich ein Waffenembargo gegen Israel verhängt. Auf die israelischen Proteste hat es von deutscher Seite bisher keine Reaktion gegeben.
Das israelische Verteidigungsministerium bestätigte am Montag der FTD, dass Exportgenehmigungen im Bundessicherheitsrat seit drei Monaten nicht erteilt werden. "Wir haben die Verzögerungen gegenüber Bundesaußenminister Joschka Fischer angesprochen", so Ministeriumssprecherin Rachel Naibik-Aschkenazi. Es soll sich Berichten zufolge um 120 sicherheitsrelevante Exportgüter handeln, darunter Maschinen und Kupplungen für den Bau des Panzers "Merkava 4", der als einer der besten der Welt gilt. Er wird in den palästinensischen Gebieten eingesetzt und wurde bis vor kurzem für unzerstörbar gehalten. Palästinensischen Milizen gelang es aber in den vergangenen Monaten zwei Mal, das Gegenteil zu beweisen.
Israelische Sicherheitskreise interpretieren die Verzögerung der Exportgenehmigung als Versuch von Bundeskanzler Gerhard Schröder, gegenüber dem jüdischen Staaten eine von der Vergangenheit unabhängige Politik zu etablieren. Bisher hatte es als Konsequenz aus dem Holocaust eine enge militärische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel gegeben.
© 2002 Financial Times Deutschland
http://www.ftd.de/pw/eu/1014398980080.html
mr-grudenko
19.07.2004, 08:07
Informationen zum "Summer Pulse 04" Mannöver der U.S. Navy:
http://www.iwar.org.uk/news-archive/2004/06-03-5.htm:
Seven Carrier Strike Groups Underway for Exercise “Summer Pulse 04”
Special release from the U.S. Department of Defense
WASHINGTON (NNS) -- The Department of Defense announced June 2 that this summer, simultaneous deployment of seven aircraft carrier strike groups (CSGs) will demonstrate the ability of the Navy to provide credible combat power across the globe by operating in five theaters with other U.S., allied and coalition military forces.
“Summer Pulse 04” will be the Navy’s first exercise of its new operational construct, the Fleet Response Plan (FRP). FRP is about new ways of operating, training, manning, and maintaining the fleet that results in increased force readiness and the ability to provide significant combat power to the President in response to a national emergency or crisis.
- - - -
http://www.ocnus.net/cgi-bin/exec/view.cgi?archive=47&num=12279
http://www.defenselink.mil/releases/2004/nr20040602-0856.html
Die offizielle Seite (lädt bei mir nicht): http://www.cffc.navy.mil/summerpulse04.htm
Riesenexplosion in Nordkorea:
Was war es?
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,317732,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,317765,00.html
http://www.n-24.de/politik/ausland/index.php/a2004091212312299261
Wahl-Unterlagen in Florida weg
Washington (dpa) - Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl sind im Bundesstaat Florida zehntausende von Briefwahlunterlagen verschwunden. Die Wähler erhielten trotz Anforderung keine Unterlagen.
Die Behörden im Kreis Broward nördlich von Miami hätten daraufhin die Unterlagen ein zweites Mal an 76 000 Bürger verschickt, berichtete die Zeitung "Miami Herald" am Donnerstag. Sie sollen nun spätestens am Freitag ausgeliefert werden.
Vor dem Hintergrund wachsender Auseinandersetzungen in Florida über angebliche Unregelmäßigkeiten im Vorfeld der Wahl wollte Filmemacher Michael Moore vor dem zentralen Wahlbüro des Kreises Broward in Fort Lauderdale protestieren. Der heftige Kritiker von US- Präsident George W. Bush wollte am Donnerstagabend (Ortszeit) eine Protestrede halten, berichtete der "Miami Herald".
US-Wahlen
Kerrys Wahlkampf in Bildern
Der demokratische Kandidat bewegt die Massen. mehr
Über Monate hatten beide Parteien in vielen Teilen Floridas wegen der umstrittenen elektronischen Wahlmaschinen die Wähler aufgefordert, per Briefwahl abzustimmen. Dies führte nach Angaben der Zeitung zu einem rapiden Anstieg der Briefwahlanträge.
Ein Großteil von 58 000 an die örtliche Post gegebenen Briefwahlunterlagen in Broward kam offensichtlich nie bei den Bürgern an. Funktionäre der Demokraten sprachen laut Medienberichten bereits davon, dass die Republikaner wieder versuchten, "die Stimmen zu stehlen."
Florida gilt bei der Wahl als einer der entscheidenden und deshalb besonders umkämpften Bundesstaaten. Im Jahr 2000 hatte in Florida bei einem sehr umstrittenen Auszählungsergebnis Bush mit 537 Stimmen Vorsprung gegen den Demokraten Al Gore gewonnen.
Quelle (http://www.gmx.net/de/themen/nachrichten/ausland/us-wahl/news/551976,cc=000000164300005519761kkIWi.html)
Luthan Telinov
29.10.2004, 18:11
Zeit für eine Blauhelmtruppe zur Wahlbeobachtung. Wird Zeit, dass die Wiege der Demokratie ihre ersten freien Wahlen bekommt! :evil:
Ace Kaiser
29.10.2004, 21:09
Wurde die Zweitauszählung nicht vom Bundesgerichtshof abgebrochen, bevor, sämtliche Stimmen ausgezählt worden waren?
Luthan: Wie kann man so etwas ruhigen Gewissens noch Demokratie nennen?
Und vergessen wir eines nicht, wenn Bush jr. an der Macht bleibt: In der Nordsee und im Wattenmeer gibt es auch Erdöl... (Gag aus dem aktuellen MAD geklaut. ^^)
Black Knight
29.10.2004, 23:56
Nun, was die Blauhelme angeht.....die UN hat nach Florida und andere Staaten schon Beobachter geschickt die auch schon die Wahlvorbereiztungen beobachten und die Wahlmaschinen begutachten
sollen.Es gibt nämlich keine kontrollausdrucke der elektronischen "Wahlzettel" mehr.
Luthan Telinov
30.10.2004, 13:31
Echt jetz?
Das muss doch zu ganz gemeinen Verstimmungen geführt haben, wenn die USA in puncto Wahlen genauso überwacht werden müssen, wie die von ihnen "befriedeten" Schurkenstaaten.
Naja, nach der UN-Charta müsste das ganze Land sowieso von Blauhelmtruppen besetzt werden. Das wäre mal ein Spaß...
Übrigens: Wenn in die "kritischen" Staaten der USA schon Wahlbeobachter der UN geschickt werden, könnte es ja was werden mit der Abwahl.
Als alter Barkeeper muss ich sowieso die Einschätzung publik machen, die von Harry's Bar in Paris geäußert wurde. Die haben sich bisher nur ein einziges mal geirrt, als es um die Vorhersage von Wahlergebnissen ging und das war bei Jimmy Carter. Sie behaupten, Kerry wird gewinnen.
Ach ja: Hier noch zwei Bush-Zitate zur Einschätzung seiner Persönlichkeit:
"Jesus Christus spricht durch mich!"
"Ich bin gegen Demokratie, Frieden und Wohlstand angetreten. Und ich habe gewonnen." (da dachte er, das Mikro war aus)
Das lässt mich zu dem Schluss kommen, dass die forensischen Abteilungen unserer geschlossenen Anstalten massenhaft geeignete Präsidentschaftskandidaten enthalten...
Hightower
30.10.2004, 17:11
Tja,die Wahlmaschinen.
Ist so ne Sache
Nicht nur das man keine Kontrolle über die Geräte hat um zu prüfen das sie auch wirklich richtig zählen...NEIN...es wird besser.
Der Hersteller ist republikanisch gesonnen und hatte auch schon hochoffiziell verkündet,das er dafür sorgt das in seinem Bundesstaat BUSH gewählt wird :rolleyes:
Weg mit der fairness! Freiheit für die Manipulation!
Ace Kaiser
30.10.2004, 19:20
Kerry wird gewinnen.
Aber der Oberste Bundesgerichtshof wird aufgrund des dringenden Schutzes der Würde des Präsidentenamtes Bush zum Wahlsieger erklären.
...Und dann WIRD es Zeit für UN-Blauhelmtruppen.
Ace, es ist ein Überwachungsteam der UN in Amerika und soll auf schauen daß alles richtig läuft.
Allerdings dürfen sie nicht viel schauen :D
Luthan Telinov
31.10.2004, 02:39
Eigentlich sollte man langsam daran denken, den Wahltermin 6 Tage weiter nach hinten zu verlegen. Ist so ein "Glücksdatum" für diese Art von "Wahl"...
Übrigens mal was, das zum Nachdenken anregen sollte: Der Bush-Clan war (/ist) eng mit dem bin Laden-Clan verbunden. Und pünktlich zur Wahl taucht ein neues Video mit Terrordrohungen auf, die ein gefundenes Fressen für die Bush-Kampagne darstellt.
Eine Außenpolitik, wie sie Kerry angekündigt hat (und die sich stark an Clinton und Kennedy orientieren soll) entzöge dem islamistischen Terror einen guten Teil seiner Grundlage, während ein Ende selbigen Terrors auch das Ende von Bush bedeuten würde (ein Schelm, wer jetzt an 'Wag the Dog' denkt). Osama bin Laden und George W. Bush brauchen sich einfach gegenseitig und halten sich gegenseitig an der Macht, sind beide Produkte des jeweils anderen. Ob da eine Absprache dahintersteckt?
Ist es nicht erschreckend mit welcher Dreistigkeit da in aller Öffentlichkeit frech grinsend Wahlbetrug als legitimes Mittel gepriesen und angekündigt wird?
Für wie blöd halten die eigentlich ihre Wähler?
Und wenn dieser Sauhaufen Stimmen bekommt, wie blöd sind diese Wähler dann?
Ist ein einstelliger IQ Vorraussetzung für politische Partizipation respektive Karriere?
Ace Kaiser
31.10.2004, 13:13
Striker: Der Welt großartigste Demokratie, eh?
Ich jedenfalls werde sicherheitshalber vorschlagen, dass auf unseren Nordseeinseln und im Wattenmeer Panzersperren aufgestellt werden. Nur für den Fall, dass den Amis das Öl ausgeht und sie bei uns im Watt bohren wollen.
Luthan: Tja, die Fakten sind Bundesweit bekannt. Nur wenn sich neunzig Prozent der Amerikaner über einen lokalen Fernsehsender informieren und über zwei, drei Landesweite, die alle einem gewissen Herrn Murdoch gehören oder einen Cousin von Bush Jr. als Programmdirektor haben, kannst Du dir ja denken, wie weit es da mit der Informationsfreiheit ist.
Stell es dir vor wie die BILD-Zeitung. Nur noch schlimmer.
Black Knight
31.10.2004, 21:14
OOch, wißt ihr, was das blöd sein der Wähler angeht.....
Quelle:http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/18637/1.html
Bush-Anhänger zeichnen sich durch Realitätsausblendung aus
Florian Rötzer 23.10.2004
Nach einer aktuellen Umfrage glaubt die Mehrzahl der Bush-Anhänger noch immer, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hatte und al-Qaida unterstützte
Umfragen scheint es vor der Präsidentenwahl in den USA bald wie Sand am Meer zu geben. An ihnen lässt sich, allerdings weniger zuverlässig, die Stimmung im Lande wie das Wetter bei Wetterberichten verfolgen. Verflüssigen sich dadurch die Standpunkte und passen sich neuen Bedingungen an? Oder verhärten sich Meinungen und werden nur noch resistenter gegenüber dem, was um sie herum vorgeht? Es mag einerseits beruhigend sein, wenn die in panischer Folge veröffentlichten Umfragen vielleicht doch nur wenig Einfluss auf den Wählerwillen haben sollten. Andererseits ist höchst beunruhigend, wenn bereits festgelegte Wähler offenbar nur zu bereit sind, Wirklichkeit auszublenden und Informationen nicht zur Kenntnis zu nehmen.
Am Donnerstag wurde vom Program on International Policy Attitudes ( PIPA) eine Umfrage veröffentlicht, die tatsächlich erschreckend ist. Befragt wurden im September und Oktober vom Meinungsforschungsinstitut Knowledge Networks zufällig nach Telefonnumern ausgewählte Erwachsene. Diese werden angerufen und stimmen sie der Umfrage zu, erhalten sie von Knowledge Networks einen Internetzugang und eine persönliche ID. Die Fragen kommen dann per E-Mail.
Das ist eine interessanter Methode, noch interessanter ist allerdings das Ergebnis der letzten Umfrage, von PIPA die "unterschiedlichen Wirklichkeiten der Anhänger von Bush und Kerry" tituliert. Und diese sind tatsächlich höchst unterschiedlich. So sind 72 Prozent der Bush-Anhänger weiterhin überzeugt davon, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hatte (47%) oder ein größeres Programm zur Entwicklung von diesen betrieb (25%). Von den Kerry-Anhängern waren zwar erstaunlicherweise auch noch 26 Prozent dieser Meinung, obgleich hier offenbar die Informationen, die es schon vor dem Krieg gab und schließlich auch von den amerikanischen Waffeninspektoren Kay und Duelfer in ihren Berichten offiziell bestätigt wurden, eher mental angekommen sind. Selbst die Mitglieder der Bush-Regierung mussten unter diesem Erkenntnisdruck ihre Argumentation umschalten und sind - anscheinend völlig unnötig, wenn man die Umfrageergebnisse betrachtet - auf die Position zurück gefahren, dass Hussein nur darauf gewartet hat, wieder ein Programm zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen zu starten.
In welcher Welt also leben die Bush- und auch Teile der Kerry-Anhänger, schließlich haben sie die Behauptung über die Existenz von Massenvernichtungswaffen aus den Medien, was ihnen anscheinend "zugesagt" hat, nehmen aber Medieninformationen nicht zur Kenntnis, wenn sie nicht hinreichend interessant sind oder nicht ins vorhandene Weltbild störungsfrei eingebaut werden können. 56 Prozent der Bush-Anhänger gehen davon aus, dass die meisten Experten annehmen, dass der Irak Massenvernichtungswaffen hatte, und 57 Prozent denken, dass Duelfer zum Schluss kam, der Irak hätte zumindest ein großes Waffenentwicklungsprogramm gehabt. Dabei hätte das Ergebnis von dessen Bericht noch relativ frisch in den Köpfen sein müssen. Kerry-Anhänger haben eine prozentual genau spiegelverkehrte Ansicht.
Ähnlich steht es um die andere kriegsrechtfertigende Behauptung der Bush-Regierung. Drei Viertel der Bush-Anhänger sind davon überzeugt, dass der Irak al-Qaida entscheidend unterstützt hat - und 63 Prozent glauben, dafür gebe es eindeutige Beweise. 20 Prozent glauben gar, Hussein habe direkt etwas mit den Anschlägen vom 11.9. zu tun. 55 Prozent sagen überdies, dass das auch das Ergebnis der 9/11-Kommission gewesen sei. Die allerdings hatte gesagt, dass es dafür keine Beweise gibt.
Kerry- und Bush-Anhänger stimmen nur darin überein, dass etwa gleich viele meinen, die Bush-Regierung habe vor dem Irak gesagt, dass der Irak Massenvernichtungswaffen habe, al-Qaida unterstütze oder direkt an den Anschlägen vom 11.9. beteiligt sei. Das aber bringt die Bush-Anhänger nicht dazu, angesichts der Faktenlage davon auszugehen, dass die Bush-Regierung entweder falsche Informationen gehabt oder gelogen habe.
US-Präsient Bush am 7. Oktober vor der Presse zum abschließenden Bericht des amerikanischen Waffeninspekteurs Duelfer:
"Chief weapons inspector, Charles Duelfer, has now issued a comprehensive report that confirms the earlier conclusion of David Kay that Iraq did not have the weapons that our intelligence believed were there. The Duelfer report also raises important new information about Saddam Hussein's defiance of the world and his intent and capability to develop weapons. The Duelfer report showed that Saddam was systematically gaming the system, using the U.N. oil-for-food program to try to influence countries and companies in an effort to undermine sanctions. He was doing so with the intent of restarting his weapons program, once the world looked away. Based on all the information we have today, I believe we were right to take action, and America is safer today with Saddam Hussein in prison.
Interessant ist das Festhalten an einer Meinung trotz gegenteiliger Informationen, die allgemein bekannt sein müssten, auch bei der Bewertung des Irak-Kriegs. 85 Prozent der Bush-Anhänger sagen so, die Entscheidung, gegen den Irak in den Krieg zu ziehen, sei richtig. Auf die Frage, ob die USA auch dann in den Krieg hätte ziehen sollen, wenn die Geheimdienste gesagt hätten, dass der Irak weder Massenvernichtungswaffen habe noch al-Qaida unterstütze, erklärten 58 Prozent, nein, dann hätte man dies nicht machen sollen. Zudem gaben sich 61 Prozent sicher, dass dies dann auch die Bush-Regierung nicht getan hätte. Daraus ergibt sich, dass die Mehrheit der Bush-Anhänger schließt, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gegeben und dieser al-Qaida unterstützt, weil die Bush-Regierung in den Krieg gezogen ist. Man könnte sagen: diese Bush-Anhänger zeichnen sich durch einen klassischen autoritären Charakter aus und modeln sich ihre Wirklichkeit durch Ausblendung nach den Herrschaftsverhältnissen zurecht.
Die Kerry-Anhänger sind zu 92 Prozent der Meinung, dass man nicht in den Krieg hätte gehen sollen, wenn die Geheimdienste andere Informationen geliefert hätten. Und weil Kerry-Anhänger denken, dass der Irak weder Massenvernichtungswaffen noch Beziehungen zu al-Qaida hatte, sind auch 90 Prozent der Meinung, die Entscheidung sei falsch gewesen. Und 83 Prozent denken - ganz realistisch -, dass Bush aus anderen Gründen den Krieg begonnen hätte, wenn die Geheimdienste nicht die Existenz von Massenvernichtungswaffen behauptet hätten. Steven Kull, Direktor von PIPA, interpretiert die Position der Bush-Anhänger:
Den Präsidenten zu unterstützen und zu akzeptieren, dass die die USA aufgrund falscher Annahmen in den Krieg geführt hat, erzeugt wahrscheinlich eine starke kognitive Dissonanz und führt die Bush-Anhänger dazu, die Wahrnehmung von störenden Informationen über den Irak vor dem Krieg zu unterdrücken.
Kull weist darauf hin, dass diese Realitätsverdrängung auch in anderen Bereichen stattfindet. So würden in anderen Umfragen 57 Prozent der Bush-Anhänger glauben, dass die Mehrheit der Menschen in der Welt die Wiederwahl von Bush begrüßen würde. In einer Umfrage in 35 Ländern hatte eine PIPA-Umfrage ergeben, dass nur in drei Ländern die Entscheidung der Mehrheit auf Bush fiel. Und auch in anderen Dingen pflegen Bush-Anhänger eine irrige Meinung. So glaubt eine Mehrheit, dass Bush den Internationalen Strafgerichtshof oder das Kyoto-Abkommen unterstützt und überhaupt darauf drängt, Umweltschutz- und Arbeitsrechtsstandards in Handelsverträge aufzunehmen. Kerry-Anhänger, die die Bush-Regierung naturgemäß aus kritischen Augen sehen, würden dies realistischer beurteilen. Freilich fehlt eine ebensolche Analyse hinsichtlich der Wahrnehmung der Demokraten und von Kerry, auch wenn diese nicht an der Macht sind. Gleichwohl dürften sich hier ähnliche blinde Flecken zeigen
Kull hat für die Wirklichkeitsverdrängung, die Wissensresistenz oder den Informations-Blackout vieler Bush-Anhänger noch eine weitere Erklärung. Das Trauma des 11.9. habe eine unbedingte Treue zu Bush und ein idealisiertes Bild von ihm entstehen lassen. Bush lässt die Wirklichkeitsklitterung für seine Anhänger auch durch seine Weigerung zu, Fehler einzugestehen, auch wenn frühere Positionen nicht mehr haltbar sind. Er rückt von ihnen ab, hält jedoch an den Entscheidungen als richtige fest. Was bei Bush und seinen Spin-Doktoren aber - vermutlich - primär Machtstrategie ist, die sich überraschend bestätigt hat, ist für viele seiner Anhänger eine fatale Selbstentmündigung.
Aber wie auch immer man dies zu erklären versucht, erschreckend ist doch die Weigerung, Abweichendes vom eigenen Weltbild überhaupt zu Kenntnis zu nehmen und Kritik zuzulassen. Man kann, was die Umfrage ja auch zeigt, durchaus hinter Bush stehen, ohne leugnen zu müssen, dass die den Krieg rechtfertigenden Behauptungen sich als falsch erwiesen haben, und ohne annehmen zu müssen, die Bush-Regierung habe die Öffentlichkeit bewusst hinters Licht geführt.
Und erschreckend ist, dass inmitten der Informationsgesellschaft oder, noch besser: der Wissensgesellschaft, in der sich die Menschen in den westlichen Ländern frei aus unterschiedlichen Quellen informieren und sich daraus eine eigene Meinung bilden könnten, gerade das Gegenteil zu geschehen scheint. Was nicht passt, wird ausgesperrt, gibt es nicht. Das ist eine schlechte Nachricht über den Zustand wahrscheinlich nicht nur der amerikanischen Politik und Mediengesellschaft, sondern auch über den Zustand der Demokratie.
Kommentare:
Ace Kaiser
31.10.2004, 22:15
Autsch...
Aber das war zu erwarten gewesen in einem Land, das die Prohibition erlebt hat, neben der größten Sexindustrie der Welt einen unglaublichen Purismus ihr eigen nennt und in dem es Menschen gibt, die Darwins Lehre für einen Irrglauben des Teufels halten.
Cattaneo
01.11.2004, 08:52
Luthan: Na ja, der bin-Laden-Clan ist nicht deckungsgleich mit Osama (auch wenn es natürlich immer noch gute Familienbeziehungen geben dürfte). Also ich glaube in der Hinsicht nur bedingt, daß da was gefingert wurde. Was man von Osama auch sagen kann - ich halte den Mann für einen überzeugten Fanatiker, der spielt Bush nicht in die Hände weil es seiner Familie gefällt. Es kann allerdings sehr wohl sein - aber sicher ist das nicht - das ihm eine Widerwahl Bushs nicht ungelegen käme, denn Bush war ja bisher der zweitbeste Rekrutierungsbeamte für der "Basis" nahstehende Organisationen (nehme ich jedenfalls an).
Ich glaube auch nicht das Kerrys Politik so viel ändern würde. Er erbt ja den Dreck im Irak, und kann da kaum rausgehen. Ich fürchte, auch Kerry würde versuchen, zur Durchdrückung der "Wahlen" im Januar die Hochburgen der Rebellen zu zerschlagen. Mit entsprechenden Folgen (die Guerilla dürfte verlieren und hohe Verluste haben - aber ebenso wahrscheinlich ist, daß ein Gutteil dem Schlag ausweicht, sich neuformiert und weiterkämpft, verstärkt durch neue Rekruten auf Grund des amerikanischen Vorgehens). Kerry kann - und will vermutlich auch - nicht das Ruder rumreißen, er will die Last neu tarrieren, eventuell in Zukunft behutsamer vorgehen. Aber auch ein Präsident Kerry wäre eingebunden in gewisse inneramerikanische Sachzwänge, und ob er all das Unheil gutmachen kann, das Bush zu verantworten hat...
Allerdings dürfte er keine weiteren Dinge von dem Kaliber anleiern, wo man sich bei Bush nicht sicher sein kann...
Ich fürchte aber, Bush wird wiedergewählt - auch ganz regulär. Denn diese latent hysterische Stimmung in den USA von wegen nationaler Sicherheit (es ist für die USA eben etwa völlig neues und traumatisches, auf ihrem eigenen Boden so brutal getroffen zu werden) und die überbordende Frömmlerei in etlichen Gebieten spielen Bush in die Hände...
Egal ob Bush oder Kerry, ihr bracht nicht glauben, daß sich für uns groß was ändern wird.
Deutschland lehnt Militärschläge ab und kann sie auch nicht im Großen Umfang umsetzen.
Europa hat sich zu weit von Amerka entfernt.
Amerika hat sich andere neue Freunde gesucht. Der Kalte Krieg ist vorbei, Russland wird uns nicht mehr überrennen, wrtschaftlich liegen wir weit unter Amerika etc etc.
Es wird auch unter Kerry keine große Veränderung für das Deutsch Amerikanische Freundschafts Verhältnis geben.
Volltrottel
01.11.2004, 09:52
Original von Ace Kaiser
Autsch...
Aber das war zu erwarten gewesen in einem Land, das die Prohibition erlebt hat, neben der größten Sexindustrie der Welt einen unglaublichen Purismus ihr eigen nennt und in dem es Menschen gibt, die Darwins Lehre für einen Irrglauben des Teufels halten.
Prohibition: Ok
Gegensatz Sexindustrie <-> Purismus: Ok
Aber die Leute zu diffamieren nur weil sie der Darwinschen Lehre der Evolution keinen Glauben schenken bzw. diese einschränken, halte ich jetzt ein bißchen für Arrogant.
Denn bisher hatte ich das Gefühl, dass gerade diese Leute sich am kritischsten mit der darwinschen Lehre auseinandergesetzt haben als mancher sogenannter "aufgeklärter" Weltbürger...
Und solche Wirklichkeitsverdreher sind ein allgemeines Problem der heutigen (Des-)Informationsgesellschaft, ergo kein spezifisches Problem der achso-schlechten amerikanischen Gesellschaft. Natürlich ist, bedingt durch deren Führungsrolle, innerhalb der USA, dies jetzt schon so deutlich zu erkennen, diese Tatsache ändert jedoch nichts an dem Fakt, dass dies ein weltweites Problem ist, welches sich in zunehmenden Maße zukünftig zunehmen wird.
Wer weiß denn hier in Deutschland , wer welchen Teil der Hartz-Reformen wirklich verbrockt hat?
Und noch ein weiterer Punkt:
Zum Bush-Bashing:
Ich bekenne mich: Vor dem 11.September hat Präsident Bush durchaus politisch einiges gutes getan, abgesehen von den Steuersenkungen für Reiche und seine leicht dilletantische Außenpolitik...
Dennoch danach...
Gerade bei der jetzigen Regierung sollte man wirklich klar differenzieren zwischen Präsident und Beratern.
Denn gerade beim Irak-Krieg habe ich das Gefühl, dass gerade die Berater nicht immer ganz ehrlich zu Präsident Bush waren...
Ace Kaiser
01.11.2004, 21:12
Welcher Präsident, bitte?
Mit Darwinismus kann man sich nicht auseinander setzen, da er in den USA falsch interpretiert und agitativ als religiöser Ansatz mißbraucht wird.
Aber das zeigt für mich auch klar die große Zerrissenheit, die in den Amis steckt.
Einerseits wollen sie weltweite Vorbilder sein, andererseits aber ist es gang und gebe, die Evolutionstheorie abzulehnen und die Genesis vorzuziehen.
Wissenschaft und Religion werden oftmals zurecht gebogen, bis es passt.
Um mal die Simpsons zu zitieren: Die Religion wird dazu verurteilt, sich der Wissenschaft auf nicht mehr als hundert Metern zu nähern...
Luthan Telinov
02.11.2004, 12:25
Na ja, der bin-Laden-Clan ist nicht deckungsgleich mit Osama (auch wenn es natürlich immer noch gute Familienbeziehungen geben dürfte).
Natürlich nicht, der Bush-Clan ist ja auch nicht deckungsgleich zu George W.
Aber: Osama und die US-Regierung hatten großartige Beziehungen zueinander, als es noch gegen die Sowjets ging.
Der Bin-Laden-Clan gehört zu den Hauptinvestoren der Ölfirma Harken, die ihrerseits Cowboy George gehört.
Bei Interviews in Saudi-Arabien sagten übrigens durch die Bank alle prominenten Familienmitglieder, wie stolz sie auf Osama sind, wegen dem, was er für den Islam tut.
Einer der Hauptgründe für die starke Geheimhaltung nach den Anschlägen war u.a. die Verschleierung der engen geschäftlichen und persönlichen Verbindungen der Familien bin Laden und Bush.
Über beide Familien und ihre derzeit prominentesten Angehörigen lässt sich unterm Strich sagen: In erster Linie Geschäftsleute, in zweiter Linie nicht ganz richtig in der Birne, in dritter Linie Feige bis zum erbrechen, in vierter Linie religiös und zuguterletzt ein klein bisschen politisch.
Was die USA angeht: Sie bewegen sich derzeit in bester historischer Tradition.
-Die ersten Bewohner waren religiöse Fanatiker, die man seit Cromwell in England nicht mehr haben wollte.
-Der willkürliche Feldzug gegen Bevölkerungen, an deren Ressourcen (land und Bodenschätze) man interessiert war, ist die Gründungsgeschichte der USA. Sich einfach zu nehmen, was man haben will, ist eine uramerikanische Tugend.
-Die Diskriminierung und Verfolgung Andersdenkender (wie durch den Patriot Act massenhaft geschehen) hat auch ihre liebe Tradition: Die weitaus meisten Hexenverbrennungen fanden im Nordamerika des 17. Jahrhunderts statt, nicht durch die katholische Glaubenskongregation. In der McCarthy-Ära war das FBI von Stasi und Gestapo kaum noch zu unterscheiden, der Antikommunismus der 50er war kaum mehr als eine Hexenjagd. Die USA waren das letzte Staatsgebilde auf dieser Erde, das die Sklaverei offiziell abgeschafft hat und das Letzte Nicht-Afrikanische, das die Rassentrennung aufrechterhalten hat.
George W. Bush ist also einfach der konservative Querschnitt amerikanischer Tradition.
Natürlich gibt es auch eine andere Seite: Viele Veteranenverbände und ein nicht unerheblicher Teil der Streitkräfte beziehen mittlerweile offen Position gegen Bush, die Polarisierung der Amerikaner, von der soviel die Rede ist, schient sich nicht so sehr zwischen den Parteien, sondern eher zwischen den indifferenten, einfachen Gemütern und den politisch Interessierten und Gebildeten abzuspielen.
Die US-Amerikaner sind genausowenig eine homogene Gruppe, wie jede andere Bevölkerung, sie sind nur ein bisschen isolierter vom Weltgeschehen.
Und heute wird sich's zeigen, ob sich die Deppen durchsetzen.
Wie sagte George W. doch so schön: "Ich bin gegen Frieden, Wohlstand und Demokratie angetreten und habe gewonnen."
Mal sehen, ob er diesen Kampf nochmal gewinnt.
Vladimir Ward
02.11.2004, 13:05
Neigt auch nicht zu sehr dazu, alles "Böse" in der Person von GWB vereint zu sehen. Es ist ja sicherlich nicht alles auf seinem Mist gewachsen, da stehen zahlreiche Leute und Organisationen dahinter. Teils wurde er sicherlich vor vollendete Tatsachen hingestellt - allerdings war er sicherlich vorgesehen mitzuspielen.
GWB ist sicher nicht der "Evil Overlord", er ist nur der öffentliche Prügelknabe der Neo-Con-Clique, dazu ist er da, um von dem Rest abzulenken. Und ich denke das macht er gut.
Und was die Evolutionstheorie angeht: Bloß weil man die Evolutionstheorie ablehnt muss man kein Kreationist sein! ;)
Die Evolutionstheorie ist über 100 Jahre alt und teilweise sicherlich nicht mehr zeitgemäß...
Ich glaube ja, Bush gewinnt heute wieder.
Dann will ich aber mal sehen was in Amerika los ist :D
Zur Evolutionstheorie.
Es ist eine Theorie und so veraltet ist sie nicht, da sie bis heute noch bestand hat und nicht wederlegt werden konnte. Obwohl Darwin selbst jahrelang daran gearbeitet hat seine Theorie zu weider legen.
Übrigens jeder 5. Deutsch ist überzeugt, wie es in der Bibel steht, das die Welt vor 10´000 Jahren entstand.
Jeder 2. Deutsche glaubt nicht an die Darwin Theorie, es glauben Deutschland 46% daran, in Österreich 41% und in der Schweiz nur 33% an die Darwintheorie weniger als in Amerika mit 37%.
Sind die Schweizer die Amerikaner din Europa jetzt?
In Italien wollte man die Darwintheorie vom Lehrplanstreichen und anstelle dessen die Entstehungsgeschichte nach der Bibel einsetzen
Luthan Telinov
02.11.2004, 15:52
Die Evolutionstheorie ist in einigen Details nicht richtig (z.B. was die Abstammung des Menschen vom Affen angeht, zwar stammen die verschiedenen hominiden Spezies inklusive uns, dem doppel-Sapiens von den selben Urprimaten ab, wie auch die heutigen Affen und Lemuren, aber das ist eigentlich ein eher unwesentliches Detail), was belegt werden konnte, im Kern allerdings, nämlich im Selektionsprinzip, ist sie wohl auch kaum zu widerlegen sein.
Den Evil Overlord sehe ich nicht in ihm, eine reine Marionette allerdings auch nicht. Eher einen etwas unterentwickelten Intellekt und eine sehr aufs private wirtschaftliche Wohlbefinden fixierte Person.
Bush wird gewinnen, wenn er mindestens 30% der abgegebenen Stimmen erhält (nach dem amerikanischen Wahlsystem kann man im Extremfall übrigens mit 28% der abgegebenen Stimmen gewinnen, selbst wenn ein einziger Gegenkandidat alle anderen erhält. Nach diesem Wahlmännersystem haben etwa 30% der Bevölkerung rund 75% des Stimmengewichts...).
Aber: Je höher die Wahlbeteiligung, desto schlechter für die Republikaner.
Black Knight
02.11.2004, 22:10
Die Erde wurde am 23. Oktober 4004 vor Christus um 9 Uhr vormittag erschaffen. So hatte es James Ussher, anglikanischer Erzbischof von Armagh in Irland, 1654 anhand gründlicher Forschungen in der Bibel berechnet. Auf 10000Jahre ist mitder Bibel soweit ich weiß nie jemand gekommen.
LOL, rofl
willhelm_tell
03.11.2004, 00:29
und in der Schweiz nur 33% an die Darwintheorie weniger als in Amerika mit 37%.
Natürlich wird bei uns nicht an Darwins Theorie geglaubt, wissenschaftliche Theorien sind nicht dazu da, um daran zu glauben, sondern um mit ihnen wissenschaftliche Phänomene zu erklären und vorherzusagen.
Der Rest hält die Evolutionstheorie für die momentan beste Theorie.
Natürlich alles ;)
Kauft euch einfach die aktuelle National Geographic, da steht alles drinnen ;)
Mit den 10´000 Jahren, den Schweizern und ihre neutrale Ablehnung allem gegenüber :D
etc. etc.
Ace Kaiser
03.11.2004, 14:50
Äh, das mit den zehntausend Jahren bezieht sich auf den jüdischen Glauben, von dem unser Christentum eine Art Unterkathegorie ist.
Die leben ja laut eigener Zeitrechung irgendwo in den Achttausendern, wenn ich mich da jetzt nicht irre.
Noch ein paar drauf, und wir haben die zehntausend Jahre.
Jedenfalls haben sich die Republikaner in Ohio schon zu Siegern erklärt.
Das würde angesichts der anderen Stimmenverteilung bedeuten, daß Bush wiedergewählt würde.
Die Demokraten verlangen weitere Auszählungen und warten ab.
Jedenfalls knicken sie (noch) nicht ein.
Bisher.
Hightower
03.11.2004, 16:28
Jetziger Stand:
Bush-254 Wahlmänner
Kerry-252 Wahlmänner
in Ohio wird ja noch fleißig gezählt,aber es wird wohl oder übel doch wieder GWB werden
willhelm_tell
03.11.2004, 16:31
Bis jetzt sind alles nur hochrechnungen der Fernsehsender, und in Ohio beginnt das offizielle, verbindliche Auszählen erst am 13. November. Aber leider wirds wahrscheinlich wirklich Bush.
Auf der anderen Seite, wenn Kerry gewählt würde, und nett um Hilfe im Irak fragt, kämen einige europäische Länder in Erklärungsnotstand.
Luthan Telinov
03.11.2004, 16:38
@Ace: Nö, das Jahr der Schöpfung ist in allen drei monotheistischen Religionen dasselbe. Die jüdische Zeitrechnung beginnt mit Abraham, sie sind also im Jahr 4000 und ein paar zerquetschte, während der Islam im 14. Jahrhundert ist, weil die nach Mohammed rechnen.
Am Schöpfungsjahr hat sich mit den jüdischen "updates" Christentum und Islam aber nix geändert. Die Tora, also das alte Testament ist in den beiden anderen beinahe unverändert enthalten, außer dass in der Bibel viel rauszensiert wurde. Das Christentum muss sich eben mit einer zusammengestrichenen Light-Version zufriedengeben...
Also Jungs, Bush ist weiter Pärisident der USA. Kerry gab auf.
Na ja, da wissen wir wenigstems was kommt ;)
Gerade reingekommen:
Israelisches Fernsehen meldet Tod Arafats
Palästinenserpräsident Jassir Arafat ist nach Angaben israelischer Medien in Paris seiner schweren Krankheit erlegen. Der palästinensische Ministerpräsident Kurei dementierte jedoch umgehend, dass Arafat klinisch tot sei. Auch ein Kliniksprecher in Paris teilte mit, Arafat lebe noch.
REUTERS
Widersprüchliche Angaben über seinen Zustand
Hamburg - Nach Angaben des israelischen Senders Channel Two sei Arafat in Paris für klinisch tot erklärt worden. Der Palästinenserpräsident wurde dort wegen einer schweren Krankheit in einem Militärkrankenhaus behandelt. Der Sender beruft sich auf französische Quellen. Auch der israelische Militärrundfunk meldete den Tod Arafats.
Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kurei widersprach dieser Darstellung. Er sagte, Arafat sei keinesfalls klinisch tot. In Kürze mehr bei SPIEGEL ONLINE.
Gibt auch schon mehr:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,326478,00.html
Ärzte dementieren Tod Arafats
Meldungen israelischer Medien, Palästinenserpräsident Arafat sei in Paris für klinisch tot erklärt worden, sind von Ärzten dementiert worden. Auch Luxemburgs Regierungschefs Juncker hatte den Tod Arafats verkündet. Doch der palästinensische Ministerpräsident Kurei widersprach dem umgehend. Arafats Zustand hat sich jedoch weiter verschlechtert.
amburg - "Herr Arafat ist nicht tot", erklärte ein Sprecher des Militärkrankenhauses Percy bei Paris. Der israelische Sender Channel Two und der israelische Militärrundfunk hatten gemeldet, Arafat sei für klinisch tot erklärt worden. Die Sender beriefen sich auf französische Quellen.
Auch der luxemburgische Regierungschefs Jean-Claude Juncker verbreitete die Nachricht vom Tode Arafats. In Brüssel sagte er auf Arafats Gesundheitszustand hin befragt: "Er ist vor 15 Minuten verstorben."
Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Kurei widersprach dieser Darstellung umgehend. Er sagte, Arafat sei keinesfalls klinisch tot. Dies bestätigte auch ein Kliniksprecher in Paris.
US-Präsident George W. Bush reagierte auf die widersprüchlichen Berichte über den Zustand Arafats mit den Worten: "Gott sei seiner Seele gnädig." Bush erfuhr vom angeblichen Tod Arafats während einer Pressekonferenz in Washington, auf der er die Grundlinien seiner Politik für die nächsten Jahre vorstellte. Er versprach, auf einen freien palästinensischen Staat hinzuarbeiten. "Meine erste Reaktion ist: "Gott sei seiner Seele gnädig.' Und meine zweite Reaktion ist: 'Wir werden weiterhin für einen freien Staat Palästina arbeiten, der mit Israel in Frieden lebt.'"
Den ganzen Tag über hatte es unterschiedliche Informationen über den Gesundheitszustand Arafats gegeben.
Aus Kreisen französischer Ärzte drang am Nachmittag durch, Arafat werde "sich nicht mehr erholen". Der 75-Jährige befinde sich auf der Intensivstation. Sein Zustand habe sich dramatisch verschlechtert. Er reagiere nicht auf die Behandlung. Seine Atmung werde mit medizinischen Geräten unterstützt. Hingewiesen wurde auch auf die in den vergangenen Jahren fehlende angemessene Behandlung Arafats in seinem von der israelischen Armee abgeriegelten Hauptquartier in Ramallah.
Kurz vor seinem Abflug zum EU-Gipfel in Brüssel hat der französische Präsident Jacques Chirac Arafat am Krankenbett in der Militärklinik Percy besucht. Er habe ihn gesehen und mit den Ärzten gesprochen, teilte der Elyséepalast mit. Chirac habe Arafats Frau Suha seine besten Wünsche überbracht und sich mit Vertretern der Palästinenser unterhalten.
Von palästinensischer Seite gab es unterschiedliche Angaben zum Gesundheitszustand Arafats. Sein Chefberater Nabil Abu Rudeineh erklärte in Paris, Arafat sei nicht bewusstlos geworden und liege nicht im Koma.
Dagegen stehen andere Berichte aus der palästinensischen Delegation. Demnach hat Arafat seit gestern bereits dreimal das Bewusstsein verloren. Die ersten beiden Male sei er wieder aufgewacht, teilte ein namentlich nicht genanntes Delegationsmitglied in Paris mit.
Dann hieß es wiederum von offizieller palästinensischer Seite, von einem Koma könne keine Rede sein. In Ramallah sagte Abdul Rahim, ein Mitglied der Palästinenserführung: "Es ist nicht wahr, dass Arafat ins Koma gefallen ist." Kabinettsminister Saeb Erekat sagte, er habe mit Arafats Frau Suha gesprochen, die ihm gesagt habe, der Zustand ihres Mannes sei ernst, aber stabil.
Die Palästinenserführung wurde jedenfalls wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustandes ihres Präsidenten zu einer Dringlichkeitssitzung einberufen. Vertreter des Zentralkomitees von Arafats Fatah-Bewegung und Ministerpräsident Ahmed Kurei sollten sich am Nachmittag in Ramallah zu Gesprächen treffen, sagte ein führendes Fatah-Mitglied in Ramallah.
Arafat liegt seit Mittwochabend auf der Intensivstation des Militärkrankenhauses bei Paris, wo er seit knapp einer Woche behandelt wird. Israelische Medien berichteten von Organversagen.
Andere palästinensische Gewährsleute bestätigten, dass es Arafat schlechter gehe. Die Ärzte hätten die Ursache für seine Erkrankung noch nicht gefunden. Es solle daher heute neue Untersuchungen geben. Erakat sagte, die meisten der jüngsten Tests seien ermutigend gewesen. Mitarbeiter des Krankenhauses wollten sich zunächst nicht äußern.
Die israelischen Medien beriefen sich in ihren Berichten auf den Geheimdienst. Die Zeitung "Maariv" schrieb, Arafats Zustand sei "sehr kritisch". Nach einem Bericht des israelischen Rundfunks reiste Mahmud Abbas, der Generalsekretär des Exekutivkomitees der PLO, am Morgen nach Paris. Abbas steht seit Jahrzehnten an Arafats Seite. Im vorigen Jahr wurde er zum ersten Ministerpräsidenten der Autonomiebehörde ernannt, legte das Amt aber nach nur vier Monaten nieder, weil Arafat seinen Forderungen nach mehr Befugnissen nicht nachkam.
Berater Arafats beschuldigten Israel, Gerüchte über Arafats Zustand zu streuen. Dies werde die Lage nur komplizieren, auch in der palästinensischen Öffentlichkeit, sagte der frühere palästinensische Sicherheitschef Mohammed Dahlan. Arafats Chefberater Haled Salem sagte, es gebe keinen Rückschlag, es bestehe keine Gefahr.
Zuvor hatte die Gesandte der Autonomiebehörde in Frankreich, Leila Schahid, erklärt, Arafat habe sich kräftig genug gefühlt, um nach dem Ausgang der US-Präsidentenwahl zu fragen. Ein Berater veröffentlichte später eine Erklärung in Arafats Namen, in der dieser George W. Bush zur Wiederwahl gratulierte.
Die Verschlechterung des Zustands von Jassir Arafat beschäftigt auch die israelischen Sicherheitskräfte. Das Thema stand heute im Mittelpunkt einer wöchentlichen Sitzung, an der auch Heereschef Mosche Jaalon teilnahm. Verteidigungsminister Schaul Mofas will im Verlauf des Tages dazukommen. Israel befürchtet Ausschreitungen in den palästinensischen Gebieten. Ministerpräsident Ariel Scharon hat bereits angekündigt, er werde nicht zulassen, dass Arafat in Jerusalem beerdigt werde.
Der israelische Oppositionsführer und Ex-Ministerpräsident Schimon Peres sagte, Arafats Tod hätte große Auswirkungen auf den Nahost-Konflikt. "Es bildet sich (schon) eine neue Führung", sagte Peres, der 1994 zusammen mit Arafat den Friedensnobelpreis erhalten hatte, im israelischen Armeeradio. Diese scheine entschlossener, den Konflikt zu beenden. Er hoffe, dass die neue Führung dem Terror eine Absage erteile.
http://apnews.myway.com/article/20041104/D8655TJ00.html
Noch ein Bericht.
Habe gerade mit einem Israeli gemailt.
Er meinte:
Now israeli media is reporting they may be mistaken...
IDF is on high level alert in case of riots ...
Mal schauen, bald wissen wir mehr.
Anscheinend lebt er noch.
http://www.cnn.com/2004/WORLD/meast/11/04/arafat.health/index.html
http://www.n24.de/cgi-bin/redir.cgi/eigenwerbung/standardbanner?/ticker/index.php?p2004110418170100002
Volltrottel
05.11.2004, 12:36
Interessante Definition von "Leben", die du da hast...
Leben ist gleich alles was nicht tot ist ;)
Oder ist er jetzt tot?
Dann mußt du aber auch auf Zeit und Datum solcher Meldungen schauen.
Da seht ihr, wie sich Demokraten und Republikaner unterscheiden:
Die einen kämpfen nicht ein bißchen (na vielleicht mit Worten) und die anderen erklären sich gleich zum Sieger und ziehen ihr Ding durch.
Vielleicht ist der Grund, warum Kerry üerhaupt nominiert wurde nur durch sein hinterfragendes Wesen zu begründen. Das mögen die meisten der Wähler wohl nicht...
Aber es ist ja, wie WTell sagte, wohl noch nichts ausgezählt...
Aus der FAZ:
Streit um Arafats Begräbnisplatz
05. November 2004 Während Palästinenserpräsident Arafat mit dem Tod ringt, streiten Palästinenser und Israelis um den Ort seiner letzten Ruhe.
Seine Landsleute wollen Arafat auf dem Tempelberg im Osten Jerusalems, dem drittheiligsten Ort des Islam, beerdigen. Doch der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon lehnt dies kategorisch ab. Israel werde die Bestattung des palästinensischen Präsidenten im Gazastreifen billigen, sagte Justizminister Josef Lapid am Freitag. Der Wunsch Arafats auf eine letzte Ruhestätte in Jerusalem werde jedoch in keinem Fall erfüllt: „Dort sind jüdische Könige begraben, keine arabischen Terroristen.”
Brennpunkt Tempelberg
Arafat selbst soll seinen Vertrauten in den vergangenen Jahren mehrmals gesagt haben, er wolle nahe der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem bestattet werden. Die Moschee ist der drittheiligste Ort im Islam, wurde allerdings auf den Ruinen des biblischen jüdischen Tempels errichtet. Der Streit über die Kontrolle des Tempelberges hat wiederholt Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern zum Scheitern gebracht. Der Beginn der „zweiten Initifada” im Herbst 2000 entzündete sich an einem Besuch Scharons auf dem Tempelberg.
Ein Grab Arafats in Jerusalem würde den palästinensischen Anspruch untermauern, den arabischen Teil zur Hauptstadt eines künftigen Staates zu machen. Zugleich würde eine neue Kultstätte und damit auch ein Ort dauerhafter antijüdischer Demonstrationen entstehen. Das arabische Ost-Jerusalem, das die Palästinenser als Hauptsstadt ihres künftigen Staates betrachten, wurde 1967 von Israel erobert und dem Staatsgebiet eingegliedert.
Gab es einen letzten Willen Arafats?
Arafats Familie besitzt einen Friedhofsabschnitt in Chan Junis im Gazastreifen, wo unter anderem seine Schwester begraben liegt. Über Arafats angeblichen letzten Willen, auf dem Tempelberg in Jerusalem begraben zu werden, gibt es jedoch widersprüchliche Aussagen.
So hat nach Angaben eines ranghohen islamischen Geistlichen Arafat nie den Wunsch nach einem Begräbnis auf dem Tempelberg geäußert. „Wir haben die Angelegenheit nie mit dem Präsidenten besprochen, und er hat es uns gegenüber nie erwähnt”, sagte der Geistlicher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Jerusalem.
Er muß binnen 24 Stunden beerdigt werden
„Niemand von uns hat es gewagt, danach zu fragen, weil es vielleicht Unglück gebracht hätte.” Vermutlich würden Jordanien und Ägypten anbieten, daß Arafat bei ihnen zu Grabe getragen werden könne, mutmaßte er.
Nach islamischem Brauch sollten Tote am Tag ihres Ablebens oder am Folgetag begraben werden, was die palästinensischen Behörden vor schier unlösbare praktische Probleme stellt. Aus Paris hieß es, daß Arafat so lange künstlich am Leben gehalten werde, bis Einigkeit über die Grabstätte herrsche. In Ramallah wurde beteuert, es hätten noch keine Planungen für eine Beerdigung begonnen und es gäbe noch keine Abstimmungen mit der israelischen Regierung.
Dem Clan gehört eine Parzelle in Gaza
Seine letzten drei Lebensjahre verbrachte Arafat in seinem Amtssitz in Ramallah im Westjordanland. Die Mukata wurde durch die israelische Belagerung praktisch zu seinem Gefängnis. Arafats Familie, die Al-Kidwas, stammt aus Gaza. Arafat selbst wurde allerdings in Kairo geboren und wuchs dort und in Jerusalem auf.
Der Clan besitzt ein Stück Land in Chan Junis im Gazastreifen. Das Problem: Die Parzelle liegt inmitten eines Gemüsemarktes - keine würdige Ruhestätte für das Symbol des palästinensischen Freiheitskampfes.
Ein Grab am Meer?
Angemessener erscheinen ein Grab am Meer nahe seines alten Hauptquartier in Gaza-Stadt oder auf dem „Märtyrer-Friedhof” nahe der israelischen Grenze. Ein Begräbnis im Gazastreifen wäre in jedem Fall ein Albtraum für Trauergäste aus dem Ausland.
Arafat liegt seit Mittwochabend auf der Intensivstation eines Pariser Krankenhauses im Koma. Zuvor war er dreimal bewußtlos geworden. Während die israelische Seite ihn bereits am Mittwoch für tot erklärt hatte, wurde er von palästinensischer Seite noch immer für schwer krank, aber wieder genesungsfähig erklärt.
„Er kann wieder aufwachen”
Die palästinensische Gesandte in Frankreich, Leila Schahid, wies französische und israelische Medienberichte über einen Hirntod des 75-Jährigen vehement zurück. Arafat befinde sich in einem „reversiblen Koma”, sagte sie. „Er könnte (wieder) aufwachen oder auch nicht”. Alle lebenswichtigen Organe arbeiteten noch.
Am Donnerstag hatten Ärzte gesagt, Arafat liege in einem tiefen Koma und werde nur noch von Maschinen am Leben erhalten. Eine offizielle Bestätigung für einen sogenannten Hirntod Arafats gab es bislang nicht. Kurz vor der Erklärung der Ärzte hatten Israels Rundfunk sowie Luxemburgs Regierungschef Jean-Claude Juncker den Tod Arafats verkündet; dies hatten das französische Militär und die palästinensische Autonomiebehörde jedoch umgehend dementiert.
„Er ist klinisch tot”
Der israelische Justizminister Josef Lapid erklärte, Arafat sei hirntot und werde nur von Maschinen am Leben erhalten. „Ich weiß nicht mehr als das, was die ganze Welt weiß. Es ist jetzt klar, daß er hirntot ist, klinisch tot, sie (die Ärzte) halten ihn künstlich am Leben. Sie müssen entscheiden, wann sie damit aufhören.” Lapid war der erste ranghohe Vertreter der israelischen Regierung, der sich derart explizit zu Arafats Zustand äußerte.
Der französische Präsident Jacques Chirac eilte vor seiner Reise nach Brüssel zum EU-Gipfel an Arafats Krankenbett. Der amerikanische Präsident George W. Bush sagte, als er auf den möglichen Tod Arafats angesprochen wurde: „Gott sei seiner Seele gnädig.” Zugleich kündigte er an, er werde die Bemühungen um „einen freien Palästinenserstaat” fortsetzen, der „mit Israel im Frieden” lebe.
Qureia scheint Arafats Rolle zu übernehmen
Der palästinensische Ministerpräsident Ahmed Qureia wird am Samstag zu einem Treffen mit den Chefs seiner Sicherheitskräfte im Gaza-Streifen fahren. Ziel ist nach palästinensischen Angaben, Konflikte innerhalb der Polizeitruppen beizulegen und sie auf die amtierende Palästinenserführung zu verpflichten.
Bisher sind die Sicherheitskräfte Palästinenserpräsident Jassir Arafat direkt unterstellt, dessen Tod ein Machtvakuum hinterlassen würde. Die führende Politiker der Palästinenser beraten seit Tagen über die neue Verteilung der Macht. Die Kontrolle über die Sicherheitskräfte gilt als zentrale Frage.
Auch die Finanzen sind nun in Qureias Hand
Qureia führt in Abwesenheit von Arafat den Nationalen Sicherheitsrat der Palästinenser. Das PLO-Exekutivkomitee übertrug gestern Kureia die Befugnis zur Erledigung dringender Finanzangelegenheiten, die normalerweise in der Hand Arafats liegen.
Die israelischen Streitkräfte sind in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt worden.
Neue Unruhe im Nahen Osten befürchtet
Israel befürchtet im Fall von Arafats Tod Ausschreitungen in den palästinensischen Gebieten. Insbesondere im Gazastreifen wurden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Palästinensergruppen erwartet.Die amtierende Palästinenserführung beschloß einen Krisenplan gegen Gewalt, Israel versetzte die Truppen im Gazastreifen und im Westjordanland in Alarmbereitschaft.
Arafat war in der vergangenen Woche zusammengebrochen und am Freitag zur Untersuchung und Behandlung nach Frankreich geflogen worden. Ein Zwischenbefund ergab Veränderungen im Blutbild und Störungen im Verdauungssystem. In ihrem am Dienstag veröffentlichten Bericht schlossen die Pariser Ärzte dagegen eine zunächst ebenfalls für möglich gehaltene Leukämie aus.
Gefunden bei Spiegel.de
Faschismus light? Blödsinn!
Von Henryk M. Broder
Die US-Bürger haben einen Präsidenten gewählt, den wir nicht mögen. Ganz Schlaue warnen vor einem Abrutschen in den Totalitarismus. Vor lauter Hysterie geht ein wichtiger Grundsatz verloren: In der Demokratie ist der Wähler der Souverän.
Henryk M.Broder
T-Shirt eines Bush-Gegners: Niemand kann sagen, Bush habe die Wahl "gestohlen"
Berlin - Nun ist es also doch passiert: George W. Bush jr. ist wieder gewählt worden. Entgegen allen Empfehlungen, Mahnungen und Warnungen aus Europa, und hier vor allem aus dem deutschen Feuilleton, haben sich die Amerikaner für einen Präsidenten entschieden, der außerhalb ihres Landes so unbeliebt ist wie keiner seiner Vorgänger. Rund 70 Prozent der Deutschen z.B. mögen Bush nicht, und hätte er sich in Deutschland zur Wahl gestellt, hätte er wahrscheinlich weniger Stimmen bekommen als der SPD-Spitzenkandidat bei den bayerischen Landtagswahlen.
Und was am meisten wehtut: Bushs Sieg ist überraschend klar ausgefallen. Er hat nicht nur über drei Millionen Stimmen mehr bekommen als Kerry und damit eine satte Mehrheit sowohl bei der "popular vote" wie im "electoral college", die Republikaner haben auch ihre Mehrheiten im Senat und im Abgeordnetenhaus ausbauen können. Niemand kann jetzt also aufstehen und sagen, das Ergebnis spiegele nicht den Willen der Wähler wider, Bush habe die Wahl "gestohlen", er sei nicht gewählt, sondern vom Obersten Gericht zum Präsidenten "ernannt" worden, nachdem ihm sein Bruder in Florida geholfen habe. Ich gebe zu, ich hätte mir auch ein anderes Ergebnis gewünscht: Bush gewinnt die "popular vote", bekommt also die Mehrheit der Stimmen, während Kerry die meisten Wahlmänner im "electoral college" auf seiner Seite hat. Also so wie bei der letzten Wahl vor vier Jahren, nur andersrum. Es wäre interessant zu sehen, wer dann "unfair!" und "undemokratisch!" gerufen und von einer "Farce" gesprochen hätte.
Außerdem hätte ich es gerne erlebt, wie Kanzler Schröder ("Der deutsche Weg") auf Kerry reagiert hätte, wenn der die imperiale Außenpolitik von Bush fortsetzen würde, nur höflicher, jovialer und konsequenter. Denn Bush warb mit dem Slogan "For a strong America!", Kerry ging noch einen Schritt weiter: "For a stronger America!"
Von diesen beiden "was-wäre-wenn"-Überlegungen abgesehen, finde ich, dass ein so großes und großartiges Land wie die USA von einem Intellektuellen repräsentiert werden sollte, und nicht von einem "Kumpel", der nur das Glück hatte, reich geboren zu werden. Trotzdem erfüllt mich die Wahl von Bush mit einer gewissen Schadenfreude. Erstmal gegenüber den Kollegen, die ihre Artikel schon fertig geschrieben hatten, in denen sie uns ausführlich erklärten, warum Bush gegen Kerry überhaupt keine Chance hatte und die uns nun das Gegenteil erklären müssen. So ist es, wenn einem das Leben dazwischen kommt.
Zum anderen gegenüber den politischen Wahrsagern, kulturellen Kaffeesatzlesern und Hobby-Auguren, die sich ein Vergnügen daraus machen, Desaster vorauszusagen, im sicheren Vertrauen darauf, dass sie niemand zur Verantwortung ziehen wird, wenn sich ihre Visionen nicht erfüllen. Ivan Nagel, der es gerne hart mag, schrieb in der "Berliner Zeitung", "Bush ist nicht Hitler", aber er begründete die Feststellung so, dass er sie in ihr Gegenteil verkehrte. Wim Wenders, eher ein Softie, meinte bei Christiansen, mit Bush würden die USA in den "Totalitarismus" abrutschen. Und Richard Sennett erklärte im Tagesspiegel, die USA würden sich auf einen "sanften Faschismus" hin bewegen. Als Amerikaner an "low carb"-, "fat free"- und "no sugar"-Produkte gewöhnt, fiel es ihm nicht schwer, den "Faschismus light" zu erfinden. Das ist alles so albern wie das Gerede vom "Vierten Reich" nach dem Fall der Mauer, aber es drückt ein tiefes Verlangen nach Katastrophen aus. 120 Millionen Amerikaner wissen nicht, was sie tun, Ivan Nagel, Wim Wenders und Richard Sennett erklären es ihnen.
Und so ganz nebenbei geht noch der Grundsatz über Bord, dass der Wähler der Souverän ist. Wenn die Ostdeutschen die NPD und die PDS, die Ungarn die Postkommunisten und die Algerier eine obskure Fundi-Partei wählen, dann haben sie ihre Gründe, die man respektieren muss. Nur wenn sich die Amerikaner in freien Wahlen mehrheitlich für einen Kandidaten entscheiden, den wir nicht mögen, dann haben nicht wir uns zu weit aus dem Fenster gehängt, sondern die Amis ihre Unreife bewiesen.
Bundeskanzler Schröder soll nach den Wahlen in den USA gesagt haben, er wolle die "gute Zusammenarbeit" mit Bush fortsetzen. Noch witziger wäre es, wenn er gesagt hätte, nach dem großen Erfolg von Hartz IV. wolle er mit Hartz V. weiter machen. Aus Schröders Sätzen sprach die schlichte Freude, dass im deutsch-amerikanischen Verhältnis alles beim Alten und Gewohnten bleibt. Und wie müssen dem Kanzler einen Tag darauf die Ohren geklungen haben, als die BILD-Zeitung titelte: "Bush - Sieg mit Schröder-Trick". Der US-Präsident habe sich seine Wiederwahl durch "Polit-Tricks" gesichert, "die er Kanzler Schröder abgeschaut hat!" Was für Schröder die Flut 2002 war, das waren für Bush die Unwetter über Florida - Gelegenheiten für Auftritte. Wenn wir schon einen US-Präsidenten bekommen, den wir nicht haben wollten, können wir uns nun wenigstens damit trösten, dass er bei unserem Kanzler abgekupfert hat.
Das Bush-Bashing wird also weiter gehen. Wer mit minimalem Einsatz einen maximalen Eindruck erzielen und seine politische Urteilskraft beweisen will, muss nur "der Cowboy" sagen und dabei das Gesicht verziehen, als habe er grade in einem Hamburger eine Küchenschabe gefunden. Das reicht, um als amerikakritisch und progressiv zu gelten.
Alles Übrige erledigt Michael Moore.
Was die US Wahl angeht, hier ein imho sehr interessanter Beitrag, der die Sache auf den Punkt bringt:
mr-grudenko
25.01.2005, 15:24
Kampf-Roboter unterstützen US-Soldaten im Irak
Um ihre Soldaten besser zu schützen, will die US-Armee in Kürze 18 ferngesteuerte Kampf-Roboter in das Krisengebiet schicken. Die im vergangenen Dezember erstmals der Öffentlichkeit präsentierten so genannten SWORDS (Special Weapons Observation Reconnaissance Detection Systems) sind eine Weiterentwicklung der TALON-Roboter, die von den US-Streitkräften in großer Stückzahl bislang vor allem zur Minenräumung eingesetzt wurden.
Hier der Link: http://www.heise.de/newsticker/meldung/55510
Hightower
04.02.2005, 12:01
US-Kommandeur findet es «lustig, einige Leute zu erschießen»
Washington (dpa) - Ein hoher US-Kommandeur hält es mit Blick auf Aufständische und Terroristen im Irak für «lustig, einige Leute zu erschießen». James Mattis befehligt die im Irak eingesetzte 1. Marineinfanteriedivision. Er machte diese Bemerkung laut US-Medien während einer Podiumsdiskussion in San Diego. Mattis erklärte demnach, das Kämpfen mache eine ganze Menge Spaß. Der Kommandeur des Marine Corps, Mike Hagee, verteidigte die Äußerungen. Der Generalmajors habe die Realitäten des Krieges beschreiben wollen.
Da greift man sich doch an den Kopf!
Wäre das ein deutscher gewesen wäre der seinen Job los und wir hätten fast schon nen neuen Verteidugungsminister :rolleyes:
Pentagon verteidigt US-Offizier wegen Äußerungen übers Töten
Washington (AFP) - Das Pentagon hat einen US-Offizier in Schutz genommen, der öffentlich Spaß am "Leute erschießen" bekundet hatte. Der Vizechef der Generalstabs, General Peter Pace, sagte in Washington, Generalleutnant James Mattis habe bei seinen letzten Einsätzen in Afghanistan und Irak "klar" gezeigt, dass er die "Werte richtiger Führung und den Wert menschlichen Lebens" kenne.
Mattis hatte am Dienstag bei einer Podiumsdiskussion über Militärtaktiken im Irak im kalifornischen San Diego gesagt, "es macht Spaß, ein paar Leute zu erschießen". Überhaupt mache es Spaß zu kämpfen. "Ich mag Schlägereien." In Afghanistan gebe es "Typen, die Frauen fünf Jahre lang schlagen, weil sie keinen Schleier tragen. Typen wie die haben keine Männlichkeit mehr. Und es macht verdammt viel Spaß, sie zu erschießen." Die Zuhörer der vom US-Fernsehen übertragenen Veranstaltung lachten und applaudierten.
Er sei nicht dabei gewesen, als die fraglichen Äußerungen gefallen seien, sagte Vize-Generalstabschef Pace. Mattis müsse selbst dazu Stellung nehmen. Der Befehlshaber des Marine Corps, General Michael Hagee, erklärte, Mattis sei einer der "mutigsten und erfahrensten Armeeführer des Landes". Er wisse, dass der Offizier die "unglücklichen und harten Realitäten des Krieges" habe beschreiben wollen. Mattis spreche oft mit "großer Offenheit".
US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld wollte sich nicht zu dem Fall äußern, weil er die umstrittenen Äußerungen nicht gelesen habe.
Original von Striker
Zur Evolutionstheorie.
Es ist eine Theorie und so veraltet ist sie nicht, da sie bis heute noch bestand hat und nicht wederlegt werden konnte. Obwohl Darwin selbst jahrelang daran gearbeitet hat seine Theorie zu weider legen.
Jaja, da zeigt sich wieder ma das du lieber bei den Infanteriewaffen bleiben solltest!! :D ;)
Darwin hat die Theaorie nich geschrieben, er hat sie nurpubliziert und so getan als ob sie von ihm wäre, ... DIE SAU!!! ;)
In Wirlklichkeit stammt sie von, ich glaub, einem Briten namens Alexander.
Bin mir aber nemmer so sicher, aber da war ma ne Recht gute Doku darüber auf nem recht guten Infosender, bin mir aber nichmehr ischer ob es Phoenix oder RTL 2 war!! :D ;)
Darwin hat sie selbst geschrieben.
Publikation die mir sofort einfällt National Geographic Dezember 2003.
Anosnsten muß ich nachschauen, aber he, ich studier den Scheiß mit das wird mein Job :P ;)
Original von Striker
ich studier den Scheiß mit das wird mein Job :P ;)
na dann ma mein beileid!!
würdest lieber was ordentliches studiern, ... chemie z.b.!!! :D ;)
Black Knight
04.02.2005, 20:52
Also der Mattis heißt bei seinen Jungs auch "MadDog"(SIC!) mit Spitznamen-muß ja irgendwoher kommen.....
mr-grudenko
04.02.2005, 20:56
Original von Raffnix
würdest lieber was ordentliches studiern, ... chemie z.b.!!! :D ;)
*zur vollen Größe aufricht, Hände in die Hüfte stemm*
Höre ich da eine gewissen Geringschätzung für die noble Beschäftigung mit der Geschichte?
*Augenbraue heb*
drustran
04.02.2005, 21:06
Etwas ordentliches studieren und Chemie??? das passt net.... ok, besser als Biologie, aber Chemie ist nichts ordentliches zum studieren, ist eh nur eine Untergruppe der Physik!
Drus
(Physik-Student :P)
Das glaubst du vielleicht!!
physik is was für tukken die als kinder auf den kopf gefallen sind und n un versuche zu ergründen warum sie so sind wie sie sind!! ;) :D
und was macht ihr physiker denn wenn ihr keine stelle bekommt??
wir chemiker können immer noch tickets baun und die verscheuern!! :tongue:
*die war nur ein spaß, ich hasse nichts emhr als pilleschmeiser und kiffer*
Black Knight
05.02.2005, 23:36
Zur Abwechslung mal nicht ganz so ernsthaftes Weltgeschehen,wir höhren doch genug vom Krieg.Muß zwischendurch auch mal sein-die Amis triffts aber doch....
US-Musikindustrie hat Verstorbene des Dateitauschs bezichtigt
Von einem absurden Fall berichtet die US-amerikanische Zeitung The Charleston Gazette. Demnach hat der Verband der US-Musikindustrie Recording Industry Association of America (RIAA) gegen eine bereits einen Monat zuvor im Alter von 83 Jahren verstorbene Dame Klage eingereicht. Angeblich soll sie unter dem Nick-Namen "smittenedkitten" 700 Pop-, Rock- und Rap-Songs illegal im Internet zum Tausch angeboten haben.
"Gertrude Walton hasste Computer", zitiert die Zeitung die Tochter der Dame. Sie habe in den letzten 17 Jahren mit ihrer Mutter zusammengelebt. Ein Computer sei aufgrund der Aversion ihrer Mutter nie ins Haus gekommen. "Sie hätte nicht einmal gewusst, wie man einen PC anschaltet."
Am vergangenen Donnerstag räumt die RIAA nach Angaben der Zeitung schließlich ein mögliches Missverständnis ein. "Die Beweisaufnahme in diesem Fall liegt schon Wochen und Monate zurück", sagte demnach RIAA-Sprecher Jonathan Lamy. Man werde die Klage nun möglicherweise zurückziehen.
Die Tochter allerdings stellt den Verlauf anders dar. Sie habe bereits einige Tage vor Klageerhebung einen Kopie des Totenscheins an die RIAA gefaxt, nachdem sie eine entsprechende Ankündigung erhalten hatte. "Ich bin mir ganz sicher, dass meine Mutter nicht vom Greenwood-Friedhof auferstehen wird, um an der Verhandlung teilzunehmen."
Volltrottel
06.02.2005, 03:20
--- Mist ---
Wort von Köhler an das Volk: http://www.titanic-magazin.de/archiv/0205/kriegundfrieden2.php
Einfach nur bitter.
Amerikaner beschießen befreite italienische Geisel im Irak
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,344757,00.html
SIG bricht ein
NEUHAUSEN SH – Der Schaffhauser Verpackungskonzern SIG weist für 2004 einen Reinverlust von 258 Millionen Franken aus – verglichen mit einem Verlust von 32 Millionen Franken im Vorjahr. Eine Strategieänderung sowie ausserordentliche Amortisationen brachten die Firma derart in die Roten Zahlen. Der Umsatz ging im Vorjahresvergleich um elf Prozent auf 2,553 Milliarden Franken zurück. Für die Zukunft sieht SIG nach der neuerlichen Bereinigung gute Aussichten.
von: blick.ch
willhelm_tell
08.03.2005, 09:24
Aber SIG prodzuiert keine Handfeuerwaffen mehr ;), sondern nur noch Verpackungen.
Reduzieren und Rationalisieren bis man sich selber weggespart hat. :rolleyes:
willhelm_tell
08.03.2005, 17:38
Die Sig Arms AG wurde von zwei deutschen Investoren (IMHO aus der Textilbranche) übernommen und heisst jetzt Swiss Arms.
Die amerikanische sparte wurde AFAIK schon früher abgespalten und verkauft.
mr-grudenko
07.07.2005, 12:16
Bomben in Londoner Bussen und U-Bahnen - Tote und Verletzte
Volle Geschichte (auf deutsch): http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,364083,00.html
http://www.ftd.de/pw/eu/13502.html
(englisch)
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4659093.stm
Angelique McSolo
19.08.2005, 16:48
Ich wusste ja, dass HARTZ IV ein echter sozialer und moralischer Tiefschlag wird.
Ich habe selbst (zum Glück nur einen Monat) unter diesem Misstand überlebt.
Aber DAS ist echt bitter:
Eigenes Kind mit Messer verletzt
Reinickendorf
Mit einem Messer hat heute früh gegen 1 Uhr 45 eine 44-jährige Frau in ihrer Wohnung in Reinickendorf ihren 10-jährigen Sohn am Hals verletzt.
Sie alarmierte anschließend Polizei und Feuerwehr. Das Kind hatte eine Schnittverletzung am Hals und wurde notärztlich versorgt.
Lebensgefahr besteht nicht, der Junge bleibt aber in stationärer Behandlung. Die Polizei nahm die Mutter fest.
Beim Landeskriminalamt 125 gab sie als Grund an,
dass ihr wegen der Hartz-IV-Regelung die Wohnung gekündigt worden sei, da sie 40 € zu teuer sei.
Die Situation habe sich zugespitzt, als trotz eines Widerspruchs zur Kündigung keine Reaktion des zuständigen Amtes kam.
Ihre sonstige finanzielle Situation versuchte sie durch Führen eines Haushaltsbuches zu regulieren. Die Kinder wussten nichts von der Wohnungskündigung.
Die Tathandlung scheint in einem geistig abwesenden Zustand erfolgt zu sein.
Die 44-Jährige sah keine Möglichkeit mehr, das Leben mit ihren Kindern in geordnete Bahnen zu leiten.
Die Vernehmung erfolgte im Beisein einer Psychologin, die diesen Eindruck bestätigte.
In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde auf eine Richtervorführung verzichtet. Die Mutter wurde vom Bezirksamt übernommen und in ein Krankenhaus gebracht. Ihre beiden Kinder nahm das Bezirksamt Reinickendorf in Obhut.
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/29055/index.html
Genyosha
19.08.2005, 17:08
Und das ist erst der Anfang, das wird alles noch schlimmer. :rolleyes:
mr-grudenko
23.08.2005, 05:17
Die US Marines holen drei Navy Hubschrauber nach 10 Jahren Zwischenlagerung in der Wüste von Arizona zurück in den Dienst, um Lücken beim Lufttransport zu schließen: http://www.newsobserver.com/news/story/2741511p-9179104c.html
mr-grudenko
25.08.2005, 07:24
Dem Smithsonian Institute geht das Geld für Wartungsarbeit aus. Dadurch tropft es u.a. auf den Lilienthal Gleiter: http://www.nytimes.com/2005/08/25/arts/design/25smit.html?hp
Genyosha
25.08.2005, 09:23
Prima, ich wollte schon immer die Beutemühlen zurückhaben, dann haben sie einen Grund das zu tun. Dann können wir die netten Spielsachen dann wieder hier ausstellen und die Amis kommen hierher. :D
Verotten lassen können wir die Flugzeuge auch hier.
Volltrottel
25.08.2005, 16:28
Hartz IV die Zweite
Anscheinend sind wohl die Frauen die Hauptleidenden von Hartz IV...
Macht Armut schwanger? (http://www.neuesdeutschland.de/artikel.asp?AID=76983&IDC=2&DB=O2P)
Abtreibungen/Kindstötungen bezahlen, aber Verhütungsmittel nicht...
Wunderbar, danke Vaterstaat :evil:
Just my two cents.
1. Ab wann sind Abtreibungen Kindstötungen? Föten sind doch keine Kinder.
2. Schwanger wird man ja nicht von selbst. Und niemand zwingt einen, die zur schwangerschaft führenden Tätigkeiten durchzuführen.
3. Nein, Armut macht nicht Schwanger. Aber Reichtum erzeugt meist Kinderarmut.
Was folgt ist eine Evolution der "Ungebildetheit"
4. Bei dem anderen Fall mit dem am Hals verletzten Jungen ist die schuld wohl kaum bei Harz IV zu suchen. Wer generell soetwas macht, ist , mit verlaub, nicht mehr richtig im Kopf (kam deswegen die MUTTER ins Krankeinhaus während die Kinder vom Amt übernommen wurden ?). Warscheinlich hätte irgendein anderer Anlass ebenfals einen solchen Ausraster hervorgerufen. Zudem hätte die Frau ja auch eine Kleinere Wohnung suchen können. Es gibt schließlich in DT kein Grundrecht auf eine große Wohnung.
Volltrottel
29.08.2005, 02:49
Original von Sensei
1. Ab wann sind Abtreibungen Kindstötungen? Föten sind doch keine Kinder.
Schwierige Frage, da die individuelle Antwort auf diese Frage sehr stark vom Weltbild des Antwortenden und dessen Verhältnis zum Lauf der Dinge steht. Desweiteren verbindet sich damit ja auch weiterhin die Frage ab wann denn etwas als "menschliches Leben" gelten kann.
Und gerade bei Mord sollte man auf Nummer sicher gehen und kein unnötiges Risiko mit Schwangerschaftsabbrüchen provozieren.
[aber dies hier nur als kurzes Dementi, da diese Fragestellung keinesfalls hier in diesen Thread hineinpasst]
Und als ebenfals kurzer Einwurf: Meine Aussage dürfte bei Experten unumstritten sein. Ungeborene sind keine Kinder. Die Diskusionen drehen sich eher darum, ob/ab wann Ungeborene in den Genuß der vollen Menschenrechte kommen sollen oder ob überhaupt ein 3. tägiger Zellhaufen als Mensch betrachtet werden kann.
Original von Sensei
1. Ab wann sind Abtreibungen Kindstötungen? Föten sind doch keine Kinder.
Föten sind aber Menschen und Abtreibung ist in Deutschland laut gesetzt verboten. Immernoch! Es ist nur Straffrei Verboten.
mr-grudenko
30.08.2005, 06:33
Neue Techniken für Fusionsreaktoren mit geringer Strahlung: http://www.nature.com/news/2005/050822/full/050822-10.html
Russian scientists have managed to use lasers to create a billion-degree nuclear fireball. The resulting fusion reaction is far cleaner than the kind currently being investigated to generate nuclear power.
Neues von unserer kleinen Katrina:
New Orleans wird komplett evakuiert.
Dämme im Norden der stadt gebrochen, Pumpen versagen.
Stadt steht vor einer (je nach angaben) 80-100%igen überflutung welche bis zu 7m hoch sein wird.
Es kam zu plünderungen. Kriegsrecht wurde ausgerufen und auf besonders radikale Plünderer geschossen.
Meldung von Blackwater.
(Amerikanischer Sicherheitsdienst - Söldnereinheit die auch im Irak sind)
September 01, 2005
BLACKWATER JOINS HURRICANE KATRINA RELIEF EFFORT!
This morning (September 1, 2005), Blackwater USA joined the ongoing relief effort in the Gulf Region devastated by Hurricane Katrina by dispatching a SA-330J Puma helicopter to help assist in evacuating citizens from flooded areas.
Chairman and Chief Executive Officer Erik Prince stated, “At this time, all Americans should band together and assist our countrymen who have been struck by this natural disaster.”
The following services are available:
Airlift Services
Security Services
Humanitarian Support Services
Logistics and Transportation Services
Anyone having a security or evacuation request may call
(252) 435-2052/2488. All requests shall be prioritized and acted upon as quickly as possible.
----
CNN (http://www.cnn.com/2005/US/09/02/katrina.nagin/index.html)
Black Knight
07.09.2005, 16:11
Aus einem Interview mit dem Präsidenten von Jefferson Parish, Aaron Broussard:
President Aaron Broussard of Jefferson Parish responding to Tim Russert.
Russert was trying to spin things positive, and this man cut him off and said:
I'll tell you what the truth is. The man who runs this building, Jefferson County Emergency Services, he had a mother in a nursing home.
She called him on Monday and said, "Son is someone coming to help us? Please send someone”.
He said, "Yes, Mama, someone's coming".
She called him on Tuesday and said, "Son is someone coming to help us? Please send someone”.
He said, "Yes, Mama, someone's coming".
She called him on Wednesday and said "Son, is someone coming to help us? Please send someone”.
He said, "Yes, Mama, someone's coming".
She called him on Thursday and said "Son, is someone coming to help us? Please send someone”.
He said, "Yes, Mama, someone's coming".
The guy was a blubbering mess by this time. Then he said "On Friday, she drowned. ON FRIDAY, SHE DROWNED!" He totally lost it at this point. He was very upset and VERY angry.
While the government did NOTHING, they hamstringed everyone and anyone who could. They wanted to kill these people and that's the truth.
Quelle:http://blog.radioleft.com/blog/_archives/2005/9/4/1198147.html
Vor und Nachgeschichte -für die Interessierten-im selben blog
mr-grudenko
10.09.2005, 17:42
Motto: "Hör auf mit dem Dealen, oder ich hol meine Mutti": http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,373861,00.html
In den dunklen Ecken Kreuzbergs scheuchen türkische Frauen neuerdings Dealer auf. Die "Mütter ohne Grenzen" wollen ihre Kinder vor dem Drogensumpf schützen, der sich im Kiez gefährlich ausbreitet.
Außerdem: Erste nur von Studenten gebaute Raumschiffnutzlast: http://www.heise.de/newsticker/meldung/63785
Am 27. September wird mit dem SSETI Express (Student Space Exploration and Technology Initiative) das erste Studenten-Raumschiff an Bord einer Cosmos-3M-Rakete vom russischen Kosmodrom in Plesetsk ins Weltall aufbrechen
mr-grudenko
12.09.2005, 08:18
Japan hat die ersten 'Labors' (ok, noch etwas klein):
Japanese bridge builder Kawada Industries is enlisting the services of a humanoid robot designed to work on construction sites and in other risky places.
http://news.com.com/Photo+A+robot+for+the+hardhat+world/2300-7337_3-5857072.html?tag=nefd.ac
http://pc.watch.impress.co.jp/docs/2005/0909/hrp3.htm
http://techon.nikkeibp.co.jp/english/NEWS_EN/20050909/108435/
mr-grudenko
17.09.2005, 12:53
Überlichtgeschwindigkeit für alle
Nachdem es in den letzten Jahren still um ihn wurde, meldet sich der Kölner Physikprofessor Günter Nimtz zu seinem Lieblingsthema Überlichtgeschwindigkeit zurück. Eine neue Variante eines Experiments soll nun auch die letzten Zweifler von der Realität des Phänomens überzeugen.
http://www.heise.de/newsticker/meldung/64004
mr-grudenko
21.09.2005, 08:45
US Vorschriften führen zur Vernichtung von Lebensmittelhilfen:
Tons of British aid donated to help Hurricane Katrina victims to be BURNED by Americans
(...) tons of the badly needed Nato ration packs, the same as those eaten by British troops in Iraq, has been condemned as unfit for human consumption.
http://www.mirror.co.uk/news/tm_objectid=16147117&method=full&siteid=94762&headline=up-in-flames--name_page.html
Wäre ich britischer Soldat, wäre das spätestens der Punkt, wo ich alle meine Vorbehalte über Essenspakete bestätigt sehen würde.
Neuesten Akte im Polittheater:
- Schröder will nun auch offiziell durch einen Verfahrenstrick erreichen, dass nicht mehr die Fraktionen sondern die Pateien zur ermittlung des Bundeskanzlers genutzt wird.
könnte aber auch überflüssig werden, weil:
- Stoiber droht für den Fall, dass die CDU mit den Grünen Koolieren will, mit abspaltung der CSU von der Union.
- FDP ist unterdessen mit sich selbst beschäftigt. Wolfgang gerhard und Guido Westerwelle kloppen sich um Posten. :rolleyes:
mr-grudenko
24.09.2005, 05:46
Die US Army untersucht Vorwürfe, daß auch die 82nd Airborne Gefangene in Afghanistan und im Irak gefoltert hat:
The U.S. Army has launched a criminal investigation into new allegations of serious prisoner abuse in Iraq and Afghanistan made by a decorated former Captain in the Army's 82nd Airborne Division, an Army spokesman has confirmed to TIME.
http://www.time.com/time/nation/article/0,8599,1108972,00.html
http://www.nytimes.com/2005/09/24/politics/24abuse.html?hp&ex=1127534400&en=661326ef9747a50a&ei=5094&partner=homepage
mr-grudenko
28.09.2005, 12:36
Erstmals lebender Riesenkalmar fotografiert
Seit Jahrhunderten gehören sie zu den Mythen der Tiefsee. Jetzt gelang es Forschern zum ersten Mal, einen lebenden Riesenkalmar zu fotografieren. Das Tier tappte in 900 Meter Tiefe in eine Futterfalle.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,376948,00.html
mr-grudenko
11.10.2005, 17:19
Der weißrussische Diktator Lukaschenko will Flüchtlinge in Gebieten ansiedeln, die seit dem Reaktorunglück von Tschernobyl verstrahlt sind. So soll die dortige Wirtschaft wieder angekurbelt werden.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,378997,00.html
In den gebieten gibt es noch wirtschaft?
Naja, warscheinlich Auslegungssache. Etwas strahlung kam ja auch nach Westeuropa, also könnte es ja sein, das die Ungarn zu uns in den neuen Bundesländern umgesiedelt werden sollen :D . Nötig hätten wir es ja und erfahrung haben wir damit hier in Brandenburg auch (Hugenotten und andere Flüchtlinge).
mr-grudenko
14.10.2005, 08:10
Wer die traditionelle Rivalität zwischen den US Teilstreitkräften kennt, wird sich sicher über diese Nachricht freuen:
Air Force und Navy Personal muß Lücken bei der Army (z.B. Fahrer, Wachen etc.) auffüllen:
WASHINGTON - The Pentagon is using U.S. Air Force personnel to fill in holes in Army positions in Iraq and Afghanistan, The Los Angeles Times reports.
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,78507,00.html?ESRC=eb.nl
mr-grudenko
15.10.2005, 17:09
Kein Brot, aber Spiele:
Am 60. Geburtstag der Partei schwelgt Kim Jong Il im Personenkult. Er spendiert seinen Soldaten Farbfernseher - Lebensmittel werden aber wieder rationiert.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,379933,00.html
Wer noch Ideen für capellanische Staatsfeste braucht, sollte sich die Fotostrecke ansehen.
mr-grudenko
19.10.2005, 12:37
Die britische Armee wirbt Geistliche aus nicht-christlichen Religionen an
The first Buddhist, Hindu, Muslim and Sikh chaplains have been appointed by the British Armed Forces.
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4355896.stm
mr-grudenko
21.10.2005, 17:34
Die königlichen Hoheiten gehen zu den Schlammstapfern:
Prince William will join the Army after gaining a place at the military academy at Sandhurst
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4363568.stm
Und allgemein zu 'Royals' beim Militär:
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4248712.stm
P.S.: Die Ausbildung in Sandhurst: http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4366148.stm
Bericht aus einem US Militärhospital: http://www.interventionmag.com/cms/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=1190&mode=thread&order=0&thold=0&POSTNUKESID=33636a44788c3049b2f8042efa985de4
Neues von der psychologischen Kreigsführung:
Ein singendes Kopfkissen soll den Soldaten im Kosovo und im Irak zu erholsamem Schlaf verhelfen: "MusiCure" gibt über eingebaute Lautsprecher eine entspannende Kombination aus natürlichen Geräuschen und Instrumentalmusik wieder.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,381275,00.html
25.10.2005:
Rosa Parks, 92, Founding Symbol of Civil Rights Movement, Dies
Rosa Parks, the black woman whose 1955 protest action in Alabama marked the start of the modern US civil rights movement, has died at the age of 92.
http://www.nbc4.tv/news/5165408/detail.html
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/americas/4373794.stm
http://www.nytimes.com/2005/10/25/national/25parks.html?hp
26.10.2005
Über einige US Gefallenenschicksale im Irak:
His mates found him near the top of a pile of rubble, covering two of his charges, their lives saved because in an instant the hulking sarge shoved them hard to the side, just far enough away that he, not they, took the brunt of the bomb blast.
They called him Superman. That's what Staff Sgt. Thomas E. Vitagliano seemed to the men he led -- invincible, hard as steel, larger than life.
http://www.cnn.com/2005/US/10/26/iraq.names.of.love.ap/index.html
mr-grudenko
06.11.2005, 20:09
Piraten nehmen Kreuzfahrtschiff unter Beschuss
Am Horn von Afrika haben Bewaffnete in zwei Schnellbooten das Kreuzfahrtschiff "Seabourn Spirit" angegriffen. Die Passagiere, darunter 19 Deutsche, flohen ins Innere des Schiffes, der Kapitän verhinderte mit einem geschickten Manöver, dass die Piraten das Schiff enterten.
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,383578,00.html
Laut ZDF waren die Piraten mit MG's und Mörsergranaten bewaffnet. Fragt mich aber nicht, wie sie die Mörser eingesetzt haben. Und außerdem: wie kann ein Kreuzfahrtschiff Schnellbooten entkommen?
Na wo war den die deutsche Marine?
Die sind doch da irgendwo zur Piraten Abwehr?
@Sensei: da steht nichts von "entkommen", sondern von "nicht an Board lassen", gelle :) immerhin sind Kreuzfahrer mit einer recht hohen Boardwand gesegnet und die Sache mit dem Enterhacken funzt dann nicht mehr so ganz glatt...
(K)Nightwish
07.11.2005, 17:22
Wusstet ihr eigentlich das Piraterie heute noch fast genauso häufig vorkommt, wie zu Blackbeard´s Zeiten?
Count d'Estard
10.11.2005, 13:17
Was sagt man dazu ?
Explosive Entdeckung- Rakete im Altmetall
Eine scharfe Militär-Rakete ist am Mittwochabend in einem Verwertungsbetrieb für Altmetall im hessischen Lahntal entdeckt und entschärft worden. Die einen Meter lange und 15 Zentimeter dicke Rakete stammte ersten Ermittlungen zufolge aus NATO-Beständen.
Eine Röntgenaufnahme ergab, dass sie noch fünf funktionsfähige Minen enthielt, wie die Polizei am Donnerstag berichtete. Sie ermittelt wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.
Ein Altmetallsammler aus Lahntal hatte die Rakete bei dem Verwertungsbetrieb abgeliefert, ohne die Brisanz des Fundes zu erkennen. Seinen Angaben zufolge stammt die Waffe aus einer Sammlung vom Montag im nordrhein-westfälischen Siegen. Nähere Angaben über die Herkunft konnte die Polizei am Donnerstag noch nicht machen.
Die Minen werden laut Polizei normalerweise nach dem Aufschlag der Rakete frei gesetzt. Sie richten sich mechanisch selbstständig auf und detonieren etwa beim Kontakt mit einem Panzer oder einem anderen Fahrzeug.
Zur Entschärfung wurden das Firmengelände und die Bundesstraße Marburg-Biedenkopf (B 62) am Dienstagabend weiträumig abgesperrt. Experten des Landeskriminalamtes machten die Rakete unschädlich und entsorgten sie.
Disclaimer: Der Beitrag ist urheberrechtliches Eigentum von N-TV.
Ich bezweifel mal einfach, dass die Minen beim Aufschlag freigesetzt werden. Früher wäre wesentlich sinnvoller. Aber das eine Gefechtsbereite Rakete irgendwo auftaucht, kann ich mir nach meinen Erfahrungen beim Bund gut vorstellen.
@ Piraten: Gestern hat der Herr Schmidt gemeint, die MS Deutschland wird ab jetzt immer von 2 deutschen Kriegschiffen begleitet. :rolleyes:
Aber ernsthaft: Zwei kleine Schnellboote (womöglich noch aus Nichtmetall) werden relativ unauffällig bleiben können.
Count d'Estard
10.11.2005, 14:25
Naja, diese sogenannten "Schnellboote" sind eh meistens nur Zodiacs.
OT: Meinst du ein Zodiac, also: "ein Schlauchboot, Beiboot bzw. Rettungsboot einer Yacht (verallgemeinernd abgeleitet vom Namen eines Herstellers)" ?
Count d'Estard
10.11.2005, 18:04
Exakt.. dieselben Dinger mit denen sich die Jungs von Greenpeace immer an die Walfänger und ähnliche Ökoschweine ranmachen...
Captain Useless
10.11.2005, 19:18
hab das "schnellboot" auf einem foto gesehn irgend so ein tourist soll das fotografiert haben das ding sah aus wie ne badewanne mit außenborder.
was das abfeuern der mörser angeht @sensei es gibt mörser granaten die werden vorne aufs sturmgewehr aufgesetzt und von da verschoßen
aber auf dem bild hatten die ein paar aks und eine panzerfaust
völliger blödsinn das wir kriegsschiffe einsetzen um die luxus touristen zu schützen sollen die doch oben auf ihren kahn ein 20milimeter geschütz installieren bei 6 km reichweite biste jedem piraten überlegen
Genyosha
10.11.2005, 20:20
Wie wäre es mit einem HSK? Da würden die Jungs ziemlich doof aus der Wäsche schauen. :rolleyes:
Meinst du nicht, das das Risiko eines Feuergefechts nicht ein wenig groß ist?
Möglicherweise rüsten die Jungs auch noch nach.
Waffen bekommen Frachtschiffe von der Versicherung auch nicht erlaubt, nur Feuerlöschschläuche zur Piratenabwehr.
Cunningham
10.11.2005, 21:37
Original von (K)Nightwish
Wusstet ihr eigentlich das Piraterie heute noch fast genauso häufig vorkommt, wie zu Blackbeard´s Zeiten?
Also,
mein Vater fuhr seit seinem fünfzehnten Lebensjahr zur See - er wäre dieses Jahr 64 geworden - und die letzten füfundzwanzig Jahre etwa hat er in Hamburg, erst als Decksmann eines Schleppers und dann krankheitsbedingt zu Hause verbracht.
Ich habe viele Geschichten gehört.
- Fußballspiel mit mexikanischen Zoll
- Seespinnen als Erdnussersatz im Süden Afrikas
- Von Bosten nach Tampa (Florida) getrampt
- in New Orleans einem Koch das Eier kochen beigebracht
- auf den großen Seen (Chigago, Michigan) einem Kaptain Bier abgepresst
- Das Deck nur unter schwenken der weißen Fahne betreten, weil Kaptain und Ing mit ihren Ballermännern auf Möven geschossen haben
- In der Karibik einem Zöllner das G3 außeinander gebaut und Offizierspatent angeboten bekommen
- In Japan gesehen wie ne Dschunke abgesoffen ist
- In China den "Kulis" nen Balken vor die Füße geworfen und zugesen, wie die beim "studium" der Mao-Bibel drüber gestolpert sind.
- In Rußland ankernd besoffen, als sich die Amis und Russen in Berlin beinahe an die Kehle gegangen sind.
- In der Nordsee einen Schweden versenkt
- Leichenbergung beim Schiffsunglück
- Einem Kaptain mal Pepperoni unter die Gewürzgurken gemischt
etc. etc. etc.
Nie, nie habe ich eine Geschichte über Piraten gehört.
Was nicht heißt, dass ich deren Existenz leugne ... ich bin etwas skeptisch, ob das Problem wirklich so groß ist und andererseits auch etwas geschockt.
Und was ich mich frage, wie handhabt das internationale Seerecht piraterie, kann man die immer noch einfach so aufhängen?
Cunningham
10.11.2005, 21:40
Original von Sensei
Laut ZDF waren die Piraten mit MG's und Mörsergranaten bewaffnet. Fragt mich aber nicht, wie sie die Mörser eingesetzt haben. Und außerdem: wie kann ein Kreuzfahrtschiff Schnellbooten entkommen?
Volle Kraft auf offene See, sind vielleicht nicht schneller, haben nur ne größeren Kraftstoffvorrat und diese kleinen Piratenboote sind nicht wirklich für die offene See geeignet ...
Och Cunni, dann informier dich mal ueber die Seestrassen in der Gegend der Phillippinen und Malasia...
Wahrscheinlich hat dein Vater keine Geschichten in denen Piraten vorkommen weil er sich wohlwissentlich von diesen Gewässern ferngehalten hat. Denn sonst hätte er sie nachher nicht erzählen können.
Count d'Estard
10.11.2005, 23:28
@ cunni
Piraterie ist ein größeres Problem, als man denkt. Celebessee, südchinesische Meer, etc. ansonsten haben sich per UN Seerecht alle Mitgliedsstaaten drauf geeinigt, Piraten auf Hoher See eintukassieren. Verurteilt werden sie glaub ich nach dem Recht des Einkassiererstaates..
mr-grudenko
11.11.2005, 08:30
Weitere Infos zur modernen Piraterie:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,2113346,00.html
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/einewelt/324018/
http://www.freitag.de/2000/46/00460801.htm
http://www.yachtpiracy.org/de/
(K)Nightwish
11.11.2005, 18:36
Des weiteren nähern sich Piraten heutzutage keinen bewaffneten Kriegsschiffen oder so, sie versuchen an Bord zu kommen greifen sich was sie können und hauen wieder ab. Fast alles in Küstennähen mit kleinen Booten, und häufig kommt es auch vor das diese Nussschalen im Kielwasser grosser Pötte einfach kentern!
Über Piraterie wird aber aus einem guten Grund nur wenig gesprochen: Kein betroffener Staat gibt gerne zu, das er das Problem nicht in den Griff bekommt.
Captain Useless
11.11.2005, 20:39
Original von Genyosha
Meinst du nicht, das das Risiko eines Feuergefechts nicht ein wenig groß ist?
Möglicherweise rüsten die Jungs auch noch nach.
wenn die auf ihren schiffchen mit 20mm geschoßen nach rüsten und die abfeuern fahren die sicher plötzlich rückwärt lol
Genyosha
11.11.2005, 20:47
Und wenn sie es nicht bei einer solchen Badewanne belassen?
Absolute Hightech braucht man nicht unbedingt für ein älteres FAC.
Mit dem nötigen Kleingeld kommt man sicher auch an ausgemusterte FAC`s.
Cunningham
14.11.2005, 20:48
Original von Boecky
Och Cunni, dann informier dich mal ueber die Seestrassen in der Gegend der Phillippinen und Malasia...
Also wie gesagt, ich leugne gar nichts, bestreite auch gar nichts, werde mich aber nochmal mit einem Onkel von mir unterhalten, der bis vor ein oder zwei Jahren noch aktive Seefahrer (Bording) war und auch heute noch manchmal für seinen früheren Arbeitgeber tätig ist.
Was ich Dir und auch dem Count nahe legen möchte ist das richtige Kürzel für meinen Namen "Cunny" zu verwenden.
Original von Kazuma
Wahrscheinlich hat dein Vater keine Geschichten in denen Piraten vorkommen weil er sich wohlwissentlich von diesen Gewässern ferngehalten hat. Denn sonst hätte er sie nachher nicht erzählen können.
Ein Freund von mir war auch 50 Jahre als Seemann tätig bei der BW MArine und bei der Handelsmarine als 1. Offizier.
Der erzählt viel Geschichten, aber Piraten hat er auch noch nie erwähnt.
Die Presse spielt es mal wieder auf.
Heute ist wohl ein deutscher Soldat in Kabul bei einem Selbstmordanschlag getötet worden. Mehrere weitere wurden verletzt, dazu noch Kabuler.
Quelle.. BZ.. in der U- Bahn..
Deshalb bin ich für Wehrpflicht, da bleiben diese Abenteuer wenigstens begrenzt.. X( :(
Vor wenigen Tagen erreichte mich die Nachricht, das 5 KSK Soldaten gestorben sind.
12 Stunden später stand es im Netz. Am nächsten Tag waren alle Infos darüber verschwunden :(
Keine Ahnung ob es stimmt oder nicht.
Marl, das gehört zu deiner Meldung oder:
Anschlag in Kabul Bundeswehrsoldaten getötet Bei der Explosion einer Autobombe in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Montag nach Informationen aus der afghanischen Regierung zwei Bundeswehrsoldaten getötet worden. Drei weitere deutsche Soldaten der Internationalen Schutztruppe (ISAF) seien verletzt worden, hieß es aus Regierungskreisen in Kabul. Ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums sagte, drei Afghanen seien bei dem Anschlag verletzt worden. Es sei unklar, ob es sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt habe. Die Autobombe war am Nachmittag Ortszeit nahe der Wahlbehörde in Kabul detoniert. Die Straße, an der der Anschlag verübt wurde, führt zum Camp Warehouse, dem wichtigsten Lager der Bundeswehr in Kabul. Am Samstag hatte die Wahlbehörde die Ergebnisse der Parlamentswahl in Afghanistan bekanntgegeben.
Und hier noch was im Spiegel:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,384833,00.html
Das militärisch sinnvollste wäre, sich da sofort zurückzuziehen..
Die Taliban X( müßten sich wieder reorganisieren können, danach kann man sie wieder angreifen. Nur die Bevölkerung ist unter denen echt arm dran...
.....
Und das mit den KSK leuten wundert mich nicht.. ich meine die Löschung..
mr-grudenko
08.12.2005, 16:19
DDR-STAATSYACHT "OSTSEELAND" - Honeckers Geisterschiff
Eigentlich hätte es solch ein Schiff in der DDR nicht geben dürfen. Im Verborgenen gebaut und niemals getauft, blieb die "Ostseeland" bis zum Schluss Staatsgeheimnis.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,389110,00.html
mr-grudenko
16.12.2005, 15:08
Der Prinz bei den Schlammstapfern, Teil 2:
Prince Harry is set to march for the first time in the Sovereign's Parade at the elite Sandhurst military college.
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/4534498.stm
- - - -
Für alle Karmov VTOL Fans ;)
(War schon vor zwei Monaten, ist mir aber jetzt erst via "Rotorblatt" zugetragen worden):
The U.S. Air Force received its second CV-22 Osprey on October 27th, 2005. The aircraft was delivered at Edwards AFB two months ahead of the contract due date.
http://www.milavia.net/news/headline.php?031105
http://www.airforce-technology.com/projects/osprey/
- - - -
Über die britische Armee in Afghanistan ab 1839:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,388583,00.html
- - - -
Ich weiß nicht, ob das lächerlich oder überhaupt nicht witzig ist:
"Weiße Weihnachten" beim Klu-Klux-Klan
As the holidays draw near, Women for Aryan Unity keeps busy sending Christmas cards to incarcerated white supremacists and raising money for needy Aryans.
http://www.alternet.org/story/29686/
- - - -
Über das Folterverbot in Preußen:
http://www.zeit.de/2005/49/A-Thomasius_neu?page=all
- - - - -
Die Kühlweste kommt
Soldiers testing cooling vests in Iraq
About 500 liquid-filled cooling vests are now being tested by Humvee crews in Iraq and Kuwait.
http://www4.army.mil/news/article.php?story=8363
mr-grudenko
29.12.2005, 11:37
Die britischen Notfallpläne für den Atomkrieg aus den 1970ern Jahren sind öffentlich zugägnlich gemacht worden:
The prime minister would be taken to his bunker but there were no plans at that time to evacuate civilians.
However, the papers showed art treasures from London and Edinburgh would be saved by being sent to slate mines in Wales.
The information is among a raft of unseen material that has been revealed in government records from 1975, now released to the public at the National Archives in Kew, south-west London.
http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk_politics/4565880.stm
- - - -
Über eine Pentagon Studie, die Versäumnisse bei der Versorgung mit Splitterschutzwesten für Marines im Irak aufzeigt:
A secret Pentagon study has found that as many as 80 percent of the marines who have been killed in Iraq from wounds to the upper body could have survived if they had had extra body armor. Such armor has been available since 2003, but until recently the Pentagon has largely declined to supply it to troops despite calls from the field for additional protection, according to military officials.
(...)
Military officials said they had originally decided against using the extra plates because they were concerned they added too much weight to the vests or constricted the movement of soldiers. Marine Corps officials said the findings of the Pentagon study caused field commanders to override those concerns in the interest of greater protection.
http://www.nytimes.com/2006/01/07/politics/07armor.html?hp&ex=1136696400&en=6a69abccc77d978f&ei=5094&partner=homepage
mr-grudenko
08.02.2006, 06:35
... oder "wenn der Sani die zerfetzte Schutzweste zur Seite legt, lassen sie sich eine Quittung geben":
Army demanded $700 from man who was wounded
...
He was leaving the Army for good because of his injuries. He turned in his gear at his base in Fort Hood, Texas. He was informed there was no record that the body armor had been stripped from him in battle.
http://rawstory.com/news/2005/Army_demanded_700_from_city_man_0207.html
tja, und wer nicht zahlen kann, den schickt die Army ein Inkasso-Unternehmen auf den Hals:
The Government Accountability Office is releasing a report tomrorrow that hundreds of American soldiers wounded in Iraq have had their debts turned over to collection agencies.
http://www.motherjones.com/mojoblog/index.html#1281
mr-grudenko
10.02.2006, 05:51
Die "Kugelblitz"-PPK aus "Mechwarrior 2" ist möglich:
ball lightning -- a slow-moving ball of light that is occasionally seen at ground level during storms -- has puzzled scientists for centuries. Now, however, researchers in Israel have built a system that can create lightning balls in the lab.
http://physicsweb.org/articles/news/10/2/6/1
mr-grudenko
23.02.2006, 08:47
Und wieder haben die Engländer ihren Titel als beste Geldräuber der Welt verteidigt:
Als Polizisten getarnte Gangster haben gestern im Süden Englands mehr als 25 Millionen Pfund erbeutet. Von den Tätern fehlt noch jede Spur.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,402559,00.html
http://www.guardian.co.uk/crime/article/0,,1715854,00.html
http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/kent/4742064.stm
Gab es nicht vor ein paar tagen einen Skandal, weil eine deutsche Geldtransportfirma ein paar hundert Millionen unterschlagen hat?
Da wirken die 25 M. Pfund wieder ziemlich klein.
Ja aber die hat man erwischt ;)
mr-grudenko
24.02.2006, 06:42
Das (Verhaftungen) scheint hier auch zu geschehen:
Einen Tag nach dem Millionenraub von Kent meldet die Polizei erste Festnahmen. Gegen eine Frau und einen Mann werde ermittelt. Derweil variieren die Angaben über die erbeutete Summe immer mehr. Zwischen 25 und 50 Millionen Pfund soll sie liegen.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,402677,00.html
http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/kent/4745210.stm
@ Sensai: Das war ja kein klassischer Raub, sondern großangelegter Betrug.
Außerdem reden wir hier von 25 bis 40 Mio. richtigen britische Pfund und nicht von ein paar Mio. an Spielgeld :evil: :D
1. Ich bestehe auf Meinem E! .... Sensei bitte.
2. Wiso dauert das eine Stunde bis Alarm gegeben wurde? Müsste es nicht inzwischen überall knöpfe für stillen Alarm geben?
mr-grudenko
24.02.2006, 13:37
Original von Sensei
1. Ich bestehe auf Meinem E! .... Sensei bitte.
Oooooooooooooooops :D Sorry
Zum Thema "Heros" noch ein Artikel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,403028,00.html
mr-grudenko
27.02.2006, 19:52
Die Beute ist inzwischen offiziell mit GBP 53 Mio (= ca. € 78 Mio.) beziffert:
http://news.bbc.co.uk/1/hi/england/kent/4756454.stm
mr-grudenko
04.03.2006, 06:45
Und wieder ist ein hochdekorierter Militär in der US Politik gescheitert (siehe Präsidentschaft von General Grant):
Randy Cunningham, Kampfflieger-Ass aus dem Vietnam Krieg ("Fox 100") und ehemaliger Abgeordneter im Reräsentatnenhaus wurde von einem Bundesgericht wegen Bestechlichkeit im Amt verurteilt:
http://www.nytimes.com/2006/03/04/politics/04cunningham.html?hp&ex=1141534800&en=ccd9daf48307fc31&ei=5094&partner=homepage
- - - - -
Dieses Jahr ist übrigens das 70jährige Jubiläum der Supermarine Spitfire (Erstflug des Prototyps wahrscheinlich am 05.03.1936):
http://news.bbc.co.uk/1/hi/in_pictures/4776986.stm
http://www.supermarine-spitfire.co.uk/spitfire.html
http://www.spitfire.dk/Forside_uk.htm
mr-grudenko
23.03.2006, 12:00
US und britische Einheiten befreien Geiseln im Irak
Zwei Wochen nach der Ermordung des US-Bürgers Tom Fox gibt es eine positive Nachricht aus dem Irak: Ein mit ihm entführter Brite und zwei Kanadier wurden nach fast vier Monaten in Geiselhaft von britischen und amerikanischen Soldaten befreit.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,407489,00.html
http://news.bbc.co.uk/1/hi/world/middle_east/4836218.stm
- - - -
Heute gestohlen, morgen schon in Po... äh Dubai?
A police crackdown on stolen cars in Kenya has led many owners and dealers to keep their vehicles off the streets.
(...)
Some owners say the police action is unfair because the cars were bought in good faith in Dubai.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/4950104.stm
mr-grudenko
24.06.2006, 19:20
Nachdem er bei einer Parade zu Ehren des Geburtstags der Queen - trotz Befehl seines direkten Vorgesetzten - nicht Tritt gehalten hat, wurde der Ziegenbock Billy, Maskottchen des 1st Batallion der Royal Welch auf Zypern, von Lance Corporal zum Fusilier degradiert:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/5113188.stm
Genyosha
24.06.2006, 19:24
Die spinnen die Briten... :D
mr-grudenko
25.06.2006, 08:01
Allerdings gefällt mir die Idee, daß irgendein traditionsbewußtes Davion oder Isle of Skye Regiment bei Mechparaden vorneweg erstmal ein vierbeiniges Maskottchen laufen hat. :D (bei der 6. Lyranischen Garde ist es dann wohl eher zweibeinig :] )
Genyosha
25.06.2006, 10:53
Das mit dem Maskottchen ist ja OK, aber dem Viech einen Rang zu verleihen...
Ist bestimmt ein interessanter Posten, wenn man das Maskottchen betreuen darf.
Die Affenwärter auf Gibraltar sind ja noch wichtig zum verbleib der Briten auf dem Felsen.
Aber Ziegenhirte? Naja, auch so jemand dient. :D
"Opa, was hast du in der Armee gemacht?"
"Ich war Ziegenhirte mein Junge."
mr-grudenko
25.06.2006, 11:25
Original von Genyosha
"Opa, was hast du in der Armee gemacht?"
"Ich war Tiermanagmentexperte 2. Klasse, mein Junge." :D
mr-grudenko
25.06.2006, 18:25
Und passend zum Thema noch ein Foto:
Shenkin the goat looks into the camera as it stands guard at the entrance to Cardiff Castle with Goat Major Sargent David Joseph...(AFP/File/Scott Ramsey)
http://shakespearessister.blogspot.com/2006/06/caption-this-photo_24.html
- - - -
Am 28. Juni 1936 flog mit der Focke-Wulf FW61 der erste Hubschrauber der Welt:
http://www.luftarchiv.de/index.htm?http:...rauber/fw61.htm
http://www.hubschraubermuseum.de/ (Biographie von Heinrich Focke: http://www.hubschraubermuseum.de/hubmus/...nDocument#Focke)
http://www.wdr5.de/index.phtml?beitrag=731839
Shin Takanabe
28.06.2006, 14:35
Das kann man so net unbedingt sagen....
Die KuK Luftwaffe hat schon 1917 Versuche mit Fesselhubschraubern unternommen.Siehe hier (http://www.brockhaus.de/aktuell/thema.php?t_id=40&jahr=2003)
Diese Hubschrauber sollten allerdings eher die Fesselballone ersetzen, die an der Front die Artilleriebeopobachter waren.
Karman ging nach dem 2. WK nach Amerika und war dort Entwickler bei Sikorsky. Übrigens hatte der erste Hubschrauber(PKZ 1) 3 Seile wegen der Stabilität. der 2. (PKZ 2) hatte 2 Rotoren die gegenläufig liefen(heute noch bei Kamov gebräuchlich) und deswegenwar nur noch 1 Seil vonnöten. Am 2. April 1918 ist der von Wilhelm Zurovec konstruierte Fesselhubschrauber Petróczy-Kármán-Zurovec PKZ-2
auf dem Gelände der Herstellerfirma Dr. Lipták & Co. AG bei Budapest
erstmals geflogen. Das als Artillerie-Beobachtungsplattform gedachte
Gerät gilt, nach dem PKZ-1, als der zweite Militärhubschrauber der
Welt.
Darauf bin ich gekommen weil ich vor kurzem im Heimatmuseum von Fischamend war, wo ich herausfand das Österreich-Ungarn dort seine größte Militärisch-Aeronautische Anstalt hatte. Dort waren Luftschiffhallen, Gasfabriken(für den Fall das einer auf Dumme Gedanken kommt Wasserstoffgas für die Luftschiffe und Ballone), Kasernen Flugzeughangare ect.
Nach 1918 mußte dort alles Zerstört werden was irgendwie Luftfahrt ermöglichte , Hangare wurden abgetragen und die Luftschiffhallte hat andere Bestimmungen bekommen. Im 2. WK war dort dann eine Teilefabrik für Messerschmitt. Entgültig ist die Halle im 2. WK zerstört worden bei einem Bombenangriff von 400 Fortress und Liberator Bombern wo fast komplett Fischamend mitzerstört wurde.
Genyosha
28.06.2006, 14:59
Naja, unter einem Hubschrauber verstehe ich auch, das er nicht wie ein Drache angebunden sein soll. Also frei beweglich.
Das Teil ist eine andere Bauform eines Drachen, Fesselballon.
Gab wohl eine nicht ganz so große Zielscheibe wie ein Fesselballon ab.
Shin Takanabe
28.06.2006, 15:08
Trotzdem ändert das nix am Prinzip.....
Genyosha
28.06.2006, 16:21
Wenn du meinst...
mr-grudenko
08.07.2006, 18:06
Und mal wieder Neuigkeiten vom prinzlichen Nachwuchs in Sandhurst:
http://newsimg.bbc.co.uk/media/images/41863000/jpg/_41863762_william_pa203b.jpg
Prince William has run a mile to raise money for the charity Sport Relief - and described the event as "awesome".
http://news.bbc.co.uk/sport2/hi/tv_and_radio/sport_relief/5160784.stm
mr-grudenko
15.07.2006, 08:45
Sesamstraßen-Charaktere sollen US Soldatenfamilien bei der Stationierung von Familienmitgliedern in Kiregsgebieten helfen:
Sesame Street helps army children
US children's TV show Sesame Street is to be used to help American military families explain why a parent has to leave to serve overseas.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/entertainment/5180458.stm
mr-grudenko
28.07.2006, 17:13
Das Wrack der "Graf Zeppelin", des deutschen Flugzeugträgers aus dem 2. Weltkrieg, wurde (wahrscheinlich) gefunden:
The Polish navy says it is almost certain that it has located the wreck of Nazi Germany's only aircraft carrier, the Graf Zeppelin
http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/5223514.stm
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,428978,00.html
Zum Schiff selbst:
http://en.wikipedia.org/wiki/German_aircraft_carrier_Graf_Zeppelin
http://www.avalanchepress.com/GrafZeppelin.php
http://www.german-navy.de/kriegsmarine/ships/carrier/grafzeppelin/history.html
mr-grudenko
01.08.2006, 07:41
Der russische Autobauer GAZ, dessen Produkte in vielen osteuropäischen Armeen verbreitet sind, kauft den englischen Lieferwagenbauer LDV und ist damit der z.Z. einzige russische Automobilhersteller der sich nach Westen ausbreitet. :D
http://www.ft.com/cms/s/1b5d1fd6-208f-11db-8b3e-0000779e2340.html
mr-grudenko
16.08.2006, 06:20
Der britische Verteidigungsminister hat bekannt gegeben, daß 306 Soldaten, die im Ersten Weltkrieg, aufgrund von Feigheit oder Desertion erschossen wurden, nachträglich begnadigt werden.
In many cases, soldiers were clearly suffering from shellshock but officers showed no compassion for fear that their comrades would have disobeyed orders and refused to go "over the top".
http://www.guardian.co.uk/military/story/0,,1851104,00.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/4796579.stm
- - - -
In den USA hat eine Kommission vorgeschlagen, Medikamentenexperimente wieder an Strafgefangenen, wie in der ersten Hälfte des 20. Jh., durchzuführen:
Until the early 1970’s, about 90 percent of all pharmaceutical products were tested on prison inmates, federal officials say. But such research diminished sharply in 1974 after revelations of abuse at prisons like Holmesburg here, where inmates were paid hundreds of dollars a month to test items as varied as dandruff treatments and dioxin, and where they were exposed to radioactive, hallucinogenic and carcinogenic chemicals.
http://www.nytimes.com/2006/08/13/us/13inmates.html?_r=1&oref=slogin
- - - -
Ein japanischer Fischer wurde von russischen Marinesoldaten, deren Schiff den japanischen Trawler aufgebracht hatten, erschossen.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,431914,00.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/4797021.stm
http://www.cnn.com/2006/WORLD/asiapcf/08/16/japan.russia/index.html
- - - -
Ein 12jähirger Junge, der aus einem Heim abgehauen war, hat es in London-Heathrow (während der zweithöchsten Terrorwarnstufe) geschafft, ohne Karte in ein Charter-Flugzeug zu kommen, wo er der Besatzung aufgefallen ist:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/england/4796199.stm
http://www.cnn.com/2006/WORLD/europe/08/16/uk.terror.boy/index.html
mr-grudenko
23.08.2006, 06:23
Das US Marine Corps ruft 2.500 Reservisten ein:
Up to 2,500 Marines will be brought back at any one time, but there is no cap on the total number of Marines who may be forced back into service in the coming years as the military battles the war on terror.
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,110903,00.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/5276938.stm
mr-grudenko
26.08.2006, 08:17
Das US Verteidigungsministerium will eine eigene Kommadostruktur für Afrika (lag bisher, wie auch der Mittlere Osten, in der Zuständigkeit des Central Commands (http://www.centcom.mil/sites/uscentcom1/default.aspx)) aufbauen. Als Begründung wird die, durch Armut und politische Instabilität hervorgerufene, Gefahr des Extremismus und Terrorismus genannt (Ein Schelm, der "Rohstoffe (http://www.thenation.com/doc/20020422/silverstein)" dabei denkt :D ). Und es paßt zur zunehmenden US Militärunterstützung (http://www.worldpolicy.org/projects/arms/reports/AfricaMarch2005.html) für afrikanische Staaten.
http://www.time.com/time/nation/article/0,8599,1328840,00.html
mr-grudenko
01.09.2006, 06:26
Die US Streitkräfte stellen eine zunehmende Anzahl moslemischer Feldgeistlicher ein:
Nowadays, fewer sailors find the Islamic symbol unfamiliar. But Saif-ul-Islam, a U.S. Navy chaplain since 1999, still is questioned often about his religion during training sessions he conducts at bases across the nation.
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,112045,00.html
mr-grudenko
11.09.2006, 09:05
Japan hat einen Spionagesateliten von einer Startrampe auf Tanegashima ins All gestartet. Die drei sich jetzt im Orbit befindlichen japanischen Aufklärungssatelliten sollen vor allem Nord-Korea beobachten:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/5333560.stm
- - - -
Und noch ein recht böser Kommentar zur Idiotie von 9/11-Verschwörungstheorien:
Did the British and French forces in 1940 break and flee a Wehrmacht capable of only one lunge, because of rotten leadership, terrible planning, epic cowardice, or … CONSPIRACY? Did the April 24, 1980 effort to rescue the hostages in the US embassy in Teheran fail because a sandstorm disabled three of the eight helicopters, because the helicopters were poorly made, because of a lousy plan or because of agents of William Casey and the Republican National Committee poured sugar into their gas tanks in yet another CONSPIRACY?
http://www.counterpunch.org/cockburn09092006.html
mr-grudenko
15.09.2006, 08:00
US Veteranenbehörde muß auf (von Bundesstaaten verwalteten) Soldatenfriedhöfen heidnische Religionszeichen auf Grabsteinen und Gedenktafeln zulassen:
But state officials said they had received a legal opinion from the Nevada attorney general's office that concluded federal officials have no authority over state veterans' cemeteries. They now plan to have a contractor construct a plaque with the Wiccan pentacle - a circle around a five-pointed star - to be added to the Veterans' Memorial Wall in Fernley.
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,113543,00.html
EDIT: http://blog.wired.com/defense/2007/04/wiccans_win_mil.html
mr-grudenko
15.09.2006, 12:07
Das oberste Gericht Japans hat das Todesurteil gegen Shoko Asahara, den Gründer der Aum-Shinrikyo Sekte, aufgrund der Giftgasanschläge auf die Tokyoter U-Bahn von 1995, bestätigt.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,437218,00.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/5348160.stm
mr-grudenko
16.09.2006, 09:32
In einem offenen Brief an den Streitkräfteausschuß des US Senats sprechen sich über ein Dutzend pensionierter Offiziere gegen eine Neufassung des Folterbegriffs aus:
As retired military leaders of the U.S. Armed Forces and former officials of the Department of Defense, we write to express our profound concern about a key provision of S. 3861, the Military Commissions Act of 2006, introduced last week at the behest of the President. We believe that the language that would redefine Common Article 3 of the Geneva Conventions as equivalent to the standards contained in the Detainee Treatment Act violates the core principles of the Geneva Conventions and poses a grave threat to American service-members, now and in future wars.
http://www.globalsecurity.org/military/library/news/2006/09/mil-060912-sasc01.htm
- - - -
Die Mitte der 80er Jahre zu Testzwecken gebaute "Sea Shadow" wurde offiziell außer Deinst gestellt und kann (zusammen mit der "Hughes Mining Barge") von "geeigneten" Organisationen als Museum/Gedenkstätte übernommen werden:
http://www.defensenews.com/story.php?F=2107771&C=america
Zur Sea Shadow selbst: http://www.fas.org/man/dod-101/sys/ship/sea_shadow.htm , http://www.navysite.de/ships/shadow.htm
mr-grudenko
18.09.2006, 11:25
Die im Iran ( :D ) geborene US-Amerikanerin Anousheh Ansari hat 20. Mio. € für einen zehntägigen Urlaub der besonderen Art ausgegeben. An Bord eines Soyuz Raumschiffs fliegt sie mit zwei Kosmonauten zur ISS:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,,00.html
http://www.cnn.com/2006/TECH/space/09/18/space.female.tourist/index.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/science/nature/5355022.stm
http://www.spacedaily.com/2006/060918074217.vqyhd6sz.html
Einige Details zu Ansari (und ihrer Familie):
Earlier this year, she sported the flags of both Iran and the United States on her spacesuit.
"I felt that by wearing the two badges I can demonstrate that both countries had something to do with making me the person who I am today,"
http://www.spacedaily.com/2006/060918074448.1p9b28lb.html
mr-grudenko
20.09.2006, 06:18
Nachdem schon wochenlangen Gerüchten darüber in der Luft lagen, hat das Militär in Thainland gestern abend die Regierung des Premierministers Thaksin Shinawatra gestürzt:
http://www.sueddeutsche.de/,tt1m2/ausland/artikel/434/86348/
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,437999,00.html
http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E6523C21958B74A969DD69A78FFA87A38~ATpl~Ecommon ~Scontent.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/5362228.stm
http://www.guardian.co.uk/international/story/0,,1876502,00.html
http://www.economist.com/agenda/displaystory.cfm?story_id=7938267
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,114119,00.html
mr-grudenko
26.09.2006, 09:09
Bei gemeinsamen Manövern für Rettunsoperationen, hat sich die US Navy mit der chinesischen Volksbefreiungsmarine auf einheitliche Funkprotokolle geeinigt:
http://www.defensenews.com/story.php?F=2129511&C=america
Habe ich doch schon immer gesagt: :D
Panorama
Abel Basti: Adolf Hitler hatte sich in Argentinien versteckt
15:52 | 04/ 09/ 2006
Adolf Hitler und seine Ehefrau Eva Braun hatten sich nach Kriegsende viele Jahre in Argentinien versteckt, behauptet der namhafte argentinische Autor Abel Basti.
MEXIKO, 04. September (RIA Novosti). MEXIKO, 04. September (RIA Novosti). Abel Basti ist durch seine sensationellen Forschungen im Bereich der Geschichte des Nationalsozialismus bekannt. In seinem neuen Buch "Hitler in Argentinien" veröffentlicht Basti Berichte von Augenzeugen, die Hitler in verschiedenen Orten des Landes gesehen haben wollen. Auch zitiert er aus einem Geheimdokument des FBI, das diese Vermutung belegt.
Dem Autor zufolge waren Hitler, Eva Braun und etwa sieben Begleiter im Juli bzw. August 1945 mit einem U-Boot in die kleine Bucht Caleta de los Loros (südliche Provinz Rio Negro) gekommen. Ihr U-Boot wurde von zwei anderen begleitet. Nach der Anladung wurden alle drei U-Boote versenkt.
"Mit Sonderausrüstung konnten wir an dieser Stelle der patagonischen Küste in 30 Meter Tiefe drei versandete deutsche U-Boote orten, die weder im Archiv der Marine noch im Archiv des Verteidigungsministeriums mit einem Wort erwähnt werden. Argentinien hatte im Zweiten Weltkrieg nicht einmal versucht, sich mit der deutschen Flotte zu messen. Dieser Fund zeugt sogar davon, dass die deutschen U-Boote nicht nur in die argentinischen Hoheitsgewässer vorstießen, sondern auch an der patagonischen Küste anlegten", schreibt Basti. Des Weiteren reisten Hitler und Eva Braun nach Cordoba, dann über Buenos Aires und Mendosa nach La Rioja. Die Route war davor von Martin Bormann, Josef Mengele und Adolf Eichmann gebahnt worden. Sie lebten lange Zeit in La Angostura, einem Landgut des Unternehmers Jorge Antonio, eines der Vertrauten des argentinischen Diktators Juan Peron. Zur Erhärtung führt Basti zahlreiche Augenzeugenberichte an.
"In der kleinen Siedlung La Falda in der Provinz Cordoba lebten seit langem Walter und Ida Eichhorn, die als die wichtigsten Finanzagenten von Hitlerdeutschland in Südafrika galten. Ihr Dienstmädchen Catalina Gamero ist immer noch bei vollem Verstand. Sie erzählte mir, wie sie 1949 in einem Eichhorn gehörenden kleinen Hotel Hitler bediente. Das Ehepaar nannte den ehemaligen Naziführer Cousin. Hitler verbrachte im Hotel ein paar Tage und siedelte dann in ein neues Haus um, das von den Eichhorns auf dem Hügel Pan de Azucar gebaut wurde.
In dem Buch wird zudem aus einem Bericht des Gärtners der Eichhorns zitiert, der im Sold des FBI stand. Demnach hatten die Eichhorns nach Mai 1945 mit intensiven Vorbereitungen auf die Ankunft von Hitler begonnen.
Abel Basti spricht in seinem Buch von "unwiderlegbaren Beweisen" dafür, dass sich Hitler in der Kleinstadt Mar del Plata unweit von Buenos Aires mit dem flüchtigen kroatischen Diktator Ante Pavelic getroffen hat.
Catalina Gamero zufolge telefonierte Hitler bis 1964 mit dem Ehepaar Eichhorn. Nach der Tradition der reichen Häuser nahmen die Hausbesitzer nur selten ab. Als Catalina den Hörer abnahm, erkannte sie die Stimme des Cousins.
Nach dem Tod von Ida Eichhorn setzte sich Hitler nach Paraguay ab und stellte sich unter die Schirmherrschaft des Diktators Alfredo Stroessner, der den Naziführer und dessen Neue Ordnung verehrte, schreibt Basti in seinem Buch.
Quelle (http://de.rian.ru/society/20060904/53490079.html)
mr-grudenko
30.09.2006, 08:14
Am Donnerstag wurde ein West Point Kadett, wegen Vergewaltigung und versuchter Vergewaltigung, zu acht Jahren Haft verurteilt. Dies war das erste solche Urteil, seitdem Frauen 1976 der Zugang zu West Point gestattet wurde:
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,115331,00.html
- - - -
Nächste Woche ist das 70jährige Jubiläum des "Battle of Cable Street" (aka "Cable Street Riot") statt. Dabei wurde ein Marsch von Mosleys englischen Faschisten durch das Londoner East End (Labour-Hochburg, außerdem große jüdische und irisch-katholiche Gemeinden) gewalttätig verhindert:
http://www.guardian.co.uk/farright/story/0,,1884440,00.html
http://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Cable_Street
mr-grudenko
09.10.2006, 09:14
Am Samstag wurde die "USS George H.W. Bush" getauft. Damit ist ein zweiter Träger nach einer (zur Zeit der Namensgebung) noch lebenden Person benannt (nach der "USS Ronald Reagan"):
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,116299,00.html
Weitere Details: http://www.globalsecurity.org/military/agency/navy/batgru-77.htm
mr-grudenko
10.10.2006, 09:09
Nachdem 1963 das letzte in den USA bekannte Jaguarweibchen am Grand Canyon geschossen wurde, scheinen sich die Tiere wieder, von Mexiko kommend (ja, ja immer diese bösen illegalen Einwaderer :D ), im Südwesten auszubreiten:
http://www.nytimes.com/2006/10/10/science/10jaguar.html
Flucht vor der eigenen Armee
Er sollte zum zweitenmal in den Irak - da floh US-Soldat Augustin Aguayo aus seiner Wohnung in Schweinfurt und tauchte unter. Seit dieser Woche sitzt der Deserteur im Mannheimer Militärgefängnis und wartet auf seinen Prozess. Er ist einer von Tausenden Fällen weltweit.
Von Marc Widmann
Mannheim - Die beiden Militärpolizisten saßen neben seiner Frau im Wohnzimmer, sie warteten. Ihr Ton war rau. Seine Sachen solle er packen, befahlen sie, und zwar schnell. Sie beratschlagten, wie sie ihn am schnellsten zum Flughafen bringen könnten. Dort warteten seine Kameraden der 1. Infanteriedivision längst. Auf den Abflug in den Irak.
US-Soldat Augustin Aguayo stand in seinem Schlafzimmer im fränkischen Schweinfurt und wusste, dass er auf keinen Fall in den Krieg ziehen wollte. Nicht noch ein Jahr. "Ich dachte nur: Diese Leute werden mich nicht mitnehmen." In der Nacht zuvor hatte er im Auto geschlafen, verpasste mit Absicht den Abmarsch seines Bataillons morgens um 7.30 Uhr. Jetzt, in seinem Schlafzimmer, lärmte er etwas, als würde er seine Ausrüstung packen. Dann öffnete er das Fenster und sprang aus dem Erdgeschoss ins Freie.
In voller Tarnuniform rannte er los. Der 34-jährige US-Soldat desertierte mitten in Deutschland, an einem sonnigen Tag Anfang September.
Mindestens 8000 US-Soldaten sind seit Beginn des Irak-Krieges im Frühjahr 2003 weltweit von ihren Einheiten geflohen, berichtete kürzlich die Zeitung "USA Today". Das Fachmagazin "Air Force Times" schreibt gar von 40.000 desertierten GIs seit dem Jahr 2000. Hunderte suchen Zuflucht im Nachbarland Kanada, wo eine Gruppe engagierter US-Deserteure derzeit um politisches Asyl kämpft. Doch einige tauchen auch in Deutschland unter.
Gleich zwei Organisationen kümmern sich in Deutschland um kriegsmüde US-Soldaten. Der Verein Connection e.V. in Offenbach und das Military Counseling Network (MCN) in Bammental bei Heidelberg. "Allein letzte Woche haben vier Soldaten bei uns angerufen", sagt Michael Sharp vom MCN, "und sich nach Strafen für Deserteure erkundigt." Der Amerikaner berät mit zwei Mitarbeitern GIs kostenlos in Rechtsfragen. Auch Augustin Aguayo.
Versteck in Bayern
Aguayo rannte, so schnell er konnte. Nur etwas Unterwäsche und eine Bankkarte hatte der 34-Jährige eingepackt. Eine Woche lang versteckte er sich bei einer befreundeten Familie in Bayern. Sie gab ihm Geld, kochte für ihn, schenkte ihm Jeans, einen grünen Pullover, weiße Turnschuhe. "Ich habe mir Sorgen um meine Frau gemacht", sagt Aguayo. Sie saß noch immer in seinem Haus auf der US-Basis in Schweinfurt, täglich klingelten die Militärpolizisten.
Der gebürtige Mexikaner wirkt sanft, als er an einem geheimen Ort von seiner Flucht erzählt. Er spricht mit leiser, hoher Stimme. Nur selten unterstreicht er seine Worte mit vorsichtigen Gesten. Er sagt selbst, dass er in der Armee fehl am Platz gewesen sei: Schon "das Gröhlen gewalthaltiger Songs in der Grundausbildung" habe ihn belastet.
Wie viele US-Soldaten trat Aguayo wegen des Geldes in die Berufsarmee ein. Er war arm, jobbte als Lagerarbeiter in Los Angeles. Eines Nachts hörte er bei der Arbeit einen Radio-Spot, der mit gewaltigen Worten für den Eintritt in die Army trommelte. Aguayo beschloss, sich die Sache einmal anzusehen.
Der Mann im Rekrutierungsbüro versprach ihm einen Job als Sanitäter und die Möglichkeit, nach vier Jahren aktivem Dienst ein Bachelor-Studium zu beginnen, unterstützt von der Army. "Ich dachte mir: Sanitäter hört sich gut an", sagt Aguayo. Als er das Büro verließ, hatte er einen Vier-Jahres-Vertrag unterschrieben. "Ich wusste nicht, dass ich meine Seele dem Teufel verkaufen würde", sagt er heute. Ein Jahr später flog er in den Irak.
Er wollte "kein Werkzeug des Krieges sein"
Kaum war er angekommen, begegnete ihm das Grauen. Es war sein dritter Tag im Einsatz. Die Türe seines Feldlazarets in Tikrit sprang auf, und Soldaten trugen zwei Männer herein, mehr tot als lebendig nach der Explosion einer Autobombe. Sanitäter Aguayo tat, was er gelernt hatte, spritzte Medikamente in die Venen, versuchte, Blutungen zu stoppen. "Er wollte am Leben bleiben", sagt Aguayo über seinen Patienten, "er zitterte wie verrückt." Aber Aguayo konnte dem Mann nicht mehr helfen, dessen Arme abgerissen waren, die Haut verbrannt. Als der Patient tot war, ging Aguayo nach draußen. Er musste sich übergeben.
Ein Jahr blieb Aguayo in Tikrit, bis Februar 2005. Sein Lohn waren 1600 Dollar und 600 Euro Zulage im Monat. Dafür steckte er Überreste von Menschen in Leichensäcke, stand nächtelang auf Wachtürmen, erlebte wie seine Kameraden bei Durchsuchungen Iraker schikanierten. Er hörte, wie ein GI sagte: "Ich will jemand umlegen, ich will endlich sagen, dass ich's getan habe."
Dem sanften Soldaten war es zuwider. Er wollte "kein Werkzeug des Krieges sein", wie er sagt. Er weigerte sich, seine Waffe zu laden. Er beschloss, zu kämpfen wie ein echter Soldat - gegen seine eigene Armee.
Aguayo stellte einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung aus religiösen Gründen - die Army lehnte ihn ab. Aguayo verweigerte in Deutschland den Befehl zum Tragen einer Waffe - seine Vorgesetzten kürzten sein Gehalt. Aguayo zog vor ein ziviles Gericht in Washington - der Richter wies seine Klage auf Entlassung aus der Armee ab. Aguayo ging in Berufung - die Armee schickte ihm den Marschbefehl in den Irak, "zur Unterstützung des globalen Krieges gegen Terror", wie es hieß, "für mindestens 365 Tage". Die Flucht aus dem Fenster war in seinen Augen der letzte Ausweg.
Ein Leben im Untergrund hält kaum einer aus
In seinem Versteck in Bayern hatte Aguayo die Wahl. Er konnte jahrelang ausharren und auf eine Amnestie hoffen, wie sie Deserteure nach dem Vietnam-Krieg rehabilitierte. "Aber ich dachte an meine Familie." Er beschloss, sich zu stellen. "Die meisten Fahnenflüchtigen kehren früher oder später zurück", sagt GI-Berater Sharp, kaum einer hält ein Leben im Untergrund lange aus.
Über einen Umweg reiste Aguayo zurück in die USA. Nach vier Wochen unerlaubter Abwesenheit meldete er sich in Kalifornien bei der Militärpolizei. Er hoffte auf einen schnellen Prozess und ein mildes Urteil. Doch so einfach ging das nicht.
Aguayo, Dienstgrad "Specialist", ist noch immer Mitglied des 118. Infanteriebataillons der 1. Infanteriedivision in Schweinfurt. Seine Vorgesetzten ließen ihn sofort wieder zurück nach Deutschland fliegen, diesmal in Handschellen. Seit Dienstag sitzt er im US-Militärgefängnis in Mannheim. Dort wartet er auf seinen Prozess. Ihm drohen mehr als zwei Jahre Haft.
"Ich weiß, was mich im Irak erwartet", sagt er leise. Das Gefängnis ist ihm deutlich lieber.
Quelle (http://portal.1und1.de/de/themen/nachrichten/ausland/irak/3031044,cc=000003112500030310441Rwy83.html)
mr-grudenko
12.10.2006, 09:26
Angela, die Harte: http://news.bbc.co.uk/2/shared/spl/hi/pop_ups/06/europe_enl_1160566919/html/1.stm :D
- - - -
Das aktuelle Verhältnis zwischen Nord-Korea und China:
Die Chinesen meinen, was sie sagen: Ihre Angst vor Instabilität in dem Nachbarstaat ist echt. (...) Schon schmerzhafte Wirtschaftsanktionen könnten das Regime in die Knie zwingen - zum Beispiel eine Blockade der nordkoreanischen Häfen oder ein vollständiger Stopp von Hilfslieferungen, Handel oder Geldtransfers. Doch selbst dann drohen als Folge Chaos, Flüchtlingsströme, Bürgerkrieg. China müsste dann im schlimmsten Fall doch militärisch intervenieren. Chinesische und südkoreanische Truppen stünden sich womöglich gegenüber, Letztere verstärkt von Zehntausenden US-Soldaten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,442096,00.html
mr-grudenko
17.10.2006, 08:50
Die USAF mottet das NORAD Kommandozentrum im Cheyenne Mountain, Colorado, (a.k.a. "The War Room") ein und verlagert die Funktionen zur nahen Peterson AFB:
http://www.military.com/NewsContent/0,13319,116905,00.html
mr-grudenko
23.10.2006, 20:29
Auf der Autobahn A3 ist bei Bauarbeiten ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg explodiert und hat einen Arbeiter getötet:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,444270,00.html
http://www.sueddeutsche.de/,tt1m3/panorama/artikel/529/89440/
Nur ne kleinigkeit, welche mir zufällig begnet ist:
Die Stadt Oaxaca de Juárez (In Mexiko, 260k Einwohner) wird von der Organisation "Asamblea popular de los pueblos de Oaxaca" besetzt gehalten. Bundestruppen werden nun in die Unruheprovinz verlegt.
Hoffen wir mal, dass sich das hier zu keinem größeren Bürgerkrieg entwickelt.
Quellen:
-Wikipedia
- taz (http://www.taz.de/pt/2006/10/20/a0054.1/text.ges,1)
- ARD (http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5956184_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html)
Nicht mehr Brandneu aber war noch nicht da:
Kerry beleidigt die Soldaten im Irak. Er stempelt es als Witz ab.
Hier (http://tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6052950_REF3,00.html)
mr-grudenko
09.11.2006, 21:02
Der DDR Spionagechef Markus Wolf ist im Alter von 83 Jahren verstorben:
http://www.nzz.ch/2006/11/09/al/newzzEUAXGSKH-12.html
http://www.guardian.co.uk/germany/article/0,,1943913,00.html
http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/6132684.stm
mr-grudenko
10.11.2006, 08:34
Heute vor 231 Jahren hat der Continental Congress die ersten beiden Bataillone der American Marines aufgestellt:
http://www.marines.mil/comrel/120day.nsf/231st%20BDayMsg.pdf
mr-grudenko
16.11.2006, 05:53
Mit dem zum Islam kovertierten Keith Ellison wurde der bisher erste Moslem in den US Kongress gewählt:
http://www.medillnewsdc.com/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic&f=29&t=000353
Edit: http://www.prospect.org/web/page.ww?section=root&name=ViewWeb&articleId=12284
ENDLICH ist in unserem Kreis mal was los...leider wieder so ein Irrer...
http://www.wdr.de/themen/panorama/21/schule_emsdetten/index.jhtml
Coldstone
21.11.2006, 18:20
Ganz ehrlich.
Ziemlich kurzsichtig was da CDU und CSU wollen.
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6112564_NAV_REF1,00.html
ÜPberraschenderweise scheinen FDP und Grüne das Problem weit besser zu sehen.
Ein Verbot halte ich auch nicht wirklich für möglich.
Erstens wäre das ein ziemlich krasser wirtschaftlicher Schaden.
Ich meine das recht hohe Einnahmen vom VErkauf der Spiele kommen. Ich denke wir reden hier von Grössenordnungen die in mehrere 100 Millionen, wenn nicht Milliiarden.
Weiterhin bezweifle ich das die EU in der Hinsicht zustimmen wird, ich meine Wettbewerb usw. Freier Markt.
Soviel erst mal dazu.
Meiner Meinung nach ist man da wirklich zu kurzsichtig. Die Probleme liegen eher anderweitig.
Wieviele Familien sind noch wirklich intakt?
Das soziale Umfeld von solchen Individuen müsste man da viel eher unter die Lupe nehmen, aber natürlich wird wieder der absolute Sündenbock "Killerspiele" bemüht.
der wirtschaftlich Aspekt ist die eine Seite. Die Zensur, welche dieses Verbot darstellen würde eine andere. Und sobald die "Gamers Generation" so richtig in die Politik einzug findet, wäre so ein gesetz eh nicht mehr haltbar.
mr-grudenko
21.11.2006, 21:51
Original von Sensei
Die Zensur, welche dieses Verbot darstellen würde eine andere. Und sobald die "Gamers Generation" so richtig in die Politik einzug findet, wäre so ein gesetz eh nicht mehr haltbar.
[Kulturpessimist] Das die Generation je politisch aktiv wird, glaub ich eher weniger, das werden dann eher die "Gutmenschen" und "Betschwestern" aus einem Jahrgang (wie jetzt auch), die hinterher das politische Sagen haben[/Kulturpessimsit] ;)
Und ich hasse es zuzugeben, aber das jetzt sowas in Emsdetten passiert ist, geht mir etwas an die Nieren. Schließlich ist daß das Kaff, wo ich immer Mutter's Wagen zur Inspektion (bevor Opel Elmer expandiert hat) hingebracht hab bzw. wo ein ehemaliger Kollege von einer früheren Arbeitsstelle in Ibbenbüren (wo vor einigen Monaten die Sache mit dem entführen und mißbrauchten Jungen war) herkommt. Solche Sachen passieren nicht hier, immer nur woanders (Berlin, Osten, USA) :(
Bekloppte gibbet immer und ueberall. Der zweite Punkt ist: wieviele der heute 14-24 jaehrigen spielen 3D-Shooter? Zumindest auf dem PC wird man viel finden und das Problem liegt, wie in den 70/80er Jahren auch, nicht bei dem Medium...
Coldstone
21.11.2006, 22:38
Meiner Meinung nach liegt es am ganzen System.
mal ernsthaft, wieviele Schüler sind heute durchschnittlich in den Klassen?
30? oder mehr?
Klar das die Lehrer da nicht auf alle eingehen können.
Und wenn es dann so weit ist, das sich der Schüler abkapselt ist es nicht mehr weit...
Aber ist ja keiner bereit sowas zuzugeben.
Wir haben A zuweniig Lehrer, B sind die Klassen dadurch zu gross und Vertrauenslehrer oder ähnliches sind längst nicht die Regel.
all sowas...
Und wie gesagt, intakte Familien?
Man wird doch heute gezwungen, das beide Elternteile arbeiten. Dadurch bleibt die Erziehung auf der Strecke.
Irgendwie kapiert von den grossen Parteien keiner was Sache ist, aber hauptsache den Firmenbonzen geht es gut...
Mehr Lehrer kosten aber viel geld.
Ein paar solcher amokläufe pro jahr kosten bei weitem nicht so viel.
Was hier weit mehr in Gewicht fällt, ist die verminderte zukünftige Wirtschaftlichkeit der herranreifenden Jugend, welches nichts anderes tut als WOW zu spielen (auf einen einfachen nenner gebracht).
@Sensei
***Was hier weit mehr in Gewicht fällt, ist die verminderte Wirtschaftlichkeit der herranreifenden Jugend, welches nichts anderes tut als WOW zu spielen (auf einen einfachen nenner gebracht). ***
Ah ja...und was soll das jetzt aussagen? :rolleyes:
Das durch die "ablenkung" des spielens mitunter die Zielstrebigkeit und der Lerneifer erschlafft. Und in einer Bildungsgesellschaft und -wirtschaft kann sich eine daraus resultierende, schlechtere Ausbildung fatal auswirken (gesellschaftliche Auswirkungen mal ganz außer acht gelassen).
@Sensei
Aua. Sehr sinnvolle und fundierte Ursachenanalyse :rolleyes:
Geh doch in die Politik, die Aussage passt genau zu dem, was die Leute da so von sich geben...
BTW: verminderte Wirtschaftlichkeit bei der Jugend hoert sich fuer mich nach "Kinderarbeit" an, ging es jemandem aehnlich? :)
Nein, keine Ursachenanalyse. Sondern persönliche Meinung. Und des weiteren hab ich mich weder für ein Verbot von Killerspielen (was für ein unwort) ausgesprochen, noch Spiele als Unterhaltungsform herrabgewürdigt. Es ist aber so, dass spiele durchaus auch negative Folgen haben können. Mit meiner Aussage wollte ich darauf hindeuten, dass diese hochgeputschten Medienevents namens Amoklauf nur einen winzigen Protzentsatz dieser Folgen ausmachen (und selbst das nur, wenn man den Amoklauf als Folge des Spielens sieht). Und da es sich wesentlich leichter damit umgehen lässt, hab ich die Folgen ersteinmal nur wirtschaftlich gesehen (man rechne nur allein mal die zeit zusammen, die die knapp eine million WoW Spieler damit verbringen).
@Sensei
Erklär mir doch bitte mal was das Spielen von wow (oder ähnlichem) mit erschlaffendem Lerneifer zu tun hat?
Solang die Zeiteinteilung stimmt, gibt es absolut kein Problem, alles andere ist einmal (bei jüngeren) die Sache der Erziehung (Eltern) und bei älteren Jugendlichen, die Sache des gesunden Menschenverstandes.
Aber alles irgendwelchen Spielen in die Schuhe zu schieben - naja, Politiker machen es genauso :rolleyes:
Früher war es Ozzy, der die Jugend zum Satanismus verführt hat, dann war es das Fernsehen dass die Menschen verblödet hat (waren sie vorher intelligent? ;) ) und später kamen die "Killerspiele" die die Jugendlichen zu Amokläufern "ausgebildet" haben...
Also was muss man nur machen?
Ozzy verbieten, Fernsehen abschaffen und Killerspiele verbieten...
Keine Probleme mehr - juhu!!!
Schön wenn die Welt so einfach ist :)
Aber alles irgendwelchen Spielen in die Schuhe zu schieben - naja, Politiker machen es genauso
Wo schieb ich alles den Spielen in die Schuhe? Wie gesagt wollte ich nur zeigen, dass es duchaus auch negative Aspekte gibt.
Erklär mir doch bitte mal was das Spielen von wow (oder ähnlichem) mit erschlaffendem Lerneifer zu tun hat?
In dem Sinne, dass es dann etwas interressanteres zu tun gibt als zu lernen. Stichwort: Suchtpotential (sucht im schwachen und nicht im strengen Sinne).
Zumal es mit dem gesunden Menschenverstand so eine Sache ist. Würden alle Menschen danach handeln, wäre die Welt wohl bei leibe nicht so, wie sie ist.
@Topic: Ich sorge mich wirklich kaum um ein mögliches Verbot von "Killerspielen". Erstens ist es praktisch nicht einfürbar, zweitens langzeitlich nicht haltbar und drittens nicht durchsetzbar. Nur um CryTec wäre es schade.
@Sensei
Dann zähl bitte auch die negativen Seiten der Sportvereine, der Schwimmbäder und Kinos auf.
Schließlich verbringen die Menschen dort sehr viel unproduktive Zeit und ein Kinobesuch ist sicher auch interssanter als lernen.
Und von wegen Sucht:
Lieber bin ich angeblich Internetsüchtig als dass ich auch nur eine einzige Zigarette anstecke, Alkohol trinke oder schlimmeres Zeug nehme.
Und wieso sind Leute gesund, wenn sie pro Woche 20 Stunden Sport machen, aber süchtig wenn sie 20 Stunden zocken?
Im Endeffekt geht es doch um Eigenverantwortung (oder um genügende/ungenügende Erziehung)
Ich brauch kein WoW um in der Schule zu versagen - das schaff ich auch, wenn ich jeden Tag nach der Schule Fußball spiele und deshalb nicht lerne...
Ich hab das Gefühl du hängst dich hier in den Auswirkungen eines Problems auf, nicht in der Ursache.
Die Ursache heißt unter Garantie nicht WoW, CS oder ähnliches.
Und die Folgen des spielens - die hast du auch wenn du Sport treibst oder einer Oma über die Straße hilfst - alles unproduktiv und hält dich vom lernen ab ^^
Und die Folgen des spielens - die hast du auch wenn du Sport treibst oder einer Oma über die Straße hilfst - alles unproduktiv und hält dich vom lernen ab ^^
Bei dem über die straße helfen bist du gesellschaftlich tätig. Mit der gewonnenen zeit kann die oma was anderes anfangen (wobei die relation der wertigkeit von "deiner Zeit" und "omas Zeit" mal außer acht bleibt). Oder das risiko für einen unfall wird reduziert. Und ein unfall bedeutet zeitverlust, stress, sachschäden und womöglich behandlungskosten.
Sport ist in gewissen Rahmen sehr sinnvoll. Denn es ist nicht nur so, dass krankheiten durch bewegungsmangel auf die lebensspanne gerechnet massive kosten verusachen können und damit zugleich ein produktivitätsverlust einher geht. Viel wichtiger ist noch, dass du auch sonst so im täglichen leben potentiell produktiver und ausgeglichener bist. Aber sport frisst halt auch viel kostbare zeit und birgt auch selbst verletzungsrisiko.
Und wieso sind Leute gesund, wenn sie pro Woche 20 Stunden Sport machen, aber süchtig wenn sie 20 Stunden zocken?
1. Hab ich nicht gesagt süchtig sondern "birgt suchtpotential". Ein wichtiger Unterschied.
2. Bei 20 stunden muss man noch nicht süchtig sein. Es ist schwer zu definieren, wann jemand süchtig ist und schwer zu erklären, warum man von Sport weniger schnell süchtig wird. Am besten du fragst einen Psychologen oder einen Suchtberater, falls dich das thema wirklich interressiert.
3. Ich kenne genügend leute (insbesonder, aber nicht zwangsweise, MMORPG'ler) die 35+ Stunden pro woche vor dem Monitor hängen.
@ Grundthenor:
Wie oft den eigentlich noch? Ich will Komputerspiele nicht verteufeln!
Ich hab selber eine Petition gegen ein verbot von PC-Games unterstützt. Ich bin der Ansicht, dass Games eine klasse, neue Kulturform sein können und dass sie durchaus auch (begrenzt) als sportart anzusehen sind. Ich spiele selber gerne und finde es absolut abstrus, welche verknüpfungen zwischen dem Spielen und den Amokläufen gezogen werden.
Auch heißt es, wenn ich am Anfang auf die möglichen negativen Aspekte von Games verwiesen habe, NICHT, dass ich bei anderen Freizeitbeschäftigungen ect. keine Negativen Seiten sehe (schon gar aus einer zurückgenommenen, ökonomischen sicht). Ökonmisch dient Freizeit hauptsächlich zur Regeneration und wiederherstellung einer bestmöglichen arbeitsleistung. Skifahren, in die disko gehen, auch mal eine Runde was saufen, ski fahren ect. pp. mögen zwar viel spaß mache, haben aber hundsmiserables kosten/nutzen-Verhältnis.
Original von Sensei
Ökonmisch dient Freizeit hauptsächlich zur Regeneration und wiederherstellung einer bestmöglichen arbeitsleistung.
Ich kann nicht verstehen, wie man dies so sehen kann.
Ich persönlich finde es menschenverachtend.
Astronomisch sind wir nen zwischenspeicher für sternenstaub.
Chemisch nen komplexer Klumpen Moleküle.
Biologisch bessere Affen.
Psychologisch eine ganz tolle Erfindung und ein riesen schritt nach vorn.
Mir tun ehrlich die Leute leid, die die Welt nur aus ihrem kleinen, subjektiven Sichtfeld betrachten - was aber natürlich keine Wertung sein soll.
Aber BTT:
die öffentlich-rechtlichen bekommen doch noch etwas objektive berichterstattung hin: Link (http://www.heute.de/ZDFmediathek/inhalt/24/0,4070,4078328-5,00.html)
Stellungnahme vom e sport bundes (http://www.e-sb.de/) .
Die nachgebaute Schule des Täters gab es wohl gar nicht: klick (http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,449857,00.html)
Ob das Sichtfeld mit Dollarzeichen in den Augen wirklich soviel größer ist wage ich zu bezweifeln.
***Mir tun ehrlich die Leute leid, die die Welt nur aus ihrem kleinen, subjektiven Sichtfeld betrachten - was aber natürlich keine Wertung sein soll.***
Mit Verlaub: ROFL! Sag mir mal einen nicht groessenwahnsinnigen, der nicht subjektiv die Welt betrachtet. Abgesehen davon sind deine Aeusserungen bezueglich "Produktivitaet" und "Zeitmanagement" auch lieber nicht zu bewerten, nicht mal so global, wie dein Ausspruch dort oben.
Jungs, benehmt euch. Von mir aus könnt ihr gerne einen "Basht Senseis Meinung" oder einen "Kapitalistische sichtweisen sind blöd" Thread eröffnen - und ich würde mich warscheinlich sogar daran beteiligen. Aber lasst diesen Thread bei seinem Thema.
Coldstone
05.12.2006, 18:04
Also Meldungen wie diese lassen mich am Geisteszustand unserer Politiker zweifeln.
Man verlangt ein Jahr Gefängnis für den Kauf von "Killerspielen"???
Kommt von Bayerns Innenminister.
Soll ich jetzt mal lachen?
Sorry, aber so realitäötsfremd wie das ist, muss ich das ncht noch weiter kommentieren, odeR?
mr-grudenko
06.12.2006, 07:11
Original von Coldstone
Man verlangt ein Jahr Gefängnis für den Kauf von "Killerspielen"???
Irgendwie sehe ich schon eine rosige berufliche Zukunft vor mir: Ich schmuggle Sexspielzeug aus Deutschland in die USA und "Killerspiele" aus den USA nach Deutschland :D
Und warum nur muß ich bei Begriff 'Killerspiele' eigentlich immer als erstes an "America's Army" (= IMHO eines des besten MP Spiele neben SoF2 und Enemy Territory, leider mit einem lausigen Net-Code) denken :evil:
Ich muß dringend wieder mal einige nette Nachrichten ausgraben, diese ganze deutsche Politiker-Heißluft nervt.
OK, hier ein Artikel über die Litvinenko Ermordung mit einigen Hinweisen auf die Zusammenhänge: http://www.exile.ru/2006-December-01/toxic_avenger.html
BT_Fan79
06.12.2006, 10:34
Kann man sich an dem Schmugglerring beteiligen? :D
Vor allem weil der Begriff "Killerspiele" ja auch so extrem genau definiert ist. In "deutschen" Spielen ist ja sowieso schon fast nix mehr zu sehen.
Wahrscheinlich ist PacMan auch schon eins... *g*
Aber nicht nur unsere gelieten "Killerspiele" wollen sie uns wegnehmen, auch noch die Rennspiele wie Need for Speed, das find ich die Hölle, begründung von denen:
Man tunt seine autos "Illegal", man fährt "illegale" rennen und man legt sich mit der Polizei an, außerdem würden solche Spiele Raser fördern, hallo leibe Politiker, gehts noch? Naja, ich Importiere meine Spiele ja eh nurnoch aus Übersee (imemr gut nen par freunde zu haben ^^).
Ach und herr gott, wenn sie nachgewiesen hätten das der Typ anstatt Computer zu spielen nun mit Barbies gespielt hätte, währen die dann auf der Blacklist ganz oben gewesen?
Und ich frage mal, welcher "Jugendliche" hockt ehute nich so seine par Stunden vorm Rechner, sind wir deswegen alle irgendwelche potenziellen Gewaltverbrecher? Anscheinend schon, woei ich von mir mit fug und recht behaupten kann (wenn es nicht grad um meine Famielie geht, wo ich relativ leicht nen ausraster bekomme), dann in ich die Ruhe in Person.
Und ich darf mal eben ne auflistung machen wie Stark ich "Gewaltverbrechen gefährdet bin:
Hockt viel vorm Computer: Check
Spielt Killerspiele: Check
Trägt schwarze Klamotten: Check
Höhrt "aggresive" Musik: Check
Hat Waffenkentnisse: Check
War kacke in Schule: Check
Ist viel alleine: Ansichtsache, sagen wir aber einfach mal Check
hm... wenn man all diese Kriterien erfüllt ist man Laut ein par unserer Politiker Gewaltverbrechen gefährdet.
Gut, man sieht sich dann in den Nachrichten, ich geh jetzt ne Schule ausräuchern ^^
Angelique McSolo
06.12.2006, 11:43
Original von Ashur
Hockt viel vorm Computer: Check
Spielt Killerspiele: Check
Trägt schwarze Klamotten: Check
Höhrt "aggresive" Musik: Check
Hat Waffenkentnisse: Check
War kacke in Schule: Check
Ist viel alleine: Ansichtsache, sagen wir aber einfach mal Check
/signed
Wenn man danach geht, ist so ziemlich jeder junge Mensch ein potentieller Killer...
Ganz polemisch: 90 % aller Attentäter essen 24 h vor ihrer Tat Brot. Also bitte verbieten :D
Das Problem ist, dass es in einer Gesellschaft immer Außenseiter gibt, die dazu neigen, extreme Handlungen durchzuführen, wenn sie das Außenseitertum nicht mehr aushalten. Es gibt kein System (weder in der Schule, noch in der Gesellschaft per se), welches die Ausgrenzung einiger Leute verhindert (auch nicht in der Anarchie, dort sind die Außenseiter die Schwächeren bzw die, die sich nicht mit anderen zusammentun, um ihre Schwäche zu überwinden).
Versagt hab in Fällen wie diese das komplette Umfeld. Die Eltern, die Schule, die Freunde. Natürlich spielen auch Spiele wie CS eine Rolle, genauso aber Fernsehen oder auch Bücher (bspw müßte nach dieser Argumentation die halbe SF Literatur auf der Schwarzen Liste landen). Aber das Hauptproblem sind Familien, in denen Sohnemann vor den Computer, die PS2 oder die Klotze geklemmt werden, damit sie Ruhe geben.
Coldstone
06.12.2006, 13:19
Eben. Das Problem liegt am gesamten System an sich. solche Spiele KÖNNEN es verstärken, aber sind ganz bestimmt kein Hauptgrund.
Da haben vorher schon ganz andere Instanzen versagt.
Aber man darf ja gegen das System nichts sagen, ist ja laut unseren Politikern "perfekt".
Edit: Wieso kommt mir gerade George Orwell in den Sinn, Big Brother is watching you....
Sorry, aber so kommt es mir langsam wirklich vor.
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